Kommunikationsstrukturen im Wandel
13. Januar 2010 um 9:20 von Mario Grobholz
Die Unternehmenskommunikation verändert sich. Nicht nur das klassische Media Relation Verständnis erweitert sich, auch innerhalb der Unternehmen selbst befinden sich Kommunikationsstrukturen im Wandel.
Das Social Web wird für viele Unternehmen immer wichtiger. Verantwortliche in den Unternehmen haben mittlerweile verstanden, dass Social Media kein temporäres Phänomen ist.

Allerdings kann man sich immer noch nicht ganz entscheiden, welche Kommunikationsabteilung seinen Fokus auf die sozialen Medien legen soll. Bei den Einen ist es die Marketing-Abteilung, bei den Anderen die PR-Verantwortlichen, wiederum Andere lassen sogar jeden in der Firma ran, damit es gerecht aufgeteilt ist und keiner mehr Arbeit hat, bzw. eine neue Kraft eingestellt werden muss.
Dies ist allerdings der falsche Ansatz, denn Social Media ist in vieler Hinsicht ein wichtiges Instrument, das einen eigenen Manager braucht, der dieses Ressort leitet. Aber auch für kleinere Firmen, ohne große Personal- und Zeit-Ressourcen, gibt es sehr viele Möglichkeiten Social Media-Strategien erfolgreich einzusetzen. In der aktuellen t3n, das Magazin für Web 2.0, E-Business, Startups, Open Source und Webentwicklung, gibt es zum Beispiel eine Liste mit zehn Social-Media-Marketing-Tipps für kleine Unternehmen.
Fakt ist, dass Social Media von mehr Unternehmen intensiver genutzt werden muss und wird. Was noch fehlt, ist eine geeignete Lösung zur Berechnung des Erfolgs beim Social Media Einsatz. Gute Ansätze gibt es zwar schon aber wahrscheinlich wird es sich darauf belaufen, dass jedes Unternehmen sich selbst zur Aufgabe machen muss, an was sie den Erfolg messen wollen. Lesen Sie dazu auch den Beitrag “Wie berechenbar ist Social Media?”
Expertenmeinung: Annette Schwindt über den Social Media Einsatz in Unternehmen
11. Januar 2010 um 9:15 von Mario Grobholz
Das Social Web ist kein Trend, keine Killer-Application und kein Hype. Es bietet verschiedene Möglichkeiten für Unternehmen interaktiv und aktuell mit seinen Kunden zu kommunizieren. Trotzdem ist es für viele Unternehmer noch ein neues Terrain, an welches sie sich vorsichtig herantasten. Um sich ein besseres Bild von den Vorteilen der sozialen Medien machen zu können, befragen wir regelmäßig Experten auf diesem Gebiet.
Heute lassen wir eine erfolgreiche Frau zu Wort kommen. Annette Schwindt von der Bonner Ein-Frau-Agentur schwindt-pr bietet ihren Kunden Beratung und Lösungen im Kommunikationsmanagement mit Schwerpunkt Online-Kommunikation an. Annette spricht da natürlich aus eigener Erfahrung. Neben Twitter und Facebook ist sie auch bei Google Wave zu finden und testet dieses System auf Tauglichkeit, eigenständige Projekte in Echtzeit dort durchführen zu können. Wir haben Annette 4 Fragen zum Thema Social Media Einsatz in Unternehmen gestellt und hier sind ihre Antworten:
Denkst Du, dass Social Media Marketing für Unternehmen zum Standard Marketing Mix gehören sollte?
Annette: Das kommt auf die Art des Unternehmens und die personellen Ressourcen an. Wenn niemand da ist, der das regelmäßig betreuen kann, kann schlecht betreutes Social Media Marketing auch nach hinten losgehen. Da ist dann eine solide Website vorrangig. Aber für alle anderen würde ich ein Blog oder eine Fanseite in Kombination mit Bilderwelten und ggf. Twitter schon empfehlen. Welche Maßnahmen und welche damit verbundene Strategie jeweils die richtigen sind, muss das Unternehmen aber individuell mit seiner Agentur entscheiden. Da gibt es keine Pauschalantwort. Auf jeden Fall sollte man aber eine/n Fachmann/-frau hinzuziehen.
Wo sollten die Social Media Aktivitäten eines Unternehmens in der Organisation “aufgehängt” sein?
Annette: Ist damit jetzt die interne Unternehmensstruktur oder die Gewichtung der Social-Media-Maßnahmen gemeint? Auch da gibt es keine Pauschalantwort.
Wie alle Kommunikationsmaßnahmen ist auch die Strategieplanung von Social-Media-Aktivitäten Chefsache. Wer das dann in die Tat umsetzt, muss man je nach Ausrichtung entscheiden. In jedem Fall müssen alle Beteiligten entsprechend geschult werden.
Bezogen auf den Kommunikationsmix muss man individuell entscheiden, wie man die einzelnen Maßnahmen gewichtet. Das kann sich gegebenenfalls auch erst mit der Umsetzung herausbilden. Für den einen wird dabei Twitter oder YouTube ins Zentrum rücken, für den anderen wird sich mehr auf der Facebook-Fanseite tun. In jedem Fall sollte man eine zentrale Anlaufstelle haben, von der aus alle anderen Präsenzen mit einem Klick auffindbar sind, ob das nun eine Website oder ein Blog ist.
Welche messbaren Ziele verfolgen Unternehmen mit ihren Social Media Aktivitäten?
Annette:
-
Kundenbindung verstärken (direkte Ansprechbarkeit, Problemlösung, Aktionen)
-
Bekanntheit steigern
-
Transparenz zeigen
-
Kompetenz beweisen
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Vernetzung
Welche Unternehmen kennst Du, die heute Social Media bereits erfolgreich einsetzen?
Annette: Bislang sind das in Deutschland hauptsächlich Unternehmen aus der Kommunikationsbranche. Es gibt einige andere Unternehmen, die zumindest erfolgreich bloggen. Bei vielen ist jedoch die Vernetzung der Hauptpräsenz mit Social-Media-Kanälen nicht leicht ersichtlich. Es scheint oft noch nicht klar, dass Social Media kein Hype sind, den man halt mal mitmacht, sondern Erweiterungsmöglichkeiten der bereits bekannten Kommunikationsmaßnahmen bieten.
Expertenmeinung: Oliver Gassner über den Social Media Einsatz in Unternehmen
7. Januar 2010 um 9:15 von Mario Grobholz
Noch immer zögern viele Unternehmer, in die Tiefen des Social Webs vorzudringen. Schon des Öfteren haben wir über die Marketingvorteile von Social Media berichtet. Nun aber wollen wir auch andere Experten auf diesem Gebiet zu Wort kommen lassen.
Oliver Gassner bloggt bereits seit 10 Jahren. Außerdem berät und schult er in den Bereichen Social Media und Selbstmarketing. Auf seinem Blog bietet er zudem einen kostenlosen Blog Check an, bei dem er Weblogs genau unter die Lupe nimmt und wertvolle Tipps zur besseren Gestaltung gibt. Ein Blick auf Olivers Blog lässt bereits ahnen, wie Social-Media-affin er ist. Es gibt wohl kein Netzwerk, in dem er nicht vertreten ist. Wenn es um das Social Web geht, ist er auf jeden Fall Experte.
Wir haben Oliver Gassner 4 Fragen zum Thema “Social Media Einsatz in Unternehmen” gestellt und hier sind seine Antworten:
Denkst Du, dass Social Media Marketing für Unternehmen zum Standard Marketing Mix gehören sollte?
Oliver: Nun, man kann kein Marketing machen ohne ein Gespräch mit dem Markt zu führen, und egal ob B2B oder B2C: diese Gespräche finden längst online statt, in Social Networks, in Social Media (was etwas anderes ist
), überall. Zuhören muss man, antworten möchte man wahrscheinlich, was nur geht, wenn man auf diesen Kanälen als Gesprächspartner zur Verfügung steht. wenn SMM also Konversationen sind: Ja, wenn sie ‘Kampagnen’ sind: Finger weg.
Wo sollten die Social Media Aktivitäten eines Unternehmens in der Organisation “aufgehängt” sein?
Oliver: Das Social Web eignet sich für viele Kommunikationsformen, die im Unternehmen an verschiedener Stelle sitzen: Digital Relations (zu Kommunikatoren und menschlichen Knotenpunkten), Kundenservice (für die Nutzer des eigenen Produkts), Business Development (für Partner und Lieferanten) und viele andere Funktionen. Man wird eine Abteilung federführend machen müssen und dafür sorgen müssen, dass jenseits interner Silos die Kommunikation abgeglichen wird oder wir einen Soccial Web Officer haben müssen – ich mag übrigens den Ausdruck Social Media nicht, weil er nur einen Teil von dem umfasst, was wir als Social Web kennen.
Welche messbaren Ziele verfolgen Unternehmen mit ihren Social Media Aktivitäten?
Oliver: Welche messbaren Ziele verfolgen Unternehmen mit ihren Fotokopierern und Telefonen? Was ist der ROI eines Faxgeräts? Nur weil man online glaubt, alles mögliche messen zu können, ist das nicht unbedingt sinnvoll oder simpel. Wie bewerte ich es, wenn ein Mitarbeiter der Firma via Twitter was wichtiges lernt? Wieviel ist ein neuer XING-Kontakt wert? Was der Cost of Acquisition für einen Twitterfollower? Und was macht so ein Follower an Lifetime-Umsatz? Die Gespräche aus denen Märkte bestehen sind nicht immer messbar. Man kann sicher versuchen, Messsysteme aufzusetzen und Sun hat das zum Beispiel für ihr internes zweinulliges Intranet auch getan und gemessen, ob Leute, die dort partizipieren ‘besser’ sind als andere und inwiefern. Die Tatsache, dass das Intranet noch existiert dürfte die Antwort geben – und das SUN-Messsystem ist Open Source. Also: Nachmachen.
Welche Unternehmen kennst Du, die heute Social Media bereits erfolgreich einsetzen?
Oliver: Viele. ich nenne mal Zappos und Coremedia als Beispiele, um zu zeigen, wie weit die Konzepte auseinandergehen können. Die einen, Coremedia, haben ein halboffenes Blogsystem für Mitarbeiter, Kunden, Parter und Freunde der Firma. Die anderen haben beispielsweise diverseste Ansichten auf Twitter erzeugt, wo man sehen kann, wer bei ihnen alles twittert, was Kunden bei Twitter über Zappos sagen und ähnliches. Beide Firmen haben etwas anderes DAVOR getan. Sie haben ihre Firmenkultur anders gestaltet, als andere Firmen das tun. Das zeigt, dass es eben eine ganz besondere offene und wirklich kundenorientierte und innovationsorientierte Unternehmenskultur erfordert um Konversationen im Social Web zu führen. Und das ist es, was Unternehen zunächst brauchen, bevor sie über solche Kommunikationsformen nachdenken können; und zwar nicht nur auf dem Papier.
Expertenmeinung: Jochen Mai über den Social Media Einsatz in Unternehmen
16. Dezember 2009 um 9:20 von Mario Grobholz
Social Media im Unternehmensbereich ist zur Zeit ein häufig diskutiertes Thema. Vor allem Unternehmer fragen sich, wie sie Twitter und Co. in ihr Portfolio einbinden können. Schon des Öfteren haben wir über die Marketing- und Kommunikationsvorteile sozialer Medien berichtet. Nun aber wollen wir auch andere Experten auf diesem Gebiet zu Wort kommen lassen.
Heute berichtet uns Jochen Mai über seine Erfahrungen mit Social Media im geschäftlichen Zusammenhang. Jochen weiß, wovon er spricht, denn das Social Web ist bei seinen Tätigkeiten nicht wegzudenken. Er ist als Ressortleiter “Management und Erfolg” bei der WirtschaftsWoche tätig und leitet zudem erfolgreich sein eigenes Blog “Die Karrierebibel”. Letztes Jahr erschien dann sein gleichnamiges Buch und auch sein zweites Werk “Die Büro-Alltags-Bibel” steht seit dieser Woche in den Regalen vieler On- und Offline-Buchläden.
Um seine Bücher und Blogartikel zu promoten setzt Jochen verschiedene Social Media-Tools gekonnt ein, denn nirgendwo anders kommen seine News schneller an, als auf Twitter, Facebook und seinem Blog, wo seine Fangemeinde Leser und Multiplikator zugleich ist. Wir haben Jochen Mai 4 Fragen zum Thema “Social Media Einsatz in Unternehmen” gestellt und hier sind seine Antworten:
Denkst Du, dass Social Media Marketing für Unternehmen zum Standard Marketing Mix gehören sollte?
Jochen: Unbedingt. In den Sozialen Medien sind heute schon Millionen Menschen vernetzt. Das sind die Kunden oder Mitarbeiter von heute und morgen. Und die erwarten zunehmend einen offenen und transparenten Dialog mit den Unternehmen.
Wo sollten die Social Media Aktivitäten eines Unternehmens in der Organisation “aufgehängt” sein?
Jochen: Jedenfalls nicht im Marketing, denn es geht nicht um das Senden von Botschaften, sondern um einen Dialog. Also Kommunikation auf einer Autobahn – nicht auf einer Einbahnstraße. Die Kommunikationsabteilung ist daher der bessere Ort. Am besten wäre jedoch eine übergeordnete Stelle, die zwischen beiden Seiten – Marketing und Kommunikation – moderiert. Übergeordnet muss sie aber sein, weil sie sonst in den bürokratischen Mühlen zerrieben wird. Und Social Media Kommunikation muss schnell reagieren können. Da sind lange Abstimmungsprozesse ein Wettbewerbsnachteil.
Welche messbaren Ziele verfolgen Unternehmen mit ihren Social Media Aktivitäten?
Jochen: Hauptsächlich geht es ihnen dabei darum, die Bekanntheit als Arbeitgeber zu steigern (59 Prozent), Mitarbeiter als Botschafter einzusetzen (54 Prozent), ein glaubwürdiges Image aufzubauen, auch Employer Branding genannt (39 Prozent), sowie die Personalauswahl zu verbessern (34 Prozent). Das jedenfalls hat kürzlich eine Studie des Instituts für Organisationskommunikation, kurz Ifok, ermittelt.
Welche Unternehmen kennst Du, die heute Social Media bereits erfolgreich einsetzen?
Jochen: Bertelsmann, Deutsche Bahn, Daimler, Otto, Bayer
Wie berechenbar ist Social Media? Die Suche nach der Messbarkeit
14. Dezember 2009 um 9:25 von Mario Grobholz
Wie effizient sind die sozialen Medien für unser Unternehmen und wie berechne ich den Erfolg meines Internetauftritts? Das sind wohl Fragen, mit denen sich derzeit wohl viele Unternehmen befassen.
Viele sind sich noch nicht im Klaren, wie viel Chance und wie viel Risiko sich hinter einem Einstieg in die Online-Welt verbirgt. Oftmals kann man deshalb beobachten, dass erstmal Praktikanten für diese Art von Aufgaben eingesetzt werden und im “Streu-Verfahren” verschiedene Social Media-Kanäle anvisiert werden. Oftmals mit der Enttäuschung, dass (potenzielle) Klienten nicht auf den fahrenden Firmenzug aufspringen. Ergebnisse kommen dann in Form von: “Social Media ist nichts für uns” oder “Unser Klientel befindet sich nicht auf solchen Medien”. Doch! Sind sie! Man muss sie nur aufspüren und den Dialog suchen.
Eine amerikanische Untersuchung fand sogar heraus, dass 84% aller Unternehmen, den ROI ihrer Social Media Programme nicht messen. Nur lässt sich die Kapitalrendite denn überhaupt messen?
Christina Warren, amerikanische Bloggerin, ist der Meinung, dass es zwar schwierig aber nicht unmöglich sei. Die Berechnung muss nur in eine andere Richtung gelenkt werden. Metriken, wie beispielsweise Twitter-Follower, Facebook-Fans und Nutzer-Kommentare spielen hier eine beachtliche Rolle. Der Trick hierbei sei allerdings, nicht nur auf die direkten Zahlen zu schauen, sondern wo diese Zahlen hinführen. Hier sollte zum Beispiel rausgefunden werden, ob die Personen, die Ihr Unternehmen auf Twitter oder Facebook finden, auch auf Ihre Produktseite gehen. Um dies festzustellen, gibt es zahlreiche Messtools, die Christina Warren bereits auf mashable.com vorgestellt hat.
Erfolg entsteht durch Vertrauen
Charles Heflin, Social Media Experte, nimmt noch einen Schritt vorweg, indem er Argumente bietet, die überhaupt erst dazu führen, dass ein positiver ROI aufgebaut werden kann. Für ihn spielt gewonnenes Vertrauen bei Social Media Aktionen eine entscheidende Rolle. Nur so wäre es überhaupt erst möglich einen positiven Cash-Flow im Social Media Bereich zu erreichen.
Eine schöne (wenn auch eher witzige) Präsentation von Oliver Blanchard verdeutlicht, was Social Media ROI bedeutet und wie es berechnet wird:
Weitere Blogs zu diesem Thema:
OptimusPrimus.de
pr-guide.de
Expertenmeinung: Bernhard Jodeleit über den Social Media Einsatz in Unternehmen
10. Dezember 2009 um 9:50 von Mario Grobholz
Soziale Medien wie beispielsweise Twitter und Facebook sind in aller Munde und genau deshalb wollen auch immer mehr deutsche Firmen den Einstieg in die Onlinewelt wagen. Schon des Öfteren haben wir über die Vorteile einer betrieblichen Nutzung der sozialen Medien berichtet. Nun aber wollen wir auch andere Experten auf diesem Gebiet zu Wort kommen lassen.
Den Anfang macht Bernhard Jodeleit, der bei Sympra als PR-Berater mit Schwerpunkt IT und Social Media tätig ist. Außerdem ist Bernhard auch auf seinem eigenen Blog und anderen Social Media Plattformen wie z. B. Twitter oder Facebook sehr aktiv und schafft dort eine Verbindung zwischen Beruf und persönlichen Interessen. Wir haben Bernhard Jodeleit 4 Fragen zum Thema Social Media Einsatz in Unternehmen gestellt und hier sind seine Antworten:
Denkst Du, dass Social Media Marketing für Unternehmen zum Standard Marketing Mix gehören sollte?
BJ: Einen Standardmix gibt’s heute nicht mehr, ganz gleich, ob wir über Marketing oder Unternehmenskommunikation sprechen. Ob, in welchem Umfang und mit welchen Instrumenten ein Unternehmen Social Media einsetzt, muss in jeden Einzalfall auf Basis einer gründlichen Analyse der Ziele und Zielgruppen entschieden werden.
Wo sollten die Social Media Aktivitäten eines Unternehmens in der Organisation “aufgehängt” sein?
BJ: Auch diese Frage muss individuell entschieden werden. Wichtig ist, dass alle Abteilungen, die nach außen kommunizieren, in eine Gesamtstrategie für Media Relations und Social Media Relations einbezogen werden. Wenn etwa Marketing und Pressestelle nicht an einem Strang ziehen, so führt das unweigerlich zu Defiziten in der Außendarstellung des Unternehmens. Wir stellen fest, dass die Beratung durch externe Agenturen wie Sympra den Unternehmen durchaus dabei helfen kann, Ziele und Strategien für den Einsatz von Social Media zu entwickeln und erfolgreich umzusetzen. Wichtig ist dabei aber, dass es sich um keine nur in Nischen kompetenten Berater handelt, sondern um Fachleute mit dem Blick fürs Ganze. Es kann beispielsweise nicht schaden, sich auch mit Krisen-PR und klassischer Medienarbeit gut auszukennen, wenn man Unternehmen in Sachen Social Media berät.
Welche messbaren Ziele verfolgen Unternehmen mit ihren Social Media Aktivitäten?
BJ: Messen lässt sich ja Vieles. Anbieter für Social Media Monitoring schießen im Moment wie Pilze aus dem Boden. Aber nicht alles, was sich messen lässt, ergibt Sinn. Marketing- und PR-Entscheider müssen heute stärker auf die Qualität der Kontakte achten. Wen möchte ich eigentlich erreichen? Verbraucher? Entscheider? Meinungsbildner und Multiplikatoren? Je nachdem kann eine primär quantitativ angelegte Messlatte durchaus auch in die Irre führen. Hilfreich finde ich persönlich die Unterscheidung der Disziplinen Social Media Marketing, das eher kampagnen- und vertriebsorientiert denkt, und Social Media Relations, die eher auf eine nachhaltige Stärkung von Image und Marke zielen. Natürlich gibt es zwischen diesen beiden Begriffen Unschärfen und vor allem zahlreiche Spielarten dazwischen. Das macht hoffentlich klar: Bei der Messbarkeit dürfen die Zahlen und Kriterien nicht über einen Kamm geschoren werden.
Was sind aus Deiner Sicht die wichtigsten Voraussetzungen für den erfolgreichen Einsatz von Social Media durch Unternehmen?
BJ: Ein solides Kommunikationskonzept und eine Botschaft oder ein Produkt, hinter der die Akteure glaubwürdig und transparent stehen können. Was die Menschen ohne Social Media nicht überzeugt hat, wird sie mit Social Media noch viel weniger überzeugen. Wo sich bisher schon Begeisterung entfachen ließ, da wirken Social-Media-Instrumente als Katalysator.
Kommunikation 2.0: Was Social Media für uns noch bereit hält
8. Dezember 2009 um 9:15 von Mario Grobholz
Eine effektive Vorgehensweise, um in der Online-Welt mit dem Unternehmen Fuß zu fassen, haben wir bereits in einem unserer letzten Blogartikel beschrieben. In Deutschland bleibt trotzdem die Skepsis bestehen, inwiefern Social Media effektiv eingesetzt werden kann.
Nachfolgendes Video zeigt hierzu ein paar schöne Beispiele, wie Social Media für Unternehmen funktionieren kann.
Weitere relevante Blogartikel zu diesem Thema:
markus-arlt.de
chip.de
Kommunikation 2.0 – Mit der richtigen Strategie zum Erfolg
2. Dezember 2009 um 9:10 von Anya Rutsche
Vor kurzem haben wir darüber informiert, wie Unternehmen den Einstieg in die Web 2.0 – Welt schaffen. Nun wollen wir weitergehen und die wichtigsten Schritte aufzeigen, um alle Vorteile von Social Media im Unternehmen richtig nutzen zu können.
Studien beweisen, dass die Internetdurchdringung mit jedem Jahr ansteigt. Es wird erkannt, dass man seine Meinung über jedes Produkt und jedes Unternehmen im Social Web äußern kann. Das ist einerseits gut für den Verbraucher aber auch Unternehmern bietet Social Media viele Möglichkeiten, ihr Marketing und die Kommunikation mit ihren Kunden zu verbessern.
Die Autoren des Cluetrain Manifests haben à la George Orwell schon früh erkannt, was heute aktueller ist denn je. Bereits vor 10 Jahren forderten sie, den direkten Kontakt mit den Kunden zu suchen. Dank Social Media ist es Firmen nun möglich vielseitiger und effektiver wie nie zuvor, den Dialog zu suchen, zu gestalten und zu wahren.
Erst denken, dann reden
Ad hoc aufgesetzte Online-Kommunikationstools sind allerdings zu vermeiden, um es nicht dem Zufall zu überlassen, ob ein Dialog mit den Kunden entsteht oder er gänzlich abgelehnt wird. Um effektiv mit Social Media arbeiten zu können sind einige Schritte notwendig, um zu vermeiden, dass ohne Ziel in den Web-Wald hinein geschriehen wird, ohne Antwort zu erhalten. Zielgruppen müssen definiert w
erden, Kommunikationsziele festgelegt, Strategien entwickelt und die richtigen Technologien eingesetzt werden. Des Weiteren sollte man sich vorher ein Bild machen, wo und wie die Kommunikation im WWW stattfindet. Twitter zum Beispiel wird derzeit als wichtigstes Marketingtool im Onlinebereich gehandelt. Was aber, wenn Ihr Klientel sich auf dieser Plattform gar nicht bewegt? Sie wären sicherlich schnell vom ausbleibenden Dialogeffekt enttäuscht und entscheiden, dass Social Media nicht in Ihr Portfolio passt. Doch vielleicht gibt es themenrelevante Foren, die Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung schon längst diskutieren. Genau das gilt herausgefunden zu werden, bevor auch nur ein Schritt in die Webwelt gesetzt wird.
Die ersten Schritte für einen erfolgreichen Social Media Start
- Crawling – Identifikation der Zielgruppen-Communities (Wo wird gesprochen?)
- Monitoring – Was wird geredet?
- Mood-Controlling – Wie wird über die Marke und die Firma gesprochen (Tendenz positiv oder negativ)?
- Prioritätsanalyse – Welche Social Media Kanäle müssen am intensivsten angegangen werden?
Kommunikation im Internet kann nun gezielt angegangen werden. Es wird zugehört und Ihr Unternehmen kann von Feedback, Kritik und Lob auf Echtzeitbasis profitieren. Social Media Kanäle richtig eingesetzt können somit schon bald einen entscheidenden Vorteil gegenüber Ihren Wettbewerbern bringen.
Bildquelle: Flickr @arisey







