Employer Branding und Recruiting im Social-Media-Zeitalter
16. August 2011 um 8:07 von Philipp Strobel
Es gibt immer mehr Unternehmen, die über soziale Netzwerke wie Facebook, Linkedin, Xing oder Twitter nach Mitarbeitern suchen. Dies ist Ergebnis einer Recherche vom Manager Magazin Online unter Deutschlands 60 größten Firmen. Demnach nutzen beispielsweise die Deutsche Post und Lufthansa Facebook, um auf ihre Stellenausschreibungen in ihren eigenen Karriereportalen aufmerksam zu machen. Zudem beantworten sie Fragen rund um Bewerbungen und aktuelle Stellen im Unternehmen. Das Social Web hilft auch bei der Vermittlung von Angestellten über Empfehlungen: Bei der Deutschen Telekom erfolgen beispielsweise ein Viertel der Einstellungen aufgrund von Empfehlungen.
Laut dem Magazin suchen auch die Personalabteilungen von Hermes-Logistik, dem Softwarekonzern SAP oder dem Chemiekonzern Boeringer Ingelheim auf Xing gezielt nach Profilen von Personen, die nach neuen Herausforderungen suchen. Bei SAP spricht die Personalabteilung Xing-Mitglieder über die Gruppe „sapdach” auf offene Stellen an und hat darüber bereits zehn Leute eingestellt – Tendenz steigend.
Dass viele Unternehmen das Social Web nutzen, um ihre Arbeitgebermarke zu fördern und um Personal zu rekrutieren, hat auch eine Studie der Wiesbaden Business School in Zusammenarbeit mit der Karriereplattfrom Talential zum Thema „Nutzung von Social Media im Employer Branding und Recruiting” im Herbst 2010 gezeigt. Unter den Befragten Fach- und Führungskräften gaben 67 Prozent an, Ziel ihrer Social-Media-Aktivitäten wäre das Recruiting von Mitarbeitern und 62 Prozent nannten den Aufbau einer Arbeitgebermarke als Ziel. Unterdessen waren nur 21 Prozent der Befragten zufrieden mit den Social-Media-Erfolgen für das Recruting und nur 18 Prozent sagten, sie könnten Erfolge beim Aufbau ihrer Arbeitgebermarke über das Social Web verzeichnen.
Dabei stellt sich die Frage, wie Unternehmen diese Erfolge steigern könnten. Auf Bewerber-Seite nachgefragt, finden sich hierzu mögliche Antworten: Eine Online-Befragung zum Thema „Beruf und soziale Netzwerke” durch den Student Monitor UG und PersonalMarketing 2null.de im Mai 2011 hat gezeigt, dass 91 Prozent der Bewerber die Websites der Unternehmen regelmäßig bei der Jobsuche nutzen, um sich über den Arbeitgeber zu informieren. Bereits jeder Zweite informiert sich derzeit auf Facebook. Zudem besuchen 37 Prozent Xing, 12 Prozent Linkedin und elf Prozent Twitter, um Informationen über den Arbeitgeber einzuholen. Doch obwohl sich Bewerber offensichtlich gerne auf den Websites der Unternehmens tummeln, um wertvolle Details zu erfahren, bewerben sich 69,2 Prozent bevorzugt per E-Mail, 15,8 Prozent via schriftlicher Bewerbung – und nur 9 Prozent via Webformular. Das ist Ergebnis einer Untersuchung der Universitäten Bamberg und Frankfurt sowie der Monster AG im Januar 2011. Formulare und undurchsichtige Online-Bewerbungsprozesse scheint die „Generation Facebook“ als Relikt aus der „Steinzeit” des Internets zu sehen.
Daraus lässt sich schließen, dass es für Unternehmen in der nächsten Zeit wichtig sein wird, den Online-Bewerbungsprozess zu verschlanken. Ein Schritt in diese Richtung könnte der „Apply-with-LinkedIn”-Button sein, über den kürzlich auch E-Recruiting-Expertin Eva Zils in ihrem Blog „Online-Recruiting.net” berichtete. Es ist Unternehmen möglich, diesen Button in ein Stellenangebot zu integrieren. So können sich Kandidaten direkt mit ihrem LinkedIn-Profil auf die vakante Stelle bewerben. Auch die Facebook-Recruiting-App von Monster, BeKnown, dürfte für das Recruiting in nächster Zeit spannend werden. Mit der App können Facebook-Mitglieder ein berufliches Netzwerk knüpfen, ohne dass Personaler deren private Aktivitäten zu Gesicht bekommen. Jobsuchende können sehen, wer aus ihrem BeKnown-Netzwerk Unternehmen und Karrieremöglichkeiten kennt, die für sie interessant sein könnten. Zukünftig soll es auch Möglichkeiten zur Mitarbeiterempfehlung geben, wobei Facebook-Nutzer bei erfolgreicher Empfehlung eines Kandidaten bares Geld erhalten sollen – Jobempfehlungen 2.0 also, die sicherlich virale Effekte mit sich bringen und somit zu einem nützlichen Hilfsmittel beim Recruiting werden können.
Ein nächster Schritt sollte für Unternehmen auch sein, ihre Social-Media-Präsenzen in den Bereichen Employer Branding und Recruiting mit den Karrierebereichen ihrer Websites zu verzahnen, denn dort informieren sich die Bewerber schließlich. Offenbar gibt es noch viel zu tun, um das Potenzial des Social Webs für das Employer Branding und das Recruiting besser auszunutzen. Wir fragen uns, wie HR-Experten dies einschätzen? Wir sind neugierig und werden das Thema in den kommenden Tagen weiter auf unserem Blog beleuchten und Personalexperten dazu befragen.
Online Reputation Management im TV
28. Mai 2010 um 8:30 von Mario Grobholz
Ein schlechter Ruf im Internet kann Job und Karriere kosten! Das Anschreiben individuell, das Foto perfekt, der Lebenslauf rund – und trotzdem klappt’s nicht mit den Bewerbungen auf eine Stelle?
Vielleicht liegt’s an Altlasten im Internet, denn Personalabteilungen nutzen zunehmend den Blick ins Web, bevor sie einen Bewerber zum Gespräch einladen. Besonders betroffen sind auch Jugendliche: Die Aussicht auf einen Ausbildungsplatz wird durch Fotos von Saufgelagen nicht gerade besser.
Das war vor wenigen Tagen das Thema auch auf Deutsche Welle TV, dem öffentlich rechtlichen Rundfunksender mit über 100 Mio. Zuschauern in über 30 Ländern. Dazu wurden wir von der Redaktion des deutschen Auslandsfernsehens als Experte eingeladen um Einblicke in die Möglichkeiten des Online Reputation Managements zu geben.
Dabei stand unser neuester Service Ruflotse im Mittelpunkt.
Internetsurfer behalten mit dem Ruflotse jederzeit den Überblick, was über einen bestimmten Suchbegriff im Internet zu finden ist. Hierfür wird einmalig ein Suchagent mit dem gewünschten Begriff angelegt, das kann der eigene Name, der Name eines Familienmitglieds, ein Firmenname oder ein anderer frei gewählter Begriff sein. Anschließend durchforstet der Dienst vollautomatisch das gesamte Internet. Neue Funde werden per E-Mail mitgeteilt. Zu unliebsamen Einträgen kann per Mausklick ein Löschauftrag gestellt werden.
Netzwerken lohnt sich – 30 Prozent aller Einstellungen erfolgen über Netzwerke
3. März 2010 um 9:10 von Mario Grobholz
Im Jahr 2008 nutzten 49 Prozent der Unternehmen bei der Suche nach geeignetem Personal persönliche Kontakte ihrer Mitarbeiter. Bei Kleinstbetrieben mit weniger als zehn Mitarbeitern lag der Anteil bei 53 Prozent. Bei den Großbetrieben mit 200 und mehr Beschäftigten nutzte dagegen weniger als ein Drittel soziale Netzwerke.
Zu diesem Ergebnis kommt eine vor kurzem veröffentlichte Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). In Großbetrieben seien häufig formale Strukturen bei der Stellenbesetzung etabliert, so das IAB. Dagegen könnten in kleinen Betrieben durch die größere soziale Nähe Informationen leichter informell eingebracht werden. Insgesamt kamen 29 Prozent der Neueinstellungen über Netzwerke zustande.
Über persönliche Kontakte wurden besonders häufig Stellen mit niedrigen Qualifikationsanforderungen besetzt. 21 Prozent der Neueinstellungen über Netzwerke erforderten keinen Berufsabschluss. Dies war nur bei 14 Prozent der Neueinstellungen ohne Netzwerke der Fall. Aber auch bei Stellen im oberen Segment des Arbeitsmarktes wurden persönliche Kontakte verstärkt genutzt, stellten die Arbeitsmarktforscherinnen Sabine Klinger und Martina Rebien fest: „So wurden Stellen, die Führungsqualitäten erfordern, relativ häufiger über Netzwerke besetzt.“
Landwirtschaft, Bau und Handel nutzen Netzwerke am häufigsten
Laut der Studie des IAB suchten 57 Prozent der Betriebe in der Land- und Forstwirtschaft, 54 Prozent der Betriebe im Baugewerbe und 52 Prozent der Betriebe in Handel, Gastgewerbe und Verkehr neue Mitarbeiter über persönliche Kontakte. Häufig handelte es sich auch um Jobs mit schwierigen Arbeitsbedingungen: 18 Prozent der Stellen, die im Jahr 2008 über soziale Netzwerke besetzt wurden, waren zum Beispiel mit körperlicher Anstrengung, unregelmäßigen Arbeitszeiten, Lärm- oder Hitzebelastung verbunden. Bei Anstellungen, die auf anderen Wegen vergeben wurden, lag der Anteil dagegen nur bei zehn Prozent.
Quelle: http://www.iab.de
Karriere Spezial: Wie das Vorstellungsgespräch zum Erfolg wird
25. Februar 2010 um 9:15 von Mario Grobholz
Vorstellungsgespräche sind so unberechenbar. Man kann sich nie sicher sein, ob man sich genug dafür vorbereitet hat und ob man Antworten für jede Frage haben wird. Es ist nicht wie damals in der Schule, wo man für einen Geschichtstest alles auswendig lernen konnte. Spontanität und Intuitive Handlung ist gefragt. Das hat uns leider niemand in der Schule beigebracht.
Gibt es denn kein Patentrezept für ein erfolgreiches Vorstellungsgespräch? Leider nicht, denn dafür spielen zu viele Faktoren eine Rolle, die das Gespräch beeinflussen können. Es fängt mit dem ersten Eindruck an. Hier kommt es drauf an, ob man sich von Anfang an sympatisch ist. Es gibt natürlich Menschen, die werden einfach von jedem geliebt aber normalerweise muss hier, wie in der Liebe, die Chemie stimmen. Jeder Interviewer hat ein Bild von seinem Bewerber unterbewusst im Kopf, dieses Bild gilt es jetzt zu entsprechen oder gar zu übertreffen. Dabei spielen gewisse Faktoren, wie z. B. die Kleidung, die Frisur, der Duft, die Gestik und die Stimme eine Rolle.
Gelingen oder Misslingen eines Vorstellungsgesprächs hängt zu etwa 60-80 Prozent von Ihrer Persönlichkeit ab und damit von der Frage, wie sympathisch und vertrauenswürdig Sie auf den Auswähler wirken, ob Sie als anpassungs- und teamfähig eingestuft werden, ob Sie zum Unternehmen passen – einfach, ob man sich vorstellen kann, gut mit Ihnen zusammenzuarbeiten.
Leistungsbereitschaft wird getestet, indem man nach Ihrem Engagement, Ihrer Begeisterung, Ihrem Interesse fragt. Außerdem wird geprüft, ob Sie lern- und wirklich arbeitswillig sind und sich mit der Arbeit und der Firma identifizieren können.
Kompetenz meint fachliche Qualifikation und das Vorhandensein berufsrelevanter Eigenschaften. Hier geht es vor allem um die Frage: Kann man Ihnen die Bewältigung der an diesem Arbeitsplatz anfallenden Aufgaben zutrauen?
Jochen Mai hat sich letztes Jahr die Mühe gemacht, die 100 häufigsten Fragen im Vorstellungsgespräch in seiner Karrierebibel festzuhalten. Hier nun die besten Antworten:
Gern genutzte Gesprächsöffner
- Erzählen Sie etwas über sich.
- Warum sollten wir Sie einstellen?
- Warum möchten Sie diesen Job?
Fragen zur Bewerbungsmotivation
- Welche Ziel verfolgen Sie mit diesem neuen Job?
- Warum wollen Sie Ihren bisherigen Job aufgeben?
- Was haben Sie an Ihrem vergangenen Job überhaupt nicht gemocht?
- Was denken Sie über Ihren letzten Chef?
- Was wissen Sie über unser Unternehmen?
- Welches Gehalt stellen Sie sich vor?
- Wären Sie bereit, umzuziehen?
- Haben Sie auch Fragen an mich?
Persönlichkeit / Stärken-Schwächen-Profil
- Was sind Ihre Stärken?
- Nennen Sie bitte drei positive Dinge, die Ihr ehemaliger Chef über Sie sagen würde.
- Was sind Ihre Schwächen?
- Geben Sie mir ein paar Beispiele von Ideen, die Sie umgesetzt haben.
- Wovor haben Sie am meisten Angst?
- Wo möchten Sie in fünf Jahren stehen?
- Was ist Ihr größter Erfolg, den Sie außerhalb Ihres Berufs erreicht haben?
Fragen zur Arbeitsweise
- Wie motivieren Sie sich?
- Wie würden Sie Ihren Arbeitsstil beschreiben?
- Was war das letzte Projekt, an dem Sie gearbeitet haben und was war das Ergebnis?
- Welche Techniken oder Werkzeuge nutzen Sie, um sich selbst zu organisieren?
- Was würden Sie tun, wenn Sie wüssten, dass Sie Ihre Tagesaufgaben unmöglich allein schaffen können?
- Wie stellen Sie möglichst schnell Ihre Vertrauenswürdigkeit in Ihrem neuen Team unter Beweis?
- Wie fühlen Sie sich, wenn Sie ein “Nein” als Antwort erhalten?
- Wie gehen Sie mit Veränderungen um?
Kulturfragen / Fitting
- Für was waren Sie in Ihrem alten Job verantwortlich?
- Was hat Sie an diesem Unternehmen interessiert?
- Wie sieht das ideale Unternehmen für Sie aus?
- Was sind die zentralen Eigenschaften einer guten Führungskraft?
- Und einer schlechten?
- Welche Konflikte haben Sie in Ihren bisherigen Jobs schon erlebt?
Charakterfragen / Wertetest
- Nennen Sie fünf Begriffe, die Ihren Charakter beschreiben.
- Welche drei Charaktereigenschaften würden Ihre Freunde Ihnen nachsagen, um Sie zu beschreiben?
- Worauf sind Sie besonders stolz?
- Gab es einen Menschen in Ihrer Laufbahn, der Sie verändert hat?
- Was war die schwerste Entscheidung, die Sie in den vergangenen zwei Jahren treffen mussten?
- Wann haben Sie etwas falsch gemacht. Wie sind Sie damit zurecht gekommen?
- Wie würden Sie sich fühlen, wenn Sie für jemanden arbeiten müssten, der weniger weiß als Sie?
Weihnachten 2.0: X-Mas-Knigge für die betriebliche Weihnachtsfeier
30. November 2009 um 10:25 von Anya Rutsche
Nun beginnt Sie wieder die harmonische Jahreszeit. Kollegen und Vorgesetzte liegen sich bei der alljährlichen Weihnachtsfeier in den Armen und danken für die schöne Zusammenarbeit. Wenn da nicht das ein oder andere Fettnäpfchen lauern würde, dass den Weihnachtskick schnell zum Karriereknick machen kann.
Oh du Fröhliche, oh du Sehlige… das Jahr neigt sich dem Ende zu, Firmen starten in den Endspurt und die Zusammengehörigkeit wird in der jährlichen Weihnachtsfeier zelebriert. Friede, Freude, Eierkuchen herrscht zwischen den Mitarbeitern und Ihren Chefs. Doch nicht selten bleiben heikle Situationen aus. Was, wenn der Chef beim Schunkeln nicht mehr von dir lässt oder der sonst so schüchterne Kollege seine Hand unter dem Tisch auf deinen Schoß wandern lässt? Wie gehe ich mit versprochenen Gehaltserhöhungen oder einem Beförderungsversprechen am nächsten Tag um?
Wenn der Alkohol fließt wird die Zunge gelöst und bei einigen die guten Sitten gelockert. So mancher wird auf einmal ganz kuschelig und wiederum andere verspüren das dringende Bedürfnis, endlich mal allen so richtig die Meinung zu sagen. Doch Vorsicht, jede Weihnachtsfeier hat ein Ende und der nächste Arbeitstag kommt sicher und da will wohl jeder die Weihnachtsfeier in guter Erinnerung haben.
Respekt bewahren
Auch nach dem siebten Bier und dritten Brüderschaftstrunk mit dem Chef, solltest du ihm nicht erzählen, dass du ihn eigentlich nie leiden konntest, obwohl er ja scheinbar ein ganz cooler Kerl ist. Alles, was sich dein Vorgesetzter merken wird, ist die Passage darüber, dass du seine Führungsposition nicht respektierst. Das kann er dich am nächsten Arbeitstag schnell spüren lassen. Das Selbe gilt natürlich für Kollegen. Egal, ob du den Abteilungsleiter zu späterer Stunde auf einmal duzt oder die Praktikantin an den Hintern fässt – alles wird registriert werden und könnte negativ auf dich und deine Karriere zurückfallen. Übrigens, versuche nicht jedes Du für bare Münze zu nehmen. Oftmals werden Duzfreundschaften am nächsten Tag stillschweigend begraben. Warte deshalb erst einmal ab, vor allem wenn es der Chef war, der dir das Du angeboten hat. Gegebenenfalls sollte einfach wieder zum Sie gewechselt werden. War das Angebot am Vorabend wirklich ernst gemeint, wird er dich auf jeden Fall daran erinnern.
Beleidigungen können auch außerhalb der Geschäftszeiten zur Kündigung führen
Alkohol ist dafür bekannt, enthemmende Wirkung zu haben. Schnell wird eine Unterhaltung zum Flirt oder ein Meinungsaustausch zur heftigen Diskussion. Doch Vorsicht, fühlt sich hierbei jemand sexuell oder verbal angegriffen, kann das böse enden. Das Mitarbeiterverhältnis kann erheblich gestört werden und Beleidigungen sowie Belästigungen können sogar zur fristlosen Kündigung führen. Deshalb lieber nach dem dritten Bier auf Antialkoholika umsteigen, so dass ein guter Abgang gewahrt bleibt.
Checkliste für die betriebliche Weihnachtsfeier:
- Geschäftliche Themen weitesgehend vermeiden. Vor allem Fragen nach einer Gehaltserhöhung oder Beförderung können nach hinten losgehen.
- Politische und religiöse Themen nicht wählen, um Diskussionen zu vermeiden.
- Die guten Sitten nicht vergessen. Die Firmenfeier ist keine Privatparty.
- Setze dir am besten von Beginn an ein Alkohollimit. Nüchtern weißt du deine Grenzen noch besser einzuschätzen.
- Tischmanieren sollten stets eingehalten werden. Du wirst mehr beobachtet als du denkst.
- Das angebotene Du am nächsten Tag mit Vorsicht genießen.
- Einladung annehmen, denn ein Fernbleiben ist nicht akzeptabel (Ausnahmen vorbehalten).
Eine schöne und besinnliche Weihnachtsfeier wünscht euch das myON-ID Team!
Weitere Blogs, die sich mit diesem Thema beschäftigen:
Brigitte.de
Weihnachten Blog
Geheimcode Arbeitszeugnis – So schön kann negativ Gemeintes aussehen
18. November 2009 um 8:50 von Anya Rutsche
Da ein Zeugnis sowohl wahr als auch wohlwollend sein muss, hat sich eine Zeugnissprache entwickelt, in der Kritik nicht offen ausgesprochen, sondern verschlüsselt zwischen den Zeilen angedeutet wird.
Welches erschreckende Ergebnis mit ein paar Tricks entstehen können, zeigen wir euch an diesem Beispiel:
Auszug eines Arbeitszeugnisses
Herr Bernd Beispiel ,geboren am 01.01.1960, war in der Zeit vom 01.09.08 bis 11.10.09 in unserem Betrieb als Webdesigner beschäftigt.
Herr Bernd Beispiel konnte unseren Erwartungen entsprechen und hat alle Aufgaben in seinem und im Firmeninteresse gelöst.
Er bewies gegenüber seinen Mitarbeitern/innen immer ein umfassendes Einfühlungsvermögen. Durch seine Geselligkeit trug er zudem zur Verbesserung des Betriebsklimas bei. Auch außerhalb der Firma zeigte Herr Beispiel stets Engagement im Interesse aller Arbeitnehmer.
Wir bestätigen gerne, dass Herr Bernd Beispiel mit Fleiß, Ehrlichkeit und Pünktlichkeit an seine Aufgaben herangegangen ist.
Wir lernten Herrn Beispiel als umgänglichen Kollegen kennen und wünschen ihm für die Zukunft, dass er viel Erfolg haben wird.
Und das war gemeint:
Herr Bernd Beispiel, geboren am 01.01.1960, wurde am 11.10.09 fristlos gekündigt. (Krumme Daten weisen immer auf eine außerordentliche Kündigung hin.)
Herr Beispiel hat eine miese Leistung erbracht und hat dazu auch ganz gern mal die Firma bestohlen.
Er suchte im Kollegenkreis nach homosexuellen Kontakten und hatte starke Alkoholprobleme. Außerdem beteiligte Beispiel sich regelmäßig an diversen Streiks.
Wir bestätigen gerne, dass er fachlich absolut nichts zu bieten hat.
Für die Zukunft wünschen wir unserem durchweg unbeliebten Kollegen Bernd Beispiel mehr Erfolg, als er in unserer Firma hatte.
Sehr erschreckend, oder!? Es ist allerdings anzumerken, dass die meisten Umschreibungen unzulässig sind. Die gesamte Liste aller Geheimcodes für Arbeitszeugnisse gibt es hier.
Also, Augen auf beim Zeugniskauf!
Weitere Blogs, die sich mit diesem Thema beschäftigen:
Karriere-Blog
Bewerbungs-Check
Karriere-Planer
Arbeitszeugnis.de
Karriere Spezial – Der etwas andere Vorstellungsgespräch-Berater
22. Oktober 2009 um 10:02 von Anya Rutsche
Sei pünktlich, gut gekleidet und höflich, sprech weder zu schnell noch zu langsam, etc. etc.. Fast jeder hat schon mal ein Bewerbungstraining mitgemacht oder sich zumindest Tipps und Tricks diverser Jobsuchmaschinen angeschaut. Wie bereite ich mich aufs Vorstellungsgespräch vor? Wie komme ich souverän rüber? Welche Fragen werden gerne gestellt? Darüber könnten viele von euch wahrscheinlich selbst schon ein Buch schreiben.
Heute wollen wir euch aber mit etwas Hintergrundwissen bestücken und stellen für euch Regel zum Vorstellungsgespräch auf, wie ihr sie wahrscheinlich noch nicht kennt.
Regel Nr. 1: Weniger ist manchmal mehr!
Die Kunst der Selbstdarstellung beginnt damit, nur so viel und solche Informationen über sich preiszugeben, wie es für die Darstellung des gewünschten Images auch erforderlich ist.
Regel Nr. 2: Zeige Charakter
Keiner wird dir abnehmen, dass du nur über positive Eigenschaften verfügst. Gib ruhig zu, wenn du eine “besondere” Angewohnheit hast. Das macht dich menschlicher und symphatischer. Die positiven Eigenschaften sollten dennoch überwiegen.
Regel Nr. 3: Keine falschen Spielchen
Du warst mit deinem letzten Gehalt so gar nicht zufrieden und willst jetzt mehr als zehn Prozent Gehaltserhöhung rausschlagen? Vorsicht: Kein falsches Gehalt angeben. Spätestens mit der Lohnsteuerkarte wird aufgedeckt, wieviel du zuvor verdient hast. Es sei denn, du wechselst zum 01.01. und legst eine neue LSK vor.
Regel Nr. 4: Schweigen ist erlaubt
Es besteht absolut keine Aufklärungspflicht gegenüber dem potenziellen Arbeitgeber über berufliche Tiefpunkte, Alkoholprobleme oder Kündigungsgründe. Deinem neuen Chef braucht es auch nicht zu interessieren, dass du gern mal einen guten Scotch trinkst oder keine Party mit DJ xyz auslässt. Auch fachliche Schwächen sind nicht für die Ohren des Personalers bestimmt. Eine Aufklärungspflicht des Bewerbers besteht nur dann, wenn außergewöhnliche Umstände vorliegen, durch die die üblichen Risiken eines Arbeitsverhältnisses überschritten werden könnten.
Regel Nr. 5: Im Ausnahmefall ist auch lügen erlaubt
Die Lizenz zum Lügen bekommst du, wenn im Vorstellungsgespräch unzulässige Fragen gestellt werden, wie zum Beispiel die nach einer bestehenden Schwangerschaft. Fragen, die deine Intimsphäre verletzen, brauchst du dir nicht gefallen lassen. Überlege dir hier aber, ob du in solch einem Betrieb überhaupt anfangen möchtest.
Regel Nr. 6: Zwischen den Zeilen lesen
Beim Vorstellungsgespräch verhält es sich wie beim Arbeitszeugnis: Die ausgesprochenen Sätze entsprechen keinesfalls der Interpretation daraus. Die Frage “In welchen Punkten können wir Ihre Entwicklung fördern?” ist zum Beispiel ganz fatal, denn hier wollen Arbeitgeber nur hören, ob du deinen alten Boss für einen Idioten hälst. Genauso wird bei der Frage “Wie haben eigentlich Ihre Kollegen über den Chef gedacht?” nur darauf abgeziehlt, deine eigene Ansicht dazu zu hören, welche dir leichter über die Lippen geht, indem du sie in fremde Münder legst.
Habt ihr schon eigene Erfahrungen bei Vorstellungsgesprächen gemacht und kennt noch andere ultimative Tipps, die kein Karrierehelfer dir bisher vermittelt hat? Dann her damit! Wir freuen uns über jeden Kommentar.
Karriere Spezial – „Sich bewerben“ heißt vor allem: Mach Werbung in eigener Sache!
19. Oktober 2009 um 9:56 von Anya Rutsche
Zum Auftakt unseres Karrierespecials baten wir die Buchautorin und Verhaltensregel-Expertin Lydia Morawietz um einen Beitrag. Durch jahrelange Erfahrung als Seminarleiterin für Manager, Führungsteams aber auch Schüler und Studenten, weiß sie worauf es bei einer Bewerbung ankommt.
Ein Gastbeitrag von Lydia Morawietz, Beraterin für Stil und Etikette

Der wichtigste Punkt beim Verfassen einer Bewerbung ist die Authentizität. Die Bewerbung sollte sowohl zu deiner Person als auch zu dem Unternehmen passen, bei dem du dich bewirbst. So wird eine Mappe für eine Bank anders aussehen als eine Bewerbung bei einer Werbeagentur. Neben der Orientierung an den Standards ist immer auch deine Kreativität gefragt. Wichtig: Eine gute Bewerbung sollte nicht nur inhaltlich und gestalterisch gut aufbereitet, sondern auch sorgfältig vorbereitet sein. Ziellos Bewerbungen zu schreiben, um das Gewissen zu beruhigen, ist nicht nur Verschwendung von Material und Zeit, sondern wirkt sich auch negativ auf deine Motivation aus. Je zielgerichteter eine Bewerbung ist, desto erfolgreicher wird sie sein. Werde dir daher im Vorfeld darüber klar, welche Stellen – und auch welche Arbeitgeber – für dich interessant sind.
Versuche zunächst, dir selbst – oder einem Gesprächspartner – zunächst folgende Fragen zu beantworten:
‐ In welchen Branchen kann ich mir vorstellen, künftig zu arbeiten?
‐ Habe ich die nötige Qualifikation dafür?
‐ Entsprechen meine Fähigkeiten dem Anforderungsprofil?
‐ Welche Bereiche und Aufgabengebiete reizen mich?
‐ Wo liegen meine Interessen?
‐ Welche Aufgaben möchte ich übernehmen?
‐ Will ich Verantwortung übernehmen?
‐ Wie stelle ich mir meinen künftigen Arbeitgeber vor?
‐ Wie sollte mein Arbeitsplatz gestaltet sein?
‐ Wie viel Geld will ich verdienen?
Wenn du dir darüber klar geworden bist, hast du schon wertvolle Vorarbeit für deine Bewerbungen geleistet, denn du wirst dadurch viel einfacher die richtigen Stellenanzeigen und damit das für dich passende Unternehmen finden. Denn bedenke immer: Der Job muss zu DIR passen, zu deinen Qualifikationen und deinem Leistungsprofil, du solltest natürlich nicht unterfordert, aber auch nicht zu stark überfordert sein.
Versuche Klarheit zu gewinnen über deine Stärken und Schwächen, deine Fähigkeiten und Kenntnisse. Aber vermeide bitte eine Aufzählung deiner Soft Skills in den Bewerbungsunterlagen – mit stichhaltigen Argumenten wirst du jeden Personaler eher überzeugen!
Wenn du diese Punkte beachtest, wird es dir sicherlich gelingen, eine aussagekräftige Bewerbungsmappe ausarbeiten.
Und noch ein Tipp zum Schluss
Versuch dich durch eine „etwas andere Bewerbung“ von der Masse abzuheben – denn wie gesagt, eine Be-Werbung ist Werbung in eigener Sache!
Karriere 2.0: Der bleibende Eindruck ist nicht immer der Beste
5. Oktober 2009 um 8:57 von Anya Rutsche
Wenn du auf sozialen Netzwerken deine Spuren hinterlässt, dann geschieht dies wahrscheinlich in Form von Fotos, Kommentaren, Artikeln oder Videos, welche Details beinhalten, die dich interessieren und die du (manchmal vielleicht nur mit Freunden) teilen möchtest. Dies zu tun ist natürlich dein gutes Recht, doch es schadet nicht, sich zuvor Gedanken darüber zu machen, welche Folgen solche Internetauftritte mit sich bringen können.
Deine Meinung zu Politik, deine Vorliebe für Musik oder bei der Partnerwahl, deine Lieblingsfotos vom letzten Urlaub. Das sind private Sachen, die mit Vorsicht ins Internet gestellt werden sollten. Steckst du vielleicht gerade in einer Bewerbungsphase oder hast eventuell vor kurzem einen neuen Job angenommen? Genau dann stehst du besonders unter Beobachtung. Das Internet vergisst nicht und Personaler machen sich sehr gern ein umfangreiches Bild über ihre (potenziellen) Mitarbeiter. Manche Beiträge sind über Jahre hinweg in der Googlesuche auffindbar.
The big boss is watching you
Du meinst für deinen Chef ist Twitter ein Fremdwort und er liest deshalb nicht deine Nachrichten über deine sinkende Motivation oder den letzten Kneipenbesuch mit Totalabsturz? Vielelicht ist dies der Fall aber bedenke dass auch Suchmaschinen Twitter lieben. Du kannst also davon ausgehen, dass deine “persönliche” Message nicht lange geheim bleibt. Vielleicht teilst du auch die Meinung vieler, dass der Chef zu alt wäre, um auf studiVZ “rumzuschnüffeln”!? Weit gefehlt: Knapp 40 Prozent aller Unternehmen nehmen ihre Bewerber und Angestellten mittels solcher Netzwerke genauer unter die Lupe und wenn es auch der Chef nicht liest, ein Neider tut es sicher und leitet es in sekundenschnelle weiter.
Vorsicht ist besser als Nachsicht
Deshalb gilt: Privates gehört nicht in öffentliche Netze, sofern dir deine Karriere lieb ist. Als kleiner Tipp (für einige vielleicht ganz hilfreich): Verhalte dich im Internet immer so, als würde die Frau Mama zuschauen, denn die wollen die meisten als letztes enttäuschen. Dies im Kopf kann (fast) nichts schief gehen.
Apropos
Übrigens: myON-ID bietet dir für deinen Online-Ruf eine optimale Plattform. Hier kannst du selbst bestimmen, wer was und wie viel über dich und von dir lesen darf. Außerdem kannst du deine Seite so professionell gestalten, dass du bei der nächsten Bewerbung ganz sicher einige Pluspunkte sammeln wirst.
Der erste Eindruck zählt – auch im Internet
23. April 2009 um 10:08 von Mario Grobholz
Wer sich als potentieller Bewerber bislang noch nicht um seine Online-Reputation gekümmert hat, sollte sich spätestens in der jetzigen Wirtschaftskrise doch ein wenig darüber Gedanken machen.
Viele Menschen werden in diesem Jahr ihren Job verlieren. Es ist nicht schwer, eine solche Voraussage zu machen, betrachtet man die aktuellen Diskussionen in der Wirtschaft. Deshalb wird den Bewerbern von den meisten Personalern (84 Prozent) empfohlen, auf ihren digitalen Ruf zu achten. Wer zu wenig auf seine Online-Profile in Social Networks und seine Webpräsenz insgesamt achtet, der riskiert eine Jobabsage. Das ergab eine vor kurzem durchgeführte Befragung zur Bewerberauswahl unter der Leitung von Professor Wolfgang Jäger von der FH Wiesbaden.
Da es weniger Jobangebote in den Unternehmen gibt, schauen diese sich die Bewerber wesentlich genauer an. Es kommt hierbei auch darauf an, welchen persönlichen Eindruck man im Web selbst mit seinen Inhalten hinterlässt. Deshalb lohnt es sich für den Einzelnen, sein äußeres Erscheinungsbild auf Vordermann zu bringen.
Allzuviel Aufwand müssen Sie dafür gar nicht einmal betreiben – denken Sie vor allem an folgende Dinge:
1. Nehmen Sie lieber ein gutes Foto als Profilbild, dass Sie in den Social Networks veröffentlichen. Ansonsten mindert die schlechte Fotoqualität Ihre Jobchancen.
2. Wenn Sie in einem Social Network Ihren Lebenslauf eingeben sollten Sie darauf achten, dass dieser vollständig ist. Hierbei gelten die selben Spielregeln wie bei einer klassischen Bewerbung. In der Analyse kam heraus, dass 73 Prozent aller Personalverantwortlichen auf einen lückenlosen Lebenslauf besonders viel Wert legen.
3. Wer Mitglied in einem Social Network ist, sollte dort seine vollständigen Kontaktdaten angeben. Es verzichten viel zu viele Onliner darauf, ihre Telefonnummer oder E-Mail-Adresse anzugeben. Außerdem empfiehlt es sich, auch die Nachrichten in den Social Networks zu lesen und darüber erreichbar zu sein.
4. Jeder dritte Personaler nutzt das Internet, um sich in den Suchmaschinen und Social Networks über künftige Mitarbeiter zu informieren. Rechnen Sie als Bewerber lieber damit, in einem Vorstellungsgespräch auf Ihre Tweets, Blogartikel und sonstigen Social Media-Beiträge angesprochen zu werden.
5. Melden Sie sich bei allen wichtigen Social Networks an und sichern Sie sich dadurch Ihren Personal Brand, damit niemand anderes Ihren Online-Ruf ruinieren kann.
6. Idealerweise führen Sie all Ihre Online-Profile zu einem einzigen zusammen, damit jeder sofort erkennen kann, wo Sie im Netz wirklich zu finden und aktiv sind. Sie können beispielsweise auf unserer Online-Identitätsplattform myON-ID all ihre Profile zusammenfügen und pflegen.
7. Falls Sie Webadressen auf Ihrem Namen haben, aber bislang nicht nutzen, können Sie diese auch für Ihren Personal Brand nutzen, indem Sie die Domain mit Ihrem myON-ID-Account verbinden oder von einem anderen Social Network eine Weiterleitung anlegen. Dadurch erhalten Besucher Ihre wichtigsten Informationen zu Ihrer Person auf einem Blick.
8. Sie können mit mehreren Social Media Profilen einen großen Einfluss auf Ihre Darstellung im Netz haben. Denn mit jeder Mitgliedschaft hinterlassen Sie Ihre eigenen Spuren bewusst im Web und können Links auf Ihre einschlägigen Webadressen vergeben.
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