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Gerechtigkeit: den Ruf wahren

2. Januar 2008 um 8:00 von Mario Grobholz

gerechtigkeit

Wir alle haben einen Ruf zu verlieren: Ob im Leben. Als Freund. Als Kollege oder als Ehepartner. Als Verkäufer bei ebay oder im Chat. In unserer Gesellschaft gibt es ein großes Gerechtigkeitsempfinden, der häufig Gleiches mit Gleichem vergolten wird. In vielen Varianten werden der Wissenschaft zuliebe Spiele entwickelt und gespielt, mit dem Ziel das kooperative Verhalten zu erforschen.

Altruismus vs. Egoismus

So zahlen in einer klassischen Variante alle Spieler in geheimer Mission einen selbst gewählten Beitrag ihres Budgets. Dann verdoppelt der Spielleiter diesen Betrag, der dann in gleichen Teilen an alle Teilnehmer ausgezahlt wird. Gibt jeder alles, bekommen am Ende alle das Doppelte. Spendet dagegen nur ein einzelner Mitspieler etwas und die anderen nichts, verliert er sein Geld. Die knappe Mehrheit verhält sich in diesen Spielen kooperativ. Beim zweiten Durchgang kann das Spiel manipuliert werden, indem der Spielleiter einen Kassensturz verkündet. Die meisten Versuchspersonen zahlen beim nächsten Mal ebenfalls weniger ein, in dem Glauben, dass andere es ähnlich machen. Das legt die Vermutung nahe, dass eine Mehrheit von kooperativ eingestellten Menschen durch wenige egoistisch agierende Personen empfindlich gestört werden kann. Und nicht nur staatlich geschützte Strafen befriedigen das Streben nach einer gerechten Gesellschaft, sondern auch der öffentliche Ruf.

Gesellschaftliche Anerkennung ist uns in der Regel nicht gleichgültig, denn niemand will als Mitglied seiner vertrauten Gemeinschaft ausgeschlossen werden. Der Moralforscher und Psychologe Jonathan Haidt meint dazu: “Reputation ist eine mächtige Kraft, um moralische Gemeinschaften zu stärken und zu vergrößern.”

Ein Experiment des Max-Planck-Instituts bestätigt diese Annahme. Menschen sind vor allem dann dazu bereit etwas zum Gemeingut beizutragen, wenn sie gut informiert sind und öffentliche Anerkennung für ihr Handeln bekommen.

Klaus Eck, PR Blogger

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  • Allgemein, Reputationsmanagement

Mehr Aufmerksamkeit auf das digitale Umfeld lenken

19. Dezember 2007 um 8:00 von Mario Grobholz

Viele Menschen sind sich nicht im Klaren darüber, dass sie die Suchmaschinen selbst für die Verbesserung ihrer Reputation nutzen können. Obwohl wir im Zeitalter der Radikalen Transparenz leben und Google kaum noch etwas verborgen bleibt, heißt das nicht, dass wir uns unserem Schicksal ergeben müssen. Stattdessen können Sie selbst etwas für Ihre Online-Reputation tun, indem Sie Ihre Online-Präsenz bewusst steuern.

Es ist sinnvoll, einige Suchmaschinen-Ergebnisse von anderen zu unterscheiden. Neben den selbst erstellten Websites, die Sie direkt kontrollieren, gibt es zahlreiche Webadressen, auf die Sie keinerlei direkten Einfluss nehmen können. Mit einem gewissen Aufwand können Sie jedoch die Zahl Ihrer eigenen Webangebote so steigern und nutzen, dass Sie damit für den Suchenden zahlreiche Anker online werfen können und dadurch seine Aufmerksamkeit erhalten.

Wenn in Blogartikel positive Dinge über Sie stehen, ist es ideal, diese auch zu verlinken. Verabschieden sollten Sie sich jedoch von dem Gedanken, alles kontrollieren zu wollen. Teilen Sie die Aufmerksamkeit mit anderen und vergessen Sie dabei nicht, dass Sie online im Gespräch bleiben wollen. Es geht nicht darum, alle auf Ihre Website zu locken. Deshalb spenden Sie anderen ruhig ein wenig Google Juice, damit Ihr digitaler Ruf sich weiter verbessert. Je höher die Webbeiträge Dritter in Google gerankt werden, desto besser für Ihre Reputation, wenn diese positiv über Sie sprechen. Aus diesem Grunde empfiehlt es sich auch, beispielsweise auf MyOnID im eigenen Profil auf ausgewählte Links zu verweisen, die Ihr digitales Erscheinungsbild verbessert. Nutzen Sie Ihren digitalen Ruf und bauen diesen aus, statt sich zu sehr auf die eigene Website zu konzentrieren.

Klaus Eck

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  • Reputationsmanagement, Tipps und Tricks

Wem glauben Sie wirklich?

14. Dezember 2007 um 8:00 von Mario Grobholz

Bild

Wir sind alle an nutzwerten Informationen interessieren und erwarten bei der Lektüre eine hohe Qualität. Aber dennoch lesen wir on- und offline immer wieder gerne etwas Gossip, um uns zu unterhalten. Nicht umsonst sind die Boulevard-Medien so erfolgreich.

Im Unterschied zu klassischen Medien legen viele Blogger sehr viel Wert auf ihre eigene Meinung und bewerten dabei immer wieder gekaufte Produkte, Bücher, Zeitschriften-Artikel oder Dienstleistungen. Wer dabei von einem Unternehmen enttäuscht worden ist, vergisst manchmal sogar jede Zurückhaltung und kritisiert den Urheber des Verdrusses mit großer Häme. Je schöner die Story, der vermeidliche Scoop, desto mehr Aufmerksamkeit erhält dabei die gerechtfertigte oder zumindest emotional begründete Meinung eines Einzelnen. Mit neutraler Information und Wahrheit hat das wenig zu tun. Dennoch finden Kritiken, die persönliche Häme, Skandalisierungen und emotionale Empörungen sehr schnell ihre Leser. Oftmals bei weitem schneller als jede (mitunter langweilig verpackte) Sachinformation.

Klatsch und Tratsch verbreiten sich als digitale Mundpropaganda sehr schnell im Netz. Dabei ist es wenig überraschend, wenn man seine eigene Reaktion und Wahrnehmung von boulevardesken Interpretationen selbstkritisch hinterfragt. Vor kurzem haben einige Wissenschaftler hierzulande herausgefunden, dass Klatsch und Tratsch die Meinung von Menschen nachhaltiger beeinflusst als die Wahrheit. Dabei ist es unerheblich, dass eindeutige Beweise dagegen sprechen.

Letztlich heißt das für Ihre Karriere und Reputation, dass Ihre persönlichen Leistungen eher unerheblich sind. Viel wichtiger als Ihre Anstrengungen ist Ihre Wirkung. Wenn Sie als erfolgreicher Stratege, Networker und kreativer Kopf gelten, ist es egal, wie mittelmäßig ihre Ideen in Wahrheit tatsächlich sind. Sie werden aufgrund der Wahrnehmung Ihres Images dennoch positiv aufgenommen.

Wir neigen dazu unsere komplexe Wirklichkeit zu reduzieren und sind dankbar für die sozialen Informationen Dritter. Wenn ein Freund von uns die Ansicht vertritt, dass die Leistung eines Kollegen schlecht sind, neigen wir dazu ihm zu trauen und das als Wahrheit zu betrachten, selbst wenn die Fakten sogar eindeutig dagegen sprechen.

Deshalb sollten Sie im Arbeitsleben sowie privat besonders auf Ihre Reputation achtgeben und über die folgenden Punkte zumindest einmal nachdenken. Die Thesen sind nahe am praktischen Leben und entsprechen meiner alltäglichen Wahrnehmung. Am besten glauben Sie mir einfach:

  1. Lassen Sie andere immer gut über Sie berichten.
  2. Seien Sie eher unbescheiden und verschweigen Sie Fehler, die Ihnen ansonsten zum Nachteil gereichen.
  3. Schreiben Sie frühzeitig Ihre Memoiren, damit Sie selbst Einfluss auf Ihr Bild für die Nachwelt nehmen können. Gerade Politiker (Ex-Kanzler) lieferen immer wieder Nachweise für eine sehr subjektive Wahrnehmung der Realität und versuchen über ihre Buchweisheiten die Deutungshoheit zu behalten.
  4. Übertreiben Sie Ihren öffentlichen Auftritt, indem Sie eine provokante These in die Welt setzen, die sich leicht hinterfragen lässt, aber dennoch im richtigen Kontext inszeniert für viele Schlagzeilen sorgt: Beispiel: “7 Jahre Ehe sind genug” (das Pauli-Prinzip).
  5. Es interessiert nicht, wer die Arbeit gemacht hat, solange Sie damit im Mittelpunkt stehen und die Aufmerksamkeit bündeln können.
  6. Seien Sie immer per Blackberry erreichbar und rufen Sie selbst die Zeitungs- und Radio-Redaktionen möglichst früh am Tage an, damit diese Ihr wichtiges Statement zu einer aktuellen Nachrichtenlage integrieren können.
  7. Nutzen Sie eine Diskussion, um mit Ihrer Frage 10 Minuten Aufmerksamkeit für Ihr Statement und Ihre Selbstdarstellungskünste zu erhalten.
  8. Unterbrechen Sie in einer Diskussion ständig die anderen, damit Sie zeigen können, worauf es wirklich ankommt.
  9. Denken Sie an die nächste Aktion und Provokation, damit Sie ständig präsent bleiben.
  10. Bedienen Sie die Vorurteile Dritter, damit Sie Teil des Senf-Universums bleiben und nicht im digitalen Nichts enden.

Hier bei können Sie sich ganz bequem von myON-ID helfen lassen. Fangen Sie am besten gleich jetzt an Ihren guten Ruf selbst zu managen.

Wenn Sie sich an die “Ratschläge” halten, können Sie sicher sein, dass Ihr digitaler Ruf ein besonderer ist. Allerdings dürfte dieser mehr im Sinne von viel Feind, viel Ehr zu verstehen sein.

> Klatsch und Tratsch sozial wichtig
>> Roland Kopp-Wichmann: Wem glauben Sie eher? Dem Tratsch der Leute oder der Wahrheit?

Klaus Eck, PR Blogger

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Killerimage: Wunsch nach einer negativen Reputation

4. Dezember 2007 um 8:00 von Mario Grobholz

So absurd es eigentlich klingt mag, kündigen immer wieder Amokläufer in Social Networks oder auf Videoplattformen wie Youtube an, dass sie sich an der Welt rächen wollen. Der vereitelte Amoklauf in Köln, die tatsächlichen Amokläufe von Schülern in Finnland, den USA und in Deutschland – sie alle haben etwas gemeinsam: Die Täter stellten zuvor ihre Profile ins Internet (hierzulande unter anderem auf StudiVZ und SchuelerVZ) und kündigten dort ihre Taten an.

Dabei geht es den Jugendlichen vor allem darum, sich selbst als Bad Guys oder negative Helden in Szene zu setzen, Aufmerksamkeit und letztlich eine (negative) Anerkennung zu erzielen. Auf den Bildern und Videos sieht man in Netz oftmals dasselbe: Einen jungen Menschen, der mit dem Killerimage kokettiert, indem er eine echte oder falsche Waffe vorzeigt, und über seine Gewaltfantasien fabuliert.

Es ist nicht immer leicht, Fiktives von realen Plänen zu unterscheiden. Dennoch sollte man die Bereitschaft potentieller Straftäter nicht unterschätzen, ihre intimen Gedanken und Haßgefühle zu publizieren. Letztlich wollen sie darüber eine mediale Aufmerksamkeit und Unsterblichkeit erringen. Selbst eine negative Reputation scheint dabei auszureichen. Hauptsache sie werden überhaupt wahrgenommen. Manchmal gelingt es ihnen sogar: Seit dem Selbstmord des Amokläufers von Emdsdetten haben mehr als 57.000 Menschen dessen Profil besucht.

>> Zeit online: Falscher Bekenner
>> SZ: Amokläufe an Schulen und Universitäten. Chronologie der Gewalt
>> SZ: Vereitelter Amoklauf von Köln. Schüler hatten ihre Pläne schon aufgegeben

Klaus Eck, PR Blogger

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Digitale Identität II: Schubladendenken für die Marke

26. November 2007 um 8:00 von Mario Grobholz

In einer Welt, in der wir alle und alles gleich ist, hätten wir einige Probleme, uns zurecht zu finden. Durch unsere Identität unterscheiden wir uns voneinander. Erst die Identität verhilft uns dazu, einen Menschen von einem anderen durch einzelne Merkmale zu unterscheiden.

Damit wir hierbei einigermaßen den Überblick behalten, neigen wir zu einem Schubladendenken. Es entstehen Bilder vor unseren Augen, die uns Orientierung im Leben vermitteln. Ansonsten wären wir im Alltag von der Aufgabe überfordert, andere richtig einzuschätzen. Aber wir kategorisieren nicht nur unsere Kontakte, sondern tendieren auch dazu, uns automatisch selbst in bestimmte Gruppen einzuordnen. Bei diesem Prozess der Konstruktion unserer Wirklichkeit haben wir keine Kontrolle.

Unternehmen profitieren von unserem Schubladendenken: Denn ein starkes Markenauftreten (Branding) verführt gezielt zur Kategorisierung. Darauf setzt nichtzuletzt der Ansatz des Neuromarketings. So spitzt die “Bild” die Aussage der Neurowissenschaftler schlagzeilenträchtig zu: “Starke Marken schalten den Verstand ab.” Erklärt wird dieses von Dr. Christian Scheier wie folgt:

“Man hat herausgefunden, dass bei einer starken Marke tatsächlich die Hirnareale, die zum Nachdenken dienen, abgeschaltet sind, während die Hirnareale, die für spontane Handlungen zuständig sind, aktiviert werden. Das heißt, starke Marken entlasten das Nachdenken.“ (Zitat aus Interview mit Dr. Christian Scheier – PDF, Autor des kürzlich erschienenen Buches “Wie Werbung wirkt”).

Starke Marken führen dazu, dass die Konsumenten darauf vertrauen, dass sie ihr Markenversprechen erfüllen. Eine langfristige Investition in die eigene Reputation ist ein erfolgsversprechender Weg eine glaubhafte Markenpersönlichkeit aufzubauen. Denn ein positiver Ruf geht mit Vertrauenswürdigkeit, Glaubwürdigkeit, Berechenbarkeit und Verlässlichkeit einher. Mit kurzfristigen Effekten hat das nicht zu tun. Darauf sollte auch kein Reputationsmanagement setzen.

Während große Unternehmen über Jahre hinweg mit Hilfe von PR und Marketing an ihrer öffentlichen Wahrnehmung basteln und tüfteln, ist es in der digitalen Welt erheblich einfacher, die eigene Reputation zu beeinflussen und den Meinungsbildungsprozess zu beschleunigen. Das Internet als öffentliches Medium ermöglicht es mit immer neuen Anwendungen, dass jedermann die Chance hat, ein großes Publikum unmittelbar zu erreichen. Gerade die stark vernetzten Angebote der Web2.0-spezifischen Dienste bieten Ihnen die Chance, sich als Experte zu positionieren. Das Netz sorgt als Informationsmedium Nummer Eins für zunehmende Transparenz. Daher ist es nicht nur für Organisationen, sondern auch für Einzelpersonen notwendig, sich um die Außenwahrnehmung Gedanken zu machen und sich mit dem Thema Reputation verstärkt auseinanderzusetzen. Letztlich lässt sich mit dem Publizistikwissenschaftler Nikodemus Herger folgendes Fazit ziehen:

“Identität, Marke, Image, Reputation sind allesamt „Rezepte” bzw. Konstruktionen, die sich auf das Management des Vertrauens in Organisationen beziehen.”

>> Literaturtipp: Nikodemus Herger (2006): “Vertrauen und Organisationskommunikation: Identität – Marke – Image – Reputation”
>> myONID Blog: Angst vor der negativen Macht der Blogger
>> myONID Blog: Digitale Identität I: Ein neues Selbstverständnis

Klaus Eck, PR Blogger

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  • Allgemein, Reputationsmanagement

Wie Personaler das Web nutzen

21. November 2007 um 8:00 von Mario Grobholz

Wer als Führungskraft seine Bewerbungen heutzutage verschickt, sollte immer mit dem Internet rechnen. Im Bewerberblog berichtet die Junior-Recruiterin Nadia Kittel von einem Fall aus dem deutschsprachigen Raum, bei dem sich eine Reputationsüberprüfung absolut ausgezahlt hat.

Sie nennt den untersuchten Bewerber in ihrem Blog einfach anonymsierend “Dr. Give”. Dieser hatte sich bei ihr per E-Mail für eine Management-Position beworben. Dabei fielen der Bewerberbloggerin jedoch einige Unstimmigkeiten auf, die sie misstrauisch werden ließen und zur Online-Recherche ermunterten. Dr. Give listete zahlreiche Geschäftsführer- und Managementposten der obersten Liga auf und hatte gleichzeitig einen sehr langen Bildungsweg hinter sich. Zudem stellte sich heraus, dass er seine Bewerbung für eine Position im englischsprachigen Ausland mit einem automatischen Übersetzungstool ausgeführt hatte, was nicht unbedingt für seine Sprachkenntnisse sprach.

Durch ihre Google-Recherche fand Knittel zudem heraus, dass die vom Doktor angegebenen “Bildungsinstitute entweder gar nicht oder nur als spanische Finka eines dubiosen selbsternannten Professors existieren. Zu allem Übel war auch problemlos herauszufinden, dass der Doktorvater (den der Bewerber ungewöhnlicherweise in seiner Bewerbung extra angegeben hatte) diverse Klagen wegen Titelhandel laufen hat.”

Aufgrund der Datenlage stufte sie Dr. Give als Hochstabler ein, der sich bei seiner Täuschung allerdings nicht viel Mühe gegeben habe. Bei Personensuchmaschinen ist Knittel eher kritisch, weil sie befürchtet, dass gewiefte Bewerber dort ihr Image selbst aufhübschen und gemäß ihrer Bewerbung anpassen könnten.

Das sehe ich etwas anders. Ich glaube nicht, dass es jemanden nachhaltig gelingt, ein digitales Makeup aufzusetzen und darunter die Wahrheit zu verbergen. Online-Täuschungen haben kurze Beine. Denn es wird immer jemanden geben, der eine Täuschung aufdeckt und darüber online berichtet. Dadurch sind derlei Täuschungsversuche sogar langfristig via Google auffindbar und schaden bei künftigen Bewerbungsprozessen. Insofern sollte es sich jeder sehr gut überlegen, ob er “falsche” Spuren hinterlässt. Ganz abgesehen davon, könnte das vielleicht sogar juristische Folgen für den Bewerber nach sich ziehen.

>> Bewerberblog: Dr. Give und seine Reputation im Internet

Klaus Eck, PR Blogger

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  • Karriere Online, Reputationsmanagement

Financial Times: “Heiraten Sie und wechseln Sie den Namen!”

14. November 2007 um 8:00 von Mario Grobholz

Dienstag, 12. November 2007

FTD

So lautet ironischerweise das Schlusswort im einem aktuellen Artikel “Pimp Your E-mage” der Financial Times Deutschland vom Dienstag. Die FTD greift hiermit ebenfalls das Thema Reputationsmanegement auf und hat hierzu auch mit myON-ID gesprochen.

Dieses Statement stammt von Klaus Eck, der damit auf seine Internet Historie anspielt. Diese ist heiratsbedingt lediglich acht Jahre alt und weist dementsprechend keine Jugendsünden auf (wenn es die bei Dir überhaupt gab Klaus;-).

Anders sieht das natürlich bei vielen von uns auf die Ihren “Zähler” nicht auf “Null” zurücksetzen können. Von uns finden sich durch unsere tägliche Nutzung des Internets zahlreiche Informationen im Internet, die über Jahre hinweg von den diversen Diensten, Suchmaschinen, Blogs und Webseiten gesammelt wurden und zukünftiger noch intensiver gesammelt werden.

Deswegen ist das Statement von Klaus Eck sicherlich nicht als Aufruf zum heiraten zu verstehen. Vielmehr gibt dieser Artikel Anlass dazu sich Gedanken über seinen Ruf im Internet zumachen. Und hierfür eignet sich natürlich ideal der kostenlose Service von myOn-ID, so schreibt es zumnidest die Financial Times – und die muss es ja wissen.

Lesen Sie hier den ganzen Artikel

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  • Presse, Reputationsmanagement, Unternehmen

Studie: Karrierechancen selbstbestimmen

3. November 2007 um 8:00 von Mario Grobholz

Wer nicht an seiner Web-Präsenz arbeitet und sich aktiv um sein digitales Erscheinungsbild kümmert, könnte schon bei seiner nächsten Bewerbungsrunde ein böses Erwachen erleben. Denn das Internet spielt eine immer größere Rolle beim beruflichen Erfolg.

Das zeigen die Ergebnisse zweier Befragungen, die der Bundesverband Deutscher Unternehmensberater (BDU) und die LAB Personalberatung in Düsseldorf exklusiv für die Wirtschaftswoche durchführten. Es handelt sich demnach bei der Online-Reputation längst nicht mehr um ein Berufseinsteigerthema.

64 Prozent der befragten Personalberater halten gerade für besser qualifizierten Bewerber Online-Informationen für sehr wichtig bis wichtig. Je höher die Managementposition desto wichtiger ist ein gutes digitales Profil. Deshalb ist es nicht weiter verwunderlich, dass die Headhunter den Führungskräften zu 81 Prozent dazu raten, sich selbst aktiv um die digitale Reputation zu kümmern und ihre Online-Präsenz aktiv zu gestalten. Sehr gut eignet dafür seien laut Umfrage Fachpublikationen im Internet (81 Prozent) oder das Social Networking (drei Viertel). Auf Ablehnung stoßen jedoch eigene Manager-Blogs: 90 Prozent halten das nicht für die beste Darstellungsform. Hierbei wäre es interessant herauszufinden, ob die Befragten überhaupt das Corporate Blogging kennen oder eher an Online-Tagebücher denken…

Immerhin 76 der befragten Manager der ersten bis dritten Führungsebene ist laut LAB die persönliche Reputation im Netz wichtig oder sogar sehr wichtig. Und 59,2 Prozent nehmen an, dass die Bedeutung der digitalen Reputation noch weiter zulegt.

„Wir beobachten einen klaren Trend, der sich weiter verstärkt: Top-Manager werden zunehmend zur Marke. Daher wäre es grob fahrlässig, die Markenführung in eigener Sache zu vernachlässigen. Zur erfolgreichen Markenbildung gehört zunehmend eine Pflege der Online-Reputation.“ (Kommentar von Klaus Aden, Geschäftsführer LAB)

>> Download der LAB-Ergebnispräsentation (PDF-Datei, ca. 130KB)
>> Wiwo: Wie das Internet Ihr Image ruiniert – oder poliert
>> MyOnID-Blog: Der digitale Schein im Arbeitsleben
>> Karrierebibel: Der Ruf im Netz – Was Manager und Personaler dazu sagen

Klaus Eck

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  • Karriere Online, Reputationsmanagement

Der digitale Schein im Arbeitsleben

1. November 2007 um 8:00 von Mario Grobholz

Schon bald werden wir beinahe alles voneinander wissen oder glauben dieses zumindest. Wer sich via Internet oder Telefon zu einem Geschäftsessen oder auf einer Konferenz verabredet, weiß erst einmal wenig von seinem Gegenüber, kann sich aber durchaus vor dem Termin via Social Networks wie Xing einen ersten Eindruck vom Anderen verschaffen. Bereits die Bilder in den Profilen geben dem Anrufer oder E-Mail-Schreiber eine Identität.

“In zehn Jahren wird es kaum noch einen Menschen geben, über den es nichts im Internet zu lesen gibt.”, sagt Lars Hinrichs, Gründer von Xing, einem der größten Business Netzwerke in der “Wirtschaftswoche” Nr. 44 vom 29.10.2007.

Falls sich der unbekannte Geschäftsfreund nicht mit einem persönlichen Profil online verewigt haben sollte, ist es immer noch möglich, sich über eine einfache Google-Recherche einen Eindruck von dessen digitalen Erscheinungsbild zu verschaffen. Der Schein bestimmt hierbei das Bewusstsein und die Wahrnehmung des Fremden. Mit der eigenen Wahrheit muss der erworbene digitale Ruf nicht unbedingt etwas zu tun haben.

“Unsere öffentliche Reputation ist längst ein entscheidender Teil unserer Persönlichkeit, kurz: Ich bin, wer ich in den Augen der anderen bin.” (Jochen Mail: “Wirtschaftswoche” Nr. 44 vom 29.10.2007)

Und das hat natürlich erhebliche Folgen auf unsere Außenwirkung. Laut Wirtschaftswoche kam bei einer Umfrage unter österreichischen und deutschen Managern heraus, dass der gute Ruf über Karrieren entscheidet. Er wirkt sich unmittelbar auf den Erfolg von Bewerbungen und Beförderungen aus, induziert mitunter Jobkrisen und den Verlust des Arbeitsplatzes.

Hierbei geht es immer weniger um objektive Entscheidungskriterieren. Wenn es im Arbeitsleben darum geht vertrauensvolle Beziehungen aufzubauen, bleibt immer weniger Zeit diese wirklich kennenzulernen, weil wir immer häufiger in schnell wechselnden Projektteams miteinander arbeiten. Was liegt also näher, auf Überraschungen zu verzichten und sich via Internet einen ersten Eindruck von dem unbekannten Kollegen zu verschaffen?

Haben Sie sich bereits einmal über neue Kollegen oder Geschäftspartner online informiert? Inwieweit stimmte hierbei der digitale Schein mit dem Sein überein?

>> Karrierebibel: Schein wird sein – Ruf-Politur am Fakeman

Klaus Eck, PR Blogger

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  • Karriere Online, Reputationsmanagement

Kein digitaler Tintenkiller in Sicht

30. Oktober 2007 um 8:00 von Mario Grobholz

Was einmal im Internet steht, das bleibt lange sichtbar, manchmal sogar auf den ersten Plätzen einer Suchmaschinen-Recherche. In den Vor-Netzzeiten war alles einfacher. Niemand zeichnete unser Fehlverhalten auf und machte es einer breiten Öffentlichkeit zugänglich. Wer erinnert sich noch an die ersten ungelenken Fahrversuche mit oder ohne Führerschein, den Abiball, auf dem wir nicht tanzen konnten und zu viel Alkohol tranken, oder an andere unvorteilhafte Dinge…

Vor 20 Jahren scherte das niemanden. Heute halten wir und andere unsere Privatsphäre in Text, Bild und Video fest und stellen alles online. StudiVZ, Blogs und Co. machen dies leichter denn je.

Vor einem Jahr äußerte sich Harald Schmidt in der Wochenzeitung “Die Zeit” zum Thema Tyrannei der Öffentlichkeit, die es (nicht nur ihm) unmöglich macht, die eigene Privatsphäre noch zu wahren:

“Wenn Sie so wie ich in der Öffentlichkeit stehen, rechnen Sie mit jeder Art von Vorwurf. Also spielen Sie das durch, was könnte kommen, wie reagiere ich darauf? Ich bin mir sicher: Heutzutage bleibt nichts geheim, allles kommt raus. Nur ein Beispiel: Irgendwann, als ich abends am Kölner Hauptbahnhof in ein Taxi stieg, fragte mich der Fahrer: Na, wie war die Scholle? Sein Schwager hatte in Husum gesehen, wie ich eine Scholle bestellt habe. Sie können also davon ausgehen, dass ich 24 Stunden am Tag von meinen Fans überwacht werde.” (Harald Schmidt in einem Zeit-Interview vom 23. November 2006)

In gewisser Weise steht uns etwas Derartiges online ebenfalls bevor. Wir stehen noch am Anfang der Digitalisierung unserer Lebenswelten, was für einzelne fatale Folgen haben könnte, wenn Ihnen nicht klar ist, dass Sie sich in der Öffentlichkeit bewegen. Kein Wunder also, dass es erste Anbieter wie ReputationDefender gibt, die dafür sorgen wollen, dass – zumindest einige – Reputationsschäden online beseitigt werden. Teuer sind diese Anbieter zwar nicht unbedingt, können allerdings in der Regel auch keine Erfolgsgarantie einräumen. Schließlich ist es oft nicht möglich, den Verfasser eines unangenehmen Inhalts dazu zu verpflichten, diese Information wieder zu löschen. Erst bei Beleidigungen, übler Nachrrede sowie Verleumdungen entsteht ein gewisser Handlungsspielraum für die Rufgeschädigten. Jochen Mai verweist in der Karrierebibel auf ein Urteil des Bundesgerichtshofs vom März 2007 (VI ZR 101/061). Demnach kann jemand nur dann eine Löschung juristisch durchsetzen, wenn die Ehre der Person verletzt worden ist. Hat der Website-Betreiber von der Forderung Kenntnis erhalten, muss er sofort dafür Sorge tragen, die entsprechenden Inhalte zu entfernen.

Allzu schnell geht das dennoch nicht, weil man dazu erst einmal den Nachweis erbringen muss und weil die Inhalte zumindest für einige Wochen noch in Googles Zwischenspeicher (Cache) verbleiben. Selbst wenn nichts gelöscht werden kann, genügt es manchmal, mit positiven Inhalten den negativen Eindruck zu verwischen. Der digitale Tintenkiller für die eigenen Jugendsünden ist noch nicht erfunden. Erfolgreich wehren kann sich ein Verleumdungsopfer eigentlich nur, indem es sich aktiv auf Social Media Formate wie Blogs, Xing oder Twitter einlässt und zahlreiche Inhalte strategisch im Web platziert. myON-ID Profile werden beispielsweise bei Google sehr gut und prominent gefunden.

Hingegen hilft reines PR-Material hierbei nicht weiter. Je positiver die inhaltlichen Online-Beiträge von anderen bewertet und verlinkt werden, desto erfolgreicher kann ein Reputationsschaden eingedämmt werden. Wer vor den damit verbundenen Kosten und dem zeitlichen Investement zurückscheut, der sollte tunlichst auf die eigene Reputation achten und sich dessen bewusst sein, dass er mittlerweile bei jedem gesellschaftlichen Anlass in der nicht- wie auch digitalen Öffentlichkeit steht.

>> Web-Kosmetik?
>> Den guten Ruf herausstreichen
>> Jobverlust durch Blogging
>> 10 Tipps für das digitale Reputationsmanagement
>> Jochen Mai: Karrierebibel: Raus damit! – Wie man Daten im Netz löscht

Klaus Eck, PR Blogger

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