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Das schreibt die Presse über myON-ID Media im Oktober

16. November 2011 um 7:53 von Mario Grobholz

„Wie das Social Web im Recruiting weiterhilft“ - darüber haben wir im Oktober mit der Computerwoche gesprochen. Der ganze Artikel dazu ist hier nachzulesen. Die interessantesten Aussagen daraus haben wir hier zusammengefasst.

Employer Branding steht in den HR Abteilungen ganz hoch im Kurs. In nahezu allen größeren Unternehmen steht in den HR-Abteilungen Employer Branding hoch im Kurs. Es werden vor allem Möglichkeiten gesucht, wie sich Mitarbeiter als Botschafter für das eigene Unternehmen einsetzen lassen.

Wir sind der Meinung, dass der Mitarbeiter-Newsroom hierfür eine exzellente Möglichkeit darstellt. Die Mitarbeiter kommen dort zu Wort und können ihre bestehenden Social Media Aktivitäten nahtlos in die Unternehmenswebsite einfliessen lassen.

Ein Social-Media-Mitarbeiter-Newsrooms kann zum Beispiel folgendes beinhalten: eine zentrale Seite auf der Website, auf der die jüngsten Blog-Beiträge von Mitarbeitern, Tweets der einzelnen Abteilungen oder der Kollegen oder auch Youtube-Videos zusammenfließen. Durch die direkte Integration des Newsrooms in den Karriereteil der Unternehmenswebsite, erhalten Bewerber einen Überblick über Abteilungen und Mitarbeiter und können durch Kommentar- oder Benachrichtigungsfunktionen den direkten Kontakt zu den potenziellen neuen Kollegen suchen.

In den zahlreichen Gesprächen, die wir in den letzten Wochen mit den HR-Verantwortlichen geführt haben, wurden wir in unserer Meinung bestätigt, dass Mitarbeiter eine glaubwürdige Referenz sind und somit die Marke ihres Arbeitgebers authentisch vertreten können. Auch Aktivitäten, mit denen Unternehmen ihre Corporate Social Responsibility (CSR) betonen, können, authentisch nach außen kommuniziert, helfen, die Sympathie neuer Talente zu gewinnen.

Wir sind schon gespannt auf einige dieser Social-Media-Projekte mit HR-Fokus, die wir im kommenden Jahr 2012 sehen werden.

Bei Ruflotse standen neben Tipps für Eltern bezüglich Fotos von Kleinkindern im Internet, im Oktober vor allem der Löschreport für das dritte Quartal im Mittelpunkt. Weitere Details gibt es hier.

Vielen Dank an alle Journalisten für die angenehme Zusammenarbeit.

Das schrieb die Presse im September
Das schrieb die Presse im August
Das schrieb die Presse im Juli

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Das schreibt die Presse über myON-ID Media im September

25. Oktober 2011 um 8:04 von Mario Grobholz

Im September hatten wir mit der Zeitschrift Pro Firma ein spannendes Interview zum Thema Social Media, mehr Details dazu sind unten zu finden. Zudem war in den Medien wieder unsere Expertenmeinung gefragt – so gaben wir eine Stellungnahme zur Entlassung von Carol Bartz als Yahoo-Chefin ab. Der DPA-Artikel „Analyse: Chefin rausgekegelt: Yahoo strauchelt“ wurde deutschlandweit, unter anderem von newsticker.sueddeutsche.de, cio.de, zeit.de, n24.de und morgenpost.de veröffentlicht.

Das Interview mit Pro Firma drehte sich darum, wie ein gutes Social-Media-Konzept den Vertrieb unterstützen kann. Unserer Meinung nach bietet das Social Web Unternehmen vielfältige Möglichkeiten, neue Kunden zu gewinnen, wenn sie eines dabei beachten: „Viele Unternehmen haben dieses Potenzial erkannt, Blogs gestartet und eigene Präsenzen auf Facebook, Twitter und Youtube eingerichtet. Allerdings: Das Social Web ist zwar ein idealer Ort für die Zielgruppenansprache – die Kontaktaufnahme und der Kauf erfolgen aber nach wie vor auf der Corporate Website. Es ist daher wichtig, einen Kreislauf zwischen dem Social Web und der eigenen Website herzustellen. Dafür gibt es verschiedene Wege. Einer ist die Integration dezentraler Social-Media-Präsenzen in einem Social-Media-Portal auf der eigenen Website.“

Auch bei Ruflotse standen Interviews im Mittelpunkt der Berichterstattung. So berichtete neben der Süddeutschen Zeitung auch das NDR Info Radio über uns. In der Chip erschien ein dreiseitiger Artikel über Ruflotse. Nach wie vor hat aber auch der zweite Ruflotse-Löschreport die Presse beschäftigt. Auch die Aufklärung rund um den Jugendschutz im Internet und im Social Web haben wir in den Medien weiter vorangetrieben. Details dazu gibt‘s hier.

Im Oktober geht es weiter mit neuen Beiträgen! Vielen Dank an alle Journalisten für die angenehme Zusammenarbeit.

Das schrieb die Presse im August
Das schrieb die Presse im Juli
Das schrieb die Presse im Juni

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Employer Branding und Recruiting im Zeichen des Social Webs – Artikel mit Whitepaper zum Download

6. September 2011 um 8:09 von Philipp Strobel

Etablierte Social-Media-Plattformen wie Facebook, Twitter, Linkedin, Xing und Co. werden im Employer Branding und Recruiting immer mehr zum Standard und die neuen Trends liegen in Technologien wie Location-based Services und Mobile Recruiting. Dieser Meinung waren die Personalexperten in unserer Interviewserie „Social Media im Einsatz für das Employer Branding und Recruiting: Personalexperten im Gespräch“. Wir wollten von unseren Gesprächspartnern wissen, wie sie Social Media nutzen, um ihre Arbeitgebermarke im Internet zu präsentieren und die Personalbeschaffung zu fördern. Im Gespräch über aktuelle Aktivitäten, Erfahrungen, potenzielle Trends und die zukünftigen Aufgaben in diesen Bereichen haben wir auch gehört, dass die Experten planen, die einzelnen Social-Media-Kanäle in Zukunft stärker untereinander und mit der Website zu verknüpfen. Mithilfe welcher Strategien dies am besten möglich ist, zeigen wir in unserem White Paper, das am Ende des Artikels zum Download bereit steht.

Im Interview bei uns waren Dominik A. Hahn und Ralf Hilscher, Referenten Personalmarketing bei der Allianz, Yasmine Limberger, Group Manager Personalmarketing bei der Avanade GmbH, Dr. Nico Rose, Director Corporate Management Development bei der Bertelsmann AG, Carolin Kowalzik, Referentin strategisches Personalmarketing bei der Deutschen Bahn und Eva Zils, Bloggerin für online-recruiting.net sowie socialmedia-recruiting.com und HR Advertising Administrator & Social Media Expertin bei der Jobticket GmbH.

Employer Branding auf Facebook, Twitter & Youtube – Recruiting via Xing

Verstärkt nutzen die Personalexperten das Social Web zur Unterstützung des Employer Brandings. Dominik A. Hahn und Yasmine Limberger erklärten uns, dass sie damit einen persönlichen Blick hinter die Kulissen des Unternehmens ermöglichen möchten. Beim unmittelbaren Recruiting kommt häufig Xing zum Einsatz. Carolin Kowalzik sagte dazu: „Wichtig ist uns der Respekt vor der Privatsphäre von Bewerbern. So nutzen wir zur aktiven Ansprache Netzwerke wie Xing.“

Ein weiterer wichtiger Aspekt für die Experten ist es, sowohl mit Bewerbern als auch mit anderen interessierten Kontakten dialogorientiert zu kommunizieren. Laut Eva Zils kommt es aber noch viel zu häufig vor, dass Unternehmen im Web 2.0 lediglich ihre Stellenanzeigen veröffentlichen. Aus diesem Grund und, da viele Accounts nicht regelmäßig gepflegt werden, schöpfen Unternehmen häufig die Möglichkeiten des Social Webs im Bezug auf Employer Branding nicht vollends aus. Daher empfiehlt die Expertin: „Unternehmen, die über nicht genügend Personal zur Pflege der verschiedenen Web-2.0-Auftritte verfügen, sollten von diesen Maßnahmen also zunächst Abstand nehmen.“ Auch Carolin Kowalzik gibt zu bedenken, dass viele Unternehmen den benötigten Zeit- und Personalaufwand unterschätzen, denn „Social Media ist kein reines Push-Medium, sondern verlangt Beobachtung und Dialog.“

Durch die verschiedenen Social-Media-Aktivitäten haben die Unternehmen interessante Ergebnisse erzielt. So konnte die Allianz bereits neue Arbeitnehmer einstellen und Nico Rose stellte bei Bertelsmann eine größere Recruiting-Effizienz fest, „das heißt wir erhalten bei konstanter Anzahl an Bewerbungen mehr zu uns passende Bewerber.“ Deutliche Vorteile sieht Carolin Kowalzik einerseits im direkten, schnellen und unkomplizierten Kontakt mit Bewerbern und andererseits im viralen Effekt, den das Social Web mit sich bringt. Für gewöhnungsbedürftig hingegen hält sie die Tatsache, dass Unternehmen in sozialen Netzwerken nicht alles unter Kontrolle haben: „Wir haben gelernt damit umzugehen. Viele Unternehmen können heute noch nicht akzeptieren, dass sie in der Welt der Social Networks lediglich Gast sind.“

Obwohl die Experten von positiven Ergebnissen und Erfolgen berichten, seien konkrete Erfolge im Recruiting-Bereich laut Eva Zils seltener als gedacht. „Viele Social Media Personalmarketingexperten müssen nach wie vor zugeben, dass sie zwar auf ihre Aktivitäten in Netz positive Rückmeldungen von Kandidaten erhalten, aber dass sie bisher damit nur wenige oder gar keine Einstellungen darauf zurückführen können.“

Als einen der Gründe hierfür sieht die Bloggerin unter anderem die Existenz von professionellen Karriere-Seiten in Netzwerken wie Facebook, die deren Mitglieder vorrangig privat nutzen. Ihrer Meinung nach ist vielen Facebook-Nutzern nicht bewusst, dass ein Unternehmen keinen Zugriff auf die eigenen Profildaten erhält, wenn eine Seite „geliked“ wird. „Eine Möglichkeit, diese ,Bewerberängste‘ zu umgehen, bieten Anbieter wie BranchOut, BraveNewTalent und auch die neue Monster Facebook App BeKnwon: Anhand dieser Applikationen werden ausschließlich karriererelevante Profildaten genutzt, die ein Recruiter einsehen kann.“

Verknüpfung der Social-Media-Kanäle als Herausforderung

Nach der Zukunft und Trends im Employer Branding und Recruiting im Social-Media-Bereich gefragt, zeigt sich, dass die Deutsche Bahn schon seit gut einem Jahr Location-based Services wie zum Beispiel Foursquare erprobt. In dieser Technologie sieht auch Ralf Hilscher einen potenziellen neuen Trend: „Job-Angebote oder generelle Karriere-Infos zu bekommen je nachdem, wo man sich befindet, ist eine reizvolle Vorstellung.“ Was die zukünftigen Pläne der Allianz angeht, ist eine Erweiterung der Social-Media-Aktivitäten zwar vorgesehen, allerdings nicht um jeden Preis: „Wir fragen uns: Was möchte der Kunde, sprich der potentielle Bewerber, und welchen Mehrwert können wir ihm durch Kanal A oder B bieten.“ Und während Bertelsmann „das Bestehende noch besser machen“ will, hat es sich Avanade vor allem zum Ziel gesetzt „mit Interessenten noch mehr in Kontakt zu kommen“. Daneben sieht Carolin Kowalzik auch Potenzial in Arbeitgeberportalen wie kununu. „Der Bewerber hat sehr gute Möglichkeiten sich über seinen zukünftigen Arbeitgeber zu informieren, so dass auch seitens des Unternehmens ein konsequenter Dialog mit den Bewerbern an Bedeutung gewinnt.“ Daneben ist aber auch beständiges Monitoring und die nachvollziehbare und vor allem messbare Bewertung von Erfolgen der Social-Media-Aktivitäten ausschlaggebend für die Zukunft der Human Ressources im Social Web.

Einigkeit herrschte vor allem in zwei Punkten: Darin, dass die Internet-Präsenz im Social Web immer mehr zum Standard werden und somit nicht mehr aus den Bereichen Employer Branding und Recruiting wegzudenken sein wird und, dass die Verknüpfung der einzelnen und im Moment zumeist noch parallel nebeneinander verlaufenden Social-Media-Kanäle in Zukunft die nächste große Herausforderung sein wird.

Denn obwohl im Social Web viel kommuniziert wird, bleibt oft die Website die erste Adresse für Bewerber. Eine logische Konsequenz ist es also, die verschiedenen Kanäle auf der Unternehmenswebsite zu bündeln und es somit sowohl Bewerbern als auch interessierten Kunden oder Kontakten zu ermöglichen, auf eine umkomplizierte und bequeme Art sämtliche Aktivitäten des Unternehmens zu überblicken.

Empfehlenswert ist es auch für Unternehmen, die eigenen Mitarbeiter als Fürsprecher der Marke einzubeziehen – so auch in einem Blogkommentar von einer Leserin gefordert. Mitarbeiter sind eine starke, glaubwürdige Referenz, denn sie sprechen aus Erfahrung und können somit als authentische Botschafter der Marke auftreten. Es lohnt sich daher für Unternehmen, zu prüfen, welche Mitarbeiter bereits im Social Web aktiv sind und eine natürliche Affinität dafür aufweisen. Mitarbeiter, die über unternehmensnahe Themen bloggen oder auf Twitter aktiv sind, kann angeboten werden, den Blog oder Twitter-Account in die Website des Unternehmens einzubinden. Ein gutes Beispiel hierfür ist beispielsweise der Social Media Newsroom von T-Systems Multimedia Solutions.

Wie Unternehmen ihre Mitarbeiter in die Kommunikation einbinden können, ihr Employer Branding und ihr Recruiting via Social Media fördern können und wie eine Strategie zur Verknüpfung der Website mit dem Social Web aussehen kann, erklären wir in unserem White Paper „Social-Media-Strategien für das Employer Branding und Recruiting“, das hier zum Download bereit steht.

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Social Media im Einsatz für das Employer Branding und Recruiting: Personalexperten im Gespräch, Teil 3

31. August 2011 um 8:16 von Philipp Strobel

In den ersten beiden Teilen unserer Employer Branding und Recruiting-Serie wollten wir von Personalexperten von Allianz, Avanade, Bertelsmann und Deutsche Bahn wissen, wie sie Social Media nutzen, um ihr Employer Branding und ihr Recruiting zu unterstützen und welche Erfahrungen sie dabei gemacht haben. Als Branchenexpertin hat uns zudem Eva Zils, Bloggerin für online-recruiting.net sowie den neuen Blog socialmedia-recruiting.com und HR Advertising Administrator & Social Media Expertin bei der Jobticket GmbH Rede und Antwort gestanden. Im heutigen letzten Teil der Serie möchten wir von Dominik A. Hahn und Ralf Hilscher, Referenten Personalmarketing bei der Allianz, Yasmine Limberger, Group Manager Personalmarketing bei der Avanade GmbH, Dr. Nico Rose, Director Corporate Management Development bei der Bertelsmann AG und Carolin Kowalzik, Referentin strategisches Personalmarketing bei der Deutschen Bahn, hören, welche Zukunftspläne sie für ihre Social-Media-Aktivitäten geplant haben und welche Entwicklungen sie sich vom Social Web in den Bereichen Employer Branding und Recruiting erwarten.

Haben Sie Pläne, Ihre Social-Media-Aktivitäten für das Employer Branding und das Recruiting weiter auszubauen? Wie sehen Ihre Zukunftspläne im Social Web aus?

Dominik A. Hahn: Wir werden stets vor einer Expansion unserer Social-Media-Aktivitäten für das Allianz Employer Branding untersuchen, ob das für uns auch Sinn ergibt. Auf jede Plattform aufzuspringen, nur um des Dabeiseins willen, ist nicht unsere Herangehensweise. Wir fragen uns: Was möchte der Kunde, sprich der potenzielle Bewerber, und welchen Mehrwert können wir ihm durch Kanal A oder B bieten.

Insofern beobachten wir weiterhin den Markt. Google+ ist sicherlich eine Überlegung wert, sollten Firmenprofile erlaubt werden. Auch die Themen Location-based Services oder Augemented Reality haben durchaus Potenzial. Unsere Leitlinie bleibt dabei aber immer der direkte Bewerbernutzen einer Maßnahme.

Yasmine Limberger: Wir werden nun damit beginnen, die Facebook-Seite systematisch zu promoten und mit Interaktionen, beispielsweise Fragestellungen und Diskussionen, aufzuwerten. Neben Facebook und Xing werden wir auch auf Linkedin, Youtube sowie über Google zusätzliche Aktionen starten. Unser Ziel ist es, mit Interessenten noch mehr in Kontakt zu kommen, sich auszutauschen und verstärkt auf individuelle Bedürfnisse von Bewerbern einzugehen.
Nico Rose: Im Rahmen unserer Employer Branding-Kampagne „Create Your Own Career” senden wir seit Start im Jahr 2008 beständig Informationen auf allen relevanten Kanälen. Demnach geht es uns eher darum, das Bestehende noch besser zu machen. Trotzdem müssen wir zukünftige Entwicklungen im Auge behalten, zum Beispiel Location-based Services und vielleicht bald auch Google+.
Carolin Kowalzik: Ja, diese Pläne haben wir in der Tat. Wir blicken in die Zukunft und schauen, wie die Aktivitäten sich insgesamt entwickeln. So erproben wir bereits seit gut einem Jahr Location-based Services wie Foursquare. Mobile Recruiting ist ein Trend mit dem wir uns in Zukunft auseinandersetzen werden.

Frau Zils, wenn Sie als Bloggerin an die Zukunftspläne von Unternehmen im Social Web für die Bereiche Employer Branding und Recruiting denken – zeichnen sich hierbei bestimmte Trends ab?

Eva Zils: Die zukünftigen Trends für das online Personalmarketing, Recruiting und Employer Branding werden voraussichtlich wie gewohnt aus den USA zu uns hinüberschwappen. Deutschland ist jedoch generell eher langsam, was das Aufnehmen und Angehen von neuen Trends angeht. Ich denke daher, dass sich das aktuelle Trendthema Social Media Recruiting via Facebook, Twitter, Xing, Linkedin, etc. in Deutschland zunächst weiter etablieren wird, bevor Neues ausprobiert wird. Sollte sich die Anzahl der Erfolgserlebnisse der so genannten „First Mover“ im Social Media Recruiting vermehren, werden sich mehr Firmen auf die neuen Tools einlassen.

Als zukünftigen Trend sehe ich das Mobile Recruiting stark im Kommen. Hier ist momentan das Interesse der deutschen Firmen sehr groß und der Wissensstand vergleichsweise niedrig. Dabei kann zum Beispiel mit In-App Advertising und einer für mobile Endgeräte optimierten Landingpage schon einiges bewerkstelligt werden. Ich bin gespannt, wann sich hier das erste Unternehmen aktiv nach vorne traut.

Nachdem wir nun wissen, welche Zukunftspläne unsere Experten für die Social-Media-Aktivitäten ihrer Unternehmen haben, wollen wir natürlich auch erfahren, welche Entwicklungen sie in den nächsten Jahren in den Bereichen Employer Branding und Recruiting vor dem Hintergrund des Social Webs erwarten.

Ralf Hilscher: Es ist zu erwarten, dass die traditionelle Karriere-Webseite immer enger mit den Social-Media-Karrierepräsenzen verzahnt wird. Bislang laufen diese Aktivitäten noch eher parallel nebeneinander. Durch eine zukünftig verstärkte Integration der eigenen Social-Media-Angebote wird eine deutlich dynamischere, aktuellere und dialogorientiertere Corporate Karriere-Seite die Folge sein.

Ebenso bleibt es spannend abzuwarten, inwiefern Location-based Services das Recruiting verändern beziehungsweise unterstützen können. Job-Angebote oder generelle Karriere-Infos zu bekommen je nachdem, wo man sich befindet, ist eine reizvolle Vorstellung.

Yasmine Limberger: Ich gehe davon aus, dass das Social Web zum Standard wird. Auch wenn viele Kandidaten derartige Plattformen, wie Twitter oder Facebook, noch wenig nutzen, zumindest auf einer Social-Media-Plattform bewegt sich heute fast jeder von ihnen. Wir haben auch schon erlebt, dass sich Bewerber neben der Unternehmenswebsite auch Profile von Mitarbeitern, beispielsweise auf Xing, ansehen, um sich auf ein Vorstellungsgespräch vorzubereiten und die potenziellen Kollegen besser kennenzulernen.

Dies ist auch sehr zu empfehlen, denn je eher der Kandidat einschätzen kann, was das für Leute sind, die bei einem potenziellen neuen Arbeitgeber arbeiten, umso besser kann er entscheiden, ob er dazu passt. Also nicht nur Personaler nutzen das Web, um Bewerber zu finden, sondern auch umgekehrt. Eine ordentliche Präsentation im Web sollte daher schon heute Standard sein – für Unternehmen wie auch für Bewerber.

Nico Rose: Die Wichtigkeit von Social Media für HRler wird mit Sicherheit weiter zunehmen. Ob es dabei eher zu einer Konzentration oder Fragmentierung von Plattformen kommt, vermag ich derzeit nicht abzusehen.
Carolin Kowalzik: Ich erwarte, dass die Präsenz im Social Web für das Employer Branding in Zukunft nicht mehr wegzudenken ist. Große Beachtung schenke ich auch den Arbeitgeberbewertungsportalen wie kununu, die mittlerweile auch zu Xing gehören. Der Bewerber hat sehr gute Möglichkeiten sich über seinen zukünftigen Arbeitgeber zu informieren, so dass auch seitens des Unternehmens ein konsequenter Dialog mit den Bewerbern an Bedeutung gewinnt. Auch ein Monitoring der Meinungen finde ich sehr wichtig. So kann ein Unternehmen die Stimmungen aufnehmen und diese bei Bedarf in die Strategie mit übernehmen – auch um den Bewerbern Wertschätzung entgegenzubringen. So können wir erreichen, dass die Bewerber mit uns, als Unternehmen, in den Dialog treten.
Eva Zils: Die weiteren Entwicklungen in den Bereichen Employer Branding und Recruiting vor dem Hintergrund des Social Web hängen in Deutschland maßgeblich davon ab, ob sich die sozialen Netze wirklich für die genannten Disziplinen eignen. Wenn sich messbare und nachweisbare Erfolge erzielen lassen, werden mehr Unternehmen in Social Media investieren und sich dort präsentieren. Unternehmen, die kommunikationsstark auftreten, werden des Weiteren alle Medien gezielt miteinander verbinden und professionell für ihre Recruitingzwecke einsetzen. Derzeit laufen die verschiedenen Social-Media-Aktivitäten meistens nebeneinander her. Die große Herausforderung wird sein, diese gebündelt zu betreiben, die Prozesse zu organisieren und regelmäßige Auswertungen und Erfolge der Kanäle zu beobachten, um weiterhin effektiv zu bleiben.

Zum vorerst letzten Mal ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten für erneut spannende und interessante Antworten!

So unterschiedlich die Unternehmen, so ähnlich sind sich doch die angedachten Pläne und prognostizierten Trends der Experten. Während Bertelsmann seine Aktivitäten der bestehenden Kampagne „Create your own Career“ weiter optimieren möchte, baut Avanade seine Interaktionen mit interessierten Kontakten mithilfe der Plattformen Facebook, Xing, Linkedin Youtube und Google weiter aus. Die Allianz hingegen macht den Ausbau ihrer Social-Media-Aktivitäten vom potenziellen Bewerbernutzen abhängig. Neben dem Social Web sehen die Beteiligten Trends in neuen Technologien wie Augmented Reality, Location-based Services und im Mobile Recruiting. Bis allerdings die neuen Trends aus den USA in Deutschland aufgegriffen werden, könnte es wohl laut Frau Zils in Deutschland noch etwas dauern und solange bleibt der Fokus vor allem auf Social Media Recruiting über Facebook, Twitter, Xing, Linkedin und Co.

Einig sind sich Avanade, Bertelsmann und die Deutsche Bahn darin, dass die eigene Präsenz im Social Web im Bereich Recruiting sowohl für Unternehmen als auch für potenzielle Bewerber zum Standard werden wird. Zudem werden wohl der Umgang mit Arbeitgeberbewertungsportalen sowie das Monitoring und gleichzeitig die Bewertung der Maßnahmen im Social Web im Fokus der nächsten Zeit stehen.

Frau Zils und Herr Hilscher sehen vor allem die engere Verknüpfung der einzelnen Social-Media-Kanäle miteinander als zukünftige Aufgabe. Dies sehen wir genauso – in der kommenden Woche werden wir daher neben einer Zusammenfassung der Interview-Reihe unser Whitepaper vorstellen, in dem wir auf Strategien zur Verzahnung der Corporate Website mit dem Social Web für das Employer Branding und Recruiting eingehen.

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Social Media im Einsatz für das Employer Branding und Recruiting: Personalexperten im Gespräch, Teil 2

29. August 2011 um 8:05 von Philipp Strobel

Wie die Allianz, Avanade, Bertelsmann und die Deutsche Bahn Social Media nutzen, um ihr Employer Branding und ihr Recruiting zu unterstützen, haben wir vergangene Woche von den Personalexperten der Unternehmen erfahren. Eva Zils, Bloggerin für online-recruiting.net und HR Advertising Administrator & Social Media Expertin bei der Jobticket GmbH, hat uns zudem ihre Meinung aus ihrem Blickwinkel dargestellt. Heute möchten wir von Ralf Hilscher, Referent Personalmarketing bei der Allianz, Yasmine Limberger, Group Manager Personalmarketing bei der Avanade GmbH, Dr. Nico Rose, Director Corporate Management Development bei der Bertelsmann AG und Carolin Kowalzik, Referentin strategisches Personalmarketing bei der Deutschen Bahn, hören, welche Erfahrungen sie bislang im Social Web gemacht haben. Eva Zils haben wir gefragt, wie sie den Status-Quo deutscher Unternehmen beim Einsatz von Social Media im Personalwesen einschätzt.

Welches Resümee können Sie bislang aus Ihren Social-Media-Aktivitäten ziehen?

Ralf Hilscher: Unsere bisherigen Erfahrungen sind sehr positiv. Wir konnten bereits den ein oder anderen Praktikanten über Social Media für uns gewinnen. Viel wichtiger ist uns aber der Dialog mit unseren Fans beziehungsweise Followern. Dass das funktioniert, zeigt eine Studie von „Finanzdienstleister in Social Media”. Dort wurde das Engagement der Fans einer Karriere-Fanpage gemessen. Allianz Karriere hatte hier mit deutlichem Abstand die höchste Mitmach-Rate. Oder nehmen Sie das aktuelle Potentialpark-Ranking. Dort wurden zahlreiche Karriere-Fanpages anhand diverser Kriterien geprüft mit dem Ergebnis, dass Allianz Karriere auf Platz 1 landete. Solche Ergebnisse zeigen uns, dass wir auf einem guten Weg sind.
Yasmine Limberger: Die Zahl unserer Fans auf Facebook ist bereits im ersten Jahr auf über hundert geklettert, obwohl wir die Seite nicht aktiv promoten. Wir setzen hier auf den Multiplikatoreffekt, den soziale Netzwerke bieten. Allerdings stehen wir noch am Anfang. Die Interaktion mit potenziellen Bewerbern kommt aktuell noch zu kurz. Das wollen wir in den nächsten Monaten ändern.
Nico Rose: Neben diversen Auszeichnungen für unsere Kampagne können wir eine gesteigerte Recruiting-Effizienz feststellen, das heißt wir erhalten bei konstanter Anzahl an Bewerbungen mehr zu uns passende Bewerber.
Carolin Kowalzik: Es gibt eine Vielzahl von Vorteilen, die sich bezogen auf die Deutsche Bahn im Bereich des Erstkontaktes mit den Bewerbern ergeben haben. So können wir ganz andere, authentische Einblicke in das Unternehmen gewähren. Wir können mit den Bewerbern in direkten Kontakt treten und schnell und unkompliziert Fragen beantworten. Einer der größten Vorteile ist allerdings der virale Effekt, den Social Media so attraktiv für Unternehmen macht.

Woran man sich als Unternehmen gewöhnen muss, ist der Umgang mit der Dynamik von Social Media. Im Gegensatz zu anderen Personalmarketinginstrumenten hat ein Unternehmen hier nicht alles unter Kontrolle. Wir haben gelernt damit umzugehen. Viele Unternehmen können heute noch nicht akzeptieren, dass sie in der Welt der Social Networks lediglich Gast sind.

Nicht zu vernachlässigen ist auch der Zeitaufwand den die Aktivitäten erfordern. Vielfach wird dieser von Unternehmen unterschätzt. Social Media ist kein reines Push-Medium, sondern verlangt Beobachtung und Dialog. Beides ist mit dem entsprechenden Personalaufwand zu hinterlegen.

Zusammenfassend haben wir vor allem mit unseren Twitter-Aktivitäten viel positives Feedback erhalten und werden oft positiv in der Fachpresse erwähnt. Auch unser Facebook-Auftritt „Deutsche Bahn Karriere“ wird von den Followern nahezu ausschließlich positiv kommentiert und trifft auch im Unternehmen auf hohe Akzeptanz.

Messbare Ergebnisse sind nicht ohne Weiteres nachweisbar, denn Social Media ist in der Regel keine Stand-Alone-Lösung. Social Media fügt sich in eine gesamthafte Personalmarketing- und Rekrutierungsstrategie ein und trägt ihren Teil zu einer zunehmenden Anzahl an eingehenden Bewerbungen bei. Zudem muss unterschieden werden, ob von einem Personalmarketing- oder einem Recruitingkanal gesprochen wird. Der Nutzen von Social Media liegt hierbei eindeutig in der Erstansprache und dem Anstoß, den potentielle Bewerber benötigen, um die DB als möglichen Arbeitgeber in Betracht zu ziehen.

Frau Zils, was hören Sie von Unternehmen und deren Erfahrungen, die diese bislang im Social Web gemacht haben? Gibt es allgemeine Erfahrungswerte, die generell für Unternehmen gelten könnten?

Eva Zils: Interessanterweise werden positive Erfahrungen (was in den meisten Fällen neuen Einstellungen dank Social Media entspricht) im Social Media Recruiting Umfeld generell sehr hoch gekocht. Das liegt vor allem daran, dass die sozialen Medien hierzulande im Recruiting (noch?) keine großartigen Erfolge vorweisen können. Viele Social Media Personalmarketingexperten müssen nach wie vor zugeben, dass sie zwar auf ihre Aktivitäten im Netz positive Rückmeldungen von Kandidaten erhalten, aber dass sie bisher damit nur wenige oder gar keine Einstellungen darauf zurückführen können.

Das wird unter anderem auch daran liegen, dass vielen Nutzern und damit potenziellen Bewerbern, nicht klar ist, dass Unternehmen keinen Zugriff auf ihre Facebook-Profildaten haben. Da Facebook nach wie vor als privates Netzwerk gewertet wird, in dem man sich als Mensch und weniger als professioneller Stellensuchender zeigt, stehen viele Mitglieder dem Folgen (Like) einer Unternehmenskarriereseite auf Facebook skeptisch gegenüber.

Sollten diese Bedenken seitens der Bewerber nicht bald ausgeräumt werden, wird sich zeigen, ob sich Facebook & Co. in Deutschland tatsächlich zum Recruiting und zum Aufbau beziehungsweise zur Optimierung der Arbeitgebermarke eignen.

Eine Möglichkeit, diese „Bewerberängste“ zu umgehen, bieten Anbieter wie BranchOut, BraveNewTalent und auch die neue Monster Facebook App BeKnown: Anhand dieser Applikationen werden ausschließlich karriererelevante Profildaten genutzt, die ein Recruiter einsehen kann. Diese Apps sind noch relativ neu am Markt und erfreuen sich starken Zuwachsraten. Jedoch habe ich auch hier noch von keinen nennenswerten Erfolgen gehört.

Das sind sehr spannende Ergebnisse und Beobachtungen – herzlichen Dank an alle Beteiligten für die Antworten!

Über Social-Media-Aktivitäten haben die befragten Unternehmen also schon ganz konkrete, positive Ergebnisse erzielen können – etwa in Form von neuen Mitarbeitern bei der Allianz und teilweise offensichtlich gezielteren Bewerbungen, die besser den Anforderungen der Unternehmen entsprechen als dies bei gleicher Bewerbungsanzahl vorher der Fall war, wie uns Nico Rose von Bertelsmann erzählte. Auch positive virale Effekte – typisch für soziale Netzwerke – haben zum Beispiel Avanade und die Deutsche Bahn erwähnt.

Wenn Unternehmen allerdings eher zögerliche Erfolge bei Facebook feststellen können, könnte dies auch daran liegen, dass die Mitglieder des Netzwerks Bedenken haben, dass sie beim Klicken des „Like”-Buttons automatisch persönliche Daten an die Personaler freigeben – dieser Meinung ist Eva Zils. Anbieter wie BranchOut, BraveNewTalent oder die BeKnown-App von Monster könnten Abhilfe schaffen. Tolle Möglichkeiten wie wir finden – man wird sehen, wie sich diese weiter entwickeln werden.

In den kommenden Monaten und Jahren wird sich der Einsatz von Social Media in der Personalwirtschaft also sicher stark weiterentwickeln und auch verändern. Wie die Zukunftspläne unserer Interviewpartner aussehen, können Sie am Mittwoch im dritten Teil unseres Interviews lesen!

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Employer Branding und Recruiting im Social-Media-Zeitalter

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Social Media im Einsatz für das Employer Branding und Recruiting: Personalexperten im Gespräch, Teil 1

25. August 2011 um 8:12 von Philipp Strobel

Kürzlich haben wir begonnen, den Status Quo von Employer Branding und Recruiting im Social-Media-Zeitalter zu beleuchten. Viele Personaler haben schon die multiplen Gelegenheiten des Social Webs am Schopf gepackt, um ihre Arbeitgebermarke zu prägen und ihre Personalbeschaffung zu fördern. Wir möchten aber mehr zum Thema erfahren und untersuchen, wie einzelne HR-Experten aus ganz verschiedenen Branchen Social Media gewinnbringend nutzen, welche Erfahrungen sie bislang gemacht haben und wie sie die Zukunft in diesem Bereich sehen. Im Gespräch bei uns sind Dominik A. Hahn und Ralf Hilscher, Referenten Personalmarketing bei der Allianz, Yasmine Limberger, Group Manager Personalmarketing bei der Avanade GmbH, Dr. Nico Rose, Director Corporate Management Development bei der Bertelsmann AG und Carolin Kowalzik, Referentin strategisches Personalmarketing bei der Deutschen Bahn. Ebenso gesprochen haben wir Eva Zils, Gründerin und Bloggerin für den Blog online-recruiting.net sowie HR Advertising Administrator & Social Media Expertin bei der Jobticket GmbH.

Zu Beginn unserer Internetserie wollten wir wissen, ob unsere Experten heute schon die Möglichkeiten des Social Webs nutzen, um ihr Employer Branding und ihr Recruiting zu unterstützen. Und wenn ja, wie?

Dominik A. Hahn: Die Allianz ist bereits seit 2009 im Social Web aktiv. Man findet uns auf den gängigen und für Employer Branding relevanten Plattformen wie Facebook, Twitter und Youtube. Zusätzlich betreiben wir einen Blog auf posterous und haben ein nicht allzu ernst gemeintes Online-Spiel eng mit Facebook verzahnt.

Hinter allen Aktivitäten steht ein Grundgedanke: authentische Einblicke in die Allianz-Welt zu geben. Das lässt sich über Social Media leichter handhaben als über die traditionelle Karriere-Webseite. Die Einsatzzwecke der einzelnen Channels sind dabei durchaus verschieden. Über unsere Karriere-Fanpage auf Facebook möchten wir zum Beispiel langfristige Beziehungen zu unseren Fans aufbauen. Ziel ist hier nicht, möglichst viele Fans zu rekrutieren, sondern mit diesen einen nachhaltigen Dialog zu starten und aufrechtzuerhalten.

Der Blog dagegen ist eher für Studienanfänger gedacht. Entsprechend dieser Zielgruppe geben wir Karrieretipps rund um Bewerbungen, Assessment Center, Auslandsaufenthalte oder Kleiderordnungen in Großkonzernen.

Yasmine Limberger: Wir nutzen in Deutschland vor allem soziale Netzwerke, wie Xing und Facebook, um mit potenziellen Bewerbern in Kontakt zu kommen. Neben Stellenausschreibungen und Unternehmens-News veröffentlichen wir gerade auch auf Facebook Fotos, die Einblicke hinter die Kulissen bei Avanade geben. Wir wollen damit unser Team bei der Arbeit, aber auch bei Mitarbeiter-Events präsentieren, die belegen: Bei uns macht der Job Spaß. Wir sind ein cooles Team. Soziale Netzwerke eignen sich sehr gut dazu, um ein Livebild des Unternehmens zu transportieren, ohne dass man zu sehr in Marketingbotschaften verfällt. Es geht viel mehr darum zu zeigen: „Schau, so sind wir! Sei dabei!“

Nico Rose: Wir haben derzeit eine Facebook-Seite, zwei Twitter-Konten, eine Xing-Gruppe, eine Linkedin-Gruppe sowie einen eigenen Kanal auf Youtube und Flickr. Für uns liegt der Fokus dabei auf Employer Branding, nicht so sehr auf unmittelbarem Recruiting. Wir wollen möglichst viele Touchpoints schaffen, auf denen potenzielle Bewerber sich über uns informieren und mit uns in Kontakt treten können.

Carolin Kowalzik: Die Deutsche Bahn nutzt Xing, Twitter, Facebook und Youtube. Wichtig ist uns dabei der Respekt vor der Privatsphäre von Bewerbern. So nutzen wir zur aktiven Ansprache Netzwerke wie Xing. Kanäle wie Twitter oder Facebook dagegen nutzen wir ausschließlich als Personalmarketinginstrument, um die Arbeitgebermarke DB zu positionieren und potentiellen Bewerbern als Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen und ein authentisches Fenster ins Unternehmen zu öffnen.

Frau Zils, Sie bringen als Bloggerin nochmals eine andere Perspektive mit und haben die Personalwirtschaft ständig im Blick. Was haben Sie dabei beobachtet – wie setzen Unternehmen heute Social Media ein, um ihr Employer Branding oder ihr Recruiting zu unterstützen?

Eva Zils: Die meisten Unternehmen nutzen Social Media überwiegend dazu, um ihre Anzeigen im Web 2.0 zu verbreiten. Am liebsten werden die Stellenangebote beispielsweise auf Xing veröffentlicht, was bei einem Großteil deutscher Unternehmen dann bereits unter den Begriff „Social Media Recruiting“ fällt. Jedoch geht Social Media Recruiting und darunter vor allem die Disziplin „Employer Branding“ über soziale Netze viel weiter: Einige wenige und meistens große Unternehmen oder große Mittelständler gehen nämlich einen Schritt weiter und nutzen Kanäle wie zum Beispiel Facebook, Corporate Blogs oder Youtube, um ihre Arbeitgebermarke auf moderne Art zu stärken. Dort werden Firmenprofile angelegt, mit Inhalten gefüllt und regelmäßig gepflegt – dies ist auch im Rahmen einer nachhaltigen Arbeitgebermarken Positionierung sinnvoll. Unternehmen, die über nicht genügend Personal zur Pflege der verschiedenen Web 2.0 Auftritte verfügen, sollten von diesen Maßnahmen also zunächst Abstand nehmen.

Was mir bei großen Unternehmen, die eine Karriereseite auf Facebook betreiben, sehr oft auffällt ist, dass die Pinnwände weniger für Bewerberkommunikation als für Bewerbermanagementsystem-Nachfragen genutzt werden: So sehe ich häufig Fragen von Bewerbern an diese Unternehmen, die den einzelnen Bewerbungsprozess der Nutzer betreffen. Es wird zum Beispiel nachgefragt, warum man noch nicht die versprochene Antwort oder den vereinbarten Telefonanruf erhalten hat. Diese Diskussionen tragen nicht zum Employer Branding bei sondern zeugen lediglich von einem suboptimalen Bewerbermanagement-Prozess.

Vielen Dank an alle Beteiligten für die Antworten!

Hier zeichnen sich bereits sehr interessante – und teils ähnliche – Ansätze ab: Employer Branding scheint für Personaler die Priorität Nummer eins im Social Web zu sein – hierfür sind Facebook, Twitter, Youtube und Blogs im Einsatz – aber auch Gruppen auf Linkedin und Xing. Die beiden Business-Netzwerke werden allerdings verstärkt für die direkte Ansprache potenzieller Kandidaten genutzt. Einen Dialog mit Interessenten und möglichen Bewerbern gibt es aber auch bei Facebook. Dies ist sicher positiv, solange die Bewerberkommunikation inhaltlich wertvoll bleibt und sich nicht auf Fragen nach Ablauf des Bewerbungssystems beschränkt, wie von Eva Zils erwähnt. Denn dann dürfte wohl an anderer Stelle etwas schief laufen. So gesehen sind aber auch diese Nachfragen wichtig für Unternehmen, denn sie liefern Hinweise dafür, dass das System zu komplex ist und daher vereinfacht werden sollte.

Nachdem unsere Gesprächspartner bereits wertvolle Erfahrungen im Social Web gemacht haben, interessiert es uns natürlich, welches Resümee sie bislang aus ihren Social-Media-Aktivitäten ziehen. Diese Frage klären wir in der nächsten Folge – bleiben Sie dran für spannende Antworten!

Mehr über unsere Interviewpartner:

Dominik A. Hahn arbeitet seit 2010 für das Personalmarketing der Allianz. Dort ist er für die Print- und Online-Kommunikation verantwortlich. Das Social Media Personalmarketing und das Allianz Karriereportal perspektiven.allianz.de sind weitere Aufgabenbereiche. Vor der Tätigkeit bei der Allianz absolvierte er ein Volontariat bei einer Münchner PR-Agentur. Dominik A. Hahn studierte Medien- und Kommunikationswissenschaften an der Universität Augsburg.
Ralf Hilscher ist seit 2006 für das Personalmarketing der Allianz Deutschland tätig. Seit 2009 verantwortet er dort die Social-Media-Aktivitäten. Daneben betreut er das Allianz Förderpraktikantenprogramm Keep in Touch und unterstützt im Bereich Hochschul- bzw. Event-Marketing.
Yasmine Limberger ist bei Avanade, einem Anbieter für IT-Business-Solutions, verantwortlich für das Personalmarketing in Deutschland und der Schweiz. Sie ist Autorin des Buches: „IT-Survival Guide- Karriere- und Alltagsratgeber für Einsteiger und Professionals in der IT-Branche” und hat mehr als zwölf Jahre Erfahrung in der Auswahl von IT-Fach- und Führungskräften.
Dr. Nico Rose ist Director Corporate Management Development bei der Bertelsmann AG in Gütersloh. Er verantwortet dort das konzernübergreifende Employer Branding (u.a. Karriere-Websites, HR Social Media Kommunikation und HR Event Marketing).
Carolin Kowalzik ist Referentin für strategisches Personalmarketing bei der DB Mobility Logistics AG. Vor ihrer aktuellen Tätigkeit hatte sie verschiedene Positionen in den Bereichen Marketing und Personal im Volkswagenkonzern im In- und Ausland inne. Sie hat ein Studium der Soziologie, Psychologie, Politik und Betriebswirtschaft an der TU Braunschweig absolviert.
Eva Zils berät seit 2004 Unternehmen bei der Auswahl der am besten geeigneten nationalen und internationalen Internetmedien. Seit vergangenem Jahr tut sie dies für den großen Jobbörsen Paketdienstleister JobTicket (www.jobticket.de). Ihre Aufgabe ist es unter anderem, den Online Recruitingprozess der jeweiligen Firmen zu optimieren und Recruitingbudgets gezielt und effektiv einzusetzen. Im Jahre 2007 launchte sie ihren Blog www.online-recruiting.net, um das Geschehen in der Jobbörsen- und E-Recruitingwelt zu kommentieren.

Mehr zum Thema:

Employer Branding und Recruiting im Social-Media-Zeitalter

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Social-Web-TV-Projekt für Siemens-Electrogeräte verwirklicht – mit der iMedia Lounge

31. Mai 2011 um 3:20 von Mario Grobholz

Wir freuen uns, heute hier Details zu unserem jüngsten Projekt für Siemens zu verraten: Auf Basis unseres Social Media Content Management Systems, der iMedia Lounge, konnten wir für die Siemens-Electrogeräte GmbH mit „coolNews” seine erste Social-Web-TV-Sendung (http://webtv.siemens-home.de/) realisieren. Es ist uns gelungen, mit dem Social-Web-TV für Hausgeräte-Endgebraucher gemeinsam mit Siemens ein technisches Novum im Social Web zu schaffen. Denn alle Sendungen sind auf Youtube – und dadurch kostenfrei – gehostet. Das Social-Web-TV ist unmittelbar in die Siemens-Website integriert und fördert durch die Anbindung zum Social Web virale Effekte.

Siemens hat für sein Social-Web-TV einen eigenen Youtube-Channel eingerichtet. Die Inhalte daraus aggregiert die iMedia Lounge und liefert sie im Siemens-Web-TV-Channel  auf der Siemens-Website aus. Dies geschieht auf Basis einer Businesslogik, die wir eigens für das Social-Web-TV-Konzept innerhalb der iMedia Lounge entwickelt haben. Der Besucher kann dadurch die Videos vor Ort ansehen – im bekannten Corporate Design von Siemens. Integrierte Share-Funktionen ermöglichen den Zuschauern zudem, die Videos im Social Web weiter zu verbreiten. So entsteht ein Kreislauf, der die Zuschauerzahlen des Social-Web-TVs exponentiell wachsen lässt. Die Web-TV-Plattform ist iPhone- und iPad-kompatibel, lässt sich also auch komfortabel unterwegs konsumieren.

Wir setzen bei unserem Social-Web-TV-Konzept auf Youtube, da sich dadurch Lösungen kostengünstig und hochskalierbar verwirklichen lassen. Es zeigt sich doch immer wieder, dass Unternehmen häufig erst einmal nur eine Idee haben, aber schwer vorhersehen können, ob diese tatsächlich beim Publikum einschlagen wird. Insgesamt gibt es im Web-TV-Bereich noch wenige Erfahrungswerte. Durch massive Einsparungen im Hosting und Streaming haben Unternehmen mehr Spielraum, solche Projekte zu initialisieren. Unsere Lösung lässt sich günstig nach oben skalieren und beispielsweise auch in weiteren Ländern ausrollen.

Wir liefern neben der iMedia Lounge als technische Basis auch das Konzept für die Einbindung in die Website und die Anbindung an das Social Web. Auch setzen wir das Konzept komplett um.

„coolNews” läuft als monatliche Sendung mit Themen rund um das Kühlen und Gefrieren im Haushalt. Die Inhalte der Sendung sind auf den Endverbraucher ausgerichtet und unterhaltsam aufbereitet. Neben Produktvorstellungen und Experteninterviews unterstreichen Studien, Umfragen, Zahlen und Fakten die Berichterstattung. Durch die Sendung führt Moderatorin Daniela Fuss. Produziert werden die Beiträge von der Münchner Kreativ- und Medienagentur KG Media Factory GmbH.

Siemens nutzt unsere iMedia Lounge übrigens auch für seinen Social Media Newsroom unter http://newsroom.siemens-home.de/ in Deutschland und Spanien unter http://tendencias.siemens-home.es/.

Wir sind stolz, dass sich Siemens auch für sein Social-Web-TV-Projekt wieder für uns entschieden hat und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit!

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Social Media Expeditionen: Erfolgsgeschichten aus der Tourismusbranche, Teil 5

13. Mai 2011 um 8:14 von Philipp Strobel

Die befragten Experten aus der Tourismusbranche haben uns im letzten Teil dieser Interview-Serie verschiedene Wirkungsrichtungen ihrer Social-Media-Aktivitäten veranschaulicht. Eins haben die unterschiedlichen Ansätze gemeinsam: Individuelle Social-Media-Ideen schaffen eine glaubwürdige und authentische Wahrnehmung, bei der ein Wir-Gefühl entsteht. Eine gute Basis, um ein neues Level an Transparenz in der Kommunikation der Tourismusbranche zu erzeugen und die Interaktion mit den Zielgruppen zu steigern.

Auf der Basis der bisherigen Erfahrungen haben sich die Tourismusexperten Nadja Waldraff von HolidayCheck.de, Karen Liller von STA Travel, Birgit Ströbel von Holidayinsider.com und Dr. Ingo Markgraf von REWE Touristik Gedanken gemacht über die Trends, die sie in den kommenden fünf Jahren im Bereich Social Media erwarten.

Frau Waldraff, Frau Liller, Frau Ströbel und Herr Dr. Markgraf, welche Trends bzw. kommunikativen Herausforderungen sehen Sie in Bezug auf Social Media in den nächsten fünf Jahren auf die Tourismusbranche und speziell auf Ihr Unternehmen zukommen?

Nadja Waldraff, HolidayCheck.de: Die größte kommunikative Herausforderung besteht mit Sicherheit darin, dass Unternehmen lernen müssen sich zu öffnen. Für uns heißt das ebenfalls, dass wir stärker mit unseren Kunden arbeiten als nur für sie. Die Tourismusbranche wird auch in den kommenden Jahren von Kundenmeinungen und Bewertungen dominiert werden, der Austausch unter Kunden und das Empfehlungsmarketing werden weiter an Bedeutung gewinnen. Hier ist die Herausforderung, das Gesprochene für sich zu nutzen und aktiv an Gesprächen teilzunehmen – immer unter den Regeln der sozialen Medien, also keine Werbebotschaften platzieren sondern sozial mit Kunden in Kontakt treten.
Karen Liller, STA Travel: Ich glaube, der Trend „Social Shopping“ bzw. in unserer Branche eher „Social Booking“ – also die Verknüpfung von Social Media mit E-Commerce – wird unsere Branche in den kommenden fünf Jahren noch stärker beschäftigen. Genau wie die Möglichkeit, mit seinem Smartphone mal eben einen London-Flug, ein Hotel oder einen Mietwagen von unterwegs zu buchen. Das stellt STA Travel vor eine Herausforderung, da unsere Kernkompetenz im Verkauf von beratungsintensiven Reisen liegt, wie zum Beispiel individuelle Fernreisen, Weltreisen, Work&Travel oder Freiwilligenprojekte im Ausland. Solche und ähnliche Reisen lassen sich auch in Zukunft nicht mal eben schnell über Facebook oder eine iPhone App buchen, dafür werden STA Traveller weiterhin in unsere Reisebüros gehen und unsere Beratung schätzen. Trotzdem möchte STA Travel bei diesen Trends natürlich gerne mitmachen…
Birgit Ströbel, Holidayinsider.com: Die Herausforderungen liegen darin, die existierende Kommunikation rund um Reisethemen aus dem Social Web für den eigenen Dienst zu nutzen und das Social Web intelligent mit dem Portal zu verknüpfen.
Dr. Ingo Markgraf, REWE Touristik: Alle Beteiligten stehen im Umgang mit den sozialen Netzwerken noch am Anfang, auch wir lernen jeden Tag dazu. Eine Prognose für fünf Jahre wage ich nicht. Dieses Medium ist extrem dynamisch. Wir müssen uns in gleicher Geschwindigkeit mit entwickeln. Eine Herausforderung liegt im Erreichen der Zielgruppe bis 30. Diese Zielgruppe ist nur noch schwer über klassische Medien zu erreichen. Hier müssen wir Wege finden, das sich neu entwickelnde Bedürfnis nach Austausch und Information mit relevanten Informationen zu bedienen.


Herzlichen Dank an unsere Tourismusexperten für den interessanten Ausblick auf kommende Social-Media-Entwicklungen!

Dinge, die heute schon gut funktionieren, sollten auch in den nächsten Jahren Bestand haben und sich weiter etablieren: So die Kommunikation unter Kunden sowie zwischen Kunden und Unternehmen. Auch Bewertungen und Empfehlungen sollten weiter essenziell sein. Der Austausch mit Social-Media-Fans und -Followern im Social Web ist schön und gut – in den kommenden Monaten und Jahren wird jedoch die Herausforderung darin liegen, einen Kreislauf zwischen dem Social Web und der Website herzustellen. Die Interaktion mit und unter Kunden und Interessenten sollte so kanalisiert werden, dass sie am Ende wieder in das E-Business-Konzept der Tourismusanbieter einzahlt – Stichwort Social Booking.

Trotz einer starken Kommunikation im Web gilt es weiterhin die Brücke zu schlagen zu realen Beratungsdienstleistungen, die insbesondere bei Individualreisen auch zukünftig noch offline im Reisebüro stattfinden könnten. Sicher wird es noch viele Trends geben, die sich durch die dynamische Entwicklung des Social Webs heute noch nicht absehen lassen. Hier müssen die Anbieter die Augen offen halten und durch fortlaufende Innovationen sicherstellen, bei der Zielgruppe der Digital Natives am Ball zu bleiben.

Wie die Tourismusexperten auf diese Herausforderungen eingehen werden bzw. welche Social-Media-Aktivitäten geplant sind, lesen Sie im nächsten Teil dieser Interview-Serie.
Fortsetzung folgt…

Social-Media-Branchen-Special – Tourismus:
Social Media Expeditionen: Erfolgsgeschichten aus der Tourismusbranche, Teil 4
Social Media Expeditionen: Erfolgsgeschichten aus der Tourismusbranche, Teil 3
Social Media Expeditionen: Erfolgsgeschichten aus der Tourismusbranche, Teil 2
Social Media Expeditionen: Erfolgsgeschichten aus der Tourismusbranche, Teil 1
Social Media Expeditionen: Tourismusbranche noch nicht am Ziel angekommen

Weitere Social-Media-Branchen-Specials:
Social Media in DAX-30-Unternehmen: Einige fest im Sattel, viele mit noch angezogenen Zügeln
Social Media im Finanzsektor – Banken fassen Fuß, Versicherungen ziehen nach

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Social Media Expeditionen: Erfolgsgeschichten aus der Tourismusbranche, Teil 3

5. Mai 2011 um 8:42 von Philipp Strobel

Die Frage des letzten Teils dieser Interview-Serie lautete: Welchen Nutzen hat Social Media für die Tourismusbranche? Der Tenor der Experten aus der Reisebranche: Durch Social Media lassen sich neue Zielgruppen erschließen – insbesondere die der Digital Natives. Und diese lassen sich nicht nur als mögliche Kunden ansprechen, sondern auch als Jobbewerber. Authentische Meinungen, Empfehlungen und lokale Tipps von Freunden und anderen Touristen bilden heute für viele Internetnutzer die Entscheidungsgrundlage vor der Reisebuchung. Ein weiterer Vorteil des Webs für die Tourismusbranche: Suchanfragen lassen sich analysieren und dadurch Reisetrends vorhersagen.

In der dritten Etappe unserer Social-Media-Tour durch die Tourismusbranche machen wir Halt bei den Social-Media-Aktivitäten der Branchen-Experten: Nadja Waldraff von HolidayCheck.de, Karen Liller von STA Travel, Birgit Ströbel von Holidayinsider.com und Dr. Ingo Markgraf von REWE Touristik geben einen Einblick, wie sie in ihren Unternehmen in Sachen Social Media aufgestellt sind. Entdecken Sie selbst und lassen Sie sich von den Erfahrungen und Ideen für Ihre Social-Media-Expedition inspirieren!

Frau Waldraff, Frau Liller, Frau Ströbel und Herr Dr. Markgraf, wie ist Ihr Unternehmen im Bereich Social Media aktiv?

Nadja Waldraff, HolidayCheck.de: HolidayCheck ist selbst auf den Plattformen Facebook, Youtube und Twitter aktiv und außerdem mit einer Xing-Gruppe vertreten. Wir schätzen den direkten und persönlichen Austausch mit unseren Usern sehr. Das Feedback, das über diese Kanäle zurückkommt, ist sehr wertvoll.
Karen Liller, STA Travel: STA Travel hat auf der eigenen Website ein Reiseforum und seit August 2010 ein Corporate Blog – das Herzstück unserer Social-Media-Aktivitäten. Unser Blog ist eine lebendige und authentische Publikationsplattform für alle Themen rund um die Welt von STA Travel. Es gibt uns die Möglichkeit, mit ausführlichen Beiträgen und spannenden Hintergrundinfos Interesse für unsere vielfältigen Themen und Produkte bei unserer Zielgruppe zu wecken. Außerdem nutzen wir das Blog für die interne Kommunikation und das Employer Branding.

Über unsere Facebook- und Twitter-Accounts verbreiten wir in kleinen Häppchen Reise-Inspiration, Unterhaltsames, News und auch werbliche Botschaften. Wir haben festgestellt, dass sich unsere Fans bei Facebook über Informationen zu aktuellen Flug-Specials, günstigen Angeboten oder Gewinnspielen freuen und gerne annehmen. Natürlich nutzen wir Facebook als Kommunikationskanal in beide Richtungen und reagieren auf Feedback oder Fragen von unseren Kunden.

Birgit Ströbel, Holidayinsider.com: Holidayinsider.com verfügt über eine eigene Fanpage bei Facebook, einen Twitter-Account, verschiedene Landingpages und die direkte Möglichkeit, bei der Nutzung von Holidayinsider.com zu posten. Dabei testen und beobachten wir die Resonanz auf die verschiedensten Aktivitäten. Holidayinsider.com ist mit verschiedenen Destinationen verlinkt, führt Meinungs-Umfragen durch und integriert die Social Communication aktiv in den Dienst.
Dr. Ingo Markgraf, REWE Touristik: Wir betreiben für unsere Veranstaltermarken ITS und TJAEREBORG sowie unsere Hotelmarke CLUB CALIMERA eigene Facebook-Seiten, auf denen wir aktuelle Themen behandeln, auf neue Reiseangebote hinweisen, Hotelanlagen vorstellen und mit Interessierten in Kontakt kommen. Unsere Kunden nutzen die Plattformen sehr vielfältig: Sie geben Tipps, erzählen von Ausflügen, loben den Service, grüßen die Animationsteams… Diese vielen Urlaubsfacetten sind die Grundlage für einen interessanten Kommunikationsmix.

Vielen herzlichen Dank an die Tourismusexperten für die anregenden Antworten!

Die Tourismusexperten sind in ihren Unternehmen in Sachen Social-Media-Kommunikation sehr aktiv: Über Facebook, Twitter, Youtube, Xing, Corporate-Blogs und Co. erhalten die Fans Tipps zu neuen Reisezielen, Angeboten und Themen rund um den Urlaub. Im Gegenzug haben die Fans und Kunden die Möglichkeit, selbst zu kommentieren, Erfahrungsberichte zu posten und an Meinungsumfragen teilzunehmen – so profitieren beide Seiten.

Auf die Reaktionen der Zielgruppen gehen unsere Tourismusexperten in unserer nächsten Folge genauer ein; das direkte Feedback zeigt den Tourismusakteuren auf, ob der eingeschlagene Weg richtig ist und worin Potenzial für Optimierungen liegt. Bleiben Sie dran! Fortsetzung folgt…

Social Media Branchen Special – Tourismus:

  • Social Media Expeditionen: Erfolgsgeschichten aus der Tourismusbranche, Teil 2
  • Social Media Expeditionen: Erfolgsgeschichten aus der Tourismusbranche, Teil 1
  • Social Media Expeditionen: Tourismusbranche noch nicht am Ziel angekommen

Weitere Social Media Branchen-Specials:

  • DAX-30-Unternehmen: Einige fest im Sattel, viele mit noch angezogenen Zügeln
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iMedia Lounge Magazine bereitet Social-Media-Inhalte als Manager-Magazin auf

3. Mai 2011 um 10:09 von Mario Grobholz

Social-Media-Monitoring-Tools sind wichtig für Entscheider, liefern aber häufig nur Zahlen und Grafiken zu wichtigen Themen. Wir bieten daher ab sofort das iMedia Lounge Magazine für Manager an, das die relevantesten Social-Media-Kommentare, -Meinungen und -Beiträge aus Blogs, Foren und Social Networks wie Facebook, Twitter oder Youtube in Form eines Magazins aufbereitet. Übersichtlich, optisch ansprechend und plattformunabhängig.

Das iMedia Lounge Magazine – basierend auf unserer iMedia Lounge – lässt sich auf dem iPad, anderen Tablet PCs und stationären PCs lesen. Das erlaubt es Entscheidern und Führungskräften quasi, sich am Frühstückstisch, in der Bahn oder im Büro zu informieren. Ob Branchen- und Kundennachrichten für die Geschäftsleitung, Presse-Clippings für den PR-Manager, News bestehender Kunden für den Vertrieb und Außendienst, Aktuelles von Partnern und Lieferanten für Fachabteilungen oder Berichte über den Wettbewerb für die Produkt-Manager – das iMedia Lounge Magazine lässt sich für alle Bereiche individuell einrichten. Hierbei kann die PR-Abteilung aufatmen: Was sie früher manuell in einem täglichen Pressespiegel als Newsletter oder sogar noch in Printform zusammengestellt hat, erledigt das iMedia Lounge Magazin automatisch und minütlich, teilweise auch in Echtzeit. Dadurch haben Führungskräfte und Entscheider in Unternehmen immer und überall die jüngsten Trends, Kundenmeinungen und Medienberichte im Blick und können rasch auf Entwicklungen und Marktveränderungen reagieren.

Am Tablet PC gleicht die Nutzung dem Durchblättern und Lesen einer realen Zeitschrift mit digitalen Zusatzfunktionen wie dem Kommentieren oder Weiterleiten von Nachrichten per E-Mail, Twitter, Facebook und anderen Kanälen. Das ermöglicht schnelle Reaktionen und eine erhöhte Interaktion mit der Zielgruppe. Die Anwendung ist zudem nutzerfreundlich und intuitiv. Das Herunterladen einer App ist dazu nicht nötig, da die Lösung browserbasiert läuft.

Wir haben diese Lösung auf der CeBIT im März erstmals vorgestellt. Seitdem ist das Interesse auf Unternehmensseite nach redaktionell aufbereiteten Social-Media-News für die tägliche Information enorm gestiegen. Wir sind der Meinung, dass dies erst der Beginn der Entwicklung ist, denn durch die zunehmende Verbreitung mobiler Endgeräte wie beispielsweise dem Apple iPad wird diese Nachfrage noch weiter ansteigen.

Weitere Artikel zum iMedia Lounge Magazine:

  • Mobilität und Social Media als Chance für Politik: Wir stellen das iMedia Lounge Magazine auf der CeBIT in Kooperation mit IBM vor
  • Bürgermeinungen zum Durchblättern – großes Interesse am iMedia Lounge Magazine auf der CeBIT
  • iMedia Lounge Magazine begleitet Verlage auf dem Weg ins Social Web und auf mobile Endgeräte
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