Angst vor der negativen Macht der Blogger
27. September 2007 um 23:30 von Mario Grobholz
Als ich eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand ich mich in meinem Bett zu einem ungeheuren Troll verwandelt, heißt es beinahe sinngemäß bei Franz Kafka in der “Verwandlung” von 1915. Jedenfalls schlug man sich schon damals mit Ungeziefer und Wahrnehmungsproblemen herum. Die sozialen Mechanismen der zwischenmenschlichen Kommunikation machen vor dem digitalen Raum keinen Halt.
Es ist zutiefst menschlich in Kategorien zu denken und Vor-Urteile zu pflegen; denn jeder Mensch versucht Ordnung in sein persönliches Schubladensystem zu bringen, um ein Gefühl von Sicherheit und Stabilität aufrecht zu erhalten. Stereotypisierungen sind in der Regel sozial unerwünscht, erleichtern aber die generelle Orientierung. Schon beim ersten Kontakt oder bei der ersten Lektüre eines Blogartikels suchen wir unbewusst die passende Schublade und tendieren dazu, unserem Gegenüber einige Eigenschaften zuzuschreiben. Das ist nicht unbedingt förderlich für die Reputation des Fremden.
Dieser Artikel wurde von Mario Grobholz geschrieben.Mario Grobholz ist Gründer und Ideengeber der myON-ID Media GmbH. Der Maschinenbau- und Wirtschaftsingenieur entwickelte in den letzten 10 Jahren für führende Internet, Telekommunikations- und Medienunternehmen Internetstrategien und -konzepte. Seit 1999 plant und betreibt er erfolgreich Consumer-Portale und Social Networks u.a. bei WEB.DE, o2 und Eurosport.
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Mir fällt bei vielen Blog-Kommentaren auf, dass sie in ein Schwarz-Weiß-Denken verfallen. Einige sind sofort dafür. Andere sind dagegen. Und jeder holt die Argumente aus der Tasche, die die eigene Meinung bestätigen und die Gegenmeinung widerlegen.
Das ist ganz schlechtes Denken. Unzweckmäßig. Ineffizient.
Wie geht es denn besser? Ganz einfach mit der Methode PMI, die der geniale Edward de Bono http://www.edwarddebono.com entwickelt hat.
PMI steht für
Plus
Minus
Interessant
Plus bedeutet Positives. Was finde ich an der geäußerten Idee gut?
Minus bedeutet Negatives. Was gefällt mir an der Idee nicht? Worin sehe ich Nachteile?
Interessant ist weder positiv noch negativ, sondern neutral oder eben – interessant.
PMI hat den Vorteil, dass alle Seiten betrachtet werden und nicht nur die Seite die mir gefällt bzw. nicht gefällt. Wer sich angewöhnt, PMI möglicht häufig anzuwenden, wird bald bessere Ergebnisse erzielen. Wie sagte schon de Bono: “Die Qualität unseres Denkens bestimmt die Qualität unserer Leistungen”.
Das hat dann noch den Vorteil, dass man sich nicht mit unbedachter Kritik die eigene Reputation kaputt macht.
Noch ein Tipp: Mir fällt gerade auf, dass hier im Blog die Links in Kommentaren nicht sichtbar sind. Erst wenn man mit dem Mauszeiger drüber fährt. Vielleicht lässt sich noch etwas am CSS schrauben
[...] Daher ist es nicht nur für Organisationen, sondern auch für Einzelpersonen notwendig, sich um die Außenwahrnehmung Gedanken zu machen und sich mit dem Thema Reputation verstärkt auseinanderzusetzen. Letztlich [...]
Könnte es sein, dass dieser Beitrag bei der Publikation “verstümmelt” wurde? Oder ist die Argumentation von Klaus Eck tatsächlich so raffiniert, dass ich ihr nicht folgen kann?
Ja was soll man dazu sagen, Trolle gibt es nunmal überall und diese können durchaus imensen Schaden anrichten, gerade in der Blog Szene.
Ich habe irgendwo mal gelesen das einige US Blogger ein Script entwickeln das unsinnige Kommentare sprich Spam erkennt.
Leider habe ich gerade keinen Link zur Hand.







