Archiv für Juli 2010
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13. Juli 2010 um 8:45 von Mario Grobholz
Mit dieser kleinen Serie begleiten wir die Markenexperten von brandamazing: auf deren Weg ins Social Web und den ersten Erfahrungen mit Social Media. Die Münchner Berater machen mit ihrem Produkt Human Branding Menschen zu starken Marken. Heute der 4. Teil der Serie.
Der Markenexperte und Inhaber von brandamazing: Jon Christoph Berndt lässt uns hier an seinen Gedanken, Herausforderungen und Lösungen teilhaben.
Teil 4: myON-ID Media hat Florian, unserem Social Media Manager, den Zugang zur Beta-Version unseres Newsrooms rüber gereicht. Das sieht alles schon verdammt social und gut aus. Wir klären nun, was ganz zentral steht (das Facebook-Modul oder doch lieber der Blog?) und viele weitere Kleinig- oder eben doch Großigkeiten. Schließlich soll das dann für die nächsten Jahre richtig was werden mit unserem Web 2.0. Das Going live der bestens eingestielten Alpha-Version haben wir weiterhin für die nächsten Tage im Focus.
Wenn Sie Interesse an den bisher im Rahmen dieser Serie erschienenen Artikeln haben, dann finden Sie diese hier:
Jon Christoph Berndt®: Fröhlich weiter auf der schiefen Bahn zum Markenglück, Menowin Fröhlich!
1. Juli 2010 um 8:57 von Jon Christoph Berndt
Nach keiner DSDS-Ausgabe hat ein Zweitplatzierter so viel Medien- und Fanecho ausgelöst wie er. Die Farbe Rot, die Menowins Fans zum Zeichen ihrer Solidarität auf dem Weg bis fast an die Spitze trugen, ist inzwischen Kult. Der Typ hat mehr Aufmerksamkeit als der große Gewinner Mehrzad Marashi. Der ist halt so einer von der glatten Sorte; glücklich verlobt, mit Kind und so, und das nicht mal von der Cousine, keine Drogen, kein Knast. Da kann sich keiner dran stoßen, keiner dran reiben, keiner sich so schön aufregen. Und das braucht es halt bei einer starken Human Brand – feste Borke zum Schubbern wie bei Balu im Dschungelbuch. Dann kratzt es, und das tut uns gut. Sich aufregen macht Laune, und Laune macht Fans.
Menowin Fröhlich ist der Prolet von nebenan, nahbar für alle. In ihm steckt das, von dem viele gern eine Prise abhätten: Ein bisschen Revoluzzer, etwas Rempler, eine Messerspitze Rauf- und Sauf-Rowdy. Der Auflehner gegen die spießige Krisen-Langeweile 2010ff. Sicher ist er zu proletig, zu laut, zu scheinwerfergeil. Dazu die immer ein bisschen zu bunten Klamotten, der immer ein bisschen zu große falsche Diamantohrstecker, die immer ein bisschen zu dekorierte Frisur. Alles falsch, furchtbar, eklig – furchtbar geil und endeklig! Endlich haben Janine und Jerome (beide zwischen 17 und 29) einen Vorangeher und Erlaubnisgeber dafür, auch mal so elegant auf die Straße rotzen zu dürfen.
Die Fanliebe in Rot geht sogar bis zu deutschlandweiten Demos:
Der zweite Platz für Merowin ist zuwenig! Wer tut das schon für die wahre, konstruktiv starke Marke Joachim Gauck, weil der nur Zweiter wurde? Kein Mensch, in welcher Farbe auch immer. Es sieht so aus, als kann Menowin Fröhlich tatsächlich ohne eigene Single und ohne eigene CD mehr Zuschauer bei seinen Konzerten versammeln als DSDS-Gewinner und Chartstürmer Mehrzad Marashi.
Wie wird das bloß weiter gehen? Es geht so weiter, dass diejenigen mit den ganz klaren, einfachen Botschaften die großen Gewinner sind. Die gegen den Strich Gebürschtelten, die kleinen schmutzigen gesellschaftlichen Geisterfahrer. Die werden es weiter reißen in einer Zeit, in der Tugenden und Werte nur von wenigen geschätzt, gelebt und verteidigt werden. Also entweder laute Marke sein und mit pöbeln (das ist gut fürs Ego und kurzfristig gut für die Kasse) oder leise Marke sein und in sich hinein murmeln (das ist gut fürs Ego und langfristig gut fürs Gemüt).
Was macht Menowin Fröhlich richtig?
- Er denkt nicht viel nach, macht einfach; in der Wolle gefärbt echt, wie er tatsächlich ist!
- Er schert sich einen kühlen Dreck darum, was andere sagen!
- Er bleibt konsequent bei seiner Markenstrategie, die einfach so gewachsen ist!
Human Branding Lesson Learned #6
Nimm das Leben nicht so schwer. Versende lieber einfache knackige Botschaften, die so sind wie Du. Das ist besser als lang geplante und dann doch irgendwie schlappe Profilierungsversuche im Grau der Masse. Dann wirst Du wahrgenommen, polarisierst ordentlich und hast beides – Freunde und Feinde. Aber: Do it your way!
Stay tuned!
Mehr von Jon Christoph Berndt® und Human Branding gibt’s hier:
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- Papa Papandreou – Markenfels in der Markenbrandung
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