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Expertenmeinung: Tim Cole über den Einsatz von Social Media in Unternehmen

26. April 2010 um 9:09 von Mario Grobholz

Für unser heutiges Montags-Gastinterview haben wir Tim Cole gebeten, uns die 4 Fragen zum Einsatz von Social Media in Unternehmen zu beantworten. Tim Cole gilt als einer der erfahrensten Internet-Publizisten im deutschsprachigen Raum und hat gerade sein jüngstes Buch veröffentlicht.

Er ist seit Jahrzehnten als Journalist und Kolumnist tätig. Seine Beiträge, Kommentare und Kolumnen erscheinen in führenden Wirtschaftsmagazinen wie Capital, Tageszeitungen wie Süddeutsche Zeitung oder Die Welt sowie in Fachpublikationen und Online-Magazinen.Kurz: Tim Cole ist ein “alter Hase” auf seinem Gebiet. Gemeinsam mit Ossi Urchs war er jahrelang Gastgeber von „eTalk“ bei n-tv, einer Talkshow mit Prominenz aus den Bereichen IT, Telekommunikation, Internet und Hightech. Als Buchautor („Erfolgsfaktor Internet“, „Econ“, „Das Kunden-Kartell – die neue Macht des Kunden im Internet“ und „Hanser“) sowie als Berater und Referent bei Seminaren und Firmenveranstaltungen steht der gebürtige Amerikaner im intensiven Dialog mit Führungskräften aus Wirtschaft, Politik und Finanzen.

Tim, denken Sie, dass Social Media Marketing für Unternehmen zum Standard Marketing Mix gehören sollte?

Tim Cole: Ich denke, dass Firmen, die kein Social Media Marketing betreiben, bald überhaupt kein Marketing mehr nötig haben werden – weil es sie nicht mehr geben wird. Was ist denn eigentlich so neu an der Vorstellung, seine Kunden zu fragen, was sie wollen? Warum tun sich gerade deutsche Unternehmer so schwer damit? Statt dessen hört man hierzulande krude Witzchen wie: „Bei uns steht der Kunde immer im Mittelpunkt – und damit allen im Wege…“. Das Gegenteil von sozialen Medien sind unsoziale Medien. Das sollte uns zu denken geben.

Wo sollten die Social Media Aktivitäten eines Unternehmens in der Organisation “aufgehängt” sein?

Tim Cole: Ohne Power von oben funktioniert Marketing nicht, ob im Internet oder sonst wo. Der Chef muss mitziehen, aber jeder in der Firma ist ein potenzieller Botschafter seines Unternehmens in Plattformen wie Facebook, Xing, YouTube oder wie sie alle heißen. Die Marketingabteilung sollte zuerst mal Werbung im eigenen Haus machen. Pech, natürlich, wenn das Unternehmen seinen Mitarbeitern gerade verboten hat, während der Arbeitszeit Facebook zu nutzen. Dann haben die sich halt ins Knie geschossen…

Welche messbaren Ziele verfolgen Unternehmen mit ihren Social Media Aktivitäten?

Tim Cole: Mit Social Marketing ist es wie sonst auch in der Unternehmenskommunikation: Jeder Marketingchef könnte sich sofort die Hälfte seiner Ausgaben sparen, wenn der wüsste, welche Hälfte… Umgekehrt wird ein Schuh draus: Was kostet es mich, wenn nicht kein Social Marketing mache? Fragen Sie die Firma Kaffee Partner, was für einen Schaden für sie entstanden ist, nachdem mein Freund Michael Kausch auf czyslansky.net von seinem Ärger mit dem Knebelvertrag und dem miserablen Service der Firma berichtet hat. Sein Blog ist inzwischen zu einem Sammelbecken für unzufriedene Kunden der Firma geworden, die sich mit Horrorgeschichten überbieten und sich gegenseitig Tipps geben, wie man sich erfolgreich aus dem Vertrag rausklagen kann. Michaels Posting liegt bei Google inzwischen auf Platz zwei – direkt hinter der Website des Unternehmens Kaffee Partner selbst. Ich wollte jedenfalls nicht in der Haut des Marketingleiters stecken, wenn der seinem Chef erklären muss, warum die Umsatzzahlen gerade in den Keller gehen…

Welche Unternehmen kennen Sie, die heute Social Media bereits erfolgreich einsetzen?

Tim Cole: In meinem neuen Buch, „Unternehmen 2020 – das Internet war erst der Anfang“ habe ich gleich mehrere Fallbeispiele solcher Unternehmen beschrieben. Einer meiner Lieblingsbeispiele ist fahrrad.de in Esslingen, die inzwischen gar keine Kundenberater mehr beschäftigen. „Unsere Kunden sind unsere besten Berater“, sagte mir Steffen Grunegger, der sich dort „Web 2.0-Manager“ nennt. Sein Job ist es, in der Community unterwegs zu sein und das „Gesicht“ seiner Firma gegenüber der großen Gemeinde der Radfahrer zu sein. Damit schafft der Glaubwürdigkeit und Vertrauen – zwei der wichtigsten Erfolgsfaktoren für jedes Unternehmen im Zeitalter der vernetzten Wirtschaft.

Wir bedanken uns bei Tim Cole für das Interview – und freuen uns natürlich auf eure Kommentare, Feedback, Anregungen und Republikationen!

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  • Social Media

Expertenmeinung: Thomas Pfeiffer über den Einsatz von Social Media in Unternehmen

12. April 2010 um 9:03 von Mario Grobholz

Ist Social Media ein Hype? Gibt es überhaupt eine Entscheidung dafür oder dagegen? Viele Unternehmen (und auch Privatpersonen) verfolgen die Presse mit gemischten Gefühlen. Einerseits wird von unternehmerischen Vorteilen, Gewinnsteigerung und verbesserter Kommunikation mit neuen und alten Zielgruppen gesprochen – andererseits werden auch die Risiken einer umfassenden Social Media Strategie in Unternehmen beleuchtet.

Einer, der sich damit gut auskennen muss ist Thomas Pfeiffer: Medienpädagoge, Webevangelist, selbstständiger Online-Konzeptioner und Programmierer mit dem Schwerpunkt Web 2.0 & Social Media. Wir haben ihn gebeten, die folgenden Fragen für uns zu beantworten:

Denken Sie, dass Social Media Marketing für Unternehmen zum Standard Marketing Mix gehören sollte?

TP: Nein, dass denke ich nicht. Einige wollen uns das weiß machen. Es gibt doch sowieso keinen „Standard“. Die einen machen Werbung in der Lokalzeitung, andere Fernsehwerbung. Manche sponsern einen Fußballverein, andere verlassen sich auf Mund-zu-Mund-Propaganda. Social Media ist momentan das Hype-Thema schlechthin. Zum Teil ist das auch gerechtfertigt. Immer mehr Menschen tummeln sich in Online-Communities. Dort hinzugehen, wo die Menschen sind, ergibt durchaus Sinn. Aber jedes Unternehmen muss für sich entscheiden: Wo ist meine Zielgruppe? Passt Social Media Marketing überhaupt zu meinem Unternehmen?

Wo sollten die Social Media Aktivitäten eines Unternehmens in der Organisation “aufgehängt” sein?

TP: Idealiter ist Social Media nicht nur eine „One-Man-Show“ im Unternehmen. Social Media an sich ist ja mehr als nur Facebook, Twitter oder StudiVZ. Social Media ist eine Unternehmensphilosophie, die geprägt ist von gegenseitigem Respekt, zwischen den Mitarbeitern, den Partner und natürlich gegenüber den Kunden: kurz allen Stakeholdern eines Unternehmens. Social Media Aktivitäten und Kampagnen sind eine klassischen Mischform zwischen PR- und Marketing-Abteilung. Ohne Rückedeckung durch das Management oder Verständnis dafür in der gesamten Belegschaft werden aber Fehler passieren. Vodafone hat glücklicherweise diese Fehler schon begangen (und hoffentlich daraus gelernt): Twitteraccounts auf Werbeanzeigen werden wohl in Zukunft nicht mehr gefaked.

Welche messbaren Ziele verfolgen Unternehmen mit ihren Social Media Aktivitäten?

TP: Auch da ist noch vieles im Unklaren. Vom Online-Marketing sind Entscheider klare Zahlen und Meßinstrumente gewohnt: z.B. den Tausender-Kontakt-Preis (TKP) für Werbebanner. Dieses Instrumentarium greift aber im Social Web, der klassichen Long Tail, immer weniger. Manchen schlagen nur vor, das „User Engagement“ miteinzubeziehen, bspw., ob Inhalte kommentieren oder weiterverbreitet werden. Ich persönlich halte diese Operationalisierungen nicht nur für kompliziert. Ich glaube auch, dass sie nicht das wiedergeben, was sie vorgeben, zu messen (das nennt man mangelnde Validität).

Letztenendes ist doch der Geschäftserfolg entscheidend. Ähnlich wie bei der Bandenwerbung im heimischen Stadion muss man bei Social Media vorsichtig sein, mit einer blinden Zahlengläubigkeit. Ein valides, belastbares Äquivalent zum TKP oder zur Auflage eines Printmagazins gibt es noch nicht. Und ich persönlich glaube, das wird auch noch lange so bleiben. Noch wird hier viel experimentiert und ausprobiert.

Welche Unternehmen kennen Sie, die heute Social Media bereits erfolgreich einsetzen?

TP: Man muss Vodafone sehr dankbar sein, dass sie als großes, internationales Unternehmen sich in Social Media gewagt haben und Fehler begangen haben. Davon haben alle profitiert (leider auch die nervigen Berufsnörgler-Dons, aber das ist wohl ein Kollateralschaden dabei :-) Alles in allem haben sie einen mutigen Schritt getan und auch vieles richtig gemacht. Es gibt ein paar Perlen, ich möchte nur zwei Beispiele herausgreifen: Der Bewerberblog hat sich sehr gut positioniert als richtig kleines Unternehmen, das zunächst auf der Suche nach qualifizierten Personal fürs eigene Wachstum war. Und DM Alverde, die Twitter und Facebook sehr schön fürs eigenen Marketing einsetzen. Das sind nur zwei von vielen Beispielen. Wer noch mehr kennt: Nur her damit, kommentieren Sie hier oder schreiben Sie mir auf Twitter @codeispoetry oder auf http://twittwoch.de/facebook

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  • Allgemein, Social Media

Das schreibt die Presse im Dezember über myON-ID

8. Januar 2010 um 9:05 von Martina Doherr

Auch im Dezember 2009 gab es wieder viel zu berichten: myON-ID und der smarte Monitoring-Dienst Ruflotse sorgten mit redaktionellen Beiträgen für interessanten Gesprächsstoff. Hier einige der Veröffentlichungen, über die wir uns sehr gefreut haben. An dieser Stelle auch nochmal ein Dankeschön an alle, die auch im neuen Jahr mit uns und über uns bloggen – und unsere Arbeit im Bereich der Reputation damit bestätigen.

myON-ID ist mit seinem Engagement, mehr Aufklärungsarbeit im Bereich Reputation zu leisten, in aller Munde, on- wie offline.  On top durften wir uns über die Auszeichnung von netzwertig.com freuen, die uns zu einem der besten deutschen Startups im deutschsprachigen Raum 2009 gewählt haben. Gekürt wurden 10 Startups, die in 2009 hervorragende Arbeit geleistet und damit die Grundlage für zukünftige Erfolge gelegt haben. 

Netzwertig.com

“Im Februar brachte das Münchner Startup myON-ID die überarbeitete Version seines Tools für Reputationsmanagement online und hinterließ damit einen positiven Eindruck. myON-ID basiert auf einem Freemium-Modell und kombiniert Lifestreaming-Funktionen mit Social Networking und Mini-Blogging aka Posterous und Tumblr. Das Münchner Unternehmen hat in meinen Augen eine sehr lobenswerte Einstellung zu Innovationen und den Dienst dementsprechend kontinuierlich erweitert. Im November startete myOn-ID zudem einen kostenpflichtigen Monitoring-Dienst unter der eigenen Marke Ruflotse.”

Besten Dank an den Autor Martin Weigert.

Die Blogs ceterumcenseo.net und trendlupe.de schrieben im Dezember z. B. Folgendes zu den Themen Ego-SEO und Monitoring:

“…So kontrovers und kritisch man Anbieter wie beispielsweise myON-ID sehen kann, weil sie letztlich persönliche Daten noch einfach im Web zugänglich machen – sie haben auch einen großen Vorteil: Die Seiten dieser Anbieter sind hervorragend Suchmaschinen-optimiert und ranken bei der Suche nach Personennamen in der Regel sehr weit vorne. Ein kostenloser Eintrag bei diesen Diensten sicher also oft weitere Plätze unter den Top 10 der Suchergebnisse. Der Aufwand ist sehr gering, der Nutzen aber enorm!”

“…Fakt ist, dass das kostengünstige Angebot von Ruflotse im Zeitalter des Datenmissbrauchs mit Sicherheit sein Geld wert ist. Wem also der sichere Umgang mit seinem Namen im Internet wichtig ist registriert sich jetzt bei Ruflotse und wählt aus einer der drei kostengünstigen Produktvarianten seinen Favoriten aus. Egal ob als Privat- oder Geschäftskunde, der persönliche Suchagent wird das gesamte Internet rund um die Uhr durchleuchten und Auskunft über den aktuellen Ruf im Internet geben.”

Wir freuen uns natürlich auch auf viele weitere Gespräche und Berichte in den nächsten Tagen und Wochen, denn auch im neuen Jahr geht es mit  großem Engagement (und einigen Überrschungen!) weiter! To be continued…

Das schrieb die Presse über myON-ID im November

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  • Presse

Karriere Spezial – „Sich bewerben“ heißt vor allem: Mach Werbung in eigener Sache!

19. Oktober 2009 um 9:56 von Anya Rutsche

Zum Auftakt unseres Karrierespecials baten wir die Buchautorin und Verhaltensregel-Expertin Lydia Morawietz um einen Beitrag. Durch jahrelange Erfahrung als Seminarleiterin für Manager, Führungsteams aber auch Schüler und Studenten, weiß sie worauf es bei einer Bewerbung ankommt.

Ein Gastbeitrag von Lydia Morawietz, Beraterin für Stil und Etikette

Der wichtigste Punkt beim Verfassen einer Bewerbung ist die Authentizität. Die Bewerbung sollte sowohl zu deiner Person als auch zu dem Unternehmen passen, bei dem du dich bewirbst. So wird eine Mappe für eine Bank anders aussehen als eine Bewerbung bei einer Werbeagentur. Neben der Orientierung an den Standards ist immer auch deine Kreativität gefragt. Wichtig: Eine gute Bewerbung sollte nicht nur inhaltlich und gestalterisch gut aufbereitet, sondern auch sorgfältig vorbereitet sein. Ziellos Bewerbungen zu schreiben, um das Gewissen zu beruhigen, ist nicht nur Verschwendung von Material und Zeit, sondern wirkt sich auch negativ auf deine Motivation aus. Je zielgerichteter eine Bewerbung ist, desto erfolgreicher wird sie sein. Werde dir daher im Vorfeld darüber klar, welche Stellen – und auch welche Arbeitgeber – für dich interessant sind.

Versuche zunächst, dir selbst – oder einem Gesprächspartner – zunächst folgende Fragen zu beantworten:

‐ In welchen Branchen kann ich mir vorstellen, künftig zu arbeiten?
‐ Habe ich die nötige Qualifikation dafür?
‐ Entsprechen meine Fähigkeiten dem Anforderungsprofil?
‐ Welche Bereiche und Aufgabengebiete reizen mich?
‐ Wo liegen meine Interessen?
‐ Welche Aufgaben möchte ich übernehmen?
‐ Will ich Verantwortung übernehmen?
‐ Wie stelle ich mir meinen künftigen Arbeitgeber vor?
‐ Wie sollte mein Arbeitsplatz gestaltet sein?
‐ Wie viel Geld will ich verdienen?

Wenn du dir darüber klar geworden bist, hast du schon wertvolle Vorarbeit für deine Bewerbungen geleistet, denn du wirst dadurch viel einfacher die richtigen Stellenanzeigen und damit das für dich passende Unternehmen finden. Denn bedenke immer: Der Job muss zu DIR passen, zu deinen Qualifikationen und deinem Leistungsprofil, du solltest natürlich nicht unterfordert, aber auch nicht zu stark überfordert sein.

Versuche Klarheit zu gewinnen über deine Stärken und Schwächen, deine Fähigkeiten und Kenntnisse. Aber vermeide bitte eine Aufzählung deiner Soft Skills in den Bewerbungsunterlagen – mit stichhaltigen Argumenten wirst du jeden Personaler eher überzeugen!

Wenn du diese Punkte beachtest, wird es dir sicherlich gelingen, eine aussagekräftige Bewerbungsmappe ausarbeiten.

Und noch ein Tipp zum Schluss

Versuch dich durch eine „etwas andere Bewerbung“ von der Masse abzuheben – denn wie gesagt, eine Be-Werbung ist Werbung in eigener Sache!

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  • Karriere Online

myON-ID auf dem „Deutschen Trendtag 2008“

9. Mai 2008 um 5:07 von Mario Grobholz

Gestern ging der „Deutsche Trendtag“ in Hamburg zu Ende, der bereits seit 13 Jahren alljährlich den wichtigsten sozioökomischen Trend herausgreift und analysieren lässt. Das Trendthema des Jahres 2008 ist – angesichts der anhaltenden medialen Resonanz keine große Überraschung – das Thema „Identitäts-Management“.

Unter Moderation des Tagesschau-Chefsprechers Jan Hofer beleuchteten renommierte Experten und Wissenschaftler die analoge und digitale Identität von verschiedenen Blickwinkeln, darunter auch Prof. Richard Florida (Autor u.a. des Bestsellers „The rise of the Creative Class“, weitere Infos), der Medienphilosoph Norbert Bolz oder Prof. Peter Wippermann, seit 1993 Professor für Kommunikationsdesign an der Folkwang Hochschule Essen und Gründer/Gesellschafter des „Trendbüros“.

Motiv Deutscher Trendtag

Prof. Peter Wippermann präsentiert myonid.de

Im Mittelpunkt stand die Neuausrichtung der Begriffe „Identität“ und „Status“, die im Zeitalter des Social Networking und Web 2.0 grundlegend umdefiniert werden. Die Frage „Wer bin ich?“ wird ersetzt durch „Wer will ich sein?“. Mein Haus, mein Pferd, mein Auto -– das war gestern. Statt erworbener Statussymbole zählen heute und in Zukunft der zugeschriebene Status, die Anerkennung und der Applaus. Networking-Profile ersetzen persönliche Erfahrung. Soziale Beziehungen werden Programm.

Identität wird zunehmend zur Management-Aufgabe – und es steigt der Bedarf an Reputations-Management-Portalen wie www.myonid.de, die dem Einzelnen die Pflege und den Ausbau der Online-Identität erleichtern und Möglichkeiten des Selbstmarketings im Netz an die Hand geben.

Hier erhalten Sie das Gesamtprogramm zum Deutschen Trendtag, sowie den Info-Folder zum Deutschen Trendtag.

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  • Allgemein, Reputationsmanagement, Unternehmen

Diese Nachricht zerstört sich in 1 Minute selbst: Ablaufdatum für Internetseiten

17. Dezember 2007 um 8:00 von Mario Grobholz

frisch

Sie war schon ein echter Hingucker, diese Meldung: “Ablaufdatum für Internetseiten gefordert”, die vor einigen Tagen durch den deutschen Blätterwald rauschte (beispielsweise hier oder hier oder hier), unter anderem befeuert von einer Meldung des Nachrichtendienstes epd.

Mit diesem Ablaufdatum sollten Bürger vor negativen Folgen geschützt werden, wenn sie im Internet private Daten preisgeben, die noch nach vielen Jahren auf sie zurückfallen könnten. Das Internet vergesse nichts – zitiert epd den Medienrechtler Viktor Mayer-Schönberger, Professor an der US-amerikanischen Harvard-Universität.

Dass die epd-Meldung eine gewisse Aufmerksamkeit erreichte, hat vermutlich mit der schon seit Monaten anhaltenden Berichterstattung rund um das Thema “persönliche Daten im Netz” zu tun. Dass sie zum echten Hingucker “mit Schmunzelfaktor” wurde, liegt jedoch sicherlich an dem Vorschlag eines Ablaufdatums für jede Internetseite… So plausibel der Vorschlag klingt, wirft er doch mehr Fragen auf, als er Probleme löst. Bedeutet dies, dass Internetseiten künftig grundsätzlich mit einem Standard-Haltbarkeitsdatum versehen werden? Wie wird das integriert? Mayer-Schönberger wird dazu im Mai in der Süddeutschen Zeitung zitiert:

“…Mayer-Schönberger dagegen setzt tiefer an, bei den bereits bestehenden Datenformaten und Programmen. Nahezu alle Geräte und Programme würden heute schon Daten über die gespeicherten Daten, so genannte Metadaten, aufzeichnen; eine Kamera beispielsweise Datum, Zeit und künftig womöglich auch Ort der Aufnahme.
Die Hersteller müssten dazu verpflichtet werden, zu diesen Daten ein neues dazuzunehmen: Ein Verfallsdatum. Wer wolle, könne das dann immer individuell einstellen, aber die Standardeinstellung sollte von “ewig aufheben” auf “Löschen nach einer gewissen Zeit” gesetzt werden.”

“Alle Geräte und Programme”, “die Hersteller” – es geht Mayer-Schönfelder um nicht mehr und nicht weniger, als “dem Internet” eine zusätzliche Dimension zu verleihen, ihm das “Vergessen” beizubringen. Ein Projekt mit gigantischen Dimensionen. Manch einer (zum Beispiel Hans) fragt sich da, ob das technisch umgesetzt werden kann.

Nehmen wir aber nun mal an, das klappt technisch alles reibungslos. Dann müsste man doch befürchten, dass unzählige wertvolle Informationen einfach aus dem Netz verschwinden, nur weil die User vergessen haben, sie zu verlängern. Die einzige Möglichkeit dies zu verhindern, wäre, dass alle Verfasser der Milliarden Google-Seiten zuvor gefragt werden, ob sie verlängern wollen. Gefragt von – ja von wem eigentlich? Aber angenommen, auch dies funktioniert und jede der Milliarden Webseiten weltweit würde ihren Verfasser künftig regelmäßig ansprechen und um Aktualisierung bitten… Stellen Sie sich einfach vor, jedes von Ihnen produzierte File auf Ihrem Desktop-Rechner würde nach jeweils definierten Zeiträumen um Verlängerung bitten. Man käme aus dem Klicken nicht mehr heraus…

Auch Mayer-Schönberger ist von seiner ursprünglichen Einschätzung („…Technisch wäre das kein Problem. In alle modernen Betriebssysteme lassen sich heute Metainformationen einspeisen.“) mittlerweile abgerückt und betrachtet die Idee inzwischen auf der philosophischen Ebene:

“… Vielmehr geht es mir darum, dass wir alle durch die Notwendigkeit der Festlegung von Aublaufdaten (und deren etwaiges Update) mit der Frage konfrontiert werden, wie lange eine bestimmte Information gespeichert bleiben soll. Dieses stete “Ins-Bewusstsein-Rufen” des Problems ist das Ziel meines Ansatzes, nicht wie von Ihnen faelschlich unterstellt eine perfekte technische Infrastruktur dafuer.”

Was aus meiner Sicht wieder zu kurz greift. Denn das „Ins-Bewusstsein-Rufen“ allein reicht nicht aus – der Verbraucher muss doch auch wissen, was er gegen unliebsame Hinterlassenschaften im Web tun kann. In dem Zusammenhang auch an dieser Stelle noch einmal der Verweis auf die von Jochen Mai und seinem Kollegen Sebastian Matthes veröffentlichte wohl umfassendste Zusammenstellung von Reputations-Management-Angeboten, darunter auch das Angebot von myON-ID.

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Von Nord nach Süd und von Ost nach West: myON-ID in aller Munde

16. November 2007 um 8:00 von Mario Grobholz

Zeitung

In zahlreichen Artikeln wurde über unser noch junges Start-Up in den regionalen Zeitungsausgaben in den letzten Tagen berichtet. Zusammengenommen waren alleine das knapp 1,6 Millionen Leser!

„Die Abstände, in denen ich mich wundern und zwicken muss, werden immer kürzer!“ Mario Grobholz bringt es auf den Punkt: Die zahlreichen Veröffentlichungen zu myON-ID in den großen Magazinen und Zeitungen und sogar im Fernsehen haben alle unsere Erwartungen übertroffen! Umso mehr freut uns, dass wir über eine Vielzahl von kleineren Tageszeitungen auch in den Regionen Deutschlands bekannt geworden sind!

Ob Badisches Tagblatt, Lausitzer Rundschau oder Hessische Allgemeine, ob Mannheimer Morgen oder Nürnberger Zeitung, vom Darmstädter Echo über die Rhein-Zeitung und Mainpost bis zur Neuen Osnabrücker Zeitung: 17 kleinere und größere regionale Tageszeitungen haben in den vergangenen Wochen über die „Heimliche Lust des Ausgoogelns“, „Sich selbst ins rechte Licht rücken“ oder „Web-Identität optimieren“ berichtet und dabei immer auf myonid.de hingewiesen.

Wir bedanken uns bei den Redaktionen für die spannende Berichterstattung – und wünschen den zusammengenommen knapp 1,6 Millionen Lesern der Artikel viel Erfolg und natürlich auch viel Spaß bei der Pflege ihres Online-Images auf www.myonid.de.

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  • Presse, Unternehmen

Jobverlust durch Blogging

19. Oktober 2007 um 9:00 von Mario Grobholz

Wer sich in die Öffentlichkeit begibt, sollte sie also solche verstehen. Deshalb wird jede digitalisierte Information von und über Sie gefunden. Private Nachrichten gibt es in digitaler Form nicht wirklich. Schließlich findet so manche privat verfasste ihren Weg in die Netzöffentlichkeit und hat ungeahnte Folgen.

Jochen Mai stellt in seinem Karriereblog ein aktuelles Beispiel für den Jobverlust durchs Bloggen vor. Jessica Zenner alias Jessica Carr, eine 23-jährige Nintendo-Mitarbeiterin, nahm beim privaten Bloggen zuwenig Rücksichten auf ihre Kollegen und beleidigte diese anonym durch einzelne Beiträge. Auch wenn sie diese und ihr Unternehmen Nintendo nicht namentlich genannt hatte, ging die Kritik und Verleumdung den Verantwortlichen anscheinend zu weit. Der Personalchef Nintendos wurde auf ihr Blog Inexcusable Behavior aufmerksam und zog deshalb am 31. August 2007 die Konsequenzen, indem er der Bloggerin ihre Entlassung mitteilte. Darauf war Zenner nicht gefasst. Sie hatte in aller Naivität angenommen, dass niemand ihr Blog wahrnimmt bzw. dass es keinerlei Relevanz für Nintendo habe.

Schon im Falle von Ellen Simonetti, der “Königin der Lüfte“, zeigte sich, wie wenig Anonymität vor dem Jobverlust hilft. Die Delta-Airlines-Stewardess berichtete bis 2004 anonym aus ihrem Leben und schmückte ihre Beiträge gerne mit Fotos von ihrem Arbeitsplatz bei Delta Airlines. Einmal ließ sie sich in ihrer Stewardessen-Uniform etwas freizügiger auf einer Sitzreihe thronend ablichten, was jedoch ihrem Arbeitgeber gar nicht gefiel. Denn anhand ihrer Uniform war eindeutig zu erkennen, für wen sie in Wirklichkeit arbeitete. Und so erhielt Simonetti kurz nach der Blog-Veröffentlichung der Fotos die fristlose Kündigung von Delta Airlines. Es genügte den Managern der Fluggesellschaft nicht, dass das “Tagebuch einer Stewardess” einen fiktionalen Charakter hatte und alle Orts- und Firmenangaben frei erfunden waren. Ihnen gingen die detailreichen Beschreibungen des Arbeitsalltags einer Stewardess schlicht zu weit.Doch die Flugangestellte war sich keiner Schuld bewusst. Es gab zu diesem Zeitpunkt keine Firmenrichtlinie oder Blog Policy, die das Führen eines solchen Blogs untersagt hätte, und sie erhielt deswegen auch nie eine Abmahnung. Deshalb fühlte sie sich ungerecht behandelt: “Wenn ich gewusst hätte, dass mich das meinen Job kostet, hätte ich es nicht gemacht. Und wenn sie mich gebeten hätten, das Blog abzuschalten, wäre ich dem natürlich nachgekommen. Aber diese Möglichkeit hat man mir nie gegeben. Es ist unfair, wegen einer nicht existierenden Blog-Policy gefeuert zu werden.”

Wenn Sie selbst anonym bloggen, sollten Sie deshalb ganz genau darüber nachdenken, welche Konsequenz das für ihre Karriere im Berufsleben haben könnte. Auch in diesem Falle zeigt sich deutlich, dass viele Mitarbeiter gar nicht ahnen, welche beruflichen Konsequenzen ihr digitales Dasein haben kann.

Kennen Sie vielleicht einige deutsche Beispiele für den Jobverlust durch das Bloggen?

>> The Stranger: Nintendo Contractor Fired for Blog
>> Fired Nintendo Blogger Speaks Her Mind – An Interview with Jessica Zenner
>> PR Blogger: Dell’s Online Communication Policy
>> Die Karriere-Bibel: Game over – Blogs als Karrierekiller

Klaus Eck

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  • Karriere Online, Reputationsmanagement, Tipps und Tricks

Angst vor der negativen Macht der Blogger

27. September 2007 um 11:30 von Mario Grobholz

Als ich eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand ich mich in meinem Bett zu einem ungeheuren Troll verwandelt, heißt es beinahe sinngemäß bei Franz Kafka in der “Verwandlung” von 1915. Jedenfalls schlug man sich schon damals mit Ungeziefer und Wahrnehmungsproblemen herum. Die sozialen Mechanismen der zwischenmenschlichen Kommunikation machen vor dem digitalen Raum keinen Halt.

Es ist zutiefst menschlich in Kategorien zu denken und Vor-Urteile zu pflegen; denn jeder Mensch versucht Ordnung in sein persönliches Schubladensystem zu bringen, um ein Gefühl von Sicherheit und Stabilität aufrecht zu erhalten. Stereotypisierungen sind in der Regel sozial unerwünscht, erleichtern aber die generelle Orientierung. Schon beim ersten Kontakt oder bei der ersten Lektüre eines Blogartikels suchen wir unbewusst die passende Schublade und tendieren dazu, unserem Gegenüber einige Eigenschaften zuzuschreiben. Das ist nicht unbedingt förderlich für die Reputation des Fremden.

Denn negative Informationen über eine Person oder ein Unternehmen fallen bei der ersten Wahrnehmung besonders ins Gewicht. Mitunter tragen so genannte Trolle ihren Teil zur öffentlichen Wahrnehmung bei, indem sie falsche Behauptungen über Dritte aufstellen. Trolle bewegen sich vor allem in Diskussionsforen und Newsgroups, kann aber auch vorkommen, dass das Verhalten der Trolle sich im eigenen Blogverhalten wiederspiegelt, aber auch in Wikis und Chatrooms, auf Mailinglisten und Weblogs. Ziel eines Trolls ist es, Diskussionen um ihrer Selbstwillen auszulösen, ohne wirklich am Thema manchmal sogar den Eindruck, die Blogosphäre zu dominieren. In Wirklichkeit nehmen wir derlei Störfaktoren nur wesentlich stärker wahr. Persönliche Angriffe, gezielte Provokationen und Grenzverletzungen verbreiten sich nach dem Schneeballprinzip sehr schnell im Netz.

Es gibt viele Beispiele von Personen in der Blogosphäre, denen aufgrund von (unüberlegten) Kommentaren oder Blogeinträgen sogar öffentlich eine Profilierungsneurose und ein Anerkennungsdefizit zugeschrieben wird. Mit der Wirklichkeit muss das nicht unbedingt etwas zu tun haben.interessiert zu sein. Trolle verstoßen in der Regel gegen allgemein akzeptierte Kommunikationsregeln und wollen in erster Linie Aufmerksamkeit erhaschen. Wer versucht mit einem Troll zu kommunizieren, hat schon verloren, weil er diesen mit geistiger Nahrung (Aufmerksamkeit) füttert. Da sie gegen gemeinhin akzeptierte soziale Normen verstoßen, hinterlassen sie einen hartnäckigeren Eindruck als positive Botschaften. Deshalb erhalten sogenannte Motzblogger oder Trolle ihre Öffentlichkeit und erwecken.

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Fremdwahrnehmung gescheitert

21. September 2007 um 10:16 von Mario Grobholz

„Fremde Fehler beurteilen wir als Staatsanwälte, die eigenen als Verteidiger.“ So lautet ein spanisches Sprichwort. Das bringt ein grundsätzliches Wahrnehmungsproblem auf den Punkt: Denn im Allgemeinen neigen wir dazu, andere Menschen für Fehler verantwortlich zu machen und den Einfluss einer Situation hierbei völlig zu unterschätzen.

Diese Form der Wahrnehmungsverzerrung begegnet uns in vielen zwischenmenschlichen Situationen. Und so auch immer wieder im digitalen Raum: Chats, Foren und andere Kommunikationskanäle dienen in erster Linie dem Austausch zwischen Menschen. Dabei neigen die Leser dazu, die Textbeiträge immer auf die Persönlichkeit zurückzuführen, statt die jeweilige Situation, in der ein Artikel entsteht, zu berücksichtigen. Dieser Eindruck wird noch durch die Personalisierung in Blogs verschärft. Das Abbild der Person weist schließlich sehr deutlich daraufhin, wer die Verantwortung für einen Text trägt.

Durch eine Vielzahl von Blog-Veröffentlichungen entsteht ein Bild von einer Person, das eigentlich wenig mit der Wirklichkeit gemein hat und nur wenig über die Identität eines Menschen aussagt. Es zeigt nur Facetten einer Persönlichkeit und ist immer der konkreten Situation geschuldet. Es wird bei der Lektüre dennoch völlig vernachlässigt, dass jemand morgens bei schlechter Laune einen anderen Text verfasst als nachmittags nach einem erfolgreichen Geschäftsabschluss oder abends nach einem Glas Rotwein. Die (emotionalen) Umstände sind immer entscheidend. Aus diesem Grunde sollte jeder Blogger seine Texte mehrmals durchlesen, bevor er sie aus einer (schlechten) Laune heraus einer breiten Öffentlichkeit zugänglich macht. Selbiges gilt für Blogkommentare.

Es lässt sich hierbei einfach nicht vermeiden, dass ein anonymer Leser von einem wütend anmutenden Kommentar auf eine irritierende Persönlichkeit des Autors schließt und dessen Reputation in Frage stellt. Aber kann man nach der Lektüre einer Medienkritik, einem Artikel über das geekige Iphone oder einer unangenehmen Bahnfahrt überhaupt auf den Verfasser schließen? Oder sollten wir nicht lieber mit unseren Vorverurteilungen warten und dem Autor lieber mildernde Umstände gewähren, bis wir ihn wirklich näher kennen?

>> Psychologieblog: Wer hat Schuld

Klaus Eck, PR Blogger

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