Zur Klärung. Ein Versuch der Deeskalation
8. April 2009 um 13:03 von Mario Grobholz
Mit etwas Abstand zum gestrigen Tag kann ich einige der hier und an anderer Stelle geäußerten Meinungen und Kommentare nachvollziehen. Auch habe ich in den vielen persönlichen Gesprächen, die ich gestern und heute geführt habe, verstanden, dass es im Kern meine beiden Kommentare waren, welche zu Ihrer Aufregung geführt haben.
Hier räume ich ein, dass diese Äußerungen nicht geschickt waren, denn Sie haben zu den Missverständnissen geführt. Dafür möchte ich mich auch entschuldigen und meine persönliche Lehre daraus ziehen. Es war weder meine Absicht, noch konnte ich es abschätzen welches Ausmaß diese Geschichte annimmt.
Unsere Absicht war es, mehr Verständnis zu schaffen. Leider haben wir dabei jedoch außer Acht gelassen, wie missverständlich die Formulierungen waren. Dass wir als Unternehmen Ihnen – also der Öffentlichkeit – keine schlüssige Begründung liefern, ist der Grund für das Unverständnis, das uns hier als Unternehmen in seiner vollen Breite entgegenschlägt. Da es sich hier um ein Arbeitsverhältnis handelt und wir zudem auch keine Absicht haben den Mitarbeiter zu diskreditieren werden wir hierzu auch keine weitere Erklärungen liefern und haben das auch nicht getan – auch nicht in den persönlichen Gesprächen die ich in den letzten Stunden geführt habe.
Unsere gestrige Meldung hatte einen rein juristischen Hintergrund. Hier trifft Ihre Kritik, die vor allem aus dem Kreis der PR- Experten zu recht geäußert wird, zu. Diese nehmen wir sehr erst und werden daraus lernen. Für konstruktive Kritik sind wir jederzeit offen, für Beleidigungen jedoch nicht.
Natürlich wussten wir, dass dies mehr Fragen aufwirft als beantwortet. Aber wir sind von der Wucht der Resonanz überrascht und sehen, dass wir alle Beteiligten dadurch mehr schaden als helfen. Denn, auch das sei an dieser Stelle nochmals versichert, es ging und geht uns die ganze Zeit nur darum, einen juristisch relevanten Sachverhalt zu publizieren und nicht darum, jemanden an den Pranger zu stellen. Es war nie mein Ziel, “nachzutreten”, und es tut mir leid, dass dieser Eindruck entstanden ist.
Dieser Artikel wurde von Mario Grobholz geschrieben.Mario Grobholz ist Gründer und Ideengeber der myON-ID Media GmbH. Der Maschinenbau- und Wirtschaftsingenieur entwickelte in den letzten 10 Jahren für führende Internet, Telekommunikations- und Medienunternehmen Internetstrategien und -konzepte. Seit 1999 plant und betreibt er erfolgreich Consumer-Portale und Social Networks u.a. bei WEB.DE, o2 und Eurosport.
Dieser Beitrag hat Ihnen gefallen? Dann abonnieren Sie den myON-ID Blog als RSS-Feed, um regelmäßig über neue Artikel informiert zu werden!7 Kommentare für “Zur Klärung. Ein Versuch der Deeskalation”
Gut, dass es doch noch eine Entschuldigung gab.
“[...] Aber wir sind von der Wucht der Resonanz überrascht [...]“, dies winde ich ehrlich gesagt erstaunlich.
[...] Update:Mario Grobholz von myON-ID nimmt Stellung zu der Veröffentlichung und zu den Reaktionen.Ich war gestern auf der XTOPIA Roadshow in München. Schöne Veranstaltung, mehr dazu später.Parallel dazu trennte sich myonid (GF Mario Grobholz, Mitarbeiter alles Bekannte von mir) von Sebastian Küpers aka @pixelsebi den ich auf dem Bloggertreffen bzw. beim vorletzten Mal Döneressen mit myON-ID endlich mal in Live und Farbe erleben durfte. Sympathischer Kerl, unrasiert, lustig. Firma trennt sich von Mitarbeiter? Kenn ich zur Genüge. Passiert ständig, wird unheimlich oft auch als Pressemitteilung rausgehauen, ist mit dem Zusatz "sofortige Wirkung" meistens eine etwas unschöne Sache aber hab ich selber auch schon gesehen bei Bekannten. Eigentlich kein Grund gleich loszulaufen und die Firma auf das schändlichste zu attackieren. Ohne Wissen um die Fakten und Hintergründe lief darauf hin in Twitter eine Anti-myON-ID Kampagne vom Stapel die ich bisher nur erlebt habe wenn sich Journalisten im Ton vergreifen.Mario hatte bestimmt keine schöne Nacht, aber die proaktive Kommunikation seinerseits (er hat die Meinungsmacher rausgepickt und angerufen um sich zu erklären) wäre völlig unnötig gewesen, hätten besagte Meinungsmacher einfach mal ihr Hirn benutzt und nicht gleich wieder das Schlimmste vermutet.Was mich an der Sache am meisten verwundert, viele kennen zwar den Sebastian, aber warum hat nicht einfach mal einer ihn angerufen? Warum fällt niemandem auf das er seit zwei Wochen nicht twittert, seit Februar nicht gebloggt hat und sonst anscheinend ebenfalls untergetaucht ist? Sind das die berühmten "weak ties", die losen Bande? Bei denen man einfach komplett verschwinden kann und irgendwie interessiert es keinen? Von Bekannten von Sebi war zu hören dass er nicht mehr da wohnt, wo er es mal getan hat. Update:Anscheinend hat sich Sebastian bei Oliver Berger gemeldet, zumindestens steht es so in den Kommentaren, aber da ich Oliver als ehrlichen Menschen kenne hab ich daran nicht zu zweifeln
Sobald sich mehr ergibt werde ich das als Update anhängen. [...]
[...] 4: Nach der eher trotzigen Reaktion von letzter Nacht klingt der heutige Versuch der Deeskalation weit versöhnlicher. Mario Grobholz räumt ein, dass einige seiner Äußerungen “nicht [...]
Hey, würde mich ja schon interessieren, was alles dahinter steckt. Aber es ist ja auch gut, wenn nicht alles breit diskutiert wird.
Was ich aber auf *jeden Fall* machen würde: Auf eurer Startseite sind Screenshots von der Sebastian Küppers Profilseite (das ist darauf zu lesen).
Ich würde da eine andere Profilseite nehmen….
Grüße aus Tölz
eric
Prima, wenn man mal so richtig ernst genommen wird und nicht mal jemand drauf antwortet, wenn man sagt, dass auf der Startseite noch die Profilseite eines ehemaligen Mitarbeiters steht. Das ist meiner Meinung nach ein persönlicher Bug!
Liest eigentlich jemand von euch die Kommentare hier?
Aber wozu auch?
eric
Hi Eric, wir lesen natürlich alle Kommentare in unserem Blog. Sorry dass wir Dir nicht geantwortet haben. Wir haben in den nächsten Tagen ein neues Release. Dabei werden auch die Screens getauscht. Viele Grüße Mario







