Social Networks- multimediale Kommunikation. Warum E-Mails allein längst nicht mehr ausreichen
11. Februar 2009 um 11:15 von Katrin Wellenberg
Soziale Netzwerke sind weltweit längst etabliert. Millionen von Nutzern sind auf den diversesten Communities registriert. Man kann sagen, es hat sich ein neuer Standard entwickelt. Wo es früher nur E-Mails gab, kommuniziert man heute über die umfangreichen Netzwerkfunktionen. Doch was macht den Reiz dieser Plattformen so groß?
Vermutlich ist es die multimediale Vernetzung mit der Außenwelt. Es wird nicht mehr nur über kurze E-Mail Zeilen kommuniziert, sondern über Bilder, Videos, Chats, Messages, Gruppenforen und Statusnotizen. Man kann sich erklären. Und ist das nicht ein Grundbedürfnis des Menschen? Gehört zu werden? Verstanden zu werden? Wichtig zu sein?
Ein weiterer wichtiger Aspekt der Social Networks ist die Schutzhülle, die der User trägt und die er im realen Leben nicht um sich hat. Soziale Netzwerke haben etwas positives. Sie stärken die Kommunikation und die Interaktion. Nicht nur sind Menschen global vernetzt, sie sind dazu auch noch offener. Ihre Internet Identität gibt ihnen Freiheit und die Möglichkeit zur Selbstdefinition.
Viel einfacher ist es doch seine Meinung kundzutun, wenn man hinter seinem Bildschirm sitzt und mögliche Gegenmeinungen in Ruhe überdenken kann, bevor man zum gegebenen Zeitpunkt eine Antwort publiziert. Wir reden hier von einem Face-Saving Aspekt. Was in der direkten Sprache durch Höflichkeit erreicht wird, erreicht der Network-User durch Distanz. Die gegenseitige Achtung wird aufrecht erhalten.
Zudem werden soziale Netzwerke immer multifunktionaler. Hat nicht eben erst Facebook angekündigt seine Open Status API anzubieten, welche eserlaubt Facebook Statusnachrichten von über 150 Mio. Menschen über eine Schnittstelle anderen Diensten zur Verfügung zu stellen. Diese Statusnachrichten funktionieren ähnlich wie Nachrichten bei Twitter. Und überhaupt entwickelt sich der Trend ganz deutlich in Richtung Offenheit. Siehe hierzu unsere Beiträge zum Thema Open Web.
Die Internet Identität nimmt damit gleichwohl an Bedeutung zu. Ihr Stellenwert wächst und mit ihrauch der Kontroll–Bedarf. „Das Internet vergisst nichts” heißt es und getreu dem Motto sollte man auch seine zahlreichen Online Profile nicht aus dem Sinn verlieren. Es ist wichtig seine Vielzahl an Profilen regelmäßig ins Visier zu nehmen- sie zu pflegen.
Das heißt Monitoring, Monitoring, Monitoring- und im nächsten Schritt natürlich aktives verwalten und gestalten. Nur wer seine Profile und Webeinträge kennt und diese geschickt managt, gibt am Ende ein rundes Bild von sich ab.
Und wer präsentiert sich selbst nicht gerne professionell?
Dieser Artikel wurde von Katrin Wellenberg geschrieben.Die studierte Sprachwissenschaftlerin und Soziologin Katrin Wellenberg (26), beschäftigt sich seit einigen Jahren mit Social Networks und Social Media im Internet. Bei myON-ID ist Katrin für die PR und Kommunikation zuständig. Zuvor war Sie in der Unternehmenskommunikation und PR bei der BMW AG sowie in diversen Kommunikations-Agenturen in München tätig.
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