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« Letzte Einträge Nächste Einträge »amiando kooperiert mit uns: iMedia Lounge für Messe-, Konferenz- und Event-Veranstalter
8. Juni 2011 um 10:45 von Mario Grobholz
Nachdem amiando bereits unsere iMedia Lounge als Basis für seinen eigenen Social Media Newsroom nutzt, bietet unser Partner die iMedia Lounge nun auch Organisatoren von Kongressen, Messen, Events und anderen Veranstaltungen an. Über unsere Zusammenarbeit mit Europas führendem Anbieter für Online-Eventregistrierung und Ticketing können Veranstalter die iMedia Lounge, das Social Media Content Management System (SCMS), nutzen, um ihre bestehenden Social-Media-Aktivitäten auf ihre eigene Website aggregieren.
Damit machen sie ihre Eventinformationen und Inhalte, die auf Blogs, Facebook oder Twitter veröffentlicht werden, an einer zentralen Stelle unter dem eigenen Markendach für Eventteilnehmer, Interessenten und die Presse zugänglich. Durch unsere Kooperation bietet amiando Veranstaltern ab sofort neben seinen Online-Eventmanagement- und Marketing-Tools eine weitere Form der innovativen Event-Kommunikation an.
Sandro Spiess, Marketing Manager Social Media & PR bei amiando, sagte uns: „Als Vorreiter im Bereich Social Media Tools für Eventveranstalter möchten wir unseren Kunden stets die innovativsten Kommunikationsmöglichkeiten für ihre Events zur Verfügung stellen. Auf Grund dessen und anhand unserer eigenen sehr guten Erfahrungen werden wir ab sofort die Lösungen der iMedia Lounge im Rahmen einer Vertriebspartnerschaft anbieten. Wir sind davon überzeugt, dass die effizienten Social-Media-Konzepte von myON-ID Media die Verbreitung und Sichtbarkeit von Veranstaltungen entscheidend erhöht.“
Mit der iMedia Lounge haben Messe- und Kongressveranstalter die Möglichkeit, ihren Ausstellern Social Media Newsrooms einzurichten, statt der heute noch üblichen digitalen Pressefächer. So lassen sich die aktuellen Social-Media-Inhalte der Aussteller beispielsweise aus Blogs, Facebook, Twitter, Flickr oder Youtube und aus deren Pressewebsite in einen Social Media Newsroom aggregieren. Der Social Media Newsroom ist in die Messe- oder Kongress-Website integriert, gemeinsam mit den Social Media Newsrooms anderer Aussteller. Für die Kunden entfällt jeglicher redaktionelle Aufwand, da die iMedia Lounge die Inhalte automatisch aggregiert. Damit kann der Veranstalter seinen Kunden ein attraktives Angebot zur Messekommunikation machen. Zudem wertet er seine eigene Website durch die vielfältigen Inhalte der Aussteller auf – ein großes Plus für die Suchmaschinenoptimierung.
Der Social Media Newsroom lässt sich auch unmittelbar für den Event-Organisatoren einrichten: In der Regel organisieren Veranstalter mehrere Messen, Kongresse und Events parallel und haben dementsprechend individuelle Social-Media-Accounts für die jeweiligen Veranstaltungen. Passend dazu ist es möglich, für die einzelnen Veranstaltungen eigene Social Media Newsrooms einzurichten. Damit erhalten Aussteller und Besucher aktuelle Social-Media-Inhalte sowie traditionelle Informationen auf einer Seite, im Corporate Design des Veranstalters oder des Events.
Social Media wird für Messen und Kongresse zunehmend an Bedeutung gewinnen. Mit der iMedia Lounge realisieren wir in kürzester Zeit für Veranstalter perfekte und nahtlos integrierte Social Media Lösungen. Amiando ist hierfür der ideale Partner, weshalb wir uns besonders auf die Zusammenarbeit mit unseren Münchner Freunden freuen.
Social-Web-TV-Projekt für Siemens-Electrogeräte verwirklicht – mit der iMedia Lounge
31. Mai 2011 um 3:20 von Mario Grobholz
Wir freuen uns, heute hier Details zu unserem jüngsten Projekt für Siemens zu verraten: Auf Basis unseres Social Media Content Management Systems, der iMedia Lounge, konnten wir für die Siemens-Electrogeräte GmbH mit „coolNews” seine erste Social-Web-TV-Sendung (http://webtv.siemens-home.de/) realisieren. Es ist uns gelungen, mit dem Social-Web-TV für Hausgeräte-Endgebraucher gemeinsam mit Siemens ein technisches Novum im Social Web zu schaffen. Denn alle Sendungen sind auf Youtube – und dadurch kostenfrei – gehostet. Das Social-Web-TV ist unmittelbar in die Siemens-Website integriert und fördert durch die Anbindung zum Social Web virale Effekte.
Siemens hat für sein Social-Web-TV einen eigenen Youtube-Channel eingerichtet. Die Inhalte daraus aggregiert die iMedia Lounge und liefert sie im Siemens-Web-TV-Channel auf der Siemens-Website aus. Dies geschieht auf Basis einer Businesslogik, die wir eigens für das Social-Web-TV-Konzept innerhalb der iMedia Lounge entwickelt haben. Der Besucher kann dadurch die Videos vor Ort ansehen – im bekannten Corporate Design von Siemens. Integrierte Share-Funktionen ermöglichen den Zuschauern zudem, die Videos im Social Web weiter zu verbreiten. So entsteht ein Kreislauf, der die Zuschauerzahlen des Social-Web-TVs exponentiell wachsen lässt. Die Web-TV-Plattform ist iPhone- und iPad-kompatibel, lässt sich also auch komfortabel unterwegs konsumieren.
Wir setzen bei unserem Social-Web-TV-Konzept auf Youtube, da sich dadurch Lösungen kostengünstig und hochskalierbar verwirklichen lassen. Es zeigt sich doch immer wieder, dass Unternehmen häufig erst einmal nur eine Idee haben, aber schwer vorhersehen können, ob diese tatsächlich beim Publikum einschlagen wird. Insgesamt gibt es im Web-TV-Bereich noch wenige Erfahrungswerte. Durch massive Einsparungen im Hosting und Streaming haben Unternehmen mehr Spielraum, solche Projekte zu initialisieren. Unsere Lösung lässt sich günstig nach oben skalieren und beispielsweise auch in weiteren Ländern ausrollen.
Wir liefern neben der iMedia Lounge als technische Basis auch das Konzept für die Einbindung in die Website und die Anbindung an das Social Web. Auch setzen wir das Konzept komplett um.
„coolNews” läuft als monatliche Sendung mit Themen rund um das Kühlen und Gefrieren im Haushalt. Die Inhalte der Sendung sind auf den Endverbraucher ausgerichtet und unterhaltsam aufbereitet. Neben Produktvorstellungen und Experteninterviews unterstreichen Studien, Umfragen, Zahlen und Fakten die Berichterstattung. Durch die Sendung führt Moderatorin Daniela Fuss. Produziert werden die Beiträge von der Münchner Kreativ- und Medienagentur KG Media Factory GmbH.
Siemens nutzt unsere iMedia Lounge übrigens auch für seinen Social Media Newsroom unter http://newsroom.siemens-home.de/ in Deutschland und Spanien unter http://tendencias.siemens-home.es/.
Wir sind stolz, dass sich Siemens auch für sein Social-Web-TV-Projekt wieder für uns entschieden hat und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit!
Tourismusbranche: Klassische Destinationen und exotische Ziele auf der Social-Media-Reiseroute
26. Mai 2011 um 8:31 von Philipp Strobel
Hotelbewertungen, Reiseberichte und Kundenempfehlungen: Mit den Weiten des Social Webs hat sich der Tourismusindustrie eine ganz neue Welt der Kundeninteraktion eröffnet. Welche Pfade einzelne Unternehmen bereits betreten haben, haben wir in unserer Interviewserie „Social Media Expeditionen: Erfolgsgeschichten aus der Tourismusbranche” bei Branchenexperten verschiedener Unternehmen erfragt: Nadja Waldraff von HolidayCheck.de, Karen Liller von STA Travel, Birigt Ströbel von Holidayinsider.com und Dr. Ingo Markgraf von REWE Touristik erzählten über ihre Aktivitäten, Pläne und Trends im Bereich Social Media. Die Gespräche zeigen, dass der Social-Media-Erfahrungsschatz der Branche in den vergangenen Monaten und Jahren steil angestiegen ist und damit auch die Erfolgskurve.
Da das Social Web sehr dynamisch ist, ist allerdings eine ständige Weiterentwicklung und viel „Learning by doing” notwendig – so sehen es auch unsere Interviewpartner. Neben den befragten Experten haben wir auch mit Thorsten Tschirner, Leiter Marketing und Vertrieb bei der HAMBURG Tourismus GmbH gesprochen. Seine Meinung: „Seien Sie mutig und machen Sie auch Fehler, um die Akzeptanz bestimmter Maßnahmen und Entwicklungen zu erkennen.”
Social Media – ein festes Element im Unternehmensalltag
Da bei Online-Reiseanbietern Social Media quasi in der Natur der Sache liegt, hat das Thema einen entsprechend hohen Stellenwert bei den Unternehmen. So gibt es beispielsweise bei HolidayCheck.de „zwar eine zentrale Stelle, die sich um die Koordinierung kümmert, das Thema ist aber in allen Teams präsent”, erklärte uns Nadja Waldraff. Social Media wird bei HolidayCheck.de auch für die interne Kommunikation genutzt, wie beispielsweise in Blogs einzelner Abteilungen. Auch weil die Unternehmen stark auf junge Menschen, sogenannte „Digital Natives”, abzielen, ist die Interaktion mit der Zielgruppe im Social Web essenziell. HAMBURG Tourismus etwa setzt Social Media ein, um Neuigkeiten und Angebote mitzuteilen und Maßnahmen zur Image- und Markenbildung vorzunehmen. „Es ist vor allem ein Marketinginstrument, wird aber auch genutzt, um in den Markt zu horchen”, so Thorsten Tschirner. Das Unternehmen ist dafür auf Facebook und Twitter mit eigenen Accounts aktiv. Insbesondere auf Facebook wird kommuniziert was das Zeug hält: So sind all unsere Interviewpartner mit ihren Unternehmen dort aktiv, um Reise-Ideen, Nachrichten, Unterhaltsames und Tipps zu geben. Ebenso haben sie eine aktive Fan-Community, die von ihren Erfahrungen berichten und Feedback geben. Hierfür nutzen HolidayCheck.de und STA Travel auch Twitter sehr intensiv.
Social Media – das bedeutet jedoch nicht nur, auf Facebook und Twitter präsent zu sein, sondern alle Möglichkeiten der Interaktion mit Kunden und Interessenten im Web voll auszuschöpfen. HolidayCheck.de nutzt beispielsweise auch Youtube, um audiovisuell über Neuigkeiten zu informieren und Reisetipps zu geben. Auch auf XING ist das Unternehmen mit einer Gruppe vertreten. „Wir schätzen den direkten und persönlichen Austausch mit unseren Usern sehr”, so Nadja Waldraff. „Das Feedback, das über diese Kanäle zurückkommt, ist sehr wertvoll.” Für STA Travel ist zudem das Corporate Blog das Herzstück der Social-Media-Aktivitäten. Karen Liller erklärt: „Unser Blog ist eine lebendige und authentische Publikationsplattform für alle Themen rund um die Welt von STA Travel. Es gibt uns die Möglichkeit, mit ausführlichen Beiträgen und spannenden Hintergrundinfos Interesse für unsere vielfältigen Themen und Produkte bei unserer Zielgruppe zu wecken.” Mit dem Blog motiviert STA Travel auch seine Mitarbeiter – denn diese sind dazu aufgerufen, selbst Posts für den Blog beizutragen und nehmen dieses Angebot freudig an. Das schafft darüber hinaus eine positive Außenwirkung. So kann der Einsatz von Social Media Unternehmen auch beim Recruiting unterstützen. Es hilft, sich bei Bewerbern – unter denen sich zunehmend „Digital Natives“ befinden – als innovativer und attraktiver Arbeitgeber zu präsentieren.
Freude über positive Kundenreaktionen und Reaktionen auf ernstzunehmende Kritik
Die verschiedenen Zielgruppen nehmen die Möglichkeiten des Social Webs dankbar an: Über Social-Media-Plattformen informieren sie Freunde über Reiseziele, um deren Meinung zu hören und Gruppenentscheidungen anzustoßen. Auch nach dem Urlaub teilen die „Kunden gerne ihre Erfahrungen über das Social Web und empfehlen Reiseziele auch weiter”, so Birgit Ströbel. Dr. Ingo Markgraf weiß Ähnliches zu berichten: „Unsere Kunden stellen gerne Urlaubsfotos ein, berichten über ihre schönen Erlebnisse. Manchmal einfach nur über die Tatsache, dass man sich freut, gerade den Urlaub gebucht zu haben.” Er räumt ein: „Es gibt uns natürlich auch die Möglichkeit, Kritik aufzunehmen und zu verarbeiten. Diesen Aspekt nehmen wir sehr ernst.” Kundenfeedback anzunehmen, wie es REWE Touristik handhabt, ist wichtig und zugleich eine der grundlegenden Chancen, die Social Media bietet: Wer Kritikern zuhört, kann seine Angebote immer weiter verbessern und gezielt auf Kundenbedürfnisse eingehen.
Verzahnung des Social Webs mit der Website maßgeblicher nächster Schritt
Bei der Social-Media-Kommunikation mit den Kunden sind die Unternehmen bereits versiert – und dies wird auch zukünftig wichtig bleiben. Um das Optimum aus den Social-Media-Aktivitäten herauszuholen, gilt es jedoch, weitere Schritte zu gehen: „Die Herausforderungen liegen darin, die existierende Kommunikation rund um Reisethemen aus dem Social Web für den eigenen Dienst zu nutzen und das Social Web intelligent mit dem Portal zu verknüpfen”, meint Birgit Ströbel. Eine zentrale Plattform, noch in der Beta-Version, die mit dem Social Web verbunden ist, hat HAMBURG Tourismus geschaffen: „Seit einem halben Jahr haben wir mit www.mein-hamburg.de eine Plattform zur Aggregation des User-generated Contents auf den Social-Media-Plattformen zum Thema Hamburg live genommen”, erzählt Thorsten Tschirner. Einen Kreislauf zwischen dem Social Web und der Website herzustellen, wird zukünftig wichtig sein, um die Interaktion mit und unter Kunden und Interessenten so zu kanalisieren, dass sie am Ende wieder in das E-Business-Konzept der Tourismusanbieter einzahlt – Stichwort Social Booking. In dem Kreislauf werden auch mobile Lösungen eine Rolle spielen: „In naher Zukunft wird jeder Tourist mit einem mobilen internetfähigen Endgerät unterwegs sein”, meint Thorsten Tschirner weiter. „Die Aufgaben der Destinationen liegt dann darin, dem Kunden dann nicht nur vor der Anreise mit Informationen zu bedienen, sondern auch vor Ort über Location Based Services Reiseinformationen oder die Destination selber zugänglich zu machen.” Trotz einer starken Kommunikation im Web ist es weiterhin wichtig, die Brücke zu schlagen zu realen Beratungsdienstleistungen, die insbesondere bei Individualreisen auch zukünftig noch offline im Reisebüro stattfinden könnten. Das Social Web ist sehr dynamisch und es werden sich in der nächsten Zeit sicher viele Trends abzeichnen, die sich heute noch nicht vorhersehen lassen. Daher müssen die Anbieter die Augen offen halten und durch fortlaufende Innovationen sicherstellen, am Ball zu bleiben.
Die nächsten Schritte in diese Richtung haben die Tourismusexperten schon geplant: Sie werden das Social Web auch zukünftig verwenden, um das Nutzerverhalten der Kunden zu beobachten, daraus zu lernen und ihre Angebote dementsprechend daran auszurichten. Mobile Apps, Bloggeraktionen und der Ausbau von Communitys stehen auf der Agenda der Anbieter. Auch bei der Beobachtung weltpolitischer Ereignisse wie beispielsweise den Unruhen in Ägypten und Tunesien spielt Social Media eine wichtige Rolle, da sie die Entwicklungen des Tourismus stark beeinflussen können.
Thorsten Tschirner (39) ist seit 1. November 2010 Leiter Marketing und Vertrieb bei der Hamburg Tourismus GmbH (HHT). In dieser Position kümmert er sich um Weiterentwicklung und Koordination der beiden Bereiche, um Synergien noch besser zu nutzen. Seit 2009 war er für die Leitung des Marketings bei der HHT verantwortlich und ist Mitglied der Geschäftsführung. Sein Einstieg bei der Hamburger Destinationsmarketinggesellschaft erfolgte als Leiter der Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Dezember 2008.
Sowohl Verlagsausbildung als auch sein Journalistik- und Sportstudium absolvierte er in Hamburg. Weitere Erfahrungen in der Kommunikationsbranche sammelte er bei der DaimlerChrysler AG in Stuttgart, bevor er sich als freier Redakteur für auflagenstarke Publikums-Zeitschriften wie beispielsweise Men’s Health, Brigitte oder DB-mobil einen Namen machte. Als Autor und Redakteur mit Ressortverantwortung bei einem der erfolgreichsten Magazine der Verlagsgruppe Motorpresse Stuttgart konnte er sein journalistisches Profil weiter schärfen. Seit 2003 verantwortete er die strategische Ausrichtung und operative Umsetzung einer Unternehmenssäule der 100-prozentigen TUI-Tochter ROBINSON Club GmbH, wodurch er weitreichende Touristikkenntnisse aufbaute.
Social-Media-Branchen-Special – Tourismus:
Social Media Expeditionen: Erfolgsgeschichten aus der Tourismusbranche, Teil 6
Social Media Expeditionen: Erfolgsgeschichten aus der Tourismusbranche, Teil 5
Social Media Expeditionen: Erfolgsgeschichten aus der Tourismusbranche, Teil 4
Social Media Expeditionen: Erfolgsgeschichten aus der Tourismusbranche, Teil 3
Social Media Expeditionen: Erfolgsgeschichten aus der Tourismusbranche, Teil 2
Social Media Expeditionen: Erfolgsgeschichten aus der Tourismusbranche, Teil 1
Social Media Expeditionen: Tourismusbranche noch nicht am Ziel angekommen
Weitere Social-Media-Branchen-Specials:
Social Media Expeditionen: Erfolgsgeschichten aus der Tourismusbranche, Teil 6
18. Mai 2011 um 8:12 von Philipp Strobel
Im letzten Teil dieser Interview-Serie sprachen die Experten aus der Tourismusbranche über Social-Media-Trends: Zum einen gilt es, den Dialog mit Fans und Followern aufrecht zu erhalten, zum anderen besteht die Herausforderung darin, diese Kommunikation gewinnbringend zu nutzen und eine intelligente Verknüpfung zum E-Business herzustellen. Zudem ist es wichtig, die künftigen Entwicklungen und Trends im Bereich Social Media kontinuierlich im Auge zu behalten, um rasch mit Innovationen zu reagieren und sich entscheidende Wettbewerbsvorteile zu sichern.
Heute geben die Tourismusexperten Nadja Waldraff von HolidayCheck.de, Karen Liller von STA Travel, Birgit Ströbel von Holidayinsider.com und Dr. Ingo Markgraf von REWE Touristik im sechsten Teil dieser Interview-Serie einen Ausblick, wie sie auch zukünftig in ihren Unternehmen Social Media nutzen werden.
Frau Waldraff, Frau Liller, Frau Ströbel und Herr Dr. Markgraf, planen Sie kurz-, mittel- oder langfristig, Ihre Social-Media-Aktivitäten auszubauen? Wenn ja, wie?
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Nadja Waldraff, HolidayCheck.de: Da wir eine Vollzeitstelle für dieses Thema besetzt haben und eine weitere Stelle ausgeschrieben ist, sind die weiteren Planungen langfristig gedacht. Social Media ist für uns ein nicht mehr wegzudenkendes Medium der Kommunikation. Da es sich aber sehr schnell weiterentwickelt, werden Aktionen eher mittelfristig geplant, um sich die Spontaneität des Mediums zu bewahren. Wir planen keine Duplizierung der bestehenden Produkte in die soziale Welt, vielmehr wollen wir lernen, die sozialen Medien in ihrer nutzerorientierten Form zu bedienen und die User mit ihren Erwartungen, die sie dort haben, abzuholen. |
Karen Liller, STA Travel: Wir planen, unsere Social-Media-Aktivitäten 2011 kräftig auszubauen. Momentan arbeiten wir zum Beispiel an einer mobilen App und einer größeren Bloggeraktion. Außerdem entwickeln wir Ideen, wie wir unsere Facebook-Community ausweiten können und unser Corporate Blog noch stärker vernetzen und ausbauen können.
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Birgit Ströbel, Holidayinsider.com: Da wir als führendes Ferienunterkunftsportal bestrebt sind, bei der Unterkunftsplanung, -suche und -buchung ein neues, positives Erlebnis zu schaffen, beobachten wir das Nutzungsverhalten unserer Kunden sehr genau und werden dort aktiv werden, wo wir durch Social Media einen Mehrwert bieten können. Aus heutiger Sicht gibt es dafür noch keine konkreten Pläne. |
Dr. Ingo Markgraf, REWE Touristik: Wir entwickeln uns stetig weiter und werden auch diese neuen Kanäle ausbauen. Nehmen Sie etwa Ereignisse wie die Unruhen in Ägypten oder Tunesien, die uns als Reiseveranstalter und unsere Kunden natürlich sehr beschäftigt haben. Social Media kann in solchen Fällen sehr hilfreich sein.
Welchen Social-Media-Kanal nutzen Sie persönlich am liebsten?
Nadja Waldraff, HolidayCheck.de: Persönlich halte ich mich viel bei Facebook auf, meist über mein Smartphone. Aber auch Xing nutze ich regelmäßig, wobei das schon wieder im beruflichen Kontext steht.
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Karen Liller, STA Travel: Ich persönlich nutze am liebsten Twitter, weil da für mich jeden Tag das Beste und Interessanteste aus dem Netz konzentriert und kompakt zusammenkommt. Meine Timeline ist immer randvoll mit wertvollen Informationen, unterhaltsamen Fotos, Linktipps und lesenswerten Blogposts. Ich profitiere vom Austausch mit anderen Social-Media-Managern und nicht zuletzt lerne ich viele nette Menschen über Twitter kennen! |
Birgit Ströbel, Holidayinsider.com: Für private Zwecke nutze ich am liebsten Facebook und halte mich und meine engen und entfernten Freunde auf dem Laufenden.
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Dr. Ingo Markgraf, REWE Touristik: Ich persönlich bin auf Xing und Facebook unterwegs, bin aber kein Power-User. |
Vielen herzlichen Dank an die Tourismusexperten für die interessanten Antworten!
Der Ausblick auf zukünftige Social-Media-Aktivitäten zeichnet ein ganz klares Bild: Der Einsatz von Social Media ist aus der Tourismusbranche nicht mehr wegzudenken und wird eher weiter zu- als abnehmen. Auch zukünftig werden die Akteure das Social Web verwenden, um das Nutzerverhalten der Kunden zu beobachten, daraus zu lernen und ihre Angebote dementsprechend daran auszurichten. Mobile Apps, Bloggeraktionen und der Ausbau von Communitys stehen auf der Agenda der Anbieter. Auch bei der Beobachtung weltpolitischer Ereignisse wie beispielsweise den Unruhen in Ägypten und Tunesien spielt Social Media eine wichtige Rolle, da sie die Entwicklungen des Tourismus stark beeinflussen können.
Dies war der letzte Teil unserer Interview-Reihe aus der Tourismusbranche. Eine Zusammenfassung der Social-Media-Aktivitäten und Trends in der Reiseindustrie folgt in einem Beitrag nächste Woche.
Social-Media-Branchen-Special – Tourismus:
Social Media Expeditionen: Erfolgsgeschichten aus der Tourismusbranche, Teil 5
Social Media Expeditionen: Erfolgsgeschichten aus der Tourismusbranche, Teil 4
Social Media Expeditionen: Erfolgsgeschichten aus der Tourismusbranche, Teil 3
Social Media Expeditionen: Erfolgsgeschichten aus der Tourismusbranche, Teil 2
Social Media Expeditionen: Erfolgsgeschichten aus der Tourismusbranche, Teil 1
Social Media Expeditionen: Tourismusbranche noch nicht am Ziel angekommen
Weitere Social-Media-Branchen-Specials:
Social Media in DAX-30-Unternehmen: Einige fest im Sattel, viele mit noch angezogenen Zügeln
Social Media im Finanzsektor – Banken fassen Fuß, Versicherungen ziehen nach
Social Media Expeditionen: Erfolgsgeschichten aus der Tourismusbranche, Teil 5
13. Mai 2011 um 8:14 von Philipp Strobel
Die befragten Experten aus der Tourismusbranche haben uns im letzten Teil dieser Interview-Serie verschiedene Wirkungsrichtungen ihrer Social-Media-Aktivitäten veranschaulicht. Eins haben die unterschiedlichen Ansätze gemeinsam: Individuelle Social-Media-Ideen schaffen eine glaubwürdige und authentische Wahrnehmung, bei der ein Wir-Gefühl entsteht. Eine gute Basis, um ein neues Level an Transparenz in der Kommunikation der Tourismusbranche zu erzeugen und die Interaktion mit den Zielgruppen zu steigern.
Auf der Basis der bisherigen Erfahrungen haben sich die Tourismusexperten Nadja Waldraff von HolidayCheck.de, Karen Liller von STA Travel, Birgit Ströbel von Holidayinsider.com und Dr. Ingo Markgraf von REWE Touristik Gedanken gemacht über die Trends, die sie in den kommenden fünf Jahren im Bereich Social Media erwarten.
Frau Waldraff, Frau Liller, Frau Ströbel und Herr Dr. Markgraf, welche Trends bzw. kommunikativen Herausforderungen sehen Sie in Bezug auf Social Media in den nächsten fünf Jahren auf die Tourismusbranche und speziell auf Ihr Unternehmen zukommen?
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Nadja Waldraff, HolidayCheck.de: Die größte kommunikative Herausforderung besteht mit Sicherheit darin, dass Unternehmen lernen müssen sich zu öffnen. Für uns heißt das ebenfalls, dass wir stärker mit unseren Kunden arbeiten als nur für sie. Die Tourismusbranche wird auch in den kommenden Jahren von Kundenmeinungen und Bewertungen dominiert werden, der Austausch unter Kunden und das Empfehlungsmarketing werden weiter an Bedeutung gewinnen. Hier ist die Herausforderung, das Gesprochene für sich zu nutzen und aktiv an Gesprächen teilzunehmen – immer unter den Regeln der sozialen Medien, also keine Werbebotschaften platzieren sondern sozial mit Kunden in Kontakt treten. | |
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Karen Liller, STA Travel: Ich glaube, der Trend „Social Shopping“ bzw. in unserer Branche eher „Social Booking“ – also die Verknüpfung von Social Media mit E-Commerce – wird unsere Branche in den kommenden fünf Jahren noch stärker beschäftigen. Genau wie die Möglichkeit, mit seinem Smartphone mal eben einen London-Flug, ein Hotel oder einen Mietwagen von unterwegs zu buchen. Das stellt STA Travel vor eine Herausforderung, da unsere Kernkompetenz im Verkauf von beratungsintensiven Reisen liegt, wie zum Beispiel individuelle Fernreisen, Weltreisen, Work&Travel oder Freiwilligenprojekte im Ausland. Solche und ähnliche Reisen lassen sich auch in Zukunft nicht mal eben schnell über Facebook oder eine iPhone App buchen, dafür werden STA Traveller weiterhin in unsere Reisebüros gehen und unsere Beratung schätzen. Trotzdem möchte STA Travel bei diesen Trends natürlich gerne mitmachen… | |
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Birgit Ströbel, Holidayinsider.com: Die Herausforderungen liegen darin, die existierende Kommunikation rund um Reisethemen aus dem Social Web für den eigenen Dienst zu nutzen und das Social Web intelligent mit dem Portal zu verknüpfen. | |
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Dr. Ingo Markgraf, REWE Touristik: Alle Beteiligten stehen im Umgang mit den sozialen Netzwerken noch am Anfang, auch wir lernen jeden Tag dazu. Eine Prognose für fünf Jahre wage ich nicht. Dieses Medium ist extrem dynamisch. Wir müssen uns in gleicher Geschwindigkeit mit entwickeln. Eine Herausforderung liegt im Erreichen der Zielgruppe bis 30. Diese Zielgruppe ist nur noch schwer über klassische Medien zu erreichen. Hier müssen wir Wege finden, das sich neu entwickelnde Bedürfnis nach Austausch und Information mit relevanten Informationen zu bedienen. |
Herzlichen Dank an unsere Tourismusexperten für den interessanten Ausblick auf kommende Social-Media-Entwicklungen!
Dinge, die heute schon gut funktionieren, sollten auch in den nächsten Jahren Bestand haben und sich weiter etablieren: So die Kommunikation unter Kunden sowie zwischen Kunden und Unternehmen. Auch Bewertungen und Empfehlungen sollten weiter essenziell sein. Der Austausch mit Social-Media-Fans und -Followern im Social Web ist schön und gut – in den kommenden Monaten und Jahren wird jedoch die Herausforderung darin liegen, einen Kreislauf zwischen dem Social Web und der Website herzustellen. Die Interaktion mit und unter Kunden und Interessenten sollte so kanalisiert werden, dass sie am Ende wieder in das E-Business-Konzept der Tourismusanbieter einzahlt – Stichwort Social Booking.
Trotz einer starken Kommunikation im Web gilt es weiterhin die Brücke zu schlagen zu realen Beratungsdienstleistungen, die insbesondere bei Individualreisen auch zukünftig noch offline im Reisebüro stattfinden könnten. Sicher wird es noch viele Trends geben, die sich durch die dynamische Entwicklung des Social Webs heute noch nicht absehen lassen. Hier müssen die Anbieter die Augen offen halten und durch fortlaufende Innovationen sicherstellen, bei der Zielgruppe der Digital Natives am Ball zu bleiben.
Wie die Tourismusexperten auf diese Herausforderungen eingehen werden bzw. welche Social-Media-Aktivitäten geplant sind, lesen Sie im nächsten Teil dieser Interview-Serie.
Fortsetzung folgt…
Social-Media-Branchen-Special – Tourismus:
Social Media Expeditionen: Erfolgsgeschichten aus der Tourismusbranche, Teil 4
Social Media Expeditionen: Erfolgsgeschichten aus der Tourismusbranche, Teil 3
Social Media Expeditionen: Erfolgsgeschichten aus der Tourismusbranche, Teil 2
Social Media Expeditionen: Erfolgsgeschichten aus der Tourismusbranche, Teil 1
Social Media Expeditionen: Tourismusbranche noch nicht am Ziel angekommen
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Social Media in DAX-30-Unternehmen: Einige fest im Sattel, viele mit noch angezogenen Zügeln
Social Media im Finanzsektor – Banken fassen Fuß, Versicherungen ziehen nach
Social Media Expeditionen: Erfolgsgeschichten aus der Tourismusbranche, Teil 4
10. Mai 2011 um 8:24 von Philipp Strobel
Facebook, Twitter & Co.: Die Experten aus der Tourismusbranche sind mit ihren Unternehmen und Marken nicht nur im Social Web präsent, es findet auch ein reger Austausch zwischen den Fans, Followern und Unternehmen statt. Ratschläge zum nächsten Urlaubsziel, Spezialangebote und Tipps rund um das Reisen – damit treten die Tourismusunternehmen mit ihren Zielgruppen in Kontakt. Und schaffen einen Dialog auf Augenhöhe: Denn die Fans haben ebenso die Gelegenheit, zu kommentieren, Erfahrungsberichte zu posten und sich an Umfragen zu beteiligen.
Doch wie nehmen die Zielgruppen der Tourismusakteure diese Gelegenheit an? Fühlen sich Fans, Kunden und Mitarbeiter angesprochen und wenn ja, welche Reaktionen zeigen sie? Wir haben bei den Tourismusexperten Nadja Waldraff von HolidayCheck.de, Karen Liller von STA Travel, Birgit Ströbel von Holidayinsider.com und Dr. Ingo Markgraf von REWE Touristik im heutigen vierten Teil unserer Interview-Serie nachgefragt.
Frau Waldraff, Frau Liller, Frau Ströbel und Herr Dr. Markgraf, was hat sich durch Ihre Social-Media-Aktivitäten in Ihrem Unternehmen verändert? Wie reagieren Kunden, Fans und Mitarbeiter auf Ihre Aktivitäten?
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Nadja Waldraff, HolidayCheck.de: Wir haben bisher nur positive Erfahrungen gemacht. Da HolidayCheck eine sehr offene Kultur im Unternehmen pflegt, waren die notwendigen internen Veränderungen nicht immens. |
Karen Liller, STA Travel: Die STA Travel-Mitarbeiter haben sich besonders über den Launch unseres STA Travel Corporate Blogs gefreut. Hier können sie über ihre Arbeit und ihre Reiseerlebnisse schreiben – das ist eine nette Abwechslung zu ihrem Arbeitsalltag und sie bekommen tolles Feedback von den Lesern! Unsere Kunden reagieren ebenfalls positiv auf unsere Aktivitäten. Besonders für STA Traveller, die gerade im Ausland unterwegs sind, ist es praktisch, mal eben eine Frage bei Twitter oder Facebook zu stellen – und schnell eine Antwort von uns zu bekommen.
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Birgit Ströbel, Holidayinsider.com: Die Wahrnehmung für Holidayinsider.com als einziges Ferienunterkunftsportal im Web ist gestiegen und auch die Kunden werden zunehmend aktiver, ihre Urlaubsziele zu teilen und zu bewerten. |
Dr. Ingo Markgraf, REWE Touristik: Es sind nicht nur Kunden auf unseren Seiten aktiv. Sondern viele User, die sich grundsätzlich für das Thema Reisen oder unsere Marken interessieren. Die Resonanz ist insgesamt sehr positiv. Man darf sich aber nicht dem Trugschluss hingeben, dass „Freunde“ automatisch Kunden sind oder werden.
Gibt es ein besonders positives oder negatives Erlebnis hinsichtlich Ihrer Social-Media-Aktivitäten?
Nadja Waldraff, HolidayCheck.de: Ein sehr schönes Ereignis gab es Ende 2010, als wir mit Hilfe von Userbildern einen ganzen Kalender für 2011 erstellt haben. Der Zuspruch der Community war sehr positiv und hat uns ein gutes Wir-Gefühl mit unseren Kunden gegeben. Herausstechende negative Erlebnisse gibt es nicht.
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Karen Liller, STA Travel: Ein besonders negatives Erlebnis fällt mir nicht ein. Als besonders positiv empfinde ich Feedback von unseren Stamm-Bloglesern, das uns regelmäßig per E-Mail erreicht. Oft schlagen sie uns Themen vor, loben einen speziellen Beitrag oder möchten sogar selbst etwas als Gastblogger für STA Travel schreiben. Das ist schon ein großes Kompliment an unsere Arbeit im Netz, finde ich. |
Birgit Ströbel, Holidayinsider.com: Nein.
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Dr. Ingo Markgraf, REWE Touristik: Urlaub ist ein sehr emotional besetztes Thema. Es gibt oft das Bedürfnis, diese Emotion zu teilen. Unsere Kunden stellen gerne Urlaubsfotos ein, berichten über ihre schönen Erlebnisse. Manchmal einfach nur über die Tatsache, dass man sich freut, gerade den Urlaub gebucht zu haben. Für uns sind es immer positive Erlebnisse, wenn unsere Kunden glücklich von ihrem Urlaub berichten. Es gibt uns natürlich auch die Möglichkeit, Kritik aufzunehmen und zu verarbeiten. Diesen Aspekt nehmen wir sehr ernst. |
Wir bedanken uns bei den Experten aus der Tourismusbranche herzlich für die Antworten!
Interessant sind die unterschiedlichen Ansätze, mit denen die Tourismusakteure Social Media nutzen, um Kunden und zugleich Mitarbeiter zu motivieren. Die Beispiele des Corporate Blogs von STA Travel und des Kalenders von HolidayCheck zeigen, wie individuelle Ideen unter Einbezug der Mitarbeiter und Kunden im Social Web intern und extern begeistern und ein Gemeinschafts-Gefühl schaffen können. Dass die Aktivität der Kunden zunimmt, wie es zum Beispiel bei Holidayinsider.com zu sehen ist, zeigt eine wachsende Akzeptanz im Mainstream. Wichtig ist auch eine realistische Einstellung zu den Fan- und Follower-Zahlen, ebenso wie der ernste Blick auf Kundenfeedback, wie es REWE Touristik handhabt. Denn nur wer Kritik ernst nimmt, kann sich wirklich „Kundennähe“ auf die Fahne schreiben und seine Angebote immer weiter verbessern.
Im nächsten Teil dieser Interview-Serie geben die Experten einen Ausblick auf kommende Social-Media-Entwicklungen in Bezug auf die Tourismusbranche.
Fortsetzung folgt…
Social-Media-Branchen-Special – Tourismus:
Social Media Expeditionen: Erfolgsgeschichten aus der Tourismusbranche, Teil 3
Social Media Expeditionen: Erfolgsgeschichten aus der Tourismusbranche, Teil 2
Social Media Expeditionen: Erfolgsgeschichten aus der Tourismusbranche, Teil 1
Social Media Expeditionen: Tourismusbranche noch nicht am Ziel angekommen
Weitere Social-Media-Branchen-Specials:
Social Media in DAX-30-Unternehmen: Einige fest im Sattel, viele mit noch angezogenen Zügeln
Social Media im Finanzsektor – Banken fassen Fuß, Versicherungen ziehen nach
Social Media Expeditionen: Erfolgsgeschichten aus der Tourismusbranche, Teil 3
5. Mai 2011 um 8:42 von Philipp Strobel
Die Frage des letzten Teils dieser Interview-Serie lautete: Welchen Nutzen hat Social Media für die Tourismusbranche? Der Tenor der Experten aus der Reisebranche: Durch Social Media lassen sich neue Zielgruppen erschließen – insbesondere die der Digital Natives. Und diese lassen sich nicht nur als mögliche Kunden ansprechen, sondern auch als Jobbewerber. Authentische Meinungen, Empfehlungen und lokale Tipps von Freunden und anderen Touristen bilden heute für viele Internetnutzer die Entscheidungsgrundlage vor der Reisebuchung. Ein weiterer Vorteil des Webs für die Tourismusbranche: Suchanfragen lassen sich analysieren und dadurch Reisetrends vorhersagen.
In der dritten Etappe unserer Social-Media-Tour durch die Tourismusbranche machen wir Halt bei den Social-Media-Aktivitäten der Branchen-Experten: Nadja Waldraff von HolidayCheck.de, Karen Liller von STA Travel, Birgit Ströbel von Holidayinsider.com und Dr. Ingo Markgraf von REWE Touristik geben einen Einblick, wie sie in ihren Unternehmen in Sachen Social Media aufgestellt sind. Entdecken Sie selbst und lassen Sie sich von den Erfahrungen und Ideen für Ihre Social-Media-Expedition inspirieren!
Frau Waldraff, Frau Liller, Frau Ströbel und Herr Dr. Markgraf, wie ist Ihr Unternehmen im Bereich Social Media aktiv?
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Nadja Waldraff, HolidayCheck.de: HolidayCheck ist selbst auf den Plattformen Facebook, Youtube und Twitter aktiv und außerdem mit einer Xing-Gruppe vertreten. Wir schätzen den direkten und persönlichen Austausch mit unseren Usern sehr. Das Feedback, das über diese Kanäle zurückkommt, ist sehr wertvoll. | |
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Karen Liller, STA Travel: STA Travel hat auf der eigenen Website ein Reiseforum und seit August 2010 ein Corporate Blog – das Herzstück unserer Social-Media-Aktivitäten. Unser Blog ist eine lebendige und authentische Publikationsplattform für alle Themen rund um die Welt von STA Travel. Es gibt uns die Möglichkeit, mit ausführlichen Beiträgen und spannenden Hintergrundinfos Interesse für unsere vielfältigen Themen und Produkte bei unserer Zielgruppe zu wecken. Außerdem nutzen wir das Blog für die interne Kommunikation und das Employer Branding.
Über unsere Facebook- und Twitter-Accounts verbreiten wir in kleinen Häppchen Reise-Inspiration, Unterhaltsames, News und auch werbliche Botschaften. Wir haben festgestellt, dass sich unsere Fans bei Facebook über Informationen zu aktuellen Flug-Specials, günstigen Angeboten oder Gewinnspielen freuen und gerne annehmen. Natürlich nutzen wir Facebook als Kommunikationskanal in beide Richtungen und reagieren auf Feedback oder Fragen von unseren Kunden. |
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Birgit Ströbel, Holidayinsider.com: Holidayinsider.com verfügt über eine eigene Fanpage bei Facebook, einen Twitter-Account, verschiedene Landingpages und die direkte Möglichkeit, bei der Nutzung von Holidayinsider.com zu posten. Dabei testen und beobachten wir die Resonanz auf die verschiedensten Aktivitäten. Holidayinsider.com ist mit verschiedenen Destinationen verlinkt, führt Meinungs-Umfragen durch und integriert die Social Communication aktiv in den Dienst. | |
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Dr. Ingo Markgraf, REWE Touristik: Wir betreiben für unsere Veranstaltermarken ITS und TJAEREBORG sowie unsere Hotelmarke CLUB CALIMERA eigene Facebook-Seiten, auf denen wir aktuelle Themen behandeln, auf neue Reiseangebote hinweisen, Hotelanlagen vorstellen und mit Interessierten in Kontakt kommen. Unsere Kunden nutzen die Plattformen sehr vielfältig: Sie geben Tipps, erzählen von Ausflügen, loben den Service, grüßen die Animationsteams… Diese vielen Urlaubsfacetten sind die Grundlage für einen interessanten Kommunikationsmix. |
Vielen herzlichen Dank an die Tourismusexperten für die anregenden Antworten!
Die Tourismusexperten sind in ihren Unternehmen in Sachen Social-Media-Kommunikation sehr aktiv: Über Facebook, Twitter, Youtube, Xing, Corporate-Blogs und Co. erhalten die Fans Tipps zu neuen Reisezielen, Angeboten und Themen rund um den Urlaub. Im Gegenzug haben die Fans und Kunden die Möglichkeit, selbst zu kommentieren, Erfahrungsberichte zu posten und an Meinungsumfragen teilzunehmen – so profitieren beide Seiten.
Auf die Reaktionen der Zielgruppen gehen unsere Tourismusexperten in unserer nächsten Folge genauer ein; das direkte Feedback zeigt den Tourismusakteuren auf, ob der eingeschlagene Weg richtig ist und worin Potenzial für Optimierungen liegt. Bleiben Sie dran! Fortsetzung folgt…
Social Media Branchen Special – Tourismus:
- Social Media Expeditionen: Erfolgsgeschichten aus der Tourismusbranche, Teil 2
- Social Media Expeditionen: Erfolgsgeschichten aus der Tourismusbranche, Teil 1
- Social Media Expeditionen: Tourismusbranche noch nicht am Ziel angekommen
Weitere Social Media Branchen-Specials:
iMedia Lounge Magazine bereitet Social-Media-Inhalte als Manager-Magazin auf
3. Mai 2011 um 10:09 von Mario Grobholz
Social-Media-Monitoring-Tools sind wichtig für Entscheider, liefern aber häufig nur Zahlen und Grafiken zu wichtigen Themen. Wir bieten daher ab sofort das iMedia Lounge Magazine für Manager an, das die relevantesten Social-Media-Kommentare, -Meinungen und -Beiträge aus Blogs, Foren und Social Networks wie Facebook, Twitter oder Youtube in Form eines Magazins aufbereitet. Übersichtlich, optisch ansprechend und plattformunabhängig.
Das iMedia Lounge Magazine – basierend auf unserer iMedia Lounge – lässt sich auf dem iPad, anderen Tablet PCs und stationären PCs lesen. Das erlaubt es Entscheidern und Führungskräften quasi, sich am Frühstückstisch, in der Bahn oder im Büro zu informieren. Ob Branchen- und Kundennachrichten für die Geschäftsleitung, Presse-Clippings für den PR-Manager, News bestehender Kunden für den Vertrieb und Außendienst, Aktuelles von Partnern und Lieferanten für Fachabteilungen oder Berichte über den Wettbewerb für die Produkt-Manager – das iMedia Lounge Magazine lässt sich für alle Bereiche individuell einrichten. Hierbei kann die PR-Abteilung aufatmen: Was sie früher manuell in einem täglichen Pressespiegel als Newsletter oder sogar noch in Printform zusammengestellt hat, erledigt das iMedia Lounge Magazin automatisch und minütlich, teilweise auch in Echtzeit. Dadurch haben Führungskräfte und Entscheider in Unternehmen immer und überall die jüngsten Trends, Kundenmeinungen und Medienberichte im Blick und können rasch auf Entwicklungen und Marktveränderungen reagieren.
Am Tablet PC gleicht die Nutzung dem Durchblättern und Lesen einer realen Zeitschrift mit digitalen Zusatzfunktionen wie dem Kommentieren oder Weiterleiten von Nachrichten per E-Mail, Twitter, Facebook und anderen Kanälen. Das ermöglicht schnelle Reaktionen und eine erhöhte Interaktion mit der Zielgruppe. Die Anwendung ist zudem nutzerfreundlich und intuitiv. Das Herunterladen einer App ist dazu nicht nötig, da die Lösung browserbasiert läuft.
Wir haben diese Lösung auf der CeBIT im März erstmals vorgestellt. Seitdem ist das Interesse auf Unternehmensseite nach redaktionell aufbereiteten Social-Media-News für die tägliche Information enorm gestiegen. Wir sind der Meinung, dass dies erst der Beginn der Entwicklung ist, denn durch die zunehmende Verbreitung mobiler Endgeräte wie beispielsweise dem Apple iPad wird diese Nachfrage noch weiter ansteigen.
Weitere Artikel zum iMedia Lounge Magazine:
- Mobilität und Social Media als Chance für Politik: Wir stellen das iMedia Lounge Magazine auf der CeBIT in Kooperation mit IBM vor
- Bürgermeinungen zum Durchblättern – großes Interesse am iMedia Lounge Magazine auf der CeBIT
- iMedia Lounge Magazine begleitet Verlage auf dem Weg ins Social Web und auf mobile Endgeräte
Social Media Expeditionen: Erfolgsgeschichten aus der Tourismusbranche, Teil 2
28. April 2011 um 8:45 von Philipp Strobel
Im ersten Teil unserer Interview-Serie waren unsere Experten aus dem Tourismussektor letzte Woche einstimmig der Meinung, dass Social Media für die Tourismusbranche viel Potenzial hat und eine hohe Relevanz besitzt. Heute nehmen die befragten Branchen-Kenner im zweiten Teil der Interview-Serie zu den Chancen von Social Media im Tourismusbereich Stellung.
Wie der eigene Urlaub will die Social Media Expedition der Tourismusbranche schließlich gut geplant sein. Dementsprechend wichtig sind die Reisevorbereitungen: Erst wenn klar ist, welche Aktivitäten während der Social Media Expedition sinnvoll, effektiv und chancenreich sind, kann die Reise gebucht werden!
Um das Potenzial von Social Media für die Tourismusbranche einzuschätzen, haben sich folgende Tourismusexperten für uns auf die Reise gemacht: Nadja Waldraff von HolidayCheck.de, Karen Liller von STA Travel, Birgit Ströbel von Holidayinsider.com und Dr. Ingo Markgraf von REWE Touristik:
Frau Waldraff, Frau Liller, Frau Ströbel und Herr Dr. Markgraf, welche Potenziale und welchen Nutzen sehen Sie in Social Media insbesondere für die Tourismusbranche? In welchem/welchen Unternehmensbereich/en zahlt sich Social Media Ihrer Ansicht nach am besten aus?
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Nadja Waldraff, HolidayCheck.de: Das größte Potenzial für den Tourismus bieten sicher die Bewertungsportale. Der Trend hin zur offenen Kommunikation birgt eine große Chance für die Branche. Die Erfahrungsberichte von Gästen bieten Hotels ein kostenloses Marketingtool bzw. ein kostenloses Qualitätsmanagementtool, mit dem sie auf Missstände unverzüglich aufmerksam gemacht werden. | |
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Karen Liller, STA Travel: Viele Menschen durchforsten zu Beginn ihrer Urlaubsplanung erst mal das Internet. Sie suchen nach Inspiration und Information, nach coolen Reisezielen, nach Insidertipps und Erfahrungen von anderen Urlaubern und nach besonderen Touren oder Erlebnissen. Social Media hat in dieser ersten Phase der Urlaubsplanung meiner Meinung nach ein großes Potenzial. An dieser Stelle kann man als Reiseunternehmen z. B. in Foren helfend zur Seite stehen, kann durch authentische Videos und Fotos inspirieren, in Podcasts oder eigenen Erlebnisberichten seine Reiseexpertise beweisen, durch die Analysen von Suchanfragen Reisetrends herausfinden und vieles mehr.
Sehr wichtig ist meiner Meinung nach der Einsatz von Social Media im Bereich Recruiting. Schließlich sind Nachwuchskräfte und Young Professionals Digital Natives. Diesen ist es wichtig, wie sich ihr zukünftiger Arbeitgeber im Internet präsentiert und von der Online Community bewertet und wahrgenommen wird. Wir hören immer öfter von Bewerbern, dass sie sich eingehend in unserem Corporate Blog und auf unserer Facebook-Fanpage über STA Travel, unsere Unternehmenskultur, Aufstiegschancen und die Arbeit der Abteilungen informiert haben. Die Kategorie „Jobs & Karriere“ ist die meistgeklickte bei uns im Blog! Daher mein Tipp für andere Reiseunternehmen: Nutzt die Chance, durch eure Aktivitäten im Social Web Employer Branding zu betreiben – also aktiv mitzugestalten, wie eure Marke im Internet wahrgenommen wird. |
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Birgit Ströbel, Holidayinsider.com: Empfehlungen und authentische Meinungen haben im Bereich Tourismus einen sehr hohen Stellenwert. Hier liegt viel Potenzial in Social Media, der gegenseitige Erfahrungsaustausch, verbunden mit affinen, lokalen Tipps kann und wird sich weiter entwickeln und einen Mehrwert für Reisende bringen. Darüber hinaus lässt sich so die Reichweite eines akzeptierten Portals wie Holidayinsider.com spielerisch steigern.
Social Media steckt in vielen Bereichen noch in den Kinderschuhen: viele Urlaubsziele experimentieren hier mit teilweise ganz interessanten Erfolgen. Derzeit sehen wir dennoch keine Mainstream-Aktivitäten, sondern sehen Social Media vielmehr als einen möglichen Kanal zur Gewinnung von User-generated Content. |
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Dr. Ingo Markgraf, REWE Touristik: Eines der größten Potenziale für uns ist sicher, dass wir Kunden erreichen können, die wir über klassische Medien kaum oder nur sehr schwer erreichen. Damit meine ich vor allem junge Menschen, „Digital Natives“. Ein großer Vorteil für uns als Reiseveranstalter ist ja, dass das Thema Urlaub bei den Menschen extrem positiv besetzt ist. Wir verkaufen eben keinen Atomstrom, sondern die hoffentlich schönste Zeit im Jahr. Deshalb können wir die Menschen im Web sehr positiv, sehr direkt und emotional ansprechen. Weiterempfehlungen, Tipps und Hinweise von Freunden – die großen Assets des Social Web – sind für die Reisebranche von immens großer Bedeutung. |
Vielen Dank an unsere Gesprächspartner für das freundliche Interview und für diesen interessanten Ein- und Ausblick!
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass jeder der von uns befragten Tourismusexperten den Austausch von Empfehlungen, Meinungen und Erfahrungen von und für Reisende als große Chance für die Tourismusbranche sieht. Eine positive und transparente Kommunikation der Tourismusakteure sollte durch die Social Media Aktivitäten weiter gefördert werden, um einer im Tourismus besonders geforderten Service- und Kundenorientierung gerecht zu werden.
Zum anderen ist Social Media eine große Chance für die Tourismusakteure selbst: Der Einsatz von Social Media in den Bereichen Human Resources und Recruiting unterstützt die Unternehmen dabei, sich bei Bewerbern – unter denen sich zunehmend immer mehr sogenannte „Digital Natives“ befinden werden – als innovativer und attraktiver Arbeitgeber zu präsentieren.
In Kürze lesen Sie hier, wie unsere Tourismusexperten dies umsetzen und wie sie in ihren Unternehmen in Sachen Social Media aufgestellt sind – es bleibt also spannend!
Fortsetzung folgt…
Weitere Teile dieser Interview-Serie:
- Social Media Expeditionen: Erfolgsgeschichten aus der Tourismusbranche, Teil 1
- Social Media Expeditionen: Tourismusbranche noch nicht am Ziel angekommen
Weitere Branchen-Specials:
Social Media Expeditionen: Erfolgsgeschichten aus der Tourismusbranche, Teil 1
20. April 2011 um 8:44 von Philipp Strobel
Kürzlich haben wir uns auf Spurensuche begeben, um herauszufinden, welchen Weg die Tourismusbranche auf ihren Social Media Expeditionen eingeschlagen hat. Wir kommen dabei zum dem Schluss, dass die Tourismusakteure die vielfältigen Möglichkeiten des Social Web noch besser und effizienter nutzen könnten. Um auch in Sachen Social Media auf die bevorstehende Urlaubssaison 2011 vorbereitet zu sein, haben wir vier Experten aus der Tourismusbranche zu ihren Social Media Erfahrungen befragt: Nadja Waldraff von HolidayCheck.de, Karen Liller von STA Travel, Birgit Ströbel zu Holidayinsider.com und Dr. Ingo Markgraf von REWE Touristik.
Die heutige Frage ist der Start einer mehrteiligen Serie, die wir hier in unserem Blog bereitstellen: Seien Sie gespannt, wie die Social Media Erfolgsgeschichten der Tourismusbranche weitergehen!
Frau Waldraff, Frau Liller, Frau Ströbel und Herr Dr. Markgraf, welchen Stellenwert hat Social Media bei Ihnen im Unternehmen?
Nadja Waldraff, HolidayCheck.de: HolidayCheck ist an sich schon ein soziales Medium, weshalb die Frage nach der Wichtigkeit von Social Media Marketing relativ schnell beantwortet war. Innerhalb des Unternehmens gibt es zwar eine zentrale Stelle, die sich um die Koordinierung kümmert, das Thema ist aber in allen Teams präsent. Auch intern wird Social Media häufig zur Kommunikation genutzt, z. B. in eigenen Abteilungsblogs.
Karen Liller, STA Travel: Social Media hat einen hohen Stellenwert bei STA Travel, schließlich richten sich unsere Reiseprodukte vor allem an eine junge und junggebliebene Zielgruppe – und die ist nun mal sehr aktiv im Social Web.
Birgit Ströbel, Holidayinsider.com: Als größtes Ferienunterkunftsportal spricht Holidayinsider.com primär den Kundenwunsch „Suchen & Buchen“ an. Eine verbreitete Fragestellung unserer Kunden besteht darin: „Wo kann ich zum Zeitpunkt X mit meiner Familie stadtnah, kinderfreundlich und mit Wellness angenehm urlauben?“ Die soziale Komponente ist hierbei noch relativ gering. Sobald allerdings Unterkünfte in der näheren Auswahl gelandet sind, wird gerne der Facebook- oder Twitter-Button benutzt, um Freunde zu informieren oder eine Gruppenentscheidung zu treffen. Das zeigt uns bereits heute, dass für die Entscheidungsfindung zunehmend das Social Web hinzugezogen wird.
Nach erfolgter Buchung sowie nach der Urlaubsrückkehr teilen unsere Kunden gerne ihre Erfahrungen über das Social Web und empfehlen Reiseziele auch weiter.
Dr. Ingo Markgraf, REWE Touristik: Wir haben die ständig wachsende Bedeutung von Social Media erkannt und setzen uns intensiv mit den Chancen auseinander, die uns das Thema als Reiseveranstalter bietet. Und wir sammeln Erfahrungen: Mit unseren Veranstaltermarken ITS und TJAEREBORG oder mit unserer Hotelmarke CLUB CALIMERA sind wir auf Facebook aktiv. Als REWE Touristik – als Teil eines großen Konzerns – sind wir dabei in eine Gesamtstrategie eingebunden. Wie für alle anderen Unternehmen heißt es natürlich auch für die REWE Touristik: „Learning by doing“. Social Media ist dynamisch, direkt und manchmal eben nicht vorhersehbar.
Herzlichen Dank an unsere Tourismus-Experten für die interessanten Antworten!
Die Befragten sind sich einig, dass Social Media für die Tourismusbranche besonders wichtig ist und in Zukunft auch noch weiter an Bedeutung gewinnen wird. Social Media bietet den Tourismusakteuren sowohl die Chance der aktiven Kommunikation mit den relevanten Zielgruppen als auch diesen die Möglichkeit zu geben, direkt mit dem Unternehmen kommunizieren zu können.
Im nächsten Beitrag werden unsere vier Tourismus-Experten unter anderem auf das Potenzial von Social Media für die Branche näher eingehen. Wir sind also gespannt, was uns die Experten weiter zu berichten haben! Fortsetzung folgt…
Nadja Waldraff ist seit Januar 2011 Marketing Managerin Social Media bei HolidayCheck.de. Nadja Waldraff hat International Business & Tourism Management an der Heidelberg Business Academy studiert. Vor ihrer Tätigkeit als Marketing Managerin Social Media unterstützte sie HolidayCheck.de bereits im Bereich Presse & Redaktion.

Karen Liller ist seit Anfang 2010 verantwortlich für die Social Media-Strategie und -Aktivitäten des Reiseanbieters STA Travel in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Ihre Karriere begann 2005 in der PR-Branche. Doch erst als zu ihrer Leidenschaft für Kommunikation auch die Begeisterung für Social Media kam, wurde aus daraus ein konkreter Berufswunsch. Sie hat vielfältige Erfahrung im Bereich Public Relations, Corporate Blogging, Community Management, Online Marketing und Social Media Communication.
Birgit Ströbel ist als Strategie- und Marketingmanagerin selbstständig. Sie berät und steuert Firmen mit Nr. 1 Anspruch in deren Unternehmensstrategie und Managementfragen. Darüber hinaus beteiligt sich Frau Ströbel an Neugründungen und sorgt als Business Angel für eine erfolgreiche Startphase. Birgit Ströbel ist Mitgründerin und Gesellschafterin der Holidayinsider AG, München. In den vergangenen zwei Jahren hat sie das heute führende Ferienunterkunftsportal www.holidayinsider.com mit aufgebaut. Vorher war Frau Ströbel als Unternehmerin oder in leitenden Funktionen tätig, z. B. als Mitgründerin und langjährige Geschäftsleiterin Marketing von ImmobilienScout24, dem größten Immobilienmarkt in Deutschland. Außerdem bei der adidas AG sowie als Geschäftsführerin einer Werbeagentur. Birgit Ströbel zählt zu den 3.000 wichtigsten Managern der Medien- und Marketingbranche Deutschlands (aktuelle Ausgabe kress köpfe) und wurde mehrfach ausgezeichnet. Sie lebt und arbeitet in Berlin und München.
Dr. Ingo Markgraf leitet seit 2009 bei der REWE Touristik GmbH den Bereich Marketing und Vertriebskommunikation. In seinen Verantwortungsbereich fallen die Endkunden- und Vertriebskommunikation für die Marken ITS, Jahn Reisen und Tjaereborg. Er ist in dieser Funktion sowohl für die Markenkommunikation als auch das technische Marketing, wie Katalogproduktion, CRM, Kundendatenbank, etc. verantwortlich. Der Dipl.-Kaufmann war zuvor sechs Jahre bei der TUI Deutschland in verantwortlichen Positionen tätig. Seine berufliche Laufbahn startete er als Unternehmensberater für Strategie und Marketing.











