« Letzte Einträge Nächste Einträge »

Jon Christoph Berndt®: Human Brand, schrottreif: Schlappes Märkchen Walter Mixa

6. Mai 2010 um 8:15 von Jon Christoph Berndt

Ach, Du Vaterland: Was war das für eine Hängepartie, zäh wie Kaugummi. Wochen und Monate hat es gedauert, bis Walter Mixa sein Erinnerungsvermögen soweit wiederhergestellt hatte, bis er sich entsinnen konnte und mochte an die eine oder andere ausgerutschte Hand in alten Tagen. Nun liegt seit dem 21. April das Rücktrittsangebot von den Ämtern des Diözesanbischofs von Augsburg und des Militärbischofs der Bundeswehr beim Papst.

Da liegt es im Posteingangskörbchen und harrt seiner Bearbeitung. Und jetzt? Wie sind denn so die Bearbeitungszeiten in der Abteilung Rücktrittsgesuchbearbeitung, und wie viel ist denn da gerade los? (Wie ich die katholische Kirche kenne und einschätze, wird das Körbchen auch in diesen Tagen nicht übervoll sein; ganz im Gegensatz zu internen Kursen in Verniedlichen, Abwinken und Wegschwätzen.)

Zuerst brauchte es zumindest eine Unterredung des Papstes mit drei Amtskollegen. Was gibt’s denn da noch zu unterreden, zu überlegen – der Mann muss weg, Herr Ratzinger! Alle Chancen zur einsichtsvollen, menschlichen Vorwärtsverteidigung sind mit der Zeit vertan, Walter Mixa hat die Aussichten auf Rehabilitation verwirkt. Wer allzeit fröhlich einschenkt – wie 2007 der damaligen Familienministerin Ursula von der Leyen, dass sie mit ihrer Familienpolitik die Frauen zu „Gebärmaschinen“ degradiere – und Verantwortung und Schuld innerhalb seiner Firma vergesellschaftet („Die sogenannte sexuelle Revolution, in deren Verlauf von besonders progressiven Moralkritikern auch die Legalisierung von sexuellen Kontakten zwischen Erwachsenen und Minderjährigen gefordert wurde, ist daran sicher nicht unschuldig, muss gerade dann unfehlbar sein, wenn es eng wird. Aber das hier überlebt keine Marke, Walter Mixas Marke ist bereits gestorben: kollateraler Markenschaden bei der katholischen Kirche. Sehr gern hätte ich anders berichtet – von etwas so Schönem zum Beispiel wie der Geschichte von Margot Käßmann, ihrer Trunkenheitsfahrt und dem Umgang damit.

Was hat Walter Mixa verkannt, ja falsch gemacht?

  • Er hat versucht, im Missbrauchs-Einerlei bei der Kirche mit zu schwimmen und nicht weiter aufzufallen: Heutzutage fällt jeder auf, nichts bleibt geheim!
  • Er dachte, als Augsburger Bischof und als Militärbischof ist er gottgleich unantastbar: Fehler werden nur verziehen, wenn der Verursacher gleich heraustritt!
  • Er hat Einflüsterern vertraut, die genauso weltfremd sind wie er: Das Verständnis, das sein mittlerweile abgelöster Öffentlichkeitsarbeiter Dirk Hermann Voß von „Öffentlichkeit“ und „Information“ hat, gereicht der nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA zur Ehre.

Wir sehen: Fundierte Ausbildung und Lebenserfahrung ersetzen nicht die wichtigste Zutat bei der Persönlichkeitsbildung und -wahrnehmung: emotionale Intelligenz. Mit seinen nebulösen Aussagen, dem vehementen Leugnen und dem schlussendlichen Umfaller schadet Walter Mixa nicht nur sich selbst (irreparabel), sondern als Markenbotschafter seiner Firma auch der katholischen Kirche (sehr schwer wieder gut zu machen). Hat die Kirche eigentlich Markenattribute wie nächstenlieb, verständnisvoll und geborgen, stehen nun Assoziationen wir weltfremd, verlogen und raffgierig ganz oben.

Human Branding Lesson Learned #2

Egal, was passiert: Konfrontiere Deine Umwelt immer mit der Wahrheit, ungebremst und geradeaus. Die starke Marke hält das aus und wird dadurch stärker als je zuvor.

Stay tuned!

Mehr von Jon Christoph Berndt® und Human Branding gibt’s hier:

  • Arthur Rimbaud – 140 Jahre Mysterium mit Pull-Effekt par excellence
  • Stefan Raab – Wie einer 2 Mio. Euro verliert und der große Gewinner ist
  • Helmut, hör auf mit dem Scheiß!
  • Weißer Rabe Grigory Perelman
  • FDP-”Quartalsspinner” Wolfgang Kubicki
  • Prof. Claudia Kemfert und ihre wehrhafte Marke
  • Norbert Leitholt und sein “Pornolotl”
  • Das Marken-Armageddon
  • Jon Christoph Berndt, Partner von myON-ID Media
  • 2 Kommentare
  • Share
  • Human Branding

Jon Christoph Berndt®: Arthur Rimbaud – 140 Jahre Mysterium mit Pull-Effekt par excellence

22. April 2010 um 10:03 von Jon Christoph Berndt

Schön ist es immer, wenn es etwas geheimnisumrankt zugeht. Und wenn hinter dem Geheimnis und den Ranken Geschichten stecken, in die wir uns alle gern hinein träumen. Heute die von Arthur Rimbaud, französischer Schriftsteller von Weltgeltung – “Une Saison en Enfer” (“Eine Zeit  in der Hölle“), “Iluminations” – mit 21 Jahren fertig mit der Karriere, keine rechte Lust mehr. Einem Ondit zufolge handelte er dann lieber mit Kaffee, Gewürzen, Gold, Elfenbein, vor allem in Afrika. Über die letzten 16 Lebensjahre des größten Genies der Literatur im 19. Jahrhundert wissen wir so gut wie nichts. Nur zum Beispiel so etwas, dass er wohl homophile Neigungen hatte, die er zu Zeiten des Aufstands in der Pariser Kommune 1871 mit dem Dichter Paul Verlaine auch auslebte. Die beiden experimentierten häufig mit Absinth, und im Rausch schoss Verlaine ihm in die Hand und ging für zwei Jahre ins Gefängnis. Quelles Histoires!

Nun erfahren wir, dass ein bisher unbekanntes Foto von Arthur Rimbaud aufgetaucht ist. Wow! Ein bisher unbekanntes Foto von Arthur Rimbaud! Bob Dylan, Patti Smith, Jim Morrison, Klaus Mann, all die Surrealisten und die ganzen Beat-Poeten werden wieder ganz schön aus dem Häuschen sein (so sie es noch können). Die hat er nämlich alle ungemein beeinflusst. Das Foto zeigt sieben Männer vor dem “Hôtel de l’Univers” in Aden, in dem Rimbaud bei seinen Aufenthalten im Jemen immer abstieg. Und, unstrittig, der Zweite von rechts, auf den Tisch gestützt und mit leicht geöffnetem Mund die Kamera fixierend, ist der, von dem der österreichische Superautor Thomas Bernhard sagt, seine Literatur sei „eine einzige, freilich weltweite, geschichtlich freie, ungebundene, unverfeinerte, im Schmutz und in den zerrissenen Schuhen triumphierende Religion“ gewesen. Dazu ist es noch das, weiß die Berliner Morgenpost, „einzige bekannte Erwachsenenbild, auf den sein Gesicht gut zu erkennen ist“. Welch ein schöner Fund vom Flohmarkt.

Was ist daran nun so sensationell? Also: Von Arthur Rimbaud sind nur eine Handvoll Aufnahmen bekannt, die meisten aus dem Jugendalter und die restlichen in mieser Qualität. Und dass die neu entdeckte wieder Unsummen gebracht haben wird, zeigt der Fall von einem ähnlichen Fund aus dem Jahr 2007, den sich das Musée Rimbaud in Charleville-Mézières für 75.000 Euro gesichert hatte. Nun ging das neue Stück auf dem Salon du Livre Ancien, de l’Estampe et du Dessin im Pariser Grand Palais nach wenigen Minuten an einen französischen Sammler weg. Preis: Psst!

Rimbaud kehrte nur nach Frankreich zurück, um zu sterben. Er wurde 37 Jahre alt und liegt auf dem Friedhof seiner Heimatstadt Charleville. (Schauen Sie mal ins Museum, falls Sie in die französischen Ardennen kommen.) In seiner kurzen Zeit macht er intuitiv alles richtig: Er schafft wahres, schönes, gutes; macht sich rar, wird vermisst. Das sorgt für einen starken Sog, für den so schwer so schaffenden Pull-Effekt: Bis heute wollen die Fans und die Medien immer mehr als sie von Rimbaud bekommen können. (Dagegen vielfach genau das Gegenteil: Die Stars und Sternchen geben den Fans und den Medien immer mehr als sie hören und drucken können.) Generationen von Literaturwissenschaftlern haben versucht, Licht in die letzten Lebensjahre zu bringen, und die Faszination für den Ausnahmeliteraten ist bis heute nicht abgerissen. Mit seinen wenigen Werken hat Rimbaud es geschafft, ganze Generationen zu beeinflussen. Mit unbedingter Hingabe zum Werk hat sein Leben turbulent begonnen, mit konsequent-radikaler Abkehr von der Lyrik ging es weiter, und so endete es schließlich in den Armen seiner Schwester, „um einen schönen Tod zu sterben“.

Arthur Rimbaud zeichnet sich nicht nur durch seine Genialität, sondern eben auch durch sein Menschsein aus. Höhen und Tiefen, Krieg und Frieden und eine große Liebe profilieren ihn. Dass das aufgetauchte Foto als Sensation gehandelt wird, zeugt von der Sehnsucht der Moderne nach außergewöhnlichen Persönlichkeiten. Rimbaud schürt diese Sehnsucht mit seinem ungewöhnlichen Talent, seiner Schaffenskraft und nicht zuletzt einer rätselhaften Vita. Eine Human Brand, wie man sie besser nicht erschaffen kann; weder am Flipchart noch mit Online Reputation. (Nur: Die dafür nötigen intuitiven Qualitäten muss eine wahre Persönlichkeit erst einmal ganz von sich allein mitbringen…)

Human Branding Lesson Learned #1: Mach’ Dich rar. Und wenn Du auftauchst, habe bitte etwas im Gepäck, das uns alle wirklich interessiert!

Stay tuned!

Mehr von Jon Christoph Berndt® und Human Branding gibt’s hier:

  • Stefan Raab – Wie einer 2 Mio. Euro verliert und der große Gewinner ist
  • Helmut, hör auf mit dem Scheiß!
  • Weißer Rabe Grigory Perelman
  • FDP-”Quartalsspinner” Wolfgang Kubicki
  • Prof. Claudia Kemfert und ihre wehrhafte Marke
  • Norbert Leitholt und sein “Pornolotl”
  • Das Marken-Armageddon
  • Jon Christoph Berndt, Partner von myON-ID Media
  • 3 Kommentare
  • Share
  • Human Branding

Expertenmeinung: Sacha Wigdorovits über den Social Media Einsatz in Unternehmen

19. April 2010 um 9:07 von Mario Grobholz

Zum heutigen Experten-Interview haben wir den schweizer Journalist, Unternehmer und Social Media Kenner Sacha Wigdorovits geladen. Als Mitbegründer der Gratiszeitungen «20 Minuten» und «.ch» schrieb Sacha Wigdorovits in den vergangenen zehn Jahren Mediengeschichte in der Schweiz. Zuvor war der Zürcher Medien- und PR-Spezialist zwanzig Jahre lang als Journalist tätig, unter anderem als USA-Korrespondent bei der SonntagsZeitung und als Chefredaktor beim Blick. 1998 gründete er die Contract Media AG, eine Agentur für holistische Kommunikation, deren Geschäftsführer er heute ist.

Auf der diesjährigen “Swiss Online Marketing” hielt der Absolvent der Harvard Business School zum Thema „Kommunikation und Marketing im Zeitalter der Social Networks“ den Keynote Vortrag. In die Schlagzeilen geriet Wigdorovits im November 2009, als er Berater von Milliardärssohn Carl Hirschmann wurde. Reputationsmäßig eine ziemlich spannende Story, die allerdings heute und hier nicht behandelt wird…. Wir haben Sacha Wigdorovits gebeten, und folgende Fragen zu beantworten:

Denken Sie, dass Social Media Marketing für Unternehmen zum Standard Marketing Mix gehören sollte?

SW: Ja, aber bevor man damit beginnt, muss man sich gut überlegen, was man damit bezweckt und wie man dies organisiert.

Wo sollten die Social Media Aktivitäten eines Unternehmens in der Organisation “aufgehängt” sein?

SW: Das hängt davon ab, wie das Unternehmen in der Kommunikation und im Marketing aufgestellt ist und was man mit den Social-Network-Aktivitäten bezweckt: dienen sie mehr der Corporate Communication und Imagebuilding oder dem Marketing?

Welche messbaren Ziele verfolgen Unternehmen mit ihren Social Media Aktivitäten?

SW: Das können unterschiedliche Ziele sein: Awareness der Marke, Imagepflege, Verkauf von Produkten, Personalsuche – je nach Unternehmen und Branche.

Welche Unternehmen kennen Sie, die heute Social Media bereits erfolgreich einsetzen?

SW: Erfolg ist, mindestens kurzfristig, nicht immer leicht zu messen, vor allem wenn es um Aktivitäten zum Imagebuilding geht. Aber für Unternehmen aus der Musikindustrie, dem Gamingbereich und aus anderen Branchen, die ein junges Zielpublikum haben, wie zum Beispiel Nachtclubs und Discos, zahlen sich Social-Media-Aktivitäten schon heute nachweisbar kommerziell aus.

  • Kommentare deaktiviert
  • Share
  • Social Media

Jon Christoph Berndt®: Stefan Raab – Wie einer 2 Mio. Euro verliert und der große Gewinner ist

15. April 2010 um 11:15 von Jon Christoph Berndt

Ist das schön, den und das schau’ sogar ich gern! Dabei ist Stefan Raab mein Anti-TV-Held, bisschen zu flachgründig und zu despektierlich in seinen Äußerungen. Das mag ich nicht und hat er gar nicht nötig. Allerdings: Der Typ ist nicht vielleicht ’ne Marke, sondern ganz bestimmt! Das nicht wegen irgendwelcher Unterschichtenautorennen und -wokschlittergeschichten, sondern wegen seiner beharrlichen Konsequenz.

Starker Markenstichtag Stefan Raab: Samstagabend, 10. April 2010:

Da gibt es zum 22. Mal “Schlag den Raab“ auf Pro7, ein wirklich illustres TV-Format und nicht nur Spätbügelfernsehen. Marke Raab tritt gegen den 29-jährigen Unfallchirurgen Hans Martin aus Stolpe an. Schon vor der Sendung hatte der großspurig verkündet: „Sportlich gesehen hat der Stefan keine Chance.”

Hans Martin soll Recht behalten; Großmaul stürzt in der siebten Runde, auf dem Parcoursritt mit dem Mountainbike. Und das ziemlich schwer: „Der große Mann des Unterhaltungsfernsehens“ (na ja, liebe Süddeutsche Zeitung, da wollen wir mal die berühmte Kirche im berühmten Dorf lassen; an meinen Kulenkampff kommt der nicht ran!) steigt über den Lenker ab und bremst, wie es sich der durchschnittliche deutsche Sofasurfer und Salzlettenschweinleeresser live erhofft – mit dem Gesicht (wo bleibt die Kamera, die ist doch sonst immer voll drauf!!!???), echtes Blut, wow! Schon beim Zuschauen brennt es wie Hölle!

Also: Gehirnerschütterung, Kieferhöhlenwand- und Jochbeinbruch, kurzzeitige Amnesie, Schürfwunden und Prellungen; ein exquisites Ergebnis, formidabel für die Quote. Das Groteske: Er gibt Gas! „Die Show muss weitergehen, die Werbekunden haben schließlich gezahlt“, da hat die Süddeutsche so Recht. Jeder andere hätte als letzte Geste die Karte von der Barmer Ersatzkasse gezückt und dann das Licht ausgemacht: Soll Hans Martin doch gewinnen durch K.O., der Sender ist doch gut versichert! Nicht jedoch unsere stahlharte Marke Raab, der „harte Hund“ laut Stern . Dass er zum Schluß beim Gewinnen verliert – geschenkt!

Das lieben wir an der Markenfront, wenn jemand so konsequent ist, dass wir uns jederzeit auf ihn verlassen können. Genau wie bei den Lieblingsprodukten, die wir so gern haben – Coca Cola, BMW, m&m’s –, nur ganz anders. Und das liebt die Werbewirtschaft: Stefan Raabs Marktwert ist am Samstagabend stark gestiegen. Und das lieben die Kollegen an der Online-Reputation-Front: Stefan Raabs Unfall und die elektronische Berichterstattung als wunderbarer Best Case, was die stringente Rufpflege angeht. So sorgt sich Deutschlands Jochbeinexperte Nr. 1 und Human Branding-Trittbrettfahrer Dr. Ahmmed-Ziah Taufig  in der Knallpresse „Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass Raabs Jochbein bei einem Trauma erneut bricht und sich verschiebt.“ O Gott!

Nun müssen wir uns sicher nicht vor Millionenpublikum und live erst auf die Fresse legen und dann munter weiterradeln, um in der Wertschätzung unserer Mitmenschen zu steigen. Vielmehr geht es um die Konsequenz; bei allem was wir tun und allem, was wir lassen. Das ist gut für Marke, Ruf, Begehrlichkeit. Dann lösen wir einen wahren Sog aus und müssen nicht so laut rufen, was wir alles Tolles können und zu bieten haben. Und es geht darum, dass ein profilierter Markenmensch immer wieder aneckt. Ohne Ecken und Kanten kann man im Einheitsbrei nicht mitschwimmen. Auf welche Art auch immer. So laut und grotesk wie Stefan Raab oder ganz anders. Nur passen sollte es.

Denken Sie beim nächsten Zaudern, Wankelmütigsein und Aufgeben an Stefan Raab. Ich tue es auch.

Stay tuned!

Mehr von Jon Christoph Berndt® und Human Branding gibt’s hier:

  • Helmut, hör auf mit dem Scheiß!
  • Weißer Rabe Grigory Perelman
  • FDP-”Quartalsspinner” Wolfgang Kubicki
  • Prof. Claudia Kemfert und ihre wehrhafte Marke
  • Norbert Leitholt und sein “Pornolotl”
  • Das Marken-Armageddon
  • Jon Christoph Berndt®: im Interview
  • 5 Kommentare
  • Share
  • Human Branding, Reputationsmanagement

Setzen, 6! Facebook und Co. unter der Warentest-Lupe

7. April 2010 um 9:04 von Martina Doherr

Sicherheitsprobleme, mangelnder Datenschutz und eine flexible Handhabung der Nutzerrechte: Stiftung Warentest deckt auf, wo es bei den beliebtesten deutschen Netzwerken “hakt”. Auch die Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) kritisiert den mangelnden Datenschutz bei Facebook öffentlich und droht mit Löschung ihres Accounts.

Es dauerte laut Aussage der Warentester bei einigen Netzwerken nur einige Tage, bis man sich Zugriff auf persönliche Daten verschafft hatte. Das Ergebnis ist wahrhaft gruselig: Alle getesteten Netzwerke sind gerade beim Datenschutz lückenhaft, acht von zehn Portalen zeigten sogar „deutliche“ oder „erhebliche Mängel“.

Wer etwa eigene Texte und Bilder in Facebook stellt, verzichtet automatisch auf seine Rechte am geistigen Eigentum. Wenn man bei diesem Test von einem Highscore sprechen kann, dann hält diesen in der Kategorie “Nutzerdaten” auf jeden Fall MySpace. Hier hat die Stiftung über 20 unwirksame Klauseln gefunden, nach denen sich das Portal an Nutzerdaten bedienen darf.

Sonst oft getadelt- diesmal gelobt: die Friendcommunities SchülerVZ und StudiVZ, die laut der Stiftung als positive Beispiele vorran gehen, da auf beiden Portalen die persönlichen Informationen und Daten der Nutzer kaum an Dritte weitergeben werden. Als negative Spitzenreiter fallen in diesem Test neben MySpace auch Facebook und stayfriends aus der Reihe.

Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) hat den mangelnden Datenschutz bei Facebook jetzt öffentlich kritisiert. In einem von Spiegel Online veröffentlichten Brief an Mark Zuckerberg fordert sie auf, persönliche Nutzer-Daten nicht ohne Einwilligung automatisch an Dritte weiterzugeben. “Sollte Facebook nicht bereit sein, seine Firmenpolitik zu ändern und die eklatanten Missstände zu beheben, sehe ich mich gezwungen, meine Mitgliedschaft zu beenden,” so die empörte Ministerin am Ende ihres Briefes.

Darüber hinaus patzte die weltweit größte Community Facebook am 31.März in den frühen Morgenstunden gleich nochmal in Sachen Daten-Sicherheit, als irrtümlich die Mail-Adressen aller zirka 400 Millionen Mitglieder für mehrere Minuten öffentlich angezeigt wurden. Laut Tech-Blog Gawker dauerte die Panne circa eine knappe halbe Stunde, die, laut Aussage von Facebook-Deutschland, von einem Bug ausgelöst wurde während der üblichen Code-Aktualisierung. Die verborgenen Mail-Adressen aller Nutzer waren deshalb kurz sichtbar. Facebook korrigierte diesen grob-datenschutzfeindlichen Fehler, äußerte sich aber bislang nicht weiter zu dem Vorfall.

Hier die vergebenen Noten aller getesten Netzwerke im Vergleich:

schuelervz.net

  • Organisation und Transparenz: befriedigend
  • Umgang mit Nutzerdaten: sehr gut
  • Datensicherheit: ausreichend
  • Nutzerrechte: sehr gut
  • Jugendschutz: ausreichend
  • Mängel in den AGB: sehr gering

Gesamtbewertung: EINIGE MÄNGEL

studivz.net

  • Organisation und Transparenz: gut
  • Umgang mit Nutzerdaten: gut
  • Datensicherheit: ausreichend
  • Nutzerrechte: sehr gut
  • Jugendschutz: befriedigend
  • Mängel in den AGB: sehr gering

Gesamtbewertung: EINIGE MÄNGEL

jappy.de

  • Organisation und Transparenz: befriedigend
  • Umgang mit Nutzerdaten: gut
  • Datensicherheit: mangelhaft
  • Nutzerrechte: gut
  • Jugendschutz: befriedigend
  • Mängel in den AGB: gering

Gesamtbewertung: DEUTLICHE MÄNGEL

lokalisten.de

  • Organisation und Transparenz: befriedigend
  • Umgang mit Nutzerdaten: ausreichend
  • Datensicherheit: ausreichend
  • Nutzerrechte: befriedigend
  • Jugendschutz: befriedigend
  • Mängel in den AGB: gering

Gesamtbewertung: DEUTLICHE MÄNGEL

wer-kennt-wen.de

  • Organisation und Transparenz: befriedigend
  • Umgang mit Nutzerdaten: gut
  • Datensicherheit: mangelhaft
  • Nutzerrechte: befriedigend
  • Jugendschutz: ausreichend
  • Mängel in den AGB: keine

Gesamtbewertung: DEUTLICHE MÄNGEL

xing.com

  • Organisation und Transparenz: befriedigend
  • Umgang mit Nutzerdaten: gut
  • Datensicherheit: mangelhaft
  • Nutzerrechte: befriedigend
  • Jugendschutz: ausreichend
  • Mängel in den AGB: sehr gering

Gesamtbewertung: DEUTLICHE MÄNGEL

stayfriends.de

  • Organisation und Transparenz: ausreichend
  • Umgang mit Nutzerdaten: gut
  • Datensicherheit: mangelhaft
  • Nutzerrechte: ausreichend
  • Jugendschutz: mangelhaft
  • Mängel in den AGB: keine

Gesamtbewertung: ERHEBLICHE MÄNGEL

linkedin.com

  • Organisation und Transparenz: mangelhaft
  • Umgang mit Nutzerdaten: ausreichend
  • Datensicherheit: mangelhaft
  • Nutzerrechte: befriedigend
  • Jugendschutz: befriedigend
  • Mängel in den AGB: sehr deutlich

Gesamtbewertung: ERHEBLICHE MÄNGEL

facebook.com

  • Organisation und Transparenz: ausreichend
  • Umgang mit Nutzerdaten: mangelhaft
  • Datensicherheit: mangelhaft
  • Nutzerrechte: mangelhaft
  • Jugendschutz: ausreichend
  • Mängel in den AGB: sehr deutlich

Gesamtbewertung: ERHEBLICHE MÄNGEL

myspace.com

  • Organisation und Transparenz: mangelhaft
  • Umgang mit Nutzerdaten: mangelhaft
  • Datensicherheit: mangelhaft
  • Nutzerrechte: mangelhaft
  • Jugendschutz: ausreichend
  • Mängel in den AGB: sehr deutlich

Gesamtbewertung: ERHEBLICHE MÄNGEL

(Quelle: Stiftung Warentest 04/2010)

Wer ganz sicher sein möchte, dass garantiert NICHTS in die Öffentlichkeit gerät, sollte vor jedem Post, jedem hochgeladenen Bild und Video einfach genau überlegen, was er damit bezweckt und welchen “Risikofaktor” er damit eingehen möchte. Diese sogenannte Medienkompetenz beginnt heute bereits im Grundschulalter und zieht sich während der Schulaufbahn bis hin zum Studium und dem späteren Arbeitsplatz durch.

Wer sich hier noch etwas genauer informieren möchte, was myON-ID über dieses Thema bereits berichtet hat, kann hier weiterlesen:

  • myON-ID fördert die Medienkompetenz von Schülern
  • Safer Internet day 2010 – Flunkern im Netz erlaubt?
  • Die Evolution der Datensicherheit im Netz
  • Studie im Auftrag des Verbraucherschutzministeriums: Unternehmen recherchieren Bewerber im Internet
  • Kommentare deaktiviert
  • Share
  • Reputationsmanagement

Jon Christoph Berndt: Das Marken-Armageddon

11. März 2010 um 2:48 von Jon Christoph Berndt

Gestern in der Süddeutschen Zeitung, Printausgabe (so was gibt es noch…): Unter der Überschrift „Axolotls Vorgänger“ erlebt Prof. Dr. Claudia Kemfert ihr ganz persönliches Marken-Armageddon: Sie hat geklaut!

Eine ziemlich bekannte und anerkannte Wissenschaftlerin, Expertin für Energie und Klimapolitik am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), hat abgeschrieben; ohne Hinweis auf den Urheber! Und das für einen Artikel über die Privatisierung der Bahn. Ein Viertel des Textes stammt wortwörtlich von wikipedia.de, wo jeder alles schreiben und jeder ungeprüft alles übernehmen kann und das sogar tut (inkl. Tageschau und die BILD sowieso)! Bei sueddeutsche.de ist der Marken-GAU hier nachzulesen.

Die Headline des Artikels bezieht sich auf die frisch gehypte Junior-Super-Human-Brand Helene Hegemann und ihren frisch gehypten Junior-Super-Debut-Roman „Axolotl Roadkill“. Für den hat sie abgeschrieben, was das Zeug hält, und ist laut spiegel.de „eher so regiemäßig drangegangen”. Ok, das Mädel ist 18, ein bisschen schnell ein bisschen hoch geflogen, der Sonne zu nah gekommen, und da wird es halt warm. Außerdem gibt sie entwaffnend alles zu, mit großem Augenaufschlag; wer wird ihr da schön böse sein wollen oder sogar können?

Bei Frau Prof. Kemfert, die sich oft und gern medial inszeniert und präsentiert, ist das etwas anderes: In ihrer senioren Position müssen wir erwarten dürfen, dass sie vor und hinter ihrem Institut und vor allem vor und hinter ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern steht. Da reicht es eben nicht, wenn sie zwar den Sachverhalt zugibt, jedoch abwinkt, dass hier „die wissenschaftliche Basis für meinen Bericht auf einer Recherche eines Mitarbeiters“ beruht (Felix Berth, „Axolotls Vorgänger“, Süddeutsche Zeitung, 10.03.10). Im Gegenteil: Das ist sogar kontraproduktiv. Wer lange genug im Geschäft ist und sich dafür exponiert, muss nun mal mit heißem Gegenwind rechnen da oben an der Sonne; das ist völlig normal und richtig so. Normal und richtig so ist es aber nicht, wenn die Chefin alles auf den unbedarften Praktikanten aus Tonga Tabu schiebt, der schon lange wieder daheim ist und von dem eh keiner wissen will, ob er jemals mehr Substanzielles als die Wikipedia-Recherche zur Privatisierung der Bahn hinterlassen hat.

Die Süddeutsche kommt zu dem Schluss, dass das Vorgehen von Frau Prof. Kemfert „unsauber“ ist. Und das nicht nur, weil in den forschungsethischen Prinzipien des DIW die „unbefugte Verwertung unter Anmaßung der Autorenschaft„ als „wissenschaftliches Fehlverhalten“ (Felix Berth, ebd) gilt.

Prof. Dr. Claudia Kemfert hält viel beachtete Keynote-Vorträge, auch in einer gemeinsamen Vortragsreihe mit mir und weiteren Speakern bei „Unternehmen Erfolg“ und Focus. Dort heißt ihr Thema „Die wirtschaftlichen Chancen des Klimaschutzes“. Damit ihre Human Brand und damit ihre Themen und Inhalte glaubwürdig bleiben, wünsche ich mir, dass sie zu den Plagiatsvorwürfen proaktiv und substanziell Stellung bezieht. Auf ihrer Website findet sich bis eben – außer ziemlich guter Eigen-PR, die idealtypisch auf die Marke Claudia Kemfert einzahlt – gar nichts. Das ist nicht zur zuwenig, sondern birgt vor allem die Gefahr, dass sich das Thema medial verselbständigt und Frau Kemfert die Chance verpasst und nicht mehr bekommt, selbst Herrin der Lage zur sein und den Diskurs zu steuern. Eine Human Brand ist jahrelang aufgebaut und sekundenschnell zerstört.

  • 4 Kommentare
  • Share
  • Human Branding, Reputationsmanagement

myON-ID trumpft auf mit Expertensuche bei T-Online

9. November 2009 um 8:13 von Anya Rutsche

Wir suchen ständig nach neuen Möglichkeiten, für unsere Nutzer den besten Service für ein optimales Reputationsmanagement zu bieten. Dazu gehört auch eine optimale Präsenz im Internet. Ihr Personal Branding können Nutzer von myON-ID nun weiter optimieren. Ab sofort präsentieren wir Experten mit ihrem myON-ID Profil bei Deutschlands größtem Portal T-Online in der ersten Reihe!

Mit einem myON-ID Profil ist es möglich sein Suchmaschinen-Ranking entscheidend zu verbessern. Am besten gelingt dies natürlich mit einer Google-Werbeanzeige, welche es beim Premiumprofil auf Wunsch dazu gibt.

Nun haben wir eine neue Möglichkeit geschaffen, um noch mehr Sichtbarkeit für das eigene Personal Branding zu erzielen.

Dein myON-ID Profil auf Deutschlands größtem Portal in der Expertenuche! So wirst Du mit deinem Profil noch schneller gefunden – mit der T-Online Expertensuche. Seit Anfang November werden so bspw. Marketing-, PR,- Kommunikations,- Internet-, Medienexperten bei T-Online mit ihrem myON-ID Profil angezeigt.

Einerseits wird jetzt bei der Suche nach einem Namen sofort das myON-ID Profil, alsbald derjenige bei myON-ID angemeldet ist, als Visitenkarte angezeigt, andererseits werden auch bei der Suche nach verschiedenen Schlagwörtern, passende Profile angezeigt. Hierbei kommt es auf deinen Inhalt im myON-ID Profil an. Wer zum Beispiel als Interessenspunkt “Social Media” stehen hat, wird auch in der T-Online Suche mit diesem Schlagwort gefunden werden. Wenn du dich für Kommunikation interessierst und dies in deinem Profil steht, wirst du zukünftig unter diesem Begriff gefunden werden. Die Profis unter Euch werden sehr schnell verstehen, wie sie das am besten für die eigene Personalbranding Strategie einsetzen können. Schaut doch einfach mal rein in das myON-ID Expertenverzeichnis. Sicher findet ihr euch selbst und auch viele andere interessante Personen

Ihr seht, es war nie einfacher, Werbung in eigener Sache zu machen.

Du hast noch kein Profil bei myON-ID? Na dann wird es höchste Zeit, um dich an vorderster Front von deiner besten Seite zu zeigen. myON-ID bietet dir ein Reputationsnetzwerk, welches dir eine professionelle Web-Visitenkarte erstellt und deine Internetkommunikation an einem Fleck zusammenbringt. Wir machen deinen Online Auftritt jeden Tag ein bißchen professioneller!

  • 1 Kommentar
  • Share
  • Reputationsmanagement

In Kooperation mit der Deutschen Telekom startet myON-ID neuen Service für ein Maximum an Sicherheit im Netz

3. November 2009 um 8:15 von Anya Rutsche

Es ist soweit. myON-ID bringt dir noch mehr Sicherheit im Internet. In Kooperation mit der Deutschen Telekom AG sorgen wir mit unserem neuen Service Ruflotse, dem individuellen „Online-Überwachungsdienst“ im Internet, ab sorfort für Klarheit im Netz.

ruflotse_logoAls Spezialist auf den Gebieten Reputationsmanagement und Personal Branding, erweitern wir unser Angebot nun um den Dienst Ruflotse, den neuen Monitoring-Service im Netz. Der Service ist ab sofort unter www.ruflotse.de online zu finden. Der Monitoring-Service dient in drei Varianten Unternehmen wie Privatpersonen ihren guten Ruf, die Konkurrenz, die Presse oder einzelne Produkte regelmäßig und umfassend zu beobachten und unliebsame Einträge nach Bedarf entfernen zu lassen.

Das Internet vergisst nichts. Besonders für Privatpersonen und kleinere Unternehmen stellt das täglich wachsende Web eine Herausforderung dar. Fälschlich veröffentlichte Fakten oder Inhalte Dritter können hier schnell zum Fallstrick werden und einen bleibenden Imageschaden verursachen. Um eine nachhaltige Kontrolle zu gewährleisten, reicht die gelegentlich durchgeführte, manuelle Eingabe von Personen- und Produktnamen in gängige Internet-Suchmaschinen wie beispielsweise Google einfach nicht mehr aus.

Komfortabler kann Monitoring kaum sein


Eine abgestimmte Monitoring-Strategie muss her: Ab 2,90 Euro pro Monat durchforstet der Ruflotse alle potentiell relevanten Seiten rund um die Uhr nach individuell bestimmbaren Suchbegriffen. Komfortabler kann Monitoring dabei kaum sein – einmal angemeldet, forscht der Ruflotse fleißig nach aktuellen Einträgen und informiert den Nutzer regelmäßig über neue Fundstücke im Netz. Diese werden dem Nutzer überschaubar und in chronologischer Reihenfolge je nach Produktvariante online zur Verfügung gestellt, per Email oder als PDF zugesandt.

Der Service Ruflotse bietet alle Vorteile aus einer Hand:

  • Einmal registrieren, dauerhaft profitieren – Ruflotse überwacht definierbare Begriffe wie den eigenen Namen, das Unternehmen, Produkte und sogar Wettbewerber!
  • 3 unterschiedliche Produktvarianten – ganz auf die individuellen Bedürfnisse der Nutzer zugeschnitten, verfolgt Ruflotse neue Meldungen im Netz zeitnah, stellt Ergebnisse online zur Verfügung und entfernt diese per Löschauftrag!
  • Ruflotse ersetzt den Online-Clipping-Dienst – aktuelle Meldungen werden automatisch registriert und sorgen für stets aktuelle Information!
  • 2 Kommentare
  • Share
  • Presse, Reputationsmanagement, Unternehmen

Online-Trickkiste zum richtigen bewerben

27. August 2009 um 8:51 von Anya Rutsche

„Wer unbedacht oder gar nicht im Web auftritt, kann seiner beruflichen Laufbahn schaden“, sagt Kommunikationsberater Klaus Eck, der das Buch „Karrierefalle Internet“ geschrieben hat. Anders herum kann ein geschickter Internetauftritt aber auch einige Vorteile bei der Suche nach dem richtigen Arbeitsplatz mit sich bringen.

Immer mehr Arbeitgeber setzen bei der Stellenbesetzung ein gewisses Web 2.0 Wissen voraus. Wenn ein Bewerber also schon in mehreren Netzwerken selbst aktiv ist, kann dies ein gutes Licht auf die Person werfen. Es sei denn, das diese sozialen Netzwerke eher Spaß- als Businessportale sind. Es ist also davon abzuraten, das studiVZ-, Lokalisten- oder wkw-Profil beim Bewerbungsschreiben anzugeben. Es gibt allerdings einige Vorzeigeseiten (wie bspw. myON-ID, Xing oder LinkedIN) im Internet, die bei gepflegtem Anlegen sehr wohl positive Resonanz erzielen lassen.

Um bei einer Bewerbung von vornherein zu glänzen, müssen ein paar Spielregeln beachtet werden. Längst reicht es nicht mehr aus, einen Bachelorabschluß vorweisen zu können. Aktivität wird gefordert. Wer sich in der Onlinewelt bewegt, muss besonders darauf achten, dass dieser Auftritt nicht zur Bewerbungsfalle wird.

Tipps, wie man auch digital glänzen kann:

  1. Egogooglen: Ganz wichtig vor einer Bewerbung. Egal für welche Jobposition du dich bewirbst, du kannst davon ausgehen, dass dein potenzieller Chef deinen Namen bei Google eingeben wird. Deshalb ist es sehr ratsam, dies selbst zu tun, um zu kontrollieren, ob unerwünschte Beiträge über die eigene Person im Internet zu finden sind.

  2. Um Google-Einträge wieder entfernen zu können, braucht es Zeit. Deshalb rechtzeitig mit dem „Überwachen“ beginnen (mind. 4 Wochen vor der Bewerbung), um unerwünschte Suchergebnisse verschwinden zu lassen.

  3. StudiVZ, meinVZ, schülerVZ, Facebook, wer-kennt-wen oder Lokalisten sind meist Netzwerke, die man privat nutzt. Deshalb gilt, diese nicht öffentlich zu präsentieren, sondern nur für Freunde. Diese Option steht dir bei allen Netzwerken zur Verfügung. Außerdem ist es angebracht, bei Profilen, die sehr viel privates von dir preisgeben, einen falschen oder nicht vollständigen Nutzernamen zu wählen, damit die Auffindbarkeit für Arbeitgeber noch schwieriger ist.

  4. Für Twitternutzer in einer Bewerbungszeit gilt: Private Tweets haben nichts bei Twitter verloren. Es sei denn, du hast ein nicht öffentliches Profil und achtest darauf, wem du Einblick in deine Twittergeschichten gibst.

  5. Lege dir professionelle Profile an, die deine Google-Auffindbarkeit positiv beeinflussen. Mit einem myON-ID Profil kannst du dich bestens deinem Arbeitgeber präsentieren, denn dort bestimmst du wer was über dich sehen kann. Somit kannst du in deinem öffentlichen Profil einen Lebenslauf und die Webtreffer, die dich in ein gutes Licht rücken, einstellen. Für deine privaten Kontakte kannst du dann aber auch eine Seite erstellen, wo du die Fotos der letzten Party reinlädst, ohne dass es fremde Personen sehen können.

    myON-ID Profil: Deine Visitenkarte im Web

    myON-ID Profil: Deine Visitenkarte im Web

  6. Wenn du richtig auftrumpfen möchtest, überlege dir, wo dein Expertise liegt und vermittle dieses an die Welt weiter, in dem du einen eigenen Blog anlegst. Der neue Chef wird begeistert sein, da er so auf Anhieb sieht, was für Erfahrungen du mitbringst.

  7. Gebe in deinem Bewerbungsschreiben die Links deiner besten Profile an. Somit bietest du dem Leser bereits Futter und er muss sich nicht selbst auf die Suche nach „Leckereien“ machen. Damit zeigst du dich von vorn herein von deiner besten Seite.

  • Kommentare deaktiviert
  • Share
  • Allgemein, Karriere Online, Reputationsmanagement

Bewerben aber richtig: Selbstmarketing will gelernt sein!

19. August 2009 um 9:05 von Anya Rutsche

Ein Hochschulabschluss garantiert heutzutage keinen Arbeitsplatz mehr. Jeder muss daher lernen, sich bei Bewerbungen richtig zu verkaufen. Fachwissen allein reicht oft nicht aus. Kreativität, Stressresistenz und andere Soft Skills wie z. B. Teamfähigkeit sind überall gefragt.

Theorie ist dabei nicht alles, Aktion ist gefragt. Deshalb hier ein paar Tipps, wie man lernt sich selbstbewusst und zielgenau zu „verkaufen”, ohne dabei zu übertreiben.

Lerne dich selbst kennen
Stell dir selbst die Frage nach deinem Potenzial. Du musst dir bewusst werden, wo deine Stärken liegen und was du einem Arbeitgeber bieten kannst. Frag dich: „Was kann ich und wie kann ich dies belegen?” Das muss übrigens nicht unbedingt auf den neuen Job abgestimmt sein. Auch ein Ehrenamt oder andere „Freizeit”- Aktivitäten können sehr interessant sein und einiges über die eigenen Stärken aussagen.

Ein Beispiel wäre das trainieren einer Fußball-Jugendmannschaft. Auch wenn es eventuell wenig mit der künftigen Arbeit zu tun hat, weist es auf Teamfähigkeit, Organisationstalent und Führungsqualitäten hin.

Lerne dich zu präsentieren
Nimm an verschiedenen Workshops und Seminaren teil. Gut geeignet sind bspw. Präsentations- und Moderationstechniken. Dabei kannst du lernen, dich selbst zu präsentieren und dich dabei von deiner besten Seite zu zeigen.

Sei kreativ
Massenbewerbungen raus schicken hat in den wenigsten Fällen Erfolg. Stelle in deinen Bewerbungsunterlagen heraus, was du kannst und wie du die Firma bereichern kannst. Vor allem Eigeninitiative kommt bei Arbeitgebern gut an.

Wenn du bspw. im Bereich der Neuen Medien einen Job fokussierst, schau dich im Internet um, in welchen sozialen Netzwerken (z. B. Twitter, Facebook, …) die Firma bereits vertreten ist. Siehst du dort Lücken, dann kreiere doch selbst einen Account für die Firma, den du dann bei der Bewerbung präsentieren kannst.

Soll es eine Stelle als Koch bzw. Köchin sein, versende doch mit der nächsten Bewerbung ein paar Rezeptideen oder mach Fotos von besonders gut gelungenen Gerichten. Der neue Arbeitgeber bekommt so einen viel schnelleren und besseren Eindruck von deinem Können und kann feststellen, ob du in das Team passen würdest.

Um an einen neuen Job zu kommen, kann dir, bei richtigem Einsetzen, auch das Internet sehr behilflich sein. Hier kannst du auf verschiedenste Wege Präsenz zeigen. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Online-Lebenslauf oder einem Blog, in dem du dein Talent niederschreibst oder mit Fotos, Videos, etc. festhältst? Dienste wie myON-ID können dir dabei sehr behilflich sein, dein digitales Eigenmarketing zu betreiben.

Weitere Tipps zum richtigen bewerben findest du hier.

Nächste Woche: Einblicke in die Online-Trickkiste zum richtigen bewerben

  • 2 Kommentare
  • Share
  • Karriere Online, Tipps und Tricks
« Letzte Einträge
Nächste Einträge »

Suchen

Über dieses Blog

Willkommen im Blog der myON-ID-Media ist Pionier für Social Media-Technologien. Für unsere Kunden realisieren wir als Full-Service-Anbieter Social Media Projekte jeder Größenordnung.

myON-ID-Blog als RSS-Feed abonnieren
iMedia Lounge - Das professionelle Social Media Content Management System für höchste Ansprüche

Kategorien

  • Allgemein
  • Human Branding
  • Karriere Online
  • Presse
  • Reputationsmanagement
  • Social Media
  • Technik und Entwicklung
  • Tipps und Tricks
  • Unternehmen

Social Media

myON-ID bei Twitter myON-ID bei Flickr myON-ID bei Youtube myON-ID bei Facebook myON-ID bei FriendFeed

Letzte Artikel

  • Wir benennen Ruflotse in secure.me um und launchen weltweit eine neue Version unseres Dienstes
  • Unsere iMedia Lounge ausgezeichnet: Econ-Award für Social Media Newsroom von T-Systems Multimedia Solutions
  • Das schreibt die Presse über myON-ID Media im Oktober
  • Vorhang auf: Wir werden secure.me international launchen!
  • Social Media Newsroom einfach erklärt – Der Film
  • Das schreibt die Presse über myON-ID Media im September
  • Voilà, darf ich vorstellen: fünf neue KollegInnen
  • Wir wachsen und haben unseren Aufsichtsrat neu besetzt
  • Social Media: Einfach nur dabei sein ist NICHT alles
  • Das schreibt die Presse über myON-ID Media im August

Letzte Kommentare

  • Mario Grobholz bei Wir benennen Ruflotse in secure.me um und launchen weltweit eine neue Version unseres Dienstes
  • Mhmm. bei Wir benennen Ruflotse in secure.me um und launchen weltweit eine neue Version unseres Dienstes
  • Mario Grobholz bei Wir benennen Ruflotse in secure.me um und launchen weltweit eine neue Version unseres Dienstes
  • Mhmm. bei Wir benennen Ruflotse in secure.me um und launchen weltweit eine neue Version unseres Dienstes
  • Wir benennen Ruflotse in secure.me um und launchen weltweit eine neue Version unseres Dienstes | myON-ID Blog bei Vorhang auf: Wir werden secure.me international launchen!

Schlagwörter

B2B Blog business Clipping Eigenmarketing expertenmeinung Googlability Grobholz Gruendertagebuch Human Branding Identität iMedia Lounge Interview Karriere Online Karriere Online Kommunikation Konzept Marke Marke-ICH Monitoring myON-ID myonid Newsroom Online-Reputation Online-Reputation-Management Personal Brand PR-Blogger Presse Reputation Reputation-Management Reputatonsrisiken ruflotse Selbstmarketing Socialmedia Social Media social media marketing Social Media Newsroom social web Team Tipps Twitter Unternehmen unternehmenskommunikation Virales Marketing Wahrnehmung

RSS Twitter – myON-ID

  • myonid: Heute ist der Safer Internet Day! In unserem secure.me Blog geben wir Eltern wichtige Tipps, wie Sie Ihre Kinder... http://t.co/d6VOKXsB
  • myonid: secure.me zitiert zum Safer Internet Day: «Mütter und Väter sollten die Online-Gewohnheiten ihrer Sprösslinge... http://t.co/tdf5sDUD
  • myonid: Wir freuen uns über die erneute Kooperation mit T-Online - mehr News dazu in unserem secure.me-Blogpost: http://t.co/aTT9uYrH
  • myonid: Heads up native US English speakers for an exciting job opportunity in Munich: We're looking for working... http://t.co/cWXPvffc
  • myonid: Endlich Schnee :) Wir hoffen, dass der Winterzauber anhält und wünschen allen ein schönes Wochenende. http://t.co/kjZLs2lm
  • myonid: Wir wünschen Euch allen Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch in's Neue Jahr!!

Archiv

Blogroll

  • Bewerbung & Job
  • Digital Conversation
  • Karrierebibel
  • Personalmarketingblog
  • Reputations-Magazin von Ruflotse
  • The Strategy Web