Den guten Ruf herausstreichen
2. Oktober 2007 um 8:00 von Mario Grobholz
Wer sich online besser in Szene setzen und selbstvermarkten will, der kann sich auf das Werkzeug “Blogs” verlassen. Denn dieses profitiert in der Regel nach einer gewissen Zeit vom Google Juice. Je häufiger die eigenen Blog-Artikel wahrgenommen und verlinkt werden, desto besser dürfte die eigene digitale Positionierung sein. Voraussetzung dafür ist es jedoch, (positive) Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen und Leser zu binden. Fach- und Themenblogs bieten dazu sehr gute Möglichkeiten. Denn sie erlauben es dem Einzelnen, die eigenen Kompetenzen deutlich zu machen und damit den eigenen digitalen Ruf zu stärken.
Bereits im Jahre 2005 ergab eine Umfrage der Blog-Suchmaschine Technorati und der PR-Agentur Edelman, dass Blogs von vielen ihrer Betreibern als Möglichkeit genutzt wird, sich in einem Fachbereich als Experte zu positionieren. Ein Drittel der Befragten gab an, “einen Blog zu betreiben, um sich >>sichtbare Autorität auf seinem Gebiet<< zu verschaffen.”Im Sommer 2006 heißt es auf dem Portal ibusiness in dem Artikel “Wie guter Ruf zu barer Münze wird“:
„Ein guter Ruf entscheidet über den nötigen Geschäftserfolg. Wer bereits über eine positive Reputation verfügt oder sich eine aufbauen will, wird künftig digitales Reputation Management betreiben. Eine Management-Disziplin die gerade im Entstehen ist und zunehmend an Bedeutung gewinnen dürfte.“
Mittlerweile gibt es zahlreiche Dienste im Netz, welche die digitale Reputation zu schützen versuchen oder zumindest einen Überblick darüber vermitteln. Jochen Mai liefert in seinem Blog Karrierebibel einen guten Überblick über die einzelnen Tool-Anbieter im Reputaton-Markt, darunter auch myON-ID.
Angesichts der vielfältigen Reputation Tools, ist das Reputation Management längst kein Thema mehr allein von großen Konzernen, sondern erreicht auch kleine und mittelständische Unternehmen. Aufgrund der neuen radikalen Transparenz, der sie heute längst durch das Internet (insbesondere des Web 2.0) ausgesetzt sind, sollten sie die Gelegenheit nutzen, ihre Kompetenzen zu inszenieren und selbst aktiv via Blog und Social Networks für sich zu werben.
Der Journalist Jochen Mai fragt in seinem Reputation-Beitrag zudem, wie man seine “Reputaton 2.0″ unterstützen und Reputationsrisiken vermeiden kann:
“Als Schutz für die eigene Reputation kommen derzeit nur zwei Wege infrage – entweder so wenig wie möglich ins Netz zu stellen oder überall präsent zu sein. Sprich: Bloggen, Mitgliedschaften in sozialen Netzwerken, Flickrn, Bookmarken & Co. Das volle Programm. Unliebsame Inhalte im Web nachträglich zu löschen, ist schwer. Folglich hilft nur verdrängen. Oder gibt es doch noch Alternativen?”
Meiner Ansicht nach stellt sich diese Alternative gar nicht. Denn wenn ich die erste Variante wähle und mich auf eine vermeindliche digitale Askese einlasse, mache ich mich angreifbar. Selbst wenn ich auf Social-Media-Aktivitäten verzichte, müssen das andere noch lange nicht. Sobald jemand öffentlich auftritt, wird er normalerweise auch online wahrgenommen. Es findet seinen kleinen oder großen Widerhall im Netz. Entweder werden wir fotografiert, gefilmt, getwittert oder gar gebloggt. Natürlich ist hierbei noch unklar, auf wie viel Resonanz das jeweils trifft.
Niemand ist wirklich dazu gezwungen, sich auf das volle Programm der Social Software einzulassen, ignorieren sollte man es weder als Person noch als Unternehmen. Etwas Ego-Surfing und Blog-Monitoring bewahrt uns sicherlich davor, zum Spielball unbekannter Kräfte zu werden. Hierbei können Blogs ein hilfreiches Instrument sein, um die Aufmerksamkeit der eigenen Stakeholder auf die gewünschten Dinge zu lenken.
>> Karrierebibel: Jochen Mai: Reputation 2.0 – Dienste für einen besseren Ruf
>> myONID Blog: Personen werden zur Marke
Klaus Eck, PR Blogger
Dieser Artikel wurde von Mario Grobholz geschrieben.Mario Grobholz ist Gründer und Ideengeber der myON-ID Media GmbH. Der Maschinenbau- und Wirtschaftsingenieur entwickelte in den letzten 10 Jahren für führende Internet, Telekommunikations- und Medienunternehmen Internetstrategien und -konzepte. Seit 1999 plant und betreibt er erfolgreich Consumer-Portale und Social Networks u.a. bei WEB.DE, o2 und Eurosport.
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