Archiv für September 2009

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Die neue Ära der Kommunikation – Twitt sei Dank

30. September 2009 um 9:54 von Anya Rutsche

Was die Spatzen von den Dächern pfeifen, weiß Twitter schon längst. Nie zuvor war Kommunikation so schnell (-lebig) wie seit Beginn des Microblogging-Hypes. Ob privat, beruflich oder ein Mix aus beidem, durch den Mini-Mitteilungsdienst kommt jeder zum Zug.

Erst kam die Email, dann gab es Blogs, Foren, Instant Messenger und soziale Netzwerke, nun sind die Microblogging Dienste wie Twitter auf dem Vormarsch. Noch vor 10 Jahren waren wir begeistert über die Möglichkeiten und die Schnelligkeit von E-Mails, um mit unterschiedlichen Menschen in Kontakt zu treten. Heute aber ist es für uns im Vergleich zu anderen, neuartigen Kommunikatikationsmitteln wie früher mit der guten alten (Schnecken-)Post – langsam und formell.

Eine neue Web-Ära bricht an
Wer die Kommunikation via dem Microblogging Service Twitter anbietet, steht im Zeichen der Zeit. Das Potential liegt in der Kommunikation und im offenen Austausch von Menschen miteinander. Die Möglichkeit, in Echtzeit zu kommunizieren und die Tatsache, dass Suchmaschinen Twitter-Nachrichten lieben, lassen das Potenzial des Dienstes für Unternehmen bereits vermuten. Hunderte von Applikationen und Diensten rund um Twitter sind außerdem Beweis dafür, dass sich Microblogging nicht nur bei privaten Nutzern großer Beliebtheit erfreut.

Die Magie des Schlüsselloch-Effekts
Wer möchte, hat verschiedenste Möglichkeiten sich öffentlich zu präsentieren und jeder kann unaufdringlich am Leben und den Interessen anderer teilhaben. Man fühlt sich als Beteiligter, Mitentscheider, ja sogar Freund des Gefolgten. Man stellt eine Frage auf  Twitter und wenige Sekunden später kommt Antwort. Man kündigt ein neues Produkt an und kurz darauf ist es in aller Munde. Eigen-PR, Pressemitteilungen, News, Verlosungen, Umfragen, ja sogar Stellenausschreibungen findet man immer häufiger auf dieser Plattform. Aber ist es wirklich so einfach, sich via Twitter der Welt mitzuteilen?

Twittern will gelernt sein
Qualität statt Quantität heißt die Quintessenz für erfolgreiches Gezwitscher. Egal ob interessanter Link, eine spontane Idee, ein Gedanke oder ein Kommentar – In deinem Tweet kann alles stehen, was du myonid-gezwitscherder Welt mitteilen möchtest. Wie eine Art Massen-SMS hast du die Möglichkeit, PR in eigener Sache zu betreiben. Nie zuvor ging dies so unkompliziert – aber auch einfach? Nein, denn um auf Twitter gelesen zu werden, braucht man Follower und die fallen nicht zwangsläufig vom Himmel. Nur wer sich wirklich der Konversation stellt, wird auch von anderen gehört werden.

Die Zukunft der personalisierten Kommunikation
Wer Twitter zwar nutzen möchte aber auch auf andere Marketingwerkzeuge zurückgreifen will, ist mit myON-ID bestens bedient. Hier hast du die Möglichkeit, selbst Artikel zu veröffentlichen, dich mit interessanten Personen zu vernetzen und deine Twitter-Nachrichten in deinem Stream auch für andere sichtbar zu machen, ohne dass sich diese dafür weder bei Twitter noch bei myON-ID anmelden müssen. Somit steht der Selbstvermarktung nichts mehr im Weg.

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Wie wird mein Profil zum Blog?

28. September 2009 um 9:53 von Anya Rutsche

Dank eures Feedback haben wir festgestellt, dass viele von euch die Funktion unseres neuen Miniblogs sehr schätzen. Deshalb gibt es hier jetzt eine kleine Einführung, wie jeder von euch zum Blogger werden kann.

Generell gilt: In deinem myON-ID Profil kannst du alles festhalten, was dich interessiert. Egal ob spannende Texte, Fotos oder Videos. Egal ob von dir selbst geschrieben oder von einer anderen interessanten Seite übernommen. Dein Profil wird zur Kommunikationszentrale!

Dein Miniblog im Profil
Bereits ab Registrierung ist in deinem Profil die Seite “Stream” eingerichtet. Sollte diese Seite aus irgend einem Grund nicht in deinem Profil zu sehen sein, kannst du Sie auch nachträglich noch einbauen. Dazu klickst du im oberen Seitenbereich auf “Seiten bearbeiten” und dann auf “Neue Seite erstellen”. Zur Auswahl findest du jetzt u.a. eine Seitenvorlage “Stream Profil”. Wähle diese aus  und folge dem Assistenten. Nun kannst du deinen “Stream” nutzen, um Artikel, Beiträge oder Statusupdates auf deinem Profil zu veröffentlichen. Wie du dabei vorgehst, zeigt dir das Video:

1. Gehe oben in der Seite “Stream” auf “Neuen Artikel schreiben”
Das ist die schnellste und einfachste Art, einen neuen Artikel bei myON-ID zu publizieren. Verschiedene Formatierungswerkzeuge lassen deinen Beitrag professionell aussehen.

2. Text schreiben oder Links, Videos sowie Bilder einfügen
Im geöffneten Bearbeitungsfenster kannst du nun schreiben, was dir gerade einfällt und du der Welt mitteilen willst. Praktisch: Links, die ein Video beinhalten (z. B. YouTube) werden direkt als solches erkannt und auch so dargestellt werden.

3. Veröffentliche deinen Beitrag
Wenn du fertig bist mit deinem Artikel, klicke auf “Veröffentlichen” und sofort ist dein Artikel für dich und deine Kontakte auf deinem Profil sichtbar. Sieht dein Beitrag noch nicht so aus wie gewünscht? Einfach auf “Bearbeiten” klicken und ändern.

Übrigens hast du auch die Möglichkeit, Inhalte direkt aus der Übersichtsseite zu veröffentlichen. Bilder, Videos, Karten, Präsentationen und Links lassen sich dabei ohne HTML Kenntnisse integrieren. Publizierte Artikel können außerdem auch mit einem Klick parallel bei Twitter veröffentlicht werden.

Beiträge von anderen Seiten übernehmen
Wie oft passiert es, dass man auf einen interessanten Beitrag stößt und wenn man ihn nochmal lesen möchte, nicht mehr weiß, auf welcher Seite er zu finden ist. Dafür haben wir das myON-ID Bookmarklet eingeführt. Wie du damit Artikel von anderen Seiten spielend einfach in deinem myON-ID Profil speicherst, kannst du dir hier sehen!

Advanced:
Stört es dich, dass in deinem Stream (also deinem Mini-Blog) auch deine Twitter-Updates, Delicious-Bookmarks oder anderweitig aggregierte Inhalte erscheinen? Muss es nicht, denn du bestimmst, was dort angezeigt wird. Dazu klickst du in dem Stream-Element auf den Bleistift zum bearbeiten. Hier kannst du nun bestimmen was genau angeziigt werden soll. Wenn Du bspw. nur Inhalte anzeigen willst die du bei myON-ID veröffentlicht hast, dann setze das Häkchen vor der Checkbox “myON-ID”, um nur diese Beiträge zu zeigen.

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Wahlknigge 2009: Wählen gehen? Ja – aber wie?

25. September 2009 um 2:53 von Anya Rutsche

Typisch Deutschland. Hier hat eben (fast) alles seine Bestimmungen. Sogar wie, wielange und in was man seine Stimme abgibt. Damit am Wahlsonntag auch alles korrekt abläuft, hier einige Regeln zum “richtig Wählen”. Und das ist gar nicht so einfach!

Die Kleiderordnung.
Grundsätzlich wollen wir damit beginnen, dass der/die WählerIN überhaupt bekleidet ist. Anänger der Freikörperkultur können zwar unbekleidet nach Mexiko in Urlaub fliegen, aber nicht wählen gehen. Bekleidete Wähler sollten jedoch streng darauf achten, keine Parteilogos offen zu tragen, da sie sonst des Wahllokales verwiesen werden oder das betreffende Kleidungsstück ablegen müssen. “Oben ohne” ist dabei allerdings auch wieder nur männlichen Wählern gestattet. Und in Ausnahmefällen.

Die Krux mit dem Kreuzchen.
Wie und wo setzt man denn nun das Kreuzchen – oder Häkchen? Ist evetuell auch ein Smiley erlaubt? Prinzipiell ist alles erlaubt, das eine eindeutige Stimabgabe signalisiert. Auch das Wahlwerkzeug ist freigestellt: Kajal, Lippenstift, Edding, ein rußiges Streichholz – solange man damit das Kästchen trifft. Zeichnungen, Sprüche oder sonstige Meinungsäußerungen machen die Wahl allerdings ungültig.

3, 4 oder 5 Minuten?
Das gilt vielleicht beim Eierkochen, nicht aber beim Wählen. Es darf jeder solange überlegen, wie er/sie möchte. Einschränkungen gibts aber natürlich auch hier: Da die Öffnungszeiten der Wahllokale beschränkt sind, sollten Langzeitwähler etwas Rücksicht auf ihre Mitwähler nehmen und sich möglichst vorher schon Gedanken machen, wem ihre Stimme gelten soll.

Twittern ja, petzen nein.
Es darf während der Wahl frei kommuniziert werden – solange man es leise tut und dabei das Wahlgeheimnis nicht verletzt. Twittern, telefonieren, SMS schicken, grundsätzlich erlaubt.

2 Bier und einen Schnaps bitte.
Das sogenannte Wahllokal sollte keinesfalls mit einem gastronomischen Betrieb verwechselt werden! Es wird allerhöchstens zu bösen Blicken, im schlimmsten Falle auch zum Platzverweis führen, wenn man stark alkoholisiert das Wahllokal betritt oder gar versucht, eine Bestellung abzugeben. Die einzige Wahl, die man hier hat, ist die aus unterschiedlichen Parteien. Zwar geht es hier um Prozente, aber bitte nur auf dem Papier.

myON-ID freut sich auf eine faire Wahl!

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Die Piraten sind im Vormarsch! Klarmachen zum Ändern: Sonntag ist Wahlkampftag!

24. September 2009 um 10:13 von Anya Rutsche

Um Wahlkampf 2.0 zu bieten, reicht es nicht aus, althergebrachte Instrumentarien auf Internet-Seiten zu verlegen und sich einen trendigen Twitter-Account einzurichten. Es ist ein kultureller Wandel notwendig, der Bürger und Wähler einbindet.

Aber in wie weit heben Blogs, Videobotschaften, Fragen in Online-Foren, Netzwerke wie Facebook, studiVZ und Twitter mit jeder Menge Kurzmitteilungen deutscher Politiker wirklich die Stimmung der Wähler im Internet?

Wissenschaftler der Technischen Universität München (TUM) haben zehntausende Twitter-Mitteilungen per Computer durchforstet und nach Themen und Emotionen ausgewertet. Das Ergebnis: Spitzenpolitiker der kleinen Parteien emotionalisieren die Twitter-Nutzer stärker als die Kanzlerkandidaten. Auch das vorübergehende Umfrageplus nach dem Fernsehduell spiegelte sich in Twitter wieder, welches laut Twitter-Gemeinde definitiv von Frank-Walter Steinmeier “gewonnen” wurde. Welchen Effekt hatte dieser Sieg?

Bild: Wenda/dpa/tmn

(Bild: Wenda/dpa/tmn)

Die Zahl der Mitteilungen mit Wörtern, die positive Emotionen transportieren, stieg deutlich an – um jedoch bereits wenige Tage später wieder auf das Niveau vor dem Duell zu sinken. Dies ergab eine Computerauswertung von Twitter-Mitteilungen des Lehrstuhls für Strategie und Organisation der TUM, die 130.000 Twitter-Botschaften zwischen dem 26. Juni und dem 16. September 2009 umfasst.

Muss Wahlkampf langweilig sein?
Der Wahlkampf ist deshalb so langweilig, weil er Jahr für Jahr eine Wiederholung des Partei-Marketings ist. Wie die zweite Wiederholung der dritten Staffel “Friends” quasi. Bemühte YouTube-Videos von Parteien und Abgeordneten  reißen es auch nicht raus, weil auch diese lediglich eine Wiederholung sind. Also die zweite Wiederholung der dritten Staffel Friends, diesmal im Internet. Ein Wahlkampf 1.0 mittels Medien des Web 2.0, ohne Dialog und Kommentarfunktion, gewinnen zu wollen, sei aussichtslos, so Florian Semle, Politik- und Kommunikationsprofi, sowie Betreiber der freelations.de Webseite.

Nutzen denn unsere Politker neue Kommunikationswege wie Twitter, Facebook und Co. , weil sie “hip” sind, oder setzen sie diese sinnvoll ein?
Es gibt sicherlich Politiker, die die Plattformen sinnvoll einsetzen. Es hat aber den Anschein, der Großteil setze sie aber wohl eher ein, weil man sie einsetzen muss. Es ist eben “Trend”. Aber wo da der Mehrwert für den Wähler liegt, ist (und bleibt wohl auch) eine spannende Frage. Die “Twittergemeinde” jedenfalls klagt, dass es noch immer zu wenig Informationen seitens der Parteien mittels solcher Plattformen gäbe. Die Kommunikation mit dem Wähler bliebe also weiterhin aus.

Es gibt auch Lichtblicke
Laut Umfragen und Statistiken tendieren Erst- und internetaffine Wähler eher zu jungen Politikern, die meist auch den besseren Internetauftritt hinlegen. Liegt es am Alter? Nein, wohl eher an der Angst vor Neuem, Mutlosigkeit vs. Veränderung. Parteien wie die Piraten experimentieren hingegen, suchen den Dialog und nutzen die neuen Medien eben “richtig”. Es bleibt abzuwarten, ob politikfreie Tweets und lahme Videos tatsächlich überzeugen.

Umfangreichen Testergebnisse zum Wahlkampf 2.0 könnt ihr euch übrigens hier anschauen.

Sonntag ist Zahltag. Nein, Wahltag.

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Wahlk(r)ampf im Internet – Politische Denkwege 2.0

22. September 2009 um 10:14 von Anya Rutsche

Letzten Mittwoch haben sich zum zweiten Mal in München Marketing und PR – Interessierte zum Social Media Club (SMC) getroffen. Der SMC kommt ursprünglich aus Amerika, wo er im Jahre 2006 von Chris Heuer und Kristy Wells gegründet wurde. Weltweit tauschen sich mittlerweile verschiedenste Personengruppen zum Thema Social Media aus.

Dieses Mal stand passend, zur anstehenden Bundestagswahl, die liebe Politik auf dem Programm. Immer mehr Parteien sind auf Netzwerken wie studiVZ und Facebook zu finden, doch werden wir in Deutschland auch einen “Obama-Effekt” sehen? Und wie sieht es eigentlich mit den Chancen des Reputationsaufbaus durch die Nutzung einzelner Parteien im Social Web aus?

Das waren Fragen, die es von Florian Semle, dem einstigen PR-Leiter der Grünen Fraktion im Bayerischen Landtag, zu beantworten galt. Schnell war klar, dass wir noch sehr weit davon entfernt sind, einen Wahlkampf mittels neuer Medien zu entscheiden.

Der Weg, welchen deutsche Parteien zur Zeit gehen, sei grundsätzlich der Falsche:

“Der diesjährige Wahlkampf ist der Versuch seitens der Parteien, das Marketing 1.0 mit den Medien des Web 2.0 fortzusetzen”, so Florian der mit seinem Blog freelations.de, die Kommunikation 2.0 näher betrachtet. Nur wer das Social Web und damit vor allem den offenen Dialog richtig einsetzen kann, wird später ganz vorn dabei sein.

Ein gutes Beispiel bietet die neu gegründete Piratenpartei. In der Presse spricht man zwar derzeit noch von einem absehbar enttäuschenden Ausgang für die Partei, da das Thema Internet für eine soziale Bewegung nicht ausreiche. Doch Fakt ist, dass sie es innerhalb weniger Wochen geschafft haben, sich bei vielen “Nerds” einen Favoritenstatus einzuheimsen. “Diese Partei hat aus dem Wahlkampf 2.0 das beste rausgeholt und sie sind, was die Anwendung der Tools und die Verkörperung der Kultur anbelangt, ganz vorn dabei”, sagte Florian auf die Frage nach seinem Gewinner der “Online-Wahlkampagnen-Einbindung”.

Für die Zukunft sieht der Blogbetreiber einen ganz klaren Trend: “Die Social Media Strategie der Zukunft dürfte der Aufbau einer parteinahen Community sein, mit der man einen kontinuierlichen offenen Dialog eingeht, weil man die Fans der Community für den nächsten Wahlkampf braucht, um durch sie politische Legitimität zu erreichen”. Rufaufbau wird bei den Parteien also genauso funktionieren, wie bei einer Marke. Derjenige, der weiß, wie er mit Kritik umzugehen hat und frühzeitig (also nicht erst im laufenden Wahlkampf ) darauf reagiert, bekommt wertvolle Reputationspunkte.

Der diesjährige Wahlkampf ist zwar schon fast vorbei. Es bleibt aber abzuwarten, was sich die Parteien in vier Jahren einfallen lassen (müssen), um mehr Wähler für sich zu gewinnen.

Die ganze Präsentation von Florian Semle gibt es hier:

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Wahlen 2.0 – Wie gut präsentieren sich deutsche Parteien im Internet?

18. September 2009 um 7:17 von Anya Rutsche

Auf Grund der bevorstehenden Bundestagswahlen am 27. September steht unser Blog diese Woche ganz unter dem Motto Wahlwochen 2.0.

Yes we can – oder doch eher – Yes we gäähn? Überall wird über die Internetpräsenz der Parteien diskutiert. Ja, Deutschlands Parteien betreibt Wahlkampf über das Internet. Aber wie gut sind sie darin und wem gelingt der Internetauftritt am besten? Bedeutet ein YouTube Video oder eine Facebook-Gruppe gleich, dass man den Dialog im Internet gefunden hat? Was bedeutet es überhaupt, einen Wahlkampf 2.0 zu führen.

CDU, CSU, SPD, FDP, Die Grünen, Die Linke, Piraten Partei und viele weitere Parteien stellen sich am Sonntag zur Wahl:

Wird die Zukunft der Wahlpropaganda im world wide web liegen und wenn ja, werden dann die Risiken höher sein, einen Ruf zu verlieren oder die Chancen größer, sich Reputations- oder Vertrauenspunkte bei potentiellen Wählern aufzubauen? Ebenfalls zu bedenken, wie sieht es mit der Beeinflussung auf junge Wähler aus? Wird es Gefahren geben, dass radikale Parteien schneller  an Einfluss gewinnen und wird die Meinungsfreiheit des Internets die selbe bleiben?

Das sind alles Fragen, die wir uns gestellt haben und in den nächsten Tagen versuchen werden, zu beantworten.

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Wiesnguide 2.0: Oktoberfest-Knigge – Blamieren, nein danke!

18. September 2009 um 11:11 von Anya Rutsche

Wie verhalte ich mich im Bierzelt und am Tisch oder was muss ich anziehen, wenn ich mit Geschäftspartnern oder der Firma auf die Wiesn geh? Ist es wirklich nötig: Stil und Etikette auf dem Oktoberfest?

Trinken, feiern, flirten. Beim Wiesnbesuch mit dem Chef aber bitte alles in “Maßen”. Wir hoffen natürlich, euch mit unserem Wiesnguide 2.0 schon ein bißchen weitergeholfen zu haben. Der Spaß auf dem größten Bierfest der Welt soll natürlich nicht auf der Strecke bleiben, aber bei einem Firmenbesuch sollte doch auf die ein oder andere Kleinigkeit geachtet werden, damit Job und Karriere nicht darunter leiden müssen.

Ein Knigge für alle Fälle
Zum Abschluß unserer Wiesnguide-Reihe möchten wir euch eine Dame vorstellen, die sich über das Thema “Reputation zum Oktoberfest” schon vor einem Jahr Gedanken gemacht hat und darüber ein  interessantes Buch geschrieben hat. Mit dem “Oktoberfest-Knigge” geht die Verhaltensregel-Expertin Lydia Morawietz allen typischen Fragen, die ein Wiesnneuling mitbringt, auf den Grund. Seit mehreren Jahren gibt die Beraterin für Etikette ihr Wissen an Manager, Führungsteams und Jobbewerbern in Seminaren weiter und kann als gebürtige Münchnerin auf eine langjährige Wiesnerfahrung im Umgang mit unterschiedlichen Personengruppen zurückblicken.

Ruf und Image bewahren und dabei Spaß haben
Die Idee dieses Buch zu schreiben kam der Autorin spontan. “Ich war unzählige Male mit Geschäftspartnern, Kollegen, internationalen Gästen und Mitarbeiterin auf dem Oktoberfest und da habe ich so einiges Erleben dürfen. Und das war sicher nicht immer lustig und für so manchen am nächsten Tag eher peinlich. Um diese Fettnäpfchen zu vermeiden, dafür gibt es im Oktoberfest-Knigge ein paar nützliche Tipps.“

Buchverlosung

Zum Auftakt der Wiesn verlost myON-ID fünf Mal das Buch “Oktoberfest-Knigge von Lydia Morawietz“. Alles was ihr dafür tun müsst, ist eure witzigste Wiesn-Erfahrung hier als Kommentar zu schreiben (die Namen können dafür natürlich frei erfunden sein).

Viel Spaß auf der Wiesn wünscht euch das myON-ID Team.

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Wiesnguide 2.0: Mit der Firma auf dem Oktoberfest – “Nach der Gaudi ist vor dem DU”

17. September 2009 um 11:11 von Anya Rutsche

Gemeinsam geschunkelt, gesungen und auf den Tischen getanzt. Busserl hier, Busserl da. Plötzlich ist Herr Zimmermann nicht mehr der Chef, sondern „einfach der Klaus“. Aber wenn einem der Chef im Bierzelt gestern Abend noch selig das „Du“ angeboten hat, heißt das nicht, dass das heute auch noch gilt.

Wer nicht zum unfreiwilligen Hauptdarsteller des nächsten Kantinen-Tratsch werden will, sollte lieber während des betrieblichen Oktoberfestbesuchs nicht zu vertraut mit Kollegen oder Chefs werden und am nächsten Tag im Büro lieber zum sicheren „Sie“ zurückkehren. Vor allem, wenn man als „rangniedrigerer“ Angestellter dem Chef oder Kollegen die Brüderschaft angeboten hat. Der „Tag danach“ kommt – unweigerlich. Deshalb gilt: vorher gut überlegen, wie weit der private Kontakt unter Kollegen gehen soll. Und darf.

Ein souveräner Auftritt
Spaß ist grundsätzlich erlaubt. Jedoch sollte sich jeder über die Fettnäpfchen im Klaren sein, die ein Besuch mit der Firma auf der Wiesn mit sich bringen kann. Wem das persönliche Image im Unternehmen gegenüber Mitarbeitern und Chefs wichtig ist, sollte jederzeit die Kontrolle darüber haben, wie privat das Verhältnis wird und welche Informationen man preisgibt.

Für den Abend kann es natürlich lustig sein, mit Kollegen, Chefs oder Geschäftspartnern zu feiern. Solange man dabei nicht vergisst, dass die Wiesn ein öffentlicher Raum ist. Alles, was dort gesagt oder getan wird, könnte frei verwendet werden. Tanzt man also sturzbetrunken mit dem Abteilungsleiter auf dem Tisch und der Sitznachbar filmt dabei mit seinem Handy, muss man damit rechnen, das Ganze am nächsten Tag erst irgendwo im Netz und dann auf allen Rechnern der Firma wieder zu finden. Aber es geht natürlich auch anders. Schließlich soll der Besuch auf der Wiesn einfach das bleiben, was er immer war: eine Riesengaudi.

Vorschau: Morgen gibt es etwas zu gewinnen! Deshalb unbedingt wieder vorbei schauen!

Andere Wiesnguide-Tipps:
“Nur gucken, nicht anfassen”
“Job ist Job und Schnaps ist Schnaps”
“Zeigt her eure Wadl’n, bedeckt euer Herz”

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Wiesnguide 2.0: Mit der Firma auf dem Oktoberfest – “Nur gucken, nicht anfassen!”

16. September 2009 um 11:11 von Anya Rutsche

Im letzten Jahr fanden insgesamt 6 Millionen Besucher den Weg zur Wiesn. Sie tranken dabei 66.000 Hektoliter Bier. Mit zunehmendem Alkoholspiegel und ausgelassener Stimmung steigt meist auch der Mut zum „Anbandeln“. Bei geschäftlichen Besuchen kann das fatale Folgen haben, für Firma und Karriere.

Wer mit der Firma der Wiesn einen Besuch abstattet, sollte sich vorher gut überlegen, wie weit ein Flirt unter Kollegen gehen darf. Denn Flirten ist nicht gleich Flirten. Die Einhaltung gewisser Umgangsformen muss unbedingt beachtet werden. Ein Busserl sei verziehen, doch alles, was darüber hinausgeht, sollte unterlassen werden. Und mal ehrlich – wenn Alkohol im Spiel ist, sitzt auch die Zunge locker. Ein flotter Spruch jagt den Nächsten, es wird geflirtet auf Teufel komm raus. Und der kommt, garantiert. Wenn auch erst am nächsten Tag, und im schlimmsten Falle in Form arbeitsrechtlicher Konsequenzen.

Flirt oder Flop?
Es kann sehr schnell gehen: Die Kollegen, mit dem man das Gelände des Oktoberfests betreten hat, sind einige Stunden später nicht mehr wieder zu erkennen. Sonst eher stille Mäuschen werden zu forschen Herzensbrecherinnen, selbstbewusste Chefs zu sentimentalen Heulbojen.  Ein solches Verhalten kann unter Umständen den Arbeitsplatz kosten. Dagegen hilft nur professionelle, höfliche Distanz. Denn ist ein Flirtversuch erstmal schief gegangen, ist der hinterlassene Eindruck schwer zu korrigieren. Vor allem im gemeinsamen, beruflichen Umfeld.

Unverbindliche Flirts können aber natürlich auch zur Verbesserung des Arbeitsklimas führen, wenn sich das Verhalten der Beteiligten dadurch nicht grundlegend ändert. Aber natürlich immer schön aufs Schleifchen an der Schürze achten! ;-)

Vorschau: Jetzt wirds persönlich – Auf ewig Du-und-Du mit dem Chef?

Andere Wiesnguide-Tipps:
“Job ist Job und Schnaps ist Schnaps”
“Zeigt her eure Wadl’n, bedeckt euer Herz”

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Wiesnguide 2.0: Mit der Firma auf dem Oktoberfest – “Job ist Job und Schnaps ist Schnaps”

15. September 2009 um 11:11 von Anya Rutsche

Wer bei einem feuchtfröhlichen Anlass wie dem Oktoberfest einen über den Durst getrunken hat und dann am nächsten Tag nicht zur Arbeit gehen kann, sollte sich keine Lügengeschichte ausdenken. Das raten zumindest Fachanwälte für Arbeitsrecht. Verhindern lässt sich das meist mit einem freundlichen „nein, danke“.

Mit den Kollegen bis in die Nacht geschunkelt, die Kellnerin heftig angebaggert, Lieder gesungen, die man sonst nicht kennen will und schließlich total versackt. Wer ein gutes Verhältnis zum Chef hat, wird möglicherweise mit einem blauen Auge davon kommen – ein Kündigungsgrund sei das Nichterscheinen wegen eines Katers jedenfalls nicht, erklären Rechtsexperten. Die Ausrede, man habe sich irgendeinen Infekt zugezogen und müsse das Bett hüten, brauchen Arbeitnehmer juristisch gesehen also nicht vorzuschieben. Formal handle es sich bei der selbst verordneten Bettruhe aufgrund eines dicken Kopfes um ein „selbst verschuldetes Nichterscheinen“ bei der Arbeit. Dennoch: es ist ein Pflichtverstoß, der vom Chef abgemahnt werden kann. An dieser Stelle sei betont, dass dies natürlich tunlichst vermieden werden sollte.

Eine Maß ist keine Maß. Oder doch?
Mit dem Chef auf der Wiesn anstoßen und gemeinsam Spaß haben, kein Problem. Aber alles in Maßen – und damit ist nicht die in Bayern übliche „Gebindegröße“ für Bier gemeint. Auch wenn der Chef die nächste Runde spendiert, empfiehlt es sich, dankend abzulehnen, um möglichen Gesprächsstoff am nächsten Tag im Büro zu verhindern. Wer bei klarem Verstand bleibt und sich korrekt benimmt, muss sich am nächsten Tag auch nicht für irgendetwas schämen. Denn dem Kollegen lallend die Meinung geigen, mit dem Kopf auf dem Biertisch einschlafen oder die Kollegen/innen übermütig in den Po kneifen ist garantiert nicht gut für die Karriere. Dasselbe gilt übrigens auch für Chefs: Auch sie sollten beim Wiesnbesuch ihr Gesicht wahren.

Eins, zwei, nein.
Haustiere sind eine tolle Sache. Aber nicht im Büro, und schon gar nicht im Kopf. Wer also den Kater am nächsten Tag vermeiden will, lässt die zweite oder dritte Maß besser sein. Natürlich kann nur jeder für sich selbst entscheiden, wie viel er oder sie verträgt. Hat aber beispielsweise ein Kollege vielleicht doch schon eine Maß zu viel gehabt, zeigt hier echte Kollegialität, wer ihn sicher ins nächste Taxi setzt – und so vor Spott, Hohn und gewaltigen Kopfschmerzen am nächsten Tag bewahrt.

Vorschau: Wie viel darf geflirtet werden? Morgen geben wir euch Tipps, wie weit ihr beim Wiesnbesuch mit der Firma gehen dürft!

Andere Wiesnguide-Tipps: “Zeigt her eure Wadl’n, bedeckt euer Herz”

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