Beherrschen der Technik allein reicht nicht
30. November 2007 um 8:00 von Mario Grobholz
Nicht nur das Beherrschen der Technik will gelernt sein, auch der inhaltliche Umgang und die Verantwortung sich selbst und seiner Umwelt gegenüber muss der neuen jungen Webgeneration nahe gebracht werden.
Vor ein paar Tagen bin ich über einen Artikel gestoßen der sich damit beschäftigt wie Jugendliche heute mit den neuen Medien und Angeboten die sich speziell im Internet bieten umgehen. Das neue Angebote die auf Basis neuer Technologien entstehen heute von Jugendlichen und Schülern schneller verstanden und aufgegriffen werden ist nicht erst seit Erfindung des Videorekorders mit zeitgesteuerter Aufzeichnung weitläufig bekannt.
So verwundet es ja auch nicht, dass viele neue WEB 2.0 Angebote besonders intensiv von dieser Zielgruppe aufgesucht werden. Doch wer erklärt den heutigen Teenangern welche Konsequenzen sich aus dem heutigen jugendlichen Handeln ergeben können? Genau diese Forderung stellt der Mainzer Medienpädagoge Stefan Aufenanger am Montagabend bei den Mediatagen Nord in Kiel.
Es sei ein weit verbreitetes Vorurteil, dass Jugendliche mit neuen Medien besser umgehen könnten als Erwachsene, sagte Aufenanger. Vor allem Jungen könnten zwar die Geräte oft besser bedienen, bei der Einschätzung der Inhalte seien ihnen die Erwachsenen aber weit überlegen.
Hintergrund der Expertendebatte ist, dass das Internet den Jugendlichen heute eine Vielzahl von Möglichkeiten bietet, sich auszutauschen und eigene Daten ins Netz zu stellen. Dies kann nach Expertenmeinung positiv für neue Lernmodelle genutzt werden, erhöht aber auch das Risiko, auf rassistische oder pornografische Inhalte zu stoßen. Zum Teil stellen Jugendliche auch leichtsinnig private Fotos oder Daten in Internet-Plattformen wie SchülerVZ oder StudiVZ.
Es gebe derzeit keinen wirksamen Filter gegen jugendgefährdende Fotos, weil Filter nicht die Bedeutung eines Bildes erkennen könnten, sagte Per Christensen vom Internet-Anbieter AOL. Seine Firma setze darauf, dass Internet-Nutzer schädliche Inhalte meldeten. Auch Phillippe Gröschel, Jugendschutzbeauftragter der Internet-Foren SchülerVZ und StudiVZ, setzt auf die Mitarbeit der jungen Mediennutzer. 60 Mitarbeiter würden sich bei den beiden Foren nur um Beschwerden kümmern. Angesichts von 600.000 hochgeladenen Fotos pro Tag sei eine wirksame Kontrolle nicht möglich.
Ein Grund mehr, auch für junge Internetnutzer auf Angebote wie myON-ID zurückzugreifen, um bereits frühzeitig damit zu beginnen den eigenen guten Ruf im Internet zu schützen.
http://www.ksta.de/html/artikel/1195540834160.shtml
Dieser Artikel wurde von Mario Grobholz geschrieben.Mario Grobholz ist Gründer und Ideengeber der myON-ID Media GmbH. Der Maschinenbau- und Wirtschaftsingenieur entwickelte in den letzten 10 Jahren für führende Internet, Telekommunikations- und Medienunternehmen Internetstrategien und -konzepte. Seit 1999 plant und betreibt er erfolgreich Consumer-Portale und Social Networks u.a. bei WEB.DE, o2 und Eurosport.
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