Die Google Reputation – lesen Sie die Expertenmeinung
4. Februar 2009 um 8:00 von Katrin Wellenberg
Wer heutzutage seinen Namen googelt, stößt auf eine MengeTreffer. Meistens beziehen sich wenige der Funde auf die eigene Person. Ein Großteil der Suchergebnisse beinhaltet einen Teil des eigenen Namens, Namensvetter oder ähnliche, für die eigene Person irrelevante, Inhalte. Wie aber kann ein Fremder unterscheiden und zuordnen, was zu Ihrem Namen gehört und was nicht? Woher weiß er, dass womöglich schon unter den ersten fünf Ergebnissen nur drei auf Ihre Person zurückzuführen sind?
Die Notwendigkeit sich hier einzuklinken und seine Treffer nach Relevanz zu sortieren ist klar erkennbar. Das Ganze nennt sich Reputation Management. Lesen Sie hier Auszüge aus unserem Gespräch mit Martin Meyer-Gossner, Director of Sales & Marketing bei der CBS Interactive GmbH.
Herr Meyer-Gossner, welche Bedeutung hat für Sie die Online Reputation heute und welche Entwicklung erwarten Sie hier zukünftig?
Monitoring- und Reputation Management auf persönlicher Ebene wird immer wichtiger. Die Online Reputation ist die virtuelle DNA des modernen Menschen 2.0. Jeder „erstellt” online seine persönliche Marke. In der Offlinewelt wird diese zum Katalysator oder Hemmschuh auf dem Karriereweg. Aufgrund der modernen Zeitnot wird sich hier in meinen Augen bald ein neues Berufsfeld auftun. Personal Web Management als Dienstleistung ist zukünftig eine sehr interessante Joboption.
Was unternehmen Sie heute schon, um Ihr Selbstmarketing im Internet zu optimieren? Welche Strategie und Ziele verfolgen Sie hierbei?
Meinen persönlichen „Webstempel”, mein Personal Brand ‚The Strategy Web‘, habe ich mit meinem Blog zum Leben erweckt. Hier habe ich auch meine Jobvision des Personal Web Manager publiziert. Diese Marke verknüpfe ich online mit meinem Namen, denn jedes Business steht und fällt mit dem Menschen, der dafür einsteht. Neben XING und LinkedIN finden sich meine Profile auf Twitter, Netvibes oder MySpace, wobei der Zeitaspekt bei der ausführlichen Betreuung und Auffrischung der Profile eine Herausforderung darstellt. Freunde wollen in Social- und Business-Netzwerken beachtet werden – dort nur registriert zu sein, langt eben nicht.
Was hat Sie zur Nutzung von myON-ID veranlasst?
Ehrlich gesagt, trage ich die Idee eines Reputationsindex schon eine ganze Weile mit mir herum – endlich versucht sich ein Webportal an diesem Business-Modell. Bei den bekannten Social- und Business Netzwerken werden einfach wahrlos Kontakte hinzugefügt – die Aussagekraft über den Wert eines Menschen ist da kaum noch erkennbar. Ein Trend, den man bei myON-ID vermutlich aufgrund des Index nicht sehen wird. Für Personalberater ergibt sich hier eine neue Ressource, die zu einer Verlagerung beim Monitoring von potentiellen Kandidaten führen könnte.
Herr Meyer-Gossner vielen Dank für das interessante Gespräch.
Dieser Artikel wurde von Katrin Wellenberg geschrieben.Die studierte Sprachwissenschaftlerin und Soziologin Katrin Wellenberg (26), beschäftigt sich seit einigen Jahren mit Social Networks und Social Media im Internet. Bei myON-ID ist Katrin für die PR und Kommunikation zuständig. Zuvor war Sie in der Unternehmenskommunikation und PR bei der BMW AG sowie in diversen Kommunikations-Agenturen in München tätig.
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