Archiv für September 2011
Social Media: Einfach nur dabei sein ist NICHT alles
22. September 2011 um 8:10 von Mario Grobholz
Für viele Spitzenathleten stehen die Zeichen im Moment komplett unter dem Einfluss der Olympischen Spielen 2012 in London. Im Moment heißt die Devise noch „Dabei sein ist alles!“ Doch was passiert mit dieser Einstellung, wenn die Spiele begonnen haben und der Großteil der Athleten eher enttäuscht anstatt zufrieden nach Hause fährt? Ist dann „Dabei sein“ wirklich alles? Nun geht es in diesem Beitrag ja eigentlich nicht um Olympia sondern um Social Media und natürlich ist das Social Web mit all seinen Plattformen nicht wirklich mit den olympischen Sommerspielen zu vergleichen. Aber was das Motto angeht, scheint es laut einer neuen Studie doch Parallelen zu geben. Denn für viele Unternehmen, die im Bereich Social Media aktiv sind oder dies werden wollen, ist es anscheinend vor allem wichtig, einfach nur „dabei zu sein“. Dafür gut ausgestattet, mit Guidelines oder ganzheitlichen Konzepten, sind die wenigsten, obwohl laut der Studie „Social Media Governance 2011” mittlerweile gut 70 Prozent der Unternehmen im Social Web unterwegs sind.
Dies ist im Vergleich zum Vorjahr zwar eine Steigerung von 16 Prozentpunkten, dennoch sieht ein Großteil der Befragten noch zentrale Hürden im Bereich Social Media. Dazu gehören mit 76 Prozent der hohe Arbeitsaufwand, mit 55 Prozent der Kontrollverlust und mit 52 Prozent der Mangel an überzeugenden Konzepten. Gerade in diesem Punkt zeigt die Studie deutlich auf, dass es an ganzheitlichen Social-Media-Strategien fehlt.
Zwar besitzen 74 Prozent eine solche Strategie für die Unternehmenskommunikation und PR, allerdings ist diese in der Praxis häufig lediglich auf einzelne Plattformen wie Facebook, Twitter, Youtube und Co. ausgerichtet. Plattformübergreifend oder ganzheitlich für das gesamte Unternehmen ausgelegt sind dagegen nur 20 Prozent der Social-Media-Strategien. Man kann sich gut vorstellen wie das dann aussieht: Die HR-Abteilung versucht über Twitter, Personal zu rekrutieren. Die Ingenieure berichten in einem eigenen Blog über ihre täglichen Erfahrungen. Mit der Kommunikationsabteilung sind diese Tätigkeiten nicht abgestimmt – vielleicht weiß diese noch nicht einmal davon.
Um ein ganzheitliches Social-Media-Konzept zu schaffen, sollten Unternehmen daher zunächst prüfen, welche Social-Media-Quellen derzeit vom Unternehmen bedient werden. Dann gilt es, eine technische Grundlage zu schaffen, um die Social-Media-Plattformen untereinander und mit der Website zu verbinden. Im Anschluss sollte ein einheitliches Kommunikationskonzept geschaffen werden: mit inhaltlich attraktiven Kampagnen und Aktionen, die einen Kreislauf zwischen dem Social Web und der Internetseite anstoßen und diesen fortlaufend verstärken. Wie dies beispielsweise speziell im Bereich der Personalwirtschaft aussehen kann, beschreiben wir in unserem Whitepaper, das hier zum Download bereit steht.
Denn was nützt die beste Social-Media-Kommunikationsstrategie, wenn die Kommunikation im Social Web verpufft? Eine starke technische Grundlage unterstützt den Erfolg der Social-Media-Strategie, denn das olympische Motto: „Dabei sein ist alles!“ gilt hierbei eben nur bedingt.
Das schreibt die Presse über myON-ID Media im August
20. September 2011 um 8:14 von Mario Grobholz
Am 29. September ist es so weit: Dann wird das 4. Mobile Media Forum in Wiesbaden stattfinden. Wir werden mit einem Vortrag dabei sein, neben Sprechern von Unternehmen wie Google, Qype oder E-Plus. Die Presse hat schon im August vorab darüber berichtet. Zudem hatten wir hier im Blog Personalexperten im Gespräch – sie standen uns Rede und Antwort zu ihren Social-Media-Aktivitäten. Darauf sind auch andere Blogs eingegangen – vielen Dank hierfür!
Mobile Business hat zum Mobile Media Forum geschrieben: „Für die vierte Fachtagung am 29.09.2011 in Wiesbaden werden wieder namhafte Referenten und Experten aus der Mobile Media-Branche an der Hochschule RheinMain erwartet. Mit dabei sind diesmal die Unternehmen Google, Qype, E-Plus, T-Systems, Hoccer, match2blue und myON-ID.” Wir werden zusammen mit T-Systems Multimedia Solutions einen Vortrag zum Thema „Social Media Magazine für Manager” halten. Zeit ist Geld – das gilt für Führungskräfte und Entscheider besonders. Wir sprechen in unserem Vortrag über ein Social Media Magazine für Manager, das relevante Informationen aus dem Social Web liefert und ihnen dabei Zeit spart: Es liefert Entscheidern relevante Kommentare, Meinungen und Beiträge aus dem Social Web auf das iPad oder einen anderen Tablet PC. Auch Mobilbranche.de hat uns uns vorab als einen der Referenten angekündigt.
„Ein Artikel mit Interviews von Personalexperten größerer deutscher Unternehmen im myon-ID Blog kann man sich sehr gut durchlesen, wenn einen die Themen Recruiting und Employer Branding im Bereich Social Media Marketing interessieren”, empfahl der Blog Socialmidas.de im August. Auch reputation.fuellhaas.com hat auf unsere HR-Interview-Serie zum Thema Social Media verwiesen.
Bei Ruflotse standen Tipps für Eltern im Mittelpunkt der Berichterstattung: Zum Schulstart haben wir Müttern und Vätern Ratschläge gegeben, wie sie ihren Kindern bei der Nutzung sozialer Netzwerke zur Seite stehen können. Des weiteren haben die Medien über eine Umfrage, die wir gemeinsam mit Avira unter Internetnutzern zum Thema Online-Reputation durchgeführt haben, berichtet. Auch der zweite Ruflotse-Löschreport hat die Presse beschäftigt. Details hierzu sind im Reputations-Magazin von Ruflotse zu finden.
Im September geht es weiter mit spannenden Beiträgen! Vielen Dank an alle Journalisten und Blogger für die angenehme Zusammenarbeit.
Das schrieb die Presse im Juli
Das schrieb die Presse im Juni
Das schrieb die Presse im Mai
Employer Branding und Recruiting im Zeichen des Social Webs – Artikel mit Whitepaper zum Download
6. September 2011 um 8:09 von Philipp Strobel
Etablierte Social-Media-Plattformen wie Facebook, Twitter, Linkedin, Xing und Co. werden im Employer Branding und Recruiting immer mehr zum Standard und die neuen Trends liegen in Technologien wie Location-based Services und Mobile Recruiting. Dieser Meinung waren die Personalexperten in unserer Interviewserie „Social Media im Einsatz für das Employer Branding und Recruiting: Personalexperten im Gespräch“. Wir wollten von unseren Gesprächspartnern wissen, wie sie Social Media nutzen, um ihre Arbeitgebermarke im Internet zu präsentieren und die Personalbeschaffung zu fördern. Im Gespräch über aktuelle Aktivitäten, Erfahrungen, potenzielle Trends und die zukünftigen Aufgaben in diesen Bereichen haben wir auch gehört, dass die Experten planen, die einzelnen Social-Media-Kanäle in Zukunft stärker untereinander und mit der Website zu verknüpfen. Mithilfe welcher Strategien dies am besten möglich ist, zeigen wir in unserem White Paper, das am Ende des Artikels zum Download bereit steht.
Im Interview bei uns waren Dominik A. Hahn und Ralf Hilscher, Referenten Personalmarketing bei der Allianz, Yasmine Limberger, Group Manager Personalmarketing bei der Avanade GmbH, Dr. Nico Rose, Director Corporate Management Development bei der Bertelsmann AG, Carolin Kowalzik, Referentin strategisches Personalmarketing bei der Deutschen Bahn und Eva Zils, Bloggerin für online-recruiting.net sowie socialmedia-recruiting.com und HR Advertising Administrator & Social Media Expertin bei der Jobticket GmbH.
Employer Branding auf Facebook, Twitter & Youtube – Recruiting via Xing
Verstärkt nutzen die Personalexperten das Social Web zur Unterstützung des Employer Brandings. Dominik A. Hahn und Yasmine Limberger erklärten uns, dass sie damit einen persönlichen Blick hinter die Kulissen des Unternehmens ermöglichen möchten. Beim unmittelbaren Recruiting kommt häufig Xing zum Einsatz. Carolin Kowalzik sagte dazu: „Wichtig ist uns der Respekt vor der Privatsphäre von Bewerbern. So nutzen wir zur aktiven Ansprache Netzwerke wie Xing.“
Ein weiterer wichtiger Aspekt für die Experten ist es, sowohl mit Bewerbern als auch mit anderen interessierten Kontakten dialogorientiert zu kommunizieren. Laut Eva Zils kommt es aber noch viel zu häufig vor, dass Unternehmen im Web 2.0 lediglich ihre Stellenanzeigen veröffentlichen. Aus diesem Grund und, da viele Accounts nicht regelmäßig gepflegt werden, schöpfen Unternehmen häufig die Möglichkeiten des Social Webs im Bezug auf Employer Branding nicht vollends aus. Daher empfiehlt die Expertin: „Unternehmen, die über nicht genügend Personal zur Pflege der verschiedenen Web-2.0-Auftritte verfügen, sollten von diesen Maßnahmen also zunächst Abstand nehmen.“ Auch Carolin Kowalzik gibt zu bedenken, dass viele Unternehmen den benötigten Zeit- und Personalaufwand unterschätzen, denn „Social Media ist kein reines Push-Medium, sondern verlangt Beobachtung und Dialog.“
Durch die verschiedenen Social-Media-Aktivitäten haben die Unternehmen interessante Ergebnisse erzielt. So konnte die Allianz bereits neue Arbeitnehmer einstellen und Nico Rose stellte bei Bertelsmann eine größere Recruiting-Effizienz fest, „das heißt wir erhalten bei konstanter Anzahl an Bewerbungen mehr zu uns passende Bewerber.“ Deutliche Vorteile sieht Carolin Kowalzik einerseits im direkten, schnellen und unkomplizierten Kontakt mit Bewerbern und andererseits im viralen Effekt, den das Social Web mit sich bringt. Für gewöhnungsbedürftig hingegen hält sie die Tatsache, dass Unternehmen in sozialen Netzwerken nicht alles unter Kontrolle haben: „Wir haben gelernt damit umzugehen. Viele Unternehmen können heute noch nicht akzeptieren, dass sie in der Welt der Social Networks lediglich Gast sind.“
Obwohl die Experten von positiven Ergebnissen und Erfolgen berichten, seien konkrete Erfolge im Recruiting-Bereich laut Eva Zils seltener als gedacht. „Viele Social Media Personalmarketingexperten müssen nach wie vor zugeben, dass sie zwar auf ihre Aktivitäten in Netz positive Rückmeldungen von Kandidaten erhalten, aber dass sie bisher damit nur wenige oder gar keine Einstellungen darauf zurückführen können.“
Als einen der Gründe hierfür sieht die Bloggerin unter anderem die Existenz von professionellen Karriere-Seiten in Netzwerken wie Facebook, die deren Mitglieder vorrangig privat nutzen. Ihrer Meinung nach ist vielen Facebook-Nutzern nicht bewusst, dass ein Unternehmen keinen Zugriff auf die eigenen Profildaten erhält, wenn eine Seite „geliked“ wird. „Eine Möglichkeit, diese ,Bewerberängste‘ zu umgehen, bieten Anbieter wie BranchOut, BraveNewTalent und auch die neue Monster Facebook App BeKnwon: Anhand dieser Applikationen werden ausschließlich karriererelevante Profildaten genutzt, die ein Recruiter einsehen kann.“
Verknüpfung der Social-Media-Kanäle als Herausforderung
Nach der Zukunft und Trends im Employer Branding und Recruiting im Social-Media-Bereich gefragt, zeigt sich, dass die Deutsche Bahn schon seit gut einem Jahr Location-based Services wie zum Beispiel Foursquare erprobt. In dieser Technologie sieht auch Ralf Hilscher einen potenziellen neuen Trend: „Job-Angebote oder generelle Karriere-Infos zu bekommen je nachdem, wo man sich befindet, ist eine reizvolle Vorstellung.“ Was die zukünftigen Pläne der Allianz angeht, ist eine Erweiterung der Social-Media-Aktivitäten zwar vorgesehen, allerdings nicht um jeden Preis: „Wir fragen uns: Was möchte der Kunde, sprich der potentielle Bewerber, und welchen Mehrwert können wir ihm durch Kanal A oder B bieten.“ Und während Bertelsmann „das Bestehende noch besser machen“ will, hat es sich Avanade vor allem zum Ziel gesetzt „mit Interessenten noch mehr in Kontakt zu kommen“. Daneben sieht Carolin Kowalzik auch Potenzial in Arbeitgeberportalen wie kununu. „Der Bewerber hat sehr gute Möglichkeiten sich über seinen zukünftigen Arbeitgeber zu informieren, so dass auch seitens des Unternehmens ein konsequenter Dialog mit den Bewerbern an Bedeutung gewinnt.“ Daneben ist aber auch beständiges Monitoring und die nachvollziehbare und vor allem messbare Bewertung von Erfolgen der Social-Media-Aktivitäten ausschlaggebend für die Zukunft der Human Ressources im Social Web.
Einigkeit herrschte vor allem in zwei Punkten: Darin, dass die Internet-Präsenz im Social Web immer mehr zum Standard werden und somit nicht mehr aus den Bereichen Employer Branding und Recruiting wegzudenken sein wird und, dass die Verknüpfung der einzelnen und im Moment zumeist noch parallel nebeneinander verlaufenden Social-Media-Kanäle in Zukunft die nächste große Herausforderung sein wird.
Denn obwohl im Social Web viel kommuniziert wird, bleibt oft die Website die erste Adresse für Bewerber. Eine logische Konsequenz ist es also, die verschiedenen Kanäle auf der Unternehmenswebsite zu bündeln und es somit sowohl Bewerbern als auch interessierten Kunden oder Kontakten zu ermöglichen, auf eine umkomplizierte und bequeme Art sämtliche Aktivitäten des Unternehmens zu überblicken.
Empfehlenswert ist es auch für Unternehmen, die eigenen Mitarbeiter als Fürsprecher der Marke einzubeziehen – so auch in einem Blogkommentar von einer Leserin gefordert. Mitarbeiter sind eine starke, glaubwürdige Referenz, denn sie sprechen aus Erfahrung und können somit als authentische Botschafter der Marke auftreten. Es lohnt sich daher für Unternehmen, zu prüfen, welche Mitarbeiter bereits im Social Web aktiv sind und eine natürliche Affinität dafür aufweisen. Mitarbeiter, die über unternehmensnahe Themen bloggen oder auf Twitter aktiv sind, kann angeboten werden, den Blog oder Twitter-Account in die Website des Unternehmens einzubinden. Ein gutes Beispiel hierfür ist beispielsweise der Social Media Newsroom von T-Systems Multimedia Solutions.
Wie Unternehmen ihre Mitarbeiter in die Kommunikation einbinden können, ihr Employer Branding und ihr Recruiting via Social Media fördern können und wie eine Strategie zur Verknüpfung der Website mit dem Social Web aussehen kann, erklären wir in unserem White Paper „Social-Media-Strategien für das Employer Branding und Recruiting“, das hier zum Download bereit steht.
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