Archiv für August 2010
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31. August 2010 um 8:57 von Mario Grobholz
Mit dieser kleinen Serie begleiten wir die Markenexperten von brandamazing: auf deren Weg ins Social Web und den ersten Erfahrungen mit Social Media. Die Münchner Berater machen mit ihrem Produkt Human Branding Menschen zu starken Marken. Heute der 7. Teil der Serie.
Der Markenexperte und Inhaber von brandamazing: Jon Christoph Berndt lässt uns hier an seinen Gedanken, Herausforderungen und Lösungen teilhaben.
Teil 9: Das lässt sich doch wirklich gut an: Schon ziemlich gute Besuchszahlen in unserem Newsroom, trotz Sommerloch. Florian, unser Social Media Manager, ist zufrieden. Schließlich muss man heutzutage ganz schön was tun im Netz. Da kommt unser Tool gerade recht und aggregiert all das, was wirklich zählt beim zeitgemäßen Human Branding. Ein großer Schritt für uns und ein großer Schritt für starke Persönlichkeits-Marken.
Wenn Sie Interesse an den bisher im Rahmen dieser Serie erschienenen Artikeln haben, dann finden Sie diese hier:
- In 10 Schritten zum Social Media Professional, Teil 1
- In 10 Schritten zum Social Media Professional, Teil 2
- In 10 Schritten zum Social Media Professional, Teil 3
- In 10 Schritten zum Social Media Professional, Teil 4
- In 10 Schritten zum Social Media Professional, Teil 5
- In 10 Schritten zum Social Media Professional, Teil 7
Jon Christoph Berndt®: So sind nicht viele – starke Marken bekennen sich immer, Christoph Schlingensief!
26. August 2010 um 9:03 von Jon Christoph Berndt
Kunst ist „Tötet Helmut Kohl“, Kunst ist, Konzentrationslager „von Nord nach Süd“ ordnen zu lassen (lesenswerter Rückblick im Stern) und Christoph Schlingensief ist auch große Kunst. Seit Samstag ist er nicht mehr da, aber vieles bleibt. Er war jemand, der immer bezahlt hat für die Party, die er schmiss. Mit seinem guten Namen, seiner Reputation manchmal, zum Schluss vielleicht sogar mit dem Leben. Immer geradlinig, eckig und kantig; zu stark, um schwach zu sein. Eine echte Marken-Persönlichkeit.
Dagegen der Marken-Pöbel: macht auch den Mund auf, hat aber nichts zu sagen. Versteckt sich in der Anonymität und sondert Scheißhausparolen ab, da ist die große Marke Schlingensief noch nicht mal kalt. „De mortuis nil nisi bene“ zählt schon im echten Leben nichts und im Internet gar nichts:
- „Kein Verlust für die Kunstwelt das war eh nur ein armer Spinner!“
- „Schlingensief lebt weiter – als Lady Gaga“ (ebenfalls gelöscht)
- usw., usw., tausendfach
Das sind die schlappen Märkchen, vor denen uns unsere Eltern immer gewarnt haben. So weit reicht die Demokratie im Netz, dass sich Schandmäulern und verbalen Leichenfledderern ebenfalls ein Forum auftut. Human Branding-Regel: Verstecke Dich niemals hinter den dicken Mauern im Netz, verwende niemals einen Nickname oder ein Pseudonym. Weise Mitmenschen die das klassenlose Medium Internet zur Befriedigung ihres niederen Triebs missbrauchen.
Human Branding Lesson Learned #10
Überlege Dir, ob Du etwas zum gesellschaftlichen Diskurs beitragen möchtest. Falls ja, was kann das sein? Entwickele Deine in der Wolle gefärbte, zu Dir wie Dein Gesicht passende Haltung. Besetze die sich auftuende Nische konsequent. Habe Freude an dem, was Du sagst und auch tust; falls sie ausbleibt, lasse es bleiben. Verstecke Dich niemals hinter den dicken Mauern im Netz, verwende niemals einen Nickname oder ein Pseudonym. Weise Mitmenschen zurecht, die das tun und so das klassenlose Medium Internet für ihr ihre niederen Zwecke missbrauchen.
Stay tuned!
Mehr von Jon Christoph Berndt® und Human Branding gibt’s hier:
- Kleine bis mittelgroße Sünden bestraft der Markengott sofort, Michelle Obama!
- Auch Allmächt kann da nix mehr ausrichten, Eva Herman!
- Wer so trifft, darf auch so heißen, Thomas Müller!
- Fröhlich weiter auf der schiefen Bahn zum Markenglück, Menowin Fröhlich!
- Zeit zum Köhlern, maue Marke Tony Hayward!
- Lena’s Erfolgsgeheimnis – natürlich unperfekt
- Papa Papandreou – Markenfels in der Markenbrandung
- Human Brand, schrottreif: Schlappes Märkchen Walter Mixa
- Arthur Rimbaud – 140 Jahre Mysterium mit Pull-Effekt par excellence
- Stefan Raab – Wie einer 2 Mio. Euro verliert und der große Gewinner ist
In 10 Schritten zum Social Media Professional, Teil 7
23. August 2010 um 8:50 von Mario Grobholz
Mit dieser kleinen Serie begleiten wir die Markenexperten von brandamazing: auf deren Weg ins Social Web und den ersten Erfahrungen mit Social Media. Die Münchner Berater machen mit ihrem Produkt Human Branding Menschen zu starken Marken. Heute der 7. Teil der Serie.
Der Markenexperte und Inhaber von brandamazing: Jon Christoph Berndt lässt uns hier an seinen Gedanken, Herausforderungen und Lösungen teilhaben.
Teil 7: Wir haben mit Newsroom-Schwimmbewegungen begonnen. Gar nicht schwer, klappt gut: Florian, unser Social Media Manager, hat substanziell kommuniziert, was wir da jetzt probates Neues haben in der großen weiten Welt der Social Media. Bereiche, Kästen und Inhalte werden optimiert, Nutzerführung und Navigation hinterfragt; dann wird Zeitgemäßes immer noch ein bisschen nutzerfreundlicher, inhaltsgeladener und mehrwertiger für alle. Dazu dient auch der aktuelle Twitter-Poll mit der Frage, was die Human Branding Community heutzutage wirklich will: http://newsroom.human-branding.de/
Wenn Sie Interesse an den bisher im Rahmen dieser Serie erschienenen Artikeln haben, dann finden Sie diese hier:
Das schreibt die Presse über myON-ID-Media im Juli
20. August 2010 um 10:34 von Mario Grobholz
Auch im Juli gab es wieder schöne Clippings über myON-ID, Ruflotse und die iMedia Lounge. Neben einigen Clippings aus dem Printbereich gab es auch das Interview mit Bernd Pitz von media-Treff welches bereits auf der Internet World 2010 in München aufgezeichnet wurde.
In einem “Rundumschlag” dürfte ich myON-ID Media vorstellen. Ein Schwerpunkt des Gesprächs mit Bernd vom media-Treff Team war, neben Reputation Management unser Content Management System für Social Media, die iMedia Lounge.
Bernd wollte es genau wissen und fragte nach … Wie weit sind Unternehmen heute offen für Social Media? Wie sehen die Lösungen aus die myON-ID Media Unternehmen in diesem Bereich bietet und was macht die iMedia Lounge als Social Media Newsroom so besonders?
Das Interview wollen wir Euch gerne hier vorstellen. Vielen Dank auch nochmals an Bernd und Christian vom media-Treff Team!
In 10 Schritten zum Social Media Professional, Teil 5
17. August 2010 um 8:55 von Mario Grobholz
Mit dieser kleinen Serie begleiten wir die Markenexperten von brandamazing: auf deren Weg ins Social Web und den ersten Erfahrungen mit Social Media. Die Münchner Berater machen mit ihrem Produkt Human Branding Menschen zu starken Marken. Heute der 5. Teil der Serie.
Der Markenexperte und Inhaber von brandamazing: Jon Christoph Berndt lässt uns hier an seinen Gedanken, Herausforderungen und Lösungen teilhaben.
Teil 5: myON-ID Media hat Florian, unserem Social Media Manager, den neuen Newsroom freischaltfertig übergeben; bestens prima, pünktlich, viel versprechend. Nun wurden am 15. Juli wie geplant die Schalter umgelegt, und das Ergebnis lässt sich sehen und kann sich wahrlich sehen lassen. Wir sind gespannt auf unsere ersten Newsroom-Gehversuche auf freier Online-Wildbahn und auf Meinungen dazu unter schmitz@brandamazing.com.
Wenn Sie Interesse an den bisher im Rahmen dieser Serie erschienenen Artikeln haben, dann finden Sie diese hier:
Social Media Newsroom Expertenrunde: Was ist entscheidend für den Einsatz eines Social Media Newsrooms? (Teil 9 der Serie)
13. August 2010 um 9:04 von Mario Grobholz
Vor drei Wochen starteten wir mit der Serie “Social Media Experten stellen den Social Media Newsroom vor”. Wir konnten dabei über die grundsätzliche Funktionsweise, die Unterscheidung zu einem klassischen Blog, über die Zielgruppen bis hin zur Frage des Zusammenspiels mit der klassischen Unternehmenskommunikation die Meinungen ausgewiesener Social Media Experten einholen. Heute wollen wir, im vorletzten Artikel der Serie, erfahren was aus Sicht unserer Experten entscheidend für den Einsatz eines Social Media Newsrooms ist.
Das Internet ist mittlerweile die erste Anlaufstelle um sich zu informieren – das gilt für die meisten von uns und zwar in immer intensiveren Ausmaßen. Unternehmen werden sich über kurz oder lang gar nicht mehr die Frage stellen OB sie im Internet kommunizieren und eventuell auch Dialoge führen oder NICHT, so Klaus Eck, PR Blogger und Kommunikationsberater. Es wird vielmehr die Frage sein wie gut oder weniger gut ist ein Unternehmen dabei. Natürlich gehört dazu auch eine entsprechende Vorbereitung, also eine Planung, ein Konzept, eine Strategie, denn am Ende soll auch Kommunikation im Netz helfen die Ziele des Unternehmens zu erreichen. Lesen Sie heute was Ihnen unsere Experten für Ihre Social Media Aktivitäten als abschliessenden Rat an die Hand geben.
Bernhard Jodeleit: Social Media Newsrooms sind längst ein selbstverständliches Instrument moderner Öffentlichkeitsarbeit. Sie erleichtern Unternehmen die Mehrfachverwendung von Inhalten und die Vernetzung mit Online-Multiplikatoren.
Jan-Hendrik Senf: Die Schaffung eines Social Media Newsrooms ist ein sehr individueller, kreativer Akt und der Newsroom muss von der Konfiguration her ideal zur anvisierten Zielgruppe passen, um seine Ideal-Funktion zu erfüllen und zu erreichen: Ein gut und gerne sowie immer wieder aus intrinsischer Motivation der Nutzer besuchter Anlaufpunkt zu werden.
Klaus Eck: Das Social Web ist “here to stay”. Auch Unternehmen, die sich noch nicht daran beteiligen, werden über kurz oder lang nicht darauf verzichten können. Denn für alle, die sich über ein Unternehmen informieren möchten, ist das Internet die erste Anlaufstelle. Daher ist es wichtig, alle relevanten Informationen dort übersichtlich aufzubereiten und den Besuchern einen gründlichen und positiven Eindruck zu vermitteln. Der Social Media Newsroom ist dafür ideal, da er die vielen Internet-Präsenzen des Unternehmens übersichtlich aufzeigt und sogar zur Interaktion auffordert.
Veith Mathauer: Unsere Webpräsenz sympra.de umfasst eine klassische Website, ein Blog und einen Newsroom – integriert unter einer Oberfläche. Die Besucher merken meist gar nicht, dass sie sich de facto auf drei unterschiedlichen Plattformen bewegen. Das begeistert! Viele Unternehmen, denen wir unseren Newsroom gezeigt haben, interessieren sich genau für eine solche integrierte Anwendung. Der Social Media Newsroom als reiner Pressebereich 2.0 dürfte vor allem für große Unternehmen und Organisationen interessant sein.
Mehr aus der Social Media Newsroom Expertenrunde:
- Alles was Sie über den Social Media Newsroom wissen müssen.
- Was ist ein Social Media Newsroom und wie funktioniert er?
- Wie unterscheidet sich der Social Media Newsroom von einem Blog?
- Welches sind die wesentlichen Einsatzfälle für einen Social Media Newsroom?
- Wer sind die Zielgruppen für den Social Media Newsroom?
- Warum Unternehmen einen Social Media Newsroom einsetzen sollten.
- Welche Unternehmen sind für den Social Media Newsroom geeignet?
- Wie spielt der Social Media Newsroom mit der klassischen Unternehmenskommunikation zusammen?
- Social Media Newsroom – “nice to have” oder “must have”?
Jon Christoph Berndt®: Kleine bis mittelgroße Sünden bestraft der Markengott sofort, Michelle Obama!
12. August 2010 um 9:10 von Jon Christoph Berndt
Je stärker der Mensch sich exponiert, desto mehr achten muss er darauf, was er so treibt in der Öffentlichkeit und im Privatleben. Gerade heute, wo wir eine Rückbewegung zu Ordnung, Sitte und Moral feststellen (langsam zwar, aber es tut sich was). Da hat das Ende des westlichen Neidgesellschafts-Triathlons – Schneller (fahren), Höher (bauen), Weiter (fliegen) – auch sein Gutes: Es ist nicht länger dort am Schönsten, wo’s am Wärmsten raus kommt.
Hewlett-Packard-Chef Mark Hurd hat sich gern exponiert, und jetzt ist er weg. Der Unterschied zwischen geschäftlich und privat veranlassten Essen war ihm nicht ausreichend geläufig. Aber lieber nur den Job los und dafür den Vorwurf der sexuellen Belästigung am Abendarbeitsplatz gleich mit. Der ist in den USA ja ganz besonders ungemütlich.
Herr Hurd macht’s vor, und Frau Obama macht’s nach (ok, etwas anders): Spiel, Spaß, Spannung und Sport in der Villa Padierna*****, Marbella, Costa del Sol, Espana, € 5.000 (die Nacht). Sie zahlte zwar vieles selbst, aber nicht genug und schon gar nicht alles. Das sagen die Republikanische Stänker-Garde rund um America’s Hopefully Not Next President Sarah Palin und ihr Verlautbarungsorgan Fox News. Dazu kommen die Mietmäuler von der Blog-Front, die schaffen den Rest. In diesem Fall, goutiert das Volk über alle Parteigrenzen, stänkern sie zurecht: Der Betrieb der „Air Force 2“ kostet halt mehr als die erstatteten Flugkosten auf Basis von Erste-Klasse-Tickets, und was ist mit den circa 70 Sicherheitsbeamten, die mit kamen nach Marbella und ebenfalls in der Villa Padierna***** nicht nur sicherten, sondern auch schliefen, etc., etc. Insgesamt sind etwa 300.000 Dollar durchgerauscht durch den Schornstein der „modernen Marie Antoinette“. (“Wenn das Volk kein Brot hat, warum isst es dann keinen Kuchen?”) Das in Zeiten der gefühlt größten US-amerikanischen Wirtschaftskrise aller Zeiten. Die ganze Story gibt es zum Beispiel hier.
Unvergessen das meist verbeulte, so wahre Schild an den Wegesrändern beim Wandervogeln in den 80ern: „Ein Wald ist schnell zu Asche gemacht!“ Ja, so geht’s mit dem Image eben auch – mühsam gewachsen, schnell verraucht. Da hilft es dann nichts bis gar nichts, dass Michelle Obama mit ihrer Figur „wie geschaffen für edle Designer-Roben“ und „Mut zur Stangenware im Weißen Haus“ ihre Kleider auch günstig im Internet kauft. Und klein gespürt vom Volk wird ihr Engagement für Obdachlose, so herzig und herzlich es auch sein mag.
Das Volk kriegt mit, was es mit kriegen will. Und hängen bleiben derzeit nur fünf Dinge: Die Sterne der Villa Padierna. Das ist so unnötig wie schwer wieder gut zu machen. Marie Antoinette wurde hingerichtet. Das moderne Schafott steht heute im Internet, geköpft wird medial. Das Messer ist auch ziemlich scharf, und es tut auch ziemlich weh. Wer Recht hat, darum geht es nicht. Es geht hierum: Wer sich exponiert, muss wissen, was er mit dem auslöst, was er tut und was er lässt. Vorher.
Was macht Michelle Obama falsch?
- Sie erkennt nicht, dass sie extrem beäugt wird. Das ist der Preis der Öffentlichkeit.
- Sie doktert an irgendwelchen Kosten herum und muss wissen, was was wirklich kostet (faktisch wie ideell). Dafür haben ihre Eltern sie nach Harvard geschickt.
- Sie zeigt wenig Gespür dafür, was gerade geht. Urlaub in New Mexico, wo das Öl noch steht, muss nicht sein, um ein Zeichen zu setzen… Michelle, dann nimm halt Idaho!
Human Branding Lesson Learned #9
Es ist unerheblich, ob Du in die Öffentlichkeit willst oder musst: Ist es erst einmal geschehen, sieh Dich vor und lasse Dich 1a beraten. Das gilt auch für kleinere Dimensionen; in der Firma, im Sportverein, in der Lokalpolitik wird es auch ganz schnell sehr öffentlich. Denke immer an den Unterschied zwischen beruflich und privat veranlassten Abendessen und daran, was Dein ganz persönlicher Ferienflug mit Deiner „Air Force 2“ tatsächlich kostet. Dann lässt Du vielen Blödsinn bleiben, bevor er entsteht. (Und denke an das zerbeulte Schild im Wald.)
Stay tuned!
Mehr von Jon Christoph Berndt® und Human Branding gibt’s hier:
- Auch Allmächt kann da nix mehr ausrichten, Eva Herman!
- Wer so trifft, darf auch so heißen, Thomas Müller!
- Fröhlich weiter auf der schiefen Bahn zum Markenglück, Menowin Fröhlich!
- Zeit zum Köhlern, maue Marke Tony Hayward!
- Lena’s Erfolgsgeheimnis – natürlich unperfekt
- Papa Papandreou – Markenfels in der Markenbrandung
- Human Brand, schrottreif: Schlappes Märkchen Walter Mixa
- Arthur Rimbaud – 140 Jahre Mysterium mit Pull-Effekt par excellence
- Stefan Raab – Wie einer 2 Mio. Euro verliert und der große Gewinner ist
- Helmut, hör auf mit dem Scheiß!
Social Media Newsroom Expertenrunde: Social Media Newsroom – “nice to have” oder “must have”? (Teil 8 der Serie)
11. August 2010 um 9:01 von Mario Grobholz
Der Social Media Newsroom hält Einzug in Deutschland. So lautet ein Artikel den wir Anfang 2010 hier im Blog veröffentlicht haben. Damals etwas gewagt, beschäftigen sich mittlerweile nahezu alle Kommunikationsberater und auch Unternehmen mit dem sinnvollen Einsatz von Social Media für die Unternehmenskommunikation. Mit der Serie “Experten erklären den Social Media Newsroom” klären wir auf und beleuchten viele der Fragen die sich Unternehmen heute sicherlich im Umgang mit Social Media stellen. In der heutigen 8. Folge aus der Serie stellen wir unseren Experten die einfache aber wichtige Frage: Social Media Newsroom – must have oder nice to have?
Die Meinungen unserer Experten decken hier beide Extrem ab. Einige sind der Meinung “nice to have”, wohingegen Veit Mathauer von der PR Agentur Sympra die Meinung vertritt, dass der Social Media Newsroom zukünftig ein “must have” sein wird. Einig ist man sich dabei, dass die Strategie und Inhalte im Vordergrund stehen sollten. Die “Stakeholder” müssen erreicht werden. Hierfür allerdings stellt der Social Media Newsrooms ein ideales und effizientes Werkzeug dar.
Kreativfrage: Social Media Newsroom – Hype, Zukunftsmusik, Trend, „Must have” oder “Nice to have”?
Klaus Eck: Eine gute Unternehmenskommunikation benötigt keine Hype-Tools, aber sollte möglichst effizient ihre Stakeholder erreichen. Ist das mit dem klassischen Pressebereich überhaupt noch möglich? Ein Social Media Newsroom bietet weit mehr Services. Je aktiver Unternehmen sich auf das Social Web einlassen, desto mehr wird ein Social Media Newsroom zum “Must Have”.

Jan-Hendrik Senf: Ein Social Media Newsroom ist zur Zeit ein Could have, mit zunehmender Tendenz zum Should have.
Bernhard Jodeleit: Definitiv gibt es einen Hype um den Begriff “Social Media Newsroom”. Daher sollten Unternehmen kritisch nach der Einbettung in die Gesamtstrategie fragen, wenn ihnen ein solches Produkt angeboten wird. Wichtig ist am Ende nur die Frage, ob die im Unternehmen generierten Inhalte optimal mehrfach verwertet und ins Web verlängert werden. Ob die dazu verwendete Lösung Social Media Newsroom heißt oder nicht, ist sekundär.
Veit Mathauer: In absehbarer Zeit ein Must-have. Ob die Plattform dann „Social Media Newsroom“ heißt oder ob sie selbstverständlicher Bestandteil einer Webpräsenz ist, bleibt abzuwarten. Fakt ist: Je mehr Plattformen im Web parallel genutzt werden, desto wichtiger ist, die verschiedenen Aktivitäten zusammenzuführen.

David Nelles: Ganz klar – Nice to have. Der Social Media Newsroom kann nur das Finish einer Social Media Strategie im Unternehmen sein.
Thomas Pfeiffer: Nicht für jedes Unternehmen eignet sich ein Social Media-Newsroom. Was einigen Unternehmen von „der Blogosphäre“ vorgeworfen wird, nämlich zu zögerliches Handeln, hat durchaus seine Berechtigung: Social Media macht man als (großes) Unternehmen nicht einfach so und man sollte von Anfang an einen langen Atem einplanen. Es ergibt also durchaus Sinn, sich zunächst die Social Media-Newsrooms von anderen (Konkurrenten) anzusehen und ggf. aus deren Fehlern zu lernen: Man muss ja nicht immer das Rad neu erfinden.
Mehr aus der Social Media Newsroom Expertenrunde:
- Alles was Sie über den Social Media Newsroom wissen müssen.
- Was ist ein Social Media Newsroom und wie funktioniert er?
- Wie unterscheidet sich der Social Media Newsroom von einem Blog?
- Welches sind die wesentlichen Einsatzfälle für einen Social Media Newsroom?
- Wer sind die Zielgruppen für den Social Media Newsroom?
- Warum Unternehmen einen Social Media Newsroom einsetzen sollten.
- Welche Unternehmen sind für den Social Media Newsroom geeignet?
- Wie spielt der Social Media Newsroom mit der klassischen Unternehmenskommunikation zusammen?
Social Media Newsroom Expertenrunde: Wie spielt der Social Media Newsroom mit der klassischen Unternehmenskommunikation zusammen? (Teil 7 der Serie)
10. August 2010 um 8:55 von Mario Grobholz
In heutigen 7. Teil unserer Serie, in der Social Media Experten den Social Media Newsroom erklären wird es darum gehen, wie der Newsroom im Zusammenspiel mit der klassischen PR und Öffentlichkeitsarbeit eines Unternehmens zusammenwirkt. Gibt es überhaupt ein Zusammenspiel von Social Media und der klassischen Unternehmenskommunikation oder muss sich ein Unternehmen für das eine oder andere entscheiden?
Die Meinungen unserer Social Media und Kommunikations-Experten ist dabei recht vielfältig. Für einige ist der Social Media Newsroom der Ersatz für den bisherigen Pressebereich auf einer Unternehmenswebseite. Für andere ist Social Media ein weitere Kanal und der Newsroom dabei das technische System. In jedem Fall, und da sind sich unsere Experten einig, unterstützt der Social Media Newsroom Unternehmen bei seinen kommunikativen Aufgaben mit den unterschiedlichen Zielgruppen effizient. Klaus Eck vertritt sogar die Meinung, dass es heute gar keine klassische Unternehmenskommunikation mehr gibt. Im Social Web wird so oder so kommuniziert, ob es das Unternehmen will oder nicht. Lesen Sie hier die Meinungen unserer Social Media Experten im Detail.
Bernhard Jodeleit: Social Media Newsrooms eignen sich sehr gut als zentrale Plattform zur Bündelung aller für die Öffentlichkeitsarbeit relevanten Informationen. Gute Newsrooms sind suchmaschinenfreundlich und daher eine nahezu zwangsläufige Fundstelle, wenn Journalisten oder Blogger zu einem Thema recherchieren. Das ist wichtig, denn heute kommt es in der Öffentlichkeitsarbeit nicht nur auf das aktive Aussenden von Inhalten an. Mindestens genauso wichtig ist es, die richtigen Informationen ins Web zu stellen, damit relevante Zielgruppen diese beim Googlen finden. Dabei helfen Social Media Newsrooms ebenso wie beim Erreichen neuer Zielgruppen. Kaum ein Blogger oder Twitter-Nutzer wird von sich aus auf eine interessante Presseinformation im PDF-Format hinweisen. Auf eine coole Präsentation, die in einem Social Media Newsroom eingebettet ist, dagegen schon. Und für Journalisten ist die gleiche Präsentation unter Umständen ebenfalls interessant. Social Media Newsrooms und der Rest der PR-Aktivitäten ergänzen sich damit optimal.
Veith Mathauer: Social Media ersetzen nicht die klassischen Medien, sondern ergänzen diese. Der Social Media Newsroom unterstützt die PR-Arbeit – sowohl klassisch als auch im Web 2.0.

Klaus Eck: Das einzig klassische an einem Social Media Newsroom sind die dort zur Verfügung gestellten Pressemitteilungen, Hintergrund- und Kontaktinformationen. Klassische Unternehmenskommunikation in dem Sinne gibt es aber nicht mehr. Das Internet hat das nachhaltig verändert. Heutzutage muss kommuniziert werden, da es sonst andere für einen tun. Das Social Web eignet sich dafür besser als alle anderen Kanäle, da die Informationen schnell und direkt an die Zielgruppe gerichtet kommuniziert werden können.
Jan-Hendrik Senf: Der Social Media Newsroom (als Substitut für den bisherigen Pressebereich eines Internetauftrittes) und die klassischen Felder gehen idealerweise Hand in Hand, denn z.B. Pressemitteilungen werden im Social Media Newsroom abgebildet und enthalten ihrerseits sinnvollerweise wiederum auch Hinweise auf den Newsroom.
Thomas Pfeiffer: Die klassische Unternehmenskommunikation wird nicht obsolet, sie besteht auch weiterhin und hat ihre volle Berechtigung. Aber es kommen eben durch Social Media neue Bereiche hinzu. Für manche Unternehmen sind die neuen Bereiche umfangreicher, für andere weniger. Im Besten Falle können beide Seiten der gleichen Medaille gegenseitig auf einander verweisen. Und es ist immer wieder so, dass gute Social Media-Aktivitäten zur „Story“ in klassischen Medien werden.
David Nelles: Der Social Media Newsroom gleicht einem Aggregatorfeature, welches die verschiedenen Unternehmensdialogkanäle zusammenführt und der Öffentlichkeit zur Verfügung stellt. Bis auf den Umstand der Erweiterung der Kanäle auf Social Media gibt es keine besonderen Einflüssen, die vom Social Media Newsroom ausgehen.
Mehr aus der Social Media Newsroom Expertenrunde:
- Alles was Sie über den Social Media Newsroom wissen müssen.
- Was ist ein Social Media Newsroom und wie funktioniert er?
- Wie unterscheidet sich der Social Media Newsroom von einem Blog?
- Welches sind die wesentlichen Einsatzfälle für einen Social Media Newsroom?
- Wer sind die Zielgruppen für den Social Media Newsroom?
- Warum Unternehmen einen Social Media Newsroom einsetzen sollten.
- Welche Unternehmen sind für den Social Media Newsroom geeignet?
Social Media Newsroom Expertenrunde: Welche Unternehmen sind für den Social Media Newsroom geeignet? (Teil 6 der Serie)
6. August 2010 um 9:03 von Mario Grobholz
“Social Media Experten stellen den Social Media Newsroom vor.” Das ist das Thema unserer aktuellen Serie, mit der wir viel Licht in das Thema des Social Media Newsrooms bringen wollen. Die Informationen aus unterschiedlichen Bereichen und Konzepten von führenden Social Media Experten zusammengefasst, soll bei der Entscheidungsfindung für Ihre Social Media Projekte helfen. Heute gehen wir daher der Frage nach, welche Unternehmen “reif” für den Einsatz eines Social Media Newsrooms sind.
Beim Social Media Newsroom gilt, wie auch für die klassische Kommunikation: “Auf den Inhalt kommt es an”. Übereinstimmen unsere Social Media Experten in der Meinung, dass gerade Unternehmen, welche die direkte Kommunikation mit den Zielgruppen suchen mit dem Konzept des Social Media Newsrooms richtig liegen. Lesen Sie hier im Detail welche Unternehmen unsere Experten als geeignet für den Einsatz eines Social Media Newsrooms betrachten.
Welche Unternehmen sind reif für den Einsatz eines Social Media Newsrooms bzw. welche sind (noch) nicht reif? An was lässt sich das festmachen?
Veit Mathauer: Beim Social Media Newsroom gilt dasselbe, das generell für Social Media gilt: Auf den Inhalt kommt es an. Nur wenn ein Unternehmen Interessantes zu berichten hat und darüber hinaus in der Lage ist, zu seinen Themen mit Menschen im Social Web in Dialog zu treten, macht ein Newsroom Sinn. Dann jedoch ist er eine ganz hervorragende Plattform, weil viele Prozesse automatisiert vonstatten gehen. Dies spart Ressourcen und stellt sicher, dass stets aktuelle Inhalte bereit stehen.
David Nelles: Unternehmen, die erfolgreich mehrere Social Media Kanäle betreiben – alles andere wäre blanker Unsinn. Erfolg definiere ich in diesem Zusammenhang, wenn Unternehmen Inhalte liefern, die für die Zielgruppe einen Mehrwert darstellen und damit auch sichtbare Dialoge auf den jeweiligen Plattformen erzeugen.
Jan-Hendrik Senf: Unternehmen, die bereits in Social Media aktiv sind und noch keine oder bisher nur eine statische Seite mit Hinweisen auf diese Aktivitäten auf ihrem Auftritt haben, sollten die Anschaffung eines Social Media Newsrooms in Erwägung ziehen. Insbesondere gilt dieses für Unternehmen, die immer wieder mit Anfragen von weiterverwertenden Kommunikatoren konfrontiert werden. Hier kann ein Social Media Newsroom durch die Entlastung der Kommunikationsabteilung des Unternehmens für eine deutliche Ressourcenschonung und damit letztlich gesteigerte Unternehmensproduktivität sorgen.
Klaus Eck: Alle Unternehmen, die im Social Web aktiv sind, sind theoretisch reif für einen Social Media Newsroom. Dabei sollte aber beachtet werden, dass die einzelnen Netzwerke auch mit reichlich Aktivität gefüllt sein müssen, sonst wirkt der Newsroom eher spärlich und hinterlässt gar einen negativen Eindruck.
Bernhard Jodeleit: Social Media Newsrooms sind für Unternehmen geeignet, die direkte Kommunikation mit Multiplikatoren im Internet pflegen möchten. Weniger geeignet ist das Instrument für Unternehmen, deren redaktionelle Prozesse in der Öffentlichkeitsarbeit eher langsam getaktet sind, die noch von Pressemitteilung zu Pressemitteilung denken und wenig dialogorientiert sind.
Thomas Pfeiffer: Unternehmen sind es nicht immer gewohnt, mit ihren Kunden und Partnern auf Augenhöhe zu kommunizieren. Aber gerade ein Social Media-Newsroom, der auch fremde Inhalte aggregiert, lebt davon, dass Kunden als gleichberechtigte Partner angenommen und auch so behandelt werden. Die klassische Marketing-Denke des „Ich sende – viele empfangen“ greift hier nicht. Die Öffentlichkeitsarbeiter eines Unternehmens müssen das klassische Paradigma ablegen oder im Besten Fall schon angelegt haben: Kunden sind Partner, die auch in Wahrheit so behandelt werden wollen.
Mehr aus der Social Media Newsroom Expertenrunde:
- Alles was Sie über den Social Media Newsroom wissen müssen.
- Was ist ein Social Media Newsroom und wie funktioniert er?
- Wie unterscheidet sich der Social Media Newsroom von einem Blog?
- Welches sind die wesentlichen Einsatzfälle für einen Social Media Newsroom?
- Wer sind die Zielgruppen für den Social Media Newsroom?
- Warum Unternehmen einen Social Media Newsroom einsetzen sollten.







