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Business Social Media: Beginnen Sie zu kommunizieren!

10. Februar 2010 um 9:05 von Mario Grobholz

Im Web geht es nicht nur darum, Ihre Kunden zu informieren, sondern auch darum, die Kundenbindung, sowie den Dialog zu optimieren. Beginnen Sie jetzt damit und kommunizieren Sie mit Ihren Kunden und Ihrer Zielgruppe.

Im Gegensatz zu E-Mail, Mailings, Newslettern oder Anzeigen, die dazu bestimmt sind, den Adressaten einseitig zu informieren, sollen die sozialen Medien einen Dialog mit Ihren Kunden hervorrufen. Letztlich geht es bei Social Media um die Beziehung und den Dialog darüber.

Es geht um den Versuch Menschen dazu zu bringen über etwas, das Ihnen und Ihren Kunden wichtig ist, zu sprechen.

Um Social Media effektiv in eine Marketing Kampagne einzubinden, muss Ihr Unternehmen die richtige Nachricht, die Sie der Welt vermitteln wollen, zielgenau festlegen. Nur somit ist es möglich, dass Ihre Mitarbeiter, die “Fahnenträger” Ihrer Botschaft, also Ihre ersten und wichtigsten Multiplikatoren einen klaren Fokus und eine klare Absicht haben. Konzentrieren Sie sich auf die zentrale Botschaft, die Ihr Unternehmen ideal beschreibt und bestimmen Sie danach die besten Möglichkeiten, diese Botschaft zu verbreiten.

Dan Burrus, Trend Prognostiker, nannte bei einer Konferenz das Beispiel eines Unternehmens im Einzelhandel, welches Socia Media perfekt nutzt, um die Sachen hervorzuheben, die sie intern schon angehen, um z. B. die Kundenzufriedenheit zu verbessern. Dieses Unternehmen befragt auch regelmäßig seine Kunden, wie sie den Kundenservice weiter verbessern könnten. So sieht professioneller Dialog in den Augen von Dan Burrus aus.

Nachfolgend gibt es einige Tipps von Dan Burrus, zur Erstellung eines Social Media Leitfadens für Ihre Mitarbeiter:

Transparenz schafft Vertrauen. Nutzen Sie jede Möglichkeit, sich als glaubwürdige Vertreter des Unternehmens zu etablieren. Legen Sie Ihre Identität, Ihre Zugehörigkeit zur Organisation, Ihre Kunden sowie Ihre beruflichen oder persönlichen Interessen offen. Außerdem sollten Sie Blogartikel immer unter Ihrem richtigen Namen publizieren.

Selbstkontrolle. Bevor Sie Material online stellen, achten Sie auf korrekte Schreibweise und den Wahrheitsgehalt in Ihrem Artikel. Führen Sie eine Rechtschreibprüfung und Grammatikprüfung durch, denn Inhalte verschwinden nie ganz, sobald sie einmal veröffentlicht worden sind. Deshalb korrigieren Sie Ihre Fehler lieber direkt.

Übernehmen Sie Verantwortung. Sie sind verantwortlich für Ihre Inhalte, die Sie veröffentlicht haben. Der Ton Ihrer Kommentare sollte respektvoll und informativ aber niemals herablassend oder streitsüchtig sein. Geben Sie Fehler zu, entschuldigen Sie sich falls nötig, korrigieren Sie Fehler und ziehen Sie weiter.

Befolgen Sie die Regeln. Berücksichtigen Sie sämtliche Gesetze, die es in der Onlinewelt gibt und denken Sie stets daran, Ihre Online-Aktivitäten sind eine Reflexion des Unternehmens.

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  • Reputationsmanagement, Social Media

Expertenmeinung: Martin Meyer-Gossner über den Social Media Einsatz in Unternehmen

8. Februar 2010 um 9:25 von Mario Grobholz

Das Social Web wird durch die Vernetzung der Menschen immer mehr zu einer wichtigen gesellschaftlichen Kommunikations- und Handlungsplattform. Auch Unternehmen müssen dies erkennen, um am interaktiven Markt keinen Wettbewerbsnachteil einstecken zu müssen. Um sich ein besseres Bild von den Vorteilen einer betrieblichen Nutzung der sozialen Medien machen zu können, befragen wir regelmäßig Experten auf diesem Gebiet.

mmgossnerDieses Mal befragen wir Martin Meyer-Gossner, Sales und Marketing Experte sowie passionierter Blogger rund um das Thema Social Media vor allem bei seinem eigenen Blog thestrategyweb.de. Deshalb haben wir ihm heute 4 Fragen zu “Social Media Einsatz in Unternehmen” gestellt und hier sind seine Antworten:

Denkst du, dass Social Media Marketing für Unternehmen zum Standard Marketing Mix gehören sollte?

Martin: Einen Standardmix bei der heutigen Dynamik des Social Web? Wohl eher nicht. Es stellt sich für Unternehmen permanent die Frage, wo sich die Zielgruppe denn derzeit gerade wiederfindet – und das muß von Produktsegment zu Serviceabteilung individuell analysiert werden. Unternehmen sind gefordert, eine einzigartige Lösung moderner Kundenkommunikation zu erarbeiten, die nachhaltig und dennoch flexibel für Neuerungen und Veränderungen bleibt – intern wie extern. Idealerweise sollte Social Media Marketing immer mit einer langfristigen Webstrategie einhergehen.

Wo sollten die Social Media Aktivitäten eines Unternehmens in der Organisation “aufgehängt” sein?

Martin: Das hängt ganz vom Unternehmen ab. Eigenverantwortlich kann das nicht einer allein machen. Deshalb heißt es ja Social Media; das gilt nochmals: intern wie extern. Wer seine Kunden in die Unternehmenskommunikation einbezieht, merkt schnell, wo der Fokus des Kundeninteresses liegt und darauf sollten die Social Media Aktivitäten abgestimmt werden. Social Media betrifft zahlreiche Bereiche im Unternehmen: Marketing, PR, Kundenservice und natürlich Sales. Es hilft auf externe Berater-Ressourcen mit professionellem Weitblick und Medienverständnis zurückzugreifen, da sie nicht die interne Unternehmens- oder Abteilungsbrille aufhaben und unvoreingenommen analysieren. Für den erfolgreichen Einsatz von Social Media ist ein kollaboratives Verständnis und Vorgehen der Abteilungen unabdingbar. Es muß von der Geschäftsführung gewünscht und gefördert werden. Etwaige Fürsprecher und Projektverantwortliche, die authentisch hinter ihrer Aufgabe und ihrem Produkt stehen, sind hierfür in den einzelnen Abteilungen zu identifizieren. Eine moderne Multi-Voice-Strategie erfordert dann die Kultur der permanenten Absprache zwischen den einzelnen Abteilungen. Nur so entsteht vor dem Kunden ein externes Abbild eines professionellen Schulterschlusses aus allen Abteilungen – und es kann auch mal der eine für den anderen agieren. Getreu dem Motto: Einer für alle, alle für einen.

Welche messbaren Ziele verfolgen Unternehmen mit ihren Social Media Aktivitäten?

Martin: Eine gute Frage, die sich jedes Unternehmen mal aus der Historie seiner Webmarketing und -strategie Benchmarks stellen sollte. Die Definition von Online-ROI wird zur großen Herausforderung für Unternehmen. Worum geht es zukünftig? Mehr Traffic, Clicks, Engagements, Leads oder sogar Sales? Und von wem? Partner, Zulieferer, Entscheider, Konsumenten oder Multiplikatoren? Grundsätzlich ist in Zeiten der Engagement Economy ein klares Umdenken gefordert, was einige Unternehmen auch bereitwillig annehmen. Dem Kunden zu sagen, was er zu „kaufen“ hat und darauf Ziele zu definieren, wird immer schwieriger. Oft wird in diesem Zusammenhang vergessen, daß Social Media nicht einen Anfang und ein Ende hat. Social Media ist die Antithese von Werbung, denn es basiert auf dem Multilog, der sich dynamisch und langfristig auf die Marke, das Image und die Produktwahrnehmung niederschlägt. Übrigens: Social Media Monitoring ist kein Allheilmittel, wohl aber Mittel zum Zweck wenn man auch aus den Erkenntnissen seine Schlüsse zieht.

Welche Unternehmen kennst du, die heute Social Media bereits erfolgreich einsetzen?

Martin: Der Klassiker ist sicherlich Dell, die allein mit Twitter 6,5 Mio. US Dollar umgesetzt haben wollen. Das Beispiel ist deshalb spannend, da Social Media Dell zum Vorreiter des Social Media Hypes macht und zum Image-Katalysator für die damals nicht mehr so starke Marke geworden ist. Ansonsten empfehle ich gerne mal die Beispiel von AutoDesk, Adidas, MINI, Starbucks und Threadless, die sehr gezielt Facebook, Twitter oder YouTube je nach Erfordernissen und Möglichkeiten für die Kundenkommunikation einsetzen.

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Expertenmeinung: Hermann Hohenberger über den Social Media Einsatz in Unternehmen

18. Januar 2010 um 9:05 von Mario Grobholz

Die sozialen Medien haben in deutschen Unternehmen Einzug gehalten. Einige können damit schon sehr gut umgehen, doch viele sehen dem Ganzen noch immer skeptisch entgegen. Was sagen Experten zum Thema Social Media Einsatz in Unternehmen? Wir haben sie befragt.

HHHeute befragen wir Hermann Hohenberger, Geschäftsführer der Broadcast-Future! Medien und Rundfunk Service GmbH zu diesem Thema. Er selbst ist mit eigenem Blog und verschiedenen Netzwerkprofilen sehr aktiv im Social Web und kann deshalb aus Erfahrung sprechen, wenn es darum geht, wie wirkungsvoll das Medium Internet für sein Unternehmen ist. Wir haben ihn 4 Fragen zu “Social Media Einsatz in Unternehmen” gestellt und hier sind seine Antworten:

Denken Sie, dass Social Media Marketing für Unternehmen zum Standard Marketing Mix gehören sollte?

HH: In jedem Fall. Für die Generation z.B. die gerade in die Schule geht, ist der Umgang mit den neuen Kommunikationsformen (Web 2.0, Chat, SMS, MMS, Video via Handy, YouTube, etc.) völlig normal und gehört zum Leben einfach dazu. Und in ein paar Jahren kommt diese Generation in Unternehmen. Wer dann als Unternehmen nicht mit Social Media Marketing umgehen kann wird einfach «alt» aussehen. Für seine Kunden und für seine Mitarbeiter. Da läuft gerade eine (un)heimliche Revolution.

Wo sollten die Social Media Aktivitäten eines Unternehmens in der Organisation “aufgehängt” sein?

HH: Wichtig ist, dass das Management die Bedeutung erkennt und auch selbst persönlich in Social Media eintaucht. Es kommt nämlich immer noch vor, dass Mitarbeiter einen Blog iniitieren und der Chef das dann untersagt. Man könnte ja in die Öffentlichkeit kommen?! Und wer brauche schon die paar Backlinks?! Letztendlich sollte nach meiner Auffassung die Öffentlichkeitsarbeit das Sagen haben und auch PR für Social Media nach «innen» betreiben. Jeder Mitarbeiter muss wissen, wie er sich mit Unternehmensinformation zu verhalten hat. Und wenn es erst einmal nur darum geht, dass die Firmierung des Unternehmens im persönlichen XING-Profil richtig geschrieben wird. Und Mitarbeiter lernen gerne am guten Beispiel. Ist der eigene Auftritt proper werden auch die eigenen Leute besser im Web auftreten und für ihr Unternehmen einstehen. Das ist zu machen.

Welche messbaren Ziele verfolgen Unternehmen mit ihren Social Media Aktivitäten?

HH: Die klassischen KPI der WebSite werden ergänzt um harte Social-KPI: Anzahl Facebook-Fans, Twitter-Follower, Aktivität, etc. Dazu kommen SEO/SEM-Werte: Backlinks, Ranking, PageRank, Bounce-Rate und dann wird ein wesentlicher Faktor die «Stimmung» oder «Reputation» sein. Hier gibt es verschiedene Modelle, wie das verfolgt und gemessen werden kann (z.B: myON-ID) . Auf der Basis dieser Werte können Ziele entwickelt und verfolgt werden. Aber Achtung: Social Media folgt neuen (eigentlich uralten) Regeln. Hinter jedem User steckt ein Mensch und der will als Mensch behandelt werden. Nur wer dem User und Mensch Achtung, Wertschätzung, Nutzen und nützliche Information, gerne auch Unterhaltung bietet wird auch geschätzt, weiterempfohlen und «gebookmarkt» werden. Diese neuen Kommunikationsformen geben dem Kunden wesentlich mehr Möglichkeiten sich bemerkbar zu machen. Besser man nimmt die Kunden (und Mitarbeiter) ernst und meint es ehrlich. Und was kann ehrlicher sein als ein gutes Produkt zu machen, es zu verkaufen und darüber zu reden (oder reden lassen).

Welche Unternehmen kennen Sie, die heute Social Media bereits erfolgreich einsetzen?

HH: Es gibt eine Reihe großer Unternehmen, die hinreichend bekannt sind und das auch ordentlich machen. In meinem persönlichen Einflußbereich sind z.B.: www.Coupon-Future.de, und www.dealhamster.com. Plattformen für Gutschein und Couponmarketing. Hier werden nützliche Gutscheine erfolgreich via Facebook und Twitter zu Kunden und Nutzern transportiert und wehe, da klappt einmal etwas nicht ;-) Das bekommen wir ganz schnell mit. Jede Reaktion ist Kommunikation und richtig begegnet kann sich die Beziehung nur gut entwickeln. Ist nicht immer leicht, aber unerläßlich. Und via Social Media kann man so schnell reagieren. www.Projektwerk.de macht gute Arbeit in Facebook zum Thema Arbeit 2.0 und auch einige Radiosender haben tolle Modelle entwickelt: www.radioarabella.at mit Facebook und www.herzflimmern.at

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Kommunikationsstrukturen im Wandel

13. Januar 2010 um 9:20 von Mario Grobholz

Die Unternehmenskommunikation verändert sich. Nicht nur das klassische Media Relation Verständnis erweitert sich, auch innerhalb der Unternehmen selbst befinden sich Kommunikationsstrukturen im Wandel.

Das Social Web wird für viele Unternehmen immer wichtiger. Verantwortliche in den Unternehmen haben mittlerweile verstanden, dass Social Media kein temporäres Phänomen ist.

social-media

Allerdings kann man sich immer noch nicht ganz entscheiden, welche Kommunikationsabteilung seinen Fokus auf die sozialen Medien legen soll. Bei den Einen ist es die Marketing-Abteilung, bei den Anderen die PR-Verantwortlichen, wiederum Andere lassen sogar jeden in der Firma ran, damit es gerecht aufgeteilt ist und keiner mehr Arbeit hat, bzw. eine neue Kraft eingestellt werden muss.

Dies ist allerdings der falsche Ansatz, denn Social Media ist in vieler Hinsicht ein wichtiges Instrument, das einen eigenen Manager braucht, der dieses Ressort leitet. Aber auch für kleinere Firmen, ohne große Personal- und Zeit-Ressourcen, gibt es sehr viele Möglichkeiten Social Media-Strategien erfolgreich einzusetzen. In der aktuellen t3n, das Magazin für Web 2.0, E-Business, Startups, Open Source und Webentwicklung, gibt es zum Beispiel eine Liste mit zehn Social-Media-Marketing-Tipps für kleine Unternehmen.

Fakt ist, dass Social Media von mehr Unternehmen intensiver genutzt werden muss und wird. Was noch fehlt, ist eine geeignete Lösung zur Berechnung des Erfolgs beim Social Media Einsatz. Gute Ansätze gibt es zwar schon aber wahrscheinlich wird es sich darauf belaufen, dass jedes Unternehmen sich selbst zur Aufgabe machen muss, an was sie den Erfolg messen wollen. Lesen Sie dazu auch den Beitrag “Wie berechenbar ist Social Media?”

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Expertenmeinung: Annette Schwindt über den Social Media Einsatz in Unternehmen

11. Januar 2010 um 9:15 von Mario Grobholz

Das Social Web ist kein Trend, keine Killer-Application und kein Hype. Es bietet verschiedene Möglichkeiten für Unternehmen interaktiv und aktuell mit seinen Kunden zu kommunizieren. Trotzdem ist es für viele Unternehmer noch ein neues Terrain, an welches sie sich vorsichtig herantasten. Um sich ein besseres Bild von den Vorteilen der sozialen Medien machen zu können, befragen wir regelmäßig Experten auf diesem Gebiet.

annetteschwindt2Heute lassen wir eine erfolgreiche Frau zu Wort kommen. Annette Schwindt von der Bonner Ein-Frau-Agentur schwindt-pr bietet ihren Kunden Beratung und Lösungen im Kommunikationsmanagement mit Schwerpunkt Online-Kommunikation an. Annette spricht da natürlich aus eigener Erfahrung. Neben Twitter und Facebook ist sie auch bei Google Wave zu finden und testet dieses System auf Tauglichkeit, eigenständige Projekte in Echtzeit dort durchführen zu können. Wir haben Annette 4 Fragen zum Thema Social Media Einsatz in Unternehmen gestellt und hier sind ihre Antworten:

Denkst Du, dass Social Media Marketing für Unternehmen zum Standard Marketing Mix gehören sollte?

Annette: Das kommt auf die Art des Unternehmens und die personellen Ressourcen an. Wenn niemand da ist, der das regelmäßig betreuen kann, kann schlecht betreutes Social Media Marketing auch nach hinten losgehen. Da ist dann eine solide Website vorrangig. Aber für alle anderen würde ich ein Blog oder eine Fanseite in Kombination mit Bilderwelten und ggf. Twitter schon empfehlen. Welche Maßnahmen und welche damit verbundene Strategie jeweils die richtigen sind, muss das Unternehmen aber individuell mit seiner Agentur entscheiden. Da gibt es keine Pauschalantwort. Auf jeden Fall sollte man aber eine/n Fachmann/-frau hinzuziehen.

Wo sollten die Social Media Aktivitäten eines Unternehmens in der Organisation “aufgehängt” sein?

Annette: Ist damit jetzt die interne Unternehmensstruktur oder die Gewichtung der Social-Media-Maßnahmen gemeint? Auch da gibt es keine Pauschalantwort.

Wie alle Kommunikationsmaßnahmen ist auch die Strategieplanung von Social-Media-Aktivitäten Chefsache. Wer das dann in die Tat umsetzt, muss man je nach Ausrichtung entscheiden. In jedem Fall müssen alle Beteiligten entsprechend geschult werden.

Bezogen auf den Kommunikationsmix muss man individuell entscheiden, wie man die einzelnen Maßnahmen gewichtet. Das kann sich gegebenenfalls auch erst mit der Umsetzung herausbilden. Für den einen wird dabei Twitter oder YouTube ins Zentrum rücken, für den anderen wird sich mehr auf der Facebook-Fanseite tun. In jedem Fall sollte man eine zentrale Anlaufstelle haben, von der aus alle anderen Präsenzen mit einem Klick auffindbar sind, ob das nun eine Website oder ein Blog ist.

Welche messbaren Ziele verfolgen Unternehmen mit ihren Social Media Aktivitäten?

Annette:

  • Kundenbindung verstärken (direkte Ansprechbarkeit, Problemlösung, Aktionen)

  • Bekanntheit steigern

  • Transparenz zeigen

  • Kompetenz beweisen

  • Vernetzung

Welche Unternehmen kennst Du, die heute Social Media bereits erfolgreich einsetzen?

Annette: Bislang sind das in Deutschland hauptsächlich Unternehmen aus der Kommunikationsbranche. Es gibt einige andere Unternehmen, die zumindest erfolgreich bloggen. Bei vielen ist jedoch die Vernetzung der Hauptpräsenz mit Social-Media-Kanälen nicht leicht ersichtlich. Es scheint oft noch nicht klar, dass Social Media kein Hype sind, den man halt mal mitmacht, sondern Erweiterungsmöglichkeiten der bereits bekannten Kommunikationsmaßnahmen bieten.

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Expertenmeinung: Oliver Gassner über den Social Media Einsatz in Unternehmen

7. Januar 2010 um 9:15 von Mario Grobholz

Noch immer zögern viele Unternehmer, in die Tiefen des Social Webs vorzudringen. Schon des Öfteren haben wir über die Marketingvorteile von Social Media berichtet. Nun aber wollen wir auch andere Experten auf diesem Gebiet zu Wort kommen lassen.

olivergassnerOliver Gassner bloggt bereits seit 10 Jahren. Außerdem berät und schult er in den Bereichen Social Media und Selbstmarketing. Auf seinem Blog bietet er zudem einen kostenlosen Blog Check an, bei dem er Weblogs genau unter die Lupe nimmt und wertvolle Tipps zur besseren Gestaltung gibt. Ein Blick auf Olivers Blog lässt bereits ahnen, wie Social-Media-affin er  ist. Es gibt wohl kein Netzwerk, in dem er nicht vertreten ist. Wenn es um das Social Web geht, ist er auf jeden Fall Experte.

Wir haben Oliver Gassner 4 Fragen zum Thema “Social Media Einsatz in Unternehmen” gestellt und hier sind seine Antworten:

Denkst Du, dass Social Media Marketing für Unternehmen zum Standard Marketing Mix gehören sollte?

Oliver: Nun, man kann kein Marketing machen ohne ein Gespräch mit dem Markt zu führen, und egal ob B2B oder B2C: diese Gespräche finden längst online statt, in Social Networks, in Social Media (was etwas anderes ist ;) ), überall. Zuhören muss man, antworten möchte man wahrscheinlich, was nur geht, wenn man auf diesen Kanälen als Gesprächspartner zur Verfügung steht. wenn SMM also Konversationen sind: Ja, wenn sie ‘Kampagnen’ sind: Finger weg.

Wo sollten die Social Media Aktivitäten eines Unternehmens in der Organisation “aufgehängt” sein?

Oliver: Das Social Web eignet sich für viele Kommunikationsformen, die im Unternehmen an verschiedener Stelle sitzen: Digital Relations (zu Kommunikatoren und menschlichen Knotenpunkten), Kundenservice (für die Nutzer des eigenen Produkts), Business Development (für Partner und Lieferanten)  und viele andere Funktionen. Man wird eine Abteilung federführend machen müssen und dafür sorgen müssen, dass jenseits interner Silos die Kommunikation abgeglichen wird oder wir einen Soccial Web Officer haben müssen – ich mag übrigens den Ausdruck Social Media nicht, weil er nur einen Teil von dem umfasst, was wir als Social Web kennen.

Welche messbaren Ziele verfolgen Unternehmen mit ihren Social Media Aktivitäten?

Oliver: Welche messbaren Ziele verfolgen Unternehmen mit ihren Fotokopierern und Telefonen? Was ist der ROI eines Faxgeräts? Nur weil man online glaubt, alles mögliche messen zu können, ist das nicht unbedingt sinnvoll oder simpel. Wie bewerte ich es, wenn ein Mitarbeiter der Firma via Twitter was wichtiges lernt? Wieviel ist ein neuer XING-Kontakt wert? Was der Cost of Acquisition für einen Twitterfollower? Und was macht so ein Follower an Lifetime-Umsatz? Die Gespräche aus denen Märkte bestehen sind nicht immer messbar. Man kann sicher versuchen, Messsysteme aufzusetzen und Sun hat das zum Beispiel für ihr internes zweinulliges Intranet auch getan und gemessen, ob Leute, die dort partizipieren ‘besser’ sind als andere und inwiefern. Die Tatsache, dass das  Intranet noch existiert dürfte die Antwort geben – und das SUN-Messsystem ist Open Source. Also: Nachmachen.

Welche Unternehmen kennst Du, die heute Social Media bereits erfolgreich einsetzen?

Oliver: Viele. ich nenne mal Zappos und Coremedia als Beispiele, um zu zeigen, wie weit die Konzepte auseinandergehen können. Die einen, Coremedia, haben ein halboffenes Blogsystem für Mitarbeiter, Kunden, Parter und Freunde der Firma. Die anderen haben beispielsweise diverseste Ansichten auf Twitter erzeugt, wo man sehen kann, wer bei ihnen alles twittert, was Kunden bei Twitter über Zappos sagen und ähnliches. Beide Firmen haben etwas anderes DAVOR getan. Sie haben ihre Firmenkultur anders gestaltet, als andere Firmen das tun. Das zeigt, dass es eben eine ganz besondere offene und wirklich kundenorientierte und innovationsorientierte Unternehmenskultur erfordert um Konversationen im Social Web zu führen. Und das ist es, was Unternehen zunächst brauchen, bevor sie über solche Kommunikationsformen nachdenken können; und zwar nicht nur auf dem Papier.

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Expertenmeinung: Jochen Mai über den Social Media Einsatz in Unternehmen

16. Dezember 2009 um 9:20 von Mario Grobholz

Social Media im Unternehmensbereich ist zur Zeit ein häufig diskutiertes Thema. Vor allem Unternehmer fragen sich, wie sie Twitter und Co. in ihr Portfolio einbinden können. Schon des Öfteren haben wir über die Marketing- und Kommunikationsvorteile sozialer Medien berichtet. Nun aber wollen wir auch andere Experten auf diesem Gebiet zu Wort kommen lassen.

jochenmai2Heute berichtet uns Jochen Mai über seine Erfahrungen mit Social Media im geschäftlichen Zusammenhang. Jochen weiß, wovon er spricht, denn das Social Web ist bei seinen Tätigkeiten nicht wegzudenken.  Er ist als Ressortleiter “Management und Erfolg” bei der WirtschaftsWoche tätig und leitet zudem erfolgreich sein eigenes Blog “Die Karrierebibel”. Letztes Jahr erschien dann sein gleichnamiges Buch und auch sein zweites Werk  “Die Büro-Alltags-Bibel” steht seit dieser Woche in den Regalen vieler On- und Offline-Buchläden.

Um seine Bücher und Blogartikel zu promoten setzt Jochen verschiedene Social Media-Tools gekonnt ein, denn nirgendwo anders kommen seine News schneller an, als  auf Twitter, Facebook und seinem Blog, wo seine Fangemeinde Leser und Multiplikator zugleich ist. Wir haben Jochen Mai 4 Fragen zum Thema “Social Media Einsatz in Unternehmen” gestellt und hier sind seine Antworten:

Denkst Du, dass Social Media Marketing für Unternehmen zum Standard Marketing Mix gehören sollte?

Jochen: Unbedingt. In den Sozialen Medien sind heute schon Millionen Menschen vernetzt. Das sind die Kunden oder Mitarbeiter von heute und morgen. Und die erwarten zunehmend einen offenen und transparenten Dialog mit den Unternehmen.

Wo sollten die Social Media Aktivitäten eines Unternehmens in der Organisation “aufgehängt” sein?

Jochen: Jedenfalls nicht im Marketing, denn es geht nicht um das Senden von Botschaften, sondern um einen Dialog. Also Kommunikation auf einer Autobahn – nicht auf einer Einbahnstraße. Die Kommunikationsabteilung ist daher der bessere Ort. Am besten wäre jedoch eine übergeordnete Stelle, die zwischen beiden Seiten – Marketing und Kommunikation – moderiert. Übergeordnet muss sie aber sein, weil sie sonst in den bürokratischen Mühlen zerrieben wird. Und Social Media Kommunikation muss schnell reagieren können. Da sind lange Abstimmungsprozesse ein Wettbewerbsnachteil.

Welche messbaren Ziele verfolgen Unternehmen mit ihren Social Media Aktivitäten?

Jochen: Hauptsächlich geht es ihnen dabei darum, die Bekanntheit als Arbeitgeber zu steigern (59 Prozent), Mitarbeiter als Botschafter einzusetzen (54 Prozent), ein glaubwürdiges Image aufzubauen, auch Employer Branding genannt (39 Prozent), sowie die Personalauswahl zu verbessern (34 Prozent). Das jedenfalls hat kürzlich eine Studie des Instituts für Organisationskommunikation, kurz Ifok, ermittelt.

Welche Unternehmen kennst Du, die heute Social Media bereits erfolgreich einsetzen?

Jochen: Bertelsmann, Deutsche Bahn, Daimler, Otto, Bayer

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Expertenmeinung: Bernhard Jodeleit über den Social Media Einsatz in Unternehmen

10. Dezember 2009 um 9:50 von Mario Grobholz

Soziale Medien wie beispielsweise Twitter und Facebook sind in aller Munde und genau deshalb wollen auch immer mehr deutsche Firmen den Einstieg in die Onlinewelt wagen. Schon des Öfteren haben wir über die Vorteile einer betrieblichen Nutzung der sozialen Medien berichtet. Nun aber wollen wir auch andere Experten auf diesem Gebiet zu Wort kommen lassen.

Bernhard_JodeleitDen Anfang macht Bernhard Jodeleit, der bei Sympra als PR-Berater mit Schwerpunkt IT und Social Media tätig ist. Außerdem ist Bernhard auch auf seinem eigenen Blog und anderen Social Media Plattformen wie z. B. Twitter oder Facebook sehr aktiv und schafft dort eine Verbindung zwischen Beruf und persönlichen Interessen. Wir haben Bernhard Jodeleit 4 Fragen zum Thema Social Media Einsatz in Unternehmen gestellt und hier sind seine Antworten:

Denkst Du, dass Social Media Marketing für Unternehmen zum Standard Marketing Mix gehören sollte?

BJ: Einen Standardmix gibt’s heute nicht mehr, ganz gleich, ob wir über Marketing oder Unternehmenskommunikation sprechen. Ob, in welchem Umfang und mit welchen Instrumenten ein Unternehmen Social Media einsetzt, muss in jeden Einzalfall auf Basis einer gründlichen Analyse der Ziele und Zielgruppen entschieden werden.

Wo sollten die Social Media Aktivitäten eines Unternehmens in der Organisation “aufgehängt” sein?

BJ: Auch diese Frage muss individuell entschieden werden. Wichtig ist, dass alle Abteilungen, die nach außen kommunizieren, in eine Gesamtstrategie für Media Relations und Social Media Relations einbezogen werden. Wenn etwa Marketing und Pressestelle nicht an einem Strang ziehen, so führt das unweigerlich zu Defiziten in der Außendarstellung des Unternehmens. Wir stellen fest, dass die Beratung durch externe Agenturen wie Sympra den Unternehmen durchaus dabei helfen kann, Ziele und Strategien für den Einsatz von Social Media zu entwickeln und erfolgreich umzusetzen. Wichtig ist dabei aber, dass es sich um keine nur in Nischen kompetenten Berater handelt, sondern um Fachleute mit dem Blick fürs Ganze. Es kann beispielsweise nicht schaden, sich auch mit Krisen-PR und klassischer Medienarbeit gut auszukennen, wenn man Unternehmen in Sachen Social Media berät.

Welche messbaren Ziele verfolgen Unternehmen mit ihren Social Media Aktivitäten?

BJ: Messen lässt sich ja Vieles. Anbieter für Social Media Monitoring schießen im Moment wie Pilze aus dem Boden. Aber nicht alles, was sich messen lässt, ergibt Sinn. Marketing- und PR-Entscheider müssen heute stärker auf die Qualität der Kontakte achten. Wen möchte ich eigentlich erreichen? Verbraucher? Entscheider? Meinungsbildner und Multiplikatoren? Je nachdem kann eine primär quantitativ angelegte Messlatte durchaus auch in die Irre führen. Hilfreich finde ich persönlich die Unterscheidung der Disziplinen Social Media Marketing, das eher kampagnen- und vertriebsorientiert denkt, und Social Media Relations, die eher auf eine nachhaltige Stärkung von Image und Marke zielen. Natürlich gibt es zwischen diesen beiden Begriffen Unschärfen und vor allem zahlreiche Spielarten dazwischen. Das macht hoffentlich klar: Bei der Messbarkeit dürfen die Zahlen und Kriterien nicht über einen Kamm geschoren werden.

Was sind aus Deiner Sicht die wichtigsten Voraussetzungen für den erfolgreichen Einsatz von Social Media durch Unternehmen?

BJ: Ein solides Kommunikationskonzept und eine Botschaft oder ein Produkt, hinter der die Akteure glaubwürdig und transparent stehen können. Was die Menschen ohne Social Media nicht überzeugt hat, wird sie mit Social Media noch viel weniger überzeugen. Wo sich bisher schon Begeisterung entfachen ließ, da wirken Social-Media-Instrumente als Katalysator.

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Kommunikation 2.0: Was Social Media für uns noch bereit hält

8. Dezember 2009 um 9:15 von Mario Grobholz

Eine effektive Vorgehensweise, um in der Online-Welt mit dem Unternehmen Fuß zu fassen, haben wir bereits in einem unserer letzten Blogartikel beschrieben. In Deutschland bleibt trotzdem die Skepsis bestehen, inwiefern Social Media effektiv eingesetzt werden kann.

Nachfolgendes Video zeigt hierzu ein paar schöne Beispiele, wie Social Media für Unternehmen funktionieren kann.

Weitere relevante Blogartikel zu diesem Thema:
markus-arlt.de
chip.de

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