Bewerben aber richtig: Selbstmarketing will gelernt sein!

19. August 2009 um 9:05 von Anya Rutsche

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Ein Hochschulabschluss garantiert heutzutage keinen Arbeitsplatz mehr. Jeder muss daher lernen, sich bei Bewerbungen richtig zu verkaufen. Fachwissen allein reicht oft nicht aus. Kreativität, Stressresistenz und andere Soft Skills wie z. B. Teamfähigkeit sind überall gefragt.

Theorie ist dabei nicht alles, Aktion ist gefragt. Deshalb hier ein paar Tipps, wie man lernt sich selbstbewusst und zielgenau zu „verkaufen”, ohne dabei zu übertreiben.

Lerne dich selbst kennen
Stell dir selbst die Frage nach deinem Potenzial. Du musst dir bewusst werden, wo deine Stärken liegen und was du einem Arbeitgeber bieten kannst. Frag dich: „Was kann ich und wie kann ich dies belegen?” Das muss übrigens nicht unbedingt auf den neuen Job abgestimmt sein. Auch ein Ehrenamt oder andere „Freizeit”- Aktivitäten können sehr interessant sein und einiges über die eigenen Stärken aussagen.

Ein Beispiel wäre das trainieren einer Fußball-Jugendmannschaft. Auch wenn es eventuell wenig mit der künftigen Arbeit zu tun hat, weist es auf Teamfähigkeit, Organisationstalent und Führungsqualitäten hin.

Lerne dich zu präsentieren
Nimm an verschiedenen Workshops und Seminaren teil. Gut geeignet sind bspw. Präsentations- und Moderationstechniken. Dabei kannst du lernen, dich selbst zu präsentieren und dich dabei von deiner besten Seite zu zeigen.

Sei kreativ
Massenbewerbungen raus schicken hat in den wenigsten Fällen Erfolg. Stelle in deinen Bewerbungsunterlagen heraus, was du kannst und wie du die Firma bereichern kannst. Vor allem Eigeninitiative kommt bei Arbeitgebern gut an.

Wenn du bspw. im Bereich der Neuen Medien einen Job fokussierst, schau dich im Internet um, in welchen sozialen Netzwerken (z. B. Twitter, Facebook, …) die Firma bereits vertreten ist. Siehst du dort Lücken, dann kreiere doch selbst einen Account für die Firma, den du dann bei der Bewerbung präsentieren kannst.

Soll es eine Stelle als Koch bzw. Köchin sein, versende doch mit der nächsten Bewerbung ein paar Rezeptideen oder mach Fotos von besonders gut gelungenen Gerichten. Der neue Arbeitgeber bekommt so einen viel schnelleren und besseren Eindruck von deinem Können und kann feststellen, ob du in das Team passen würdest.

Um an einen neuen Job zu kommen, kann dir, bei richtigem Einsetzen, auch das Internet sehr behilflich sein. Hier kannst du auf verschiedenste Wege Präsenz zeigen. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Online-Lebenslauf oder einem Blog, in dem du dein Talent niederschreibst oder mit Fotos, Videos, etc. festhältst? Dienste wie myON-ID können dir dabei sehr behilflich sein, dein digitales Eigenmarketing zu betreiben.

Weitere Tipps zum richtigen bewerben findest du hier.

Nächste Woche: Einblicke in die Online-Trickkiste zum richtigen bewerben

Anya RutscheDieser Artikel wurde von Anya Rutsche geschrieben.
Anya ist eine passionierte Social Media Trend Verfolgerin und News Aufschnapperin. Nachdem Sie ein Jahr in Amerika ihr Wissen über die Online- und Mobilfunkwelt bei dem VoIP Anbieter JAJAH erweitert hat, gehört Sie nun seit Juli 2009 zum myON-ID Team und gibt als Marketing Managerin ihr Expertise an Eigenmarketing-Interessierte weiter.
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2 Kommentare für “Bewerben aber richtig: Selbstmarketing will gelernt sein!”

Henning Hucke
20. August 2009 um 09:32

Das mit den Bewerbungen ist so eine Sache!

Insbesondere wenn es über Headhunter/Vermittler geht, hat man praktisch keine Chancen, die Bewerbung so zu schreiben wie sie für den tatsächlichen Empfänger – die Firma – optimal wäre. Aber selbst wenn: Die Menge an Informationen abzufragen, die nötig wäre, um die optimale Bewerbung zu schreiben würde den Interessenten verschrecken. Und bei der heute nötigen Anzahl von Bewerbungen bei jedem Zielunternehmen die optimale Bewerbung zu erstellen – im wesentlichen dann from scratch – ist spätestens dann nicht mehr zu leisten, wenn man – wie augenscheinlich gewünscht – viele Kilometer vom Arbeitsplatz entfernt wohnt… Und, und, und.

Und so bleibt es im wesentlichen ein Spiel mit dem Zufall, den “richtigen” Arbeitgeber zu finden.

Was die Darstellung betrifft: Die Grenze zwischen ansprechender und selbst bei gutem Willen nicht mehr “zutreffend” zu nennender Selbstdarstellung ist unspektakulär und damit leicht überschritten (ähnlich wie bei einem Black Hole).

Und jetzt schreibe bitte bloß niemand, “dass das doch alles letztendlich gar nicht zu vermeiden” sei: Wir alle entscheiden jeweils individuell, was akzeptiert wird und zu Erfolg führt. Wenn man ausgesprochenen Wert auf exzellente Selbstdarstellung legt und sich dann beklagt, dass neun von zehn Bewerbern – die man dummerweise eventuell sogar noch eingestellt hat – sich als “Luschen” herausstellen, erscheint dadurch dann doch ein wenig Schizophren.

Mit freundlichen Grüßen.

Ralph Meinhold
29. August 2009 um 12:56

Ich stimme da mit meinem “Vorredner” nicht überein. Warum sollte man ein Anschreiben nicht auch optimal gestalten können, wenn eine Stelle über eine Vermittler/Headhunter vermittelt wird? Gerade ein Vermittler wird doch bemüht sein Tipps zu geben, wie man sich für das Unternehmen gut darstellen kann und eher bestrebt sein, seinen Bewerber so gut wie möglich zu präsentieren, also auch mit einem optimalen Anschreiben.

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