URL Shortener außer Betrieb – Was passiert mit meinen Links?
7. September 2009 um 9:30 von Anya Rutsche
Vor kurzem kam die große News: Der URL Shortener tr.im stellt seinen Dienst ein. Diese Schlagzeile ging wie ein Lauffeuer durch die Medien. Das Aufsehen mehrerer tausend tr.im User wurde geweckt und eine heftige Diskussion in (Micro-) Blogs wurde angezettelt. 
URL Shortener bekamen paralell zur steigenden Twitterpopulariät immer mehr Nutzer, da es die 140 Zeichen-Begrenzung sehr schwer macht, einen Link plus Beschreibung in den Tweet einzufügen. Bei gerade mal 17 Zeichen für die gekürzte URL kann man da natürlich noch eine etwas umfangreichere Beschreibung anfügen.
Mit dem Abschied von tr.im und der Ankündigung, dass ab 1. Januar 2010 alle tr.im Links außer Betrieb sein könnten, kam die Diskussion auf, welche Gefahren hinter der Benutzung solcher URL Shortener Dienste stecken. Was würde passieren, wenn bit.ly oder tiny.url einem Hackerangriff zum Opfer fallen würden oder der Dienst tatsächlich auf einmal eingestellt werden würde? Zehntausende Links würden einfach kaputt gehen. Manche Seiten würden viele zur Website führende Links und den dazugehörigen Traffic verlieren.
Sind wir bereits zu abhängig von Diensten wie tr.im?
Wenn man sich einige Blogs durchliest, sieht man Warnungen, sich nur noch auf gekürzte URL’s zu beschränken. Mitlerweile bedienen sich nicht nur Twitter-Nutzer solcher kurzen Adressen verschiedenster Dienste (bit.ly ist hierbei Marktführer), sondern zunehmend auch die Online-Presse, die ihren Text mit einer kurzen Adresse verschönern wollen.
Gerade für diese Anwender ist der Verlust ihrer Links sehr fatal. Eine weitere Gefahr besteht darin, dass diese Dienste von unseriösen Anbietern bei tatsächlichem Verkauf ersteigert werden können. Dann könnte es passieren, dass all unsere Links dieses URL Shorteners auf Spam-, Porno-, oder Werbeseiten führen. Ausgesprochene Warnungen, die Shortener nur wenn es sein muss anzuwenden, sind also nicht ohne Grund. Bei Twitter macht es natürlich noch Sinn, doch gerade bei Pressemitteilungen sollte der Link vollständig angegeben werden oder ein eigener URL Shortener zum Einsatz kommen.
Werden durch die tr.im Abschiedsankündigung nun alle URL-Shortener Dienste ihre Reputation verlieren?
Bedenken sind mit dieser Mitteilung von tr.im auf jeden Fall bei vielen Menschen aufgetaucht und der Ruf aller Shortener ist angekrazt. Trotzdem hat es den restlichen Diensten nicht messbar geschadet, da die Shortener in einer Welt voller Tweets und Twitterern noch nicht wegzudenken sind.
Zur Beruhigung sei noch gesagt, dass für tr.im bereits eine Lösung gefunden wurde und alle Links vorerst beibehalten werden.
Dieser Artikel wurde von Anya Rutsche geschrieben.Anya ist eine passionierte Social Media Trend Verfolgerin und News Aufschnapperin. Nachdem Sie ein Jahr in Amerika ihr Wissen über die Online- und Mobilfunkwelt bei dem VoIP Anbieter JAJAH erweitert hat, gehört Sie nun seit Juli 2009 zum myON-ID Team und gibt als Marketing Managerin ihr Expertise an Eigenmarketing-Interessierte weiter.
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Die einzige Moeglichkeit, dieses Problem zu umgehen ist ein URL-Shortener auf einer eigenen Domain. Denn nur dann hat man volle Kontrolle ueber die Links. Es gibt einige Dienste, die gehostetes URL-Shortening anbieten, z.B. awe.sm, budurl.com und auch unzaehlige Open-Source-Skripte zur Installation auf dem eigenen Server. Wir haben vor kurzem einen Ueberblick ueber diese Moeglichkeit auf unserem iWantMyName-Blog verfasst:
http://iwantmyname.com/blog/2009/08/10-tools-to-run-an-url-shortener-on-your-own-custom-domain.htm
Ich verwende Shorty http://get-shorty.com – funktioniert eigentlich ganz gut, Setup ist in 15 Minuten erledigt.
ich nutze nur noch http://www.lil.io – probleme gabs auch noch nie und ich verdien damit sogar noch geld. besser gehts nicht







