Reputation Management: Intelligente Anreize für Online-Besucher
29. Februar 2008 um 6:00 von Mario Grobholz
Die PR verändert sich radikal. Mit dem Versenden von Pressemitteilungen ist es heute längst nicht mehr getan. Falls Sie in den oftmals unterbesetzten Redaktionen damit allein noch Journalisten erreichen wollen, haben sie nur geringe Chance, es sei denn Sie repräsentieren ein bekanntes Markenunternehmen.
Erst neulich machte ich innerhalb einer Woche gleich zweimal die Erfahrung, dass immer mehr Unternehmen verstanden haben, dass es in der PR nicht mehr um die reine Pressearbeit geht, sondern um das Erreichen der digitalen öffentlichkeit, in der viele Influencer unterwegs sind. So stellte ein PR-Verantwortlicher als erstes die Frage: “Wie erreichen wir eigentlich am besten die Blogger?” Erst danach fragte er mich nach der Kommunikation in Richtung Journalisten.
Dank des Internets besteht erstmals die Möglichkeit, ohne den Umweg über einen Gatekeeper mit den Stakeholdern zu kommunizieren. Daher sollten Sie sich überlegen, ob Ihre alte Push-Kommunikation (Pressemitteilung) überhaupt noch erfolgreich ist oder Sie Ihr Kommunikationsbudget lieber für raffiniertere Kommunikationsmodelle ausgeben wollen, die Neugierde schaffen und damit Ihre Marke ins Online-Gespräch bringen. Sorgen Sie am besten dafür, dass Sie interessant genug sind, sodass online die Leute (positiv) über Sie reden – dann finden Sie anschließend aufgrund der Agenda Setting-Effekte auch in den Medien statt.
Der erste Schritt zum Erfolg ist es, gute Inhalte anzubieten. Diese können informativer oder unterhaltender Natur sein, je nach dem, was zu Ihnen und Ihrem Unternehmen passt. Warum nicht als Kaffeeröster über das Thema Kaffee bloggen? Auf diesem Weg erreichen Sie neue Kunden, unterstreichen Ihre Kompetenz und können sich geschickt positionieren.
Im Zeitalter des Web 2.0 müssen Sie zudem lernen, zunehmend viral zu denken. Interessante Inhalte werden von den Usern bereitwillig selbst verbreitet. So wie es virale Werbespots gibt, ist es natürlich ebenso möglich, einen Imagefilm viral zu konzeptionieren, selbst wenn nicht jede virale Idee funktionieren sollte. Damit Sie dies allerdings erfolgreich platzieren können, müssen Sie sich über die Wirkungsweisen und Mechanismen von erfolgreichen Internetvideos im Klaren sein.
Gerne wird heute auch vom “Mitmachnetz” gesprochen. Nicht ohne Grund. Menschen sind gerne aktiv und wollen sich einbringen. Nutzen Sie dies für Ihre PR, in dem Sie existierende Webinstrumente der Kommunikation 2.0 nutzen, um mit ihren Kunden in den Dialog zu kommen. Oder binden Sie das Know-how Ihrer Kunden sogar in die Produktentwicklung ein. Wenn es Ihnen gelingt, Ihre Stakeholder aktiv mit einzubeziehen und das Gefühl zu vermitteln, dass der Einzelne ernst genommen wird, schaffen Sie langfristige Kundenbindungen. Nebenbei bauen Sie auf diese Weise eine besonders kundennahe Reputation auf.
Eine gute Möglichkeit diese Inalte viral zu verbreiten bietet sich hier in Ihrem eigenen myON-ID Profil.
Klaus Eck, PR Blogger
Dieser Artikel wurde von Mario Grobholz geschrieben.Mario Grobholz ist Gründer und Ideengeber der myON-ID Media GmbH. Der Maschinenbau- und Wirtschaftsingenieur entwickelte in den letzten 10 Jahren für führende Internet, Telekommunikations- und Medienunternehmen Internetstrategien und -konzepte. Seit 1999 plant und betreibt er erfolgreich Consumer-Portale und Social Networks u.a. bei WEB.DE, o2 und Eurosport.
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