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Social Media Newsroom Expertenrunde: Alles was Sie über den Social Media Newsroom wissen sollten.

7. September 2010 um 9:04 von Mario Grobholz

Social Media bietet für Kommunikation, Marketing und Kundenservice zahlreiche neue Möglichkeiten. Der Social Media Newsroom wird dabei immer häufiger von Unternehmen eingesetzt. Wie dieser idealtypisch aussieht haben wir im August mit einer Runde ausgewiesener Experten diskutiert. Abschließend stellen wir heute die interessantesten Informationen und Aussagen zusammen.

In der Serie “Social Media Experten stellen den Social Media Newsroom vor” konnten wir über die grundsätzliche Funktionsweise, die Unterscheidung zu einem klassischen Blog, über die Zielgruppen bis hin zur Frage des Zusammenspiels mit der klassischen Unternehmenskommunikation die Meinungen ausgewiesener Social Media Experten einholen. Nachfolgend haben wir einzelne Aussagen unser Social Media Experten über den Social Media Newsroom zusammengestellt. Wir hoffen damit Ihnen eine hilfreiche Informationsgrundlage für die Entscheidungsfindung und Auswahl einer geeigneten Lösung für viele weitere Social Media Projekte an die Hand geben zu können:

Was ist ein Social Media Newsroom und wie funktioniert er?

Social Media Newsrooms ergänzen, besser: ersetzen den klassischen Pressebereich einer Website. Unternehmen und Organisationen können mit ihrer Hilfe Journalisten, aber auch Blogger, Twitterer und andere Interessenten auf dem Laufenden halten. Richtig eingesetzt, verschaffen Social Media Newsrooms den Botschaften eines Unternehmens damit mehr Reichweite im Vergleich zum traditionellen Pressebereich. Vorteilhaft ist auch die teilweise automatische Befüllung. (Bernhard Jodeleit)

Für uns ist der Social Media Newsroom die Drehscheibe zwischen Agentur-Webpräsenz und dem Social Web. Hier aggregieren und kreieren wir Inhalte, von hier verteilen wir sie ins Web. (Veit Mathauer)

Wie unterscheidet sich der Social Media Newsroom von einem Blog?

Ein Blog ist Teil der Auftritte im Social Web, ebenso wie ein Twitter, Xing oder ein Facebook Account. Der Social Media Newsroom hingegen vereint diese Kanäle. Dabei beschränkt sich der Newsroom nicht nur auf die sozialen Netzwerke, ebenso können dort Präsentationen, Newsletter, aktuelle Meldungen, Fotos, Videos und Hintergrundinformationen bereitgestellt werden. Er sollte alles beinhalten, was einen guten Online-Pressebereich ausmacht und zusätzlich das Social Web einbinden. (Klaus Eck)

Ein Blog ist nur ein Teilmedium eines potentiellen Newsrooms. Ein Blog kann auch teilweise durch Widgets aggregieren, lebt aber viel stärker durch konkrete Themen und redaktionelle Betreuung. Ein Social Media Newsroom ist dagegen in erster Linie eine reproduzierende Oberfläche die keinen orginären Content anbietet. (David Nelles)

Welches sind die wesentlichen Einsatzfälle für einen Social Media Newsroom?

Social Media Newsrooms können den klassischen Pressebereich eines Unternehmens oder einer Organisation ergänzen oder ersetzen. Zudem sind Newsrooms zu einem bestimmten Themenbereich denkbar. So könnte sich ein Unternehmen dazu entschließen, einen Social Media Newsroom zu einem bestimmten Produkt oder einem bestimmten Aspekt seiner Tätigkeit einzurichten, etwa zu Corporate Social Responsibility oder zu Human Resources. (Bernhard Jodeleit)

Die wesentlichen Einsatzfälle für einen Social Media Newsroom sind die Aggregation, Aufbereitung und Bereitstellung von bestehenden und neuen Inhalten an einem zentralen Ort im Look und Feel des Unternehmens. (Jan-Hendrik Senf)

Wer sind die Zielgruppen für den Social Media Newsroom?

Die Zielgruppe für einen Social Media Newsroom sind Unternehmen, die bereits im Social Web aktiv Inhalte beisteuern und die ihren bestehenden Internetauftritt nicht nur mit einer statischen Hinweisseite auf diese Aktivitäten, sondern mit einer hochdynamischen One-Stop-Lösung zur Deckung des Informationsbedarfes von Kunden, Interessenten und weiterverwertenden Kommunikatoren aufwerten wollen. (Jan-Hendrik Senf)

Je nach Unternehmen, das den Newsroom einsetzt: Journalisten, die Web-2.0-Community, Kunden, potenzielle Mitarbeiter, Menschen, die sich für die Themen des Unternehmens interessieren. (Veit Mathauer)

Warum Unternehmen einen Social Media Newsroom einsetzen sollten.

In einem Social Media Newsroom wird schnell der erste Eindruck über das Unternehmen geprägt. Dort laufen alle Informationen zusammen und die einzelnen Maßnahmen können verglichen werden. Außerdem wird es den Besuchern der Seite leicht gemacht, sich mit dem Unternehmen zu vernetzen. (Klaus Eck)

Wer effizient und effektiv mit seiner Web-Communty oder seinen Web-Communities in Dialog treten will, sollte dringend den Einsatz eines Newsrooms überlegen. (Veit Mathauer)

Welche Unternehmen sind für den Social Media Newsroom geeignet?

Beim Social Media Newsroom gilt dasselbe, das generell für Social Media gilt: Auf den Inhalt kommt es an. Nur wenn ein Unternehmen Interessantes zu berichten hat und darüber hinaus in der Lage ist, zu seinen Themen mit Menschen im Social Web in Dialog zu treten, macht ein Newsroom Sinn. Dann jedoch ist er eine ganz hervorragende Plattform, weil viele Prozesse automatisiert vonstatten gehen. Dies spart Ressourcen und stellt sicher, dass stets aktuelle Inhalte bereit stehen. (Veit Mathauer)

Wie spielt der Social Media Newsroom mit der klassischen Unternehmenskommunikation zusammen?

Das einzig klassische an einem Social Media Newsroom sind die dort zur Verfügung gestellten Pressemitteilungen, Hintergrund- und Kontaktinformationen. Klassische Unternehmenskommunikation in dem Sinne gibt es aber nicht mehr. Das Internet hat das nachhaltig verändert. Heutzutage muss kommuniziert werden, da es sonst andere für einen tun. (Klaus Eck)

Social Media Newsrooms eignen sich sehr gut als zentrale Plattform zur Bündelung aller für die Öffentlichkeitsarbeit relevanten Informationen. Gute Newsrooms sind suchmaschinenfreundlich und daher eine nahezu zwangsläufige Fundstelle, wenn Journalisten oder Blogger zu einem Thema recherchieren. Das ist wichtig, denn heute kommt es in der Öffentlichkeitsarbeit nicht nur auf das aktive Aussenden von Inhalten an. (Bernhard Jodeleit)

Social Media Newsroom – “nice to have” oder “must have”?

Eine gute Unternehmenskommunikation benötigt keine Hype-Tools, aber sollte möglichst effizient ihre Stakeholder erreichen. Ist das mit dem klassischen Pressebereich überhaupt noch möglich? Ein Social Media Newsroom bietet weit mehr Services. Je aktiver Unternehmen sich auf das Social Web einlassen, desto mehr wird ein Social Media Newsroom zum “Must Have”. (Klaus Eck)

Was ist entscheidend für den Einsatz eines Social Media Newsrooms?

Das Social Web ist “here to stay”. Auch Unternehmen, die sich noch nicht daran beteiligen, werden über kurz oder lang nicht darauf verzichten können. Denn für alle, die sich über ein Unternehmen informieren möchten, ist das Internet die erste Anlaufstelle. Daher ist es wichtig, alle relevanten Informationen dort übersichtlich aufzubereiten und den Besuchern einen gründlichen und positiven Eindruck zu vermitteln. Der Social Media Newsroom ist dafür ideal, da er die vielen Internet-Präsenzen des Unternehmens übersichtlich aufzeigt und sogar zur Interaktion auffordert. (Klaus Eck)

Social Media Newsrooms sind längst ein selbstverständliches Instrument moderner Öffentlichkeitsarbeit. Sie erleichtern Unternehmen die Mehrfachverwendung von Inhalten und die Vernetzung mit Online-Multiplikatoren. (Bernhard Jodeleit)

Ein ganz herzliches Dankeschön geht an unsere Social Media Experten die uns bei dieser Serie mit sehr interessanten Einsichten unterstützt haben:

  • Bernhard Jodeleit, fischerAppelt, relations
  • David Nelles, Virtual Identity AG
  • Jan-Hendrik Senf, Consultant
  • Klaus Eck, Kommunikationsberater
  • Thomas Pfeiffer, Online-Konzeptioner
  • Veit Mathauer, Sympra – Agentur für Public Relations

Mehr aus der Social Media Newsroom Expertenrunde:

  • Alles was Sie über den Social Media Newsroom wissen müssen.
  • Was ist ein Social Media Newsroom und wie funktioniert er?
  • Wie unterscheidet sich der Social Media Newsroom von einem Blog?
  • Welches sind die wesentlichen Einsatzfälle für einen Social Media Newsroom?
  • Wer sind die Zielgruppen für den Social Media Newsroom?
  • Warum Unternehmen einen Social Media Newsroom einsetzen sollten.
  • Welche Unternehmen sind für den Social Media Newsroom geeignet?
  • Wie spielt der Social Media Newsroom mit der klassischen Unternehmenskommunikation zusammen?
  • Social Media Newsroom – “nice to have” oder “must have”?
  • Was ist entscheidend für den Einsatz eines Social Media Newsrooms?

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Social Media Newsroom Expertenrunde: Was ist entscheidend für den Einsatz eines Social Media Newsrooms? (Teil 9 der Serie)

13. August 2010 um 9:04 von Mario Grobholz

Vor drei Wochen starteten wir mit der Serie “Social Media Experten stellen den Social Media Newsroom vor”. Wir konnten dabei über die grundsätzliche Funktionsweise, die Unterscheidung zu einem klassischen Blog, über die Zielgruppen bis hin zur Frage des Zusammenspiels mit der klassischen Unternehmenskommunikation die Meinungen ausgewiesener Social Media Experten einholen. Heute wollen wir, im vorletzten Artikel der Serie, erfahren was aus Sicht unserer Experten entscheidend für den Einsatz eines Social Media Newsrooms ist.

Das Internet ist mittlerweile die erste Anlaufstelle um sich zu informieren – das gilt für die meisten von uns und zwar in immer intensiveren Ausmaßen. Unternehmen werden sich über kurz oder lang gar nicht mehr die Frage stellen OB sie im Internet kommunizieren und eventuell auch Dialoge führen oder NICHT, so Klaus Eck, PR Blogger und Kommunikationsberater. Es wird vielmehr die Frage sein wie gut oder weniger gut ist ein Unternehmen dabei. Natürlich gehört dazu auch eine entsprechende Vorbereitung, also eine Planung, ein Konzept, eine Strategie, denn am Ende soll auch Kommunikation im Netz helfen die Ziele des Unternehmens zu erreichen. Lesen Sie heute was Ihnen unsere Experten für Ihre Social Media Aktivitäten als abschliessenden Rat an die Hand geben.

Bernhard Jodeleit: Social Media Newsrooms sind längst ein selbstverständliches Instrument moderner Öffentlichkeitsarbeit. Sie erleichtern Unternehmen die Mehrfachverwendung von Inhalten und die Vernetzung mit Online-Multiplikatoren.

Jan-Hendrik Senf: Die Schaffung eines Social Media Newsrooms ist ein sehr individueller, kreativer Akt und der Newsroom muss von der Konfiguration her ideal zur anvisierten Zielgruppe passen, um seine Ideal-Funktion zu erfüllen und zu erreichen: Ein gut und gerne sowie immer wieder aus intrinsischer Motivation der Nutzer besuchter Anlaufpunkt zu werden.

Klaus Eck: Das Social Web ist “here to stay”. Auch Unternehmen, die sich noch nicht daran beteiligen, werden über kurz oder lang nicht darauf verzichten können. Denn für alle, die sich über ein Unternehmen informieren möchten, ist das Internet die erste Anlaufstelle. Daher ist es wichtig, alle relevanten Informationen dort übersichtlich aufzubereiten und den Besuchern einen gründlichen und positiven Eindruck zu vermitteln. Der Social Media Newsroom ist dafür ideal, da er die vielen Internet-Präsenzen des Unternehmens übersichtlich aufzeigt und sogar zur Interaktion auffordert.

Veith Mathauer: Unsere Webpräsenz sympra.de umfasst eine klassische Website, ein Blog und einen Newsroom – integriert unter einer Oberfläche. Die Besucher merken meist gar nicht, dass sie sich de facto auf drei unterschiedlichen Plattformen bewegen. Das begeistert! Viele Unternehmen, denen wir unseren Newsroom gezeigt haben, interessieren sich genau für eine solche integrierte Anwendung. Der Social Media Newsroom als reiner Pressebereich 2.0 dürfte vor allem für große Unternehmen und Organisationen interessant sein.


Mehr aus der Social Media Newsroom Expertenrunde:

  • Alles was Sie über den Social Media Newsroom wissen müssen.
  • Was ist ein Social Media Newsroom und wie funktioniert er?
  • Wie unterscheidet sich der Social Media Newsroom von einem Blog?
  • Welches sind die wesentlichen Einsatzfälle für einen Social Media Newsroom?
  • Wer sind die Zielgruppen für den Social Media Newsroom?
  • Warum Unternehmen einen Social Media Newsroom einsetzen sollten.
  • Welche Unternehmen sind für den Social Media Newsroom geeignet?
  • Wie spielt der Social Media Newsroom mit der klassischen Unternehmenskommunikation zusammen?
  • Social Media Newsroom – “nice to have” oder “must have”?

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Social Media Newsroom Expertenrunde: Social Media Newsroom – “nice to have” oder “must have”? (Teil 8 der Serie)

11. August 2010 um 9:01 von Mario Grobholz

Der Social Media Newsroom hält Einzug in Deutschland. So lautet ein Artikel den wir Anfang 2010 hier im Blog veröffentlicht haben. Damals etwas gewagt, beschäftigen sich mittlerweile nahezu alle Kommunikationsberater und auch Unternehmen mit dem sinnvollen Einsatz von Social Media für die Unternehmenskommunikation. Mit der Serie “Experten erklären den Social Media Newsroom” klären wir auf und beleuchten viele der Fragen die sich Unternehmen heute sicherlich im Umgang mit Social Media stellen. In der heutigen 8. Folge aus der Serie stellen wir unseren Experten die einfache aber wichtige Frage: Social Media Newsroom – must have oder nice to have?

Die Meinungen unserer Experten decken hier beide Extrem ab. Einige sind der Meinung “nice to have”, wohingegen Veit Mathauer von der PR Agentur Sympra die Meinung vertritt, dass der Social Media Newsroom zukünftig ein “must have” sein wird. Einig ist man sich dabei, dass die Strategie und Inhalte im Vordergrund stehen sollten. Die “Stakeholder” müssen erreicht werden. Hierfür allerdings stellt der Social Media Newsrooms ein ideales und effizientes Werkzeug dar.

Kreativfrage: Social Media Newsroom – Hype, Zukunftsmusik, Trend, „Must have” oder “Nice to have”?

Klaus Eck: Eine gute Unternehmenskommunikation benötigt keine Hype-Tools, aber sollte möglichst effizient ihre Stakeholder erreichen. Ist das mit dem klassischen Pressebereich überhaupt noch möglich? Ein Social Media Newsroom bietet weit mehr Services. Je aktiver Unternehmen sich auf das Social Web einlassen, desto mehr wird ein Social Media Newsroom zum “Must Have”.

Jan-Hendrik Senf: Ein Social Media Newsroom ist zur Zeit ein Could have, mit zunehmender Tendenz zum Should have.

Bernhard Jodeleit: Definitiv gibt es einen Hype um den Begriff “Social Media Newsroom”. Daher sollten Unternehmen kritisch nach der Einbettung in die Gesamtstrategie fragen, wenn ihnen ein solches Produkt angeboten wird. Wichtig ist am Ende nur die Frage, ob die im Unternehmen generierten Inhalte optimal mehrfach verwertet und ins Web verlängert werden. Ob die dazu verwendete Lösung Social Media Newsroom heißt oder nicht, ist sekundär.

Veit Mathauer: In absehbarer Zeit ein Must-have. Ob die Plattform dann „Social Media Newsroom“ heißt oder ob sie selbstverständlicher Bestandteil einer Webpräsenz ist, bleibt abzuwarten. Fakt ist: Je mehr Plattformen im Web parallel genutzt werden, desto wichtiger ist, die verschiedenen Aktivitäten zusammenzuführen.

David Nelles: Ganz klar – Nice to have. Der Social Media Newsroom kann nur das Finish einer Social Media Strategie im Unternehmen sein.

Thomas Pfeiffer: Nicht für jedes Unternehmen eignet sich ein Social Media-Newsroom. Was einigen Unternehmen von „der Blogosphäre“ vorgeworfen wird, nämlich zu zögerliches Handeln, hat durchaus seine Berechtigung: Social Media macht man als (großes) Unternehmen nicht einfach so und man sollte von Anfang an einen langen Atem einplanen. Es ergibt also durchaus Sinn, sich zunächst die Social Media-Newsrooms von anderen (Konkurrenten) anzusehen und ggf. aus deren Fehlern zu lernen: Man muss ja nicht immer das Rad neu erfinden.


Mehr aus der Social Media Newsroom Expertenrunde:

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  • Was ist ein Social Media Newsroom und wie funktioniert er?
  • Wie unterscheidet sich der Social Media Newsroom von einem Blog?
  • Welches sind die wesentlichen Einsatzfälle für einen Social Media Newsroom?
  • Wer sind die Zielgruppen für den Social Media Newsroom?
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  • Wie spielt der Social Media Newsroom mit der klassischen Unternehmenskommunikation zusammen?

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Social Media Newsroom Expertenrunde: Wie spielt der Social Media Newsroom mit der klassischen Unternehmenskommunikation zusammen? (Teil 7 der Serie)

10. August 2010 um 8:55 von Mario Grobholz

In heutigen 7. Teil unserer Serie, in der Social Media Experten den Social Media Newsroom erklären wird es darum gehen, wie der Newsroom im Zusammenspiel mit der klassischen PR und Öffentlichkeitsarbeit eines Unternehmens zusammenwirkt. Gibt es überhaupt ein Zusammenspiel von Social Media und der klassischen Unternehmenskommunikation oder muss sich ein Unternehmen für das eine oder andere entscheiden?

Die Meinungen unserer Social Media und Kommunikations-Experten ist dabei recht vielfältig. Für einige ist der Social Media Newsroom der Ersatz für den bisherigen Pressebereich auf einer Unternehmenswebseite.  Für andere ist Social Media ein weitere Kanal und der Newsroom dabei das technische System. In jedem Fall, und da sind sich unsere Experten einig, unterstützt der Social Media Newsroom Unternehmen bei seinen kommunikativen Aufgaben mit den unterschiedlichen Zielgruppen effizient. Klaus Eck vertritt sogar die Meinung, dass es heute gar keine klassische Unternehmenskommunikation mehr gibt. Im Social Web wird so oder so kommuniziert, ob es das Unternehmen will oder nicht. Lesen Sie hier die Meinungen unserer Social Media Experten im Detail.

Bernhard Jodeleit: Social Media Newsrooms eignen sich sehr gut als zentrale Plattform zur Bündelung aller für die Öffentlichkeitsarbeit relevanten Informationen. Gute Newsrooms sind suchmaschinenfreundlich und daher eine nahezu zwangsläufige Fundstelle, wenn Journalisten oder Blogger zu einem Thema recherchieren. Das ist wichtig, denn heute kommt es in der Öffentlichkeitsarbeit nicht nur auf das aktive Aussenden von Inhalten an. Mindestens genauso wichtig ist es, die richtigen Informationen ins Web zu stellen, damit relevante Zielgruppen diese beim Googlen finden. Dabei helfen Social Media Newsrooms ebenso wie beim Erreichen neuer Zielgruppen. Kaum ein Blogger oder Twitter-Nutzer wird von sich aus auf eine interessante Presseinformation im PDF-Format hinweisen. Auf eine coole Präsentation, die in einem Social Media Newsroom eingebettet ist, dagegen schon. Und für Journalisten ist die gleiche Präsentation unter Umständen ebenfalls interessant. Social Media Newsrooms und der Rest der PR-Aktivitäten ergänzen sich damit optimal.

Veith Mathauer: Social Media ersetzen nicht die klassischen Medien, sondern ergänzen diese. Der Social Media Newsroom unterstützt die PR-Arbeit – sowohl klassisch als auch im Web 2.0.

Klaus Eck: Das einzig klassische an einem Social Media Newsroom sind die dort zur Verfügung gestellten Pressemitteilungen, Hintergrund- und Kontaktinformationen. Klassische Unternehmenskommunikation in dem Sinne gibt es aber nicht mehr. Das Internet hat das nachhaltig verändert. Heutzutage muss kommuniziert werden, da es sonst andere für einen tun. Das Social Web eignet sich dafür besser als alle anderen Kanäle, da die Informationen schnell und direkt an die Zielgruppe gerichtet kommuniziert werden können.

Jan-Hendrik Senf: Der Social Media Newsroom (als Substitut für den bisherigen Pressebereich eines Internetauftrittes) und die klassischen Felder gehen idealerweise Hand in Hand, denn z.B. Pressemitteilungen werden im Social Media Newsroom abgebildet und enthalten ihrerseits sinnvollerweise wiederum auch Hinweise auf den Newsroom.

Thomas Pfeiffer: Die klassische Unternehmenskommunikation wird nicht obsolet, sie besteht auch weiterhin und hat ihre volle Berechtigung. Aber es kommen eben durch Social Media neue Bereiche hinzu. Für manche Unternehmen sind die neuen Bereiche umfangreicher, für andere weniger. Im Besten Falle können beide Seiten der gleichen Medaille gegenseitig auf einander verweisen. Und es ist immer wieder so, dass gute Social Media-Aktivitäten zur „Story“ in klassischen Medien werden.

David Nelles: Der Social Media Newsroom gleicht einem Aggregatorfeature, welches die verschiedenen Unternehmensdialogkanäle zusammenführt und der Öffentlichkeit zur Verfügung stellt. Bis auf den Umstand der Erweiterung der Kanäle auf Social Media gibt es keine besonderen Einflüssen, die vom Social Media Newsroom ausgehen.


Mehr aus der Social Media Newsroom Expertenrunde:

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  • Welches sind die wesentlichen Einsatzfälle für einen Social Media Newsroom?
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Social Media Newsroom Expertenrunde: Welche Unternehmen sind für den Social Media Newsroom geeignet? (Teil 6 der Serie)

6. August 2010 um 9:03 von Mario Grobholz

“Social Media Experten stellen den Social Media Newsroom vor.” Das ist das Thema unserer aktuellen Serie, mit der wir viel Licht in das Thema des Social Media Newsrooms bringen wollen. Die Informationen aus unterschiedlichen Bereichen und Konzepten von führenden Social Media Experten zusammengefasst, soll bei der Entscheidungsfindung für Ihre Social Media Projekte helfen. Heute gehen wir daher der Frage nach, welche Unternehmen “reif” für den Einsatz eines Social Media Newsrooms sind.

Beim Social Media Newsroom gilt, wie auch für die klassische Kommunikation: “Auf den Inhalt kommt es an”. Übereinstimmen unsere Social Media Experten in der Meinung, dass gerade Unternehmen, welche die direkte Kommunikation mit den Zielgruppen suchen mit dem Konzept des Social Media Newsrooms richtig liegen. Lesen Sie hier im Detail welche Unternehmen unsere Experten als geeignet für den Einsatz eines Social Media Newsrooms betrachten.

Welche Unternehmen sind reif für den Einsatz eines Social Media Newsrooms bzw. welche sind (noch) nicht reif? An was lässt sich das festmachen?

Veit Mathauer: Beim Social Media Newsroom gilt dasselbe, das generell für Social Media gilt: Auf den Inhalt kommt es an. Nur wenn ein Unternehmen Interessantes zu berichten hat und darüber hinaus in der Lage ist, zu seinen Themen mit Menschen im Social Web in Dialog zu treten, macht ein Newsroom Sinn. Dann jedoch ist er eine ganz hervorragende Plattform, weil viele Prozesse automatisiert vonstatten gehen. Dies spart Ressourcen und stellt sicher, dass stets aktuelle Inhalte bereit stehen.

David Nelles: Unternehmen, die erfolgreich mehrere Social Media Kanäle betreiben – alles andere wäre blanker Unsinn. Erfolg definiere ich in diesem Zusammenhang, wenn Unternehmen Inhalte liefern, die für die Zielgruppe einen Mehrwert darstellen und damit auch sichtbare Dialoge auf den jeweiligen Plattformen erzeugen.

Jan-Hendrik Senf: Unternehmen, die bereits in Social Media aktiv sind und noch keine oder bisher nur eine statische Seite mit Hinweisen auf diese Aktivitäten auf ihrem Auftritt haben, sollten die Anschaffung eines Social Media Newsrooms in Erwägung ziehen. Insbesondere gilt dieses für Unternehmen, die immer wieder mit Anfragen von weiterverwertenden Kommunikatoren konfrontiert werden. Hier kann ein Social Media Newsroom durch die Entlastung der Kommunikationsabteilung des Unternehmens für eine deutliche Ressourcenschonung und damit letztlich gesteigerte Unternehmensproduktivität sorgen.

Klaus Eck: Alle Unternehmen, die im Social Web aktiv sind, sind theoretisch reif für einen Social Media Newsroom. Dabei sollte aber beachtet werden, dass die einzelnen Netzwerke auch mit reichlich Aktivität gefüllt sein müssen, sonst wirkt der Newsroom eher spärlich und hinterlässt gar einen negativen Eindruck.

Bernhard Jodeleit: Social Media Newsrooms sind für Unternehmen geeignet, die direkte Kommunikation mit Multiplikatoren im Internet pflegen möchten. Weniger geeignet ist das Instrument für Unternehmen, deren redaktionelle Prozesse in der Öffentlichkeitsarbeit eher langsam getaktet sind, die noch von Pressemitteilung zu Pressemitteilung denken und wenig dialogorientiert sind.

Thomas Pfeiffer: Unternehmen sind es nicht immer gewohnt, mit ihren Kunden und Partnern auf Augenhöhe zu kommunizieren. Aber gerade ein Social Media-Newsroom, der auch fremde Inhalte aggregiert, lebt davon, dass Kunden als gleichberechtigte Partner angenommen und auch so behandelt werden. Die klassische Marketing-Denke des „Ich sende – viele empfangen“ greift hier nicht. Die Öffentlichkeitsarbeiter eines Unternehmens müssen das klassische Paradigma ablegen oder im Besten Fall schon angelegt haben: Kunden sind Partner, die auch in Wahrheit so behandelt werden wollen.


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Social Media Newsroom Expertenrunde: Warum Unternehmen einen Social Media Newsroom einsetzen sollten. (Teil 5 der Serie)

5. August 2010 um 8:55 von Mario Grobholz

In der Serie “Social Media Experten erklären den Social Media Newsroom” haben wir in den letzten Folgen erfahren wie der Social Media Newsroom grundsätzlich funktioniert, wie sich dieser von klassischen Blogs unterscheidet und wer die Zielgruppen dafür sind. In der heutigen Folge wollen wir von unseren Social Media Experten erfahren, weshalb Unternehmen auf die Möglichkeiten eines Social Media Newsrooms setzen sollten bzw. heute bereits setzen.

Es geht um Effizienz und Effektivität, aber auch um Übersichtlichkeit und Struktur. Das ist die eine Meinung. Die Andere ist, dass sich der Social Media Newsroom für Unternehmen besonders dort anbietet wo bereits heute Social Media im Unternehmen “aktiv gelebt” wird und dies einerseits in Form von Guidelines in einen verbindlichen Rahmen gebracht wird und andererseits die unterschiedlichen Social Media Kanäle bereits aktiv “bespielt” werden. Lesen Sie heute also: “Warum sollten bzw. setzen Unternehmen einen Social Media Newsroom ein?”.

Bernhard Jodeleit: Social Media Newsrooms sind immer dann attraktiv, wenn regelmäßig Online-Multiplikatoren mit aktuellen Inhalten erreicht werden sollen.

David Nelles: Der Einsatz eines Social Media Newsroom ist eher eine Kür als eine Pflicht im Bereich von Social Media. Die Grundlagen eines solchen Aggregators sind in erster Linie aktiv durch das betreffende Unternehmen betreute Social Media Plattformen. Der Einsatz solcher Kanäle ist in Unternehmen oft mit einem erheblichen organisatorischen Aufwand verbunden: Verantwortlichkeiten müssen definiert werden, Guidelines erstellet werden etc. Daher denke ich, dass Unternehmen erst einmal die Pflicht erledigen sollten, bevor sie sich um die Kür kümmern. Ist die Pflicht erfüllt, kann eine solche Oberfläche sicherlich ein schönes Tool sein, um die Social Media Aktivitäten z.B. gebündelt auf der Corporate Website darzustellen.

Jan-Hendrik Senf: Die Bündelung aller Social Media Aktivitäten an einem zentralen Ort hat sowohl für das Unternehmen als auch externe, am Unternehmen interessierte Personen einen klaren Mehrwert. Es entsteht ein konzentrierter Nukleus, der Social Media förmlich greifbar macht und somit einem oftmals eventuell vorhandenen Gefühl von Dezentralität und Unüberschaubarkeit entgegen wirkt.

Klaus Eck: In einem Social Media Newsroom wird schnell der erste Eindruck über das Unternehmen geprägt. Dort laufen alle Informationen zusammen und die einzelnen Maßnahmen können verglichen werden. Außerdem wird es den Besuchern der Seite leicht gemacht, sich mit dem Unternehmen zu vernetzen. So ist es oftmals möglich, die Facebook Page direkt im Newsroom zu “Liken” oder dem Twitter Account zu folgen. Der Newsroom dient besonders der Vernetzung und der Bereitstellung von allen wichtigen Informationen.

Veit Mathauer: Wer effizient und effektiv mit seiner Web-Communty oder seinen Web-Communities in Dialog treten will, sollte dringend den Einsatz eines Newsrooms überlegen..


Mehr aus der Social Media Newsroom Expertenrunde:

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Social Media Newsroom Expertenrunde: Wer sind die Zielgruppen für den Social Media Newsroom? (Teil 4 der Serie)

3. August 2010 um 9:03 von Mario Grobholz

Wir haben in der letzten Woche mit einer Serie gestartet in der die grundlegenden Gedanken und Möglichkeiten die dem Konzept des Social Media Newsrooms zu Grunde liegen von Experten erläutert werden. Diese Woche setzen wir die Serie fort und haben unsere Social Media Experten nach der Zielgruppe für den Social Media Newsroom befragt.

So unterschiedlich die Aussagen im ersten Moment aussehen, so gemeinsam fällt dennoch das Fazit aus: Der Social Media Newsroom vereint die Social Media Aktivitäten eines Unternehmens an zentraler Stelle und bietet so für die unterschiedlichen Zielgruppen reichlich Informationsmöglichkeiten. Recht einhellig  fällt die Meinung aus, dass die Zielgruppe der Journalisten eher “klassisch” über den PR Bereich “bedient” werden sollten. Lesen Sie also heute die Meinung unserer Experten über die Zielgruppen des Social Media Newsrooms und machen Sie sich selbst ein Bild davon, ob Ihre Zielgruppe(n) reif für den Social Media Newsroom sind.

Jan-Hendrik Senf: Die Zielgruppe für einen Social Media Newsroom sind Unternehmen, die bereits im Social Web aktiv Inhalte beisteuern und die ihren bestehenden Internetauftritt nicht nur mit einer statischen Hinweisseite auf diese Aktivitäten, sondern mit einer hochdynamischen One-Stop-Lösung zur Deckung des Informationsbedarfes von Kunden, Interessenten und weiterverwertenden Kommunikatoren aufwerten wollen.

David Nelles: Ich denke nicht, dass die klassischen Media Multiplikatoren in Deutschland die primäre Zielgruppe eines Social Media Newsrooms sind. Journalisten, so meine persönliche Erfahrung, erreicht man immer noch am besten gezielt über E-Mail & Telefon und weniger über einen Social Media Newsroom. Die Zielgruppe analog zu derjenigen, die ich als Unternehmen mit Social Media erreichen möchte. So könnte es sich zum Beispiel um Social Media Nutzer handeln, die sich für meine Dienstleistung oder Produkte interessieren.  Doch stellt sich mir die Frage, wieso ein Facebook-Fan oder ein Follower tatsächlich einen Social Media Newsroom nutzen sollte? Wieso sollte er den Ort des Dialogs, wie z.B. eine Fanpage, verlassen, um sich auf einer separaten Plattform alle anderen Dialogoptionen anzuschauen – nur um von dort aus wieder in den nächsten Kanal abzuspringen, wenn man die Kanäle eigentlich direkt mit Widgets etc. verlinken kann.

Veit Mathauer: Je nach Unternehmen, das den Newsroom einsetzt: Journalisten, die Web-2.0-Community, Kunden, potenzielle Mitarbeiter, Menschen, die sich für die Themen des Unternehmens interessieren.

Klaus Eck: Wie beim klassischen Pressebereich sind in erster Linie Journalisten und Blogger – mithin Influencer – die Zielgruppe des Social Media Newsrooms. Da die Informationen aber in der Regel für alle frei zugänglich sind, zählt zur Zielgruppe auch die breite Öffentlichkeit. Jeder, der sich für das Unternehmen interessiert, sollte dort fündig werden können. Besonders im Zusammenhang mit der Krisenkommunikation in Echtzeit wird der Social Media Newsroom wichtig. Da in einer Krise auf allen Kanälen kommuniziert werden sollte, ist der Newsroom die erste Anlaufstelle, um sich einen Überblick über die Reaktionen des Unternehmens zu beschaffen.

Bernhard Jodeleit: Social Media Newsrooms sind gut geeignet für Unternehmen oder Organisationen, die kontinuierlich attraktive Inhalte an Journalisten auf der einen Seite, weitere Multiplikatoren auf der anderen Seite weitergeben und damit wirkungsvoll ihre Themen in die Öffentlichkeit bringen möchten.

Thomas Pfeiffer: Zum einen Unternehmen, die die verstreuten Informationen selber bereitstellen (können) und zum anderen Firmen, die (s.o.) eine aktive „Fangemeinde“ haben, an deren Inhalten die Firma teilhaben möchte.

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Social Media Newsroom Expertenrunde: Welches sind die wesentlichen Einsatzfälle für einen Social Media Newsroom? (Teil 3 der Serie)

30. Juli 2010 um 8:56 von Mario Grobholz

Nachdem im zweiten Teil unserer Serie von den teilnehmenden Experten die Unterschiede zu einem klassischen Blog beleuchtet wurden, so geht es heute im dritten Teil um die unterschiedlichen und zahlreichen Einsatzfälle für einen Social Media Newsroom auf Unternehmensseite. Die Teilnehmer der Expertenrunde haben sich dieser Frage angenommen und wir haben für Sie die unterschiedlichen Ansätze zusammengestellt.

Vorrangig sind es heute Corporate Communication, Marketing und der Kundenservice, aber auch die Personalabteilungen welche die Möglichkeiten von Social Media entdecken und bereits nutzen. “Welches sind die wesentlichen Einsatzfälle für einen Social Media Newsroom?” war daher die heutige Frage an die Teilnehmer der Expertenrunde.

Klaus Eck: Sobald ein Unternehmen aktiv im Social Web tätig ist, bietet sich ein Social Media Newsroom an. Er dient nicht nur der Übersichtlichkeit, oft wirken die einzelnen Maßnahmen auch besser, wenn sie auf einer Seite gebündelt werden. Schließlich sucht ein interessierter Nutzer in der Regel nicht alle sozialen Netzwerke ab, um Informationen über ein Unternehmen einzuholen. Ein Flickr- oder Youtube Account kann noch so wirkungsvolle Inhalte bereitstellen – diese wirken nur, wenn sie auch gefunden werden. Ein Newsroom integriert alle Accounts auf einer Seite, was zu einer gründlicheren Informationsbeschaffung führt. Viele Unternehmen haben sogar mehrere Newsrooms für unterschiedliche Zwecke. So kann für das Employer Branding durchau ein eigener Social Media Newsroom sinnvoll sein, der sich direkt an potenzielle Arbeitnehmer richtet.

Veit Mathauer: Aus Gesprächen mit unseren Kunden haben wir zahlreiche Einsatzmöglichkeiten identifiziert. Als Pressebereich 2.0 stellt er Informationen für Journalisten zeitgemäß zur Verfügung. Blogger finden multimediale Informationen. Kunden und Prospects erhalten Einblick in die aktuellen Aktivitäten des Unternehmens oder der Institution. Er kann die Webplattform für eine Informations- oder Kommunikationskampagne sein. Er ist ein außergewöhnlich gutes SEO-Instrument. Der Newsroom kann einen Blog ersetzen, eventuell sogar eine Website.

Bernhard Jodeleit: Social Media Newsrooms können den klassischen Pressebereich eines Unternehmens oder einer Organisation ergänzen oder ersetzen. Zudem sind Newsrooms zu einem bestimmten Themenbereich denkbar. So könnte sich ein Unternehmen dazu entschließen, einen Social Media Newsroom zu einem bestimmten Produkt oder einem bestimmten Aspekt seiner Tätigkeit einzurichten, etwa zu Corporate Social Responsibility oder zu Human Resources.

Jan-Hendrik Senf: Die wesentlichen Einsatzfälle für einen Social Media Newsroom sind die Aggregation, Aufbereitung und Bereitstellung von bestehenden und neuen Inhalten an einem zentralen Ort im Look und Feel des Unternehmens; die Auflistung und Präsentation von dessen Mitarbeitern inklusive Kontaktmöglichkeiten; die Bereitstellung unternehmensspezifischer Basisinformationen (Unternehmensgeschichte, Geschäftsberichte etc.) für Kommunikatoren und Interessierte; das Aufzeigen der Unternehmensprofile im Social Web zwecks einfacher Verbindung mit dem Unternehmen in den verschiedenen Services.

Thomas Pfeiffer: Wenn Sie Inhalte ganz unterschiedlicher Art haben, also z.B. Bilder und Videos und Präsentationen und Sound-Schnipsel, dann könnte ein Social Media-Newsroom für Sie interessant sein. Auch interessant ist er, wenn Sie eine „Fangemeinde“ haben, die sich mit Ihren Produkten kreativ auseinandersetzt: Sie stellen z.B. Malstifte her oder Mode. Ihre Kunden nutzen Ihre Produkte und stellen Fotos o. Ä. davon ins Internet. Deren Erlaubnis vorausgesetzt, können Sie die Inhalte an einer Stelle zusammenführen, um das Positive Ihrer Produkte vorzustellen.


Mehr aus der Social Media Newsroom Expertenrunde:

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Social Media Newsroom Expertenrunde: Wie unterscheidet sich der Social Media Newsroom von einem Blog? (Teil 2 der Serie)

28. Juli 2010 um 9:02 von Mario Grobholz

Sind wir im ersten Teil der Serie der Frage nach der grundsätzlichen Funktion eines Social Media Newsrooms nachgegangen, geht es im heutigen zweiten Teil der Social Media Newsroom Expertenrunde um die Frage, wie sich ein Social Media Newsroom von einem klassischen (Unternehmens-) Blog unterscheidet und idealerweise zusammenspielt.

Es gibt dabei auch unter den Experten geteilte Meinungen. Lesen Sie die Meinungen unserer Teilnehmer und bilden Sie sich Ihr eigenes Urteil! Haben auch Sie eine Meinung über das Zusammenspiel von Blogs und Social Media Newsrooms? Dann freuen wir uns auf Ihre Meinung.

Bernhard Jodeleit: Blogs enthalten häufig Fach- und Meinungsbeiträge mit persönlicher Note im Rahmen eines eigenen journalistischen Formats. Social Media Newsrooms dienen primär dazu, alle Neuigkeiten eines Unternehmens oder einer Organisation an einer Stelle zu bündeln.

David Nelles: Ein Blog ist nur ein Teilmedium eines potentiellen Newsrooms. Ein Blog kann auch teilweise durch Widgets aggregieren, lebt aber viel stärker durch konkrete Themen und redaktionelle Betreuung. Ein Social Media Newsroom ist dagegen in erster Linie eine reproduzierende Oberfläche die keinen orginären Content anbietet.

Jan-Hendrik Senf: Ein Blog dient vorrangig der Veröffentlichung von originär neuen Inhalten, während ein guter Social Media Newsroom diese Option zwar auch bereithalten kann, vorwiegend aber der Bündelung und einfachen Erreichbarkeit von bestehenden, bereits an anderer Stelle veröffentlichten Inhalten verpflichtet ist. Auf redaktionell-inhaltlicher Ebene unterscheidet sich ein Blog (wenn es denn wirklich eines ist bzw. als solches genutzt wird) im menschlich-wertenden Tenor und der durch Links ausgedrückten Reziprozität von einem Newsroom, in welchem oftmals durch die Integration von PR-Texten etc. eher ein überwiegend sachlicher Ton anzutreffen ist.

Klaus Eck: Ein Blog ist Teil der Auftritte im Social Web, ebenso wie ein Twitter, Xing oder ein Facebook Account. Der Social Media Newsroom hingegen vereint diese Kanäle. Dabei beschränkt sich der Newsroom nicht nur auf die sozialen Netzwerke, ebenso können dort Präsentationen, Newsletter, aktuelle Meldungen, Fotos, Videos und Hintergrundinformationen bereitgestellt werden. Er sollte alles beinhalten, was einen guten Online-Pressebereich ausmacht und zusätzlich das Social Web einbinden.

Thomas Pfeiffer: In einem Blog erstellen Sie Inhalte originär für Ihren Blog. Ein Social Media-Newsroom aggegriert Ihre und ggf. auch die Inhalte, die andere über Sie oder Ihr Produkt eingestellt haben, an zentraler Stelle.

Veit Mathauer: Wir haben einen Blog und einen Newsroom. Im Blog bringen wir Beiträge zu Trends aus Public Relations, Social Media und 3D-Internet – Hintergrundbeiträge und Meinungsartikel, die die Agenturinformationen auf unserer Website ergänzen. Der Newsroom hingegen ist der Hub für unsere Social-Webaktivitäten und die Plattform für Journalisten, (potenzielle) Kunden und Mitarbeiter und für die Web-Community. Hier aggregieren wir unsere Inhalte aus dem Web (z. B. Blogbeiträge, Flickr-Bilder, YouTube-Videos, Presseinformationen), informieren über unsere Veranstaltungen und Termine. Und wir stellen in der Rubrik Social Media Explorer für die Besucher interessante Beiträge aus dem Social Web bereit.


Mehr aus der Social Media Newsroom Expertenrunde:

  • Alles was Sie über den Social Media Newsroom wissen müssen.
  • Was ist ein Social Media Newsroom und wie funktioniert er?

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Social Media Newsroom Expertenrunde: Was ist ein Social Media Newsroom und wie funktioniert er? (Teil 1 der Serie)

27. Juli 2010 um 8:59 von Mario Grobholz

Heute startet die Expertenrunde für Social Media Newsrooms. Wir haben hierfür sechs Experten nach ihrer Meinung befragt und stellen Ihnen hier in einer Serie die interessantesten Aussagen und Meinungen zusammen. Beginnen wir heute also mit der grundlegenden Fragestellung nach “was ist” und “wie funktioniert” ein Social Media Newsroom.

Der Social Media Newsroom ist eine Art Drehscheibe für Unternehmensinformationen und für Unternehmen, die eigenen Social Media Aktivitäten zu bündeln. Der Besucher erhält so die neuesten Nachrichten um Produkte und Dienstleistungen, die der Newsroom aus den gängigen Social Media Diensten aggregiert.

Lesen Sie heute im Teil 1 der Serien die Antworten der Expertenrunde auf die Fragen “Was ist ein Social Media Newsroom und wie funktioniert er? “.

Bernhard Jodeleit: Social Media Newsrooms ergänzen, besser: ersetzen den klassischen Pressebereich einer Website. Unternehmen und Organisationen können mit ihrer Hilfe Journalisten, aber auch Blogger, Twitterer und andere Interessenten auf dem Laufenden halten. Alle Inhalte werden mithilfe aktueller Web-2.0-Technologien bereitgestellt. Das erleichtert deren Mehrfachverwertung und hat zudem den Vorteil, dass diese weitergeleitet oder über Twitter, Facebook und weitere Social-Media-Plattformen weiterempfohlen werden können. Richtig eingesetzt, verschaffen Social Media Newsrooms den Botschaften eines Unternehmens damit mehr Reichweite im Vergleich zum traditionellen Pressebereich. Vorteilhaft ist auch die teilweise automatische Befüllung. Beispielsweise lässt sich ein Social Media Newsroom so konfigurieren, dass bestimmte Inhalte ohne weiteres Zutun in ihm erscheinen, beispielsweise alle neuen Fotos oder Videos, die das Unternehmen bei Web-2.0-Plattformen wie Flickr oder YouTube hochlädt. Das vereinfacht den Arbeitsablauf.

David Nelles: Ganz einfach: Die Aggregation aller Social Media Aktivitäten eines Unternehmens in Social Media auf einer Weboberfläche. Der Nutzer bekommt dadurch einen kompakten Überblick über Inhalte, die durch das jeweilige Unternehmen auf Facebook & Co publiziert wurden und die dadurch erzeugten Dialoge.

Jan-Hendrik Senf: Ein Social Media Newsroom gleicht einem wohl dekorierten Schaufenster und einfach zugänglichem Selbstbedienungsladen mit den aggregierten Social Media Aktivitäten, Veröffentlichungen und Mitteilungen sowie den Mitarbeiterprofilen und Ansprechpartnern eines Unternehmens. Durch die Bündelung des in verschiedenen Services geposteten Outputs des Unternehmens im Social Media Newsroom auf der Unternehmenswebseite wird der Unternehmensauftritt nicht nur aufgewertet, sondern gleichzeitig zum Sprungbrett für die Nutzer zur Vernetzung mit dem Unternehmen in Social Media. Interessierte Personen finden an einem zentralen Ort relevante, topaktuelle Informationen in Echtzeit und – idealerweise – zur schnellen Verlinkung, Weiterverwertung und mit Möglichkeiten zum einfachen Abonnieren (z.B. Liste aller RSS-Feeds) angeboten. Durch die Integration von Materialien zum Herunterladen wie z.B. Logos oder PDFs wird der Social Media Newsroom zur nützlichen und schnell nutzbaren Informationszentrale insbesondere für weiterverwertende Komunikatoren. Nicht zu vernachlässigen sind positive Effekte im Bereich der Suchmaschinenoptimierung: Bestenfalls ist ein Social Media Newsroom technisch derart angelegt, dass sowohl die dort originär eingestellten als auch die aggregierten Inhalte durch Google und Co. indiziert werden. Darüber hinaus bewirkt ein Social Media Newsroom deutliche Reputationseffekte für Unternehmen, indem er diese auf der Höhe der Zeit präsentiert und verdeutlicht, dass konsequent und mit hervorgehobener Wertschätzung für Social Media agiert wird.

Klaus Eck: Ein Social Media Newsroom vereint alle Social Media Maßnahmen eines Unternehmens übersichtlich auf einer Seite. Er kann im Idealfall den bisherigen Pressebereich einer Homepage ersetzen oder ergänzt diesen. Der alte Pressebereich ist durch sein statisches Auftreten den Anforderungen des dynamischen Webs oftmals nicht mehr gewachsen. Für Unternehmen ist es heutzutage besonders wichtig, Teil des Social Webs zu sein. Nirgends ist die Kommunikation direkter und transparenter – das hilft, Vertrauen aufzubauen. Allerdings können die vielen Präsenzen im Internet schnell intransparent sein und fraktal wirken. Ein Newsroom sorgt für die notwendige Übersicht.

Thomas Pfeiffer: Ein Social Media Newsroom bündelt die Inhalte auf verschiedenen Social Media Plattformen an einer zentralen Stelle. Videos auf YouTube, Bilder auf FlickR, Präsentationen auf Slideshare – vieles ist – aus gutem Grund – im Internet verstreut und erzählt von Ihnen und Ihrem Produkt. Ein Social Media-Newsroom ist ein Wegweiser für diese Inhalte in der „Diaspora“ :-)

Veit Mathauer: Für uns ist der Social Media Newsroom die Drehscheibe zwischen Agentur-Webpräsenz und dem Social Web. Hier aggregieren und kreieren wir Inhalte, von hier verteilen wir sie ins Web.


Mehr aus der Social Media Newsroom Expertenrunde:

  • Alles was Sie über den Social Media Newsroom wissen müssen.

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