« Letzte Einträge

Internet als Schulfach? Wo Medienkompetenz beginnt

23. Juli 2010 um 8:55 von Mario Grobholz

Lars Hinrichs, Gründer des Businessnetzwerkes Xing, äußerte sich im Anfang des Jahres im Rahmen der WEPP-Lounge im “Grand Elysee” kritisch über die Nutzung von Internetportalen. Er warnte vor der Vermischung der Geschäfts- und der Freizeit-Identität.

Besonders in der Medienkompetenz von Kindern sieht Hinrichs noch viel Verbesserungspotenzial. Den Umgang seiner Kinder mit dem Internet beobachte er besonders kritisch. Es solle ein Schulfach “Internet” geben, welches Kindern ein gesundes Verhalten gegenüber und mit dem Internet aneignen soll, so der Medienprofi und Vater im Interview mit der WELT Online: “Meine Tochter hat bereits mit vier Jahren eine Digitalkamera. Sie wächst 100 Prozent digital auf.”

Ein Schulfach Namens “Internet” mag es vielleicht noch nicht geben, aber immerhin ein Kapitel in einem Schulbuch, und damit im Lehrplan bayerischer Gymnasiasten. Der Oldenburg Verlag hat in seinem Deutschbuch der Gynmasialstufe 9 in Bayern dem Thema “Identität im Internet” ein Kapitel gewidmet. Hier ist das Thema für die Schüler des Gymnasiums auf Seite 128/129 “Die Online Identität” und “Reputationsmanagement”. Grundlage hierfür sind Bilder und Erleuterungen, welcher der Oldenburg Verlag sich von uns hat lizenzieren lassen.

Seit der Gründung von myON-ID Media sind wir als Unternehmen besonders aktiv Medienkompetenz im Umgang mit dem Internet zu vermittlen und aufzuklären. Einen Grundstein für das Verständnis über die eigene Online Reputation zu legen und zwar in einem Alter, wo gerade Jugendliche mit vielen anderen Dingen beschäftigt sind und Verantwortung oder Weitsicht nicht gerade der ständige Begleiter beim Surfen im Web oder beim Chatten auf Facebook sein dürfetn ist dabei nicht nur unser Anliegen.

“Kontrolle vs. Vertrauen ist ein Knackpunkt in der (Internet-)-Eltern-Kindbeziehung. Daher: Medienkompetenz beginnt nicht im Internet. Sondern im Elternhaus.”

Neben der anhaltenden Diskussion um das Internet, Communities und dem alltäglichen Gedankenaustausch sollte berücksichtigt werden, dass gerade die jüngste Generation in eine völlig digitalisierte Welt hineingeboren wurde. Die Nutzung sozialer Netzwerke zwecks Freundschaften, Wissensaustausch und neuer Kontakte ist für Kinder und Jugendliche völlig selbstverständlich. Und nicht mehr wegzudenken. Dennoch gilt es, hier den Kopf einzuschalten – und das richtet sich genauso an die Eltern – bevor man Informationen über sich oder andere im Netz preisgibt.

Institutionen wie beispielweise der Safer Internet Day oder Angebote wie Ichimnetz klären sachlich und gleichermaßen Kindgerecht über jene Risiken auf. Wir haben selbst mit dem Online Reputation Monitoring Service Ruflotse eine praktische Monitoring-Lösung für Eltern geschaffen, die über die Aktiviäten ihrer Kids im Netz besser Bescheid wissen und mögliche Mobbing-Attacken frühzeitig erkennen wollen, um darauf entsprechend reagieren zu können. Natürlich müssen Eltern ihren Kindern mit einem gesunden Vetrauen entgegentreten. Der Sinn von Angeboten wie Ruflotse besteht nicht darin, Kontrolle auszuüben. Vielmehr dienen sie dem Zweck, das mögliche Defizit an Eigenverantwortung (oder auch den Mut, sich den Eltern anzuvertrauen) mit einfachen Mitteln auszugleichen und gegen mögliche Schäden vorzubeugen.

  • 1 Kommentar
  • Share
  • Karriere Online, Reputationsmanagement

Expertenmeinung: Jan Hendrik Senf zur Nutzung von Social Media in Unternehmen

10. Mai 2010 um 9:00 von Mario Grobholz

Unser heutiger Interviewpartner ist Jan Hendrik Senf. Der sympathische Berliner ist Berater und Begleiter für Effektivität und Effizienz in Social Media. Er hat u.a. für und mit MTV, PRINZ Berlin, Berlin.de, tip Stadtmagazin Berlin, Ein Hartz für Berlin Spendengala und Steinbeis SMI gearbeitet. Im März 2010 hat er den ersten Twittwoch-Praxisworkshop in Berlin geleitet. Der Workshop ist Teil der neuen Workshop-Reihe des Twittwoch e.V. (Veranstaltung zu Social Media in Unternehmen) und wird am 27. Mai auch in München angeboten.

Hier seine Antworten auf unsere Fragen zur Nutzung von Social Media in Unternehmen:

Denken Sie, dass Social Media Marketing für Unternehmen zum Standard Marketing Mix gehören sollte?

JHS: Jeder Berater, der das behauptet, gehört aus meiner Sicht geohrfeigt. Natürlich ist es immer wieder erfreulich, zu sehen, dass es in den allermeisten Fällen dann doch extrem passt. Dass das individuelle Potenzial eines Unternehmens, sinnvoll und mit Mehrwert für alle Seiten in Social Media aktiv zu werden, einem förmlich entgegenspringt. Und dass man deshalb eigentlich besser gestern als morgen damit hätte anfangen sollen, dieses Potenzial in neue Prozesse zu übertragen.

Ich finde es immer wieder auf ein Neues toll und aufregend, Firmen und deren Mitarbeitern zu helfen, sich durch Social Media in der Aussenwirkung von einer langweiligen Raupe in einen bunt schillernden Schmetterling mit souverän lockerem Flügelschlag zu verwandeln. Doch es gibt aus meiner Sicht eben auch einige Fälle, in denen das nicht sinnvoll und auch überhaupt nicht zielführend ist. Warum sollte zum Beispiel ein Hersteller von Spezialschrauben für Brückenpfeiler eine Facebook-Fanpage oder einen twitter-Account pflegen? Da gibt es sicher genügend dringende Dinge, mit denen die Zeit dort sinnvoller verbracht werden kann.

Wo sollten die Social Media Aktivitäten eines Unternehmens in der Organisation “aufgehängt” sein?

JHS: In der Geschäftsführung. Ein Traum. Ich denke, es geht nichts über die Vorbildfunktion einer professionell in Social Media agierenden Unternehmensleitung. Die nicht nur Ressourcen und Respekt für Social Media einräumt, sondern aktiv und kompetent einbezogen ist. So etwas hat intern einfach eine starke Signalwirkung und setzt aus meiner Sicht nicht zu unterschätzende, hohe transformatorische Energien für Unternehmen frei.

Bis es in der Mehrzahl der in Social Media aktiven Unternehmen soweit ist, dürfte allerdings noch etwas Zeit vergehen. In den meisten Fällen ist es ja doch so, dass schon viel gewonnen ist, wenn die Chefetage den Entschluss gefasst hat, erste Schritte konsequent und strukturiert gehen zu wollen. Und die hierfür notwendigen Möglichkeiten schafft, also Projektteams genehmigt und Mitarbeiter mit dem notwendigen Zeitkontingent inthronisiert. Gerade das ist aus meiner Erfahrung immer wieder ein sich erst langsam einpendelnder Verständnisbildungsprozess.

Operativ tätige Social Media Manager bzw. mit den Aufgaben betreute Mitarbeiter klagen nach einer ersten Phase der Begeisterung nach ein paar Wochen oft schnell über zu wenig Zeit für die Pflege der neuen, oft nur individuell sinnvoll zu pflegenden, digitalen Dependancen. Das ist schade, denn Social Media Aktivitäten geschehen nicht umsonst, sondern haben nachhaltig wirkende und bleibende, fast immer überwiegend positive Konsequenzen für Unternehmen.

Sie lassen sich aber letztlich trotz oftmals kostenlos nutzbarer Dienste auch nicht umsonst realisieren. Arbeitszeit kostet immer Geld. Wir sprechen hier ja von den so genannten Opportunitätskosten. Bedeutet: Die Zeit, die jemand für Social Media aufwendet, kann im besten Fall sinnvoll sein. Sie geht aber immer zu Lasten anderer Aufgaben. Es wäre schön, wenn hier mehr Wertschätzung innerhalb der Unternehmen stattfinden könnte. Wenn entsprechende Mitarbeiter konsequent genügend Zeit zur Verfügung gestellt bekommen würden. Doch zurück zur eigentlichen Frage: Aus meiner Sicht gibt es ungefähr fünf sinnvolle Optionen.

Option 1: Ein Mitarbeiter übernimmt die Social Media Aktivitäten und es werden klare Prozesse für den internen Kommunikationsfluss in Richtung dieses Mitarbeiter aufgesetzt.

Vorteile: Konsistent in der Aussenwirkung; wenig operativer Abstimmungsaufwand bzgl. Pflege der verschiedenen Kanäle; klare Zuständigkeit und Ansprechperson intern und extern.

Nachteile: Gefahr von Hoheitswissen; Gefahr der mangelhaften Reflexion des eigenen Tenor als Unternehmensrepräsentant; interner Verwaltungsaufwand und mangelnde Geschwindigkeit der Nachrichtenverbreitung sowie keine fachliche Kompetenz in Bezug auf die weitergetragenen und eventuell von Nutzern kommentierten und mit Fragen versehenen Meldungen.

Option 2: Mehrere Mitarbeiter (z.B. 2 – 3) aus einer Abteilung übernehmen die Social Media Aktivitäten, sinnvollerweise aus der Marketing-/ Kommunikations- / Redaktions- Abteilung.

Vorteile: Gemeinsame Lernkurve und hoher Reflexions- und Austauschgrad; Passung in die sonstige Kommunikationskultur; Nähe zu den zur Verfügung stehenden bzw. zu kommunizierenden Inhalten. Vertreung im Urlaubsfall möglich und Vermeidung von Hoheitswissen.

Nachteile: Erfahrungsgemäß sehr unterschiedlich verteilte Aktivität; Abstimmungsaufwand bzgl. zu erledigender o. bereits erledigter operativer Tätigkeiten; sinnvolle Notwendigkeit, um Nutzer nicht zu verwirren: Verwendung von Kürzeln an gesendeten Meldungen.

Option 3: Mehrere Mitarbeiter (z.B. 4 – 5) aus verschiedenen Abteilungen übernehmen die Social Media Aktivitäten.

Vorteile: Hoher Abdeckungsgrad der kommunizierten Unternehmensaktivitäten; Zusammenarbeit und hierdurch gegenseitiges Verständnis der verschiedenen Abteilung; positive Wahrnehmung durch die Nutzer und Verfügbarkeit kompetenter Ansprechpartner aus dem Unternehmen; Notwendigkeit der Nutzung kollaborativer Tools im operativen Daily Business = Transformationspotenzial für die Unternehmenskultur.

Nachteile: Langer Prozess der Findung des individuellen Unternehmenstenors in der Aussenkommunikation durch Social Media; Notwendigkeit von deutlichen Social Media Richtlinien und gemeinsam festgelegten Zielen und Vorgehensweisen.

Option 4: Ein Social Media Desk wird in der Marketing-/ Kommunikations- / Redaktions- Abteilung o.ä. eingerichtet und es findet ein Rotationsverfahren der Zuständigkeit statt. Vorteil: Wer am Desk sitzt, ist – z.B. für eine Stunde – ausschließlich in Social Media aktiv. Hierdurch kann, für alle Seiten sinnvoll, ein effizienter und effektiver Umgang mit der knappen Ressource Zeit stattfinden. Alle beteiligten Mitarbeiter sind in einem vertretbaren und klar überschaubaren Rahmen eingebunden und können theoretisch die gleiche Lernkurve haben. Jede Social Media Aktivität wird zu einer klar greifbaren und abgrenzbaren Tätigkeit. Prokrastinierung wird verhindert. Nachteil: Hoher Abstimmungsaufwand in Bezug auf zu erledigende oder bereits erledigte Dinge; langsame Resonanzprozesse in Bezug auf individuelle Nutzerbeziehungen und Aktionen.

Option 5: Alle Mitarbeiter des Unternehmens sind in die Social Media Aktivitäten eingebunden.

Vorteile: Exponentielle Steigerung des gesamten Kommunikationsoutput; implizierter Weiterbildungsaspekt für alle Mitarbeiter; hohes Transformationspotenzial für die Unternehmenskultur; schnelle Reaktionszeiten aus Nutzersicht; starke und positiv wahrgenommene Aussenwirkung einer derartigen Unternehmenskultur. Nachteile: Starker Bedarf nach Guidelines und Richtlinien; Verwaltungsaufwand bzgl. Rechten und Log-Ins etc.; mangelndes Sendungsbewusstsein bei einem Teil der Mitarbeiter = erzwungenes und somit kontraproduktives Kommunikationsverhalten.

Welche messbaren Ziele verfolgen Unternehmen mit ihren Social Media Aktivitäten?

JHS: Leider aus meiner Sicht oft entweder viel zu viele oder viel zu wenige. Ich denke, es kommt auf eine gesunde Mischung von messbaren und nichtmessbaren Zielen an. Und die Kompetenz, die Relevanz von diesen – sowohl insgesamt als auch untereinander – unterscheiden zu können. Albert Einstein hat einmal etwas sehr treffendes hierzu gesagt: “Nicht alles, was zählt, kann gezählt werden, und nicht alles, was gezählt werden kann, zählt.” Unabhängig davon: So individuell wie die Unternehmen und deren Potenzial für eine sinnvolle Nutzung von Social Media, so unterschiedlich bemisst sich doch letztlich immer auch Erfolg. Blogposts und Beiträge bzgl. der vermeintlich zu messenden Ziele gibt es ja zu Genüge. Ich möchte deshalb lieber dazu anregen, diese erst einmal vorab selbst im Unternehmen zu entwickeln. Hierzu hat sich aus meiner Sicht die intensive und schriftliche Beantwortung der folgenden 10 Punkte bewährt:

  • 1. Was soll erreicht werden?
  • 2. Warum Social Media?
  • 3. Welche Art von Social Media hilft optimal, um die Ziele zu erreichen?
  • 4. Wie bereit sind wir, die Kontrolle – zumindest partiell – abzugeben?
  • 5. Wie soll Partizipation erzeugt werden?
  • 6. Wer wird die Social Media Präsenz(en) pflegen?
  • 7. Wieviele Ressourcen sind vorhanden, um eine kurzlebige Kampagne zu vermeiden?
  • 8. Wie passt die Nutzeraktivierung über Social Media in die allgemeine Marketing / Kommunikationsstrategie?
  • 9. Wie wird Erfolg gemessen? Was sind Fehler?
  • 10. Was wird vernachlässigt, wenn Ressourcen für Social Media aufgewendet werden?

Welche Unternehmen kennen Sie, die heute Social Media bereits erfolgreich einsetzen?

JHS: Meine Kunden. Mich selbst. Ok, Spaß beiseite: Wenn ich so darüber nachdenke, dann sind das extrem viele. Einfacher und weitaus platzsparender wäre es wohl, jene aufzuzählen, bei denen es nicht so gut läuft. Die sich leider nicht von der Raupe zum Schmetterling entwickelt haben. Obwohl: Da müsste ich jetzt aber auch ganz schön nachdenken. Und das ist doch mal wirklich großartig, erfreulich und motivierend.

Wir bedanken uns bei Jan-Hendrik Senf für das Interview – und freuen uns natürlich auf eure Kommentare, Feedback, Anregungen und Republikationen!

Sie fanden das Experten-Interview mit Jan-Hendrik Senf interessant? Dann lesen Sie hier weiter:

  • Christoph Bauer über den Einsatz von Social Media in Unternehmen
  • Michael Reuter über den Einsatz von Social Media in Unternehmen
  • Nils Hitze über den Einsatz von Social Media in Unternehmen
  • Marc Frey über den Einsatz von Social Media in Unternehmen
  • Frank Wolf (T-Systems) über den Einsatz von Social Media in Unternehmen
  • Christoph Hölzlwimmer über den Einsatz von Social Media in Unternehmen
  • 2 Kommentare
  • Share
  • Social Media

Social Media zum Kuscheln: Wie Buchstaben zu Helden werden

21. April 2010 um 9:04 von Mario Grobholz

In der heutigen Zeit sind die sogenannten „Sozialen Medien“ nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken. Privatpersonen wie auch Unternehmen haben den Vorteil der Nutzung von Social Media erkannt und setzen sie täglich ein. Dienste wie Twitter, Facebook, StudiVZ oder Xing sind inzwischen so beliebt, dass Menschen sich in ihrer Freizeit sogar damit beschäftigen, handgemachte T-Shirts, Accessoires, Seifen und vieles mehr mit dem Logo der Dienste herzustellen und über Online-Shops zu verkaufen.

Wie es scheint, haben diese Shops Erfolg und die Menschen Spaß daran, ihre selbst gemachten Produkte zu vermarkten. Das zeigt , welchen Stellenwert Social Media in unserer Gesellschaft eingenommen haben. Die Menschen identifizieren sich sehr stark im „echten Leben“ mit der virtuellen Welt. Das bedeutet: Social Media nisten sich in den Köpfen als Idole oder Helden ein. Früher hat man Sänger, Schauspieler und Boygroups angehimmelt - , heute schafft es eine Plattform wie Facebook als Kuscheldecke auf das heimische Sofa. Diese „neuen Helden“ feiern jetzt Einzug in unser Zuhause.

In diversen Online Shops kann man von Seife über Schmuck bis hin zu Babykleidung mit Twitter-, Facebook- oder RSS Feed- Logos kaufen. Die Leute machen selbst Werbung für ihre Produkte. Man liest dort Sätze wie „This fun to wear FACEBOOK FANATIC bracelet is for someone who can’t live without facebook and at risk to be a facebook stalker!“.

Dem kritischen Leser stellt sich nun die Frage, wie es zu dieser Verherrlichung kommt. Die Antwort kann sich nur jeder selbst geben. Allerdings könnte sich dieser Trend in eine Richtung entwickeln, in der es nur noch zwei Klassen gibt: Nutzer und Nicht-Nutzer, Befürworter und Gegner, Fans und Verweigerer.

Einige der Ideen sind natürlich durchaus sehr kreativ und lustig anzusehen. Und für diejenigen, die genügend Humor mitbringen, vielleicht sogar tragbar?

  • Kommentare deaktiviert
  • Share
  • Allgemein, Social Media

Expertenmeinung: Sacha Wigdorovits über den Social Media Einsatz in Unternehmen

19. April 2010 um 9:07 von Mario Grobholz

Zum heutigen Experten-Interview haben wir den schweizer Journalist, Unternehmer und Social Media Kenner Sacha Wigdorovits geladen. Als Mitbegründer der Gratiszeitungen «20 Minuten» und «.ch» schrieb Sacha Wigdorovits in den vergangenen zehn Jahren Mediengeschichte in der Schweiz. Zuvor war der Zürcher Medien- und PR-Spezialist zwanzig Jahre lang als Journalist tätig, unter anderem als USA-Korrespondent bei der SonntagsZeitung und als Chefredaktor beim Blick. 1998 gründete er die Contract Media AG, eine Agentur für holistische Kommunikation, deren Geschäftsführer er heute ist.

Auf der diesjährigen “Swiss Online Marketing” hielt der Absolvent der Harvard Business School zum Thema „Kommunikation und Marketing im Zeitalter der Social Networks“ den Keynote Vortrag. In die Schlagzeilen geriet Wigdorovits im November 2009, als er Berater von Milliardärssohn Carl Hirschmann wurde. Reputationsmäßig eine ziemlich spannende Story, die allerdings heute und hier nicht behandelt wird…. Wir haben Sacha Wigdorovits gebeten, und folgende Fragen zu beantworten:

Denken Sie, dass Social Media Marketing für Unternehmen zum Standard Marketing Mix gehören sollte?

SW: Ja, aber bevor man damit beginnt, muss man sich gut überlegen, was man damit bezweckt und wie man dies organisiert.

Wo sollten die Social Media Aktivitäten eines Unternehmens in der Organisation “aufgehängt” sein?

SW: Das hängt davon ab, wie das Unternehmen in der Kommunikation und im Marketing aufgestellt ist und was man mit den Social-Network-Aktivitäten bezweckt: dienen sie mehr der Corporate Communication und Imagebuilding oder dem Marketing?

Welche messbaren Ziele verfolgen Unternehmen mit ihren Social Media Aktivitäten?

SW: Das können unterschiedliche Ziele sein: Awareness der Marke, Imagepflege, Verkauf von Produkten, Personalsuche – je nach Unternehmen und Branche.

Welche Unternehmen kennen Sie, die heute Social Media bereits erfolgreich einsetzen?

SW: Erfolg ist, mindestens kurzfristig, nicht immer leicht zu messen, vor allem wenn es um Aktivitäten zum Imagebuilding geht. Aber für Unternehmen aus der Musikindustrie, dem Gamingbereich und aus anderen Branchen, die ein junges Zielpublikum haben, wie zum Beispiel Nachtclubs und Discos, zahlen sich Social-Media-Aktivitäten schon heute nachweisbar kommerziell aus.

  • Kommentare deaktiviert
  • Share
  • Social Media

Jon Christoph Berndt®: Helmut, hör auf mit dem Scheiß!

8. April 2010 um 9:08 von Jon Christoph Berndt

Irgendwie, ich weiß ja auch nicht, hat Helmut Kohl doch den großen Pull-Faktor. Der ist wichtig für eine starke Marke: Anziehungskraft! Irgendwie, ich weiß ja auch nicht II, ist er dann auch noch schwer erschütterlich. Das ist wichtig für eine starke Marke: Standhaftigkeit!

Zum 80. Geburtstag meines Jugend- und Studentenkanzlers lese ich die Essays in der Qualitäts-Tagespresse und sehe die Helmut-Kohl-Nacht im öffentlich-rechtlichen Nischenfernsehen. Ich kann nicht anders und denke an andere daueranziehende und dauerschwererschütterliche Marken aus jener Zeit:

Pitralon, Samantha Fox, Brauner Bär, Remington (Sie alle haben diese gewisse Aura in meinen b.a.W. demenzbewahrten inneren Augen.)

Finde ich die Marke HK gut? Im Prinzip durchaus: Nicht nur durch seine politischen Erfolge, sondern auch durch seine markant-mächtige Erscheinung hat er den großen Wiedererkennungswert (die bei uns im Konfi gern angeführte „Recognition“). Besonders die Knallpresse macht den Helden Deutschlands heldiger und deutscher denn je. Allen voran die Bild Zeitung, da gibt es auch die wahrlich erlebenswerte Sonder-Website.

Bei Chefredakteur und Trauzeuge Kai Diekmann hat HK Narrenfreiheit. Sicher auch, weil der Alte genauso polarisiert wie das Blatt; nur ganz anders. Und das ist Grundvoraussetzung für eine starke Marke – Sie darf nicht nur Fans, sie muss auch Feinde haben. (Sonst ist sie weder stark noch schwach, sondern nur „ganz nett“, und das ist der kleine Bruder von Markenkiller „egal“.) In diesem Sinne eine schöne Line von HK auf die Frage der Bild Zeitung, wessen Glückwünsche er nicht vermissen und über welche er sich freuen würde: “Ohne Namen nennen zu wollen: Mit beidem könnte man ein ganzes Telefonbuch der Millionenstadt Berlin füllen.” (Quelle: Süddeutsche Zeitung online)

So ist’s markenrecht und – nun ja, mit dem Namen nennen hat er’s ja auch nicht so, der HK. Siehe hierzu die Qualitäts-Zitierquelle Nr. 1 Wikipedia und den saftigen Dauerbrenner „CDU-Spendenaffäre“.

Was können die markenbildnerisch tätigen Profis an den Fronten von Strategie und Online Reputation bei HK noch ausrichten? Ehrlich gesagt, nichts. HK genießt Bestands- und Kümmerschutz qua Markenalter. Da geht es ihm wie Pitralon, Samantha Fox, Brauner Bär und Remington.

Viel spannender für uns Markenbauarbeiter ist der kleine profilierte Parteibruder des Jubilars, inzwischen so groß, so groß kann der Schatten von HK nicht sein: Wolfgang Schäuble, ein schönes Beispiel dafür, dass konstruktives Abwarten und klar zielgerichtetes Wirken im Stillen dahin führen kann, wo genau er heute ist. Ganz vergessen die Begebenheit, als HK 1997 auf dem Leipziger CDU-Bundesparteitag Schäubles fulminante Rede in die Reportermikros rein krönt: „Ich wünsche mir, dass Wolfgang Schäuble einmal Kanzler wird.“ Darauf WS zu HK, klar profilierend und ganz privat am Telefon: „Helmut, hör auf mit dem Scheiß!“ All das weiß der Stern .

Der Bundesfinanzminister WS hat’s raus. Etabliert sich, ohne es recht zu merken, als profilierte Politikermarke, die durchweg großen Einfluss auf das politische Geschehen hat. Wenn er dann noch zur rechten Zeit – ganz anders und viel schlauer als HK – bemerkt, dass es Zeit ist zu gehen und auf dem WS-Olymp Hut und Sessel nimmt… Dann meinen großen Respekt vor einem, der seinem Dauerdrangsalierer ganz zum Schluss (erst hier wird bekanntlich richtig abgerechnet) gezeigt hat, was eine Markenharke ist.

Stay tuned!

Mehr von Jon Christoph Berndt® und Human Branding gibt’s hier:

  • Weißer Rabe Grigory Perelman
  • FDP-”Quartalsspinner” Wolfgang Kubicki
  • Prof. Claudia Kemfert und ihre wehrhafte Marke
  • Norbert Leitholt und sein “Pornolotl”
  • Das Marken-Armageddon
  • Jon Christoph Berndt®: im Interview
  • 2 Kommentare
  • Share
  • Human Branding

Setzen, 6! Facebook und Co. unter der Warentest-Lupe

7. April 2010 um 9:04 von Martina Doherr

Sicherheitsprobleme, mangelnder Datenschutz und eine flexible Handhabung der Nutzerrechte: Stiftung Warentest deckt auf, wo es bei den beliebtesten deutschen Netzwerken “hakt”. Auch die Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) kritisiert den mangelnden Datenschutz bei Facebook öffentlich und droht mit Löschung ihres Accounts.

Es dauerte laut Aussage der Warentester bei einigen Netzwerken nur einige Tage, bis man sich Zugriff auf persönliche Daten verschafft hatte. Das Ergebnis ist wahrhaft gruselig: Alle getesteten Netzwerke sind gerade beim Datenschutz lückenhaft, acht von zehn Portalen zeigten sogar „deutliche“ oder „erhebliche Mängel“.

Wer etwa eigene Texte und Bilder in Facebook stellt, verzichtet automatisch auf seine Rechte am geistigen Eigentum. Wenn man bei diesem Test von einem Highscore sprechen kann, dann hält diesen in der Kategorie “Nutzerdaten” auf jeden Fall MySpace. Hier hat die Stiftung über 20 unwirksame Klauseln gefunden, nach denen sich das Portal an Nutzerdaten bedienen darf.

Sonst oft getadelt- diesmal gelobt: die Friendcommunities SchülerVZ und StudiVZ, die laut der Stiftung als positive Beispiele vorran gehen, da auf beiden Portalen die persönlichen Informationen und Daten der Nutzer kaum an Dritte weitergeben werden. Als negative Spitzenreiter fallen in diesem Test neben MySpace auch Facebook und stayfriends aus der Reihe.

Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) hat den mangelnden Datenschutz bei Facebook jetzt öffentlich kritisiert. In einem von Spiegel Online veröffentlichten Brief an Mark Zuckerberg fordert sie auf, persönliche Nutzer-Daten nicht ohne Einwilligung automatisch an Dritte weiterzugeben. “Sollte Facebook nicht bereit sein, seine Firmenpolitik zu ändern und die eklatanten Missstände zu beheben, sehe ich mich gezwungen, meine Mitgliedschaft zu beenden,” so die empörte Ministerin am Ende ihres Briefes.

Darüber hinaus patzte die weltweit größte Community Facebook am 31.März in den frühen Morgenstunden gleich nochmal in Sachen Daten-Sicherheit, als irrtümlich die Mail-Adressen aller zirka 400 Millionen Mitglieder für mehrere Minuten öffentlich angezeigt wurden. Laut Tech-Blog Gawker dauerte die Panne circa eine knappe halbe Stunde, die, laut Aussage von Facebook-Deutschland, von einem Bug ausgelöst wurde während der üblichen Code-Aktualisierung. Die verborgenen Mail-Adressen aller Nutzer waren deshalb kurz sichtbar. Facebook korrigierte diesen grob-datenschutzfeindlichen Fehler, äußerte sich aber bislang nicht weiter zu dem Vorfall.

Hier die vergebenen Noten aller getesten Netzwerke im Vergleich:

schuelervz.net

  • Organisation und Transparenz: befriedigend
  • Umgang mit Nutzerdaten: sehr gut
  • Datensicherheit: ausreichend
  • Nutzerrechte: sehr gut
  • Jugendschutz: ausreichend
  • Mängel in den AGB: sehr gering

Gesamtbewertung: EINIGE MÄNGEL

studivz.net

  • Organisation und Transparenz: gut
  • Umgang mit Nutzerdaten: gut
  • Datensicherheit: ausreichend
  • Nutzerrechte: sehr gut
  • Jugendschutz: befriedigend
  • Mängel in den AGB: sehr gering

Gesamtbewertung: EINIGE MÄNGEL

jappy.de

  • Organisation und Transparenz: befriedigend
  • Umgang mit Nutzerdaten: gut
  • Datensicherheit: mangelhaft
  • Nutzerrechte: gut
  • Jugendschutz: befriedigend
  • Mängel in den AGB: gering

Gesamtbewertung: DEUTLICHE MÄNGEL

lokalisten.de

  • Organisation und Transparenz: befriedigend
  • Umgang mit Nutzerdaten: ausreichend
  • Datensicherheit: ausreichend
  • Nutzerrechte: befriedigend
  • Jugendschutz: befriedigend
  • Mängel in den AGB: gering

Gesamtbewertung: DEUTLICHE MÄNGEL

wer-kennt-wen.de

  • Organisation und Transparenz: befriedigend
  • Umgang mit Nutzerdaten: gut
  • Datensicherheit: mangelhaft
  • Nutzerrechte: befriedigend
  • Jugendschutz: ausreichend
  • Mängel in den AGB: keine

Gesamtbewertung: DEUTLICHE MÄNGEL

xing.com

  • Organisation und Transparenz: befriedigend
  • Umgang mit Nutzerdaten: gut
  • Datensicherheit: mangelhaft
  • Nutzerrechte: befriedigend
  • Jugendschutz: ausreichend
  • Mängel in den AGB: sehr gering

Gesamtbewertung: DEUTLICHE MÄNGEL

stayfriends.de

  • Organisation und Transparenz: ausreichend
  • Umgang mit Nutzerdaten: gut
  • Datensicherheit: mangelhaft
  • Nutzerrechte: ausreichend
  • Jugendschutz: mangelhaft
  • Mängel in den AGB: keine

Gesamtbewertung: ERHEBLICHE MÄNGEL

linkedin.com

  • Organisation und Transparenz: mangelhaft
  • Umgang mit Nutzerdaten: ausreichend
  • Datensicherheit: mangelhaft
  • Nutzerrechte: befriedigend
  • Jugendschutz: befriedigend
  • Mängel in den AGB: sehr deutlich

Gesamtbewertung: ERHEBLICHE MÄNGEL

facebook.com

  • Organisation und Transparenz: ausreichend
  • Umgang mit Nutzerdaten: mangelhaft
  • Datensicherheit: mangelhaft
  • Nutzerrechte: mangelhaft
  • Jugendschutz: ausreichend
  • Mängel in den AGB: sehr deutlich

Gesamtbewertung: ERHEBLICHE MÄNGEL

myspace.com

  • Organisation und Transparenz: mangelhaft
  • Umgang mit Nutzerdaten: mangelhaft
  • Datensicherheit: mangelhaft
  • Nutzerrechte: mangelhaft
  • Jugendschutz: ausreichend
  • Mängel in den AGB: sehr deutlich

Gesamtbewertung: ERHEBLICHE MÄNGEL

(Quelle: Stiftung Warentest 04/2010)

Wer ganz sicher sein möchte, dass garantiert NICHTS in die Öffentlichkeit gerät, sollte vor jedem Post, jedem hochgeladenen Bild und Video einfach genau überlegen, was er damit bezweckt und welchen “Risikofaktor” er damit eingehen möchte. Diese sogenannte Medienkompetenz beginnt heute bereits im Grundschulalter und zieht sich während der Schulaufbahn bis hin zum Studium und dem späteren Arbeitsplatz durch.

Wer sich hier noch etwas genauer informieren möchte, was myON-ID über dieses Thema bereits berichtet hat, kann hier weiterlesen:

  • myON-ID fördert die Medienkompetenz von Schülern
  • Safer Internet day 2010 – Flunkern im Netz erlaubt?
  • Die Evolution der Datensicherheit im Netz
  • Studie im Auftrag des Verbraucherschutzministeriums: Unternehmen recherchieren Bewerber im Internet
  • Kommentare deaktiviert
  • Share
  • Reputationsmanagement

Jon Christoph Berndt: Prof. Claudia Kemfert und ihre wehrhafte Marke

23. März 2010 um 10:37 von Jon Christoph Berndt

Hut ab! Da sieht man mal, wohin wahre Markenstärke führt: DIW-Klimaexpertin Prof. Claudia Kemfert zwingt die Süddeutsche Zeitung in die Knie.

Die Süddeutsche Zeitung hatte Prof. Kemfert, die ziemlich bekannte Expertin für Energie und Klimapolitik am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) vorvergangene Woche so richtig schön vorgeführt, mehrspaltig und mit Vierfarb-Porträtfoto im Wirtschaftsteil: Sie habe sich für einen Artikel ihres Instituts bei Wikipedia bedient und, nachdem alles raus gekommen war, sich dahin gerettet, dass „die wissenschaftliche Basis für meinen Bericht auf einer Recherche eines Mitarbeiters“ beruhe. Das ginge ja nun gar nicht, meinte die Süddeutsche, und wo kämen wir denn hin, wenn nun sogar die Wissenschaft bei Wikipedia klaue… (siehe meinen Blog-Beitrag vom 11. März )

Alles schien klar: Die besenreine Süddeutsche Zeitung hat eine prima investigative Geschichte und in ihrem Autor Felix Berth ein richtiges Enthüllungsjournalistchen, dessen Artikel unter der Überschrift „Axolotls Vorgänger“ für ordentlich Thermik im Blätterwald sorgt. Und Prof. Kemfert hat einfach nur geklaut; der mediale GAU für eine anerkannte, bis dato als überaus seriös geltende Wissenschaftlerin.

Nun aber hat die Süddeutsche Zeitung nach Auskunft von Prof. Kemfert eine Unterlassungserklärung unterzeichnet. Zeichen dafür ist, dass der fragliche Online-Artikel mittlerweile aus dem Netz verschwunden ist. Was ist geschehen? So simpel wie ertstaunlich: Der fragliche Artikel war vom DIW niemals veröffentlich worden. Eine echte Null-News also, die ich mir von meiner Immer-noch-Lieblings-Tageszeitung nicht erwarten würde. Passiert es einmal doch, würde ich mir erwarten:

  1. Proaktive Richtigstellung bzw. Korrektur
  2. Entschuldigung bei der Geschmähten
  3. Verbesserung der Schutzmechanismen auch in schwierigen Zeiten mit dünner Personaldecke, damit die Pressefreiheit wieder als dienende Freiheit gebraucht und so schnell nicht wieder als In-die-Pfanne-hau-Freiheit missbraucht wird.

Prof. Kemfert ist aus Markenperspektive idealtypisch vorgegangen: sachlich, kalkuliert, stringent, offensiv; als Beispiel schlechthin für den professionellen und gleichzeitig effektiven Umgang mit Gegenwind, dem sich prominente Persönlichkeiten nun einmal immer wieder ausgesetzt sehen. Das wissen sie auch, es ist der Preis der Prominenz. Entscheidend ist nicht dieser Gegenwind, sondern Reaktion und Aktion daraufhin. Und den Kemfertschen Umgang damit beschreibt die FAZ sehr schön in ihrem Beitrag „Die Frau fürs richtige Klima“.

Von der Süddeutschen liest man bisher nicht mehr als „Error 404“ wenn man den Link zum fraglichen Online-Artikel anklickt. Und von Prof. Kemfert liest man wieder Inhaltlich-Sachliches und Markenadäquates, auch im Interview im neuen M-Direkt, dem Magazin der Stadtwerke München, unter der Überschrift „Klimaschutz ist der Weg aus der Krise”.

Also: Die Siegerin steht fest. Back to Tagesordnung.

  • 4 Kommentare
  • Share
  • Human Branding

Jon Christoph Berndt: Norbert Leithold und sein „Pornolotl“

18. März 2010 um 9:02 von Jon Christoph Berndt

Man könnte lachen, wenn’s nicht so traurig wär’: Ursprünglich war Norbert Leithold für sein neues Sachbuch „Graf Goertz: Der große Unbekannte“ für den Preis der Leipziger Buchmesse vorgeschlagen. Wow! Das freut auch den Osburg Verlag, bisher etwas für kleine Bücher kleiner Autoren mit kleiner Auflage.

Dann wird’s kryptisch und ein Fall für die stringente Menschenmarken-führung: Das FAZ-Feuilleton schreibt am vergangenen Freitag unter der Überschrift „Wie viel Vorleben ist erlaubt?“ von „Pornolotl“ und dass die Nominierung nach einigen Nachforschungen des Preiskomitees zurück-genommen wurde: Man stieß auf ein Vorgängerwerk Leitholds mit dem Titel „2040“, in dem von der Islamisierung Deutschlands die Rede ist. Darf man ja auch schreiben als Autor, sofern der Verfassungsschutz nicht aufmuckt. Und der Islam ist ja nicht Graf Goertz. Leithold verwies dann auf den bereits erfolgreich erhaltenen Alfred-Döblin-Preis der Berliner Akademie der Künste – aber davon will diese Akademie so gar nichts wissen. Also rudern die Leipziger, auch aus noch pikanteren Gründen, zurück. Denen wird’s langsam mulmig, die Nominierung ist perdu.

Hintergrund 1: Norbert Leithold hieß mal Norbert Bleisch, und zwar auf dem Cover von „Viertes Deutschland“. Und dafür hatte er 1991 tatsächlich den Alfred-Döblin-Förderpreis erhalten.

Hintergrund 2: Norbert Leithold hieß mal Sebastian Bleisch, und der wirkte seit 1990 in über 60 Pornofilmen mit. Auch Jugendliche sollen dabei gewesen und dafür bezahlt worden sein, und dafür gab’s für Norbertsebastian Leitholdbleisch das Essen durch die Klappe.

Also was jetzt: Der gepflegte Boulevard und die intellektuelle Knallpresse lieben doch so etwas! Aber dann muss

  • ordentlich recherchiert werden von den Buchmesse-Preisverteilern; die haben die ganzen Namen und Themen und Preise durcheinander gebracht und Recherchemühen gescheut (das machen ja gemeinhin auch die Autoren)
  • Herr Leithold auch so eine gierige Lobby haben wie zum Beispiel Prof. Miriam Meckel; die ist Lebenspartnerin von Anne Will, und solcher Sex sells sogar ein Burnout-Buch auf Platz 10 bei Amazon (mein Neid sei mit ihr!)
  • Herr Leithold zu Alias, Porno und Knast stehen wie Michaela Schaffrath und Sibel Kekilli; absolute Konfrontation weist dann denn Weg in die Medien, auf die Preisbühne und die Amazon-Hitliste.

Norbert Leithold ist keine starke Marke, sondern ein schlaffes Märkchen. Da kann „Graf Goertz: Der große Unbekannte“ ein noch so großes Werk sein – es wird unbekannt bleiben, weil sein Autor weder Fisch noch Fleisch ist. Absolute Konfrontation wäre angezeigt gewesen: Natürlich gibt es das Deutschland-Islamisierungs-Werk, natürlich bin ich Porno-Bleisch, natürlich saß ich im Knast. Und das ist gut so! Das gab mir die Kraft und die Reife für den Grafen Goertz! Dann wird eine Story draus, und eine echt gute Story macht die Human Brand Norbert Leithold lebbar und erlebbar, für ein Preiskomitee genauso wie für die Medien und die Buchkäufer.

Die schmutzigen Schmankerl müssen heutzutage einfach größer gefeiert werden: Sehr schön, aber zu spät für den Leipziger Literaturpreis kommt das Welt-Interview mit Norbert Leithold vom 26. Februar. Sehr gut für die Online-Reputation, da nimmt der Fast-Preisträger endlich das Marken-Heft in die Hand.

Es gewinnt nun einmal nicht der beste Autor, sondern der mit der besten Verpackung. Der schafft es dann nicht nur mit „Pornolotl“ ins FAZ-Spezialisten-Feuilleton, sondern zu Amelie Fried und Ijoma Mangold von „Lesen!“ im ZDF und dann auf die Impulstische im gut sortierten Bahnhofsbuchhandel.

  • 2 Kommentare
  • Share
  • Human Branding, Reputationsmanagement

Im Interview: Jon Christoph Berndt, Partner von myON-ID Media

4. März 2010 um 10:41 von Martina Doherr

Es ist zwar nicht Montag – dennoch möchten wir euch heute Jon Christoph Berndt mit einem Kurzinterview vorstellen. Mit seinem umfassenden Know-how in Sachen Markenberatung im “offline” Bereich rundet er mit Human Branding das B2C Angebot unserer “Reputation Factory” konsequent ab. Ab nächster Woche wird es jeden Donnerstag einen spannenden Beitrag von ihm in unserem Blog zu lesen geben.

Wir freuen uns sehr, den erfahrenen Markenexperte, Management-Trainer und Keynote-Speaker Jon Christoph Berndt®, Inhaber der brandamazing: Unternehmensberatung für Markenkommunikation in München, als starken Partner gewonnen zu haben. Wenn er nicht gerade Menschen zu einem perfekten Profil und damit zu einer abgerundeten Markenpersönlichkeit verhilft, ist er auch noch Politikwissenschaftler, Kommunikationswissenschaftler, Absolvent der Deutschen Journalistenschule München, Dozent an der Bayerischen Akademie für Werbung und Marketing (BAW) sowie Mitglied des Vorstands der GSA German Speakers Association. Er ist Markenexperte bei n-tv und RTL sowie bei Zeitungen und Zeitschriften. Außerdem ist er Kolumnist in der Frauenzeitschrift Emotion Women at Work sowie Moderator der TV-Gesprächssendung „Leben!“ auf ARD EinsPlus. Sein Ratgeber „Die stärkste Marke sind Sie selbst! Schärfen Sie Ihr Profil mit Human Branding“ ist jüngst im Kösel-Verlag erschienen.

Wir haben Jon Christoph Berndt ein paar Fragen zu seiner Person, Produkten und der Partnerschaft mit myON-ID Media GmbH gestellt – hier seine Antworten.

Jon, stellen Sie sich doch einfach mal kurz vor…

JCB: Mein Steckenpferd ist die „Marke“: Das ist im Grunde überhaupt kein Buch mit sieben Siegeln, wie man bei dem kryptischen Wort erst einmal annehmen könnte. Meine Kollegen bei der brandamazing: Markenberatung und ich glauben an die Kraft der Marke, wenn es darum geht, sich besser zu behaupten. Und das hat heutzutage jedes starke Unternehmen nötig, das morgen auch noch stark sein will. Dafür braucht es, neben der eigenen profilierten Markenpersönlichkeit, ebenso starke Produktmarken. Vor allen Dingen hat das der Mensch nötig, wenn er wirklich wissen will, wer er ist und wofür er steht; und wenn er erfolgreich und zufrieden sein will. Human Branding, wie der Mensch zur ebenso starken Marke wird, ist deshalb unsere Erfindung und unsere Spezialdisziplin. Näher steht das auch in meinem jüngst Ratgeber.

Damit man sofort sieht und spürt, wofür der Berndt steht, habe ich mir meinen Namen beim deutschen Patent- und Markenamt als Marke eintragen lassen. Zum Zeichen dafür trage ich das „®“, es ist das unmissverständliche Symbol von mir und von Human Branding.

Sie sind Partner von myON-ID Media. Was bedeutet “Human Branding” genau, und wie passt das zum neuen Claim “The Reputation Factory”?

JCB: Mit Human Branding findet der Mensch heraus, was er alles dafür tun sollte (und, viel besser, was er alles einfach weglassen kann), um mehr zu erreichen. Mehr, und das ist mir bei Human Branding ganz besonders wichtig, bedeutet nicht nur mehr im Geldbeutel, sondern vor allem mehr Zufriedenheit und, auch das gibt es, mehr echte Glücksmomente. Stichwort Glück: Mein neues Buch, an dem ich zurzeit mit der Autorin Christine Koller arbeite, wird „50 Wege zum kleinen Glück“ heißen. Es macht auf launige Art die Glücksdimensionen des Alltags fassbar, die man ergreifen kann, wenn man sie begreift, und wird im August bei Westend erscheinen.

Die Grundlage für eine gute Reputation des Menschen ist Human Branding, der Anfang von allem. Dann kommen auf dieser Basis im „Offline-Leben“ die ganzen Erfolgsdisziplinen von Human Branding, die man aus der Fort- und Weiterbildungswelt kennt. Aber eben nicht alle oder viele irgendwie, sondern genau die, die die Human Brand zum Erblühen bringen, sie für uns alle lebbar und erlebbar machen und uns deshalb den Menschen profiliert wahrnehmen lassen. Und im „Online-Leben“ kommt das ebenso zielgerichtete Reputationsmanagement als ganz besondere essentielle Erfolgsdisziplin. Deshalb passt das wirklich ganz besonders gut zusammen.

Sind Sie im Internet aktiv und wenn ja, wie, wo und warum? Sehen Sie einen persönlichen Vorteil im Web 2.0?

JCB: Ich bin sehr aktiv im Internet, vor allem ausgewählt und nicht überall irgendwie dabei. Das ist wichtig, damit auch meine Marke profilscharf ist und bleibt. Da gibt es, logisch, mein Profil bei Xing. Außerdem gibt es ausgewählte Plattformen, die das Angebot an Vorträgen, Seminaren und Coaching markenadäquat kommunizieren. Dazu gehören zum Beispiel die Profile bei Brainguide und SemiGator.

Ich weiß aber auch, dass ich noch Defizite habe bei der wirklich adäquaten Präsentation, Vernetzung und Reputation im Internet. Deshalb setzt myON-ID Media gerade unseren Newsroom um. Da werden dann alle unsere Online-Aktivitäten gebündelt und vernetzt und vor allem auch zentral gesteuert. Dann füllen wir den ebenfalls etwas kryptischen Ausdruck „Web 2.0“ mit dem Sinn und dem Gehalt, den wir brauchen. Und wir werden entscheidend aktiver sein im Netz als sowieso schon. Aber mit Herz und Hirn und Hand und eben nicht mit der Streubüchse. Die Vorteile liegen auf der Hand: Wer beim Web 2.0 nicht dabei ist, ist halt nicht dabei. Und das rächt sich.

Was bedeutet für Sie umfassendes Reputationsmanagement, und warum braucht man so etwas?

JCB: Wer selbst Schlaues und Substanzielles sagt über sich, über den wird weniger gemutmaßt, orakelt und dummes Zeug erzählt. Mit Reputationsmanagement sitze ich im Driver Seat, wie man so schön sagt, vorn im Führerhaus, und steuere meine Marke aktiv. Ich muss also nicht passiv zuschauen, wie ich ein Image bekomme, das sich irgendwie zusammenbraut, und, wenn es erst mal da ist, immer schwieriger zu korrigieren ist.

Heutzutage braucht man Reputationsmanagement zum Teilnehmen an der Gesellschaft und zum Kommunizieren wir vor 40 Jahren das Telefon. Da gibt es kein Vertun. Und weil es so wichtig ist, sollte man es denen anvertrauen, die es wirklich können. Weil jeder das machen sollte, was er am besten kann, und sonst am besten nichts.

Wir bedanken uns für das Interview und freuen uns auf viele spannende und interessante Beiträge von und mit Jon Christoph Berndt, aber natürlich auch über euer Feedback und Kommentare, Fragen oder Anregungen. Merke: Donnerstag – Human Branding-Tag!

  • 1 Kommentar
  • Share
  • Allgemein, Reputationsmanagement

Die Evolution der Datensicherheit im Netz

4. Februar 2010 um 9:05 von Mario Grobholz

Der gute Ruf ist im freien Raum des Worldwide-Webs tagtäglich möglichen Angriffen ausgesetzt. Wer unkontrolliert sensible Daten ins Netz stellt, muss vom Identitätsklau, über Mobbing-Attacken bis hin zu langwierigen Rufschädigungen mit allem rechnen. Selbst die beste Reputationsstrategie wird scheitern, wenn nicht im Vorfeld ihre Notwendigkeit erkannt und die Sensibiliät gegenüber meist eigens ins Netz gestellten Daten geschärft wird.

Datensicherheit hat im Web 2.0 nichts mehr mit Firewalls zu tun. Mit den Sozialen Medien hat eine neue Ära der Kommunikation Einzug gehalten. Das heißt zwangsläufig, dass Privatleute wie Unternehmen lernen müssen, sensibler mit ihren Daten im Netz umzugehen. Wo vielleicht gestern der einfache Download eines Virenschutzprogrammes ausreichte, ist heute eine viel komplexere Herausforderung entstanden. Das Internet, und damit die gesamte Kommunikation, befindet sich mitten in einem Prozess der Veränderung. Vergleichbar mit einer neuen Stufe der Evolution.

Erst gab es dafür Sicherheits-Software – Virenscanner und Firewalls. So hat man Privates auf dem PC vor Hackern und Viren geschützt. Dann wurden Communities wie Facebook oder Xing interessant, also hat man dort seine Privatsphäre Einstellungen angepasst. Aber durch kapilare Verlinkungen, die eigene Unbedachtheit und auch den kriminellen Ideenreichtum Dritter können aktive Internet-Nutzer ohne entsprechendes Reputationsmanagement nicht mehr bestimmen, was mit ihren Daten im öffentlichen Raum des Internets geschieht.

Hendrik Speck, Professor für Digitale Medien an der FH Kaiserslautern, geht mit seiner Prognose sogar noch einen Schritt weiter. In einem aktuellen Beitrag der Basler Zeitung fordert der Wissenschaftler klare gesetzliche Rahmenbedingungen für Onlineplattformen, für deren Nutzung ein völlig neues Datenschutzmodell benötigt würde. Es sei hochnotwendig, über eine neue Konzeption des Datenschutzes nachzudenken. Skeptisch wird Speck allerdings bei der Frage, ob die dafür erforderliche Medienkompetenz bei politischen und juristischen Entscheidungsträgern ausreicht: «Es besteht die Gefahr, dass die Systemträgheit wesentlich grösser ist als die Zeit, die wir für Entscheidungen haben, um die gesellschaft-technische Entwicklung nach den Grundsätzen einer demokratischen Gesellschaft zu gestalten.»

Es bleibt abzuwarten, wohin sich dieser Trend fortsetzen wird, ob Konsequenzen im Handeln jedes einzelnen entstehen und welche neuen Perspektiven damit gleichzeitig geschaffen werden. In jedem Fall sind wir alle aufgefordert, Aufklärungsarbeit zu leisten und gerade die jüngere Generation verantwortungsvoll an das Medium Internet heranzuführen. Interessiert beobachten wir, welche Entwicklung das Thema “Internet” auf den Lehrplänen der Schulen zukünftig einnehmen wird. Die Bayerischen Gymnasien gehen dort in ihrem Deutschunterricht mit guten Beispiel voran.

  • 2 Kommentare
  • Share
  • Allgemein, Reputationsmanagement
« Letzte Einträge

Suchen

Über dieses Blog

Willkommen im Blog der myON-ID-Media ist Pionier für Social Media-Technologien. Für unsere Kunden realisieren wir als Full-Service-Anbieter Social Media Projekte jeder Größenordnung.

myON-ID-Blog als RSS-Feed abonnieren
iMedia Lounge - Das professionelle Social Media Content Management System für höchste Ansprüche

Kategorien

  • Allgemein
  • Human Branding
  • Karriere Online
  • Presse
  • Reputationsmanagement
  • Social Media
  • Technik und Entwicklung
  • Tipps und Tricks
  • Unternehmen

Social Media

myON-ID bei Twitter myON-ID bei Flickr myON-ID bei Youtube myON-ID bei Facebook myON-ID bei FriendFeed

Letzte Artikel

  • Wir benennen Ruflotse in secure.me um und launchen weltweit eine neue Version unseres Dienstes
  • Unsere iMedia Lounge ausgezeichnet: Econ-Award für Social Media Newsroom von T-Systems Multimedia Solutions
  • Das schreibt die Presse über myON-ID Media im Oktober
  • Vorhang auf: Wir werden secure.me international launchen!
  • Social Media Newsroom einfach erklärt – Der Film
  • Das schreibt die Presse über myON-ID Media im September
  • Voilà, darf ich vorstellen: fünf neue KollegInnen
  • Wir wachsen und haben unseren Aufsichtsrat neu besetzt
  • Social Media: Einfach nur dabei sein ist NICHT alles
  • Das schreibt die Presse über myON-ID Media im August

Letzte Kommentare

  • Mario Grobholz bei Wir benennen Ruflotse in secure.me um und launchen weltweit eine neue Version unseres Dienstes
  • Mhmm. bei Wir benennen Ruflotse in secure.me um und launchen weltweit eine neue Version unseres Dienstes
  • Mario Grobholz bei Wir benennen Ruflotse in secure.me um und launchen weltweit eine neue Version unseres Dienstes
  • Mhmm. bei Wir benennen Ruflotse in secure.me um und launchen weltweit eine neue Version unseres Dienstes
  • Wir benennen Ruflotse in secure.me um und launchen weltweit eine neue Version unseres Dienstes | myON-ID Blog bei Vorhang auf: Wir werden secure.me international launchen!

Schlagwörter

B2B Blog business Clipping Eigenmarketing expertenmeinung Googlability Grobholz Gruendertagebuch Human Branding Identität iMedia Lounge Interview Karriere Online Karriere Online Kommunikation Konzept Marke Marke-ICH Monitoring myON-ID myonid Newsroom Online-Reputation Online-Reputation-Management Personal Brand PR-Blogger Presse Reputation Reputation-Management Reputatonsrisiken ruflotse Selbstmarketing Socialmedia Social Media social media marketing Social Media Newsroom social web Team Tipps Twitter Unternehmen unternehmenskommunikation Virales Marketing Wahrnehmung

RSS Twitter – myON-ID

  • myonid: Heute ist der Safer Internet Day! In unserem secure.me Blog geben wir Eltern wichtige Tipps, wie Sie Ihre Kinder... http://t.co/d6VOKXsB
  • myonid: secure.me zitiert zum Safer Internet Day: «Mütter und Väter sollten die Online-Gewohnheiten ihrer Sprösslinge... http://t.co/tdf5sDUD
  • myonid: Wir freuen uns über die erneute Kooperation mit T-Online - mehr News dazu in unserem secure.me-Blogpost: http://t.co/aTT9uYrH
  • myonid: Heads up native US English speakers for an exciting job opportunity in Munich: We're looking for working... http://t.co/cWXPvffc
  • myonid: Endlich Schnee :) Wir hoffen, dass der Winterzauber anhält und wünschen allen ein schönes Wochenende. http://t.co/kjZLs2lm
  • myonid: Wir wünschen Euch allen Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch in's Neue Jahr!!

Archiv

Blogroll

  • Bewerbung & Job
  • Digital Conversation
  • Karrierebibel
  • Personalmarketingblog
  • Reputations-Magazin von Ruflotse
  • The Strategy Web