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Social Media Expeditionen: Erfolgsgeschichten aus der Tourismusbranche, Teil 2

28. April 2011 um 8:45 von Philipp Strobel

Im ersten Teil unserer Interview-Serie waren unsere Experten aus dem Tourismussektor letzte Woche einstimmig der Meinung, dass Social Media für die Tourismusbranche viel Potenzial hat und eine hohe Relevanz besitzt. Heute nehmen die befragten Branchen-Kenner im zweiten Teil der Interview-Serie zu den Chancen von Social Media im Tourismusbereich Stellung.

Wie der eigene Urlaub will die Social Media Expedition der Tourismusbranche schließlich gut geplant sein. Dementsprechend wichtig sind die Reisevorbereitungen: Erst wenn klar ist, welche Aktivitäten während der Social Media Expedition sinnvoll, effektiv und chancenreich sind, kann die Reise gebucht werden!

Um das Potenzial von Social Media für die Tourismusbranche einzuschätzen, haben sich folgende Tourismusexperten für uns auf die Reise gemacht: Nadja Waldraff von HolidayCheck.de, Karen Liller von STA Travel, Birgit Ströbel von Holidayinsider.com und Dr. Ingo Markgraf von REWE Touristik:

Frau Waldraff, Frau Liller, Frau Ströbel und Herr Dr. Markgraf, welche Potenziale und welchen Nutzen sehen Sie in Social Media insbesondere für die Tourismusbranche? In welchem/welchen Unternehmensbereich/en zahlt sich Social Media Ihrer Ansicht nach am besten aus?

Nadja Waldraff, HolidayCheck.de: Das größte Potenzial für den Tourismus bieten sicher die Bewertungsportale. Der Trend hin zur offenen Kommunikation birgt eine große Chance für die Branche. Die Erfahrungsberichte von Gästen bieten Hotels ein kostenloses Marketingtool bzw. ein kostenloses Qualitätsmanagementtool, mit dem sie auf Missstände unverzüglich aufmerksam gemacht werden.
Karen Liller, STA Travel: Viele Menschen durchforsten zu Beginn ihrer Urlaubsplanung erst mal das Internet. Sie suchen nach Inspiration und Information, nach coolen Reisezielen, nach Insidertipps und Erfahrungen von anderen Urlaubern und nach besonderen Touren oder Erlebnissen. Social Media hat in dieser ersten Phase der Urlaubsplanung meiner Meinung nach ein großes Potenzial. An dieser Stelle kann man als Reiseunternehmen z. B. in Foren helfend zur Seite stehen, kann durch authentische Videos und Fotos inspirieren, in Podcasts oder eigenen Erlebnisberichten seine Reiseexpertise beweisen, durch die Analysen von Suchanfragen Reisetrends herausfinden und vieles mehr.

Sehr wichtig ist meiner Meinung nach der Einsatz von Social Media im Bereich Recruiting. Schließlich sind Nachwuchskräfte und Young Professionals Digital Natives. Diesen ist es wichtig, wie sich ihr zukünftiger Arbeitgeber im Internet präsentiert und von der Online Community bewertet und wahrgenommen wird. Wir hören immer öfter von Bewerbern, dass sie sich eingehend in unserem Corporate Blog und auf unserer Facebook-Fanpage über STA Travel, unsere Unternehmenskultur, Aufstiegschancen und die Arbeit der Abteilungen informiert haben. Die Kategorie „Jobs & Karriere“ ist die meistgeklickte bei uns im Blog!

Daher mein Tipp für andere Reiseunternehmen: Nutzt die Chance, durch eure Aktivitäten im Social Web Employer Branding zu betreiben – also aktiv mitzugestalten, wie eure Marke im Internet wahrgenommen wird.

Birgit Ströbel, Holidayinsider.com: Empfehlungen und authentische Meinungen haben im Bereich Tourismus einen sehr hohen Stellenwert. Hier liegt viel Potenzial in Social Media, der gegenseitige Erfahrungsaustausch, verbunden mit affinen, lokalen Tipps kann und wird sich weiter entwickeln und einen Mehrwert für Reisende bringen. Darüber hinaus lässt sich so die Reichweite eines akzeptierten Portals wie Holidayinsider.com spielerisch steigern.

Social Media steckt in vielen Bereichen noch in den Kinderschuhen: viele Urlaubsziele experimentieren hier mit teilweise ganz interessanten Erfolgen. Derzeit sehen wir dennoch keine Mainstream-Aktivitäten, sondern sehen Social Media vielmehr als einen möglichen Kanal zur Gewinnung von User-generated Content.

Dr. Ingo Markgraf, REWE Touristik: Eines der größten Potenziale für uns ist sicher, dass wir Kunden erreichen können, die wir über klassische Medien kaum oder nur sehr schwer erreichen. Damit meine ich vor allem junge Menschen, „Digital Natives“. Ein großer Vorteil für uns als Reiseveranstalter ist ja, dass das Thema Urlaub bei den Menschen extrem positiv besetzt ist. Wir verkaufen eben keinen Atomstrom, sondern die hoffentlich schönste Zeit im Jahr. Deshalb können wir die Menschen im Web sehr positiv, sehr direkt und emotional ansprechen. Weiterempfehlungen, Tipps und Hinweise von Freunden – die großen Assets des Social Web – sind für die Reisebranche von immens großer Bedeutung.

Vielen Dank an unsere Gesprächspartner für das freundliche Interview und für diesen interessanten Ein- und Ausblick!

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass jeder der von uns befragten Tourismusexperten den Austausch von Empfehlungen, Meinungen und Erfahrungen von und für Reisende als große Chance für die Tourismusbranche sieht. Eine positive und transparente Kommunikation der Tourismusakteure sollte durch die Social Media Aktivitäten weiter gefördert werden, um einer im Tourismus besonders geforderten Service- und Kundenorientierung gerecht zu werden.

Zum anderen ist Social Media eine große Chance für die Tourismusakteure selbst: Der Einsatz von Social Media in den Bereichen Human Resources und Recruiting unterstützt die Unternehmen dabei, sich bei Bewerbern – unter denen sich zunehmend immer mehr sogenannte „Digital Natives“ befinden werden – als innovativer und attraktiver Arbeitgeber zu präsentieren.

In Kürze lesen Sie hier, wie unsere Tourismusexperten dies umsetzen und wie sie in ihren Unternehmen in Sachen Social Media aufgestellt sind – es bleibt also spannend!

Fortsetzung folgt…

Weitere Teile dieser Interview-Serie:

  • Social Media Expeditionen: Erfolgsgeschichten aus der Tourismusbranche, Teil 1
  • Social Media Expeditionen: Tourismusbranche noch nicht am Ziel angekommen

Weitere Branchen-Specials:

  • Social Media in DAX-30-Unternehmen: Einige fest im Sattel, viele mit noch angezogenen Zügeln
  • Social Media im Finanzsektor – Banken fassen Fuß, Versicherungen ziehen nach
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Social Media Expeditionen: Erfolgsgeschichten aus der Tourismusbranche, Teil 1

20. April 2011 um 8:44 von Philipp Strobel

Kürzlich haben wir uns auf Spurensuche begeben, um herauszufinden, welchen Weg die Tourismusbranche auf ihren Social Media Expeditionen eingeschlagen hat. Wir kommen dabei zum dem Schluss, dass die Tourismusakteure die vielfältigen Möglichkeiten des Social Web noch besser und effizienter nutzen könnten. Um auch in Sachen Social Media auf die bevorstehende Urlaubssaison 2011 vorbereitet zu sein, haben wir vier Experten aus der Tourismusbranche zu ihren Social Media Erfahrungen befragt: Nadja Waldraff von HolidayCheck.de, Karen Liller von STA Travel, Birgit Ströbel zu Holidayinsider.com und Dr. Ingo Markgraf von REWE Touristik.

Die heutige Frage ist der Start einer mehrteiligen Serie, die wir hier in unserem Blog bereitstellen: Seien Sie gespannt, wie die Social Media Erfolgsgeschichten der Tourismusbranche weitergehen!

Frau Waldraff, Frau Liller, Frau Ströbel und Herr Dr. Markgraf, welchen Stellenwert hat Social Media bei Ihnen im Unternehmen?

Nadja Waldraff, HolidayCheck.de: HolidayCheck ist an sich schon ein soziales Medium, weshalb die Frage nach der Wichtigkeit von Social Media Marketing relativ schnell beantwortet war. Innerhalb des Unternehmens gibt es zwar eine zentrale Stelle, die sich um die Koordinierung kümmert, das Thema ist aber in allen Teams präsent. Auch intern wird Social Media häufig zur Kommunikation genutzt, z. B. in eigenen Abteilungsblogs.

Karen Liller, STA Travel: Social Media hat einen hohen Stellenwert bei STA Travel, schließlich richten sich unsere Reiseprodukte vor allem an eine junge und junggebliebene Zielgruppe – und die ist nun mal sehr aktiv im Social Web.

Birgit Ströbel, Holidayinsider.com: Als größtes Ferienunterkunftsportal spricht Holidayinsider.com primär den Kundenwunsch „Suchen & Buchen“ an. Eine verbreitete Fragestellung unserer Kunden besteht darin: „Wo kann ich zum Zeitpunkt X mit meiner Familie stadtnah, kinderfreundlich und mit Wellness angenehm urlauben?“ Die soziale Komponente ist hierbei noch relativ gering. Sobald allerdings Unterkünfte in der näheren Auswahl gelandet sind, wird gerne der Facebook- oder Twitter-Button benutzt, um Freunde zu informieren oder eine Gruppenentscheidung zu treffen. Das zeigt uns bereits heute, dass für die Entscheidungsfindung zunehmend das Social Web hinzugezogen wird.

Nach erfolgter Buchung sowie nach der Urlaubsrückkehr teilen unsere Kunden gerne ihre Erfahrungen über das Social Web und empfehlen Reiseziele auch weiter.

Dr. Ingo Markgraf, REWE Touristik: Wir haben die ständig wachsende Bedeutung von Social Media erkannt und setzen uns intensiv mit den Chancen auseinander, die uns das Thema als Reiseveranstalter bietet. Und wir sammeln Erfahrungen: Mit unseren Veranstaltermarken ITS und TJAEREBORG oder mit unserer Hotelmarke CLUB CALIMERA sind wir auf Facebook aktiv. Als REWE Touristik – als Teil eines großen Konzerns – sind wir dabei in eine Gesamtstrategie eingebunden. Wie für alle anderen Unternehmen heißt es natürlich auch für die REWE Touristik: „Learning by doing“. Social Media ist dynamisch, direkt und manchmal eben nicht vorhersehbar.

Herzlichen Dank an unsere Tourismus-Experten für die interessanten Antworten!

Die Befragten sind sich einig, dass Social Media für die Tourismusbranche besonders wichtig ist und in Zukunft auch noch weiter an Bedeutung gewinnen wird. Social Media bietet den Tourismusakteuren sowohl die Chance der aktiven Kommunikation mit den relevanten Zielgruppen als auch diesen die Möglichkeit zu geben, direkt mit dem Unternehmen kommunizieren zu können.

Im nächsten Beitrag werden unsere vier Tourismus-Experten unter anderem auf das Potenzial von Social Media für die Branche näher eingehen. Wir sind also gespannt, was uns die Experten weiter zu berichten haben! Fortsetzung folgt…

Nadja Waldraff ist seit Januar 2011 Marketing Managerin Social Media bei HolidayCheck.de. Nadja Waldraff hat International Business & Tourism Management an der Heidelberg Business Academy studiert. Vor ihrer Tätigkeit als Marketing Managerin Social Media unterstützte sie HolidayCheck.de bereits im Bereich Presse & Redaktion.

Karen Liller ist seit Anfang 2010 verantwortlich für die Social Media-Strategie und -Aktivitäten des Reiseanbieters STA Travel in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Ihre Karriere begann 2005 in der PR-Branche. Doch erst als zu ihrer Leidenschaft für Kommunikation auch die Begeisterung für Social Media kam, wurde aus daraus ein konkreter Berufswunsch. Sie hat vielfältige Erfahrung im Bereich Public Relations, Corporate Blogging, Community Management, Online Marketing und Social Media Communication.

Birgit Ströbel ist als Strategie- und Marketingmanagerin selbstständig. Sie berät und steuert Firmen mit Nr. 1 Anspruch in deren Unternehmensstrategie und Managementfragen. Darüber hinaus beteiligt sich Frau Ströbel an Neugründungen und sorgt als Business Angel für eine erfolgreiche Startphase. Birgit Ströbel ist Mitgründerin und Gesellschafterin der Holidayinsider AG, München. In den vergangenen zwei Jahren hat sie das heute führende Ferienunterkunftsportal www.holidayinsider.com mit aufgebaut. Vorher war Frau Ströbel als Unternehmerin oder in leitenden Funktionen tätig, z. B. als Mitgründerin und langjährige Geschäftsleiterin Marketing von ImmobilienScout24, dem größten Immobilienmarkt in Deutschland. Außerdem bei der adidas AG sowie als Geschäftsführerin einer Werbeagentur. Birgit Ströbel zählt zu den 3.000 wichtigsten Managern der Medien- und Marketingbranche Deutschlands (aktuelle Ausgabe kress köpfe) und wurde mehrfach ausgezeichnet. Sie lebt und arbeitet in Berlin und München.

Dr. Ingo Markgraf leitet seit 2009 bei der REWE Touristik GmbH den Bereich Marketing und Vertriebskommunikation. In seinen Verantwortungsbereich fallen die Endkunden- und Vertriebskommunikation für die Marken ITS, Jahn Reisen und Tjaereborg. Er ist in dieser Funktion sowohl für die Markenkommunikation als auch das technische Marketing, wie Katalogproduktion, CRM, Kundendatenbank, etc. verantwortlich. Der Dipl.-Kaufmann war zuvor sechs Jahre bei der TUI Deutschland in verantwortlichen Positionen tätig. Seine berufliche Laufbahn startete er als Unternehmensberater für Strategie und Marketing.

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Das schreibt die Presse über myON-ID Media im März

7. April 2011 um 8:13 von Mario Grobholz

Die Internet-Debatte um zu Guttenberg, der Schutz des guten Rufes im Web, unser neues Ruflotse Facebook-Sicherheitspaket und der neue Social Media Newsroom der Siemens-Electrogeräte GmbH auf Basis der iMedia Lounge – darüber haben wir im März mit der Presse gesprochen und mediale Aufmerksamkeit erreicht.

Der Artikel „Guttenberg: Das Netz polarisiert und politisiert” der DPA beleuchtete, wie Social Media die Diskussion rund um die Doktorarbeit von zu Guttenberg dynamisiert, beschleunigt und verstärkt hat. Der Autor Dr. Peter Zschunke brachte auch die Meinung von myON-ID Media mit ein: „Das Netz entfaltet seine eigene Mitmach-Dynamik. Aus der Analyse solcher Prozesse kann die Politik lernen, wie sie die Bürger für eine stärkere Beteiligung auch bei Wahlen gewinnen können.” Dabei gehe es vor allem um die persönlichen Beziehungen zwischen den Menschen, um den Kern der sozialen Vernetzung. Vom Focus und Stern über die Süddeutsche Zeitung, Berliner Morgenpost, Welt und Zeit bis hin zu regionalen Tageszeitungen wurde der Beitrag deutschlandweit veröffentlicht.

Die iMedia Lounge war ebenfalls Gegenstand der Berichterstattung: IT-Director online erklärte, wie wir für die Siemens-Electrogeräte GmbH den Social Media Newsroom gestaltet haben.

Auch unser neues Ruflotse Facebook-Sicherheitspaket ist auf eine breite Medienresonanz gestoßen. Damit bieten wir jetzt Rundumschutz bei der Nutzung des weltweit größten sozialen Netzwerks. Internetnutzer würden heute kaum ohne Antiviren- und Phishingschutz-Software im Web surfen. Bei solcher Sicherheitssoftware steht der Schutz der Hardware und Software im Fokus. Ruflotse schützt jedoch eine Stelle, die noch verletzlicher und verwundbarer sein kann als der PC: Die eigene Privatsphäre. ComputerBild war das eine Ankündigung auf der Titelseite wert und eine ganze Seite im Heft. Auch Tages- und IT-Medien haben darüber berichtet, darunter Bild Online, Computerworld.ch und PCTipp.ch. Auch die Zeitschrift New Business berichtete in einem Print-Beitrag mit dem Titel „Ist der Ruf erst ruiniert, lebt sich’s nicht mehr ungeniert” über Ruflotse.

PC Go! zeigte in einem Artikel auf, dass es heute schwieriger denn je sei, ein positives Web-Image aufzubauen – helfen kann hierbei beispielsweise myON-ID. Einer der Ratschläge, die das Magazin seinen Lesern mitgibt ist es, sich „mit einer professionell gestalteten Webseite, Blog, Twitter oder Profil ein Aushängeschild im Internet” anzulegen.

Im April geht es mit spannenden Medienbeiträgen weiter – wir freuen uns auf die anstehenden Gespräche und Veröffentlichungen, die bevorstehen.

  • Das schrieb die Presse im Februar
  • Das schrieb die Presse im Dezember
  • Das schrieb die Presse im November
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W&V über das neue Siemens Web-TV-Angebot „coolNews” mit der iMedia Lounge als technische Basis

5. April 2011 um 1:50 von Mario Grobholz

Erst kürzlich haben wir für die Siemens-Electrogeräte GmbH den Social Media Newsroom realisiert. Nun konnten wir Siemens für ein weiteres Projekt, ein neues „Social Web-TV-Angebot“ gewinnen. Den Start machen die „coolNews”.

Unsere iMedia Lounge, das Social Media Content Management System, ist für das innovative Web-TV-Angebot die technische Basis. Details sind heute bei W&V online zu lesen.

Wir freuen uns sehr über dieses spannende Projekt und bedanken uns bei Siemens-Electrogeräte für die gute Zusammenarbeit!

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Social Media Expeditionen: Tourismusbranche noch nicht am Ziel angekommen

21. März 2011 um 11:37 von Philipp Strobel

Vor rund einer Woche hat die alljährliche Internationale Tourismusbörse (ITB) Berlin, die weltweit größte Tourismusmesse, wieder Medienvertreter und Tourismusakteure aus aller Welt in ihren Bann gezogen. Viel diskutiert wurden unter anderem die Chancen und Risiken des Social Webs für die Reiseindustrie. Zeitlich passend kursiert eine neue Studie zu „Social Media in der Tourismusbranche“, in der es heißt, die Branche sei gerade mal im Web 1.5 unterwegs.

Die Tourismusbranche nutzt zwar die vielfältigen Möglichkeiten des Internets und des Social Webs – jedoch noch nicht optimal und effizient genug. Die Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) in Berlin hat zeitgleich zur ITB die Studie „Web 2.0 in the Tourism Industry – Status Quo 2011“ vorgestellt: Das Social Web wird noch nicht so recht in die Online Marketing-Strategien eingebunden; man „kann im Tourismussektor maximal von Web 1.5 sprechen“, fasst Prof. Dr. Holger Lütters von der HTW zusammen.

Wie i-marketing-net.com berichtet, findet der Wettbewerb in der Tourismusbranche überwiegend immer noch klassisch über die Instrumente „Katalog” und „Preis” statt. Soziale Netzwerke beispielsweise werden in die Informations- und Vertriebsstrategien nur vereinzelt eingebunden, obwohl auf der Hand liegt, dass Social Media für die Tourismusbranche besonders wichtig ist.

Im Tourismussektor sind Bewertungsportale für Reise und Urlaub wie HolidayCheck.de oder TripAdvisor.de wichtige Adressen geworden. Hier können sich Verbraucher bei der Auswahl von Hotels, Flügen und Pauschalreisen an den Empfehlungen anderer Reisender orientieren. HolidayInsider.de bietet daneben auch Privatunterkünfte an – der Spezialität, der sich Airbnb.com komplett widmet. Plattformen, die private Angebote vermarkten, sollten von der Hotelbranche nicht ignoriert bleiben, wie auch von Thomas Knüwer in seinem Blog „Indiskretion Ehrensache“ erwähnt. All diese Websites bieten genau das, was für Internetnutzer, die sich über Reisen und Urlaubsangebote informieren wollen, einen hohen Stellenwert hat: Meinungen von Kunden, die ähnliche Reise-Interessen haben und ihre Erfahrung in diesen Portalen teilen. Also Social Media durch und durch. Aber Bewertungsplattformen können die Tourismusbranche auch unter Druck setzen: In der Anonymität des World Wide Webs sind Hotelgäste teilweise erbarmungslos. Umso wichtiger sind aktives Engagement und Interaktion mit den Reisenden – auch online.

Die Möglichkeiten, das Social Web für die Reiseindustrie zu nutzen, sind vielfältig: Da Kunden die Meinungen in Bewertungsportalen sehr oft als gewichtige Entscheidungskriterien heranziehen, sollten diese auch von den Tourismusakteuren noch effizienter ausgewertet und für einen stetigen Fortschritt entsprechend den eigenen Online Marketing-Strategien profitabel genutzt werden. Neben diesen Portalen kann auch ein eigenes Bewertungsportal sinnvoll sein. Ein eigener Blog gibt dem Unternehmen zudem ein Gesicht, was sich wiederum positiv auf die Corporate Identity auswirkt. Daniella Dear, Autorin des Beitrags „Social Media in der Hotellerie“ auf pr-blogger.de beschreibt den Blog des Berlin Plaza Hotels als konstruktives Beispiel. Die Social Networks Facebook, Twitter & Co. tun ihr Übriges: Sie bieten die Möglichkeit, den Word-of-Mouth-Effekt nochmals zu multiplizieren und authentische Dialoge zu führen.

Das Social Web ist also geradezu prädestiniert für die Reiseindustrie, es in die eigene Online Marketing-Strategie zu integrieren. Für die Tourismusbranche gilt jetzt „nur noch“, sich weitere Wettbewerbsvorteile zu sichern, indem die eigene Social Media-Kompetenz weiter ausgebaut wird. Im besten Fall werden das Potenzial der vielen Millionen Social Web-Nutzer sowie die Kunden-Interaktionen auf die eigene Website zurückgeführt, um sie für eine langfristige Kundenbindung effektiv einzusetzen.

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„Social Media 2011” – Experten geben einen Ausblick auf kommende Entwicklungen.

18. März 2011 um 9:58 von Mario Grobholz

Vergangene Woche haben wir Carlo Bewersdorf von Asstel um seine Meinung zu Social Media in der Finanzdienstleistungsbranche befragt. Heute kommt mit Boris Janek, Manager Digitales Marketing bei der VR NetWorld GmbH und Betreiber des Finance 2.0-Blogs, ein weiterer Branchen-Experte mit seiner persönlichen Meinung zu Wort:

Hallo Herr Janek, welchen Stellenwert hat Social Media bei der VR NetWorld GmbH? In welchen Unternehmensbereichen zahlt sich Social Media Ihrer Ansicht nach am besten aus?

Für die VR NetWorld GmbH als Internetdienstleister ist Social Media zu einen Geschäftsfeld geworden, in dem wir Angebote für unsere Kunden bereitstellen. Wir betrachten Social Media dabei als die aktuell höchste Evolutionsstufe des Internets, die neue Herausforderungen und Chancen für unsere Kunden bietet. Ich persönlich verstehe Social Media jedoch nicht als Marketing-Instrument, sondern als gänzlich neue Form unternehmerischen und letztlich auch menschlichen Handelns.

Wir setzen Social Media einerseits intern als Kommunikations- und Kollaborations-Tool ein. Darüber hinaus betreiben wir einige Social Media-Kanäle für die genossenschaftliche FinanzGruppe. Außerdem versuchen wir mithilfe einiger Instrumente, uns besser mit unseren Kunden auszutauschen und diese aktiver einzubinden.

Wie reagieren Kunden, Shareholder, Mitarbeiter und Geschäftspartner auf Ihre Social Media-Aktivitäten?

Wir erleben eine durchweg positive Wahrnehmung. Die Nutzung von Social Media beruht bei uns auf Freiwilligkeit. Man muss diese Kanäle also nicht nutzen. Kunden versuchen uns natürlich in erster Linie über die klassischen Kanäle zu erreichen. Wenn ein Kunde jedoch hierfür einen Social Media-Kanal wählt, dann sind wir da und antworten.

Wie gehen Sie mit den gewachsenen Einflussmöglichkeiten der Social Web-Nutzer um bzw. wie nutzen Sie das direkte Feedback von Kollegen und Kunden?

Wir sind im B2B-Geschäft tätig und haben dadurch eine sehr enge Bindung zu unseren Kunden. Nähe, Austausch und Kommunikation sind für uns schon immer extrem wichtig gewesen. Social Media macht hier einige Dinge einfach nur leichter und vielleicht effizienter. Insofern gibt es da bei uns keine Berührungsängste. Wir waren und sind immer offen für Kritik und Veränderungsvorschläge. Ohne diese Nähe zu unseren Kunden wären wir gar nicht in der Lage, ein auf ihre Bedürfnisse ausgerichtetes Produkt zu entwickeln. Deshalb sehen wir verstärkte Einflussmöglichkeiten positiv und als Möglichkeit, uns weiter zu verbessern.

Welche Trends bzw. kommunikativen Herausforderungen sehen Sie in Bezug auf Social Media in den nächsten fünf Jahren auf die Finanzdienstleistungsbranche zukommen? Wie wird sich insbesondere das Banking insgesamt verändern?

Ich betone an dieser Stelle, dass es sich hier um meine persönliche Meinung handelt. Social Media wird bedeutender, aber gleichzeitig auch natürlicher werden. Wir werden lernen, mit dieser neuen Dimension des Internets umzugehen. Das soziale Internet wird ein normaler Bestandteils unseres Lebens werden. Das gilt auch für den Durchschnittsbürger. Rechtliche Regelungen werden sich entweder an die Verhältnisse anpassen oder es wird an der einen oder anderen Stelle auch Einschränkungen durch die Gesetzgebung geben. In den nächsten fünf bis zehn Jahren werden aber auch überkommene Regelungen wie GEMA, GEZ oder das Leistungsschutzrecht (das es ja noch gar nicht gibt) stark an die Bedürfnisse der Internetökonomie angepasst werden. Menschen werden auch bereit sein, im sozialen Internet einzukaufen. Es werden neue Werbeformen entstehen, bei denen der Bedarf des Verbrauchers im Mittelpunkt steht. Mittelfristig wird es in den Unternehmen zu einer Professionalisierung und strategischen Integration kommen. Mess-Tools werden wichtiger und besser werden. Eine Integration von Webcontrolling und Social Media Monitoring wird erfolgen.

Banken werden sich des Themas zwangsläufig intensiver annehmen. Sie werden sich insgesamt im Bereich Internet professionalisieren. Die Internetmitarbeiter werden zu den wichtigsten Personen innerhalb der Banken gehören, allerdings erfolgt eine multikanale Ausrichtung. Die klassischen Kanäle werden nicht verschwinden, sondern anders genutzt werden. Der Kunde steht im Mittelpunkt. Man wird sich mehr an seinen Bedürfnissen orientieren.

Es werden neue internetgestützte Geschäftsmodelle entstehen. Reine Online- oder auch mobile Banken werden an Bedeutung gewinnen. Die Bankenbranche wird neue Konkurrenten bekommen, teilweise bzw. überwiegend von Nicht-Banken. Technologie-Unternehmen wie Apple, Facebook, Google und so weiter werden neue Maßstäbe setzen. Immer mehr Menschen werden Finanzprodukte auch von Nicht-Banken kaufen und sich von den Empfehlungen ihres sozialen Netzwerkes leiten lassen. Die Regulierungsauflagen für Banken werden stärker werden. Es wird mehr spezialisierte Banken oder bankähnliche Unternehmen geben, die Nischenmärkte besetzen werden. Social Banking wird an Bedeutung gewinnen. Auf der anderen Seite glaube ich, dass es auch eine große Nachfrage nach automatisiertem und unsichtbarem Banking geben wird, da sich viele Menschen nicht mit Finanzfragen beschäftigen möchten. Diese Menschen werden auf einfache, nicht erklärungsbedürftige oder beratungsintensive Lösungen setzen, die über einen nach bestimmten Regeln funktionierenden Konfigurator in Form eines Echtzeit-Tools (eventuell eine mobile Anwendung) einmal gekauft und flexibel angepasst werden. Selbst das Girokonto wird flexibel transformierbar sein und innerhalb kürzester Zeit mit allen vorhandenen Verbindungen von Bank A nach B geschoben werden können. Virtuelle Währungen sind auch nicht zu unterschätzen.

Natürlich erhöht Social Media die Anforderungen an die Produktqualität der Unternehmen. Banken müssen zum integrierten Teil der Online Communities werden. Wenn eine Bank ein Mensch wäre, dann müsste man mit ihr einen Kaffee oder ein Bier trinken wollen. In dem Moment wäre sie sozial integriert.

Planen Sie kurz-, mittel- oder langfristig, Ihre Social Media-Aktivitäten auszubauen? Wenn ja, wie?

Das Thema Social Media wird weiter an Bedeutung gewinnen. Wir betrachten das Thema ganzheitlich, also immer im Rahmen der Gesamtstrategie. Bitte haben Sie Verständnis, dass ich hier keine konkreten Aussagen tätigen kann.

Herzlichen Dank, Herr Janek, für Ihre Meinung.

Boris Janek ist Manager Digitales Marketing bei der VR NetWorld GmbH. Im Mittelpunkt seiner Tätigkeit stehen strategische Innovationsprojekte im Internet, insbesondere im Online Marketing-Umfeld. Innerhalb des genossenschaftlichen Finanzverbundes gibt er außerdem Workshops und Fachvorträge zu Themen wie beispielsweise strategischem Online Marketing, Performance Marketing, Social Media Marketing, Social Banking und Finance 2.0. Neben der Tätigkeit bei der VR NetWorld GmbH betreibt Boris Janek seit 2007 den Social Media und Finance 2.0-Blog.

„Social Media 2011“ – weitere Interviews:

  • Carlo Bewersdorf, Asstel
  • Johannes Marcus Schäfer, nexum AG
  • Tobias Hurrle, Lingner Consulting New Media
  • Ulf Kossol, T-Systems MMS
  • Johannes Lenz, Grey Germany
  • Veit Mathauer, Sympra
  • Jan Manz, wbpr
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Bürgermeinungen zum Durchblättern – großes Interesse am iMedia Lounge Magazine auf der CeBIT

15. März 2011 um 12:06 von Philipp Strobel

Zugang zu Informationen und Meinungen im Bereich kommunaler Entscheidungen verläuft immer häufiger asymmetrisch. Auf der einen Seite steht der voll vernetzte Bürger: Auf Twitter, Facebook und Blogs diskutiert er eifrig über Politik, Projekte und Perspektiven. Auf der anderen Seite steht der Entscheider, welcher alleine aufgrund der Masse an Informationen kaum den Überblick über laufende Diskussionen behalten kann. In der Folge werden Entscheidungen oft weit weg vom Bürger und über dessen Kopf hinweg getroffen. Wie soll der Entscheider in einer Kommune bei der unglaublichen Größe des Social Web den Überblick darüber behalten, was die Bürger wirklich bewegt? Wie lässt sich rechtzeitig erkennen, ob sich explosive Gemische wie beim Fall „Stuttgart 21” in der Öffentlichkeit bilden? Und wie kann rechtzeitig gehandelt werden, bevor es zu spät ist und der Wasserwerfer zum Löscheinsatz anschreitet? Auf der CeBIT hat unser Partner IBM gemeinsam mit ontopica, think2know und mit uns innovative Antworten auf diese Fragen präsentiert. Unter dem Motto „Bürgerbeteiligung 2.0 – vom Wutbürger zum konstruktiven Mitgestalter” haben wir den kompletten Werkzeugkoffer für das Zuhören, Entscheiden und Handeln vorgestellt.

Unser iMedia Lounge Magazine von myON-ID Media ist dabei auf äußerst positive Resonanz gestoßen. Es aggregiert als Informationsplattform automatisch die Nachrichten aus dem Netz, welche für Entscheider wirklich relevant sind. Aufbereitet in Form eines digitalen Magazins, kann der Entscheider unterwegs auf dem iPad durch die wichtigsten Blog-Beiträge, Nachrichten, Meinungen und Tweets blättern. Dabei muss der Entscheider gar nicht einmal den ganzen Tag das Social Web selbst beobachten, um ständig am Ball zu bleiben. Das iMedia Lounge Magazine übernimmt diese Aufgabe automatisch für ihn – redaktionsfrei und übersichtlich aufbereitet.

Dem Magazin liegt unsere iMedia Lounge zugrunde. Die iMedia Lounge ist das führende Social  Media Content Management System (SCMS). Mit dem Einsatz als automatisch generiertes Social Magazine haben wir erneut gezeigt, welche verblüffenden Einsatzmöglichkeiten die iMedia Lounge bietet.

Entscheider aus Kommunen, Ministerien und Staatskanzleien stellen sich der Herausforderung

Dass die Themen Reputationsmanagement und Bürgerbeteiligung bei den Kommunen priorisiert wahrgenommen werden, zeigt die sehr positive Resonanz auf der CeBIT. In vielen persönlichen Gesprächen mit Entscheidern aus Kommunen, Ministerien und Staatskanzleien zeigte sich deutlich, dass die neuen Herausforderungen bekannt sind. Unsere gemeinsame Lösung mit IBM liefert die modernsten Tools zum Zuhören und Aktivwerden. Zahlreiche Kommunen werden die neuen Chancen am Schopf packen und die Thematik offensiv angehen. Wir sind gespannt, welche Kommunen diesem Trend folgen.

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“Social Media 2011″ – Experten geben einen Ausblick auf kommende Entwicklungen.

11. März 2011 um 4:41 von Mario Grobholz

Unlängst haben wir in unserem Beitrag „Social Media im Finanzsektor – Banken fassen Fuß, Versicherungen ziehen nach“ deutlich gemacht, dass gerade für die Finanzdienstleistungsbranche ein sehr hohes Potenzial in der Nutzung von Social Media steckt. Wir haben Branchen-Experte Carlo Bewersdorf, Geschäftsführer Marketing von Asstel nach seiner Sicht der Dinge gefragt:

Hallo Herr Bewersdorf, welchen Stellenwert hat Social Media bei der Asstel? Wo zahlt sich Social Media Ihrer Ansicht nach am besten aus?

Bei der Asstel haben Aktivitäten im Social Web einen hohen Stellenwert. So haben wir im Mai 2010 einen Blog (www.asstelblog.de) gelauncht, welcher Teil eines großen Social Media-Konzeptes ist. Dort schreiben fünf Mitarbeiter, so genannte Botschafter, über Branchenthemen, ihren Berufsalltag oder auch private Erlebnisse. 15 Prozent ihrer Arbeitszeit verbringen die Botschafter in sozialen Netzwerken, Foren und Blogs.

Da die Asstel ein Direktversicherer ist, wir also keinen Außendienst mit Versicherungsvertretern haben, müssen wir uns anderweitig positionieren, um uns ein Gesicht zu geben. Hier hilft uns die Präsenz im Web 2.0 enorm. Wir können zeigen, dass bei einer Direktversicherung ganz „normale“ Menschen arbeiten, die auch über soziale Netzwerke erreichbar sind.

Wie reagieren Kunden, Shareholder und Mitarbeiter auf Ihre Social Media-Aktivitäten?

Sehr positiv. Die Kunden finden den neuen Kommunikationskanal gut. So kommt es beispielsweise immer wieder vor, dass Fragen via Twitter (www.twitter.com/asstel) an uns gerichtet werden. Wenn wir dann schnell antworten, wundern sich die Kunden schon etwas, das eine Versicherung „Ahnung“ von Twitter hat. Das hippe Image von sozialen Netzwerken wird Versicherungen noch nicht zugetraut.

Die Geschäftsführung steht ebenfalls voll und ganz hinter unserem Social Media-Konzept. Ich persönlich twittere zum Beispiel ja auch (www.twitter.com/cbewersdorf) und schreibe Postings für unseren Blog (http://www.asstelblog.de/?p=1708).

Unsere Mitarbeiter finden unsere Präsenz im Web 2.0 ebenfalls klasse. Zum einen verfolgen sie interessiert, was die Botschafter machen und schreiben, zum anderen dürfen sie auch während ihrer Arbeitszeit die sozialen Netzwerke besuchen. In manch anderen Unternehmen wäre so etwas undenkbar…

Welche Trends bzw. kommunikativen Herausforderungen sehen Sie in Bezug auf Social Media in den nächsten fünf Jahren auf die Finanzdienstleistungsbranche zukommen?

Ganz klar sehe ich als Herausforderung die enorme Transparenz eines jeden Unternehmens im Social Web. Jeder sieht, wann und wie etwas geschrieben und kommentiert wurde. Wenn einmal etwas im Netz steht, ist es immer wieder auffindbar. Auch die Schnelligkeit darf nicht unterschätzt werden. Für die Kommunikation in Social Media ist dies ein großer Druck, denn die Erwartungshaltung der User, schnell Antworten auf Fragen zu erhalten, ist sehr hoch.

Speziell für die Finanzdienstleistungsbranche ist es eine Herausforderung den Grad zwischen Seriosität und Coolness zu finden. Darüber hinaus wird von den Usern, insbesondere von den Digital Natives (Personen die zu einer Zeit aufgewachsen sind, in den digitalen Technologien bereits umfassend zur Verfügung standen) eine Präsenz im Social Web erwartet. Die sozialen Netwerke bergen hohe Chancen, weg von der Einweg-Kommunikation hin zur Dialogführung und diese Chance werden sich die Finanzdienstleister nicht entgehen lassen. Und gesprochen wird ohnehin über alles und jeden im Netz. Dann ist es doch umso schöner, wenn man sich einmischen und mitsprechen kann.

Planen Sie kurz-, mittel- oder langfristig, Ihre Social Media-Aktivitäten auszubauen? Wenn ja, wie?

Auf jeden Fall. Die Optimierung unseres Konzepts ist ein laufender Prozess und wir investieren viel Herzblut, Zeit und Engagement in Verbesserungen. Dieses Jahr werden wir unsere Präsenz im Web 2.0 erweitern. So wollen wir u.a. noch in dem Finanzforum finanzfrage.net (www.finanzfrage.net) aktiv werden. Auch ein Ausbau unseres Twitter-Accounts ist geplant. Begleiten wird uns die ständige Recherche nach neuen Trends, wobei hier auch nicht alles Neue funktioniert. Vor einigen Jahren haben wir beispielsweise einen Chat auf unserer Webseite angeboten, den fast niemand nutzte. Manchmal müssen sich Trends erstmal durchsetzen, bevor sie zu früh implementiert werden.

Herzlichen Dank, Herr Bewersdorf, für Ihre Meinung.

Carlo Bewersdorf ist Geschäftsführer Marketing der Asstel Prokunde Versicherungskonzepte GmbH. In dieser Aufgabe verantwortet er Markenführung und -kommunikation, Online-Direktvertrieb sowie Unternehmenskommunikation. Bewersdorf war bis Oktober 2009 als Senior Vice President Handelsmarketing und Shop Design bei der Deutschen Telekom für die Bereiche PoS-Marketing, Merchandising und Events sowie Shop Design zuständig. Bereits seit 2003 war der Diplom-Volkswirt bei der Telekom tätig, u.a. als Head of Marketing & Sales für das Produkt Triple Play. Zuvor war er beim Bertelsmann-Konzern Assistent des Vorstands.

„Social Media 2011“ – weitere Interviews:

  • Johannes Marcus Schäfer, nexum AG
  • Tobias Hurrle, Lingner Consulting New Media
  • Ulf Kossol, T-Systems MMS
  • Johannes Lenz, Grey Germany
  • Veit Mathauer, Sympra
  • Jan Manz, wbpr
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Social Media im Finanzsektor – Banken fassen Fuß, Versicherungen ziehen nach

28. Februar 2011 um 12:04 von Philipp Strobel

Was Social Media angeht, so wird die Finanzbranche langsam aber sicher aktiv: Für viele Finanzdienstleister wird das Thema Social Media zunehmend wichtiger. In erster Linie nutzen Unternehmen Facebook, Twitter & Co., um Meinungen und Diskussionen über die eigene Organisation zu beobachten oder User und Fans in puncto Unternehmenszahlen auf dem Laufenden zu halten.

Die Banken haben angekündigt, ihr Social Media-Engagement bis 2013 zu intensivieren – vor allem um nach der Finanzkrise die Kundenbeziehungen wieder zu festigen und neues Vertrauen zu schaffen. Mehr und mehr Banken stellen fest, dass an Social Media nun bald kein Weg mehr vorbeiführt: Laut einer Studie, die die Online Marketing Agentur Zieltraffic in Auftrag gegeben hat, finden 70 Prozent der Berichterstattung und Diskussionen über Banken sowie deren Produkte und Dienstleistungen im Social Web statt. Die Deutsche Bank, die Sparkasse und die Commerzbank beispielsweise sind schon sehr nachahmenswert „zwonullig“ unterwegs – vor allem auf Twitter. „Voraussetzungen hierfür auf Bankenseite sind Kritikfähigkeit, der Wille zu Wahrheit und Offenheit sowie die Fähigkeit zu zeitnaher Reaktion“, sagt Johannes Korten, Leiter Vertriebsmanagement der GLS-Bank Bochum in einem Interview über seine Branche.

Er meint: „Für Banken, die Transparenz und Kundendialog ernst nehmen, wird daher die Nutzung sozialer Medien ein integraler Bestandteil von Kommunikation und Geschäftsstrategie sein müssen.“

Lässt man den Blick aktuell weiter in die Versicherungsbranche schweifen, stellt man fest, dass die deutschen Versicherer noch etwas schneller aufholen müssten, um in Bezug auf Social Media nicht zurückzufallen: Nach einer Studie der Attensity Europe GmbH kann die deutsche Versicherungswirtschaft, was die Social Media-Entwicklung angeht, nicht so recht Schritt halten. In dieser Studie wurde untersucht, welche Social Media-Kanäle die deutschen Versicherungsunternehmen bedienen und außerdem, wie aktiv sie dort mit welcher Wirksamkeit sind. Das Ergebnis: Die Chancen von Social Media wurden von den Versicherern bislang noch nicht hundertprozentig erkannt. „Unter den deutschen Versicherungs-Unternehmen haben lediglich die Allianz, die R+V Versicherung und die ERGO Versicherungsgruppe mehr als 1.000 Zustimmungen erhalten“, ist im Blog Versicherung2.0 über die Facebook-Fanpages der Versicherer zu lesen.

Sind aber die Vorteile des Social Webs nicht gerade für den Finanzsektor, insbesondere die Versicherungsbranche, von eminenter Bedeutung, um Wettbewerbsvorteile nicht einfach so zu verschenken? Neben dem Aufbau langfristiger Kundenbeziehungen und der Intensivierung des Kundendialogs können endlich auch die „versicherungsträgen“ Jugendlichen und jungen Erwachsenen angesprochen werden. „Ein kurzer Tweet im Schadenfall, ein Hinweis auf online verfügbare Dokumente, notwendige Schritte oder zuständige Sachbearbeiter – all dies kann die Kundenloyalität und Markenwahrnehmung bei vernachlässigbaren Kosten nachhaltig verbessern“, macht Martina Tomaschewski, Marketingchefin von Attensity, deutlich.

Das heißen wir gut und empfehlen: Im Social Web ist aktives Zuhören und zeitnahe Reaktion gefragt, um den Bedürfnissen und Fragen der User und Interessenten des Unternehmens serviceorientiert gerecht zu werden. Unterstützend wirken sich hierbei Internet-Anwendungen aus, die das Social Web strukturieren, transparent machen und Inhalte an einer zentralen Stelle bündeln – wie beispielsweise Social Media Newsrooms oder Social Media Portale.

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iMedia Lounge Basis für Social Media Newsroom der Siemens-Electrogeräte GmbH

23. Februar 2011 um 10:29 von Mario Grobholz

Social Media Newsroom ist nicht gleich Social Media Newsroom: Im Idealfall sollte er vielfältige Social Media-Inhalte wie Twitter-Nachrichten, Facebook-Posts, Flickr-Bilder, Youtube-Videos und auch traditionelle Pressemeldungen unter einem Dach aggregieren und in einem Corporate Design direkt auf der Unternehmenswebsite zur Verfügung stellen. Für die Siemens-Electrogeräte GmbH haben wir einen solchen Social Media Newsroom realisiert, der sich auch international adaptieren lässt. Wir freuen uns, dass sich ein führendes Unternehmen wie Siemens für unsere iMedia Lounge entschieden hat.

Erst vergangene Woche haben wir hier den neuen Social Media Newsroom von Amiando vorgestellt. Nun arbeitet auch die Siemens-Electrogeräte GmbH mit der iMedia Lounge und aggregiert seine Social Media-Inhalte zentral auf der Unternehmenswebsite: In seinem Social Media Newsroom finden die verschiedenen Zielgruppen von Siemens wie Pressevertreter, Vertreter des Groß- und Einzelhandels und Endkunden ab sofort Tweets der drei Twitter-Accounts @siemenshome, @CookingLounge und @lifeKochschule, Facebook-Posts, Youtube-Videos, Flickr-Bilder sowie Dokumente, die Mitarbeiter in den Scribd-Account von Siemens einstellen. Auch traditionelle Pressemeldungen sind dort zu finden. Diese werden von der iMedia Lounge automatisch aus dem bestehenden Pressebereich inklusive der Bilder übernommen und im Newsroom angezeigt. Der Newsroom ist so immer Up-to-Date, ohne Zusatzaufwand für Siemens.

Der Social Media Newsroom enthält zudem eine MediaGallery, in der Siemens Bilder und Videos zeigt. Besucher müssen die Siemens-Website zum Betrachten der Videos und Fotos nicht mehr verlassen. Das ist einerseits komfortabel und hilft Siemens andererseits, den Traffic auf den eigenen Seiten zu halten.

Stichwort Personalisierung: Um den individuellen Anforderungen der Newsroom-Besucher entgegen zu kommen, ist es auch möglich, einzelne Bereiche der Website so anzuordnen, wie es der Besucher als günstig erachtet. Wer weniger Wert auf Presseinformationen legt, kann beispielsweise Bilder und Videos nach oben rücken und die Pressemeldungen nach unten schieben. Diese Einstellungen „merkt“ sich die iMedia Lounge und zeigt dem Besucher beim nächsten Besuch gleich seinen individuellen Newsroom an.

Dem Social Media Newsroom liegt ein Konzept für den internationalen Roll-out zu Grunde, welches sich leicht für andere Länder adaptieren und lokalisieren lässt. So hat Siemens die Möglichkeit, sich international einheitlich im Social Web zu präsentieren. Es bleibt also spannend und dynamisch im Hause Siemens.

Mehr über die iMedia Lounge, dem Social Media Content Management System erfahren Sie hier.

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