Internet als Schulfach? Wo Medienkompetenz beginnt
23. Juli 2010 um 8:55 von Mario Grobholz
Lars Hinrichs, Gründer des Businessnetzwerkes Xing, äußerte sich im Anfang des Jahres im Rahmen der WEPP-Lounge im “Grand Elysee” kritisch über die Nutzung von Internetportalen. Er warnte vor der Vermischung der Geschäfts- und der Freizeit-Identität.
Besonders in der Medienkompetenz von Kindern sieht Hinrichs noch viel Verbesserungspotenzial. Den Umgang seiner Kinder mit dem Internet beobachte er besonders kritisch. Es solle ein Schulfach “Internet” geben, welches Kindern ein gesundes Verhalten gegenüber und mit dem Internet aneignen soll, so der Medienprofi und Vater im Interview mit der WELT Online: “Meine Tochter hat bereits mit vier Jahren eine Digitalkamera. Sie wächst 100 Prozent digital auf.”
Ein Schulfach Namens “Internet” mag es vielleicht noch nicht geben, aber immerhin ein Kapitel in einem Schulbuch, und damit im Lehrplan bayerischer Gymnasiasten. Der Oldenburg Verlag hat in seinem Deutschbuch der Gynmasialstufe 9 in Bayern dem Thema “Identität im Internet” ein Kapitel gewidmet. Hier ist das Thema für die Schüler des Gymnasiums auf Seite 128/129 “Die Online Identität” und “Reputationsmanagement”. Grundlage hierfür sind Bilder und Erleuterungen, welcher der Oldenburg Verlag sich von uns hat lizenzieren lassen.
Seit der Gründung von myON-ID Media sind wir als Unternehmen besonders aktiv Medienkompetenz im Umgang mit dem Internet zu vermittlen und aufzuklären. Einen Grundstein für das Verständnis über die eigene Online Reputation zu legen und zwar in einem Alter, wo gerade Jugendliche mit vielen anderen Dingen beschäftigt sind und Verantwortung oder Weitsicht nicht gerade der ständige Begleiter beim Surfen im Web oder beim Chatten auf Facebook sein dürfetn ist dabei nicht nur unser Anliegen.
“Kontrolle vs. Vertrauen ist ein Knackpunkt in der (Internet-)-Eltern-Kindbeziehung. Daher: Medienkompetenz beginnt nicht im Internet. Sondern im Elternhaus.”
Neben der anhaltenden Diskussion um das Internet, Communities und dem alltäglichen Gedankenaustausch sollte berücksichtigt werden, dass gerade die jüngste Generation in eine völlig digitalisierte Welt hineingeboren wurde. Die Nutzung sozialer Netzwerke zwecks Freundschaften, Wissensaustausch und neuer Kontakte ist für Kinder und Jugendliche völlig selbstverständlich. Und nicht mehr wegzudenken. Dennoch gilt es, hier den Kopf einzuschalten – und das richtet sich genauso an die Eltern – bevor man Informationen über sich oder andere im Netz preisgibt.
Institutionen wie beispielweise der Safer Internet Day oder Angebote wie Ichimnetz klären sachlich und gleichermaßen Kindgerecht über jene Risiken auf. Wir haben selbst mit dem Online Reputation Monitoring Service Ruflotse eine praktische Monitoring-Lösung für Eltern geschaffen, die über die Aktiviäten ihrer Kids im Netz besser Bescheid wissen und mögliche Mobbing-Attacken frühzeitig erkennen wollen, um darauf entsprechend reagieren zu können. Natürlich müssen Eltern ihren Kindern mit einem gesunden Vetrauen entgegentreten. Der Sinn von Angeboten wie Ruflotse besteht nicht darin, Kontrolle auszuüben. Vielmehr dienen sie dem Zweck, das mögliche Defizit an Eigenverantwortung (oder auch den Mut, sich den Eltern anzuvertrauen) mit einfachen Mitteln auszugleichen und gegen mögliche Schäden vorzubeugen.
Dieser Artikel wurde von Mario Grobholz geschrieben.Mario Grobholz ist Gründer und Ideengeber der myON-ID Media GmbH. Der Maschinenbau- und Wirtschaftsingenieur entwickelte in den letzten 10 Jahren für führende Internet, Telekommunikations- und Medienunternehmen Internetstrategien und -konzepte. Seit 1999 plant und betreibt er erfolgreich Consumer-Portale und Social Networks u.a. bei WEB.DE, o2 und Eurosport.
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In Bayern im G8 ist es in der Oberstufe über P-Seminare möglich.
Gymnasium Vilshofen Fachbetreuung: OStR Stefan Winter
http://www.gym-vilshofen.de/index.php?option=com_content&view=article&id=85&Itemid=29
“Im Schuljahr 2009/2010 wird ein P-Seminar zum Thema “Der gläsene Mensch” angeboten. Ziel des Seminars ist die Entwicklung von Workshops für die Unterstufe zur Sensibilisierung der Gefahren des Internets.”
Das P-Seminar kann von der Schule mit externen Partnern gestellt werden. Die Wahl der P-Seminare findet allerdings Anfang des Jahres für die 10. Klasse statt.







