Archiv für Dezember 2010
Jahresrückblick 2010 – das war unser Jahr.
22. Dezember 2010 um 8:30 von Mario Grobholz
Das Jahr neigt sich dem Ende und das Neue steht schon vor der Tür. Und was ist nicht alles passiert: der Google-Street-View-Start in Deutschland hat große Diskussionen zum Thema Datenschutz ausgelöst, mit dem neuen elektronischen Personalausweis ist ein Sich-Ausweisen im Internet nun möglich, Wikileaks war mit der Veröffentlichung von geheimen, diplomatischen US-Dokumenten in aller Munde und über eine halbe Milliarde Menschen weltweit sind Mitglied im Social Network Facebook.
Hoch her ging es in den Debatten über unsere Kernthemen „Social Media im Unternehmenseinsatz“ und der „Schutz der Privatsphäre im Internet“. Ebenso war bei myON-ID Media in 2010 jede Menge los. So blicken wir nun auf ein sehr erfolgreiches Jahr zurück, indem wir das Geschäftsmodell der myON-ID Media nicht nur um neue Geschäftsfelder erweitern, sondern diese auch erfolgreich etablieren konnten.
Das Ergebnis dieser Arbeit: tolle Projekte, tolle Kunden und ebenso tolle Partner.
Im Bereich B2B haben wir das Social Media Content Management System iMedia Lounge auf den Weg gebracht, und im Laufe des Jahres mit unseren Partnern etliche innovative Social Media Projekte umgesetzt. Im Consumer Geschäftsfeld hat sich unser Service Ruflotse mit zahlreichen Kampagnen im Netz sehr erfolgreich etabliert und es ist uns gelungen die Position als Marktführer für Online Reputation Management für private Endkunden weiter auszubauen. Unsere Arbeit fand großes Interesse auch seitens der Presse und so freuen wir uns über zahlreiche Artikel und sogar TV-Beiträge in 2010 über unsere Services und unser junges Unternehmen.

Im neuen Office, das wir Ende 2009 bezogen hatten wird´s schon wieder eng, denn das myON-ID-Team wächst zusehends. Im kommenden Jahr werden wir weiter expandieren. Damit die „Neuen“ dann nicht in der Küche sitzen müssen, steht hier auch bald eine bauliche Maßnahme an. Weiteres, sehr dynamisches Wachstum – das wird uns in 2011 erwarten und unsere Kunden dürfen schon jetzt vorab auf einige Überraschungen gespannt sein.
Unseren Kunden und Partnern, aber natürlich auch unseren zahlreichen treuen Lesern hier im Blog, danken wir für das Interesse und die tolle Zusammenarbeit in 2010. Das Team der myON-ID Media wünscht Ihnen ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest, erholsame Tage und einen guten Start ins neue Jahr!
„Social Media 2011“ – Experten geben einen Ausblick auf kommende Entwicklungen.
20. Dezember 2010 um 8:11 von Mario Grobholz
Der Social Media Newsroom wird in 2011 zur Standardplattform für professionelle Web-2.0-Aktivitäten avancieren – so Veit Mathauers Meinung im letzten Beitrag zur Serie „Social Media 2011“. Was sagt Jan Manz, Mitglied der Geschäftsführung bei wbpr – Gesellschaft für Public Relations und Marketing mbH, zu Entwicklungen im Bereich Social Media für das kommende Jahr?
Hallo Jan, wenn du nun auf 2010 zurückblickst, was kannst du über die von den Unternehmen gemachten Erfahrungen mit Social Media berichten und wie wird sich – aufbauend darauf – das Jahr 2011 unterscheiden?
Für 2010 ist festzustellen: Social Media ist in der Breite bei den Unternehmen angekommen. Mehr jedoch noch nicht. Angekommen heißt: Viele Unternehmen haben sich dem Thema zugewendet bzw. sogar ganz oben auf die Agenda gesetzt, intern Workshops aufgesetzt, erste Erfahrungen gesammelt und teilweise auch schon die Zuständigkeiten im Konzern/ Unternehmen diskutiert und definiert. Durch unsere Mandate wissen wir, dass aktuell einige größere Mittelständler sehr spannende Konzepte erarbeitet haben oder gerade finalisieren. Da wird 2011 einiges passieren.
Das Jahr 2011 wird im Hinblick auf Social Media das Jahr des breiten „Roll Outs“ – und ein buntes Jahr. Denn Social Media hat viele Facetten, und wird entsprechend vielschichtig zur Anwendung kommen. Als Bestandteil der Unternehmenskommunikation genauso wie im Marketing, im Bereich HR/ Employer Branding ebenso wie als Vertriebs-Tool und v.a. auch im internen Bereich.
Zudem wird sich der Hype etwas legen. Nicht weil Social Media weniger wichtig wäre als angenommen, sondern vielmehr weil es schlicht seinen fixen Platz im Rahmen der gesamten Kommunikation der Unternehmen finden wird. Wie sehr der damit einhergehende Wandel die Kommunikationskultur der Unternehmen insgesamt verändert wird kann und muss, wird von Fall zu Fall unterschiedlich sein.
Inhaltlich erwarte ich, dass Mobile das zentrale Thema wird. Die in der Branche aktuell vieldiskutierten Themen wie Augmented Reality werden wichtiger, kommen in der Breite aber noch nicht an.
Spannend wird das Thema location based services – hier sehe ich großes Potenzial in Verbindung mit (mobile) couponing oder grouponing. Wenngleich dies dann v.a. Marketing- und Vertriebsthemen sind, und weniger die Unternehmenskommunikation und damit die Dialog-Seite von Social Media betreffen wird.
Du bist bei wbpr für die Social Media Mandate zuständig – was sind die großen Herausforderungen im Umgang mit Social Media vor denen Unternehmen für 2011 stehen?
Auf der einen Seite kommen Herausforderungen auf Unternehmen zu, die bereits eine übergreifende Strategie entwickelt haben. Hier wird es darum gehen, mit der damit korrespondierenden neuen Offenheit und Ansprechbarkeit umzugehen, diese zu organisieren und nachzuhalten. Also die Versprechen einzulösen, die mit Social Media einhergehen: Bspw. ständige Erreichbarkeit und Ansprechbarkeit umzusetzen oder auch bei rechtlich sensiblen Fragestellungen verständlich und nachvollziehbar, jedoch eben auch schnell und verbindlich zu antworten.
Zudem ist es eine große Herausforderung, das Potenzial von Social Media möglichst breit zu heben. Denn, siehe oben: Social Media verzahnt und verbindet die verschiedenen Unternehmensdisziplinen. Ein Disziplin-übergreifendes Zusammenarbeiten erfordert jedoch eine offene Kultur und entsprechende Organisationsformen – beides muss sicherlich bei vielen Unternehmen erst (weiter)entwickelt werden.
Auf der anderen Seite stehen Unternehmen, deren Engagement in Social Media bisher überschaubar war. Hier liegt die Herausforderung schlicht darin, den Vorsprung der bereits aktiven Unternehmen nicht zu groß werden zu lassen. Denn das Spannende ist ja: Der Druck auf Unternehmen, Social Media Angebote zu offerieren, kommt von den Kunden – und von den Mitarbeitern von morgen, die Facebook & Co als festen Bestandteil ihres Lebens bzw. ihrer Kommunikationsverhalten kennen und begreifen.
Wie werden Unternehmen in Deutschland in 2011 mit Social Media umgehen?
In einem Wort: Unterschiedlich. In jedem Fall ist davon auszugehen, dass Social Media – egal ob nun als Teil der Dialog/ PR, Marketing, Vertrieb oder in der internen Kommunikation – einen deutlichen Schub in Richtung Professionalisierung erfahren wird.
Dies gilt m.E. auch für die Krisenkommunikation – ich erwarte, dass vermehrt Social Media eine zentrale Rolle für die Kommunikation von Krisen erfahren wird.
Und viele der so genannten Social Media Experten werden wiederum viel Zeit damit verbringen, Ansätze und Ideen zunächst pauschal und vor allem vorschnell zu zerreißen und laut „Fail“ zu brüllen, twittern oder bloggen – und sollte es dann doch klappen, als „Best Practise“ auf einem Vortrag präsentieren
.
Jan, herzlichen Dank für deine Meinung. Im kommenden Beitrag spricht Tobias Hurrle von Lingner Consulting New Media über „Social Media 2011“.
Jan Manz ist Mitglied der Geschäftsführung bei wbpr in München und leitet dort u.a. die Social Media Mandate. Der gebürtige Münchner, 31, ist verheiratet und hat zwei Kinder.
“Social Media 2011″ – weitere Interviews:
„Social Media 2011“ – Experten geben einen Ausblick auf kommende Entwicklungen.
17. Dezember 2010 um 8:22 von Mario Grobholz
Nestlé, BP oder die Deutsche Bahn – diese Unternehmen haben 2010 durchaus negative Erfahrungen mit Social Media gesammelt. Johannes Lenz wies im letzten Beitrag auf die Bedeutung von Leidenschaft und Kreativität innerhalb einer Social Media Strategie hin und forderte von den Unternehmen für 2011 in Sachen Social Media „Mut, sich zu öffnen“. Wie sieht Veit Mathauer, Geschäftsführer der Agentur für Öffentlichkeitsarbeit Sympra, die anstehenden Entwicklungen?
Guten Tag Herr Mathauer, welche Kenntnisse haben Unternehmen bereits 2010 mit Social Media gewonnen?
2010 – das Jahr, in dem Social Media „gegroundet“ wurde, in dem was für Geeks begann, bei der Allgemeinheit angekommen ist. Selbst Maschinenbauer, Vereine und Gemeinden haben erkannt, dass es da draußen im Internet etwas gibt, auf was immer mehr Menschen abfahren. Und sie fragen sich nun: Muss ich da mitmachen? Wenn ja: wie? Oder die anderen, die sagen: „Unser Unternehmen kommt nicht auf Facebook, denn da können womöglich unzufriedene Kunden kommentieren und posten.“ Also: Social Media ist kurz davor, Mainstream zu werden. Die Unternehmen sehen dies auch so, haben aber oft ein enormes Informationsdefizit und – noch wichtiger, da nachhaltiger – nicht die passende Unternehmenskultur für Web 2.0.
Mit welchen großen Herausforderungen müssen demnach Unternehmen im Umgang mit Social Media für 2011 rechnen?
Die große Herausforderung für Dienstleister, wie wir es bei Sympra sind, ist es, Unternehmen die Bedeutung von Social Media für die Kommunikation mit Kunden, Lieferanten, Mitarbeitern klarzumachen, ihnen auch aufzuzeigen, dass Social Media nicht der Ersatz für, sondern eine Ergänzung zu den klassischen Kommunikationstools und -plattformen ist. Vor allem aber müssen sich die Unternehmen – gern mit unserer Unterstützung – verändern: Social Media heißt Dialog, auch über Hierarchieebenen hinweg, Wissen teilen, geben und nehmen, mitmachen. Viele Unternehmen bzw. ihre Mitarbeiter sind vom Enterprise 2.0 noch meilenweit entfernt – und zwar nicht technisch, sondern mental. Da hilft es auch nichts, wenn die Mitarbeiter im Privaten ganz eifrig im Web 2.0 unterwegs sind. Privates und Geschäftliches bleiben noch eine ganze Weile getrennt.
Und wie werden Unternehmen in Deutschland Ihrer Meinung nach diese Herausforderungen im kommenden Jahr umsetzen?
2011 werden wir einige ganz tolle Kampagnen im Social Web sehen, wir werden neue Formate erleben, aufwändige und teure Web-2.0-Aktionen. Große Unternehmen werden das Social Web ausreizen, vielleicht nicht immer ganz erfolgreich. Investitionsgüterhersteller werden verstärkt Plattformen wie Blogs und Wikis für die B2B-Kommunikation nutzen. 2011 wird auch das Jahr sein, in dem der Social Media Newsroom zur Standardplattform für professionelle Web-2.0-Aktivitäten avanciert. Zahlreiche Unternehmen werden erkennen, wie wichtig Social Media für das Wissensmanagement und für die interne und externe Kommunikation ist und werden dem auch organisatorisch Rechnung tragen, indem sie einen Chief Social Media Officer (CSMO) installieren, der die 2.0-Aktivitäten koordiniert und dafür sorgt, dass die Mitarbeiter informiert und zum Mitmachen motiviert werden.
Herzlichen Dank, Herr Mathauer, für Ihre Einschätzung. Im kommenden Beitrag kommt Jan Manz, Leiter der Social Media Mandate bei wbpr – Gesellschaft für Public Relations und Marketing mbH, zum Ausblick „Social Media 2011“ zu Wort.
Veit Mathauer war bereits während des Studiums der Wirtschaftswissenschaften an der Universität Hohenheim (1983 bis 1989) freier Mitarbeiter in der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit von Alcatel SEL in Stuttgart und bei der „Computer Zeitung” in Leinfelden-Echterdingen. Anschließend war er Leiter Marketing im Zentrum für internationale Wettbewerbsfähigkeit am Instituto Tecnológico in Monterrey, Mexiko. Wieder zurück in Deutschland, arbeitete Veit Mathauer als Redakteur in der Presseabteilung bei S&K Communications (1990 bis 1991). Seit 1992 ist er geschäftsführender Gesellschafter der Sympra GmbH. Er ist Teilnehmer am Executive MBA-Programm der Donau-Universität in Krems mit Abschluss „Master of Business Administration” sowie Mitglied im Board des internationalen Public Relations Networks (PRN) und Mitglied im Fachbeirat des Studiengangs Electronic Business der Hochschule Heilbronn.
“Social Media 2011″ – weitere Interviews:
„Social Media 2011“ – Experten geben einen Ausblick auf kommende Entwicklungen.
15. Dezember 2010 um 8:15 von Mario Grobholz
Die Experimentierphase der Unternehmen mit Social Media ist zu Ende, die „Schnellboote“ – Social-Media-Vorreiter der ersten Stunde – müssen wieder eingefangen werden und mit Respekt vor den Aufgaben muss nun der zweite Schritt nach dem ersten gemacht werden – dies stellte Ulf Kossol im letzten Beitrag zum Ausblick „Social Media 2011“ fest. Wie sieht Johannes Lenz, Digital Corporate Communications bei GREY Germany, Social Media heute und morgen?
Hallo Jo, was kannst du über die Erfahrungen von Unternehmen mit Social Media in 2010 erzählen?
Unternehmen haben auch dieses Jahr wieder unterschiedliche Erfahrungen gemacht… Erinnern wir uns an BP mit seinem fragwürdigen Verhalten während der Öl-Krise im Golf von Mexiko, Nestlé mit seiner fragwürdigen PR im Zuge der Greenpeace-Kampagne zum Schokoriegel Kit-Kat oder die Deutsche Bahn, die trotz vehementer Kritik mit ihrer Facebook Seite über 140.000 Tickets innerhalb kürzester Zeit verkaufte.
Alle drei haben zu spüren bekommen, welche Kraft das Social Web entwickeln kann und wie selbstbewusst der Konsument inzwischen ist. Der selbstbewusste Umgang mit Unternehmen seitens der Verbraucher bedeutet im Umkehrschluss aber nicht, dass Marken heute wie Menschen denken. Gerade das aber gibt die jüngste Studie „Homo Connectus“ in Kooperation mit Google Marken als Fazit mit auf den Weg gibt. Vorbilder dafür gibt es ja zuhauf… Coca Cola, Greenpeace oder die Rügenwalder Mühle Carl Müller GmbH & Co KG.
Du bist beruflich und natürlich auch privat mit Blogeinträgen und auf Twitter vertreten, und hast dir eine langjährige Social Media Kompetenz erworben. Was sind deiner Meinung nach die großen Herausforderungen im Umgang mit Social Media vor denen Unternehmen für 2011 stehen?
Die Herausforderungen liegen meines Erachtens nach wie vor in der Implementierung und Durchführung eines Social Web Engagements. Wenn sich eine Marke resp. ein Unternehmen dafür entscheidet, muss es sich darüber im Klaren sein, was es will. Einfach nur eine Facebook Page und nen Twitter-Account eröffnen, um dabei zu sein reicht nicht. Das Social Web entlarvt Oberflächlichkeit umgehend. Es braucht neben einer Strategie auch Personal und eine gute Portion Leidenschaft sowie Kreativität. Von großem Wert sind insbesondere auch Vorgesetzte, die selbst im Social Web aktiv sind und auf diese Weise Kollegen und Mitarbeiter inspirieren und motivieren. Die Mutter aller Fragen ist bei einem Ja zum Social Web Engagement: Whats the story behind me, myself and I? Oder: Wie schaffe ich es, mich als Marke/Unternehmen von mir selbst zu lösen und das Interesse der Community zu bedienen?
Und wie werden deutsche Unternehmen in 2011 Social Media anpacken?
Gute Frage. Wenn wir’s wüssten, bräuchte es entweder gar keine Agenturen und Berater oder noch viel mehr. Die Aufmerksamkeit ist da, die Akzeptanz in den Führungsetagen steigt nach und nach, jetzt fehlt lediglich die konsequente und nachhaltige Durchführung. Dazu gehört auch Mut, sich zu öffnen. Und das fällt nicht jedem leicht.
Jo, herzlichen Dank für deine Statements. Veit Mathauer, Geschäftsführer der Agentur für Öffentlichkeitsarbeit Sympra, erläutert im kommenden Beitrag seine Ansicht zu „Social Media 2011“.
Johannes Lenz ist Digital Consultant Corporate Communications bei GREY Germany in Düsseldorf. GREY Germany ist eine der größten Agenturen für Integrierte Kommunikation in Deutschland. Er versteht sich als Botschafter der Marke GREY im Social Web und betreut dort aktiv die Eigenkommunikation. Privat bloggt er auf johanneslenz.com rund um das Social Web. Auf Twitter findet man ihn unter @johanneslenz.
“Social Media 2011″ – weitere Interviews:
„Social Media 2011“ – Experten geben einen Ausblick auf kommende Entwicklungen.
13. Dezember 2010 um 8:25 von Mario Grobholz
70 % der Kommunikationsverantwortlichen in Deutschland nutzten Social Media bereits für ihr Unternehmen bzw. planen eine Nutzung. Um zu erfahren wie es in dem vor der Tür stehenden Jahr 2011 weitergeht baten wir einige Social Media Protagonisten um einen Ausblick. Wir selbst erwarten für 2011 eine sehr dynamische Entwicklung des Marktes. Speziell Unternehmen werden weiter in Social Media investieren und wir alle werden viele interessante Projekte sehen. Hiermit starten wir heute eine kleine Serie zur weiteren Entwicklung von Social Media im Unternehmensbereich in 2011.
Das Social Media Engagement deutscher Unternehmen war 2010 groß. Social Media Beobachter und -Nutzer konnten in diesem Jahr die Umsetzung vieler spannender und toller Social Media Projekte beobachten. Coca-Cola, BASF, die Deutsche Telekom AG, die T-Systems Multimedia Solutions und auch die Baden-Württembergische Landeshauptstadt Stuttgart – Social Media ist in den verschiedensten Branchen angekommen. Das macht natürlich neugierig, welche Entwicklungen für Social Media möglich sind und wie sie umgesetzt werden. Ulf-Jost Kossol, Senior Consultant bei der T-Systems Multimedia Solutions, macht heute den Start und gibt einen Ausblick auf 2011.
Hallo Ulf, du arbeitest direkt mit den Social-Media-Verantwortlichen in den Unternehmen zusammen. Was kannst du über die Erfahrungen sagen, die 2010 dort mit Social Media gemacht wurden und wie wird sich aufbauend darauf das Jahr 2011 unterscheiden?
Man kann behaupten, dass Social Media im Unternehmenskontext die Experimentierphase verlassen hat und bei vielen Unternehmen nun auf der ToDo-Liste steht. Diese „Schnellboote“ haben enorm zur Lernkurve beigetragen, müssen nun aber schleunigst wieder eingefangen werden, um nicht als „verschollen“ gemeldet zu werden. Somit werden Einzelmaßnahmen immer weniger, vielmehr wird eine ganzheitliche Strategie nachgefragt. Zum Teil gibt es schon interne Projektteams und eigene Konzeptentwürfe, die ein wichtiger Schritt vor dem eigentlichen Start sind. Dieser steht bei vielen Unternehmen für 2011 sehr weit oben in der Priorität.
Was siehst du als die großen Herausforderungen im Umgang mit Social Media an, vor denen Unternehmen für 2011 stehen?
Nachdem man nun das Potential in Social Media verinnerlicht hat, geht es um die praktische Umsetzung. Unternehmen, die mit oben erwähnten „Schnellbooten“ schon mal getestet haben, haben eines ganz sicher festgestellt: Social Media ist nicht nur total cool, sondern auch total anstrengend und vor allem: nicht kostenlos. Man bekommt Respekt vor den Aufgaben und will jetzt nicht den zweiten vor dem ersten Schritt machen.
Das heißt: wie werden Unternehmen in Deutschland in 2011 mit Social Media umgehen?
Wenn sie gut beraten sind (
), werden Sie zunächst eine detaillierte, interne Ist-Analyse der eigenen Strukturen, Prozesse und Rahmenbedingungen machen, um sich im nächsten Schritt bestmöglich vorzubereiten. Social Media wird bei diesen Unternehmen vollumfänglich integriert sein in die Unternehmenskommunikation und man wird auch die ersten Früchte seiner Anstrengungen ernten können.
Herzlichen Dank für deine Meinung, Ulf. Im kommenden Beitrag meldet sich Johannes Lenz, Digital Corporate Communications bei GREY Germany, zu Wort.
Ulf-Jost Kossol ist seit Oktober 2009 Senior Consultant bei der T-Systems Multimedia Solutions GmbH. Im Team „Social and Collaboration Solutions“ berät er Unternehmen beim Einsatz von Social Software für die interne Kommunikation und Kollaboration sowie auf der externen Seite im zielorientierten Umgang mit Social Media. Er zeichnet sich verantwortlich für das Beratungs- und Technologiepaket Social Media Evolution, dessen gleichnamigen Blog er zusammen mit seinen Kolleginnen und Kollegen als Sprachrohr und Kommunikationsplattform rund um das Thema Social Media betreibt. Vor seiner Tätigkeit bei der MMS war Ulf Kossol Gründer eines web2.0-StartUps im Lead Marketing Sektor und Offizier der Bundeswehr.
Social Media und Marke: Adidas setzt beim Marketing voll auf Social Media.
9. Dezember 2010 um 8:30 von Mario Grobholz
Der deutsche Sportwarenhersteller setzt zukünftig den Großteil seines Werbeetats für Marketing über Social Media ein. Grund dafür ist die große Online-Aktivität der jungen Zielgruppe von Adidas und die Möglichkeit mit Social Media rund um die Uhr Menschen zu erreichen. Gleichzeitig schenkt Adidas dem Feedback seiner Kunden vollste Aufmerksamkeit.
In den letzten Blogbeiträgen haben wir bereits das Engagement des Fußballclubs Real Madrid im Social Web und die Danke-Aktion des Sportwagenherstellers Porsche über Facebook vorgestellt. Heute widmen wir uns Adidas und Social Media. Das Unternehmen konzentriert sich bei der Umsetzung seiner Marketing Aktionen fortan auf das Social Web. Klassische Marketing Tools wie Fernsehspots oder Anzeigen werden nur noch begleitend gebucht. So fließt der Hauptteil der anderthalb Milliarden Euro, die der Sportwarenkonzern 2010 vermutlich für Werbung ausgeben wird, an Facebook und Co.
Grund dieser Veränderung ist das Verhalten von Jugendlichen, der wohl wichtigsten Zielgruppe des fränkischen Unternehmens. Sie verbringen viel Zeit im Social Web und sind dort oft stark vernetzt. Folglich erreicht man sie über Youtube und Twitter stärker als über andere Medien. Adidas folgt hier dem Trend. Es nutzt bekannte, internationale Social Media Dienste wie Facebook oder veröffentlicht seine Werbevideos über Youtube. In Ländern wie Russland und China, welche einen hohe Anteil Jugendlicher
haben, ist Adidas weiter auch national auf vkontakte.ru, renren.com oder dem japanischen mixi.jp vertreten.
Adidas nutzt Social Media als Plattform für eine Kommunikation mit seinen Kunden und wertet deren Feedback über Werbung und Produkte aus: “Wir ziehen sehr stark Informationen aus den Kommentaren im Internet”, sagt Adidas-Vorstand Erich Stamminger dem Handelsblatt. Die Strategie geht auf und Adidas kommt bei den Social Media Nutzer an, das zeigen der Firma ihre 6 Millionen Facebook-Fans. Die Kombination Social Media und Adidas findet auch der schottische Schuhdesigner Gerry McKay toll und entwarf Facebook- und Twitterschuhe im Adidas-Design.
Weitere Artikel zu “Social Media und Marke”:
Social Media und Marke: Auf geht´s Bayern – so wie einst … Real Madrid gewinnt täglich 20.000 neue Facebook-Fans.
7. Dezember 2010 um 9:28 von Mario Grobholz
Der Fußballverein aus der spanischen Hauptstadt nutzt Social Media in erster Linie zur Bindung seiner Fans und – wenn auch sehr zurückhaltend – als Einnahmequelle. Dabei bringt der Verein in der Kommunikation auch Verständnis für verärgerte Fans auf.
Die Leidenschaft Fußball hat leidenschaftliche Fans, die sowohl positiv als auch negativ emotional sein können. Oscar Ugaz, Digital-Chef bei Real Madrid, zeigt im Interview mit W&V Akzeptanz, wenn der Verein auch einmal negatives Feedback seiner Fans über Social Media erhält, solange dies nicht in persönliche Angriffe oder Beleidigungen ausartet. Real Madrid ist innerhalb seiner Social Media Strategie auf Facebook, Twitter, Youtube, und auch national im spanischen Netzwerk Tuenti vertreten. Kommunikation steht klar im Vordergrund und Real Madrid setzt hier auf die direkte, schnelle Wirkung von Aktionen und Nachrichten. Durch Empfehlungen und die Stärke der Marke Real Madrid kommen täglich etwa 20.000 Facebook-Fans hinzu. Da ist klar, dass der Verein eine Anzeigenschaltung zur Bekanntmachung nicht nötig hat.
Auch bindet der Verein Social Media in sein Marketing ein. Seit Kurzem gibt es das Social Game Real Madrid Fantasy Manager bei Facebook und iPhone. Dafür können von den Spielern virtuelle Güter zur Verbesserung der Mannschaft gekauft werden. Real Madrid experimentiert weiter hinsichtlich neuer Möglichkeiten und Angebote.
Real Madrid sieht seine Social Media Aktivitäten als ernstzunehmende Aufgabe. Der Fußballverein bewegt sich mit einer klaren Geschichte, Offenheit für Kommunikation und dem Bewusstsein, dass Social Media kein launiger Trend ist, in Social Media. „Das Schlimmste ist einfach reinzuspringen, nur weil alle reinspringen,“ so Oscar Ugaz in Interview.
Wir beobachten gespannt wie sich andere europäische Spitzenclubs in den nächsten Monaten im Social Web präsentieren und engagieren.
Weitere Artikel zu “Social Media und Marke”:
Twittert eigentlich der Weihnachtsmann und ist das Christkind Mitglied bei Facebook? Eine kleine Social Media Geschichte im Advent.
6. Dezember 2010 um 8:25 von Mario Grobholz
Weihnachten rückt näher und da kam uns die Idee einmal nachzusehen, ob denn Nikolaus, Christkind und Co. auch im Social Web unterwegs sind. Am fleißigsten ist hier wohl der NORAD Tracks Santa, der seit 1955 erst telefonisch und nun auch über das Social Web kleinen und großen Kindern eine Freude bereitet.
Auf der eigenen Homepage des Weihnachtsmann können Kinder in 7 Sprachen den Weihnachtscountdown bis zum Heiligen Abend mitverfolgen. Die Erfolgsgeschichte begann 1955, als das amerikanische Bekleidungsunternehmen Sears in einer Anzeige eine Telefonnummer des Weihnachtsmanns abdruckte und Kinder aufforderte dort anzurufen. Fälschlicherweise führte die Telefonnummer zum NORAD (North American Aerospace Defense Command). Doch das Militär enttäuschte die Kinder nicht und teilte jedem Anrufer den derzeitigen Aufenthaltsort des Weihnachtsmanns von seiner Reise vom Nordpol in den Süden mit.
In Zeiten von Social Media beantworten die freiwilligen Helfer in der Weihnachtszeit nun nicht nur 70.000 Emails aus 200 Ländern. Der NORAD Santa schreibt auch ab 1. Dezember täglich an seine Pinnwand bei Facebook, wo seine Fans auch darüber diskutieren, ob es ihn nun gibt oder nicht. Seine Liebe zu Cookies teilt er großen und kleinen Kinder gerne in seinen Tweets mit.
Nicht ganz so bekannt wie die Facebook-Seite des amerikanischen Kollegen ist die des Nürnberger Christkinds, das via Social Web zu seinem Weihnachtsmarkt in die fränkische Stadt einlädt. Wer die Existenz des Christkinds bezweifelt, der kann ihm hier schreiben – mal sehen, ob es antwortet.
Das schreibt die Presse über myON-ID Media im November
3. Dezember 2010 um 11:26 von Mario Grobholz
Auch im November gab es wieder sehr schöne Clippings über myON-ID, Ruflotse und die iMedia Lounge. Wir möchten hier gerne einen Artikel vorstellen, der die Bedeutung von Medienkompetenz und Online Reputation Monitoring unterstreicht.
Die Westfälische Rundschau Olpe weist speziell Jugendliche und Schüler unter dem Titel „Vorsicht, Feind guckt mit!“ auf die Notwendigkeit eines sensiblen Umgangs mit persönlichen Daten im Internet hin, denn das Internet vergisst nichts.
„Zum Glück gibt es viele Methoden, Schüler über die Gefahren von Chatrooms im Internet aufzuklären. Verschiedene Organisationen helfen dir beim Löschen von solchen Dateien., wie z.B. die Internetseite ruflotse.de, die unerwünschte Dateien im Internet aufspürt und löscht. Lehrer führen Schüler an das Medium Internet heran, indem man dort für Referate recherchiert, oder sich Arbeitsaufträge von einer Internetseite herunterladen soll, die extra für solche Zwecke gedacht ist und auf der man ebenfalls chaten kann.“
In Sachen Bildung in Medienkompetenz hat Bayern bereits 2009 eine Vorreiterrolle übernommen. Im Buch “Duo Deutsch 9″ für die 9. Jahrgangsstufe wird das Thema „eigene Identität im Netz“ behandelt. Schüler setzten sich hier damit auseinander, wo sie im Internet überall Spuren hinterlassen, wenn sie surfen, in Netzwerken unterwegs sind oder Daten – etwa die letzten Fotos von einem Treffen mit Freunden – ins Internet einstellen. Und die Teenager analysieren was andere dann über sie erfahren können und welche Außenwirkung ihre Internetpräsenz hat.
Wir freuen uns sehr, dass das Thema Medienkompetenz von Schülern ernst genommen wird und dass wir den Oldenbourg Verlag bei der Erstellung des Unterrichtsmaterial unterstützen konnten.
Social Media und Marke: Porsche sagt seinen Fans „Danke“. 1 Million Facebook Fans dürfen sich auf einem Porsche verewigen.
2. Dezember 2010 um 10:07 von Mario Grobholz
Ein tolles Beispiel für eine Social Media Aktion setzt der Autohersteller Porsche um. Porsche bedankt sich bei seinen Fans indem ihre Namen auf einem Auto der Marke zu lesen sein werden. Mit dieser Aktion versucht der pfiffige Sportwagenhersteller weltweit die Anzahl seiner Fans auf Facebook dramatisch zu steigern.
Über die offizielle Fanseite auf Facebook kann man an der Danke-Aktion für 1 Million Fans von Porsche teilnehmen. Der Porsche-Fan kann sich bis zum 31. Dezember über Facebook unter „1.000.000“ registrieren.
Schon heute betreibt Porsche einen der erfolgreichsten Youtube Video Channels mit derzeit über 7 Mio. Upload-Aufrufen. Auch auf Flickr ist das Unternehmen bereits sehr aktiv. Zudem aggregiert Porsche diese Inhalte auch in einen ansprechenden Social Media Newsroom nochmals auf der eigenen Domain uter dem Porsche Brand. Das nächste Ziel könnte es nun sein, mit Facebook den nächsten Social Media Dienst massiv zu pushen. Real Madrid lässt grüßen.
Die ersten 1 Million Anmelder auf der Facebook Fanpage können ihren Namen also auf einem speziellen Porschemodell im Porsche Museum in Stuttgart lesen. Um was für ein Modell es sich handeln wird, ist noch das Geheimnis des Autoherstellers und wird erst im Februar gelüftet. Klar ist: Porsche wird wohl seine Fanzahl durch seine Aktion noch weiter erhöhen.
Bisher wollen allerdings – zum jetzigen Stand – erst etwa 15.000 ihren Namen auf einem Porsche lesen: liegt es daran, dass es keinen echten Porsche als Dankeschön gibt?

„Zum Glück gibt es viele Methoden, Schüler über die Gefahren von Chatrooms im Internet aufzuklären. Verschiedene Organisationen helfen dir beim Löschen von solchen Dateien., wie z.B. die Internetseite 






