Deutsche Start-Up´s agieren selten international und verzichten damit auf 95 Prozent des Marktes
13. August 2008 um 12:00 von Mario Grobholz
Lediglich 10% der jungen deutschen Unternehmen agieren international. Der Rest reduziert sein Angebot und damit auch seinen Markt auf lediglich 5% des Weltmarktes. Und das obwohl laut einer ZEW-Studie international agierende High-Tech Start-Up´s im Schnitt bereits nach wenigen Jahren 31% ihres Umsatzes in internationalen Märkten erwirtschaften.
Der Web 2.0 Experte und Blogger Markus Spath hat hierzu nicht-repräsentativ über 1.500 deutsche Neugründungen untersucht und dies nun in einem Beitrag auf iBusiness veröffentlicht. Dabei hat er herausgefunden, dass 90% der Unternehmen lediglich mit einer deutschen Version Ihres Angebots Online sind. Die Frage weshalb 90% der deutschen Gründer 95% des Weltmarktes ignorieren begründet er selbst mit dem “Ökosystem aus Gründern, Entwicklern, Investoren und Usern, das sich wegen dieser Disposition auf eher niedrigem Niveau einpendelt.”
Er stellt fest, dass als Konsequenz für die fehlende internationale Risikobereitschaft den jungen Unternehmen das internationale Benchmarking fehlt. Damit verzichten junge Unternehmen bewusst auf Feedbackschleifen und den damit verbundenen Lernprozessen die innovative und erfolgreiche Geschäftsmodelle hervorbringen können, so seine Folgerung.
Hinzu kommt, dass laut einer aktuellen Studie die vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim, in Zusammenarbeit mit Microsoft Deutschland durchgeführt wurde international agierende junge High-Tech Start-Up´s erfolgreicher agieren als rein nationale ausgerichtete Unternehmen. Laut der ZEW Studie wachsen Unternehmen die den Schritt frühzeitig wagen schneller. So soll der Umsatz dieser exportorientierten Unternehmen bereits nach dem ersten Geschäftsjahr um dreiviertel höher liegen als von nicht-exportorientierten Neugründungen.
Primärer Zielmarkt für deutsche Start-Up´s ist der europäische Markt. Aber auch in Asien erzielen deutsche Gründer siginifikante Erfolge die bereits and die Erfolge in Nordamerika heranreichen. Mir fallen spontan auch wenige deutsche Internet Start-Up´s ein, die erfolgreich den Sprung nach USA geschaft haben. Andersrum ist es für uns Europäer jedoch selbstverständlich, das US-Gründungen nach Europa erfolgreich ausgerollt werden. Die Beispiele hierfür sind hinlänglich bekannt und prominent … eBay, Amazon, Facebook, mySpace, LinkedIn um nur einige zu nennen. Bereits in einem früheren Beitrag habe hierzu Stellung genommen.
Da kann mann nur hoffen, dass es hier schon bald ein Umdenken gibt und mehr deutsche Start-Up´s auch die Chancen des weltweiten Marktes ergreifen. Ein schönes Beispiel hierfür ist für mich sevenload. Ibrahim Evsan macht diesen Weg konsequent vor.
Gründe für die fehlende oder nur zögerliche Internationalsierung gibt es zahlreiche. Konstantin Urban von Holtzbrinck Ventures erklärt die Zurückhaltung mit der engen Markt- und Wettbewerbssituation in meist noch nicht entwickelten Märkten, der zusätzlichen Managementaufgaben und den erhöhten Kosten. Auch die ZEW Studie weist darauf hin das der Sprung über die Sprachgrenze hinweg kein Spaziergang ist. 59% der Internationalisierungsvorhaben scheitern, meist auf Gurnd unzureichender Vorbereitung!
Dieser Artikel wurde von Mario Grobholz geschrieben.Mario Grobholz ist Gründer und Ideengeber der myON-ID Media GmbH. Der Maschinenbau- und Wirtschaftsingenieur entwickelte in den letzten 10 Jahren für führende Internet, Telekommunikations- und Medienunternehmen Internetstrategien und -konzepte. Seit 1999 plant und betreibt er erfolgreich Consumer-Portale und Social Networks u.a. bei WEB.DE, o2 und Eurosport.
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[...] Gemeinsam mit unseren Investoren und dem Team haben wir die strategische Entscheidung seit längerem geplant und nun realisiert, da wir in den internationalen Märkten enormes Potential vermuten. Zudem zeigt sich in den adressierten Märkten bislang kein vergleichbarer Anbieter der Reputation Management als Online Plattform anbietet. Die jetzt auch international gestartete Personen-Suchmaschine stellt hierfür den ersten Schritt dar. Wir werden myON-ID weiter ausbauen, um in Europa eine führende Rolle im dynamisch wachsenden Markt für Online Reputation Management einzunehmen. Durch die Expansion in die europäischen Kernmärkte nutzen wir unseren derzeitigen Vorsprung, bevor Unternehmen bspw. aus den USA diesen Markt betreten. Siehe hierzu auch unser früherer Beitrag zum Thema “Internationalisierung”. [...]
Super Beitrag, leider sind wir eher doch auch auf lokalen Content / Jobs angewiesen! L Thomas von http://www.spirofrog.de







