„Social Media 2011” – Experten geben einen Ausblick auf kommende Entwicklungen.
18. März 2011 um 9:58 von Mario Grobholz
Vergangene Woche haben wir Carlo Bewersdorf von Asstel um seine Meinung zu Social Media in der Finanzdienstleistungsbranche befragt. Heute kommt mit Boris Janek, Manager Digitales Marketing bei der VR NetWorld GmbH und Betreiber des Finance 2.0-Blogs, ein weiterer Branchen-Experte mit seiner persönlichen Meinung zu Wort:
Hallo Herr Janek, welchen Stellenwert hat Social Media bei der VR NetWorld GmbH? In welchen Unternehmensbereichen zahlt sich Social Media Ihrer Ansicht nach am besten aus?
Für die VR NetWorld GmbH als Internetdienstleister ist Social Media zu einen Geschäftsfeld geworden, in dem wir Angebote für unsere Kunden bereitstellen. Wir betrachten Social Media dabei als die aktuell höchste Evolutionsstufe des Internets, die neue Herausforderungen und Chancen für unsere Kunden bietet. Ich persönlich verstehe Social Media jedoch nicht als Marketing-Instrument, sondern als gänzlich neue Form unternehmerischen und letztlich auch menschlichen Handelns.
Wir setzen Social Media einerseits intern als Kommunikations- und Kollaborations-Tool ein. Darüber hinaus betreiben wir einige Social Media-Kanäle für die genossenschaftliche FinanzGruppe. Außerdem versuchen wir mithilfe einiger Instrumente, uns besser mit unseren Kunden auszutauschen und diese aktiver einzubinden.
Wie reagieren Kunden, Shareholder, Mitarbeiter und Geschäftspartner auf Ihre Social Media-Aktivitäten?
Wir erleben eine durchweg positive Wahrnehmung. Die Nutzung von Social Media beruht bei uns auf Freiwilligkeit. Man muss diese Kanäle also nicht nutzen. Kunden versuchen uns natürlich in erster Linie über die klassischen Kanäle zu erreichen. Wenn ein Kunde jedoch hierfür einen Social Media-Kanal wählt, dann sind wir da und antworten.
Wie gehen Sie mit den gewachsenen Einflussmöglichkeiten der Social Web-Nutzer um bzw. wie nutzen Sie das direkte Feedback von Kollegen und Kunden?
Wir sind im B2B-Geschäft tätig und haben dadurch eine sehr enge Bindung zu unseren Kunden. Nähe, Austausch und Kommunikation sind für uns schon immer extrem wichtig gewesen. Social Media macht hier einige Dinge einfach nur leichter und vielleicht effizienter. Insofern gibt es da bei uns keine Berührungsängste. Wir waren und sind immer offen für Kritik und Veränderungsvorschläge. Ohne diese Nähe zu unseren Kunden wären wir gar nicht in der Lage, ein auf ihre Bedürfnisse ausgerichtetes Produkt zu entwickeln. Deshalb sehen wir verstärkte Einflussmöglichkeiten positiv und als Möglichkeit, uns weiter zu verbessern.
Welche Trends bzw. kommunikativen Herausforderungen sehen Sie in Bezug auf Social Media in den nächsten fünf Jahren auf die Finanzdienstleistungsbranche zukommen? Wie wird sich insbesondere das Banking insgesamt verändern?
Ich betone an dieser Stelle, dass es sich hier um meine persönliche Meinung handelt. Social Media wird bedeutender, aber gleichzeitig auch natürlicher werden. Wir werden lernen, mit dieser neuen Dimension des Internets umzugehen. Das soziale Internet wird ein normaler Bestandteils unseres Lebens werden. Das gilt auch für den Durchschnittsbürger. Rechtliche Regelungen werden sich entweder an die Verhältnisse anpassen oder es wird an der einen oder anderen Stelle auch Einschränkungen durch die Gesetzgebung geben. In den nächsten fünf bis zehn Jahren werden aber auch überkommene Regelungen wie GEMA, GEZ oder das Leistungsschutzrecht (das es ja noch gar nicht gibt) stark an die Bedürfnisse der Internetökonomie angepasst werden. Menschen werden auch bereit sein, im sozialen Internet einzukaufen. Es werden neue Werbeformen entstehen, bei denen der Bedarf des Verbrauchers im Mittelpunkt steht. Mittelfristig wird es in den Unternehmen zu einer Professionalisierung und strategischen Integration kommen. Mess-Tools werden wichtiger und besser werden. Eine Integration von Webcontrolling und Social Media Monitoring wird erfolgen.
Banken werden sich des Themas zwangsläufig intensiver annehmen. Sie werden sich insgesamt im Bereich Internet professionalisieren. Die Internetmitarbeiter werden zu den wichtigsten Personen innerhalb der Banken gehören, allerdings erfolgt eine multikanale Ausrichtung. Die klassischen Kanäle werden nicht verschwinden, sondern anders genutzt werden. Der Kunde steht im Mittelpunkt. Man wird sich mehr an seinen Bedürfnissen orientieren.
Es werden neue internetgestützte Geschäftsmodelle entstehen. Reine Online- oder auch mobile Banken werden an Bedeutung gewinnen. Die Bankenbranche wird neue Konkurrenten bekommen, teilweise bzw. überwiegend von Nicht-Banken. Technologie-Unternehmen wie Apple, Facebook, Google und so weiter werden neue Maßstäbe setzen. Immer mehr Menschen werden Finanzprodukte auch von Nicht-Banken kaufen und sich von den Empfehlungen ihres sozialen Netzwerkes leiten lassen. Die Regulierungsauflagen für Banken werden stärker werden. Es wird mehr spezialisierte Banken oder bankähnliche Unternehmen geben, die Nischenmärkte besetzen werden. Social Banking wird an Bedeutung gewinnen. Auf der anderen Seite glaube ich, dass es auch eine große Nachfrage nach automatisiertem und unsichtbarem Banking geben wird, da sich viele Menschen nicht mit Finanzfragen beschäftigen möchten. Diese Menschen werden auf einfache, nicht erklärungsbedürftige oder beratungsintensive Lösungen setzen, die über einen nach bestimmten Regeln funktionierenden Konfigurator in Form eines Echtzeit-Tools (eventuell eine mobile Anwendung) einmal gekauft und flexibel angepasst werden. Selbst das Girokonto wird flexibel transformierbar sein und innerhalb kürzester Zeit mit allen vorhandenen Verbindungen von Bank A nach B geschoben werden können. Virtuelle Währungen sind auch nicht zu unterschätzen.
Natürlich erhöht Social Media die Anforderungen an die Produktqualität der Unternehmen. Banken müssen zum integrierten Teil der Online Communities werden. Wenn eine Bank ein Mensch wäre, dann müsste man mit ihr einen Kaffee oder ein Bier trinken wollen. In dem Moment wäre sie sozial integriert.
Planen Sie kurz-, mittel- oder langfristig, Ihre Social Media-Aktivitäten auszubauen? Wenn ja, wie?
Das Thema Social Media wird weiter an Bedeutung gewinnen. Wir betrachten das Thema ganzheitlich, also immer im Rahmen der Gesamtstrategie. Bitte haben Sie Verständnis, dass ich hier keine konkreten Aussagen tätigen kann.
Herzlichen Dank, Herr Janek, für Ihre Meinung.

Boris Janek ist Manager Digitales Marketing bei der VR NetWorld GmbH. Im Mittelpunkt seiner Tätigkeit stehen strategische Innovationsprojekte im Internet, insbesondere im Online Marketing-Umfeld. Innerhalb des genossenschaftlichen Finanzverbundes gibt er außerdem Workshops und Fachvorträge zu Themen wie beispielsweise strategischem Online Marketing, Performance Marketing, Social Media Marketing, Social Banking und Finance 2.0. Neben der Tätigkeit bei der VR NetWorld GmbH betreibt Boris Janek seit 2007 den Social Media und Finance 2.0-Blog.
„Social Media 2011“ – weitere Interviews:
Social Media in DAX-30-Unternehmen: Einige fest im Sattel, viele mit noch angezogenen Zügeln
14. März 2011 um 10:16 von Philipp Strobel
Wie der Netzökonom kürzlich berichtete, verhält sich die Social Media-Nutzung in den DAX-30-Unternehmen noch sehr ungleich: Ein paar große Konzerne haben die Vorreiter-Rolle eingenommen und preschen voran. Dagegen bleiben die Unternehmen, die sich noch in Zurückhaltung üben, in der Staubwolke zurück.
Eine Studie der Agentur Vierpartner hat ergeben, dass sich das Social Media-Engagement für Adidas, Volkswagen, Siemens, BMW und die Deutsche Telekom im Jahr 2010 mehr als gelohnt hat: Die Anzahl der Fans und Follower auf Facebook, Twitter & Co. ist gleich um mehrere Millionen Mitglieder angewachsen. „Im Durchschnitt haben die Unternehmen die Zahl ihrer Facebook-Fans verfünffacht und ihre Twitter-Follower versechsfacht“, fasst Netzökonom Holger Schmidt im F.A.Z.-Blog zusammen.
In erster Linie sind diese Ergebnisse natürlich quantitativ und sie sagen nicht aus, ob ein Unternehmen den Anschluss ans Social Web aufgrund dessen Verhaltenheit verpasst hat oder sich bewusst gegen ein Engagement entschieden hat. Bleiben sie allerdings in Sachen Social Media weiterhin eher lethargisch, ist die Aufholjagd gegen die Pioniere mit ihren professionellen Social Media-Seiten und deren inzwischen versiertem Umgang mit dem Social Web schon jetzt verloren. Auch Jürgen Homeyer, Geschäftsführer von Vierpartner, warnt: „Diese Konzerne müssen aufpassen. Die öffentliche Meinungsbildung über ihr Unternehmen und ihre Produkte wird inzwischen erheblich durch Social Media beeinflusst“.
Den Nachzüglern und DAX-30-Konzernen, die vielleicht schon in den Startlöchern stehen, bleibt nur zu raten, den Startschuss nicht länger als nötig aufzuschieben, da sonst die Social Media-Kluft noch eher zu- als abnimmt (in Anlehnung an den Digital Divide und die Wissensklufthypothese von Tichenor): Das Beispiel des Siemens Newsrooms zeigt auf, dass die Pioniere ihren Wissensvorsprung intelligent ausbauen und effizient für ihr Image nutzen. Basis des Newsrooms Siemens-Electrogeräte GmbH ist unsere iMedia Lounge. Das Social Media Content Management System (SCMS) aggregiert auf effektive Weise klassische Pressemeldungen sowie die Vielfalt der Social Media-Inhalte auf einer Seite.
“Social Media 2011″ – Experten geben einen Ausblick auf kommende Entwicklungen.
11. März 2011 um 4:41 von Mario Grobholz
Unlängst haben wir in unserem Beitrag „Social Media im Finanzsektor – Banken fassen Fuß, Versicherungen ziehen nach“ deutlich gemacht, dass gerade für die Finanzdienstleistungsbranche ein sehr hohes Potenzial in der Nutzung von Social Media steckt. Wir haben Branchen-Experte Carlo Bewersdorf, Geschäftsführer Marketing von Asstel nach seiner Sicht der Dinge gefragt:
Hallo Herr Bewersdorf, welchen Stellenwert hat Social Media bei der Asstel? Wo zahlt sich Social Media Ihrer Ansicht nach am besten aus?
Bei der Asstel haben Aktivitäten im Social Web einen hohen Stellenwert. So haben wir im Mai 2010 einen Blog (www.asstelblog.de) gelauncht, welcher Teil eines großen Social Media-Konzeptes ist. Dort schreiben fünf Mitarbeiter, so genannte Botschafter, über Branchenthemen, ihren Berufsalltag oder auch private Erlebnisse. 15 Prozent ihrer Arbeitszeit verbringen die Botschafter in sozialen Netzwerken, Foren und Blogs.
Da die Asstel ein Direktversicherer ist, wir also keinen Außendienst mit Versicherungsvertretern haben, müssen wir uns anderweitig positionieren, um uns ein Gesicht zu geben. Hier hilft uns die Präsenz im Web 2.0 enorm. Wir können zeigen, dass bei einer Direktversicherung ganz „normale“ Menschen arbeiten, die auch über soziale Netzwerke erreichbar sind.
Wie reagieren Kunden, Shareholder und Mitarbeiter auf Ihre Social Media-Aktivitäten?
Sehr positiv. Die Kunden finden den neuen Kommunikationskanal gut. So kommt es beispielsweise immer wieder vor, dass Fragen via Twitter (www.twitter.com/asstel) an uns gerichtet werden. Wenn wir dann schnell antworten, wundern sich die Kunden schon etwas, das eine Versicherung „Ahnung“ von Twitter hat. Das hippe Image von sozialen Netzwerken wird Versicherungen noch nicht zugetraut.
Die Geschäftsführung steht ebenfalls voll und ganz hinter unserem Social Media-Konzept. Ich persönlich twittere zum Beispiel ja auch (www.twitter.com/cbewersdorf) und schreibe Postings für unseren Blog (http://www.asstelblog.de/?p=1708).
Unsere Mitarbeiter finden unsere Präsenz im Web 2.0 ebenfalls klasse. Zum einen verfolgen sie interessiert, was die Botschafter machen und schreiben, zum anderen dürfen sie auch während ihrer Arbeitszeit die sozialen Netzwerke besuchen. In manch anderen Unternehmen wäre so etwas undenkbar…
Welche Trends bzw. kommunikativen Herausforderungen sehen Sie in Bezug auf Social Media in den nächsten fünf Jahren auf die Finanzdienstleistungsbranche zukommen?
Ganz klar sehe ich als Herausforderung die enorme Transparenz eines jeden Unternehmens im Social Web. Jeder sieht, wann und wie etwas geschrieben und kommentiert wurde. Wenn einmal etwas im Netz steht, ist es immer wieder auffindbar. Auch die Schnelligkeit darf nicht unterschätzt werden. Für die Kommunikation in Social Media ist dies ein großer Druck, denn die Erwartungshaltung der User, schnell Antworten auf Fragen zu erhalten, ist sehr hoch.
Speziell für die Finanzdienstleistungsbranche ist es eine Herausforderung den Grad zwischen Seriosität und Coolness zu finden. Darüber hinaus wird von den Usern, insbesondere von den Digital Natives (Personen die zu einer Zeit aufgewachsen sind, in den digitalen Technologien bereits umfassend zur Verfügung standen) eine Präsenz im Social Web erwartet. Die sozialen Netwerke bergen hohe Chancen, weg von der Einweg-Kommunikation hin zur Dialogführung und diese Chance werden sich die Finanzdienstleister nicht entgehen lassen. Und gesprochen wird ohnehin über alles und jeden im Netz. Dann ist es doch umso schöner, wenn man sich einmischen und mitsprechen kann.
Planen Sie kurz-, mittel- oder langfristig, Ihre Social Media-Aktivitäten auszubauen? Wenn ja, wie?
Auf jeden Fall. Die Optimierung unseres Konzepts ist ein laufender Prozess und wir investieren viel Herzblut, Zeit und Engagement in Verbesserungen. Dieses Jahr werden wir unsere Präsenz im Web 2.0 erweitern. So wollen wir u.a. noch in dem Finanzforum finanzfrage.net (www.finanzfrage.net) aktiv werden. Auch ein Ausbau unseres Twitter-Accounts ist geplant. Begleiten wird uns die ständige Recherche nach neuen Trends, wobei hier auch nicht alles Neue funktioniert. Vor einigen Jahren haben wir beispielsweise einen Chat auf unserer Webseite angeboten, den fast niemand nutzte. Manchmal müssen sich Trends erstmal durchsetzen, bevor sie zu früh implementiert werden.
Herzlichen Dank, Herr Bewersdorf, für Ihre Meinung.

Carlo Bewersdorf ist Geschäftsführer Marketing der Asstel Prokunde Versicherungskonzepte GmbH. In dieser Aufgabe verantwortet er Markenführung und -kommunikation, Online-Direktvertrieb sowie Unternehmenskommunikation. Bewersdorf war bis Oktober 2009 als Senior Vice President Handelsmarketing und Shop Design bei der Deutschen Telekom für die Bereiche PoS-Marketing, Merchandising und Events sowie Shop Design zuständig. Bereits seit 2003 war der Diplom-Volkswirt bei der Telekom tätig, u.a. als Head of Marketing & Sales für das Produkt Triple Play. Zuvor war er beim Bertelsmann-Konzern Assistent des Vorstands.
„Social Media 2011“ – weitere Interviews:
Dynamisch, praktisch, gut: amiandos neuer Social Media Newsroom, umgesetzt mit unserer iMedia Lounge
15. Februar 2011 um 11:00 von Mario Grobholz
amiando legt einmal mehr die Latte hoch für die effiziente Nutzung des Social Webs: Mit seinem heute vorgestellten Social Media Newsroom beweist der Pionier für Online-Eventregistrierung und Ticketing aufs neue, dass er die Nase unter den deutschen Start-Ups vorn hat. Realisiert hat amiando die internationale Lösung in vier Länderversionen mit Hilfe unserer iMedia Lounge.
Erst kürzlich hat amiando seine Innovationsführerschaft durch die Übernahme durch XING eindrucksvoll belegt. amiando ist eine Perle unter den deutschen Start-Ups, bekannt für Online-Lösungen, die in der Event-Branche hohe Standards setzen. Umso mehr freuen wir uns, dass amiando für die Umsetzung des Social Media Newsrooms unser Social Media Content Management System, die iMedia Lounge, ausgewählt hat.
Wir haben in den letzten Monaten zahlreiche Social Media Projekte, darunter Projekte für bekannte Marken, mittelständische Unternehmen und Kommunen und Agenturen auf Basis der iMedia Lounge mit unterschiedlichsten Konzepten und Zielsetzungen realisiert. Dabei konnten wir umfangreiches Know-how in der Konzeption und vor allem in der technischen Realisierung von Social Media Projekten aufbauen. Daher hat es uns besonders Spass bereitet, dieses nun für eines der Vorzeige-Startups aus dem deutschprachigen Raum zum Einsatz zun bringen.
Als wir vor ein paar Monaten mit Dennis von Ferenczy, Mitgründer und Marketingvorstand von amiando zusammensaßen, sprach er von seinen Plänen, bei der heimischen und internationalen Pressekommunikation auf Social Media als primären Informationskationskanal umzusteigen. Als Online-Innovator ist amiando natürlich seit jeher im Social Web aktiv. Daher war es für Dennis der nächste logische Zug, auch für die Medienarbeit komplett auf Social Media zu setzen. Mit der heute vorgestellten Seite ist dies bestens gelungen: Entstanden ist eine dynamische, nutzerfreundliche Lösung, mit der amiando abermals seine Vorreiterrolle in der Branche unterstreicht. Verfügbar ist der Social Media Newsroom auf Deutsch, Englisch, Spanisch und Französisch. Neben traditionellen Inhalten wie Pressemitteilungen erhält der Besucher nun auch direkten Zugriff auf unternehmensrelevante Inhalte aus Social Media-Diensten wie Twitter, Facebook, Youtube, Flickr und Slideshare. Die iMedia Lounge aggregiert den Content automatisch und stellt ihn übersichtlich und fortlaufend aktuell dar.
Dennis hat uns dazu erklärt: „Wir haben uns auf Grund der hohen Anpassungsfähigkeit für die iMedia Lounge entschieden. Sowohl der Aufbau, als auch das Design des amiando Social Media Newsrooms konnten genau auf unsere Bedürfnisse abgestimmt werden. Somit integriert er sich nahtlos in unsere bestehende Website – was uns sehr wichtig war. Wir haben ausgesprochen gute Erfahrungen bei der Umsetzung des Projekts mit der iMedia Lounge gemacht. Durch das einfach zu bedienende und intuitive Social Media Content Management System konnten wir sofort und unkompliziert unsere eigenen Inhalte erstellen und gestalten. Ein großes Dankeschön auch an das myON-ID Media-Team für die angenehme und erfolgreiche Zusammenarbeit.“
Dieses Feedback freut uns natürlich sehr und auch wir bedanken uns bei Dennis und seinem Team für die super Zusammenarbeit.
„Social Media 2011“ – Experten geben einen Ausblick auf kommende Entwicklungen.
19. Januar 2011 um 8:15 von Mario Grobholz
2011 bedeutet für deutsche Unternehmen professionalisierter und strategischer in Sachen Social Media zu werden. Wurde vergangenes Jahr noch häufig die Frage nach der Relevanz von Social Media gestellt, tritt nun die Frage der Effizienz und nach der zielgruppengerechten Ausgestaltung von Social Media in den Vordergrund, so Tobias Hurrle im letzten Beitrag zur Serie „Social Media 2011“. Was sagt Johannes Marcus Schäfer von der nexum AG zur Entwicklung von Social Media in 2011?
Hallo Herr Schäfer, welche Erfahrungen machten Unternehmen in 2010 mit Social Media und wie wird sich Ihrer Meinung nach aufbauend darauf 2011 unterscheiden?
Das vergangene Jahr war davon geprägt, dass Unternehmen zunehmend dem Ruf von Social Media gefolgt sind. Hier konnte man vor allem eine Vielzahl neuer Facebook-Präsenzen und einige kreative Kampagnen beobachten. Viele Aktionen, für die soziale Netzwerke genutzt wurden, hatten dabei einen starken experimentellen Charakter.
2011 werden die Unternehmen einen Schritt weiter gehen und nach und nach ein besseres Verständnis für Social Media entwickeln. Vor allem im Hinblick auf den Paradigmenwechsel, der die Kommunikation im Social Web bestimmt: weg vom klassischen Werbedenken bzw. -handeln und hin zu einer authentischen und individuelleren Kommunikation mit seinen Zielgruppen. Dennoch müssen Unternehmen auch im Hinblick auf den „handwerklichen“ Teil ihre Hausaufgaben machen – fundiertes Knowhow über die Möglichkeiten ist häufig noch nicht vorhanden. Stichworte sind hier beispielsweise Social Media Applikationen, die Integration verschiedener Unternehmensbereiche in die Online-Kommunikation oder der Bereich Social Commerce.
Das heißt, vor welchen großen Herausforderungen im Umgang mit Social Media stehen Unternehmen für das gerade begonnene Jahr?
Die größten Herausforderungen liegen nicht in der Technologie sondern in den Köpfen der Kommunikatoren. Um im Social Web erfolgreich zu sein, zählen Ausdauer, ein langfristiges Vertrauen sowie neue Ideen, die überraschen und begeistern. Das Versprechen nach Authentizität sollten Unternehmen, die Social Media nutzen, auch einlösen. Zudem beinhaltet der angesprochene Paradigmenwechsel neben einem offenen und authentischen Umgang mit seinen Zielgruppen auch eine langfristige Denke. Nicht die einzelne Kampagne sollte im Fokus stehen sondern der Wandel in der Kommunikationsstrategie. Denn eines muss Unternehmen klar werden: Lassen sie sich auf Social Media ein, ist eine Transparenz automatisch gegeben – Nutzer erkennen schnell, ob Aussagen ernst gemeint sind oder nur ein Lippenbekenntnis, das konträr zum Handeln des entsprechenden Unternehmens steht.
Insgesamt wird der Wettbewerbsdruck auch im Social Web weiter stark ansteigen, was ebenfalls zu einer Herausforderung für Unternehmen wird. In vielen Fällen wird das Engagement im Social Web zu einer Art Hygienefaktor – zur Notwendigkeit, um im steigenden Angebot an Inhalten überhaupt wahrgenommen zu werden. So wird schnell klar, dass Social Media-Aktivitäten das gesamte Unternehmen betreffen. Es hilft also wenig, einen Social Media-Beauftragten zu etablieren. Vielmehr müssen Unternehmen intern die richtigen Strukturen schaffen, die eine erfolgreiche Social Media-Nutzung überhaupt erst ermöglichen.
Wie werden Unternehmen in Deutschland nun dieses Jahr in Sachen Social Media vorgehen?
Ein zentraler Punkt wird die Messbarkeit aller Kommunikationsaktivitäten im Social Web sein. Dazu gehört die Definition von KPIs, die jedoch ein besseres Verständnis über die Mechanismen erfordert, welche im direkten Dialog über unterschiedliche Social Media-Kanäle zum Tragen kommen. In diesem Zusammenhang wird Social Media Monitoring für Unternehmen zunehmend an Relevanz gewinnen.
Die Experimentierphase, die sich im Hinblick auf die Etablierung von Social Media-Aktivitäten bereits in der jüngeren Vergangenheit beobachten ließ, wird 2011 auf weitere Bereiche ausgedehnt. Die Voraussetzungen seitens der Betreiber sind mittlerweile genauso gegeben wie die Akzeptanz auf Seiten der Nutzer. Ein Beispiel sind Location Based Services, etwa über Facebook Places – ob auf Facebook Deals oder anderen Diensten aufbauend. In Verbindung mit der steigenden Nutzung von Smartphones wird die kontextbezogene Ansprache der Nutzer unterwegs allmählich massenrelevant und dadurch sehr interessant für eine Vielzahl von Unternehmen. Ein anderes Beispiel ist das Thema Employer Branding – die hohe Verfügbarkeit und Reichweite von Social Media-Diensten birgt ideale Möglichkeiten, Unternehmenswerte zu transportieren und potenzielle Bewerber besser anzusprechen, als über die klassischen Medien.
Auch im B2B-Bereich wird Social Media nochmals einen deutlichen Sprung machen. Das liegt zum einen an den vielfältigen Möglichkeiten, auf die Unternehmen zur Ansprache von Business-Kunden zurückgreifen können, zum anderen an der Entwicklung der Menschen selbst: Social Media ist keine reine B2C-„Plattform“. Auch die Entscheider in Unternehmen nutzen heute selbstverständlich Social Media-Netzwerke für ganz unterschiedliche Zwecke. Die Schere zwischen privat und geschäftlich wird dabei in den meisten Fällen kleiner, da das „9 to 5 und danach bleibt es privat“-Prinzip bereits heute stark aufgeweicht ist und diese Entwicklung noch weiter voranschreiten wird.
Herzlichen Dank, Herr Schäfer, für Ihre Meinung.
Seit April 2010 ist Johannes Marcus Schäfer als Marketing Manager für die Vermarktungsaktivitäten der nexum AG verantwortlich. Darüber hinaus berät er Kunden unterschiedlicher Branchen in Strategiefragen. Dies umfasst vor allem die Bereiche Online-Marketing und Social Media. Zuvor war er Projektmanager in der Abteilung „Neue Geschäftsfelder und zentrale Koordination“ der WDR mediagroup. Seine Aufgaben umfassten u. a. die Optimierung der Online-Marketingaktivitäten sowie die Entwicklung und Umsetzung der strategischen Online-Vermarktung. Während seines Diplomstudiums der Wirtschaftswissenschaften war Johannes M. Schäfer zweieinhalb Jahre als Werkstudent im Bereich Handelsmarketing für das internationale Technologieunternehmen Dyson tätig.
“Social Media 2011″ – weitere Interviews:
Social Media und Marke: Auf geht´s Bayern – so wie einst … Real Madrid gewinnt täglich 20.000 neue Facebook-Fans.
7. Dezember 2010 um 9:28 von Mario Grobholz
Der Fußballverein aus der spanischen Hauptstadt nutzt Social Media in erster Linie zur Bindung seiner Fans und – wenn auch sehr zurückhaltend – als Einnahmequelle. Dabei bringt der Verein in der Kommunikation auch Verständnis für verärgerte Fans auf.
Die Leidenschaft Fußball hat leidenschaftliche Fans, die sowohl positiv als auch negativ emotional sein können. Oscar Ugaz, Digital-Chef bei Real Madrid, zeigt im Interview mit W&V Akzeptanz, wenn der Verein auch einmal negatives Feedback seiner Fans über Social Media erhält, solange dies nicht in persönliche Angriffe oder Beleidigungen ausartet. Real Madrid ist innerhalb seiner Social Media Strategie auf Facebook, Twitter, Youtube, und auch national im spanischen Netzwerk Tuenti vertreten. Kommunikation steht klar im Vordergrund und Real Madrid setzt hier auf die direkte, schnelle Wirkung von Aktionen und Nachrichten. Durch Empfehlungen und die Stärke der Marke Real Madrid kommen täglich etwa 20.000 Facebook-Fans hinzu. Da ist klar, dass der Verein eine Anzeigenschaltung zur Bekanntmachung nicht nötig hat.
Auch bindet der Verein Social Media in sein Marketing ein. Seit Kurzem gibt es das Social Game Real Madrid Fantasy Manager bei Facebook und iPhone. Dafür können von den Spielern virtuelle Güter zur Verbesserung der Mannschaft gekauft werden. Real Madrid experimentiert weiter hinsichtlich neuer Möglichkeiten und Angebote.
Real Madrid sieht seine Social Media Aktivitäten als ernstzunehmende Aufgabe. Der Fußballverein bewegt sich mit einer klaren Geschichte, Offenheit für Kommunikation und dem Bewusstsein, dass Social Media kein launiger Trend ist, in Social Media. „Das Schlimmste ist einfach reinzuspringen, nur weil alle reinspringen,“ so Oscar Ugaz in Interview.
Wir beobachten gespannt wie sich andere europäische Spitzenclubs in den nächsten Monaten im Social Web präsentieren und engagieren.
Weitere Artikel zu “Social Media und Marke”:
Employer Branding: T-Systems MMS launcht Social Media Newsroom auf Basis der iMedia Lounge
2. November 2010 um 11:05 von Mario Grobholz
Heute launcht die T-Systems Multimedia Solutions ihren Social Media Newsroom. Für die Umsetzung nutzt die größte Multimedia-Agentur in Deutschland das Social Media Content Management System der iMedia Lounge. Im Kern des Konzepts setzt T-Systems auf Employer Branding und geht damit innovativ und beispielhaft mit Social Media – auch innerhalb des Konzerns – um.
Der Social Media Newsroom – als mittlerweile must-have eines dynamischen und kommunikationsstarken Unternehmens – vereint alle Social-Media-Kanäle wie Twitter, Blogs, YouTube und Facebook für die unterschiedlichen Zielgruppen des Unternehmens übersichtlich und nahtlos eingebettet in den bestehenden Internetauftritt. Die iMedia Lounge, das speziell für Social Media Projekte entwickelte Social Media Content Management System, setzte dieses Konzept für ihren Kunden T-Systems Multimedia Solutions um.
Employer Branding lautet hier das Stichwort!
Innovativ bindet die T-Systems eigene Mitarbeiter bei der Umsetzung ihres Social Media Konzepts ein. Mitarbeiter, die bereits im Social Web aktiv sind, bloggen, twittern und ein Netzwerk aufgebaut haben, werden so zum authentischen Fürsprecher von T-Systems MMS. Die Marke wird erlebbar, bekommt ein Gesicht und die Reputation des Einzelnen überträgt sich auf die Marke. Employer Branding – ein konzeptioneller Ansatz für das Social Web, den wir zukünftig sicherlich noch häufiger sehen werden.
“Wir freuen uns sehr, dass wir mit der iMedia Lounge für T-Systems Multimedia Solutions, der größten Multimedia-Agentur Deutschlands, ein Social Media Konzept umsetzten konnten, das gerade im Bereich Employer Branding neue Wege geht und Socia Media wirklich lebt.”, so Mario Grobholz, Gründer und Geschäftsführer der myON-ID Media GmbH.
Der Social Media Newsroom: Neue Möglichkeiten für die Unternehmenskommunikation und Öffentlichkeitsarbeit.
15. Oktober 2010 um 8:45 von Mario Grobholz
Einzelne Maßnahmen – auch im Social Web – haben alleinstehend keine große Wirkung. Erst das Zusammenwirken unterschiedlicher Inhalte machen sie interessant. Somit ist Übersichtlichkeit und Vernetzung dieser Inhalte in einem Social Media Newsroom häufig ein Grund für seinen Einsatz.
Die klassische Unternehmenskommunikation erhält nun Anschluss an das Social Web und beteiligt sich am Dialog mit den Zielgruppen des Unternehmens. Dabei stehen die direkte Kundeninteraktion, sowie positive Effekte für die eigene Markenbildung im Vordergrund. Der Social Media Newsroom, als Ergänzung oder Ersatz des Pressebereichs eines Internetauftritts stellt für die Public Relations und Unternehmenskommunikation das zeitgemäße Instrument im Zeitalter des Social Webs dar.
Diesen Trend können wir auch aus der Praxis bestätigen. Wir setzen aktuell einige Projekte um bei denen – auch größere Unternehmen bzw. Organisationen den bestehenden Pressebereich gänzlich durch die iMedia Lounge, also durch einen Social Media Newsroom ersetzen.

Mit der iMedia Lounge lässt sich der klassische Pressebereich einer Webseite leicht erweitern oder sogar ganz ersetzen. Die iMedia Lounge bietet hierzu die Möglichkeit, Inhalte aus den unterschiedlichsten Social Media Diensten gezielt und regelmäßig zu abonnieren und in einem individuellem Konzept in die eigene Webseite nahtlos zu integrieren. Die Projekte die sich damit realisieren lassen reichen vom einfachen Social Media Newsroom bis hin zum Social Media Portal mit mehreren Navigationsebenen und umfangreichen Contentstrukturen.
Zusammen bringen was zusammen gehört: Warum es sinnvoll ist Social Media Inhalte an einer Stelle zu aggregieren.
Besonders dabei ist, dass nicht nur die eigentlichen Inhalte aggregiert werden, sondern auch die dazugehörigen Meta-Informationen, wie beispielsweise die verwendeten Schlagworte. So werden alle importierten Inhalte in der iMedia Lounge übergreifend miteinander verknüpft, obwohl diese ursprünglich von völlig unterschiedlichen Diensten stammen. Dies bietet einerseits eine große Flexibilität für die konzeptionelle Umsetzung und stellt andererseits die Basis für eine optimale Suchmaschinenoptimierung dar.
Rund um Sorglos: Unkompliziert ins Social Web einsteigen.
Die iMedia Lounge wird von uns ständig erweitert und in einer professionellen IT-Umgebung betrieben. Unser Team verfügt über umfangreiche Erfahrung aus zahlreichen Social Media Projekten, die wir für unsere Kunden in der Konzeption, Entwicklung und einem professionellen Betrieb zum Einsatz bringen. So ist es möglich, dass der technische Aufwand sich bei unseren Kunden auf ein Minimum reduziert. Unsere Kunden müssen sich also nicht um Technik kümmern, sondern können sich voll auf ihr eigentliches Kerngeschäft konzentrieren.
Weitere Informationen über die iMedia Lounge erhalten Sie hier.
Lesen Sie auch:
Social Media Newsroom Expertenrunde: Alles was Sie über den Social Media Newsroom wissen sollten.
7. September 2010 um 9:04 von Mario Grobholz
Social Media bietet für Kommunikation, Marketing und Kundenservice zahlreiche neue Möglichkeiten. Der Social Media Newsroom wird dabei immer häufiger von Unternehmen eingesetzt. Wie dieser idealtypisch aussieht haben wir im August mit einer Runde ausgewiesener Experten diskutiert. Abschließend stellen wir heute die interessantesten Informationen und Aussagen zusammen.
In der Serie “Social Media Experten stellen den Social Media Newsroom vor” konnten wir über die grundsätzliche Funktionsweise, die Unterscheidung zu einem klassischen Blog, über die Zielgruppen bis hin zur Frage des Zusammenspiels mit der klassischen Unternehmenskommunikation die Meinungen ausgewiesener Social Media Experten einholen. Nachfolgend haben wir einzelne Aussagen unser Social Media Experten über den Social Media Newsroom zusammengestellt. Wir hoffen damit Ihnen eine hilfreiche Informationsgrundlage für die Entscheidungsfindung und Auswahl einer geeigneten Lösung für viele weitere Social Media Projekte an die Hand geben zu können:
Was ist ein Social Media Newsroom und wie funktioniert er?
Social Media Newsrooms ergänzen, besser: ersetzen den klassischen Pressebereich einer Website. Unternehmen und Organisationen können mit ihrer Hilfe Journalisten, aber auch Blogger, Twitterer und andere Interessenten auf dem Laufenden halten. Richtig eingesetzt, verschaffen Social Media Newsrooms den Botschaften eines Unternehmens damit mehr Reichweite im Vergleich zum traditionellen Pressebereich. Vorteilhaft ist auch die teilweise automatische Befüllung. (Bernhard Jodeleit)
Für uns ist der Social Media Newsroom die Drehscheibe zwischen Agentur-Webpräsenz und dem Social Web. Hier aggregieren und kreieren wir Inhalte, von hier verteilen wir sie ins Web. (Veit Mathauer)
Wie unterscheidet sich der Social Media Newsroom von einem Blog?
Ein Blog ist Teil der Auftritte im Social Web, ebenso wie ein Twitter, Xing oder ein Facebook Account. Der Social Media Newsroom hingegen vereint diese Kanäle. Dabei beschränkt sich der Newsroom nicht nur auf die sozialen Netzwerke, ebenso können dort Präsentationen, Newsletter, aktuelle Meldungen, Fotos, Videos und Hintergrundinformationen bereitgestellt werden. Er sollte alles beinhalten, was einen guten Online-Pressebereich ausmacht und zusätzlich das Social Web einbinden. (Klaus Eck)
Ein Blog ist nur ein Teilmedium eines potentiellen Newsrooms. Ein Blog kann auch teilweise durch Widgets aggregieren, lebt aber viel stärker durch konkrete Themen und redaktionelle Betreuung. Ein Social Media Newsroom ist dagegen in erster Linie eine reproduzierende Oberfläche die keinen orginären Content anbietet. (David Nelles)
Welches sind die wesentlichen Einsatzfälle für einen Social Media Newsroom?
Social Media Newsrooms können den klassischen Pressebereich eines Unternehmens oder einer Organisation ergänzen oder ersetzen. Zudem sind Newsrooms zu einem bestimmten Themenbereich denkbar. So könnte sich ein Unternehmen dazu entschließen, einen Social Media Newsroom zu einem bestimmten Produkt oder einem bestimmten Aspekt seiner Tätigkeit einzurichten, etwa zu Corporate Social Responsibility oder zu Human Resources. (Bernhard Jodeleit)
Die wesentlichen Einsatzfälle für einen Social Media Newsroom sind die Aggregation, Aufbereitung und Bereitstellung von bestehenden und neuen Inhalten an einem zentralen Ort im Look und Feel des Unternehmens. (Jan-Hendrik Senf)
Wer sind die Zielgruppen für den Social Media Newsroom?
Die Zielgruppe für einen Social Media Newsroom sind Unternehmen, die bereits im Social Web aktiv Inhalte beisteuern und die ihren bestehenden Internetauftritt nicht nur mit einer statischen Hinweisseite auf diese Aktivitäten, sondern mit einer hochdynamischen One-Stop-Lösung zur Deckung des Informationsbedarfes von Kunden, Interessenten und weiterverwertenden Kommunikatoren aufwerten wollen. (Jan-Hendrik Senf)
Je nach Unternehmen, das den Newsroom einsetzt: Journalisten, die Web-2.0-Community, Kunden, potenzielle Mitarbeiter, Menschen, die sich für die Themen des Unternehmens interessieren. (Veit Mathauer)
Warum Unternehmen einen Social Media Newsroom einsetzen sollten.
In einem Social Media Newsroom wird schnell der erste Eindruck über das Unternehmen geprägt. Dort laufen alle Informationen zusammen und die einzelnen Maßnahmen können verglichen werden. Außerdem wird es den Besuchern der Seite leicht gemacht, sich mit dem Unternehmen zu vernetzen. (Klaus Eck)
Wer effizient und effektiv mit seiner Web-Communty oder seinen Web-Communities in Dialog treten will, sollte dringend den Einsatz eines Newsrooms überlegen. (Veit Mathauer)
Welche Unternehmen sind für den Social Media Newsroom geeignet?
Beim Social Media Newsroom gilt dasselbe, das generell für Social Media gilt: Auf den Inhalt kommt es an. Nur wenn ein Unternehmen Interessantes zu berichten hat und darüber hinaus in der Lage ist, zu seinen Themen mit Menschen im Social Web in Dialog zu treten, macht ein Newsroom Sinn. Dann jedoch ist er eine ganz hervorragende Plattform, weil viele Prozesse automatisiert vonstatten gehen. Dies spart Ressourcen und stellt sicher, dass stets aktuelle Inhalte bereit stehen. (Veit Mathauer)
Wie spielt der Social Media Newsroom mit der klassischen Unternehmenskommunikation zusammen?
Das einzig klassische an einem Social Media Newsroom sind die dort zur Verfügung gestellten Pressemitteilungen, Hintergrund- und Kontaktinformationen. Klassische Unternehmenskommunikation in dem Sinne gibt es aber nicht mehr. Das Internet hat das nachhaltig verändert. Heutzutage muss kommuniziert werden, da es sonst andere für einen tun. (Klaus Eck)
Social Media Newsrooms eignen sich sehr gut als zentrale Plattform zur Bündelung aller für die Öffentlichkeitsarbeit relevanten Informationen. Gute Newsrooms sind suchmaschinenfreundlich und daher eine nahezu zwangsläufige Fundstelle, wenn Journalisten oder Blogger zu einem Thema recherchieren. Das ist wichtig, denn heute kommt es in der Öffentlichkeitsarbeit nicht nur auf das aktive Aussenden von Inhalten an. (Bernhard Jodeleit)
Social Media Newsroom – “nice to have” oder “must have”?
Eine gute Unternehmenskommunikation benötigt keine Hype-Tools, aber sollte möglichst effizient ihre Stakeholder erreichen. Ist das mit dem klassischen Pressebereich überhaupt noch möglich? Ein Social Media Newsroom bietet weit mehr Services. Je aktiver Unternehmen sich auf das Social Web einlassen, desto mehr wird ein Social Media Newsroom zum “Must Have”. (Klaus Eck)
Was ist entscheidend für den Einsatz eines Social Media Newsrooms?
Das Social Web ist “here to stay”. Auch Unternehmen, die sich noch nicht daran beteiligen, werden über kurz oder lang nicht darauf verzichten können. Denn für alle, die sich über ein Unternehmen informieren möchten, ist das Internet die erste Anlaufstelle. Daher ist es wichtig, alle relevanten Informationen dort übersichtlich aufzubereiten und den Besuchern einen gründlichen und positiven Eindruck zu vermitteln. Der Social Media Newsroom ist dafür ideal, da er die vielen Internet-Präsenzen des Unternehmens übersichtlich aufzeigt und sogar zur Interaktion auffordert. (Klaus Eck)
Social Media Newsrooms sind längst ein selbstverständliches Instrument moderner Öffentlichkeitsarbeit. Sie erleichtern Unternehmen die Mehrfachverwendung von Inhalten und die Vernetzung mit Online-Multiplikatoren. (Bernhard Jodeleit)
Ein ganz herzliches Dankeschön geht an unsere Social Media Experten die uns bei dieser Serie mit sehr interessanten Einsichten unterstützt haben:
- Bernhard Jodeleit, fischerAppelt, relations
- David Nelles, Virtual Identity AG
- Jan-Hendrik Senf, Consultant
- Klaus Eck, Kommunikationsberater
- Thomas Pfeiffer, Online-Konzeptioner
- Veit Mathauer, Sympra – Agentur für Public Relations
Mehr aus der Social Media Newsroom Expertenrunde:
- Alles was Sie über den Social Media Newsroom wissen müssen.
- Was ist ein Social Media Newsroom und wie funktioniert er?
- Wie unterscheidet sich der Social Media Newsroom von einem Blog?
- Welches sind die wesentlichen Einsatzfälle für einen Social Media Newsroom?
- Wer sind die Zielgruppen für den Social Media Newsroom?
- Warum Unternehmen einen Social Media Newsroom einsetzen sollten.
- Welche Unternehmen sind für den Social Media Newsroom geeignet?
- Wie spielt der Social Media Newsroom mit der klassischen Unternehmenskommunikation zusammen?
- Social Media Newsroom – “nice to have” oder “must have”?
- Was ist entscheidend für den Einsatz eines Social Media Newsrooms?
Social Media Newsroom Expertenrunde: Was ist entscheidend für den Einsatz eines Social Media Newsrooms? (Teil 9 der Serie)
13. August 2010 um 9:04 von Mario Grobholz
Vor drei Wochen starteten wir mit der Serie “Social Media Experten stellen den Social Media Newsroom vor”. Wir konnten dabei über die grundsätzliche Funktionsweise, die Unterscheidung zu einem klassischen Blog, über die Zielgruppen bis hin zur Frage des Zusammenspiels mit der klassischen Unternehmenskommunikation die Meinungen ausgewiesener Social Media Experten einholen. Heute wollen wir, im vorletzten Artikel der Serie, erfahren was aus Sicht unserer Experten entscheidend für den Einsatz eines Social Media Newsrooms ist.
Das Internet ist mittlerweile die erste Anlaufstelle um sich zu informieren – das gilt für die meisten von uns und zwar in immer intensiveren Ausmaßen. Unternehmen werden sich über kurz oder lang gar nicht mehr die Frage stellen OB sie im Internet kommunizieren und eventuell auch Dialoge führen oder NICHT, so Klaus Eck, PR Blogger und Kommunikationsberater. Es wird vielmehr die Frage sein wie gut oder weniger gut ist ein Unternehmen dabei. Natürlich gehört dazu auch eine entsprechende Vorbereitung, also eine Planung, ein Konzept, eine Strategie, denn am Ende soll auch Kommunikation im Netz helfen die Ziele des Unternehmens zu erreichen. Lesen Sie heute was Ihnen unsere Experten für Ihre Social Media Aktivitäten als abschliessenden Rat an die Hand geben.
Bernhard Jodeleit: Social Media Newsrooms sind längst ein selbstverständliches Instrument moderner Öffentlichkeitsarbeit. Sie erleichtern Unternehmen die Mehrfachverwendung von Inhalten und die Vernetzung mit Online-Multiplikatoren.
Jan-Hendrik Senf: Die Schaffung eines Social Media Newsrooms ist ein sehr individueller, kreativer Akt und der Newsroom muss von der Konfiguration her ideal zur anvisierten Zielgruppe passen, um seine Ideal-Funktion zu erfüllen und zu erreichen: Ein gut und gerne sowie immer wieder aus intrinsischer Motivation der Nutzer besuchter Anlaufpunkt zu werden.
Klaus Eck: Das Social Web ist “here to stay”. Auch Unternehmen, die sich noch nicht daran beteiligen, werden über kurz oder lang nicht darauf verzichten können. Denn für alle, die sich über ein Unternehmen informieren möchten, ist das Internet die erste Anlaufstelle. Daher ist es wichtig, alle relevanten Informationen dort übersichtlich aufzubereiten und den Besuchern einen gründlichen und positiven Eindruck zu vermitteln. Der Social Media Newsroom ist dafür ideal, da er die vielen Internet-Präsenzen des Unternehmens übersichtlich aufzeigt und sogar zur Interaktion auffordert.
Veith Mathauer: Unsere Webpräsenz sympra.de umfasst eine klassische Website, ein Blog und einen Newsroom – integriert unter einer Oberfläche. Die Besucher merken meist gar nicht, dass sie sich de facto auf drei unterschiedlichen Plattformen bewegen. Das begeistert! Viele Unternehmen, denen wir unseren Newsroom gezeigt haben, interessieren sich genau für eine solche integrierte Anwendung. Der Social Media Newsroom als reiner Pressebereich 2.0 dürfte vor allem für große Unternehmen und Organisationen interessant sein.
Mehr aus der Social Media Newsroom Expertenrunde:
- Alles was Sie über den Social Media Newsroom wissen müssen.
- Was ist ein Social Media Newsroom und wie funktioniert er?
- Wie unterscheidet sich der Social Media Newsroom von einem Blog?
- Welches sind die wesentlichen Einsatzfälle für einen Social Media Newsroom?
- Wer sind die Zielgruppen für den Social Media Newsroom?
- Warum Unternehmen einen Social Media Newsroom einsetzen sollten.
- Welche Unternehmen sind für den Social Media Newsroom geeignet?
- Wie spielt der Social Media Newsroom mit der klassischen Unternehmenskommunikation zusammen?
- Social Media Newsroom – “nice to have” oder “must have”?








