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Die Illusion der absoluten Markenkontrolle

10. März 2010 um 9:15 von Mario Grobholz

Vielleicht haben Sie schon davon gehört, dass die Marke Ihres Unternehmens nicht mehr Ihnen gehört? Die Behauptung basiert dabei auf einfacher Mathematik. Im Zeitalter von Blogs, Diskussionsforen, Facebook, Twitter und anderen Web 2.0 Tools kann fast jeder online gehen und über Ihr Unternehmen und seine Angebote reden. Als Ergebnis kommt heraus, dass die Menge an Informationen, die Ihre Marketing-und PR-Abteilung erzeugen kann, nur einen kleinen Prozentsatz des Gesamtvolumens von Inhalten über Ihre Firma im Internet ist.

Bedeutender werden diese Stimmen zudem, wenn einige dieser Stimmen genauso beliebt oder gar beliebter als Ihre offizielle Stimme werden. Diese werden Sie dann sehr weit oben bei Google und Co. finden. Nehmen wir Jako als Beispiel. Eigentlich ein Sportbekleidungshersteller, ist Jako im Herbst 2009 stark in die Kritik geraten, da sie einen Blogger abmahnten, der sich abfällig über ein neues Logo äußerte. Immer noch findet man jetzt unter den ersten Suchergebnissen Einträge zu diesem Vorfall. Das Image und die Reputation von Jako ist daher nicht nur verändert, sondern in diesem speziellen Fall nachhaltig beschädigt worden.

Die Fehler der “Großen”

Große Organisation reagieren sehr empfindlich wenn es um ihre Marke geht. Die Wenigsten sind glücklich über den Kontrollverlust und haben Wege gefunden damit umzugehen. Sie reagieren auf die Web 2.0-Ära in unterschiedlicher Weise aber die meisten von ihnen starten vergeblich den Versuch, Kontrolle auszuüben oder wiederherzustellen.

Einige verschieben ihre großen Marketing-Kampagnen in die Onlinewelt, um den Gesprächen “von Draußen” entgegen zu wirken. Andere versuchen, Einfluss auf bedeutende Stimmen “von Außen” zu nehmen. Viele monitoren (verfolgen) auch Gespräche die online stattfinden und beteiligen sich an diesen, indem sie u. a. offizielle Facebook-Fan-Seiten oder Twitter-Accounts ins Leben rufen. Andere stellen auch Mitarbeiter, die mit nichts anderem beschäftigt sind, als das Unternehmen nach außen hin gut dastehen zu lassen. Das funktioniert allerdings nur selten, denn Web-User sind sehr gut im Erschnüffeln unechter Stimmen und ignorieren diese bzw. greifen diese sogar an.

Einige große Unternehmen haben einen anderen Ansatz gewählt: Sie haben ihre mangelnde Kontrolle über die eigene Marke angenommen und ermutigen nun intensiv Mitarbeiter an Online-Unterhaltungen teilzunehmen ohne sie darauf zu schulen oder einen Leitfaden zu entwickeln. Ihre Argumente an die Mitarbeiter heißen meist wie folgt: “Sie kennen ja unser Unternehmen sehr gut, erzählen Sie über uns im Web. Wir wollen, dass die Welt erfährt, was Sie zu sagen haben.”

Erst denken, dann reden

Klingt das alles sehr riskant für Sie? Halten Sie sich nun vor Augen, welche gravierende Ausmaße ein falscher Ansatz haben kann? Es ist einfacher als es aussieht und mit ein paar logischen Maßnahmen schaffen auch Sie den Sprung in die vielseitige Onlinewelt.

Als erster Tipp sei gesagt, dass ad hoc aufgesetzte Online-Kommunikationstools zu vermeiden sind, um es nicht dem Zufall zu überlassen, ob ein Dialog mit den Kunden entsteht oder er gänzlich abgelehnt wird. Um effektiv mit Social Media arbeiten zu können sind einige Schritte notwendig, um zu vermeiden, dass ohne Ziel in den Web-Wald hinein geschriehen wird, ohne Antwort zu erhalten.

Zielgruppen müssen definiert werden, Kommunikationsziele festgelegt, Strategien entwickelt und die richtigen Technologien eingesetzt werden. Des Weiteren sollte man sich vorher ein Bild machen, wo und wie die Kommunikation im WWW stattfindet. Twitter zum Beispiel wird derzeit als wichtigstes Marketingtool im Onlinebereich gehandelt. Was aber, wenn Ihr Klientel sich auf dieser Plattform gar nicht bewegt? Sie wären sicherlich schnell vom ausbleibenden Dialogeffekt enttäuscht und entscheiden, dass Social Media nicht in Ihr Portfolio passt. Doch vielleicht gibt es themenrelevante Foren, die Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung schon längst diskutieren. Genau das gilt herausgefunden zu werden, bevor auch nur ein Schritt in die Webwelt gesetzt wird.

Die ersten Schritte für einen erfolgreichen Social Media Start

  1. Crawling – Identifikation der Zielgruppen-Communities (Wo wird gesprochen?)
  2. Monitoring – Was wird geredet?
  3. Mood-Controlling – Wie wird über die Marke und die Firma gesprochen (Tendenz positiv oder negativ)?
  4. Prioritätsanalyse – Welche Social Media Kanäle müssen am intensivsten angegangen werden?

Kommunikation im Internet kann nun gezielt angegangen werden. Es wird zugehört und Ihr Unternehmen kann von Feedback, Kritik und Lob auf Echtzeitbasis profitieren. Social Media Kanäle richtig eingesetzt können somit schon bald einen entscheidenden Vorteil gegenüber Ihren Wettbewerbern bringen.

Bildquelle: Flickr @arisey

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Expertenmeinung: Marc Frey über den Social Media Einsatz in Unternehmen

8. März 2010 um 9:15 von Mario Grobholz

Das Social Web ist kein Trend, keine Killer-Application und kein Hype. Es bietet verschiedene Möglichkeiten für Unternehmen interaktiv und aktuell mit seinen Kunden zu kommunizieren. Trotzdem ist es für viele Unternehmer noch ein neues Terrain, an welches sie sich vorsichtig herantasten. Um sich ein besseres Bild von den Vorteilen der sozialen Medien machen zu können, lassen wir regelmäßig Experten auf diesem Gebiet zu Wort kommen.

MarcFrey_007Heute befragen wir Marc Frey, Geschäftsführer der intelliMedia Agentur und somit Erfinder von my-miki.com, das raffinierte Onlinemagazin zum Selbstgestalten. Außerdem ist Marc mit verschiedenen Netzwerkprofilen sehr aktiv im Social Web vertreten. Wir haben ihn 4 Fragen zu “Social Media Einsatz in Unternehmen” gestellt und hier sind seine Antworten:

Denkst du, dass Social Media Marketing für Unternehmen zum Standard Marketing Mix gehören sollte?

MF: Unbedingt! Alles andere wäre grob fahrlässig und würde vor allem die wichtigsten Stakeholder aller Unternehmen, deren Kunden ausschliessen. Weil sich die Mediennutzung verändert und die Ansprüche der Kunden heute auf Dialog mit „ihrem“ Unternehmen ausgerichtet sind, ist Social Media Marketing ein Muss. Unternehmen, die nicht dafür sorgen, Champions auf diesem Gebiet zu werden, die verlieren mittelfristig.

Wo sollten die Social Media Aktivitäten eines Unternehmens in der Organisation “aufgehängt” sein?

MF: Strategisch in der Unternehmensleitung, operativ im Markting/Corporate Communications

Welche messbaren Ziele verfolgen Unternehmen mit ihren Social Media Aktivitäten?

MF: Bei Social Media geht es primär um das Aufbauen einer „Beziehung“ zum Kunden, es geht um Vertrauen. Dieses kann man schlecht mit den üblichen KPI’s messen, wie im klassischen „old-school“-Marketing. Man mus also die Ergebnisse einer Social-Media-Initiative anders bewerten und z.B. Kontakte, Gespräche, Weiterempfehlungen, das Entstehen einer „Fankultur“ einen neuen Wert beimessen. Am Ende führt dies dann natürlich auch zu (Mehr)umsatz, denn hierfür ist Vertrauen die Voraussetzung.

Welche Unternehmen kennst du, die heute Social Media bereits erfolgreich einsetzen?

MF: Je nachdem welchen Maßstab und Integrationstiefe man anlegt, dann sind das z. B. Daimler, IBM, LG, NOA-Bank, Vodafone, Starbucks

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Expertenmeinung: Christoph Hölzlwimmer über den Social Media Einsatz in Unternehmen

22. Februar 2010 um 9:20 von Mario Grobholz

Social Media hat in deutschen Unternehmen Einzug gehalten. Bei einigen schon oft und vielseitig genutzt, sehen viele dem Ganzen noch immer skeptisch entgegen. Was sagen Experten zum Thema Social Media Einsatz in Unternehmen? Wir haben sie gefragt.

Christoph-HoelzlwimmerHeute befragen wir Christoph Hölzlwimmer, Geschäftsführer von Stream5 zu diesem Thema. Er selbst ist mit eigenem Blog und verschiedenen Netzwerkprofilen sehr aktiv im Social Web und kann deshalb aus Erfahrung sprechen, wenn es darum geht, wie wirkungsvoll das Medium Internet für sein Unternehmen ist. Wir haben ihn 4 Fragen zu “Social Media Einsatz in Unternehmen” gestellt und hier sind seine Antworten:

Denken Sie, dass Social Media Marketing für Unternehmen zum Standard Marketing Mix gehören sollte?

CH: Definitiv zum Standard Kommunikations-Mix, sofern Unternehmen glauben dort Ihre Zielgruppen oder Multiplikatoren antreffen zu können. Zum Marketing-Mix dann, wenn man glaubt oder beachtsichtigt über die Kommunikations-Wirkung hinaus auch Reichweite für sein Unternehmen oder seine Produkte/Services aufbauen zu können, neue Kunden akquerieren zu können oder in Social Media Plattformen sogar eine Transaktionskanal sieht. Die Bedeutung für Social Media wird auf jeden Fall zunehmen und zukünftig zu einem festen Bestandteil im Kommunikations- und/oder Marketing-Mix einnehmen.

Wo sollten die Social Media Aktivitäten eines Unternehmens in der Organisation “aufgehängt” sein?

CH: Kommt darauf an: werden kommunikative Ziele verfolgt, dann im Bereich PR oder Corporate Communications. Werden Marketing oder Transaktions-/Sales Ziele verfolgt, dann besser im Bereich Marketing/Online Marketing.

Welche messbaren Ziele verfolgen Unternehmen mit ihren Social Media Aktivitäten?

CH: Das ist sehr unterschiedlich. Mögliche Ziele können sein: Erhöhung Reichweite für die Presseaktivitäten (im Sinne eines weiteren Kommunikationskanals), Erhöhung Kundenbindung durch User-Involvement, Feebdack Barometer für Produkte, Services, Unternehmens-Themen, Erhöhung Reichweite für die eigene Website aufgrund der hohen Suchmaschinen-Relevanz von Social Media Plattformen (user generated content = unique content!), Gewinnung neuer Kunden, Erhöhung Abverkäufe/Transaktionen

Welche Unternehmen kennen Sie, die heute Social Media bereits erfolgreich einsetzen?

CH: Bereits sehr viele. Die Speerspitze (first movers, early adaptors) liegt vor allem bei den Telcos und der Unterhaltungselektronik gefolgt von Unternehmen aus dem Internet-, Medien- und Markenartikler-Umfeld. Auch einige Automobil-Konzerne im Social Media bereits aktiv.

Ich persönlich kenne einige Unternehmen die Social Media einsetzen. Spontan fallen mir Microsoft, die Deutsche Telekom oder die Sccout24 Gruppe ein, um nur einige zu nennen. Und natürlich mein eigenes Unternehmen: stream5, der führende Anbieter für Online Video Technologie.

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Reputationsmanagement aus einer Hand von myON-ID Media. Eine Full-Service Metamorphose.

12. Februar 2010 um 9:10 von Martina Doherr

Auf den Claim gekommen: mit Beginn des neuen Jahres, und einem gelungenen Launch des Ruflotsen im November 2009 im Gepäck, durchlebt nicht nur das gesamte Internet eine Phase der Neuvermessung. Auch wir haben in den letzten Monten viel geschafft und auch verändert. Mit unserem neuen Claim “The Reputation Factory” passen wir uns der Nachfrage nach einem unfassenden Reputationsmanagement an.

Eigenmarketing im Web 2.0 – oder was vom guten Namen übrig blieb

Das Internet ist ein “intelligentes” Kollektiv aus Multiplikatoren, Kunden und Kritikern, allgegenwärtig und unkontrollierbar. Stimmt soweit. Was viele vergessen, ist aber die Tatsache, dass sich jede Veröffentlichung, positiv oder negativ, auf ewig in das Gehirn des Internets einfräst. Jeder einzelne Beitrag nimmt also Einfluss auf die Reputation im Ganzen. myON-ID Media hat sich dem Lehrauftrag verschrieben, im deutschsprachigen Raum Pionierarbeit auf dem Gebiet des Verantwortungsbewusstseins gegenüber seinem höchsten Gut im Netz, sprich den guten Ruf, zu leisten.

“Datensicherheit” hat im Web 2.0 nichts mit Firewalls zu tun

Mit dem Web 2.0 hat eine neue Ära der Kommunikation Einzug gehalten. Dies heißt zwangsläufig, dass Privatleute wie Unternehmen lernen müssen, sensibler mit ihren Daten im Netz umzugehen. Wo vielleicht gestern der einfache Download eines Virenschutzprogrammes gegen Datenmissbrauch ausreichte, ist heute eine viel komplexere Herausforderung entstanden: neuartige Medienkanäle, veränderte Kundenansprüche und die Globalisierung des Marktes. Gerade kleinere Unternehmen mit wenig Erfahrung im Umgang mit den neuen Medien haben das Nachsehen und können bislang nicht vom Web 2.0 profitieren – geschweige denn auf Stimmen im Internet reagieren, die möglicherweise großen Einfluss auf Erfolg oder Niederlage des Unternehmens nehmen.

Reputationsmanagement für alle!

Umfassendes Reputationsmanagement beginnt mit der philosophisch anmutenden Frage: “Wer bin ich, und wer will ich sein”. Vom Privatmensch bis zum CEO macht sich heute jeder Gedanken darüber, wie es um die eigene Reputation bestellt ist. Die manuelle Abfrage ist müßig, oft wenig erfolgsversprechend und keinesfalls ein Status Quo. Kurz: keine gute Basis, auf der es sich zu arbeiten lohnt. Eine individuelle Strategie muss her. Dies war jedoch bislang eine Domäne der Agenturen – hochpreisig, langwierig, exklusiv und meist Prominenten oder Unternehmen vorbehalten.

Damit räumt myON-ID nun auf und bietet unter dem Claim „The Reputation Factory“ einen Service an, der sich vor allem 3 Attribute auf die Fahne geschrieben hat: schnell, kostengünstig und lösungsorientiert. Eben wie in einer „Fabrik“, bodenständig und ohne unnötigen Kitsch. Und ähnlich einer Produktionsstraße mit vier verschiedenen Abteilungen, wird hier der gute Ruf rundum entwickelt, gepflegt und ausgebaut – zu Konditionen, die sich jeder leisten kann.

Das jüngste Kind aus dem Hause myON-ID und Bestandteil des erweiterten B2B Angebots: die Newsroom-Lösung iMedia Lounge für den unkomplizierten Einstieg von Unternehmen ins Web 2.0.

Neben diesem technischen Highlight zur zeitgemäßen Aggregation und Kommunikation von Unternehmens-Informationen erweitern wir unsere Dienstleistung ebenfalls um Human Branding, welches von unserem Partner Jon Christoph Berndt , Gründer von Brandamazing, angeboten wird. Mittels intensiver Beratung wird hier der Mensch als Marke neu positioniert und perfekt in Szene gesetzt. Jon Christoph Berndt wird ab sofort als Gastreferent einen regelmäßigen Blogbeitrag bei uns zum Thema Human Branding verfassen, auf den wir uns schon sehr freuen! Neben myON-ID, dem Werkzeug für professionelles Netzwerken und berufliche Selbstvermarktung im Internet, rundet dieser “Offline-Service” unser Angebot im Privatkundenbereich perfekt ab.

Hier nochmal unsere Services in B2C und B2B im Überblick:

  • Newsroom – der einfache Einstieg in die Kommunikation des Web 2.0 für Unternehmen
  • Ruflotse – der Rundumschutz des guten Namens im Netz für Firmen und Privatkunden
  • myON-ID – das Werkzeug für professionelles Netzwerken und berufliche Selbstvermarktung
  • Human Branding – Vorträge, Seminare und Coachings zur Stärkung der „Marke Ich“

Wir freuen uns sehr auf ein weiterhin spannendes und erfolgreiches Jahr 2010 – unter neuem Claim, mit vielen guten “alten” Bekannten und hoffentlich ebenso vielen neuen Kontakte, die nicht nur über uns sondern mit uns bloggen und publizieren!

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Business Social Media: Beginnen Sie zu kommunizieren!

10. Februar 2010 um 9:05 von Mario Grobholz

Im Web geht es nicht nur darum, Ihre Kunden zu informieren, sondern auch darum, die Kundenbindung, sowie den Dialog zu optimieren. Beginnen Sie jetzt damit und kommunizieren Sie mit Ihren Kunden und Ihrer Zielgruppe.

Im Gegensatz zu E-Mail, Mailings, Newslettern oder Anzeigen, die dazu bestimmt sind, den Adressaten einseitig zu informieren, sollen die sozialen Medien einen Dialog mit Ihren Kunden hervorrufen. Letztlich geht es bei Social Media um die Beziehung und den Dialog darüber.

Es geht um den Versuch Menschen dazu zu bringen über etwas, das Ihnen und Ihren Kunden wichtig ist, zu sprechen.

Um Social Media effektiv in eine Marketing Kampagne einzubinden, muss Ihr Unternehmen die richtige Nachricht, die Sie der Welt vermitteln wollen, zielgenau festlegen. Nur somit ist es möglich, dass Ihre Mitarbeiter, die “Fahnenträger” Ihrer Botschaft, also Ihre ersten und wichtigsten Multiplikatoren einen klaren Fokus und eine klare Absicht haben. Konzentrieren Sie sich auf die zentrale Botschaft, die Ihr Unternehmen ideal beschreibt und bestimmen Sie danach die besten Möglichkeiten, diese Botschaft zu verbreiten.

Dan Burrus, Trend Prognostiker, nannte bei einer Konferenz das Beispiel eines Unternehmens im Einzelhandel, welches Socia Media perfekt nutzt, um die Sachen hervorzuheben, die sie intern schon angehen, um z. B. die Kundenzufriedenheit zu verbessern. Dieses Unternehmen befragt auch regelmäßig seine Kunden, wie sie den Kundenservice weiter verbessern könnten. So sieht professioneller Dialog in den Augen von Dan Burrus aus.

Nachfolgend gibt es einige Tipps von Dan Burrus, zur Erstellung eines Social Media Leitfadens für Ihre Mitarbeiter:

Transparenz schafft Vertrauen. Nutzen Sie jede Möglichkeit, sich als glaubwürdige Vertreter des Unternehmens zu etablieren. Legen Sie Ihre Identität, Ihre Zugehörigkeit zur Organisation, Ihre Kunden sowie Ihre beruflichen oder persönlichen Interessen offen. Außerdem sollten Sie Blogartikel immer unter Ihrem richtigen Namen publizieren.

Selbstkontrolle. Bevor Sie Material online stellen, achten Sie auf korrekte Schreibweise und den Wahrheitsgehalt in Ihrem Artikel. Führen Sie eine Rechtschreibprüfung und Grammatikprüfung durch, denn Inhalte verschwinden nie ganz, sobald sie einmal veröffentlicht worden sind. Deshalb korrigieren Sie Ihre Fehler lieber direkt.

Übernehmen Sie Verantwortung. Sie sind verantwortlich für Ihre Inhalte, die Sie veröffentlicht haben. Der Ton Ihrer Kommentare sollte respektvoll und informativ aber niemals herablassend oder streitsüchtig sein. Geben Sie Fehler zu, entschuldigen Sie sich falls nötig, korrigieren Sie Fehler und ziehen Sie weiter.

Befolgen Sie die Regeln. Berücksichtigen Sie sämtliche Gesetze, die es in der Onlinewelt gibt und denken Sie stets daran, Ihre Online-Aktivitäten sind eine Reflexion des Unternehmens.

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Expertenmeinung: Martin Meyer-Gossner über den Social Media Einsatz in Unternehmen

8. Februar 2010 um 9:25 von Mario Grobholz

Das Social Web wird durch die Vernetzung der Menschen immer mehr zu einer wichtigen gesellschaftlichen Kommunikations- und Handlungsplattform. Auch Unternehmen müssen dies erkennen, um am interaktiven Markt keinen Wettbewerbsnachteil einstecken zu müssen. Um sich ein besseres Bild von den Vorteilen einer betrieblichen Nutzung der sozialen Medien machen zu können, befragen wir regelmäßig Experten auf diesem Gebiet.

mmgossnerDieses Mal befragen wir Martin Meyer-Gossner, Sales und Marketing Experte sowie passionierter Blogger rund um das Thema Social Media vor allem bei seinem eigenen Blog thestrategyweb.de. Deshalb haben wir ihm heute 4 Fragen zu “Social Media Einsatz in Unternehmen” gestellt und hier sind seine Antworten:

Denkst du, dass Social Media Marketing für Unternehmen zum Standard Marketing Mix gehören sollte?

Martin: Einen Standardmix bei der heutigen Dynamik des Social Web? Wohl eher nicht. Es stellt sich für Unternehmen permanent die Frage, wo sich die Zielgruppe denn derzeit gerade wiederfindet – und das muß von Produktsegment zu Serviceabteilung individuell analysiert werden. Unternehmen sind gefordert, eine einzigartige Lösung moderner Kundenkommunikation zu erarbeiten, die nachhaltig und dennoch flexibel für Neuerungen und Veränderungen bleibt – intern wie extern. Idealerweise sollte Social Media Marketing immer mit einer langfristigen Webstrategie einhergehen.

Wo sollten die Social Media Aktivitäten eines Unternehmens in der Organisation “aufgehängt” sein?

Martin: Das hängt ganz vom Unternehmen ab. Eigenverantwortlich kann das nicht einer allein machen. Deshalb heißt es ja Social Media; das gilt nochmals: intern wie extern. Wer seine Kunden in die Unternehmenskommunikation einbezieht, merkt schnell, wo der Fokus des Kundeninteresses liegt und darauf sollten die Social Media Aktivitäten abgestimmt werden. Social Media betrifft zahlreiche Bereiche im Unternehmen: Marketing, PR, Kundenservice und natürlich Sales. Es hilft auf externe Berater-Ressourcen mit professionellem Weitblick und Medienverständnis zurückzugreifen, da sie nicht die interne Unternehmens- oder Abteilungsbrille aufhaben und unvoreingenommen analysieren. Für den erfolgreichen Einsatz von Social Media ist ein kollaboratives Verständnis und Vorgehen der Abteilungen unabdingbar. Es muß von der Geschäftsführung gewünscht und gefördert werden. Etwaige Fürsprecher und Projektverantwortliche, die authentisch hinter ihrer Aufgabe und ihrem Produkt stehen, sind hierfür in den einzelnen Abteilungen zu identifizieren. Eine moderne Multi-Voice-Strategie erfordert dann die Kultur der permanenten Absprache zwischen den einzelnen Abteilungen. Nur so entsteht vor dem Kunden ein externes Abbild eines professionellen Schulterschlusses aus allen Abteilungen – und es kann auch mal der eine für den anderen agieren. Getreu dem Motto: Einer für alle, alle für einen.

Welche messbaren Ziele verfolgen Unternehmen mit ihren Social Media Aktivitäten?

Martin: Eine gute Frage, die sich jedes Unternehmen mal aus der Historie seiner Webmarketing und -strategie Benchmarks stellen sollte. Die Definition von Online-ROI wird zur großen Herausforderung für Unternehmen. Worum geht es zukünftig? Mehr Traffic, Clicks, Engagements, Leads oder sogar Sales? Und von wem? Partner, Zulieferer, Entscheider, Konsumenten oder Multiplikatoren? Grundsätzlich ist in Zeiten der Engagement Economy ein klares Umdenken gefordert, was einige Unternehmen auch bereitwillig annehmen. Dem Kunden zu sagen, was er zu „kaufen“ hat und darauf Ziele zu definieren, wird immer schwieriger. Oft wird in diesem Zusammenhang vergessen, daß Social Media nicht einen Anfang und ein Ende hat. Social Media ist die Antithese von Werbung, denn es basiert auf dem Multilog, der sich dynamisch und langfristig auf die Marke, das Image und die Produktwahrnehmung niederschlägt. Übrigens: Social Media Monitoring ist kein Allheilmittel, wohl aber Mittel zum Zweck wenn man auch aus den Erkenntnissen seine Schlüsse zieht.

Welche Unternehmen kennst du, die heute Social Media bereits erfolgreich einsetzen?

Martin: Der Klassiker ist sicherlich Dell, die allein mit Twitter 6,5 Mio. US Dollar umgesetzt haben wollen. Das Beispiel ist deshalb spannend, da Social Media Dell zum Vorreiter des Social Media Hypes macht und zum Image-Katalysator für die damals nicht mehr so starke Marke geworden ist. Ansonsten empfehle ich gerne mal die Beispiel von AutoDesk, Adidas, MINI, Starbucks und Threadless, die sehr gezielt Facebook, Twitter oder YouTube je nach Erfordernissen und Möglichkeiten für die Kundenkommunikation einsetzen.

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Expertenmeinung: Hermann Hohenberger über den Social Media Einsatz in Unternehmen

18. Januar 2010 um 9:05 von Mario Grobholz

Die sozialen Medien haben in deutschen Unternehmen Einzug gehalten. Einige können damit schon sehr gut umgehen, doch viele sehen dem Ganzen noch immer skeptisch entgegen. Was sagen Experten zum Thema Social Media Einsatz in Unternehmen? Wir haben sie befragt.

HHHeute befragen wir Hermann Hohenberger, Geschäftsführer der Broadcast-Future! Medien und Rundfunk Service GmbH zu diesem Thema. Er selbst ist mit eigenem Blog und verschiedenen Netzwerkprofilen sehr aktiv im Social Web und kann deshalb aus Erfahrung sprechen, wenn es darum geht, wie wirkungsvoll das Medium Internet für sein Unternehmen ist. Wir haben ihn 4 Fragen zu “Social Media Einsatz in Unternehmen” gestellt und hier sind seine Antworten:

Denken Sie, dass Social Media Marketing für Unternehmen zum Standard Marketing Mix gehören sollte?

HH: In jedem Fall. Für die Generation z.B. die gerade in die Schule geht, ist der Umgang mit den neuen Kommunikationsformen (Web 2.0, Chat, SMS, MMS, Video via Handy, YouTube, etc.) völlig normal und gehört zum Leben einfach dazu. Und in ein paar Jahren kommt diese Generation in Unternehmen. Wer dann als Unternehmen nicht mit Social Media Marketing umgehen kann wird einfach «alt» aussehen. Für seine Kunden und für seine Mitarbeiter. Da läuft gerade eine (un)heimliche Revolution.

Wo sollten die Social Media Aktivitäten eines Unternehmens in der Organisation “aufgehängt” sein?

HH: Wichtig ist, dass das Management die Bedeutung erkennt und auch selbst persönlich in Social Media eintaucht. Es kommt nämlich immer noch vor, dass Mitarbeiter einen Blog iniitieren und der Chef das dann untersagt. Man könnte ja in die Öffentlichkeit kommen?! Und wer brauche schon die paar Backlinks?! Letztendlich sollte nach meiner Auffassung die Öffentlichkeitsarbeit das Sagen haben und auch PR für Social Media nach «innen» betreiben. Jeder Mitarbeiter muss wissen, wie er sich mit Unternehmensinformation zu verhalten hat. Und wenn es erst einmal nur darum geht, dass die Firmierung des Unternehmens im persönlichen XING-Profil richtig geschrieben wird. Und Mitarbeiter lernen gerne am guten Beispiel. Ist der eigene Auftritt proper werden auch die eigenen Leute besser im Web auftreten und für ihr Unternehmen einstehen. Das ist zu machen.

Welche messbaren Ziele verfolgen Unternehmen mit ihren Social Media Aktivitäten?

HH: Die klassischen KPI der WebSite werden ergänzt um harte Social-KPI: Anzahl Facebook-Fans, Twitter-Follower, Aktivität, etc. Dazu kommen SEO/SEM-Werte: Backlinks, Ranking, PageRank, Bounce-Rate und dann wird ein wesentlicher Faktor die «Stimmung» oder «Reputation» sein. Hier gibt es verschiedene Modelle, wie das verfolgt und gemessen werden kann (z.B: myON-ID) . Auf der Basis dieser Werte können Ziele entwickelt und verfolgt werden. Aber Achtung: Social Media folgt neuen (eigentlich uralten) Regeln. Hinter jedem User steckt ein Mensch und der will als Mensch behandelt werden. Nur wer dem User und Mensch Achtung, Wertschätzung, Nutzen und nützliche Information, gerne auch Unterhaltung bietet wird auch geschätzt, weiterempfohlen und «gebookmarkt» werden. Diese neuen Kommunikationsformen geben dem Kunden wesentlich mehr Möglichkeiten sich bemerkbar zu machen. Besser man nimmt die Kunden (und Mitarbeiter) ernst und meint es ehrlich. Und was kann ehrlicher sein als ein gutes Produkt zu machen, es zu verkaufen und darüber zu reden (oder reden lassen).

Welche Unternehmen kennen Sie, die heute Social Media bereits erfolgreich einsetzen?

HH: Es gibt eine Reihe großer Unternehmen, die hinreichend bekannt sind und das auch ordentlich machen. In meinem persönlichen Einflußbereich sind z.B.: www.Coupon-Future.de, und www.dealhamster.com. Plattformen für Gutschein und Couponmarketing. Hier werden nützliche Gutscheine erfolgreich via Facebook und Twitter zu Kunden und Nutzern transportiert und wehe, da klappt einmal etwas nicht ;-) Das bekommen wir ganz schnell mit. Jede Reaktion ist Kommunikation und richtig begegnet kann sich die Beziehung nur gut entwickeln. Ist nicht immer leicht, aber unerläßlich. Und via Social Media kann man so schnell reagieren. www.Projektwerk.de macht gute Arbeit in Facebook zum Thema Arbeit 2.0 und auch einige Radiosender haben tolle Modelle entwickelt: www.radioarabella.at mit Facebook und www.herzflimmern.at

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Kommunikationsstrukturen im Wandel

13. Januar 2010 um 9:20 von Mario Grobholz

Die Unternehmenskommunikation verändert sich. Nicht nur das klassische Media Relation Verständnis erweitert sich, auch innerhalb der Unternehmen selbst befinden sich Kommunikationsstrukturen im Wandel.

Das Social Web wird für viele Unternehmen immer wichtiger. Verantwortliche in den Unternehmen haben mittlerweile verstanden, dass Social Media kein temporäres Phänomen ist.

social-media

Allerdings kann man sich immer noch nicht ganz entscheiden, welche Kommunikationsabteilung seinen Fokus auf die sozialen Medien legen soll. Bei den Einen ist es die Marketing-Abteilung, bei den Anderen die PR-Verantwortlichen, wiederum Andere lassen sogar jeden in der Firma ran, damit es gerecht aufgeteilt ist und keiner mehr Arbeit hat, bzw. eine neue Kraft eingestellt werden muss.

Dies ist allerdings der falsche Ansatz, denn Social Media ist in vieler Hinsicht ein wichtiges Instrument, das einen eigenen Manager braucht, der dieses Ressort leitet. Aber auch für kleinere Firmen, ohne große Personal- und Zeit-Ressourcen, gibt es sehr viele Möglichkeiten Social Media-Strategien erfolgreich einzusetzen. In der aktuellen t3n, das Magazin für Web 2.0, E-Business, Startups, Open Source und Webentwicklung, gibt es zum Beispiel eine Liste mit zehn Social-Media-Marketing-Tipps für kleine Unternehmen.

Fakt ist, dass Social Media von mehr Unternehmen intensiver genutzt werden muss und wird. Was noch fehlt, ist eine geeignete Lösung zur Berechnung des Erfolgs beim Social Media Einsatz. Gute Ansätze gibt es zwar schon aber wahrscheinlich wird es sich darauf belaufen, dass jedes Unternehmen sich selbst zur Aufgabe machen muss, an was sie den Erfolg messen wollen. Lesen Sie dazu auch den Beitrag “Wie berechenbar ist Social Media?”

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Expertenmeinung: Annette Schwindt über den Social Media Einsatz in Unternehmen

11. Januar 2010 um 9:15 von Mario Grobholz

Das Social Web ist kein Trend, keine Killer-Application und kein Hype. Es bietet verschiedene Möglichkeiten für Unternehmen interaktiv und aktuell mit seinen Kunden zu kommunizieren. Trotzdem ist es für viele Unternehmer noch ein neues Terrain, an welches sie sich vorsichtig herantasten. Um sich ein besseres Bild von den Vorteilen der sozialen Medien machen zu können, befragen wir regelmäßig Experten auf diesem Gebiet.

annetteschwindt2Heute lassen wir eine erfolgreiche Frau zu Wort kommen. Annette Schwindt von der Bonner Ein-Frau-Agentur schwindt-pr bietet ihren Kunden Beratung und Lösungen im Kommunikationsmanagement mit Schwerpunkt Online-Kommunikation an. Annette spricht da natürlich aus eigener Erfahrung. Neben Twitter und Facebook ist sie auch bei Google Wave zu finden und testet dieses System auf Tauglichkeit, eigenständige Projekte in Echtzeit dort durchführen zu können. Wir haben Annette 4 Fragen zum Thema Social Media Einsatz in Unternehmen gestellt und hier sind ihre Antworten:

Denkst Du, dass Social Media Marketing für Unternehmen zum Standard Marketing Mix gehören sollte?

Annette: Das kommt auf die Art des Unternehmens und die personellen Ressourcen an. Wenn niemand da ist, der das regelmäßig betreuen kann, kann schlecht betreutes Social Media Marketing auch nach hinten losgehen. Da ist dann eine solide Website vorrangig. Aber für alle anderen würde ich ein Blog oder eine Fanseite in Kombination mit Bilderwelten und ggf. Twitter schon empfehlen. Welche Maßnahmen und welche damit verbundene Strategie jeweils die richtigen sind, muss das Unternehmen aber individuell mit seiner Agentur entscheiden. Da gibt es keine Pauschalantwort. Auf jeden Fall sollte man aber eine/n Fachmann/-frau hinzuziehen.

Wo sollten die Social Media Aktivitäten eines Unternehmens in der Organisation “aufgehängt” sein?

Annette: Ist damit jetzt die interne Unternehmensstruktur oder die Gewichtung der Social-Media-Maßnahmen gemeint? Auch da gibt es keine Pauschalantwort.

Wie alle Kommunikationsmaßnahmen ist auch die Strategieplanung von Social-Media-Aktivitäten Chefsache. Wer das dann in die Tat umsetzt, muss man je nach Ausrichtung entscheiden. In jedem Fall müssen alle Beteiligten entsprechend geschult werden.

Bezogen auf den Kommunikationsmix muss man individuell entscheiden, wie man die einzelnen Maßnahmen gewichtet. Das kann sich gegebenenfalls auch erst mit der Umsetzung herausbilden. Für den einen wird dabei Twitter oder YouTube ins Zentrum rücken, für den anderen wird sich mehr auf der Facebook-Fanseite tun. In jedem Fall sollte man eine zentrale Anlaufstelle haben, von der aus alle anderen Präsenzen mit einem Klick auffindbar sind, ob das nun eine Website oder ein Blog ist.

Welche messbaren Ziele verfolgen Unternehmen mit ihren Social Media Aktivitäten?

Annette:

  • Kundenbindung verstärken (direkte Ansprechbarkeit, Problemlösung, Aktionen)

  • Bekanntheit steigern

  • Transparenz zeigen

  • Kompetenz beweisen

  • Vernetzung

Welche Unternehmen kennst Du, die heute Social Media bereits erfolgreich einsetzen?

Annette: Bislang sind das in Deutschland hauptsächlich Unternehmen aus der Kommunikationsbranche. Es gibt einige andere Unternehmen, die zumindest erfolgreich bloggen. Bei vielen ist jedoch die Vernetzung der Hauptpräsenz mit Social-Media-Kanälen nicht leicht ersichtlich. Es scheint oft noch nicht klar, dass Social Media kein Hype sind, den man halt mal mitmacht, sondern Erweiterungsmöglichkeiten der bereits bekannten Kommunikationsmaßnahmen bieten.

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Expertenmeinung: Oliver Gassner über den Social Media Einsatz in Unternehmen

7. Januar 2010 um 9:15 von Mario Grobholz

Noch immer zögern viele Unternehmer, in die Tiefen des Social Webs vorzudringen. Schon des Öfteren haben wir über die Marketingvorteile von Social Media berichtet. Nun aber wollen wir auch andere Experten auf diesem Gebiet zu Wort kommen lassen.

olivergassnerOliver Gassner bloggt bereits seit 10 Jahren. Außerdem berät und schult er in den Bereichen Social Media und Selbstmarketing. Auf seinem Blog bietet er zudem einen kostenlosen Blog Check an, bei dem er Weblogs genau unter die Lupe nimmt und wertvolle Tipps zur besseren Gestaltung gibt. Ein Blick auf Olivers Blog lässt bereits ahnen, wie Social-Media-affin er  ist. Es gibt wohl kein Netzwerk, in dem er nicht vertreten ist. Wenn es um das Social Web geht, ist er auf jeden Fall Experte.

Wir haben Oliver Gassner 4 Fragen zum Thema “Social Media Einsatz in Unternehmen” gestellt und hier sind seine Antworten:

Denkst Du, dass Social Media Marketing für Unternehmen zum Standard Marketing Mix gehören sollte?

Oliver: Nun, man kann kein Marketing machen ohne ein Gespräch mit dem Markt zu führen, und egal ob B2B oder B2C: diese Gespräche finden längst online statt, in Social Networks, in Social Media (was etwas anderes ist ;) ), überall. Zuhören muss man, antworten möchte man wahrscheinlich, was nur geht, wenn man auf diesen Kanälen als Gesprächspartner zur Verfügung steht. wenn SMM also Konversationen sind: Ja, wenn sie ‘Kampagnen’ sind: Finger weg.

Wo sollten die Social Media Aktivitäten eines Unternehmens in der Organisation “aufgehängt” sein?

Oliver: Das Social Web eignet sich für viele Kommunikationsformen, die im Unternehmen an verschiedener Stelle sitzen: Digital Relations (zu Kommunikatoren und menschlichen Knotenpunkten), Kundenservice (für die Nutzer des eigenen Produkts), Business Development (für Partner und Lieferanten)  und viele andere Funktionen. Man wird eine Abteilung federführend machen müssen und dafür sorgen müssen, dass jenseits interner Silos die Kommunikation abgeglichen wird oder wir einen Soccial Web Officer haben müssen – ich mag übrigens den Ausdruck Social Media nicht, weil er nur einen Teil von dem umfasst, was wir als Social Web kennen.

Welche messbaren Ziele verfolgen Unternehmen mit ihren Social Media Aktivitäten?

Oliver: Welche messbaren Ziele verfolgen Unternehmen mit ihren Fotokopierern und Telefonen? Was ist der ROI eines Faxgeräts? Nur weil man online glaubt, alles mögliche messen zu können, ist das nicht unbedingt sinnvoll oder simpel. Wie bewerte ich es, wenn ein Mitarbeiter der Firma via Twitter was wichtiges lernt? Wieviel ist ein neuer XING-Kontakt wert? Was der Cost of Acquisition für einen Twitterfollower? Und was macht so ein Follower an Lifetime-Umsatz? Die Gespräche aus denen Märkte bestehen sind nicht immer messbar. Man kann sicher versuchen, Messsysteme aufzusetzen und Sun hat das zum Beispiel für ihr internes zweinulliges Intranet auch getan und gemessen, ob Leute, die dort partizipieren ‘besser’ sind als andere und inwiefern. Die Tatsache, dass das  Intranet noch existiert dürfte die Antwort geben – und das SUN-Messsystem ist Open Source. Also: Nachmachen.

Welche Unternehmen kennst Du, die heute Social Media bereits erfolgreich einsetzen?

Oliver: Viele. ich nenne mal Zappos und Coremedia als Beispiele, um zu zeigen, wie weit die Konzepte auseinandergehen können. Die einen, Coremedia, haben ein halboffenes Blogsystem für Mitarbeiter, Kunden, Parter und Freunde der Firma. Die anderen haben beispielsweise diverseste Ansichten auf Twitter erzeugt, wo man sehen kann, wer bei ihnen alles twittert, was Kunden bei Twitter über Zappos sagen und ähnliches. Beide Firmen haben etwas anderes DAVOR getan. Sie haben ihre Firmenkultur anders gestaltet, als andere Firmen das tun. Das zeigt, dass es eben eine ganz besondere offene und wirklich kundenorientierte und innovationsorientierte Unternehmenskultur erfordert um Konversationen im Social Web zu führen. Und das ist es, was Unternehen zunächst brauchen, bevor sie über solche Kommunikationsformen nachdenken können; und zwar nicht nur auf dem Papier.

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