Social Media ist das Kokain der Kommunikation: Ein Abend mit der GPRA
12. Oktober 2009 um 9:48 von Anya Rutsche
In Zusammenarbeit mit den Agenturen komm.passion, Sympra, talkabout communications und wbpr hatte am Mittwoch, dem 07. Oktober 2009 die GPRA (Gesellschaft Public Relations Agenturen e.V.) in den Räumen der BAW in München zur Diskussion geladen. Hauptthema des vielversprechenden Aufgebots an Referenten war die Frage, ob Social Media nur ein Spielzeug für Web-Geeks sei, oder sich hier tatsächlich eine echte Revolution der althergebrachten Kommunikationsstrategien und -kanäle anbahnt.
Die Gäste kamen zahlreich, und aus den unterschiedlichsten Branchen. Darunter teilweise bekannte Gesichter, aber auch völlig neue Interessenten dieses nach wie vor schwer erklärbaren Themas der Social Media – und ihrer Macht über Menschen und Meinungsbildung.
Die vier Referenten des Abends waren Dr. Alexander Güttler, Präsident der GPRA (komm.passion), gefolgt von Mirko Lange (talkabout), Jan Manz (wbpr) und Bernhard Jodeleit (Sympra). Sehr differenzierte Standpunkte vertraten diese Spezialisten der sozialen Medien während ihrer Vorträge, als auch in der offenen Fragerunde im Anschluss, die von vielen Gästen rege genutzt wurde.
Wer zuhört gewinnt
Für Unternehmen aller Größenordnungen und Branchen wird es in naher Zukunft schon große Veränderungen innerhalb ihrer Marketing-Strategien als auch der internen wie externen Kommunikation geben. Oder viel mehr geben müssen, um dem sich wandelnden Markt und Bedürfnis nach offenem Dialog gewachsen zu sein. Nur Angst solle man davor nicht haben, so der Tenor der Experten. Im Gegenteil: wer lernt, dem Dialog seiner Angestellten, Kunden oder Fans zuzuhören, kann diese Bewegung durchaus zum Vorteil nutzen und als echte Chance sehen.
Mirko Lange brachte eine interessante These auf den Tisch: Social Media sei das Kokain der Kommunikation. Dieser Vergleich geht übrigens auf Bill Cosby zurück. Er fragte einmal einen Bekannten: “Tell me, what is it about cocaine that makes it so wonderful,” daraufhin der Freund: “It intensifies your personality.” Cosby meinte dann: “Yes, but what if you’re an asshole?” Das gilt eben auch für Social Media meint Mirko. “Es intensiviert die Persönlichkeit eines Unternehmens und daraus sollte man ableiten, wer Social Media machen sollte und wer nicht, denn >What if you are an asshole?<, dann sollte man es lieber lassen”
Eins ist wohl nach diesem Abend jedem klar: Die Struktur und der wahrgenommenen Realität von Marken und Meinungen wird irreversibel verändert. Ob zum Guten, wird sich “zwitschern”. Den gesamten Mitschnitt der Veranstaltung gibt es hier.
Jan Manz von WBPR erklärt warum die Online Reputation für Unternehmen so wichtig ist und welche Rolle Social Media bei der digitalen Imagepflege spielt.
Dieser Artikel wurde von Anya Rutsche geschrieben.Anya ist eine passionierte Social Media Trend Verfolgerin und News Aufschnapperin. Nachdem Sie ein Jahr in Amerika ihr Wissen über die Online- und Mobilfunkwelt bei dem VoIP Anbieter JAJAH erweitert hat, gehört Sie nun seit Juli 2009 zum myON-ID Team und gibt als Marketing Managerin ihr Expertise an Eigenmarketing-Interessierte weiter.
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[...] Wer zuhört gewinnt [...]
jetzt ist klar warum der mirko lange keine mails mehr beantwortet
kokain der zukunft…man hat den eindruck vor lauter social media vergessen manche mittlerweile, ihre business mails zu beantworten.
Gruss volker









