Überholt vom Echt-Zeitalter
29. August 2009 um 8:48 von Anya Rutsche
Die Zeit rennt und wir rennen mit. Endlich. Ein neuer Hype entsteht und bevor so mancher das klassische Web noch für sich entdeckt, wird es vom neuen schnelleren Echtzeit-Web bereits überholt.
Vor ca. 9 Monaten war es wohl soweit. Twitter schaffte den Durchbruch mit Hilfe eines bis dato unbekannten Mannes. Am 21.Dezember 2008 stürzte ein Flugzeug in den New Yorker Hudson River, doch bevor (40 Minuten vorher!) die großen Newssender BBC, CBS und CNN darüber auch nur ein Wort verlieren konnten, war der Absturz bereits in aller Munde. Ausgelöst durch einen Insassen der Unglücksmaschine der direkt nach der Wasserlandung die Tragödie über Twitter in die ganze Welt sendete und damit den Startschuss für ein Realtime Web gab.
Wir suchen nicht mehr nach News, die News finden uns.
Endlich können wir erfahren, was genau jetzt irgendwo passiert. Live dabei ohne große Verzögerung. Twitter steht da zur Zeit natürlich im Mittelpunkt, denn nirgendwo anders lassen sich die Kernaussagen der Nachricht an eine breite Masse so schnell weiterleiten.
Echtzeitweb macht Spaß, denn man bekommt das Gefühl vom “näher dran sein” und “live dabei sein”. Vorbei sind die Zeiten, in denen man auf die Abendnachrichten im TV warten musste, um das aktuellste vom Tage zu erfahren. Jetzt kann man bereits fünf Minuten nach Geschehen mitreden und weiterkommunizieren.
Jeder kann News schreiben
Vorsicht ist allerdings bei den eifrigen 15-Minuten Ruhm Abstaubern geboten, denn eine gute (gut ist hierbei nicht immer schön) Schlagzeile verbreitet sich schnell und somit auch ganz falsche Gerüchte. Bestes Beispiel bietet der amerikanische Schauspieler Jeff Goldblum, der am 25.06.2009 ausversehen für tot erklärt wurde. Von einem amerikanischen Radiosender verzettelt, wurde diese spektakuläre Neuigkeit natürlich in minutenschnelle über Twitter in die Welt getragen und verdrängte sogar kurzweilig den am gleichen Tag verstorbenen Michael Jackson von der Pole Position der Trending Topics.
Content Stream sammelt den Stoff für Echtzeit Diskussionen
Auch myON-ID ist Realtime Web. Hier kannst du kinderleicht Inhalte erstellen und publizieren, die direkt und unkompliziert veröffentlicht werden können. Über den Content Stream erreichen eigene Nachrichten und Artikel das gesamte Netzwerk und bei Bedarf können Inhalte auch direkt auf Twitter veröffentlicht werden.
Dieser Artikel wurde von Anya Rutsche geschrieben.Anya ist eine passionierte Social Media Trend Verfolgerin und News Aufschnapperin. Nachdem Sie ein Jahr in Amerika ihr Wissen über die Online- und Mobilfunkwelt bei dem VoIP Anbieter JAJAH erweitert hat, gehört Sie nun seit Juli 2009 zum myON-ID Team und gibt als Marketing Managerin ihr Expertise an Eigenmarketing-Interessierte weiter.
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Live dabei zu sein ist ja nett aber für 99% der Leute, die die Hudson-River-Crash-Tweetes gespannt verfolgt haben ging es nur um eins, eine News konsumieren bevor sie in den großen Medien ist. Wenn wir ehrlich sind, dann ist der Absturz gerade mal einen fünfzeiligen Artikel auf Seite x einer Zeitung wert. Einen solchen Artikel zu lesen nimmt dann vielleicht eine Minute in Anspruch. Eine Minute um die News (ohne diverse Gerüchte) vollständig zu konsumieren. Das klingt für mich nach einem deutliche besseren Deal als mehrere Minuten (wenn nicht gar Stunden) damit zu zubringen, auf Twitter nach Newsfitzeln zum Absturz zu suchen.









