Der Erste Google-Eindruck Zählt
14. Juli 2009 um 10:25 von Anya Rutsche
Für Erwachsene jenseits des Teenager-Alters sind Netzwerke längst zu Orten der digitalen Selbstvermarktung geworden. Digitale Selbstdarstellung, die Kontrolle über den ersten Google-Eindruck wird täglich wichtiger, gerade für Freiberufler oder Menschen auf der Suche nach einem neuen Job.
In dem gestern erschienenen Spiegel Online Artikel über die Klassifizierung sozialer Netzwerke wurde behauptet, dass mySpace für “Doofe” wäre, Facebook für “Akademiker” und Xing fürs “Geschäft”. Facebook wird sich über dieses Ergebnis sicher freuen, ansonsten sind die Differenzierungen aber etwas vage. Ist es nicht eher so, dass die verschiedensten Plattformen auch verschiedene Zielgruppen ansprechen? MySpace war und ist das Netzwerk für Künstler aller Art (wenn vielleicht auch nicht das allerschönste), Facebook für international ausgerichtete Personen und Firmen, Xing um sich allgemein auf beruflicher Ebene gut darzustellen.
Sozialkapital ist DIE Währung in der digitalen Welt. Um Sozialkapital zu verdienen muss man glaubwürdig rüber kommen, zuhören können, Wissen teilen und vor allem kreativ sein. Als Musiker habe ich keine Chance mich auf Xing richtig präsentieren zu können, da es keine Podcast oder Video-Funktionen auf dieser Plattform gibt. Aber sind diese Menschen denn jetzt automatisch doof, nur weil sie lieber auf mySpace zurück greifen? Nein, denn es kommt einzig und allein auf die optimale Positionierung der eigenen Person an.
Am Ende werden diejenigen erfolgreich sein, die es verstehen sich selbst zu inszenieren und damit andere als „Follower” o. ä. für sich gewinnen. Der Aufbau der Marke-ICH wird zur Aufgabe für jeden von uns, insbesondere wenn er beruflich erfolgreich sein will. Bei myON-ID kann deshalb JEDER ohne große Vorkenntnisse und mit geringem Zeitaufwand den Aufbau seiner Marke im Internet starten. Die Basis hierzu bildet eine professionelle Web-Visitenkarte. Die Zusammenführung der verschiedensten Profile anderer Dienste macht es um so einfacher und geschickter sich optimal zu präsentieren.
Spiegel Online beschreibt myON-ID in seinem Artikel als “eine Mischung aus Business-Community, Webseiten-Baukasten – und persönlicher Google-Manipulation“. Noch besser lässt sich myON-ID aber als Plattform für Personal Branding und Eigenmarketing darstellen. Das man dadurch besser bei Google “gefunden” wird, hat jedoch weniger mit Manipulation als mit logischen Algorithmen zu tun.
Dieser Artikel wurde von Anya Rutsche geschrieben.Anya ist eine passionierte Social Media Trend Verfolgerin und News Aufschnapperin. Nachdem Sie ein Jahr in Amerika ihr Wissen über die Online- und Mobilfunkwelt bei dem VoIP Anbieter JAJAH erweitert hat, gehört Sie nun seit Juli 2009 zum myON-ID Team und gibt als Marketing Managerin ihr Expertise an Eigenmarketing-Interessierte weiter.
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Hallo,
nur ein kurzer Hinweis:
Spannend ist ja auch, dass myspace v.a. in Deutschland so künstlerbezogen ist. In den USA ist myspace auch ein Kontakt- und Freundeportal. Da ist es hier etwas anderes. Ich denke, das Medium hängt, wie du auch schon sagtest, stark von der Intention der Nutzung ab und welches Tool einem da am meisten bietet.
Manchmal übrigens auch profan. Ich bin z.B. von studiVZ zu facebook gewechselt, weil
a) die Texte der nachrichten und Kommentare schon in der Mail sind und ich mich nicht extra einloggen muss, wenn ich nicht antworten will
b) es blau statt rot ist
c) mein mac irgendwie die Logindaten da nicht speichert und ich mich jedesmal mit meiner langen Mailadresse anmelden muss.
Kritisch ist es eben für den Anbieter des Mediums dann, wenn die Vorreiter wechseln und Freunde etc. mitnehmen beim “Umzug”.
Viele Grüße
Christine
Also was ja wirklich nervt sind Apostrophe wie “für’s”.
An sich mag der Gedanke des Apostrophs hier ja richtig sein, aber es wird die Regel vergessen, dass eine Präposition mit dem Artikel verschmilzt und in diesem Ausnahmefall kein Apostroph gesetzt wird.
Gruß
Frank
Im Zusammenhang mit persönlichem Online Reputation Management oder Personal Branding von “Google-Manipulation” zu sprechen, finde ich etwas bedenklich. Manipulation ist negativ und impliziert, dass man was zu verbergen hat. Bei ORM und Personal Branding geht es um die Vermarktung der eigenen Person im Internet. Ziel ist es, die Anzahl der positiven Online-Referenzen maximieren und Werte wie Glaubwürdigkeit und Verlässlichkeit zu vermitteln. Darin sehe ich nichts verwerfliches.
Hallo Herr Füllhaas,
das sehe ich genauso. “Manipulation” ist in jedem Fall negativ belegt und vermittelt in diesem Zusammenhang einen falschen Eindruck.
Völlig normal und legitim ist es doch, mich gegenüber der Öffentlichkeit von meiner besten Seite zu präsentieren. Dabei werden natürlich Schwächen eher ausgeblendet. Das ist bei einer herkömmlichen schriftlichen Bewerbung ja nicht anders. Welcher Bewerber würden denn in seiner Bewerbung auf der ersten Seite gleich mal auf seine Schwächen hinweisen?
Also, “Manipulation” im Sinne von “aktiver Positionierung” ja, “Manipulation” im Sinne von “Verfälschung von Tatsachen” nein.







