Safer Internet Day 2010 – Flunkern im Netz erlaubt?
11. Februar 2010 um 9:10 von Martina Doherr
Am 9. Februar fand zum vierten Mal der internationale Safer Internet Day 2010 statt. Tausende Veranstaltungen in über 60 Ländern rückten das Thema Internetsicherheit in den Fokus. In Deutschland beteiligten sich zahlreiche Institutionen, Unternehmen und Initiativen mit eigenen Veranstaltungen und Aktionen.
Wie in den vergangenen Jahren konnten und sollten sich alle am Safer Internet Day 2010 beteiligen, denen Internetsicherheit ein Anliegen ist. So auch die Online-
Identitätsbewahrer ichimnetz.de, die unter dem Motto „Jede Stunde ein Kommentar“ ein persönliches Statement eines Prominenten oder einer bekannten Online-Persönlichkeit veröffentlichten. Darunter auch einen Beitrag von Mario Grobholz, Experte in Sachen Online-Reputation und Datensicherheit im Netz.
Auf dem Safer Internet Day warben Dieter Kempf und Bundesverbraucherschutz-ministerin Ilse Aigner in Berlin für mehr Vorsicht: Falschangaben seien nur ein bedingter Schutz, so die beiden Präsidiumsmitglieder des Bundesverbands.
Andererseits gaben in der dort veröffentlichten Studie ein knappes Drittel der Befragten an, sie haben bei der Angabe von Name und Alter geflunkert.
Da könnte
man jetzt spekulieren, ob es nicht sogar besser sei, zumindest beim Namen erfinderisch zu sein, wenn man berücksichtligt, dass laut der selben Studie nahezu 60% nicht auf ihre Privatsphäreeinstellungen achten und ihre Daten somit frei zugänglich sind.
Aigner forderte auf der Pressekonferenz eine weitere Straffung des Datenschutzes: “Wer persönliche Daten ins Netz stellt, sollte grundsätzlich auch das Recht behalten, diese wieder zu löschen. Wir benötigen einen Kopierschutz, damit Inhalte nicht kopiert und an anderer Stelle ins Netz gestellt werden können. Internet-Browser sollten zudem datenschutz- und sicherheitsfreundliche Voreinstellungen haben, so dass Nutzer nicht erst aktiv werden müssen, wenn sie nicht wollen, dass ihre Daten weitergegeben werden.”
Ebenfalls eine Stellungnahme, die kontrovers betrachtet werden kann. Schließlich geht es dabei auch technische Gegebenheiten des Internets, welche die Umsetzung dieser Forderung eher schwierig gestalten.
Rund 28 Millionen Bundesbürger stellen sich heute bereitwillig im Internet aus – das sind 40% aller Deutschen ab 14 Jahren; jeder Dritte Deutsche betreibt mindestens ein Profil in einem sozialen Netzwerk, unter den Internet-Surfern ist es nahezu jeder Zweite. Es gibt wohl keine Patentlösung, aber wohl eine Richtung – und die heißt: Medienkompetenz. Auch myON-ID Media beteiligt sich aktiv an der Aufklärungsarbeit im Umgang mit sensiblen Daten im Internet und sorgt bereits im Teeniealter für mehr Verantwortungsbewusstsein bei Aktivitäten im Netz.
Dieser Artikel wurde von Martina Doherr geschrieben.Martina Doherr betreut die Bereiche PR und Kommunikation. Ursprünglich 2001 in Frankfurt/Main als Werbetexterin u.A. bei Ogilvy & Mather gestartet, ist sie seit September 2009 im Hause myON-ID für die Kommunikation, Press- und Marketing Relations verantwortlich.
Dieser Beitrag hat Ihnen gefallen? Dann abonnieren Sie den myON-ID Blog als RSS-Feed, um regelmäßig über neue Artikel informiert zu werden!








