Exhibitionismus in Social Networks?
5. Februar 2008 um 6:00 von Mario Grobholz
Welche Konsequenzen das Erstellen von Persönlichkeitsprofilen in Social Networks und das Preisgeben von persönlichen Details haben kann, zeigt sich aktuell am Beispiel des Falls Jérôme Kerviel. Der 31-jährige Aktienhändler hat seiner Bank Société Générale vor ein paar Wochen den größten Kapitalverlust aller Zeiten herbeigeführt.
An seinem Beispiel zeigt sich jedoch auch deutlich, wie gläsern viele Social Networker sind. Aufgrund der vielfältigen Möglichkeiten von Social Media haben wir immer häufiger ein Profil auf Xing, Facebook, Amazon, Ebay oder Web 2.0-Plattformen angelegt. Das erleichterte es im Falle Kerviel den Fahndern und Journalisten ungemein, sich über den Bankangestellten zu informieren. Auf Facebook hatte ein französischer Student sogar eine Gruppe gegründet, für diejenigen, die Jerome Kerviel suchen, den “Mann der 4, 9 Milliarden in den Sand gesetzt hat!!!” (Spiegel). Innerhalb kürzester Zeit schlossen sich der Gruppe mehr als 400 Mitglieder an.
Für Journalisten ist es völlig normal, einen bis dato unbekannten Namen in Google einzugeben, um einige grundsätzliche Informationen sowie Kontaktdaten über die Person zu erhalten. Social Networks erleichtern es darüber hinaus, erste Ansprechpartner – Kontakte des Gesuchten – ausfindig zu machen. Auf Spiegel Online wird deshalb jüngst kritisch angemerkt:
“Die Chance steigt jeden Monat, dass man binnen weniger Minuten selbst intime Details über den einstigen Niemand herausfindet. Und selbst wenn der Betreffende, wie nun im Fall des Milliarden-Versenkers Jérôme Kerviel, selbst gar keine großen Web-Aktivitäten entfaltet hat, ist Erkenntnisgewinn zu erwarten: Eine Heerschar von Internet-Nutzern stürzt sich mit wachsender Begeisterung auf die Aufgabe, Medien und Polizei bei ihren Recherchen zu unterstützen.”
Darüber hinaus warnt das Nachrichtenmagazin von der “Gefährlichkeit der Daten-Nabelschau bei Facebook und Co”, weil immer mehr Menschen in Web 2.0-Zeiten ganz alltägliche Dinge leichtsinnig publizieren würden. Natürlich kann der “ungezügelte Exhibitionismus” den Einzelnen gefährden, wenn dieser sich nicht bewusst ist, was mit seinen Daten im Internet geschehen kann. Dennoch wirkt der Alarmismus des Spiegel-Artikel etwas deplaziert.
Wer seine Privatsphäre online schützen will, kann dieses auch in den Social Networks tun, in dem er seine Freigabeeinstellungen überprüft und sich genau überlegt, wer welche Bilder, Videos und sonstigen Inhalten sehen darf. Je besser ich mir selbst im Klaren bin, wie ich in der digitalen Öffentlichkeit erscheinen will, desto leichter fällt es mir, dieses auch zu steuern. Zwar ist es nicht immer möglich, die Einträge Dritter zu beeinflussen, doch die eigenen digitalen Spuren können wir gezielt legen, so dass die Aufmerksamkeit der Onliner sich auf die Inhalte richtet, die wir präferieren. Niemand muss hierbei alles dem Zufall überlassen.
Die weiteren Spiegel-Beispiele (Pierre Omidyar, Felix Petersen, Kevin Colvin) machen deutlich, dass wir in einer radikalen (digitalen) Transparenz leben, in der eben alles und vor allem Lügen sehr schnell rauskommen. Aus diesem Grunde wird die persönliche Integrität und der Aufbau von Vertrauen zunehmend wichtiger. Wer sich online authentisch und glaubwürdig gibt und dieses auch wirklich ist, dürfte keine allzu großen Probleme mit seiner (Online-)Privatsphäre haben, sollte aber dennoch genau prüfen, welche Daten er selbst in den digitalen Raum und damit in die Öffentlichkeit entlässt.
Zudem bietet es sich natürlich an seine Reputation auch Online aktiv zu managen. Hierzu hat myON-ID einen Service entwickelt mit dem jeder ohne große Vorkenntnisse und bei geringem Zeitaufwand schnell zu guten Ergebnissen kommt seine Reputation selbst in die Hand zu nehmen und das nicht den Suchmaschinen zu überlassen.
>> Spiegel Online: Kerivel im Internet. Facebook-User fahnden nach Milliarden-Betrüger
>> PR Blogger: Sind Sie Dr. Jekyll oder Mr. Hyde?
>> Spiegel Online: Social Networks: Der Fall Kerviel und die ungezügelten Exhibitionisten
Klaus Eck, PR Blogger
Pflege fürs Online-Image
25. Januar 2008 um 8:00 von Mario Grobholz
In Foren, Blogs und Netzwerken geben wir Daten Preis und jeder kann mitlesen. Freunde, Verwandte und sogar der Chef. Ob man möchte oder nicht. Doch das Web ist mehr als nur eine Daten-Schleuder. Wie lässt sich das Internet gezielt nutzen, um den eigenen Ruf zu stärken oder Kontakte zu knüpfen? Was treibt Blogger an, wie arbeiten eigentlich Suchmaschinen und was lässt sich mit ihnen alles herausfinden? Der Career Service im Gespräch mit Mario Grobholz, Begründer des Internetdienstes myON-ID.
Ich google meinen Namen und finde Blogeinträge mitMeinungen, die ich nicht mehr vertrete, Kommentare und jede Menge Partyfotos, die besser niemand sehen sollte.
Wie können Sie mir helfen?
Mit myON-ID haben wir einen kostenlosen Service geschaffen,mit dem Sie Stellung dazu nehmen können, welche Web-Inhalte über Sie zutreffen und welchenicht. Zudem können Sie die Inhalte dort kommentierenund sortieren. Das betrifft auch veralteten Contentwie etwa die ersten Gehversuche eines erfahrenenWeb-Designers, die noch nach Jahren im Internetgefunden werden. Oder Jugendsünden wie peinlicheFotos oder Einträge in Social-Network-Angeboten. So etwas können Sie auf myON-ID in seinen Kontexteinordnen und präventiv entschärfen.
Wie gehe ich dabei vor?
Eine der Kernfunktionen von myON-ID ist das Sammeln,Bewerten und Sortieren von Internet-Einträgen zur eigenen Person. So können Sie sicherstellen, dassMenschen, die über myON-ID nach Ihnen suchen, die Einträge immer im richtigen Zusammenhang und in der von Ihnen festgelegten Reihenfolge finden. In Ihrem persönlichen Profil finden Suchende alle Inhalte, die im Web über sie kursieren. Die zur Person gehörenden Weblinks lassen sich in einem Dossier sammeln undkommentieren. Anschließend können Sie Ihre Kontakte dazu einladen, Ihre Online-Reputation zu bewerten. Viel wichtiger ist aber, dass Sie mit Ihrem myON-ID Profil sehr prominent bei Google und anderen Suchmaschinen gefunden werden! In der Regel schaffen es unsereNutzer mit Ihrem Profil auf die ersten Google Plätze – ganz ohne Vorkenntnisse und ohne großen Zeitaufwand.
Also wird mein Profil auch von Suchmaschinen gefunden?
Genau das ist unsere Zielsetzung. Denn gesucht wird heute und auch zukünftig vorrangig bei Google. Deshalb ist es wichtig, wenn Sie etwas für Ihren guten Ruf tun wollen, dort gefunden zu werden. Hierfür hat myON-ID Konzepte und Werkzeuge entwickelt, die das heute bereits sehr erfolgreich für unsere Nutzer leisten. Zusätzlich werden wir unseren Nutzern ab der nächsten version von myON-ID anbieten, ein sogenanntes „sponsored Profile“ einzurichten. Hier schenken wir unseren Nutzern Geld für das Eigenmarketing, indem wir bezahlte Anzeigen bei Google schalten.
Gibt es Fälle, bei denen auch Sie nicht weiterhelfen können?
Ja, gibt es selbstverständlich. Wir können grundsätzlich keine Inhalte löschen und damit dauerhaft verschwinden lassen. Dieses Angebot wäre unseriös. Das Internet vergisst nicht, das liegt in der Natur der Sache. Zudem kann natürlich niemand kontrollieren, was peer-topeer, also von Person zu Person weitergegeben wird. Was wir leisten können, und das machen wir heute schon recht gut, ist die guten und aktuellen Inhalte über unsere Nutzer weiter oben zu positionieren, um damit die alten und negativen Dinge aus dem Rampenlicht zu nehmen.
Ist der Internetruf wirklich wichtig?
Im Web 2.0 werden Sie zur öffentlichen Person. Somit gewinnt der gute Ruf, der außerhalb des Internets seit jeher die Basis für Erfolg ist, auch in den digitalen Welten immer mehr an Bedeutung. Doch Vorsicht: Gerade im Mitmach-Web verbreiten sich Gerüchte und Anfeindungen unkontrolliert über viele Sites. Als Betroffener kämpfen Sie da gegen Windmühlen. Und ohne ein systematisches Reputationsmanagement werden Sie den Kampf ganz sicher verlieren.
An wen richtet sich „MyON-ID“?
Prinzipiell an alle, die im Internet unterwegs sind. Hierbei bietet das Portal die Möglichkeit, sich sowohl der Familie und den Freunden, als auch potentiellen Kunden und Arbeitgebern gegenüber positiv darzustellen. Nicht zuletzt hilft myON-ID dann auch im Hinblick auf die Karriereplanung.
Wie kam die Idee zu diesem Projekt?
Im Februar 2006 habe ich mit meinem Mitgründer Roman Pritzkow über die Macht diskutiert, die Google mit seiner Suchmaschine hat. Uns war klar: Wenn ich mich nicht richtig darum kümmere, muss ich das akzeptieren, was Google als Suchergebnis ausliefert. Das hat uns beunruhigt und auf die Idee zu myON-ID gebracht.
Welche Tipps geben Sie Internet-Nutzern an die Hand?
Das Wichtigste ist: Bleiben Sie am Ball. Denn aus der Welt schaffen wird myON-ID Ihre “Jugendsünden” nicht. Vielmehr lenkt das Portal die Aufmerksamkeit auf ausgewählte Informationen. Hierbei dürfte es Ihnen schwer fallen, Ihre Reputation einfach nur wie einen Motor zu “frisieren”. Eine Online-Reputation entsteht nicht von heute auf morgen. Sie beruht auf den Dingen, die wir on- wie offline täglich machen und setzt sich aus der eigenen und fremden Wahrnehmung zusammen. Um das digitale Erscheinungsbild zu überprüfen, ist es sinnvoll, regelmäßig die eigene Wirkung per Ego-Surfing zu überprüfen und sich zu fragen, wie stehe ich zurzeit mit meiner Online-Identität da. Analysieren sie also regelmäßig das Web. Das geht mit Hilfe der myON-ID-Suche sehr bequem, zumal wir ab der nächsten Version von myON-ID die Suche automatisieren. Sammeln und kommentieren Sie regelmäßig Fundstücke und schaffen Sie sich ein Reputationsnetzwerk an – denn es gilt auch noch heute „zeige mir, wer deine Freunde sind und ich zeige Dir, wer Du bist.“
Dieses Interview ist erschienen im Career Service Newsltetter vom November 2007
Career Service Münster
Universität Münster, www.uni-muenster.de/CareerService
Hoch im Kurs: Vanity Searching mit Google!
11. Januar 2008 um 8:00 von Mario Grobholz

Haben Sie Ihren eigenen Namen schon mal in eine Suchmaschine wie Google eingegeben? Haben Sie das Gleiche schon mal für einen Ihrer Kollegen gemacht? Dann sind Sie in guter Gesellschaft, denn in den USA betreiben beinahe 50% der Erwachsenen Ego-Searching und finden dabei nicht nur ihre eigenen Daten.
Doch vorweg eine kleiner Begriffsdefinition nach Wikipedia. Was versteht man unter Vanity-Searching oder Ego-Surfing?
Als Vanity Search (auch Vanity Searching oder Ego Search bzw. Ego Searching) bezeichnet man eine Suche im Internet nach der eigenen Person oder Firma (oder deren Produkten), um deren Beliebtheit oder Platzierung in den Suchergebnissen zu erfahren. Der Begriff stammt aus dem Englischen von vanity Eitelkeit und search Suche. Vanity wird dabei aber eher im Sinne von “Ichbezogenheit” verstanden (vgl. auch Vanity Number).
Mit dem Aufkommen von Suchmaschinen wie Google, die einen sehr großen Teil des Internets durchsuchen können, begannen viele Menschen, ihre eigenen Spuren im Internet zu ermitteln. Antrieb ist oft nur die Neugier, zu erfahren, wer den gleichen Namen hat wie man selbst. Ernster wird die Angelegenheit aber, wenn Fremde unerwünscht Informationen über einen verbreiten oder Unternehmen den Marktwert ihrer Produkte ermitteln. Der Unterschied zur “normalen” Suche liegt klar auf der Hand: Man will nicht eine fremde Person oder einen Gegenstand finden, sondern alles wissen, was über einen selbst (im weitesten Sinne) geschrieben wird.
Überaschend ist dieser Anstieg auf beinahe 50% nicht, denn bereits in 2002 waren es 22% der Erwachsenen Amerikaner die nach sich oder anderen Personen suchen. Hierbei sind Frauen und Männer gleichermaßen aktiv. Häufig geht es bei den Suchanfragen darum liebe Menschen wiederzufinden. Genauso häufig wird aber auch aus purer Neugierde nach Freunden, Familie, Kollegen und Ex-Partnern gesucht. Der Untersuchung nachbevorzugen vor allem Frauen vor einem Date die Person zu googlen die später das Herz der Dame erobern soll. Neben Adressen stehen alle privaten Informationen im Fokus der Suchenden. Dies hat jetzt die amerikanische Beratung “Pew Internet and American Life Project” untersucht.
Also Männer – achtet auf Euer Online Image! Falls Ihr jetzt damit anfangen wollt einen guten Ruf aufzubauen – myON-ID hilft dabei!
Tips, Informationen und Ratschläge zum Reputationsmanagement finden Sie u.a. hier:
Wie Sie es mit myON-ID schaffen bei Google gut platziert und gefunden zu werden finden Sie hier:
Reputation als Erfolgsfaktor
8. Januar 2008 um 8:00 von Mario Grobholz

Der Aufbau einer positiven Reputation braucht Zeit. Viel Zeit. Die Bildung von Reputation muss dabei immer als langfristige Investition verstanden werden und nicht als bloße Schönfärberei. Mit einem digitalen Make-Up, einer Ablenkung von anderen Problemen, ist niemanden langfristig geholfen. Doch der Aufwand für das Reputation Management lohnt sich.
Gerade in sich schnell ändernden Umwelten wie dem Internet sind immaterielle Werte wie Glaubwürdigkeit und Verlässlichkeit besonders bedeutsam. Immer mehr Entscheider in Unternehmen erkennen das: “Mit der Vernetzung unseres täglichen und digitalen Lebens werden Online- und Realwelt-Reputation zusammenwachsen”, sagt Paul Williams, Manager von iKarma.
Doch ein hart erarbeiteter positiver Ruf kann durch öffentlich diskutierte Fehltritte leicht zerstört werden. “Die Deutsche Shell AG musste aufgrund der Brent-Spar-Diskussion im Jahre 1996 herbe Reputationsschäden hinnehmen. Bis heute ist es dem Unternehmen trotz massiver Investitionen in reputationsbildende Maßnahmen nicht gelungen, das ursprünglich erreichte relativ hohe Reputationsniveau wieder zu erreichen.” (Studie von 2001 zur Unternehmensreputation, HU-Berlin) Williams schlussfolgert daraus: “Auch wenn sich der Ruf eines Unternehmens nicht bilanzieren lässt, beginnt die Geschäftswelt zu erkennen, dass Reputation Management ein kostengünstiger und hocheffektiver Weg ist, um sich im Markt Wettbewerbsvorteile zu sichern”.
Der gute Ruf eines Unternehmens wirkt sich nicht nur auf Verkaufszahlen aus, sondern ist auch entscheidend für das größte Potential der meisten Firmen: die Mitarbeiter. Die besten Absolventen suchen nach einem bestmöglichen Arbeitsplatz und lassen sich Empfehlungen geben. Und im digitalen Zeitalter wirkt die Mundpropaganda noch schneller: Die Radikale Transparenz desWeb2.0 verleiht der Reputation eine enorme Durchschlagskraft. Genau nach diesem Prinzip folgt myON-ID und bietet für Privatpersonen Reputationsmanagement zum Aufbau des guten Rufs im Internet an. Dies war bislang Unternehmen und deren Unternehmensleitung vorbehalten.
>> IHK Schwaben: Digital Reputation Management: Wie guter Ruf zu barer Münze wird
Klaus Eck, PR Blogger
SAT1 bringst nochmal …
24. Dezember 2007 um 8:00 von Mario Grobholz

Für alle die den SAT1 Beitrag bei Planetopia am 4. November nicht gesehen haben, hat es SAT1 in der heutigen Sendung nochmals wiederholt. myON-ID bei Planetopia!
In der vorlezten Sendung des Jahres wurden die erfolgreichsten Beiträge aus 2007 nochmals gezeigt. Hierzu gehört laut SAT1 auch der Beitrag über Reputationsmanagement mit myON-ID.
Das freut uns natürlich sehr, denn der zweite TV Beitrag in so kurzer Zeit ist für uns und unser junges Unternehmen sicherlich ein weiteres Highlight in 2007!
Hier der Link zum Video der Sendung vom 4. November 2007.
Hier der Link zur aktuellen Sendung vom 23. Dezember 2007.
Ein dickes Lob an unsere Technik, die auch einem Tag vor Weihnachten diesen Peak managen konnten und myON-ID trotz des großen Traffics stabil blieb.
Mit diesem freudigen Ereignis verabschieden wir uns nun in die Winterpause. Wir wünschen allen Nutzern und Freunden von myON-ID ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Start ins Jahr 2008! Wir können Ihnen allen heute schon versprechen, dass es im neuen Jahr viel neues bei myON-ID geben wird. Es lohnt sich also dran zu bleiben!
Beherrschen der Technik allein reicht nicht
30. November 2007 um 8:00 von Mario Grobholz
Nicht nur das Beherrschen der Technik will gelernt sein, auch der inhaltliche Umgang und die Verantwortung sich selbst und seiner Umwelt gegenüber muss der neuen jungen Webgeneration nahe gebracht werden.
Vor ein paar Tagen bin ich über einen Artikel gestoßen der sich damit beschäftigt wie Jugendliche heute mit den neuen Medien und Angeboten die sich speziell im Internet bieten umgehen. Das neue Angebote die auf Basis neuer Technologien entstehen heute von Jugendlichen und Schülern schneller verstanden und aufgegriffen werden ist nicht erst seit Erfindung des Videorekorders mit zeitgesteuerter Aufzeichnung weitläufig bekannt.
So verwundet es ja auch nicht, dass viele neue WEB 2.0 Angebote besonders intensiv von dieser Zielgruppe aufgesucht werden. Doch wer erklärt den heutigen Teenangern welche Konsequenzen sich aus dem heutigen jugendlichen Handeln ergeben können? Genau diese Forderung stellt der Mainzer Medienpädagoge Stefan Aufenanger am Montagabend bei den Mediatagen Nord in Kiel.
Es sei ein weit verbreitetes Vorurteil, dass Jugendliche mit neuen Medien besser umgehen könnten als Erwachsene, sagte Aufenanger. Vor allem Jungen könnten zwar die Geräte oft besser bedienen, bei der Einschätzung der Inhalte seien ihnen die Erwachsenen aber weit überlegen.
Hintergrund der Expertendebatte ist, dass das Internet den Jugendlichen heute eine Vielzahl von Möglichkeiten bietet, sich auszutauschen und eigene Daten ins Netz zu stellen. Dies kann nach Expertenmeinung positiv für neue Lernmodelle genutzt werden, erhöht aber auch das Risiko, auf rassistische oder pornografische Inhalte zu stoßen. Zum Teil stellen Jugendliche auch leichtsinnig private Fotos oder Daten in Internet-Plattformen wie SchülerVZ oder StudiVZ.
Es gebe derzeit keinen wirksamen Filter gegen jugendgefährdende Fotos, weil Filter nicht die Bedeutung eines Bildes erkennen könnten, sagte Per Christensen vom Internet-Anbieter AOL. Seine Firma setze darauf, dass Internet-Nutzer schädliche Inhalte meldeten. Auch Phillippe Gröschel, Jugendschutzbeauftragter der Internet-Foren SchülerVZ und StudiVZ, setzt auf die Mitarbeit der jungen Mediennutzer. 60 Mitarbeiter würden sich bei den beiden Foren nur um Beschwerden kümmern. Angesichts von 600.000 hochgeladenen Fotos pro Tag sei eine wirksame Kontrolle nicht möglich.
Ein Grund mehr, auch für junge Internetnutzer auf Angebote wie myON-ID zurückzugreifen, um bereits frühzeitig damit zu beginnen den eigenen guten Ruf im Internet zu schützen.
http://www.ksta.de/html/artikel/1195540834160.shtml
myON-ID goes Radio
23. November 2007 um 8:00 von Mario Grobholz

In einem Interview mit dem Bayerischen Rundfunk konnte ich gestern myON-ID vorstellen. In seinem Jungendsender Bavarian Open Radio durfte dann heute Herr Strubel die Hosen runter lassen. Hören Sie selbst rein …
“Online-Identität: Wer eine Bewerbung abschickt muss damit rechnen, dass der Personalchef sich erstmal im Internet schlau macht.” Das war der einhellige Tenor der Gesprächsteilnehmer im Interview des Bayerischen Rundfunks. Das Reputationsmanagement auch für junge Menschen mittlerweile eine immer größere Rolle spielt, darüber sind sich Personalchefs und Personaldienstleister einig.
Im Gespräch mit der Jungendredaktion konnte ich dann vorstellen wie myON-ID auch jungen Menschen, die als Bewerber gerade vor dem wichtigen Schritt ins Berufsleben stehen helfen kann. Die Googleability wird immer wichtiger!
Witzig aufgemacht und gut recherchiert präsentiert vom bayerischen Rundfunk. Hören Sie selbst rein in den Beitrag “Online Identität” …
Wie Personaler das Web nutzen
21. November 2007 um 8:00 von Mario Grobholz
Wer als Führungskraft seine Bewerbungen heutzutage verschickt, sollte immer mit dem Internet rechnen. Im Bewerberblog berichtet die Junior-Recruiterin Nadia Kittel von einem Fall aus dem deutschsprachigen Raum, bei dem sich eine Reputationsüberprüfung absolut ausgezahlt hat.
Sie nennt den untersuchten Bewerber in ihrem Blog einfach anonymsierend “Dr. Give”. Dieser hatte sich bei ihr per E-Mail für eine Management-Position beworben. Dabei fielen der Bewerberbloggerin jedoch einige Unstimmigkeiten auf, die sie misstrauisch werden ließen und zur Online-Recherche ermunterten. Dr. Give listete zahlreiche Geschäftsführer- und Managementposten der obersten Liga auf und hatte gleichzeitig einen sehr langen Bildungsweg hinter sich. Zudem stellte sich heraus, dass er seine Bewerbung für eine Position im englischsprachigen Ausland mit einem automatischen Übersetzungstool ausgeführt hatte, was nicht unbedingt für seine Sprachkenntnisse sprach.
Durch ihre Google-Recherche fand Knittel zudem heraus, dass die vom Doktor angegebenen “Bildungsinstitute entweder gar nicht oder nur als spanische Finka eines dubiosen selbsternannten Professors existieren. Zu allem Übel war auch problemlos herauszufinden, dass der Doktorvater (den der Bewerber ungewöhnlicherweise in seiner Bewerbung extra angegeben hatte) diverse Klagen wegen Titelhandel laufen hat.”
Aufgrund der Datenlage stufte sie Dr. Give als Hochstabler ein, der sich bei seiner Täuschung allerdings nicht viel Mühe gegeben habe. Bei Personensuchmaschinen ist Knittel eher kritisch, weil sie befürchtet, dass gewiefte Bewerber dort ihr Image selbst aufhübschen und gemäß ihrer Bewerbung anpassen könnten.
Das sehe ich etwas anders. Ich glaube nicht, dass es jemanden nachhaltig gelingt, ein digitales Makeup aufzusetzen und darunter die Wahrheit zu verbergen. Online-Täuschungen haben kurze Beine. Denn es wird immer jemanden geben, der eine Täuschung aufdeckt und darüber online berichtet. Dadurch sind derlei Täuschungsversuche sogar langfristig via Google auffindbar und schaden bei künftigen Bewerbungsprozessen. Insofern sollte es sich jeder sehr gut überlegen, ob er “falsche” Spuren hinterlässt. Ganz abgesehen davon, könnte das vielleicht sogar juristische Folgen für den Bewerber nach sich ziehen.
>> Bewerberblog: Dr. Give und seine Reputation im Internet
Klaus Eck, PR Blogger
Der digitale Schein im Arbeitsleben
1. November 2007 um 8:00 von Mario Grobholz
Schon bald werden wir beinahe alles voneinander wissen oder glauben dieses zumindest. Wer sich via Internet oder Telefon zu einem Geschäftsessen oder auf einer Konferenz verabredet, weiß erst einmal wenig von seinem Gegenüber, kann sich aber durchaus vor dem Termin via Social Networks wie Xing einen ersten Eindruck vom Anderen verschaffen. Bereits die Bilder in den Profilen geben dem Anrufer oder E-Mail-Schreiber eine Identität.
“In zehn Jahren wird es kaum noch einen Menschen geben, über den es nichts im Internet zu lesen gibt.”, sagt Lars Hinrichs, Gründer von Xing, einem der größten Business Netzwerke in der “Wirtschaftswoche” Nr. 44 vom 29.10.2007.
Falls sich der unbekannte Geschäftsfreund nicht mit einem persönlichen Profil online verewigt haben sollte, ist es immer noch möglich, sich über eine einfache Google-Recherche einen Eindruck von dessen digitalen Erscheinungsbild zu verschaffen. Der Schein bestimmt hierbei das Bewusstsein und die Wahrnehmung des Fremden. Mit der eigenen Wahrheit muss der erworbene digitale Ruf nicht unbedingt etwas zu tun haben.
“Unsere öffentliche Reputation ist längst ein entscheidender Teil unserer Persönlichkeit, kurz: Ich bin, wer ich in den Augen der anderen bin.” (Jochen Mail: “Wirtschaftswoche” Nr. 44 vom 29.10.2007)
Und das hat natürlich erhebliche Folgen auf unsere Außenwirkung. Laut Wirtschaftswoche kam bei einer Umfrage unter österreichischen und deutschen Managern heraus, dass der gute Ruf über Karrieren entscheidet. Er wirkt sich unmittelbar auf den Erfolg von Bewerbungen und Beförderungen aus, induziert mitunter Jobkrisen und den Verlust des Arbeitsplatzes.
Hierbei geht es immer weniger um objektive Entscheidungskriterieren. Wenn es im Arbeitsleben darum geht vertrauensvolle Beziehungen aufzubauen, bleibt immer weniger Zeit diese wirklich kennenzulernen, weil wir immer häufiger in schnell wechselnden Projektteams miteinander arbeiten. Was liegt also näher, auf Überraschungen zu verzichten und sich via Internet einen ersten Eindruck von dem unbekannten Kollegen zu verschaffen?
Haben Sie sich bereits einmal über neue Kollegen oder Geschäftspartner online informiert? Inwieweit stimmte hierbei der digitale Schein mit dem Sein überein?
>> Karrierebibel: Schein wird sein – Ruf-Politur am Fakeman
Klaus Eck, PR Blogger
Jobverlust durch Blogging
19. Oktober 2007 um 9:00 von Mario Grobholz
Wer sich in die Öffentlichkeit begibt, sollte sie also solche verstehen. Deshalb wird jede digitalisierte Information von und über Sie gefunden. Private Nachrichten gibt es in digitaler Form nicht wirklich. Schließlich findet so manche privat verfasste ihren Weg in die Netzöffentlichkeit und hat ungeahnte Folgen.
Jochen Mai stellt in seinem Karriereblog ein aktuelles Beispiel für den Jobverlust durchs Bloggen vor. Jessica Zenner alias Jessica Carr, eine 23-jährige Nintendo-Mitarbeiterin, nahm beim privaten Bloggen zuwenig Rücksichten auf ihre Kollegen und beleidigte diese anonym durch einzelne Beiträge. Auch wenn sie diese und ihr Unternehmen Nintendo nicht namentlich genannt hatte, ging die Kritik und Verleumdung den Verantwortlichen anscheinend zu weit. Der Personalchef Nintendos wurde auf ihr Blog Inexcusable Behavior aufmerksam und zog deshalb am 31. August 2007 die Konsequenzen, indem er der Bloggerin ihre Entlassung mitteilte. Darauf war Zenner nicht gefasst. Sie hatte in aller Naivität angenommen, dass niemand ihr Blog wahrnimmt bzw. dass es keinerlei Relevanz für Nintendo habe.
Schon im Falle von Ellen Simonetti, der “Königin der Lüfte“, zeigte sich, wie wenig Anonymität vor dem Jobverlust hilft. Die Delta-Airlines-Stewardess berichtete bis 2004 anonym aus ihrem Leben und schmückte ihre Beiträge gerne mit Fotos von ihrem Arbeitsplatz bei Delta Airlines. Einmal ließ sie sich in ihrer Stewardessen-Uniform etwas freizügiger auf einer Sitzreihe thronend ablichten, was jedoch ihrem Arbeitgeber gar nicht gefiel. Denn anhand ihrer Uniform war eindeutig zu erkennen, für wen sie in Wirklichkeit arbeitete. Und so erhielt Simonetti kurz nach der Blog-Veröffentlichung der Fotos die fristlose Kündigung von Delta Airlines. Es genügte den Managern der Fluggesellschaft nicht, dass das “Tagebuch einer Stewardess” einen fiktionalen Charakter hatte und alle Orts- und Firmenangaben frei erfunden waren. Ihnen gingen die detailreichen Beschreibungen des Arbeitsalltags einer Stewardess schlicht zu weit.Doch die Flugangestellte war sich keiner Schuld bewusst. Es gab zu diesem Zeitpunkt keine Firmenrichtlinie oder Blog Policy, die das Führen eines solchen Blogs untersagt hätte, und sie erhielt deswegen auch nie eine Abmahnung. Deshalb fühlte sie sich ungerecht behandelt: “Wenn ich gewusst hätte, dass mich das meinen Job kostet, hätte ich es nicht gemacht. Und wenn sie mich gebeten hätten, das Blog abzuschalten, wäre ich dem natürlich nachgekommen. Aber diese Möglichkeit hat man mir nie gegeben. Es ist unfair, wegen einer nicht existierenden Blog-Policy gefeuert zu werden.”
Wenn Sie selbst anonym bloggen, sollten Sie deshalb ganz genau darüber nachdenken, welche Konsequenz das für ihre Karriere im Berufsleben haben könnte. Auch in diesem Falle zeigt sich deutlich, dass viele Mitarbeiter gar nicht ahnen, welche beruflichen Konsequenzen ihr digitales Dasein haben kann.
Kennen Sie vielleicht einige deutsche Beispiele für den Jobverlust durch das Bloggen?
>> The Stranger: Nintendo Contractor Fired for Blog
>> Fired Nintendo Blogger Speaks Her Mind – An Interview with Jessica Zenner
>> PR Blogger: Dell’s Online Communication Policy
>> Die Karriere-Bibel: Game over – Blogs als Karrierekiller
Klaus Eck







