Ihr Social Media Profile: Wer bin ich online?
14. März 2008 um 6:00 von Mario Grobholz
Der erste Eindruck zählt – auch online: Haben Sie sich schon einmal Gedanken über Ihre digitale Identität gemacht, vielleicht sich selbst via Ego-Googeln entdeckt? Geben Sie dazu einfach Ihren Namen in die Suchmaschine ein. Sie werden sich über das Elefantengedächtnis des Googleversums wundern.
Stellen Sie sich einfach einmal die Wirkung vor, wenn man diese digitalen Momentanaufnahmen von ihnen gleich direkt an Ihre Wohnungstür heften würde, so dass jeder sofort alles über Sie erfahren kann. In vielen Mietshäusern gibt es nicht einmal mehr Namensschilder an der Tür, so dass es schwer fällt, dem Briefträger den Weg zum Nachbarn zu weisen. Und jetzt das: eine digitale Transparenz, die alles offenbar werden lässt. Dem Zufall sollten sie so etwas wirklich nicht überlassen.
Heutzutage gibt es eine Vielzahl von Diensten, Netzwerken, Communities und sonstigen Webseiten, bei denen Sie ein Profil von sich hinterlegen können. Vor lauter Anmeldungen und Registrierungsdaten ist es mittlerweile schwer, den Überblick zu behalten. Dennoch sollten Sie niemals vergessen: Alle Socia Media Profile sind letztlich “Satelliten” oder “Außenposten” Ihrer Identität im digitalen Raum und zahlen allesamt auf Ihre Reputation ein. Positiv wie negativ.
Nutzen Sie also die Möglichkeiten, die Ihnen Facebook, Flickr, Twitter, MyON-ID und andere Services bieten – aber tun Sie es bewusst. Wenn Sie sich erst einmal im Klaren darüber sind, wie sich das Bild, das andere von Ihnen haben dank Ihrer Profile zusammensetzt, können Sie gezielt Einfluss auf ihre Fremdwahrnehmung ausüben. MyON-ID bietet Ihnen hierzu beispielsweise die Möglichkeit Ihre sämtlichen existierenden Fundstellem im Netz zu sammeln und diese durch Ihre eigenen Kommentare zu personalisieren. Mit Ihren Kontakten bauen Sie sich bei myON-ID zudem Ihr eigenes Reputations-Netzwerk auf. Überlassen Sie es also nicht dem Zufall was über Sie gefunden wird und wie Ihr Online Image für Dritte aussieht.
Hinterlegen Sie überall die wichtigsten Informationen über sich oder Ihr Unternehmen, achten Sie dabei allerdings auf die Zielgruppe, die Sie bei dem jeweiligen Dienst erreichen können und wollen. Sorgen Sie außerdem für eine Vernetzung der Inhalte, wo sich dies anbietet. Warum nicht Ihren Blog in Ihr Facebook-Profil einbauen oder Ihre Twitter-Feeds auf Ihrem Blog und in dem Social Network Facebook anzeigen lassen? Denken Sie vernetzt und behalten Sie immer im Auge, wie Ihre Online-Aktivitäten von Außenstehenden wahrgenommen werden!
Wenn es Ihnen gelingt, die bestehenden Möglichkeiten effektiv zu nutzen, schärfen Sie automatisch Ihr Profil im Netz. Gebündelt stellen besagte Dienste damit eine ideale Möglichkeit dar, ihr Image zu steuern. Zudem werden Sie wesentlich zugänglicher und schaffen letztlich eines: Glaubwürdigkeit.
Dieser Artikel wurde von Mario Grobholz geschrieben.Mario Grobholz ist Gründer und Ideengeber der myON-ID Media GmbH. Der Maschinenbau- und Wirtschaftsingenieur entwickelte in den letzten 10 Jahren für führende Internet, Telekommunikations- und Medienunternehmen Internetstrategien und -konzepte. Seit 1999 plant und betreibt er erfolgreich Consumer-Portale und Social Networks u.a. bei WEB.DE, o2 und Eurosport.
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Ja, wobei wir davor warnen müssen, dass da ein perfektes Onlinebild entsteht, dass wie ein stlisierter Avatar zu einem geschönten und verzerrten Abbild des realen Ichs mutiert. Die Marke ICH muss auch in der realen Welt das halten, was unsere online-Reputation verspricht. Und sie kann es sogar verstärken. So zum Beispiel durch folgende Maßnahmen:
* Finden Sie Ihr einmaliges Profil
* Halten Sie Vorträge vor einem Fachpublikum
* Nehmen Sie an den Branchen- und Fachevents teil
* Veröffentlichen und verbreiten Sie Ihr Wissen durch Vorträge und Publikationen
* Werden Sie aktives Mitglied in den relevanten Gremien und Verbänden
Das Potenzial des Onlinereputationsmanagements birgt auch Risiken: So wie die Vermarktungsmöglichkeiten der eigenen Person an Geschwindigkeit zugenommen haben, hat die Reputation der eigenen Marke an Stabilität eingebüßt. Wir sind transparenter, länger sichtbar, deshalb auch angreifbarer. Das lässt sich durch Offline-Netzwerke kompensieren.
[...] am 20.3.: Andere Blogeinträge zum Thema Selbstmarketing im Internet/ Personensuchmaschinen: Klaus Eck auf myONID Blog am 14.3.2008 gepostet von Karin Janner Tags: [...]
Wie wichtig es ist, seine eigene Identität im Internet zu verfolgen und zu beeinflussen beweisen die Resultate vieler Studien, die sich mit dem Thema auseinandersetzen:
beispielsweise: fast die Hälfte (47%) aller amerikanischen, erwachsenen Internet User das Web schon einmal zur Suche über die eigene Person genutzt .( Studie des ‘Pew Internet & American Life Project aus dem Jahr 2007)
Als Konsequenz erweitert sich das Verständnis vom “Ego-Googlen” hin zur Suche von Informationen über Anderen: Nicht nur Freunde und Bekannte, sondern auch potenzielle Arbeitgeber (oder der aktuelle Arbeitgeber – vielleicht ja Lidl), Investoren, Kunden usw.
Die aktive positive Darstellung der eigenen Person im Netz wird also fast unumgänglich. Die vielen Services auf die hier hingewiesen wurde sind sehr hilfreich. Generell sehe ich jedoch ein Problem darin, dass auch wenn ich ein Profil bei XING oder anderen Anbietern anlege, bedeutet das noch lange nicht dass Suchmaschinen genau dieses auf der ersten Seite der Ergebnisliste darstellen. Nur die umfangreiche Nutzung verschiedener Anbieter erhöht meine Chance auf eine positive Web Präsenz…







