10 Tipps für das digitale Reputationsmanagement
10. Oktober 2007 um 8:00 von Mario Grobholz
Wer seinen eigenen Namen bei Google zum ersten Mal eingibt, ist manchmal überrascht über die Ergebnisse. Nicht jeder der gelisteten Links trifft hierbei auf die eigene Zustimmung. Anders als bei myONID können wir die Reihenfolge des Google Rankings nur bedingt beeinflussen.
Das kann fatale Folgen für die eigene Karriere oder für das Image eines Unternehmens haben. Wer erst einmal am Online-Pranger steht, tut sich manchmal schwer mit der öffentlichen Kritik. Jede einzelne Reaktion wird beäugt und findet erneut ihren Widerhall im Netz.
Aus diesem Grunde empfehle ich immer, nichts dem Zufall zu überlassen. Seien Sie sich Ihrer digitalen Spuren bewusst, die Sie selbst hinterlassen und versuchen Sie für Ihr Anliegen online Fürsprecher zu finden, damit Ihr digitales Erscheinungsbild wirklich auch Ihren Vorstellungen entspricht. Marcel Weiss hat mich mit seinen 5 Tipps für eine bessere Online-Reputation inspiriert.
1. Bewußtsein: Jeder sollte sich darüber im Klaren sein, dass wir inzwischen alle in der Öffentlichkeit leben. Wenn wir auf eine Veranstaltung gehen, werden dort Fotos, Videos und Blogbeiträge erstellt, von denen wir vorab nichts ahnen. Wir haben hierbei oftmals keinen ersichtlichen Ansprechpartner, weil wir ahnungslos Gespräche führen, die digitalisiert werden. Das Ethos eines Journalisten gilt den Bloggern erst einmal nichts. Erst wenn die Berichte online stehen, können wir darauf reagieren. Aus diesem Grunde sollte jeder regelmäßig seinen Namen googlen (“Ego-Surfing”) und die eigene digitale Identität überprüfen. Wie werde ich wahrgenommen? Wer schreibt etwas über mich? Welche Hintergründe hat das?
2. Diziplin: Wer sich selbst unvorteilhaft in Szene setzt und dafür sorgt, dass es digital festgehalten wird, darf sich über die Wirkung nicht wundern. Jeder Twitter- oder Blog-Beitrag entfaltet seine Wirkung. Selbst Kommentare bleiben nicht unsichtbar. Deshalb sollten wir vor jedem Publizieren darüber nachdenken, was wir gerade veröffentlichen. Je emotionaler der eigene Beitrag ist, desto fragwürdiger – weil unvorteilhaft – könnte dieser sein. Denken Sie vorher nach und vermeiden Sie es aus der Wut oder Euphorie heraus, etwas zu veröffentlichen. Dementsprechend ist es kontraproduktiv unter Drogeneinfluss zu publizieren. Nicht wenige Angestellte durften aus diesen Gründen ihren Hut nehmen.
3. Suchen automatisieren: Mit Hilfe von GoogleAlerts kann man sehr schnell die Online-Informationen über die eigene Person verfolgen, ohne dass man einen großen Aufwand damit hat. Darüber hinaus ist es sinnvoll, auch Technorati zu nutzen. Dort kann man ebenfalls eine Watchlist zur eigenen Person oder zum Unternehmen einrichten.
4. Social Networks nutzen: Melden Sie sich beispielsweise bei Xing an und stellen Sie sich selbst im Profil vor. Dann werden Sie darüber sehr gut gefunden. Gerade Headhunter und Arbeitsgeber informieren sich inzwischen häufig via Xing. Je besser Sie dort ihr Profil ausfüllen, desto größer ist der Nutzen für Ihre digitale Reputation.
5. Bloggen: Wenn Sie unter Ihrem Namen ein Blog betreiben, spüren Sie unmittelbar die Suchmaschinenrelevanz. Allerdings sollten Sie relevante Artikel verfassen, die Ihre Leser zum Verlinken animieren.
6. Webadresse einrichten: Melden Sie möglichst unter Ihrem Namen eine Domain an. Das wirkt sich sofort auf die Suchmaschinenergebnisse aus, wenn Sie dort regelmäßig aktuelle Inhalte einstellen.
7. Social Media nutzen: Richten Sie weitere Webprofile im Social Media-Umfeld ein. Mit wenig Aufwand können Sie Ihr Profil bei Twitter (und vergleichbare Services), Technorati.com, Mister Wong, myONID etc. hinterlassen.
8. Aufmerksamkeit erzielen: Je mehr Sie selbst in der Öffentlichkeit aktiv sind, desto mehr Anreize bieten Sie, dass andere darüber berichten. Verlinken Sie diejenigen, die wohlwollend über Sie schreiben und verschaffen Sie ihnen dadurch ebenfalls Aufmerksamkeit.
9. Online-Relations ausbauen: Pflegen Sie Ihre Kontakte, in dem Sie in Blogs kommentieren, via Social Networks kommunizieren und sich generell (auch telefonisch und persönlich) austauschen. Verstecken Sie sich nicht, sondern nutzen Sie die Gelegenheit für das öffentliche Gespräch. Das unterstützt Ihre digitale Reputation am besten und verschafft Ihnen positive Aufmerksamkeit.
10. Online-PR/ Online-Marketing: Verschicken Sie Newsletter an Ihre wichtigsten journalistischen und Kundenkontakte; idealerweise bieten Sie zudem eigene RSS-Feeds an, so dass jeder Ihre Inhalte individuell nutzen kann. Darüber hinaus können Sie auch klassische PR-Portale wie OpenPR nutzen, um ihre Aktionen online anzukündigen. Auf diese Weise ist es möglich, negative Suchmaschinenergebnisse durch “relevante” Inhalte zu verdrängen. Löschen können sie Google-Ergebnisse nicht, aber dafür sorgen, dass gute Meldungen weiter oben platziert werden.
>> Karriere-Bibel: Reputation 2.0 –Dienste für einen besseren Ruf
>> Marcel Weiss: 5 Tipps für eine bessere Online-Reputation
Klaus Eck
Dieser Artikel wurde von Mario Grobholz geschrieben.Mario Grobholz ist Gründer und Ideengeber der myON-ID Media GmbH. Der Maschinenbau- und Wirtschaftsingenieur entwickelte in den letzten 10 Jahren für führende Internet, Telekommunikations- und Medienunternehmen Internetstrategien und -konzepte. Seit 1999 plant und betreibt er erfolgreich Consumer-Portale und Social Networks u.a. bei WEB.DE, o2 und Eurosport.
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[...] eine offenkundige Verwechslung herausreden. Klaus Eck, Kollege und Buchautor aus München, hat 10 lesenswerte Tipps für das digitale Reputationsmanagement bei my ON-ID zusammengestellt. Sie gelten natürlich nicht nur für Business Blogger, [...]
[...] – Blogbeitrag auf myONID von Klaus Eck Klaus Eck (PR Blogger) hat bei myONID einen Beitrag zum digitalen Reputationsmanagement verfasst, der 10 wertvolle Tips zu diesem Thema [...]
[...] PR-Blogger Klaus Eck hat bei MyOn-ID zehn Tipps für das digitale Reputationsmanagement zusammengestellt, die ich gekürzt, [...]
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[...] myONID Blog » 10 Tipps für das digitale Reputationsmanagement: [...]
[...] MyOn-Id widmet diesem Problem ein eigenes Blog und versorgt alle um ihren Ruf besorgten mit 10 Tipps für das digitale Reputationsmanagement. Tenor: Unliebsame Spuren im Netz mit neuen, positiven Informationen überschreiben. Wer die [...]
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[...] geht es darum, den eigenen Ruf im Internet aktiv mitzugestalten. 10 Tipps für das digitale Reputationsmanagement findet man bei Klaus Eck, und diese gelten nicht nur für Privatpersonen. [Die Tags dieses [...]
Gute Idee. Was am schlimmsten ist, ist das man, wenn man einmal im Netz steht, kaum noch rauskommt. Deswegen sollte man sich wirklich dreimal überlegen, ob man da auch rein will.
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