Archiv für Februar 2010
« Letzte EinträgeKarriere Spezial: Wie das Vorstellungsgespräch zum Erfolg wird
25. Februar 2010 um 9:15 von Mario Grobholz
Vorstellungsgespräche sind so unberechenbar. Man kann sich nie sicher sein, ob man sich genug dafür vorbereitet hat und ob man Antworten für jede Frage haben wird. Es ist nicht wie damals in der Schule, wo man für einen Geschichtstest alles auswendig lernen konnte. Spontanität und Intuitive Handlung ist gefragt. Das hat uns leider niemand in der Schule beigebracht.
Gibt es denn kein Patentrezept für ein erfolgreiches Vorstellungsgespräch? Leider nicht, denn dafür spielen zu viele Faktoren eine Rolle, die das Gespräch beeinflussen können. Es fängt mit dem ersten Eindruck an. Hier kommt es drauf an, ob man sich von Anfang an sympatisch ist. Es gibt natürlich Menschen, die werden einfach von jedem geliebt aber normalerweise muss hier, wie in der Liebe, die Chemie stimmen. Jeder Interviewer hat ein Bild von seinem Bewerber unterbewusst im Kopf, dieses Bild gilt es jetzt zu entsprechen oder gar zu übertreffen. Dabei spielen gewisse Faktoren, wie z. B. die Kleidung, die Frisur, der Duft, die Gestik und die Stimme eine Rolle.
Gelingen oder Misslingen eines Vorstellungsgesprächs hängt zu etwa 60-80 Prozent von Ihrer Persönlichkeit ab und damit von der Frage, wie sympathisch und vertrauenswürdig Sie auf den Auswähler wirken, ob Sie als anpassungs- und teamfähig eingestuft werden, ob Sie zum Unternehmen passen – einfach, ob man sich vorstellen kann, gut mit Ihnen zusammenzuarbeiten.
Leistungsbereitschaft wird getestet, indem man nach Ihrem Engagement, Ihrer Begeisterung, Ihrem Interesse fragt. Außerdem wird geprüft, ob Sie lern- und wirklich arbeitswillig sind und sich mit der Arbeit und der Firma identifizieren können.
Kompetenz meint fachliche Qualifikation und das Vorhandensein berufsrelevanter Eigenschaften. Hier geht es vor allem um die Frage: Kann man Ihnen die Bewältigung der an diesem Arbeitsplatz anfallenden Aufgaben zutrauen?
Jochen Mai hat sich letztes Jahr die Mühe gemacht, die 100 häufigsten Fragen im Vorstellungsgespräch in seiner Karrierebibel festzuhalten. Hier nun die besten Antworten:
Gern genutzte Gesprächsöffner
- Erzählen Sie etwas über sich.
- Warum sollten wir Sie einstellen?
- Warum möchten Sie diesen Job?
Fragen zur Bewerbungsmotivation
- Welche Ziel verfolgen Sie mit diesem neuen Job?
- Warum wollen Sie Ihren bisherigen Job aufgeben?
- Was haben Sie an Ihrem vergangenen Job überhaupt nicht gemocht?
- Was denken Sie über Ihren letzten Chef?
- Was wissen Sie über unser Unternehmen?
- Welches Gehalt stellen Sie sich vor?
- Wären Sie bereit, umzuziehen?
- Haben Sie auch Fragen an mich?
Persönlichkeit / Stärken-Schwächen-Profil
- Was sind Ihre Stärken?
- Nennen Sie bitte drei positive Dinge, die Ihr ehemaliger Chef über Sie sagen würde.
- Was sind Ihre Schwächen?
- Geben Sie mir ein paar Beispiele von Ideen, die Sie umgesetzt haben.
- Wovor haben Sie am meisten Angst?
- Wo möchten Sie in fünf Jahren stehen?
- Was ist Ihr größter Erfolg, den Sie außerhalb Ihres Berufs erreicht haben?
Fragen zur Arbeitsweise
- Wie motivieren Sie sich?
- Wie würden Sie Ihren Arbeitsstil beschreiben?
- Was war das letzte Projekt, an dem Sie gearbeitet haben und was war das Ergebnis?
- Welche Techniken oder Werkzeuge nutzen Sie, um sich selbst zu organisieren?
- Was würden Sie tun, wenn Sie wüssten, dass Sie Ihre Tagesaufgaben unmöglich allein schaffen können?
- Wie stellen Sie möglichst schnell Ihre Vertrauenswürdigkeit in Ihrem neuen Team unter Beweis?
- Wie fühlen Sie sich, wenn Sie ein “Nein” als Antwort erhalten?
- Wie gehen Sie mit Veränderungen um?
Kulturfragen / Fitting
- Für was waren Sie in Ihrem alten Job verantwortlich?
- Was hat Sie an diesem Unternehmen interessiert?
- Wie sieht das ideale Unternehmen für Sie aus?
- Was sind die zentralen Eigenschaften einer guten Führungskraft?
- Und einer schlechten?
- Welche Konflikte haben Sie in Ihren bisherigen Jobs schon erlebt?
Charakterfragen / Wertetest
- Nennen Sie fünf Begriffe, die Ihren Charakter beschreiben.
- Welche drei Charaktereigenschaften würden Ihre Freunde Ihnen nachsagen, um Sie zu beschreiben?
- Worauf sind Sie besonders stolz?
- Gab es einen Menschen in Ihrer Laufbahn, der Sie verändert hat?
- Was war die schwerste Entscheidung, die Sie in den vergangenen zwei Jahren treffen mussten?
- Wann haben Sie etwas falsch gemacht. Wie sind Sie damit zurecht gekommen?
- Wie würden Sie sich fühlen, wenn Sie für jemanden arbeiten müssten, der weniger weiß als Sie?
Expertenmeinung: Christoph Hölzlwimmer über den Social Media Einsatz in Unternehmen
22. Februar 2010 um 9:20 von Mario Grobholz
Social Media hat in deutschen Unternehmen Einzug gehalten. Bei einigen schon oft und vielseitig genutzt, sehen viele dem Ganzen noch immer skeptisch entgegen. Was sagen Experten zum Thema Social Media Einsatz in Unternehmen? Wir haben sie gefragt.
Heute befragen wir Christoph Hölzlwimmer, Geschäftsführer von Stream5 zu diesem Thema. Er selbst ist mit eigenem Blog und verschiedenen Netzwerkprofilen sehr aktiv im Social Web und kann deshalb aus Erfahrung sprechen, wenn es darum geht, wie wirkungsvoll das Medium Internet für sein Unternehmen ist. Wir haben ihn 4 Fragen zu “Social Media Einsatz in Unternehmen” gestellt und hier sind seine Antworten:
Denken Sie, dass Social Media Marketing für Unternehmen zum Standard Marketing Mix gehören sollte?
CH: Definitiv zum Standard Kommunikations-Mix, sofern Unternehmen glauben dort Ihre Zielgruppen oder Multiplikatoren antreffen zu können. Zum Marketing-Mix dann, wenn man glaubt oder beachtsichtigt über die Kommunikations-Wirkung hinaus auch Reichweite für sein Unternehmen oder seine Produkte/Services aufbauen zu können, neue Kunden akquerieren zu können oder in Social Media Plattformen sogar eine Transaktionskanal sieht. Die Bedeutung für Social Media wird auf jeden Fall zunehmen und zukünftig zu einem festen Bestandteil im Kommunikations- und/oder Marketing-Mix einnehmen.
Wo sollten die Social Media Aktivitäten eines Unternehmens in der Organisation “aufgehängt” sein?
CH: Kommt darauf an: werden kommunikative Ziele verfolgt, dann im Bereich PR oder Corporate Communications. Werden Marketing oder Transaktions-/Sales Ziele verfolgt, dann besser im Bereich Marketing/Online Marketing.
Welche messbaren Ziele verfolgen Unternehmen mit ihren Social Media Aktivitäten?
CH: Das ist sehr unterschiedlich. Mögliche Ziele können sein: Erhöhung Reichweite für die Presseaktivitäten (im Sinne eines weiteren Kommunikationskanals), Erhöhung Kundenbindung durch User-Involvement, Feebdack Barometer für Produkte, Services, Unternehmens-Themen, Erhöhung Reichweite für die eigene Website aufgrund der hohen Suchmaschinen-Relevanz von Social Media Plattformen (user generated content = unique content!), Gewinnung neuer Kunden, Erhöhung Abverkäufe/Transaktionen
Welche Unternehmen kennen Sie, die heute Social Media bereits erfolgreich einsetzen?
CH: Bereits sehr viele. Die Speerspitze (first movers, early adaptors) liegt vor allem bei den Telcos und der Unterhaltungselektronik gefolgt von Unternehmen aus dem Internet-, Medien- und Markenartikler-Umfeld. Auch einige Automobil-Konzerne im Social Media bereits aktiv.
Ich persönlich kenne einige Unternehmen die Social Media einsetzen. Spontan fallen mir Microsoft, die Deutsche Telekom oder die Sccout24 Gruppe ein, um nur einige zu nennen. Und natürlich mein eigenes Unternehmen: stream5, der führende Anbieter für Online Video Technologie.
Die iMedia Lounge – Präsentation beim Social Web Breakfast in München
17. Februar 2010 um 5:34 von Martina Doherr
Seit dem 09. Februar bietet myON-ID Media in Kooperation mit iCrossing eine innovative Newsroom-Lösung “iMedia Lounge” an. Ein Social Media Newsroom kann neuen Schwung in die “gute alte” PR-Arbeit bringen. Aber was ist ein Social Media Newsroom überhaupt – und was kann er leisten? Ist ein Social Media Newsroom wirklich nur für die PR-Abteilung sinnvoll? Welche Tipps & Tricks gibt es für die Einführung und den Betrieb?
Auf diese Fragen antworteten Susann Schroeder und Christian Mueller von der Digital Marketing Agentur iCrossing beim heutigen Social Web Breakfast in der O2 Lounge im Mathäser Filmpalast. Anhand des eigenen iCrossing Newsrooms sowie einem aktuellen Verlags-Case Aufbau wurden Vorteile und Erfolgsfaktoren des Newsrooms 2.0 diskutiert.
Das Event war gut geplant und bis auf den letzten Platz ausgebucht. Die rund 70 Gäste aus Presse, PR, Marketing, Social Media Agenturen sowie potenzielle Kunden und Vetriebspartner ließen sich erst das leckere Frühstück schmecken, um gestärkt den beiden Rednern zu folgen – und sich im Anschluss dem gemeinsamen, offenen Dialog rund um die innovative Newsroom-Lösung zu stellen.
Als Technologiepartner von iCrossing war myON-ID Media natürlich auch dabei und tauschte beim entspannten Get-Together nach dem Vortrag interessante Meinungen, Feedback und Kontakte aus. Neben den “üblichen Verdächtigen”, also den gestandenen Social Media Profis oder gar Newsroom- Kennern, fanden sich auch zahlreiche Neulinge auf dem Gebiet, die sich speziell für den wirtschaftlichen Nutzen sowie einen messbaren ROI des Social Media Newsrooms interessierten.
Wir bedanken uns bei den Veranstaltern, allen Teilnehmern (und natürlich auch deren “real-time” Berichterstattung via Twitter, Blogs & Co.) für ein gelungenes Event, das hoffentlich für guten Gesprächsstoff sorgen und die smarte iMedia Lounge weiterhin stark positionieren wird. Über weiterführende Gespräche, Anfragen und Feedback freuen wir uns ebenso wie unser Vertriebspartner iCrossing.
Online-Reputation-Management: Ihr guter Ruf entsteht nicht über Nacht
17. Februar 2010 um 9:05 von Mario Grobholz
Produkte, Marken und Unternehmen sind immer nur so gut wie ihr Ruf. Doch die wenigsten Unternehmen schätzen ihr Ansehen in der Öffentlichkeit realistisch ein.
Es muss wohl kaum noch erwähnt werden, dass Vertrauen in Ihre Marke, den Ruf Ihres Unternehmens ausmacht. Doch Vertrauen schafft man nicht über Nacht und einmal Vertrauen aufgebaut, kann man es auch ganz schnell wieder verlieren. Dank dem Internet geht dies noch viel schneller als in der Offlinewelt. Hier ist Vorsicht oder besser gesagt Vorsorge ist gefragt!
Vertrauen durch Einfühlungsvermögen.
Immer mehr Menschen tauschen sich im World Wide Web über Dienstleistungen und Produkte aus. Sie kritisieren, raten ab oder empfehlen weiter. Daraus ergibt sich eine ungeheure Menge an topaktuellen Verbraucherstimmen und Kundenmeinungen – mit oftmals erstaunlich pragmatischen Ansätzen oder neuen Perspektiven. Aber auch konstruktive Kritik kann durchaus mit dabei sein. Hier heißt es nun, den richtigen Ton zu treffen und vor allem JEDES Feedback – ob positiv oder negativ – gleichermaßen ernst nehmen.
Wie baue ich Vertrauen bei den Internetusern auf?
Nehmen wir uns als erstes Twitter vor. Versuchen Sie nicht, so viele Follower wie möglich zu generieren. Schauen Sie lieber nach aktiven Followern, diese sind viel wertvoller als eine hohe Anzahl an Followern. Und dann starten Sie einen Dialog. Seien Sie transparent. Hören Sie zu, gehen Sie auf jedes Gespräch ein, versuchen Sie Feedback zu bekommen und teilen Sie Ihr Wissen.
Vor allem der letzte Punkt ist sehr wichtig, um Vertrauen aufzubauen. Verabschieden Sie sich vom Gedanken, dass Ihre Wettbewerber Ihnen Ihre Ideen klauen könnten. Ideen kann man nicht klauen, nur nachmachen und dadurch können SIE (Ihr Unternehmen) nur besser und bekannter werden. Versuchen Sie real zu werden. Niemand will das Gefühl haben, dass eine Maschine hinter den Tweets der Firma steckt. Der ehrliche Dialog ist gefordert bei Twitter und allen anderen sozialen Netzwerken.
Expertenmeinung: Karsten Füllhaas zum Thema Social Media Entwicklung in Unternehmen
15. Februar 2010 um 9:05 von Mario Grobholz
Aus unserer Sicht ist die Entwickung der Sozialen Medien in Deutschland natürlich überaus spannend. Für Unternehmen ist Social Media hingegen eine große Herausforderung, aber auch eine große Chance. Denn noch nie war die Möglichkeit so groß, mit relativ geringem Einsatz eine so große, neue und junge Zielgruppe zu erreichen.
Ging es früher für Unternehmen um die reine ‘Anwesenheit’ im Web (mittels statischer Webseiten beispielweise), so bieten die neuzeitlichen Marketing- und Kommunikations-Tools des Web 2.0 den direkten Dialog mit den (potentiellen) Kunden und verleihen ihnen Gehör.Wir haben Kommunikations-Experte Karsten Füllhaas in einem Kurzinterview zu seiner Meinung über den Einsatz von Social Media in Unternehmen befragt – hier seine Antworten:
Denkst Du, dass Social Media Marketing für Unternehmen zum Standard Marketing Mix gehören sollte?
Karsten: Jedes Unternehmen sollte sich heute mit dem Thema Social Media auseinandersetzen und herausfinden, wo die geeigneten Plattformen sind und welche Themen die Menschen genau beschäftigen.
Wo sollten die Social Media Aktivitäten eines Unternehmens in der Organisation “aufgehängt” sein?
Karsten: Wie alle anderen Kommunikationsaktivitäten ist auch Kommunikation in Social Media eine strategische Aufgabe. Das für Social Media verantwortliche Team muss fähig sein, dialogorientierte Kommunikation zu betreiben und nicht nur Botschaften auszusenden. Von der Geschäftsleitung muss das Team aber auch mit der Kompetenz ausgestattet sein, ohne lange Freigabeprozesse zu agieren. Das Team muss gut mit anderen Abteilungen im Unternehmen vernetzt sein, da Kommunikation in Social Media schnell „abteilungsübergreifend“ ist: Je nach Aktivitäten sind Sales oder Kundenservice involviert.
Welche messbaren Ziele verfolgen Unternehmen mit ihren Social Media Aktivitäten?
Karsten: Die Debatte rund um Social Media und dem Return of Investment ist im vollem Gange. Was sind messbare Ziele? Lassen sich Social Media-Aktivitäten überhaupt sinnvoll messen? Viele Unternehmen experimentieren in Social Media, ohne direkt messbare Ziele zu verfolgen. Doch nach der Ausprobier-Phase sollten klare Ziele und eine Erfolgskontrolle definiert werden. Die gängigen Ziele sind: Vernetzung mit Kunden, Branding, Attraktivität als Arbeitgeber, Aufbau einer positiven Reputation.
Welche Unternehmen kennst Du, die heute Social Media bereits erfolgreich einsetzen?
Karsten: Swisscom (Blog Corporate Responsibility Swisscom), Greenpeace Schweiz, SBB (Gleis 7 Community), City Harvest. Man sollte auch nicht vergessen, dass Social Media-Aktivitäten nicht immer vom Unternehmen selber initiiert werden, sondern von Fans der Marke oder Produkte. So gibt es zahlreiche Fanpages auf Facebook mit vielen Mitgliedern, die nicht von einer Kommunikationsabteilung eines Unternehmens betreut werden, sondern von begeisterten Kunden.
Reputationsmanagement aus einer Hand von myON-ID Media. Eine Full-Service Metamorphose.
12. Februar 2010 um 9:10 von Martina Doherr
Auf den Claim gekommen: mit Beginn des neuen Jahres, und einem gelungenen Launch des Ruflotsen im November 2009 im Gepäck, durchlebt nicht nur das gesamte Internet eine Phase der Neuvermessung. Auch wir haben in den letzten Monten viel geschafft und auch verändert. Mit unserem neuen Claim “The Reputation Factory” passen wir uns der Nachfrage nach einem unfassenden Reputationsmanagement an.
Eigenmarketing im Web 2.0 – oder was vom guten Namen übrig blieb
Das Internet ist ein “intelligentes” Kollektiv aus Multiplikatoren, Kunden und Kritikern, allgegenwärtig und unkontrollierbar. Stimmt soweit. Was viele vergessen, ist aber die Tatsache, dass sich jede Veröffentlichung, positiv oder negativ, auf ewig in das Gehirn des Internets einfräst. Jeder einzelne Beitrag nimmt also Einfluss auf die Reputation im Ganzen. myON-ID Media hat sich dem Lehrauftrag verschrieben, im deutschsprachigen Raum Pionierarbeit auf dem Gebiet des Verantwortungsbewusstseins gegenüber seinem höchsten Gut im Netz, sprich den guten Ruf, zu leisten.
“Datensicherheit” hat im Web 2.0 nichts mit Firewalls zu tun
Mit dem Web 2.0 hat eine neue Ära der Kommunikation Einzug gehalten. Dies heißt zwangsläufig, dass Privatleute wie Unternehmen lernen müssen, sensibler mit ihren Daten im Netz umzugehen. Wo vielleicht gestern der einfache Download eines Virenschutzprogrammes gegen Datenmissbrauch ausreichte, ist heute eine viel komplexere Herausforderung entstanden: neuartige Medienkanäle, veränderte Kundenansprüche und die Globalisierung des Marktes. Gerade kleinere Unternehmen mit wenig Erfahrung im Umgang mit den neuen Medien haben das Nachsehen und können bislang nicht vom Web 2.0 profitieren – geschweige denn auf Stimmen im Internet reagieren, die möglicherweise großen Einfluss auf Erfolg oder Niederlage des Unternehmens nehmen.
Reputationsmanagement für alle!
Umfassendes Reputationsmanagement beginnt mit der philosophisch anmutenden Frage: “Wer bin ich, und wer will ich sein”. Vom Privatmensch bis zum CEO macht sich heute jeder Gedanken darüber, wie es um die eigene Reputation bestellt ist. Die manuelle Abfrage ist müßig, oft wenig erfolgsversprechend und keinesfalls ein Status Quo. Kurz: keine gute Basis, auf der es sich zu arbeiten lohnt. Eine individuelle Strategie muss her. Dies war jedoch bislang eine Domäne der Agenturen – hochpreisig, langwierig, exklusiv und meist Prominenten oder Unternehmen vorbehalten.
Damit räumt myON-ID nun auf und bietet unter dem Claim „The Reputation Factory“ einen Service an, der sich vor allem 3 Attribute auf die Fahne geschrieben hat: schnell, kostengünstig und lösungsorientiert. Eben wie in einer „Fabrik“, bodenständig und ohne unnötigen Kitsch. Und ähnlich einer Produktionsstraße mit vier verschiedenen Abteilungen, wird hier der gute Ruf rundum entwickelt, gepflegt und ausgebaut – zu Konditionen, die sich jeder leisten kann.
Das jüngste Kind aus dem Hause myON-ID und Bestandteil des erweiterten B2B Angebots: die Newsroom-Lösung iMedia Lounge für den unkomplizierten Einstieg von Unternehmen ins Web 2.0.
Neben diesem technischen Highlight zur zeitgemäßen Aggregation und Kommunikation von Unternehmens-Informationen erweitern wir unsere Dienstleistung ebenfalls um Human Branding, welches von unserem Partner Jon Christoph Berndt , Gründer von Brandamazing, angeboten wird. Mittels intensiver Beratung wird hier der Mensch als Marke neu positioniert und perfekt in Szene gesetzt. Jon Christoph Berndt wird ab sofort als Gastreferent einen regelmäßigen Blogbeitrag bei uns zum Thema Human Branding verfassen, auf den wir uns schon sehr freuen! Neben myON-ID, dem Werkzeug für professionelles Netzwerken und berufliche Selbstvermarktung im Internet, rundet dieser “Offline-Service” unser Angebot im Privatkundenbereich perfekt ab.
Hier nochmal unsere Services in B2C und B2B im Überblick:
- Newsroom – der einfache Einstieg in die Kommunikation des Web 2.0 für Unternehmen
- Ruflotse – der Rundumschutz des guten Namens im Netz für Firmen und Privatkunden
- myON-ID – das Werkzeug für professionelles Netzwerken und berufliche Selbstvermarktung
- Human Branding – Vorträge, Seminare und Coachings zur Stärkung der „Marke Ich“
Wir freuen uns sehr auf ein weiterhin spannendes und erfolgreiches Jahr 2010 – unter neuem Claim, mit vielen guten “alten” Bekannten und hoffentlich ebenso vielen neuen Kontakte, die nicht nur über uns sondern mit uns bloggen und publizieren!
Safer Internet Day 2010 – Flunkern im Netz erlaubt?
11. Februar 2010 um 9:10 von Martina Doherr
Am 9. Februar fand zum vierten Mal der internationale Safer Internet Day 2010 statt. Tausende Veranstaltungen in über 60 Ländern rückten das Thema Internetsicherheit in den Fokus. In Deutschland beteiligten sich zahlreiche Institutionen, Unternehmen und Initiativen mit eigenen Veranstaltungen und Aktionen.
Wie in den vergangenen Jahren konnten und sollten sich alle am Safer Internet Day 2010 beteiligen, denen Internetsicherheit ein Anliegen ist. So auch die Online-
Identitätsbewahrer ichimnetz.de, die unter dem Motto „Jede Stunde ein Kommentar“ ein persönliches Statement eines Prominenten oder einer bekannten Online-Persönlichkeit veröffentlichten. Darunter auch einen Beitrag von Mario Grobholz, Experte in Sachen Online-Reputation und Datensicherheit im Netz.
Auf dem Safer Internet Day warben Dieter Kempf und Bundesverbraucherschutz-ministerin Ilse Aigner in Berlin für mehr Vorsicht: Falschangaben seien nur ein bedingter Schutz, so die beiden Präsidiumsmitglieder des Bundesverbands.
Andererseits gaben in der dort veröffentlichten Studie ein knappes Drittel der Befragten an, sie haben bei der Angabe von Name und Alter geflunkert.
Da könnte
man jetzt spekulieren, ob es nicht sogar besser sei, zumindest beim Namen erfinderisch zu sein, wenn man berücksichtligt, dass laut der selben Studie nahezu 60% nicht auf ihre Privatsphäreeinstellungen achten und ihre Daten somit frei zugänglich sind.
Aigner forderte auf der Pressekonferenz eine weitere Straffung des Datenschutzes: “Wer persönliche Daten ins Netz stellt, sollte grundsätzlich auch das Recht behalten, diese wieder zu löschen. Wir benötigen einen Kopierschutz, damit Inhalte nicht kopiert und an anderer Stelle ins Netz gestellt werden können. Internet-Browser sollten zudem datenschutz- und sicherheitsfreundliche Voreinstellungen haben, so dass Nutzer nicht erst aktiv werden müssen, wenn sie nicht wollen, dass ihre Daten weitergegeben werden.”
Ebenfalls eine Stellungnahme, die kontrovers betrachtet werden kann. Schließlich geht es dabei auch technische Gegebenheiten des Internets, welche die Umsetzung dieser Forderung eher schwierig gestalten.
Rund 28 Millionen Bundesbürger stellen sich heute bereitwillig im Internet aus – das sind 40% aller Deutschen ab 14 Jahren; jeder Dritte Deutsche betreibt mindestens ein Profil in einem sozialen Netzwerk, unter den Internet-Surfern ist es nahezu jeder Zweite. Es gibt wohl keine Patentlösung, aber wohl eine Richtung – und die heißt: Medienkompetenz. Auch myON-ID Media beteiligt sich aktiv an der Aufklärungsarbeit im Umgang mit sensiblen Daten im Internet und sorgt bereits im Teeniealter für mehr Verantwortungsbewusstsein bei Aktivitäten im Netz.
Business Social Media: Beginnen Sie zu kommunizieren!
10. Februar 2010 um 9:05 von Mario Grobholz
Im Web geht es nicht nur darum, Ihre Kunden zu informieren, sondern auch darum, die Kundenbindung, sowie den Dialog zu optimieren. Beginnen Sie jetzt damit und kommunizieren Sie mit Ihren Kunden und Ihrer Zielgruppe.
Im Gegensatz zu E-Mail, Mailings, Newslettern oder Anzeigen, die dazu bestimmt sind, den Adressaten einseitig zu informieren, sollen die sozialen Medien einen Dialog mit Ihren Kunden hervorrufen. Letztlich geht es bei Social Media um die Beziehung und den Dialog darüber.
Es geht um den Versuch Menschen dazu zu bringen über etwas, das Ihnen und Ihren Kunden wichtig ist, zu sprechen.
Um Social Media effektiv in eine Marketing Kampagne einzubinden, muss Ihr Unternehmen die richtige Nachricht, die Sie der Welt vermitteln wollen, zielgenau festlegen. Nur somit ist es möglich, dass Ihre Mitarbeiter, die “Fahnenträger” Ihrer Botschaft, also Ihre ersten und wichtigsten Multiplikatoren einen klaren Fokus und eine klare Absicht haben. Konzentrieren Sie sich auf die zentrale Botschaft, die Ihr Unternehmen ideal beschreibt und bestimmen Sie danach die besten Möglichkeiten, diese Botschaft zu verbreiten.
Dan Burrus, Trend Prognostiker, nannte bei einer Konferenz das Beispiel eines Unternehmens im Einzelhandel, welches Socia Media perfekt nutzt, um die Sachen hervorzuheben, die sie intern schon angehen, um z. B. die Kundenzufriedenheit zu verbessern. Dieses Unternehmen befragt auch regelmäßig seine Kunden, wie sie den Kundenservice weiter verbessern könnten. So sieht professioneller Dialog in den Augen von Dan Burrus aus.
Transparenz schafft Vertrauen. Nutzen Sie jede Möglichkeit, sich als glaubwürdige Vertreter des Unternehmens zu etablieren. Legen Sie Ihre Identität, Ihre Zugehörigkeit zur Organisation, Ihre Kunden sowie Ihre beruflichen oder persönlichen Interessen offen. Außerdem sollten Sie Blogartikel immer unter Ihrem richtigen Namen publizieren.
Selbstkontrolle. Bevor Sie Material online stellen, achten Sie auf korrekte Schreibweise und den Wahrheitsgehalt in Ihrem Artikel. Führen Sie eine Rechtschreibprüfung und Grammatikprüfung durch, denn Inhalte verschwinden nie ganz, sobald sie einmal veröffentlicht worden sind. Deshalb korrigieren Sie Ihre Fehler lieber direkt.
Übernehmen Sie Verantwortung. Sie sind verantwortlich für Ihre Inhalte, die Sie veröffentlicht haben. Der Ton Ihrer Kommentare sollte respektvoll und informativ aber niemals herablassend oder streitsüchtig sein. Geben Sie Fehler zu, entschuldigen Sie sich falls nötig, korrigieren Sie Fehler und ziehen Sie weiter.
Befolgen Sie die Regeln. Berücksichtigen Sie sämtliche Gesetze, die es in der Onlinewelt gibt und denken Sie stets daran, Ihre Online-Aktivitäten sind eine Reflexion des Unternehmens.
Pressemitteilung: myON-ID und iCrossing präsentieren innovative Social Media Newsroom-Lösung
9. Februar 2010 um 9:45 von Martina Doherr

myON-ID Media macht mit der iMedia Lounge in Kooperation mit iCrossing, der Agentur für Digitales Marketing, 2010 zum “Jahr des Social Media Newsroom” - der ersten Lösung, deren Technologie speziell für den Aufbau und Betrieb von Newsrooms entwickelt wurde
München, den 09. Februar Entwickelt und betrieben wird der benutzerfreundliche Newsroom-Baukasten vom erfahrenen Technologie-Dienstleister myON-ID Media und ist als iMedia Lounge© über den Vetriebspartner iCrossing zu beziehen. Mit dieser smarten Newsroom-Lösung bündeln Unternehmen ihre Presse- und Öffentlichkeitsarbeit auf einer zentralen Plattform und erweitern diese um relevante Social-Media-Dienste. Die „Social Media Newsroom“-Lösung kann individuell auf die Bedürfnisse des Kunden zugeschnitten und jederzeit flexibel erweitert werden.
Bei minimalem Integrationsaufwand ist es möglich, die iMedia Lounge© in eine bereits existierende Unternehmenswebsite zu integrieren und an das bestehende Corporate Design anzupassen, oder aber als eigenständigen Internetauftritt umzusetzen.
Die iMedia Lounge© bindet neben klassischen PR-Elementen wie Pressemeldungen, Artikeln oder Pressebildern auch relevante Social-Media-Dienste und -Inhalte ein, beispielsweise Facebook, Twitter, Youtube, Xing, LinkedIn, Flickr, Slideshare, Blogs, Social-Bookmarking-Dienste und Social News Sites. Das Full-Service-Paket beinhaltet sowohl die umfassende Beratung, Konzeption als auch die technische Umsetzung binnen weniger Tage. iCrossing bietet die Newsroom-Lösung in der Basic- und Premiumversion zum Festpreis an. So bleiben die Kosten überschaubar und transparent.
„Als Partner der myON-ID Media ermöglichen wir mit der iMedia Lounge© erstmals den einfachen Einstieg ins Web 2.0. Dieser innovative Service ermöglicht es Unternehmen, ihre relevanten Presse- und Unternehmensinformationen mit Social-Media-Marketing-Aktivitäten effizient zu verknüpfen“, erklärt Gottfried Häuserer, Geschäftsführer der iCrossing GmbH. „Die Newsroom-Lösung rundet das Full-Service-Portfolio von iCrossing logisch ab und ist ideal für Unternehmen, die ihre Corporate Communication in Richtung Social Media ausweiten bzw. intensivieren wollen. Neben unseren eigenen Kunden wollen wir die Newsroom-Lösung auch Partnern wie z.B. PR-Agenturen oder Social Media Beratern anbieten.“
Die Einsatzmöglichkeiten der iMedia Lounge© sind vielseitig: Von der Erweiterung des klassischen Pressebereichs über Kampagnenwebsites bis hin zu Veranstaltungsseiten deckt der Newsroom eine Vielzahl an modernen Kommunikationsstrategien und -möglichkeiten ab. Zudem verbessert der Kunde ohne zusätzliche Kosten seine Auffindbarkeit und Sichtbarkeit in den Suchmaschinen, da der Lösung ein stark suchmaschinenoptimiertes Konzept zugrunde liegt. Die Pflege der Inhalte ist über ein einfach zu bedienendes und intuitives Content Management System gelöst, das sogar von unterwegs bestückt werden kann.
„iCrossing ist der starke und zuverlässige Partner, den wir gesucht haben, um der wachsenden Nachfrage am Markt nach einer smarten Newsroom-Lösung gerecht zu werden. Wir freuen uns über diese erfolgversprechende Kooperation. Gemeinsam machen wir das Jahr 2010 zum Jahr des Social Media Newsroom“, so Mario Grobholz, Gründer und Geschäftsführer von myON-ID Media.
iCrossing selbst betreibt mit großem Erfolg einen eigenen Social Media Newsroom.
Weitere Informationen zur iMedia Lounge finden Sie hier!
Lesen Sie dazu auch die Meldung der Associated Press (AP) vom heutigen Tage.
Kontakt
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Susann Schröder, Tal 11 Rückgebäude, 80331 München,
+49/(0) 89 /24 20 53 – 232, susann.schroeder@icrossing.de
Mit der iMedia Lounge© bündeln Unternehmen ihre Presse- und Öffentlichkeitsarbeit auf einer zentralen Plattform und erweitern diese um relevante Social-Media-Dienste. Die „Social Media Newsroom“-Lösung kann individuell auf die Bedürfnisse des Kunden zugeschnitten und jederzeit flexibel erweitert werden. Bei minimalem Integrationsaufwand ist es möglich, die iMedia Lounge© in eine bereits existierende Unternehmenswebsite zu integrieren und an das bestehende Corporate Design anzupassen, oder aber als eigenständigen Internetauftritt umzusetzen.
Die iMedia Lounge© bindet neben klassischen PR-Elementen wie Pressemeldungen, Artikeln oder Pressebildern auch relevante Social-Media-Dienste und -Inhalte ein, beispielsweise Facebook, Twitter, Youtube, Xing, LinkedIn, Flickr, Slideshare, Blogs, Social-Bookmarking-Dienste und Social News Sites. Das Full-Service-Paket beinhaltet sowohl die umfassende Beratung, Konzeption als auch die technische Umsetzung binnen weniger Tage. iCrossing bietet die Newsroom-Lösung in der Basic- und Premiumversion zum Festpreis an. So bleiben die Kosten überschaubar und transparent.
„Als exklusiver Partner der myON-ID Media ermöglichen wir mit der iMedia Lounge© erstmals den einfachen Einstieg ins Web 2.0. Dieser innovative Service ermöglicht es Unternehmen, ihre relevanten Presse- und Unternehmensinformationen mit Social-Media-Marketing-Aktivitäten effizient zu verknüpfen“, erklärt Gottfried Häuserer, Geschäftsführer der iCrossing GmbH. „Die Newsroom-Lösung rundet das Full-Service-Portfolio von iCrossing logisch ab und ist ideal für Unternehmen, die ihre Corporate Communication in Richtung Social Media ausweiten bzw. intensivieren wollen. Neben unseren eigenen Kunden wollen wir die Newsroom-Lösung auch Partnern wie z.B. PR-Agenturen oder Social Media Beratern anbieten.“
Die Einsatzmöglichkeiten der iMedia Lounge© sind vielseitig: Von der Erweiterung des klassischen Pressebereichs über Kampagnenwebsites bis hin zu Veranstaltungsseiten deckt der Newsroom eine Vielzahl an modernen Kommunikationsstrategien und -möglichkeiten ab. Zudem verbessert der Kunde ohne zusätzliche Kosten seine Auffindbarkeit und Sichtbarkeit in den Suchmaschinen, da der Lösung ein stark suchmaschinenoptimiertes Konzept zugrunde liegt. Die Pflege der Inhalte ist über ein einfach zu bedienendes und intuitives Content Management System gelöst, das sogar von unterwegs bestückt werden kann.
„iCrossing ist der starke und zuverlässige Partner, den wir gesucht haben, um der wachsenden Nachfrage am Markt nach einer smarten Newsroom-Lösung gerecht zu werden. Wir freuen uns über diese erfolgversprechende Kooperation. Gemeinsam machen wir das Jahr 2010 zum Jahr des Social Media Newsroom“, so Mario Grobholz, Gründer und Geschäftsführer von myON-ID Media.
iCrossing selbst betreibt mit großem Erfolg unter http://newsroom.icrossing.de einen eigenen Social Media Newsroom.
Expertenmeinung: Martin Meyer-Gossner über den Social Media Einsatz in Unternehmen
8. Februar 2010 um 9:25 von Mario Grobholz
Das Social Web wird durch die Vernetzung der Menschen immer mehr zu einer wichtigen gesellschaftlichen Kommunikations- und Handlungsplattform. Auch Unternehmen müssen dies erkennen, um am interaktiven Markt keinen Wettbewerbsnachteil einstecken zu müssen. Um sich ein besseres Bild von den Vorteilen einer betrieblichen Nutzung der sozialen Medien machen zu können, befragen wir regelmäßig Experten auf diesem Gebiet.
Dieses Mal befragen wir Martin Meyer-Gossner, Sales und Marketing Experte sowie passionierter Blogger rund um das Thema Social Media vor allem bei seinem eigenen Blog thestrategyweb.de. Deshalb haben wir ihm heute 4 Fragen zu “Social Media Einsatz in Unternehmen” gestellt und hier sind seine Antworten:
Denkst du, dass Social Media Marketing für Unternehmen zum Standard Marketing Mix gehören sollte?
Martin: Einen Standardmix bei der heutigen Dynamik des Social Web? Wohl eher nicht. Es stellt sich für Unternehmen permanent die Frage, wo sich die Zielgruppe denn derzeit gerade wiederfindet – und das muß von Produktsegment zu Serviceabteilung individuell analysiert werden. Unternehmen sind gefordert, eine einzigartige Lösung moderner Kundenkommunikation zu erarbeiten, die nachhaltig und dennoch flexibel für Neuerungen und Veränderungen bleibt – intern wie extern. Idealerweise sollte Social Media Marketing immer mit einer langfristigen Webstrategie einhergehen.
Wo sollten die Social Media Aktivitäten eines Unternehmens in der Organisation “aufgehängt” sein?
Martin: Das hängt ganz vom Unternehmen ab. Eigenverantwortlich kann das nicht einer allein machen. Deshalb heißt es ja Social Media; das gilt nochmals: intern wie extern. Wer seine Kunden in die Unternehmenskommunikation einbezieht, merkt schnell, wo der Fokus des Kundeninteresses liegt und darauf sollten die Social Media Aktivitäten abgestimmt werden. Social Media betrifft zahlreiche Bereiche im Unternehmen: Marketing, PR, Kundenservice und natürlich Sales. Es hilft auf externe Berater-Ressourcen mit professionellem Weitblick und Medienverständnis zurückzugreifen, da sie nicht die interne Unternehmens- oder Abteilungsbrille aufhaben und unvoreingenommen analysieren. Für den erfolgreichen Einsatz von Social Media ist ein kollaboratives Verständnis und Vorgehen der Abteilungen unabdingbar. Es muß von der Geschäftsführung gewünscht und gefördert werden. Etwaige Fürsprecher und Projektverantwortliche, die authentisch hinter ihrer Aufgabe und ihrem Produkt stehen, sind hierfür in den einzelnen Abteilungen zu identifizieren. Eine moderne Multi-Voice-Strategie erfordert dann die Kultur der permanenten Absprache zwischen den einzelnen Abteilungen. Nur so entsteht vor dem Kunden ein externes Abbild eines professionellen Schulterschlusses aus allen Abteilungen – und es kann auch mal der eine für den anderen agieren. Getreu dem Motto: Einer für alle, alle für einen.
Welche messbaren Ziele verfolgen Unternehmen mit ihren Social Media Aktivitäten?
Martin: Eine gute Frage, die sich jedes Unternehmen mal aus der Historie seiner Webmarketing und -strategie Benchmarks stellen sollte. Die Definition von Online-ROI wird zur großen Herausforderung für Unternehmen. Worum geht es zukünftig? Mehr Traffic, Clicks, Engagements, Leads oder sogar Sales? Und von wem? Partner, Zulieferer, Entscheider, Konsumenten oder Multiplikatoren? Grundsätzlich ist in Zeiten der Engagement Economy ein klares Umdenken gefordert, was einige Unternehmen auch bereitwillig annehmen. Dem Kunden zu sagen, was er zu „kaufen“ hat und darauf Ziele zu definieren, wird immer schwieriger. Oft wird in diesem Zusammenhang vergessen, daß Social Media nicht einen Anfang und ein Ende hat. Social Media ist die Antithese von Werbung, denn es basiert auf dem Multilog, der sich dynamisch und langfristig auf die Marke, das Image und die Produktwahrnehmung niederschlägt. Übrigens: Social Media Monitoring ist kein Allheilmittel, wohl aber Mittel zum Zweck wenn man auch aus den Erkenntnissen seine Schlüsse zieht.
Welche Unternehmen kennst du, die heute Social Media bereits erfolgreich einsetzen?
Martin: Der Klassiker ist sicherlich Dell, die allein mit Twitter 6,5 Mio. US Dollar umgesetzt haben wollen. Das Beispiel ist deshalb spannend, da Social Media Dell zum Vorreiter des Social Media Hypes macht und zum Image-Katalysator für die damals nicht mehr so starke Marke geworden ist. Ansonsten empfehle ich gerne mal die Beispiel von AutoDesk, Adidas, MINI, Starbucks und Threadless, die sehr gezielt Facebook, Twitter oder YouTube je nach Erfordernissen und Möglichkeiten für die Kundenkommunikation einsetzen.







