« Letzte Einträge Nächste Einträge »

Jon Christoph Berndt®: Arthur Rimbaud – 140 Jahre Mysterium mit Pull-Effekt par excellence

22. April 2010 um 10:03 von Jon Christoph Berndt

Schön ist es immer, wenn es etwas geheimnisumrankt zugeht. Und wenn hinter dem Geheimnis und den Ranken Geschichten stecken, in die wir uns alle gern hinein träumen. Heute die von Arthur Rimbaud, französischer Schriftsteller von Weltgeltung – “Une Saison en Enfer” (“Eine Zeit  in der Hölle“), “Iluminations” – mit 21 Jahren fertig mit der Karriere, keine rechte Lust mehr. Einem Ondit zufolge handelte er dann lieber mit Kaffee, Gewürzen, Gold, Elfenbein, vor allem in Afrika. Über die letzten 16 Lebensjahre des größten Genies der Literatur im 19. Jahrhundert wissen wir so gut wie nichts. Nur zum Beispiel so etwas, dass er wohl homophile Neigungen hatte, die er zu Zeiten des Aufstands in der Pariser Kommune 1871 mit dem Dichter Paul Verlaine auch auslebte. Die beiden experimentierten häufig mit Absinth, und im Rausch schoss Verlaine ihm in die Hand und ging für zwei Jahre ins Gefängnis. Quelles Histoires!

Nun erfahren wir, dass ein bisher unbekanntes Foto von Arthur Rimbaud aufgetaucht ist. Wow! Ein bisher unbekanntes Foto von Arthur Rimbaud! Bob Dylan, Patti Smith, Jim Morrison, Klaus Mann, all die Surrealisten und die ganzen Beat-Poeten werden wieder ganz schön aus dem Häuschen sein (so sie es noch können). Die hat er nämlich alle ungemein beeinflusst. Das Foto zeigt sieben Männer vor dem “Hôtel de l’Univers” in Aden, in dem Rimbaud bei seinen Aufenthalten im Jemen immer abstieg. Und, unstrittig, der Zweite von rechts, auf den Tisch gestützt und mit leicht geöffnetem Mund die Kamera fixierend, ist der, von dem der österreichische Superautor Thomas Bernhard sagt, seine Literatur sei „eine einzige, freilich weltweite, geschichtlich freie, ungebundene, unverfeinerte, im Schmutz und in den zerrissenen Schuhen triumphierende Religion“ gewesen. Dazu ist es noch das, weiß die Berliner Morgenpost, „einzige bekannte Erwachsenenbild, auf den sein Gesicht gut zu erkennen ist“. Welch ein schöner Fund vom Flohmarkt.

Was ist daran nun so sensationell? Also: Von Arthur Rimbaud sind nur eine Handvoll Aufnahmen bekannt, die meisten aus dem Jugendalter und die restlichen in mieser Qualität. Und dass die neu entdeckte wieder Unsummen gebracht haben wird, zeigt der Fall von einem ähnlichen Fund aus dem Jahr 2007, den sich das Musée Rimbaud in Charleville-Mézières für 75.000 Euro gesichert hatte. Nun ging das neue Stück auf dem Salon du Livre Ancien, de l’Estampe et du Dessin im Pariser Grand Palais nach wenigen Minuten an einen französischen Sammler weg. Preis: Psst!

Rimbaud kehrte nur nach Frankreich zurück, um zu sterben. Er wurde 37 Jahre alt und liegt auf dem Friedhof seiner Heimatstadt Charleville. (Schauen Sie mal ins Museum, falls Sie in die französischen Ardennen kommen.) In seiner kurzen Zeit macht er intuitiv alles richtig: Er schafft wahres, schönes, gutes; macht sich rar, wird vermisst. Das sorgt für einen starken Sog, für den so schwer so schaffenden Pull-Effekt: Bis heute wollen die Fans und die Medien immer mehr als sie von Rimbaud bekommen können. (Dagegen vielfach genau das Gegenteil: Die Stars und Sternchen geben den Fans und den Medien immer mehr als sie hören und drucken können.) Generationen von Literaturwissenschaftlern haben versucht, Licht in die letzten Lebensjahre zu bringen, und die Faszination für den Ausnahmeliteraten ist bis heute nicht abgerissen. Mit seinen wenigen Werken hat Rimbaud es geschafft, ganze Generationen zu beeinflussen. Mit unbedingter Hingabe zum Werk hat sein Leben turbulent begonnen, mit konsequent-radikaler Abkehr von der Lyrik ging es weiter, und so endete es schließlich in den Armen seiner Schwester, „um einen schönen Tod zu sterben“.

Arthur Rimbaud zeichnet sich nicht nur durch seine Genialität, sondern eben auch durch sein Menschsein aus. Höhen und Tiefen, Krieg und Frieden und eine große Liebe profilieren ihn. Dass das aufgetauchte Foto als Sensation gehandelt wird, zeugt von der Sehnsucht der Moderne nach außergewöhnlichen Persönlichkeiten. Rimbaud schürt diese Sehnsucht mit seinem ungewöhnlichen Talent, seiner Schaffenskraft und nicht zuletzt einer rätselhaften Vita. Eine Human Brand, wie man sie besser nicht erschaffen kann; weder am Flipchart noch mit Online Reputation. (Nur: Die dafür nötigen intuitiven Qualitäten muss eine wahre Persönlichkeit erst einmal ganz von sich allein mitbringen…)

Human Branding Lesson Learned #1: Mach’ Dich rar. Und wenn Du auftauchst, habe bitte etwas im Gepäck, das uns alle wirklich interessiert!

Stay tuned!

Mehr von Jon Christoph Berndt® und Human Branding gibt’s hier:

  • Stefan Raab – Wie einer 2 Mio. Euro verliert und der große Gewinner ist
  • Helmut, hör auf mit dem Scheiß!
  • Weißer Rabe Grigory Perelman
  • FDP-”Quartalsspinner” Wolfgang Kubicki
  • Prof. Claudia Kemfert und ihre wehrhafte Marke
  • Norbert Leitholt und sein “Pornolotl”
  • Das Marken-Armageddon
  • Jon Christoph Berndt, Partner von myON-ID Media
  • 3 Kommentare
  • Share
  • Human Branding

Jon Christoph Berndt®: Helmut, hör auf mit dem Scheiß!

8. April 2010 um 9:08 von Jon Christoph Berndt

Irgendwie, ich weiß ja auch nicht, hat Helmut Kohl doch den großen Pull-Faktor. Der ist wichtig für eine starke Marke: Anziehungskraft! Irgendwie, ich weiß ja auch nicht II, ist er dann auch noch schwer erschütterlich. Das ist wichtig für eine starke Marke: Standhaftigkeit!

Zum 80. Geburtstag meines Jugend- und Studentenkanzlers lese ich die Essays in der Qualitäts-Tagespresse und sehe die Helmut-Kohl-Nacht im öffentlich-rechtlichen Nischenfernsehen. Ich kann nicht anders und denke an andere daueranziehende und dauerschwererschütterliche Marken aus jener Zeit:

Pitralon, Samantha Fox, Brauner Bär, Remington (Sie alle haben diese gewisse Aura in meinen b.a.W. demenzbewahrten inneren Augen.)

Finde ich die Marke HK gut? Im Prinzip durchaus: Nicht nur durch seine politischen Erfolge, sondern auch durch seine markant-mächtige Erscheinung hat er den großen Wiedererkennungswert (die bei uns im Konfi gern angeführte „Recognition“). Besonders die Knallpresse macht den Helden Deutschlands heldiger und deutscher denn je. Allen voran die Bild Zeitung, da gibt es auch die wahrlich erlebenswerte Sonder-Website.

Bei Chefredakteur und Trauzeuge Kai Diekmann hat HK Narrenfreiheit. Sicher auch, weil der Alte genauso polarisiert wie das Blatt; nur ganz anders. Und das ist Grundvoraussetzung für eine starke Marke – Sie darf nicht nur Fans, sie muss auch Feinde haben. (Sonst ist sie weder stark noch schwach, sondern nur „ganz nett“, und das ist der kleine Bruder von Markenkiller „egal“.) In diesem Sinne eine schöne Line von HK auf die Frage der Bild Zeitung, wessen Glückwünsche er nicht vermissen und über welche er sich freuen würde: “Ohne Namen nennen zu wollen: Mit beidem könnte man ein ganzes Telefonbuch der Millionenstadt Berlin füllen.” (Quelle: Süddeutsche Zeitung online)

So ist’s markenrecht und – nun ja, mit dem Namen nennen hat er’s ja auch nicht so, der HK. Siehe hierzu die Qualitäts-Zitierquelle Nr. 1 Wikipedia und den saftigen Dauerbrenner „CDU-Spendenaffäre“.

Was können die markenbildnerisch tätigen Profis an den Fronten von Strategie und Online Reputation bei HK noch ausrichten? Ehrlich gesagt, nichts. HK genießt Bestands- und Kümmerschutz qua Markenalter. Da geht es ihm wie Pitralon, Samantha Fox, Brauner Bär und Remington.

Viel spannender für uns Markenbauarbeiter ist der kleine profilierte Parteibruder des Jubilars, inzwischen so groß, so groß kann der Schatten von HK nicht sein: Wolfgang Schäuble, ein schönes Beispiel dafür, dass konstruktives Abwarten und klar zielgerichtetes Wirken im Stillen dahin führen kann, wo genau er heute ist. Ganz vergessen die Begebenheit, als HK 1997 auf dem Leipziger CDU-Bundesparteitag Schäubles fulminante Rede in die Reportermikros rein krönt: „Ich wünsche mir, dass Wolfgang Schäuble einmal Kanzler wird.“ Darauf WS zu HK, klar profilierend und ganz privat am Telefon: „Helmut, hör auf mit dem Scheiß!“ All das weiß der Stern .

Der Bundesfinanzminister WS hat’s raus. Etabliert sich, ohne es recht zu merken, als profilierte Politikermarke, die durchweg großen Einfluss auf das politische Geschehen hat. Wenn er dann noch zur rechten Zeit – ganz anders und viel schlauer als HK – bemerkt, dass es Zeit ist zu gehen und auf dem WS-Olymp Hut und Sessel nimmt… Dann meinen großen Respekt vor einem, der seinem Dauerdrangsalierer ganz zum Schluss (erst hier wird bekanntlich richtig abgerechnet) gezeigt hat, was eine Markenharke ist.

Stay tuned!

Mehr von Jon Christoph Berndt® und Human Branding gibt’s hier:

  • Weißer Rabe Grigory Perelman
  • FDP-”Quartalsspinner” Wolfgang Kubicki
  • Prof. Claudia Kemfert und ihre wehrhafte Marke
  • Norbert Leitholt und sein “Pornolotl”
  • Das Marken-Armageddon
  • Jon Christoph Berndt®: im Interview
  • 2 Kommentare
  • Share
  • Human Branding

Jon Christoph Berndt®: Weißer Rabe Grigory Perelman

1. April 2010 um 9:40 von Jon Christoph Berndt

Beim Blättern im Blätterwald fand ich dieser Tage eine ganz besonders schöne Geschichte: Da knackt ein russischer Mathematiker eine harte Nuss, an der sich seine Mathematikerkollegen auf der ganzen Welt hundert Jahre lang die Zähne ausgebissen haben. Und dann – verzichtet er auf Ruhm, Ehre, Preise und eine Million Dollar.

Besser noch: Lieber lebt Grigori Jakowlewitsch Perelman zurückgezogen bei seiner Mutter in einer kleinen Datscha am Rande von Sankt Petersburg und spielt den ganzen Tag Tischtennis gegen sich selbst. Das Schönste: Die Geschichte ist wahr. „Ziemlich verrückt, aber auch ziemlich sympathisch“, sagt die Knallpresse.

Da wird jemand berühmt, weil er nicht berühmt werden will. Und das will er nicht aus Kalkül nicht, sondern weil er halt so ist; in der Wolle gefärbt echt, ohne Lust darauf sich zu verbiegen oder gar verbiegen zu lassen: Ihr könnt mich mal kreuzweise! Behaltet Eure Preise, Euer Geld, Euren Rummel, und lasst mich in Ruhe Tischtennis spielen gegen mich selbst!

2006, vier Jahre nach Perelmans Lösung des Problems um die so genannte Poincaré-Vermutung (ich hatte Mathe Leistung und verstehe nur Bahnhof; mehr dazu jedoch gern hier), sollte ihm auf dem Internationalen Mathematiker-Kongress in Madrid die Fields-Medaille, sie gilt als Nobel-Preis der Mathematik, verliehen werden. Perelman tauchte aber erst gar nicht auf. Damit stieß er nicht nur die gesamte mathematische Elite, sondern auch den Medaillenverleiher König Juan Carlos, vor den Kopf. Auch wurscht, sagte er sich. Auf die mehrfach ausgesprochene Einladung hatte er nicht mal geantwortet. Dem „New Yorker“ sagte Perelman dazu: „Wenn sich zeigt, dass die Beweisführung stimmt, brauche ich keine weitere Anerkennung. Ich habe von Anfang an gesagt, dass ich die Auszeichnung ablehnen werde. Die Medaille ist für mich völlig unbedeutend.“ (Quelle und mehr dazu: Spiegel)

Nun steckt hinter dieser starken konsequenten Haltung vermutlich nicht nur himmelhoch Jauchzendes, sondern auch ordentlich Betrübtes. Wo Markenlicht ist, ist auch Markenschatten. So liest man davon, dass Poincaré-Löser Perelman schon in grauer Vorzeit an der University of California in Berkeley sowohl durch seine Schlauheit als auch durch seine Ablehnung von Materiellem als „Weißer Rabe“ auffiel. Das ist Russisch und bedeutet so etwas wie „Schwarzes Schaf“ wobei diese Bezeichnung genauso gut wertschätzend positiv wie abschätzig negativ gemeint sein kann.

Was meinen Sie: Ist Perelmans Erscheinung und Wahrnehmung als Weißer Rabe im Sinne der profilierten Human Brand positiv oder negativ? Etwas pointierter als Radio Eriwan’s Standardantwort „Kommt darauf an“ ist zu sagen:

- zur Erscheinung: Nun ja, der Mann sieht aus, als möchte man ihm mal fünf Mark schenken. Doch, wird er sagen, wen schert’s? Ich mach’ mich für mein Tischtennisspiel gegen mich selbst so zurecht, wie es mir beliebt! Recht hat er, der Herr Perelman. Auf die roten Teppiche und die Bühnen des Lebens will er ja nicht drauf. Und seine Mama wird ihn lieb haben wie er ist und aussieht.

- zur Wahrnehmung: irgendwie cool und begehrlich, finde ich. Und nicht so nahbar und damit belanglos wie die Boris Beckers dieser Welt. Da schreibt denn auch Blogger-Kollege Perez Hilton, weltweit ziemlich vernetzt und einflussreich, was A-, B- und C-Promis angeht: “This guy is so AWESOMELY insane!! We LOVE it!!”

Wie auch immer wir alle es sehen: Unstrittig ist, dass Grigory Perelman echt profiliert ist. Wichtiger noch: Er ruht in sich selbst und muss sich nichts beweisen. Das sind die besten Voraussetzungen für eine profilierte Wahrnehmung. Diese im gesellschaftlichen Leben, als Exot, als – wie ich finde, positiv so bezeichneter – Weißer Rabe, den man doch irgendwie ganz anziehend findet. Diese auch im Internet-Leben, wo selbst die Online-Reputation-Profis genau wie wir Leute von der Human-Branding-Front gar nicht mehr viel außer dem ausrichten können, was Herr Perelman schon ganz nebenbei und ungeplant für seine markenstarke Wahrnehmung getan hat.

Er wollte nie eine starke Marke sein. Nun ist er eine. Wahrlich genial.

Stay tuned!

  • 3 Kommentare
  • Share
  • Human Branding, Reputationsmanagement

Jon Christoph Berndt: Prof. Claudia Kemfert und ihre wehrhafte Marke

23. März 2010 um 10:37 von Jon Christoph Berndt

Hut ab! Da sieht man mal, wohin wahre Markenstärke führt: DIW-Klimaexpertin Prof. Claudia Kemfert zwingt die Süddeutsche Zeitung in die Knie.

Die Süddeutsche Zeitung hatte Prof. Kemfert, die ziemlich bekannte Expertin für Energie und Klimapolitik am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) vorvergangene Woche so richtig schön vorgeführt, mehrspaltig und mit Vierfarb-Porträtfoto im Wirtschaftsteil: Sie habe sich für einen Artikel ihres Instituts bei Wikipedia bedient und, nachdem alles raus gekommen war, sich dahin gerettet, dass „die wissenschaftliche Basis für meinen Bericht auf einer Recherche eines Mitarbeiters“ beruhe. Das ginge ja nun gar nicht, meinte die Süddeutsche, und wo kämen wir denn hin, wenn nun sogar die Wissenschaft bei Wikipedia klaue… (siehe meinen Blog-Beitrag vom 11. März )

Alles schien klar: Die besenreine Süddeutsche Zeitung hat eine prima investigative Geschichte und in ihrem Autor Felix Berth ein richtiges Enthüllungsjournalistchen, dessen Artikel unter der Überschrift „Axolotls Vorgänger“ für ordentlich Thermik im Blätterwald sorgt. Und Prof. Kemfert hat einfach nur geklaut; der mediale GAU für eine anerkannte, bis dato als überaus seriös geltende Wissenschaftlerin.

Nun aber hat die Süddeutsche Zeitung nach Auskunft von Prof. Kemfert eine Unterlassungserklärung unterzeichnet. Zeichen dafür ist, dass der fragliche Online-Artikel mittlerweile aus dem Netz verschwunden ist. Was ist geschehen? So simpel wie ertstaunlich: Der fragliche Artikel war vom DIW niemals veröffentlich worden. Eine echte Null-News also, die ich mir von meiner Immer-noch-Lieblings-Tageszeitung nicht erwarten würde. Passiert es einmal doch, würde ich mir erwarten:

  1. Proaktive Richtigstellung bzw. Korrektur
  2. Entschuldigung bei der Geschmähten
  3. Verbesserung der Schutzmechanismen auch in schwierigen Zeiten mit dünner Personaldecke, damit die Pressefreiheit wieder als dienende Freiheit gebraucht und so schnell nicht wieder als In-die-Pfanne-hau-Freiheit missbraucht wird.

Prof. Kemfert ist aus Markenperspektive idealtypisch vorgegangen: sachlich, kalkuliert, stringent, offensiv; als Beispiel schlechthin für den professionellen und gleichzeitig effektiven Umgang mit Gegenwind, dem sich prominente Persönlichkeiten nun einmal immer wieder ausgesetzt sehen. Das wissen sie auch, es ist der Preis der Prominenz. Entscheidend ist nicht dieser Gegenwind, sondern Reaktion und Aktion daraufhin. Und den Kemfertschen Umgang damit beschreibt die FAZ sehr schön in ihrem Beitrag „Die Frau fürs richtige Klima“.

Von der Süddeutschen liest man bisher nicht mehr als „Error 404“ wenn man den Link zum fraglichen Online-Artikel anklickt. Und von Prof. Kemfert liest man wieder Inhaltlich-Sachliches und Markenadäquates, auch im Interview im neuen M-Direkt, dem Magazin der Stadtwerke München, unter der Überschrift „Klimaschutz ist der Weg aus der Krise”.

Also: Die Siegerin steht fest. Back to Tagesordnung.

  • 4 Kommentare
  • Share
  • Human Branding

Die Illusion der absoluten Markenkontrolle

10. März 2010 um 9:15 von Mario Grobholz

Vielleicht haben Sie schon davon gehört, dass die Marke Ihres Unternehmens nicht mehr Ihnen gehört? Die Behauptung basiert dabei auf einfacher Mathematik. Im Zeitalter von Blogs, Diskussionsforen, Facebook, Twitter und anderen Web 2.0 Tools kann fast jeder online gehen und über Ihr Unternehmen und seine Angebote reden. Als Ergebnis kommt heraus, dass die Menge an Informationen, die Ihre Marketing-und PR-Abteilung erzeugen kann, nur einen kleinen Prozentsatz des Gesamtvolumens von Inhalten über Ihre Firma im Internet ist.

Bedeutender werden diese Stimmen zudem, wenn einige dieser Stimmen genauso beliebt oder gar beliebter als Ihre offizielle Stimme werden. Diese werden Sie dann sehr weit oben bei Google und Co. finden. Nehmen wir Jako als Beispiel. Eigentlich ein Sportbekleidungshersteller, ist Jako im Herbst 2009 stark in die Kritik geraten, da sie einen Blogger abmahnten, der sich abfällig über ein neues Logo äußerte. Immer noch findet man jetzt unter den ersten Suchergebnissen Einträge zu diesem Vorfall. Das Image und die Reputation von Jako ist daher nicht nur verändert, sondern in diesem speziellen Fall nachhaltig beschädigt worden.

Die Fehler der “Großen”

Große Organisation reagieren sehr empfindlich wenn es um ihre Marke geht. Die Wenigsten sind glücklich über den Kontrollverlust und haben Wege gefunden damit umzugehen. Sie reagieren auf die Web 2.0-Ära in unterschiedlicher Weise aber die meisten von ihnen starten vergeblich den Versuch, Kontrolle auszuüben oder wiederherzustellen.

Einige verschieben ihre großen Marketing-Kampagnen in die Onlinewelt, um den Gesprächen “von Draußen” entgegen zu wirken. Andere versuchen, Einfluss auf bedeutende Stimmen “von Außen” zu nehmen. Viele monitoren (verfolgen) auch Gespräche die online stattfinden und beteiligen sich an diesen, indem sie u. a. offizielle Facebook-Fan-Seiten oder Twitter-Accounts ins Leben rufen. Andere stellen auch Mitarbeiter, die mit nichts anderem beschäftigt sind, als das Unternehmen nach außen hin gut dastehen zu lassen. Das funktioniert allerdings nur selten, denn Web-User sind sehr gut im Erschnüffeln unechter Stimmen und ignorieren diese bzw. greifen diese sogar an.

Einige große Unternehmen haben einen anderen Ansatz gewählt: Sie haben ihre mangelnde Kontrolle über die eigene Marke angenommen und ermutigen nun intensiv Mitarbeiter an Online-Unterhaltungen teilzunehmen ohne sie darauf zu schulen oder einen Leitfaden zu entwickeln. Ihre Argumente an die Mitarbeiter heißen meist wie folgt: “Sie kennen ja unser Unternehmen sehr gut, erzählen Sie über uns im Web. Wir wollen, dass die Welt erfährt, was Sie zu sagen haben.”

Erst denken, dann reden

Klingt das alles sehr riskant für Sie? Halten Sie sich nun vor Augen, welche gravierende Ausmaße ein falscher Ansatz haben kann? Es ist einfacher als es aussieht und mit ein paar logischen Maßnahmen schaffen auch Sie den Sprung in die vielseitige Onlinewelt.

Als erster Tipp sei gesagt, dass ad hoc aufgesetzte Online-Kommunikationstools zu vermeiden sind, um es nicht dem Zufall zu überlassen, ob ein Dialog mit den Kunden entsteht oder er gänzlich abgelehnt wird. Um effektiv mit Social Media arbeiten zu können sind einige Schritte notwendig, um zu vermeiden, dass ohne Ziel in den Web-Wald hinein geschriehen wird, ohne Antwort zu erhalten.

Zielgruppen müssen definiert werden, Kommunikationsziele festgelegt, Strategien entwickelt und die richtigen Technologien eingesetzt werden. Des Weiteren sollte man sich vorher ein Bild machen, wo und wie die Kommunikation im WWW stattfindet. Twitter zum Beispiel wird derzeit als wichtigstes Marketingtool im Onlinebereich gehandelt. Was aber, wenn Ihr Klientel sich auf dieser Plattform gar nicht bewegt? Sie wären sicherlich schnell vom ausbleibenden Dialogeffekt enttäuscht und entscheiden, dass Social Media nicht in Ihr Portfolio passt. Doch vielleicht gibt es themenrelevante Foren, die Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung schon längst diskutieren. Genau das gilt herausgefunden zu werden, bevor auch nur ein Schritt in die Webwelt gesetzt wird.

Die ersten Schritte für einen erfolgreichen Social Media Start

  1. Crawling – Identifikation der Zielgruppen-Communities (Wo wird gesprochen?)
  2. Monitoring – Was wird geredet?
  3. Mood-Controlling – Wie wird über die Marke und die Firma gesprochen (Tendenz positiv oder negativ)?
  4. Prioritätsanalyse – Welche Social Media Kanäle müssen am intensivsten angegangen werden?

Kommunikation im Internet kann nun gezielt angegangen werden. Es wird zugehört und Ihr Unternehmen kann von Feedback, Kritik und Lob auf Echtzeitbasis profitieren. Social Media Kanäle richtig eingesetzt können somit schon bald einen entscheidenden Vorteil gegenüber Ihren Wettbewerbern bringen.

Bildquelle: Flickr @arisey

  • 1 Kommentar
  • Share
  • Reputationsmanagement, Social Media

Deine Marke ist dein Kapital

2. September 2009 um 9:00 von Anya Rutsche

Schon einmal haben wir über die wachsende Bedeutung von “Social Capital” gesprochen. Das Web wird zur “Social Economy” und der Gewinn hierbei ist Anerkennung, Reputation und Branding.

Die Personal Branding Expertin Tara Hunt misst Reputation mit einem sogennanten Whuffie-Faktor. Wer negative Schlagzeilen macht, verliert demnach Whuffie-Punkte. Er verliert also Vertrauen und Respekt dem Kunden gegenüber. Wer sich jedoch mit seinen Kunden befasst und auch mit negativer Kritik geschickt umgeht, kann seine Whuffie-Kraft verstärken. Es entsteht ein ständiger Kreislauf aus Geben und Nehmen, wobei das Geben immer an erster Stelle stehen sollte und Nehmen nicht zwangsläufig genau danach kommt.

Kunden einbeziehen ist das A und O des Erfolgs
Wie das geht, zeigte der Computerriese Dell bereits. Nachdem Dell mit einem schlechten Ruf wegen unbefriedigendem Kundenservice zu kämpfen hatte, beschloss Michael Dell einen neuen Kundendialog zu starten und rief das Projekt Ideastorm ins Leben. Hier können User ihre Verbesserungsvorschläge öffentlich und für alle sichtbar einreichen, welche dann durch ein Rankingsystem bewertet werden dürfen. Die User fanden diese Idee gut und Dell gewann wieder wertvolle “Whuffie-Punkte”.

Auch Starbucks gelang ein ähnlicher Erfolg mit der im letzten Jahr gegründeten Plattform “MyStarbucksIdea.com“. Auch dort darf jeder Besucher seine Wünsche und Ideen an die “Coffee Company” äußern, welche dann wieder kommentiert werden können. Mitarbeiter nehmen zu diesen Wünschen Stellung und verweisen auf bereits gefundene Lösungen. Dadurch bekommt der Kunde das Gefühl, Einfluss im Prozessablauf zu haben, was sich positiv auf den Ruf des Kaffeeherstellers niederschlägt. Außerdem erhalten Starbucks-Entscheidungsträger einen tollen Einblick in die Vorstellungen der Kunden, was zur Produktverbesserung genutzt werden kann.

Auch hier passiert etwas
Der Social Media Experte Karsten Füllhaas hat kürzlich einen Blogbeitrag veröffentlicht, in dem er den Mobilfunkanbieter simyo lobt, die jetzt durch eine Bewertungsmöglichkeit auf der Facebook-Fanseite ihre Online-Reputation steigern möchten. Viele Firmen vermeiden allerdings solche Bewertungsmöglichkeiten aus Angst vor negativen Stimmen. Doch wer die Fähigkeit besitzt, mit Kritik umgehen zu können und auf diese angemessen reagiert, kann nur gewinnen.

Ebenso beginnen die Verleger der Zeitschrift “The Economist” mit Kundeneinbindung ihren Ruf und somit Leserschaft zu steigern. Sie lassen Facebook-Freunde in einer Cover-Preview entscheiden, ob das neue Titelblatt anspricht. Sehr effizient, denn jeder Abstimmer wird darauf gespannt sein, wie das Heft nächsten Monat tatsächlich aussehen wird.

economist

Keine Angst vor Nachahmern
Der Grund, warum immer noch relativ wenig Firmen diesen Schritt der Offenbarung gehen, ist die Angst vor Konkurrenten, die eine Idee wegschnappen könnten oder mit der selben Idee zur gleichen Zeit auftrumpfen und dadurch Ruhm stehlen. Man sollte aber bedenken, dass diese “Nachmacher” dann nicht die Anerkennung, Reputation oder Whuffie von potenziellen Nutzern genießen und somit weniger Erfolg erleben, als diejenigen, die um Feedback und Mithilfe gebeten haben.

  • Kommentare deaktiviert
  • Share
  • Allgemein, Reputationsmanagement

Online-Trickkiste zum richtigen bewerben

27. August 2009 um 8:51 von Anya Rutsche

„Wer unbedacht oder gar nicht im Web auftritt, kann seiner beruflichen Laufbahn schaden“, sagt Kommunikationsberater Klaus Eck, der das Buch „Karrierefalle Internet“ geschrieben hat. Anders herum kann ein geschickter Internetauftritt aber auch einige Vorteile bei der Suche nach dem richtigen Arbeitsplatz mit sich bringen.

Immer mehr Arbeitgeber setzen bei der Stellenbesetzung ein gewisses Web 2.0 Wissen voraus. Wenn ein Bewerber also schon in mehreren Netzwerken selbst aktiv ist, kann dies ein gutes Licht auf die Person werfen. Es sei denn, das diese sozialen Netzwerke eher Spaß- als Businessportale sind. Es ist also davon abzuraten, das studiVZ-, Lokalisten- oder wkw-Profil beim Bewerbungsschreiben anzugeben. Es gibt allerdings einige Vorzeigeseiten (wie bspw. myON-ID, Xing oder LinkedIN) im Internet, die bei gepflegtem Anlegen sehr wohl positive Resonanz erzielen lassen.

Um bei einer Bewerbung von vornherein zu glänzen, müssen ein paar Spielregeln beachtet werden. Längst reicht es nicht mehr aus, einen Bachelorabschluß vorweisen zu können. Aktivität wird gefordert. Wer sich in der Onlinewelt bewegt, muss besonders darauf achten, dass dieser Auftritt nicht zur Bewerbungsfalle wird.

Tipps, wie man auch digital glänzen kann:

  1. Egogooglen: Ganz wichtig vor einer Bewerbung. Egal für welche Jobposition du dich bewirbst, du kannst davon ausgehen, dass dein potenzieller Chef deinen Namen bei Google eingeben wird. Deshalb ist es sehr ratsam, dies selbst zu tun, um zu kontrollieren, ob unerwünschte Beiträge über die eigene Person im Internet zu finden sind.

  2. Um Google-Einträge wieder entfernen zu können, braucht es Zeit. Deshalb rechtzeitig mit dem „Überwachen“ beginnen (mind. 4 Wochen vor der Bewerbung), um unerwünschte Suchergebnisse verschwinden zu lassen.

  3. StudiVZ, meinVZ, schülerVZ, Facebook, wer-kennt-wen oder Lokalisten sind meist Netzwerke, die man privat nutzt. Deshalb gilt, diese nicht öffentlich zu präsentieren, sondern nur für Freunde. Diese Option steht dir bei allen Netzwerken zur Verfügung. Außerdem ist es angebracht, bei Profilen, die sehr viel privates von dir preisgeben, einen falschen oder nicht vollständigen Nutzernamen zu wählen, damit die Auffindbarkeit für Arbeitgeber noch schwieriger ist.

  4. Für Twitternutzer in einer Bewerbungszeit gilt: Private Tweets haben nichts bei Twitter verloren. Es sei denn, du hast ein nicht öffentliches Profil und achtest darauf, wem du Einblick in deine Twittergeschichten gibst.

  5. Lege dir professionelle Profile an, die deine Google-Auffindbarkeit positiv beeinflussen. Mit einem myON-ID Profil kannst du dich bestens deinem Arbeitgeber präsentieren, denn dort bestimmst du wer was über dich sehen kann. Somit kannst du in deinem öffentlichen Profil einen Lebenslauf und die Webtreffer, die dich in ein gutes Licht rücken, einstellen. Für deine privaten Kontakte kannst du dann aber auch eine Seite erstellen, wo du die Fotos der letzten Party reinlädst, ohne dass es fremde Personen sehen können.

    myON-ID Profil: Deine Visitenkarte im Web

    myON-ID Profil: Deine Visitenkarte im Web

  6. Wenn du richtig auftrumpfen möchtest, überlege dir, wo dein Expertise liegt und vermittle dieses an die Welt weiter, in dem du einen eigenen Blog anlegst. Der neue Chef wird begeistert sein, da er so auf Anhieb sieht, was für Erfahrungen du mitbringst.

  7. Gebe in deinem Bewerbungsschreiben die Links deiner besten Profile an. Somit bietest du dem Leser bereits Futter und er muss sich nicht selbst auf die Suche nach „Leckereien“ machen. Damit zeigst du dich von vorn herein von deiner besten Seite.

  • Kommentare deaktiviert
  • Share
  • Allgemein, Karriere Online, Reputationsmanagement

Bewerben aber richtig: Selbstmarketing will gelernt sein!

19. August 2009 um 9:05 von Anya Rutsche

Ein Hochschulabschluss garantiert heutzutage keinen Arbeitsplatz mehr. Jeder muss daher lernen, sich bei Bewerbungen richtig zu verkaufen. Fachwissen allein reicht oft nicht aus. Kreativität, Stressresistenz und andere Soft Skills wie z. B. Teamfähigkeit sind überall gefragt.

Theorie ist dabei nicht alles, Aktion ist gefragt. Deshalb hier ein paar Tipps, wie man lernt sich selbstbewusst und zielgenau zu „verkaufen”, ohne dabei zu übertreiben.

Lerne dich selbst kennen
Stell dir selbst die Frage nach deinem Potenzial. Du musst dir bewusst werden, wo deine Stärken liegen und was du einem Arbeitgeber bieten kannst. Frag dich: „Was kann ich und wie kann ich dies belegen?” Das muss übrigens nicht unbedingt auf den neuen Job abgestimmt sein. Auch ein Ehrenamt oder andere „Freizeit”- Aktivitäten können sehr interessant sein und einiges über die eigenen Stärken aussagen.

Ein Beispiel wäre das trainieren einer Fußball-Jugendmannschaft. Auch wenn es eventuell wenig mit der künftigen Arbeit zu tun hat, weist es auf Teamfähigkeit, Organisationstalent und Führungsqualitäten hin.

Lerne dich zu präsentieren
Nimm an verschiedenen Workshops und Seminaren teil. Gut geeignet sind bspw. Präsentations- und Moderationstechniken. Dabei kannst du lernen, dich selbst zu präsentieren und dich dabei von deiner besten Seite zu zeigen.

Sei kreativ
Massenbewerbungen raus schicken hat in den wenigsten Fällen Erfolg. Stelle in deinen Bewerbungsunterlagen heraus, was du kannst und wie du die Firma bereichern kannst. Vor allem Eigeninitiative kommt bei Arbeitgebern gut an.

Wenn du bspw. im Bereich der Neuen Medien einen Job fokussierst, schau dich im Internet um, in welchen sozialen Netzwerken (z. B. Twitter, Facebook, …) die Firma bereits vertreten ist. Siehst du dort Lücken, dann kreiere doch selbst einen Account für die Firma, den du dann bei der Bewerbung präsentieren kannst.

Soll es eine Stelle als Koch bzw. Köchin sein, versende doch mit der nächsten Bewerbung ein paar Rezeptideen oder mach Fotos von besonders gut gelungenen Gerichten. Der neue Arbeitgeber bekommt so einen viel schnelleren und besseren Eindruck von deinem Können und kann feststellen, ob du in das Team passen würdest.

Um an einen neuen Job zu kommen, kann dir, bei richtigem Einsetzen, auch das Internet sehr behilflich sein. Hier kannst du auf verschiedenste Wege Präsenz zeigen. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Online-Lebenslauf oder einem Blog, in dem du dein Talent niederschreibst oder mit Fotos, Videos, etc. festhältst? Dienste wie myON-ID können dir dabei sehr behilflich sein, dein digitales Eigenmarketing zu betreiben.

Weitere Tipps zum richtigen bewerben findest du hier.

Nächste Woche: Einblicke in die Online-Trickkiste zum richtigen bewerben

  • 2 Kommentare
  • Share
  • Karriere Online, Tipps und Tricks

Massenmedien als Fundus der Selbstdarstellung – Falle oder Vorteil?

30. Juli 2009 um 9:00 von Anya Rutsche

In ihren Selbstdarstellungen drücken sich Menschen zu vielfältigen Themen und Interessen aus und wenden sich dabei an ein breit gefächertes Publikum.

Man stellt sich im Kreise der Freunde auf unterschiedlichen Profilen dar, wendet sich mit seinen Interessen an bestimmte Gruppen und ist jederzeit auf der Suche nach neuen Kontakten. Mit Fotos und Videos auf Flickr zeigt man, was einem wichtig ist. Facebook wird benutzt um Kontakte zu knüpfen, Slideshare um eine gute bewertete Studienarbeit zu präsentieren und Xing um sich ein Business-Netzwerk aufzubauen.

Bei Personen-Suchmaschinen werden all diese Daten auf einmal angezeigt, obwohl man bei Fremden, wenn überhaupt, nur mit der Präsentation auf Slideshare in Verbindung gebracht werden möchte, bei der Bewerbung vielleicht noch mit dem Xing-Profil, doch die Partybilder sollten ausschließlich den besten Freunden zur Einsicht vorbehalten bleiben.

MyON-ID kann dir hierbei helfen, dich mit einem individuell gestaltetem Profil bei den verschiedensten Zielgruppen stets von deiner besten Seite zu zeigen.

Du selbst bestimmst bei myON-ID welche Suchtreffer aus dem Web zu deiner Person auf deinem Profil angezeigt werden sollen. Außerdem kannst du danach festlegen, wer die Fotos und wer bspw. nur deinen Lebenslauf einsehen darf. Freunde, Kontakte, Geschäftspartner und potentielle Arbeitgeber erhalten so direkt einen guten Eindruck von dir. Mit myON-ID wird Selbstdarstellung also nicht zur Falle und kann sich beim Rufaufbau durchaus positiv auf die eigene Person auswirken. So geht´s.

Worauf wartest du noch?

Noch nicht bei myON-ID registriert? Dann wird es höchste Zeit. Hier gelangst du mit nur wenigen einfachen Schritten zu deinem professionellen Profil.

Mehr zum Thema Reputationsmanagement findest du hier!

  • 2 Kommentare
  • Share
  • Allgemein

Der Erste Google-Eindruck Zählt

14. Juli 2009 um 10:25 von Anya Rutsche

Für Erwachsene jenseits des Teenager-Alters sind Netzwerke längst zu Orten der digitalen Selbstvermarktung geworden. Digitale Selbstdarstellung, die Kontrolle über den ersten Google-Eindruck wird täglich wichtiger, gerade für Freiberufler oder Menschen auf der Suche nach einem neuen Job.

In dem gestern erschienenen Spiegel Online Artikel über die Klassifizierung sozialer Netzwerke wurde behauptet, dass mySpace für “Doofe” wäre, Facebook für “Akademiker” und Xing fürs “Geschäft”. Facebook wird sich über dieses Ergebnis sicher freuen, ansonsten sind die Differenzierungen aber etwas vage. Ist es nicht eher so, dass die verschiedensten Plattformen auch verschiedene Zielgruppen ansprechen? MySpace war und ist das Netzwerk für Künstler aller Art (wenn vielleicht auch nicht das allerschönste), Facebook für international ausgerichtete Personen und Firmen, Xing um sich allgemein auf beruflicher Ebene gut darzustellen.

Sozialkapital ist DIE Währung in der digitalen Welt. Um Sozialkapital zu verdienen muss man glaubwürdig rüber kommen, zuhören können, Wissen teilen und vor allem kreativ sein. Als Musiker habe ich keine Chance mich auf Xing richtig präsentieren zu können, da es keine Podcast oder Video-Funktionen auf dieser Plattform gibt. Aber sind diese Menschen denn jetzt automatisch doof, nur weil sie lieber auf mySpace zurück greifen? Nein, denn es kommt einzig und allein auf die optimale Positionierung der eigenen Person an.

Am Ende werden diejenigen erfolgreich sein, die es verstehen sich selbst zu inszenieren und damit andere als „Follower” o. ä. für sich gewinnen. Der Aufbau der Marke-ICH wird zur Aufgabe für jeden von uns, insbesondere wenn er beruflich erfolgreich sein will. Bei myON-ID kann deshalb JEDER ohne große Vorkenntnisse und mit geringem Zeitaufwand den Aufbau seiner Marke im Internet starten. Die Basis hierzu bildet eine professionelle Web-Visitenkarte. Die Zusammenführung der verschiedensten Profile anderer Dienste macht es um so einfacher und geschickter sich optimal zu präsentieren.

Spiegel Online beschreibt myON-ID in seinem Artikel als “eine Mischung aus Business-Community, Webseiten-Baukasten – und persönlicher Google-Manipulation“. Noch besser lässt sich myON-ID aber als Plattform für Personal Branding und Eigenmarketing darstellen. Das man dadurch besser bei Google “gefunden” wird, hat jedoch weniger mit Manipulation als mit logischen Algorithmen zu tun.

  • 5 Kommentare
  • Share
  • Karriere Online, Presse, Reputationsmanagement
« Letzte Einträge
Nächste Einträge »

Suchen

Über dieses Blog

Willkommen im Blog der myON-ID-Media ist Pionier für Social Media-Technologien. Für unsere Kunden realisieren wir als Full-Service-Anbieter Social Media Projekte jeder Größenordnung.

myON-ID-Blog als RSS-Feed abonnieren
iMedia Lounge - Das professionelle Social Media Content Management System für höchste Ansprüche

Kategorien

  • Allgemein
  • Human Branding
  • Karriere Online
  • Presse
  • Reputationsmanagement
  • Social Media
  • Technik und Entwicklung
  • Tipps und Tricks
  • Unternehmen

Social Media

myON-ID bei Twitter myON-ID bei Flickr myON-ID bei Youtube myON-ID bei Facebook myON-ID bei FriendFeed

Letzte Artikel

  • Wir benennen Ruflotse in secure.me um und launchen weltweit eine neue Version unseres Dienstes
  • Unsere iMedia Lounge ausgezeichnet: Econ-Award für Social Media Newsroom von T-Systems Multimedia Solutions
  • Das schreibt die Presse über myON-ID Media im Oktober
  • Vorhang auf: Wir werden secure.me international launchen!
  • Social Media Newsroom einfach erklärt – Der Film
  • Das schreibt die Presse über myON-ID Media im September
  • Voilà, darf ich vorstellen: fünf neue KollegInnen
  • Wir wachsen und haben unseren Aufsichtsrat neu besetzt
  • Social Media: Einfach nur dabei sein ist NICHT alles
  • Das schreibt die Presse über myON-ID Media im August

Letzte Kommentare

  • Mario Grobholz bei Wir benennen Ruflotse in secure.me um und launchen weltweit eine neue Version unseres Dienstes
  • Mhmm. bei Wir benennen Ruflotse in secure.me um und launchen weltweit eine neue Version unseres Dienstes
  • Mario Grobholz bei Wir benennen Ruflotse in secure.me um und launchen weltweit eine neue Version unseres Dienstes
  • Mhmm. bei Wir benennen Ruflotse in secure.me um und launchen weltweit eine neue Version unseres Dienstes
  • Wir benennen Ruflotse in secure.me um und launchen weltweit eine neue Version unseres Dienstes | myON-ID Blog bei Vorhang auf: Wir werden secure.me international launchen!

Schlagwörter

B2B Blog business Clipping Eigenmarketing expertenmeinung Googlability Grobholz Gruendertagebuch Human Branding Identität iMedia Lounge Interview Karriere Online Karriere Online Kommunikation Konzept Marke Marke-ICH Monitoring myON-ID myonid Newsroom Online-Reputation Online-Reputation-Management Personal Brand PR-Blogger Presse Reputation Reputation-Management Reputatonsrisiken ruflotse Selbstmarketing Socialmedia Social Media social media marketing Social Media Newsroom social web Team Tipps Twitter Unternehmen unternehmenskommunikation Virales Marketing Wahrnehmung

RSS Twitter – myON-ID

  • myonid: Heute ist der Safer Internet Day! In unserem secure.me Blog geben wir Eltern wichtige Tipps, wie Sie Ihre Kinder... http://t.co/d6VOKXsB
  • myonid: secure.me zitiert zum Safer Internet Day: «Mütter und Väter sollten die Online-Gewohnheiten ihrer Sprösslinge... http://t.co/tdf5sDUD
  • myonid: Wir freuen uns über die erneute Kooperation mit T-Online - mehr News dazu in unserem secure.me-Blogpost: http://t.co/aTT9uYrH
  • myonid: Heads up native US English speakers for an exciting job opportunity in Munich: We're looking for working... http://t.co/cWXPvffc
  • myonid: Endlich Schnee :) Wir hoffen, dass der Winterzauber anhält und wünschen allen ein schönes Wochenende. http://t.co/kjZLs2lm
  • myonid: Wir wünschen Euch allen Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch in's Neue Jahr!!

Archiv

Blogroll

  • Bewerbung & Job
  • Digital Conversation
  • Karrierebibel
  • Personalmarketingblog
  • Reputations-Magazin von Ruflotse
  • The Strategy Web