Personal Branding in Krisenzeiten wichtiger
11. Mai 2009 um 10:04 von Mario Grobholz
Der Weg vom Gewinner zum Verlierer kann kurz und schmerzhaft sein, erst recht, wenn die Fallhöhe olympisch ist.
Das passierte Anfang Februar 2009 dem erfolgreichsten Olympioniken aller Zeiten, Michael Phelps, der noch im vergangenen Jahr als Supermann in allen Gazetten gefeiert worden ist, weil er bei den Olympischen Spielen 2004 und 2008 insgesamt 14 Goldmedaillen gewonnen hatte. Doch Anfang Februar 2009 fand ein privates Foto den Weg in die britische Boulevardzeitung „News of the World“, auf dem Phelps beim Marihuana-Konsum erwischt wurde. Die Nachricht mit Wasserpfeife sorgte für enormen öffentlichen Wirbel in den Medien. Aufgrund dieses Vorfalls wurde der Schwimmer für einige Monate von Wettkämpfen suspendiert und verlor einen Sponsoren, weil er damit das Image des Schwimmsports untergraben würde.
Ein normales privates Foto genügte, um seinen Ruhm verwehen zu lassen und seine Reputation zumindest anzukratzen. Inzwischen können wir alle Michael Phelps sein, selbst wenn wir es im Gegensatz zu diesem Prominenten in der Regel nicht gewohnt sind, so sehr im Scheinwerferlicht der öffentlichen Aufmerksamkeit zu stehen und ganz auf unsere Privatsphäre zu verzichten.
Dennoch solltest Du sich künftig daran gewöhnen. Jedes Fehlverhalten wird sich in Deiner persönlichen Online-Reputation widerspiegeln. Wer im Internet unterwegs ist, hinterlässt überall digitale Spuren. Je mehr Suchtreffer zu einem Namen entstehen und je mehr Menschen über einen Personal Brand oder eine Unternehmensmarke publizieren, desto unübersichtlicher wird es für den Suchenden im Netz. Darüber hinaus sind die meisten Onliner vergesslich und denken nach einer gewissen Zeit des Web-Lebens gar nicht mehr an all die aufgestellten und veralteten Online-Profile. Sie sind unwichtig geworden, weil sie nicht “leben”, nicht gepflegt werden und allenfalls eine Momentaufnahme unseres digitalen Lebens darstellen.
Je komplexer jedoch unsere digitale Umwelt wird, desto wichtiger wird es für jeden Einzelnen, seinen Human Brand zu pflegen und mit Ungewissheiten im Netz weitgehend aufzuräumen. Nicht immer haben die Menschen dabei ihren Web-Ruhm selbst gewählt. Heutzutage muss jeder damit rechnen, in der Öffentlichkeit selbst in unpassenden Momenten fotografiert oder auf Video gebannt zu werden. Doch selbst wer sich über seine unschönen Fotos oder Videos im Netz ärgert, weil diese von vermeintlichen Freunden online gestellt worden sind, profitiert von der Aufmerksamkeit im Internet. Wer künftig bei Bewerbungen erfolgreich sein will, bei Kommilitonen in der Universität Anschluss finden oder als Selbstständiger Kunden von seinen Qualitäten überzeugen möchte, für denjenigen ist das Web ideal, um sich selbstbewusst in Szene zu setzen und den eigenen Personal Brand durch Online-Aktionen zu stärken.
Aufgrund der konkreten Bedürfnisse der Menschen, Anerkennung zu erzielen und sich selbst in unserer Gesellschaft aktiv zu vermarkten, ist in den vergangenen Jahren eine neue Branche rund um das Online-Reputation-Management entstanden. Vor allem PR- und Marketingfachleute sowie Blogger beobachteten die Netzöffentlichkeit unter dem Blickwinkel der Online-Reputation und bewerten, wie erfolgreich jemand in der Aufmerksamkeitsökonomie ist. Gesucht wird dabei auch nach Methoden und Werkzeugen, mit denen Nicht-Prominente ihren digitalen Ruf optimal gestalten können. Mit myON-ID haben wir ein System erschaffen, welches es den Nutzer ermöglicht ohne große Aufwand und Vorkenntnisse den eigenen Brand im Netz aufzubauen und zu pflegen.
Das Personal Brand Building früher oder später jeden von uns betreffen wird zeigte sich auch auf der Next09 in Hamburg, wo das Thema in den Diskussionen und Vorträgen immer wieder thematisiert wurde. Unsere Empfehlung hierbei lautet, sich frühzeitig damit auseinanderzusetzen und rechtzeitig mit dem Aufbau der eigenen Marke im Netz zu beginnen, denn einerseits braucht es Zeit bis eine Marke Form annimmt und andererseits kommen nahezu täglich neue Inhalte im Netz dazu. Starten können Sie am besten gleich hier.
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Bildnachweis: ger.hardt / pixelio
Dieser Artikel wurde von Mario Grobholz geschrieben.Mario Grobholz ist Gründer und Ideengeber der myON-ID Media GmbH. Der Maschinenbau- und Wirtschaftsingenieur entwickelte in den letzten 10 Jahren für führende Internet, Telekommunikations- und Medienunternehmen Internetstrategien und -konzepte. Seit 1999 plant und betreibt er erfolgreich Consumer-Portale und Social Networks u.a. bei WEB.DE, o2 und Eurosport.
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