Expertenmeinung: Martin Meyer-Gossner über den Social Media Einsatz in Unternehmen
8. Februar 2010 um 9:25 von Mario Grobholz
Das Social Web wird durch die Vernetzung der Menschen immer mehr zu einer wichtigen gesellschaftlichen Kommunikations- und Handlungsplattform. Auch Unternehmen müssen dies erkennen, um am interaktiven Markt keinen Wettbewerbsnachteil einstecken zu müssen. Um sich ein besseres Bild von den Vorteilen einer betrieblichen Nutzung der sozialen Medien machen zu können, befragen wir regelmäßig Experten auf diesem Gebiet.
Dieses Mal befragen wir Martin Meyer-Gossner, Sales und Marketing Experte sowie passionierter Blogger rund um das Thema Social Media vor allem bei seinem eigenen Blog thestrategyweb.de. Deshalb haben wir ihm heute 4 Fragen zu “Social Media Einsatz in Unternehmen” gestellt und hier sind seine Antworten:
Denkst du, dass Social Media Marketing für Unternehmen zum Standard Marketing Mix gehören sollte?
Martin: Einen Standardmix bei der heutigen Dynamik des Social Web? Wohl eher nicht. Es stellt sich für Unternehmen permanent die Frage, wo sich die Zielgruppe denn derzeit gerade wiederfindet – und das muß von Produktsegment zu Serviceabteilung individuell analysiert werden. Unternehmen sind gefordert, eine einzigartige Lösung moderner Kundenkommunikation zu erarbeiten, die nachhaltig und dennoch flexibel für Neuerungen und Veränderungen bleibt – intern wie extern. Idealerweise sollte Social Media Marketing immer mit einer langfristigen Webstrategie einhergehen.
Wo sollten die Social Media Aktivitäten eines Unternehmens in der Organisation “aufgehängt” sein?
Martin: Das hängt ganz vom Unternehmen ab. Eigenverantwortlich kann das nicht einer allein machen. Deshalb heißt es ja Social Media; das gilt nochmals: intern wie extern. Wer seine Kunden in die Unternehmenskommunikation einbezieht, merkt schnell, wo der Fokus des Kundeninteresses liegt und darauf sollten die Social Media Aktivitäten abgestimmt werden. Social Media betrifft zahlreiche Bereiche im Unternehmen: Marketing, PR, Kundenservice und natürlich Sales. Es hilft auf externe Berater-Ressourcen mit professionellem Weitblick und Medienverständnis zurückzugreifen, da sie nicht die interne Unternehmens- oder Abteilungsbrille aufhaben und unvoreingenommen analysieren. Für den erfolgreichen Einsatz von Social Media ist ein kollaboratives Verständnis und Vorgehen der Abteilungen unabdingbar. Es muß von der Geschäftsführung gewünscht und gefördert werden. Etwaige Fürsprecher und Projektverantwortliche, die authentisch hinter ihrer Aufgabe und ihrem Produkt stehen, sind hierfür in den einzelnen Abteilungen zu identifizieren. Eine moderne Multi-Voice-Strategie erfordert dann die Kultur der permanenten Absprache zwischen den einzelnen Abteilungen. Nur so entsteht vor dem Kunden ein externes Abbild eines professionellen Schulterschlusses aus allen Abteilungen – und es kann auch mal der eine für den anderen agieren. Getreu dem Motto: Einer für alle, alle für einen.
Welche messbaren Ziele verfolgen Unternehmen mit ihren Social Media Aktivitäten?
Martin: Eine gute Frage, die sich jedes Unternehmen mal aus der Historie seiner Webmarketing und -strategie Benchmarks stellen sollte. Die Definition von Online-ROI wird zur großen Herausforderung für Unternehmen. Worum geht es zukünftig? Mehr Traffic, Clicks, Engagements, Leads oder sogar Sales? Und von wem? Partner, Zulieferer, Entscheider, Konsumenten oder Multiplikatoren? Grundsätzlich ist in Zeiten der Engagement Economy ein klares Umdenken gefordert, was einige Unternehmen auch bereitwillig annehmen. Dem Kunden zu sagen, was er zu „kaufen“ hat und darauf Ziele zu definieren, wird immer schwieriger. Oft wird in diesem Zusammenhang vergessen, daß Social Media nicht einen Anfang und ein Ende hat. Social Media ist die Antithese von Werbung, denn es basiert auf dem Multilog, der sich dynamisch und langfristig auf die Marke, das Image und die Produktwahrnehmung niederschlägt. Übrigens: Social Media Monitoring ist kein Allheilmittel, wohl aber Mittel zum Zweck wenn man auch aus den Erkenntnissen seine Schlüsse zieht.
Welche Unternehmen kennst du, die heute Social Media bereits erfolgreich einsetzen?
Martin: Der Klassiker ist sicherlich Dell, die allein mit Twitter 6,5 Mio. US Dollar umgesetzt haben wollen. Das Beispiel ist deshalb spannend, da Social Media Dell zum Vorreiter des Social Media Hypes macht und zum Image-Katalysator für die damals nicht mehr so starke Marke geworden ist. Ansonsten empfehle ich gerne mal die Beispiel von AutoDesk, Adidas, MINI, Starbucks und Threadless, die sehr gezielt Facebook, Twitter oder YouTube je nach Erfordernissen und Möglichkeiten für die Kundenkommunikation einsetzen.
Das schreibt die Presse im Januar über myON-ID und Ruflotse
5. Februar 2010 um 8:30 von Martina Doherr
Das Jahr 2010 startete für uns mit einigen sehr schönen Veröffentlichungen, die wir euch gerne vorstellen wollen. Neben myonid.de, dem Werkzeug für professionelles Netzwerken und berufliche Selbstvermarktung, wurde auch Interessantes über Ruflotse berichtet, dem Rundumschutz des guten Namens im Internet.
Noch nicht so ganz offiziell, aber für unsere Leser und Fans sicherlich eines der spannendsten Themen, ist der Newsroom für Unternehmen von myON-ID, worüber online u.a. hier berichtet wurde. Hierzu wird es schon bald weitere spannende Infos geben. Besonders freuen wir uns neben zahlreichen Berichten in Blogs auch über die tollen Artikel in der Computerbild und der PCgo, die über unseren Ruflotse berichteten.
Unter der Headline “Der gläserne Bewerber” schrieb die Frankfurter Allgemeine:
![]() |
“Seit Personalchefs das Internet entdeckt haben, müssen Bewerber auch dort auf ihren Ruf achten. Wer online glänzen will, lässt peinliche Einträge löschen und setzt sich bewusst in Szene..().mit myON-ID können die Nutzer ihre Netz-Aktivitäten in einem Profil bündeln und verwalten. Wer im Internet aktiv ist, kann hier die Fäden zusammenlaufen lassen.” |
Die Computerbild schrieb unter dem Titel “Guter Ruf im Internet” zum Ruflotse:
![]() |
“Wenn Sie wissen wollen, was aktuell über Sie im Internet zu finden ist, brauchen Sie bei vielen Einträgen viel Zeit. Der Ruflotse soll diese Arbeit erledigen. Er durchsucht automatisch rund um die Uhr das Internet nach einem vorgegeben Begriff, etwa den eigenen namen, und stellt die Ergebnisse übersichtlich dar.” |
Die Fachzeitschrift PCgo nannte den Artikel im Januar “Radiergummi für das Internet” und berichtete Folgendes:
![]() |
“Das Münchner Unternehmen myON-ID bietet unter www.ruflotse.de einen kommerziellen Service an, der kontinuierlich alle relevanten Seiten des Internet scannt und die Ergebnisse dann übersichtlch aufbereitet. Wer möchte, kann Ruflotse zudem beauftragen, sich um Löschaufträge unliebsamer Einträge zu kümmern..” |
Im Südkurier erschien der Artikel “Heute schon das Image aufpoliert?”:
| “Profidienste wie der Ruflotse bemühen sich darum, dass gewisse Inhalte aus dem Internet verschwinden, soweit das möglich ist.” |
Wir bedanken uns bei den Autoren und freuen uns über viele weitere spannende Artikel im Februar, März, April, Mai usw…;-)
Das schrieb die Presse im Dezember 2009
Das schrieb die Presse im November 2009
Die Evolution der Datensicherheit im Netz
4. Februar 2010 um 9:05 von Mario Grobholz
Der gute Ruf ist im freien Raum des Worldwide-Webs tagtäglich möglichen Angriffen ausgesetzt. Wer unkontrolliert sensible Daten ins Netz stellt, muss vom Identitätsklau, über Mobbing-Attacken bis hin zu langwierigen Rufschädigungen mit allem rechnen. Selbst die beste Reputationsstrategie wird scheitern, wenn nicht im Vorfeld ihre Notwendigkeit erkannt und die Sensibiliät gegenüber meist eigens ins Netz gestellten Daten geschärft wird.
Datensicherheit hat im Web 2.0 nichts mehr mit Firewalls zu tun. Mit den Sozialen Medien hat eine neue Ära der Kommunikation Einzug gehalten. Das heißt zwangsläufig, dass Privatleute wie Unternehmen lernen müssen, sensibler mit ihren Daten im Netz umzugehen. Wo vielleicht gestern der einfache Download eines Virenschutzprogrammes ausreichte, ist heute eine viel komplexere Herausforderung entstanden. Das Internet, und damit die gesamte Kommunikation, befindet sich mitten in einem Prozess der Veränderung. Vergleichbar mit einer neuen Stufe der Evolution.
Erst gab es dafür Sicherheits-Software – Virenscanner und Firewalls. So hat man Privates auf dem PC vor Hackern und Viren geschützt. Dann wurden Communities wie Facebook oder Xing interessant, also hat man dort seine Privatsphäre Einstellungen angepasst. Aber durch kapilare Verlinkungen, die eigene Unbedachtheit und auch den kriminellen Ideenreichtum Dritter können aktive Internet-Nutzer ohne entsprechendes Reputationsmanagement nicht mehr bestimmen, was mit ihren Daten im öffentlichen Raum des Internets geschieht.
Hendrik Speck, Professor für Digitale Medien an der FH Kaiserslautern, geht mit seiner Prognose sogar noch einen Schritt weiter. In einem aktuellen Beitrag der Basler Zeitung fordert der Wissenschaftler klare gesetzliche Rahmenbedingungen für Onlineplattformen, für deren Nutzung ein völlig neues Datenschutzmodell benötigt würde. Es sei hochnotwendig, über eine neue Konzeption des Datenschutzes nachzudenken. Skeptisch wird Speck allerdings bei der Frage, ob die dafür erforderliche Medienkompetenz bei politischen und juristischen Entscheidungsträgern ausreicht: «Es besteht die Gefahr, dass die Systemträgheit wesentlich grösser ist als die Zeit, die wir für Entscheidungen haben, um die gesellschaft-technische Entwicklung nach den Grundsätzen einer demokratischen Gesellschaft zu gestalten.»
Es bleibt abzuwarten, wohin sich dieser Trend fortsetzen wird, ob Konsequenzen im Handeln jedes einzelnen entstehen und welche neuen Perspektiven damit gleichzeitig geschaffen werden. In jedem Fall sind wir alle aufgefordert, Aufklärungsarbeit zu leisten und gerade die jüngere Generation verantwortungsvoll an das Medium Internet heranzuführen. Interessiert beobachten wir, welche Entwicklung das Thema “Internet” auf den Lehrplänen der Schulen zukünftig einnehmen wird. Die Bayerischen Gymnasien gehen dort in ihrem Deutschunterricht mit guten Beispiel voran.
Social Media Newsroom – Was ist das?
2. Februar 2010 um 9:15 von Mario Grobholz
Newsroom, Pressemitteilung 2.0, virtuelle Nachrichtenagentur – Begriffe, die zur Zeit in Deutschland und der ganzen Welt kusieren. Doch was hat es damit überhaupt auf sich? Wie kann ich mir einen solchen Newsroom vorstellen? Hier sind die Antworten.
Der „Social Media Newsroom” ist eine kleine Webseite, die auch als “Web 2.0 Seite” bezeichnet werden kann. Ziel dieses Newsrooms ist es, Informationen wie bspw. Pressemitteilungen nicht nur “klassisch” einem Journalisten als Download anzubieten, sondern auch Bloggern die notwendigen Materialien für eine Veröffentlichung an die Hand zu geben.
Ein Newsroom sollte modular wie ein Baukasten nutzbar sein, um den wachsenden und sich ständig ändernden Aufgaben denen sich Unternehmen im Social Web gegenüber sehen gerecht zu werden. Täglich finden im Internet rund um die Uhr viele Millionen Konversation statt – kaum ein Unternehmen kann es sich leisten an diesen Gespräche nicht teilzunehmen. Lesen Sie hier wie Unternehmen heute ins Web 2.0 einsteigen.
Der Newsroom nutzt Web 2.0 Technologie intelligent um Ihre Kommunikation erfolgreicher zu machen.
Ein Social Media Newsroom nimmt Rücksicht auf die Bedürfnisse und technischen Gegebenheiten und bringt alle Web 2.0-Tools zum Einsatz. Ein Newsroom aggregiert Inhalte die auf anderen Plattformen, wie z.B. Youtube, Flickr, Delicious, Twitter oder auf Blogs orignär eingestellt wurden und bietet zudem die Möglichkeit selbst eigene Inhalte zu erstellen und zu publizieren. Der Newsroom nutzt somit diese externen Dienste als “Seeding Channel” und Datenspeicher.
Mit dem Newsroom publizieren und distribuieren Sie Ihre Markenbotschaften effizient und zielgerichtet ins Social Web.
„Seeding Channels“ stellen somit die Quelle der Social Media Aktivitäten dar. Durch eine intelligente Verbindung des Newsrooms mit diesen externen Diensten lassen sich Publikations-Prozesse stark automatisieren, wodurch der zeitliche Aufwand für das tägliche Social Media Marketing deutlich reduziert und professionalisiert werden kann.
VORTEILE EINES NEWSROOMS
- Erschließung neuer Zielgruppen, die über die Corporate Websites nicht (mehr) erreicht werden.
- Direkter Dialog mit Multiplikatoren und Journalisten, sowie Kunden und Interessenten.
- Immer aktuell durch automatische Aktualisierung der Inhalte.
- Push und Pull Elemente zur Aggregation und Verbreitung der Inhalte im Social Web.
- Optimale Auffindbarkeit in den Suchmaschinen durch integriertes SEO-Konzept und -Verzeichnis.
Social Media for Dummies
27. Januar 2010 um 9:05 von Mario Grobholz
Lee LeFever ist dafür bekannt, komplexe Themengebiete wie z.B. Twitter, das WWW oder aber die Präsidentschaftswahl in 3-Minuten Videos für Wissbegierige zu visualisieren. So tat er es auch für das Thema Social Media.
Wer also immer noch nicht sicher ist, welchen Einfluss die sozialen Medien haben können, sollte sich jetzt dieses Video anschauen. Es lohnt sich!
Expertenmeinung: Kerstin Hoffmann über klassische PR in Zeiten der “Social Media”
25. Januar 2010 um 9:05 von Mario Grobholz
Welchen Effekt haben Social Media auf die “klassische” Public Relation Arbeit, können sie Hand in Hand funktionieren – und finden auf diesem Wege die Botschaften von Unternehmen, Organisationen und Menschen auch ihren Weg? Fragen, die viele PR-Treibenden und Agenuren dieser Tage beschäftigen.
Wir haben daher Dr. Kerstin Hoffmann (Kommunikationsberaterin und Text-Expertin), alias den “PR-Doktor” – befragt. Sie teilt ihr Wissen und ihre Erfahrungen aus rund 20 Jahren Arbeit in der Unternehmenskommunikation mit fachlichem Rat und praktischen Tipps für erfolgreiche Werbung und PR.
Hier ihre Antworten:
Frau Dr. Hoffmann, verliert die klassische PR für Unternehmen in Zeiten von Social Media an Bedeutung?
Dr. Kerstin Hoffmann: Nein, definitiv nicht. Sie verändert sich, klar – aber vor allem in den Werkzeugen. Social Media müssen, damit sie etwas bringen, in Kommunikationskonzepte eingebunden werden. Und derjenige, der sie „bedient“, muss das Handwerkszeug beherrschen, nicht nur die Techniken und Programme.
Natürlich muss ich wissen, wie ich beispielsweise eine Facebook-Seite einrichte; wie ich XING optimal einsetze; welche Social Media es überhaupt gibt; wie Suchmaschinenoptimierung funktioniert… – Es gibt eine Menge Fehler, die man machen kann, wenn man sich nicht gut auskennt. Und weil das alles so schnell und oft so Suchmaschinen-relevant ist, sind diese Fehler oft nur schwer auszubügeln. Ich muss auch Mechanismen kennen, etwa wie Blogger reagieren, wenn man statt mit konstruktivem Dialog mit juristischen Schritten kommt.
Aber der größte Fehler wäre, darüber die Kernkompetenzen klassischer PR zu vergessen oder zu vernachlässigen. Das wäre ungefähr so, wie wenn du dir eine Fahrkarte kaufst, ohne dein Reiseziel zu kennen.
Wo und wie grenzt sich die klassische PR von Socialmedia ab und wo gibt es Überschneidungen bzw. keine Grenzen mehr?
Dr. Kerstin Hoffmann: Abgrenzen kann man natürlich klassische Pressearbeit vom Netzwerken im Internet. Wenn wir PR als Oberbegriff nehmen – oder Kommunikation, oder Werbung oder Marketing, je nachdem, wo gerade der Schwerpunkt liegt -, dann bedient sie sich der verschiedensten Medien und Mittel. Dazu gehören klassische Kommunikationsmedien ebenso wie Internet und elektronische Medien.
Eines haben die Social Media auf jeden Fall geschafft: Klar zu machen, dass Kommunikation mit Kunden, Stakeholdern, mit dem Netzwerk eben, keine Einbahnstraße mit Verlautbarungscharakter ist. Es geht um Dialoge und gegenseitige Wertschätzung.
Wie verändert die aktuelle Entwicklung das Profil und die Aufgaben von PR- und Kommunikationsdienstleistern?
Dr. Kerstin Hoffmann: Die Zyklen werden immer kürzer. Es ist anspruchsvoll, zugleich den Überblick zu behalten und andererseits nur diejenigen Dinge effizient einzubinden, die auch etwas bringen. Wer jeden Hype mitmacht, produziert nur Blasen, die schnell wieder platzen können.
Aber natürlich ändern sich die Vorgehensweisen. Das ist ein ganz anderes Arbeiten als noch vor wenigen Jahren. Das beginnt damit, dass Journalisten ganz andere Recherche-Möglichkeiten haben. Es geht weiter damit, dass mit den Social Media völlig neue Kontrollinstanzen entstanden sind. Und es bedeutet natürlich auch, dass sich Informationen viel schneller und vernetzter verbreiten.
Wo wir vor zehn oder fünfzehn Jahren vor allem auf (Papier-!) Aussendungen an klassische Medien gesetzt haben, müssen wir heute viel komplexere Workflows etablieren – und andere Dinge berücksichtigen. Dialoge mit Kunden auf Augenhöhe sind noch wichtiger geworden – aber auch viel einfacher.
Müssen Unternehmen nun generell zweigleisig fahren und neben der klassischen PR auch Social Media bedienen?
Dr. Kerstin Hoffmann: Das wandelt sich auch gerade immens. Ich mache ja selbst für meine eigene Reputation und für das Netzwerken mit Kollegen und Meinungsbildnern schon seit längerer Zeit sehr viel im Web. Bis vor kurzem haben das aber die meisten meiner Kunden nicht oder nur sehr wenig für ihre eigene Kommunikation abgefragt.
Jetzt unterstütze ich plötzlich renommierte, große Unternehmen darin, sich eine Präsenz im Social Web zu erarbeiten, die das vor einem Jahr noch nicht in Betracht gezogen hätten, für die ich nur klassische Methoden eingesetzt habe.
Wichtig ist es, auch da behutsam vorzugehen, Dinge organisch wachsen zu lassen und sich erst gründlich zu informieren und dann zu handeln.
Gibt es Unternehmen, welche klassische und “neue PR” schon idealtypisch vereint haben?
Dr. Kerstin Hoffmann: Gibt es irgendein Unternehmen, das die ideale Werbung und PR macht?
Nehmen wir das Daimler-Blog, weil es eines der bekanntesten Beispiele ist. Die sind sicherlich sehr wichtige Wegbereiter für die ganze Entwicklung gewesen. Aber welches sind die Messfaktoren für den Erfolg der Kommunikation? Umsatz? Das wäre mir zu platt. – Reputation? Wie will man das messen? – Das geht immer nur näherungsweise und über das Erkennen von Tendenzen.
IKEA und seine Facebook-Kampagne fand ich beispielsweise wirklich großartig, und das hat ja auch im Social Web hohe Wellen geschlagen. Aber im realen Leben begegne ich relativ wenigen Menschen, die davon wissen. Die werden dann eben über andere Kanäle ‘abgeholt’. Soweit ich das beoachte, hat IKEA dafür beispielsweise sein Direktmarketing nicht zurückgefahren.
Für so etwas muss man aber auch die entsprechenden Budgets haben. Für Mittelständler mit begrenztem Werbe-Etat ist es schon eine hohe Kunst, genau den richtigen Mix herauszuarbeiten und dann ständig dranzubleiben.
Wie verändert die aktuelle Entwicklung die Organisation in Unternehmen?
Dr. Kerstin Hoffmann: Es wird immer wieder gesagt, dass jetzt die Gefahren viel größer sind. Dass man mehr darauf achten muss, wer was sagt und was man überhaupt über welche Kanäle verbreiten kann. Aber man braucht nur mal ein paar Social-Media-Kodizes großer Unternehmen durchzulesen, um zu sehen, dass sie letztlich allgemein menschlichen Regeln folgen, die schon vorher galten: Behandle andere wertschätzend. Plaudere keine Geheimnisse aus. Denk nach, ehe du etwas sagst.
Im Grunde braucht man also nur anzuwenden, was man immer schon wusste. Common sense, hauptsächlich. Das vergessen die Leute aber manchmal, dass sich die Mechanismen nicht verändern, nur weil das Medium ein anderes ist.
In der Kantine motzen ist halt etwas anderes als über Lautsprecher im Stadion – oder eben in einem öffentlichen Forum. Insofern muss man den Leuten einfach nahebringen, wie die Technik und die Mechanismen funktionieren.
Es ist aber richtig, dass es immer schwieriger werden wird, Meinungen zu unterdrücken oder Dinge unter dem Deckel zu halten. Social Media haben – auch – eine regulierende Wirkung. Das ist aber vor allem die Zeit. Wir leben in einem Zeitalter des Umbruchs und der Unsicherheit. Da entwickeln sich ganz andere Werte. Authentizität gehört dazu. Die Leute sind nicht mehr satt und lassen sich jeden Blödsinn aufschwatzen, sondern übernehmen mehr Verantwortung. Insofern wird vielleicht umgekehrt eher ein Schuh daraus, ist vielleicht die Informations- und Medienvielfalt viel mehr eine Folge der veränderten Bedingungen als deren Ursache.
Ganz sicher ist es so, dass die neuen Medien viele Arbeitserleichterungen mit sich bringen. In internationalen Konzernen sieht die interne Kommunikation ganz anders aus als noch vor relativ kurzer Zeit. Zusammenarbeit und gemeinsame Projekte über größere Distanzen sind viel einfacher geworden. Ich merke das an meiner eigenen Arbeitsweise: Wenn ich die Zeiten, die ich bei Kunden verbringe, mit denen vor zehn Jahren vergleiche, dann sitze ich heute viel mehr in meinem Büro – allein aber nicht abgeschnitten. Ich bin im engen Kontakt mit meinem Netzwerk und meinen Kunden.
Dennoch ist der persönliche Kontakt nach wie vor sehr wichtig. Ich muss zwischendurch die Menschen aus Fleisch und Blut vor mir haben, um bestimmte Dinge zu erarbeiten. Das mag in ein paar Jahrzehnten oder sogar nur Jahren noch wieder anders sein. Vielleicht geht irgendwann niemand mehr in einen echten Hörsaal oder einen realen Konferenzraum. WIE genau sich die Kommunikation weiter verändern wird, kann wohl keiner genau vorhersagen. DASS sie sich weiter wandelt, und wahrscheinlich immer schneller, steht fest. Ich bin jedenfalls sehr gespannt darauf.
So schnell kommst du bei Google ganz nach oben
22. Januar 2010 um 9:20 von Mario Grobholz
myON-ID bringt dich ganz nach oben. So heißt es in unserer Beschreibung. Aber wie machen wir das eigentlich? Ist es denn wirklich so einfach oder muss ich dafür selbst auch noch was tun? Antworten gibt es hier und heute!
myON-ID hilft dir, deine eigene Suchmaschinenoptimierung (SEO) zu verbessern, denn dein myON-ID Profil ist automatisch dafür optimiert, sehr weit oben in den Suchergebnissen bei Google & Co. gefunden zu werden. Du musst dafür lediglich ein möglichst vollständiges Profil anlegen. Den Rest macht myON-ID für dich.
Wie sieht ein vollständiges Profil aus?
Google liebt Inhalte von verschiedensten Seiten. Hast du beispielsweise ein Twitterprofil, sind deine Chancen bereits sehr hoch, schnell ganz oben bei den Suchergebnissen zu erscheinen. Ein eigenes Blog, eine Slideshare-Verknüpfung, Flickr-Bilder oder Brightkite-Anbindung sind alles zusätzliche Dienste, die dein myON-ID in der Suche positiv beeinflussen können.
Du bestimmst welche Begriffe Google für dein myON-ID Profil anzeigt!
Damit sich dein myON-ID Eintrag bei Google sowohl von den anderen myON-ID Profilen, als auch deinen weiteren Profilen, die du ggf. schon bei Xing, LinkedIN & Co. hast, unterscheidet, bekommst du die Möglichkeit den Google Eintrag selbst zu bestimmen.
In deinem myON-ID Profil findest du unter dem Navigationspunkt „Mein Profil” den Reiter „Persönliche Daten”. Dort findest du ein Modul mit der Überschrift „Interessen”. In dieses trägst du die Begriffe ein, die für dich am besten zutreffen. Trenne die Begriffe jeweils mit einem Komma. Selbstverständlich kannst du das Modul “Interessen” auch mehrmals auf deinen verschiedenen Seiten einbinden.
Die Schlagworte, die du bei myON-ID in deinen “Interessen” eingetragen hast, sind dann auch diejenigen, die bei Google mit deinem myON-ID Profil angezeigt werden.
Somit hast du es selbst in der Hand zu steuern, mit welchen Begriffen du von anderen gefunden wirst. Lass dir diese Chance nicht entgehen und erstelle am besten gleich deine Einträge in deinem myON-ID Profil. Bitte bedenke jedoch, dass es ein paar Tage dauern kann, bis das Ergebnis bei den Suchergebnissen erscheint.
Viel Spaß und Erfolg bei deiner Suchmaschinenoptimierung und der Gestaltung deines Personal Brands!
Mehr zum Thema Profilgestaltung gibt es HIER.
Der Social Media Newsroom hält Einzug in Deutschland
20. Januar 2010 um 9:10 von Mario Grobholz
Was früher der Pressebereich war, ist heute der Social Media Newsroom. Dieser soll vor allem einfach und schnell Zugang zu aktuellen Nachrichten und Inhalten eines Unternehmens bieten. Jeder Zeit sollen sich die interessierten Journalisten, Blogger, Multiplikatoren aber auch Kunden und Interessenten über die laufenden Aktivitäten informieren können. Was beinhaltet nun aber solch ein Newsroom genau?
Der Social Media Newsroom aggregiert die verschiedenen Online-Aktivitäten eines Unternehmens oder eines Events auf einer übersichtlichen Webseite und gibt dem Besucher der Seite die Möglichkeit auf unterschiedlichste Art und Weise mit dem Unternehmen zu kommunizieren.
Mit dieser Weiterentwicklung klassischer News- und Pressebereiche im Internet sollen insbesondere die Autoren und somit auch Kunden von nutzergenerierten Inhalten wie Communities, Weblogs und Twitter mediengerecht angesprochen werden. Selbstverständlich dient der Newsroom auch klassischen Medien zur Recherche und Kontaktaufnahme, da sich gerade auch unter den Journalisten zunehmend mehr Blogger und Twitter-Enthusiasten befinden.
Mit einem schönen Praxisbeispiel geht die PR-Agentur Sympra voran und präsentiert ihren Newsroom im Unternehmens-Blog. “Der Newsroom führt endlich zusammen, was zusammengehört. Kommunikation 1.0 und Kommunikation 2.0″, so Bernhard Jodeleit, Sympra Consultant und Experte für Social Media. Auch die Performance Marketing Agentur iCrossing hat seit kurzem einen Newsroom in seine bestehende Webseite integriert. Auf diesem aggregriert das auf Online Marketing und Vertrieb spezialisierte Unternehmen aktuelle News und Hintergrundinfos aus diversen Web 2.0 Services und Plattformen. Neue Zielgruppen, die bereits heute die neuen Kommunikationswege intensiv nutzen, lassen sich damit professionell erreichen.
Jürg Vollmer, Journalist und Social Media Newsroom Fachmann hat hierzu eine umfangreiche Präsentation zusammengestellt, welche die Funktionen eines Social Media Newsroom gut erklärt.
Eric Kubitz formulierte neulich folgende Ziele für einen Social Media Newsroom:
- Push UND Pull Element zur Verbreitung der Inhalte
- Ansprache von Redaktionen und Blogoshpäre
- Aktuelle Ausstrahlung
- Zentrales Archiv für Pressearbeit
- Schnelle Kontaktmöglichkeiten in das Unternehmen
- Eröffnung eines Dialoges (z.B. via Twitter oder Xing)
- Übersicht und Kanalisierung der öffentlich zugänglichen lizenzfreien (!) Bilder, Videos und Texte
- Übersicht über schon vorhandene und entstehende andere Seiten, Dienste, Blogs und Microblogs des Unternehmens.
Expertenmeinung: Hermann Hohenberger über den Social Media Einsatz in Unternehmen
18. Januar 2010 um 9:05 von Mario Grobholz
Die sozialen Medien haben in deutschen Unternehmen Einzug gehalten. Einige können damit schon sehr gut umgehen, doch viele sehen dem Ganzen noch immer skeptisch entgegen. Was sagen Experten zum Thema Social Media Einsatz in Unternehmen? Wir haben sie befragt.
Heute befragen wir Hermann Hohenberger, Geschäftsführer der Broadcast-Future! Medien und Rundfunk Service GmbH zu diesem Thema. Er selbst ist mit eigenem Blog und verschiedenen Netzwerkprofilen sehr aktiv im Social Web und kann deshalb aus Erfahrung sprechen, wenn es darum geht, wie wirkungsvoll das Medium Internet für sein Unternehmen ist. Wir haben ihn 4 Fragen zu “Social Media Einsatz in Unternehmen” gestellt und hier sind seine Antworten:
Denken Sie, dass Social Media Marketing für Unternehmen zum Standard Marketing Mix gehören sollte?
HH: In jedem Fall. Für die Generation z.B. die gerade in die Schule geht, ist der Umgang mit den neuen Kommunikationsformen (Web 2.0, Chat, SMS, MMS, Video via Handy, YouTube, etc.) völlig normal und gehört zum Leben einfach dazu. Und in ein paar Jahren kommt diese Generation in Unternehmen. Wer dann als Unternehmen nicht mit Social Media Marketing umgehen kann wird einfach «alt» aussehen. Für seine Kunden und für seine Mitarbeiter. Da läuft gerade eine (un)heimliche Revolution.
Wo sollten die Social Media Aktivitäten eines Unternehmens in der Organisation “aufgehängt” sein?
HH: Wichtig ist, dass das Management die Bedeutung erkennt und auch selbst persönlich in Social Media eintaucht. Es kommt nämlich immer noch vor, dass Mitarbeiter einen Blog iniitieren und der Chef das dann untersagt. Man könnte ja in die Öffentlichkeit kommen?! Und wer brauche schon die paar Backlinks?! Letztendlich sollte nach meiner Auffassung die Öffentlichkeitsarbeit das Sagen haben und auch PR für Social Media nach «innen» betreiben. Jeder Mitarbeiter muss wissen, wie er sich mit Unternehmensinformation zu verhalten hat. Und wenn es erst einmal nur darum geht, dass die Firmierung des Unternehmens im persönlichen XING-Profil richtig geschrieben wird. Und Mitarbeiter lernen gerne am guten Beispiel. Ist der eigene Auftritt proper werden auch die eigenen Leute besser im Web auftreten und für ihr Unternehmen einstehen. Das ist zu machen.
Welche messbaren Ziele verfolgen Unternehmen mit ihren Social Media Aktivitäten?
HH: Die klassischen KPI der WebSite werden ergänzt um harte Social-KPI: Anzahl Facebook-Fans, Twitter-Follower, Aktivität, etc. Dazu kommen SEO/SEM-Werte: Backlinks, Ranking, PageRank, Bounce-Rate und dann wird ein wesentlicher Faktor die «Stimmung» oder «Reputation» sein. Hier gibt es verschiedene Modelle, wie das verfolgt und gemessen werden kann (z.B: myON-ID) . Auf der Basis dieser Werte können Ziele entwickelt und verfolgt werden. Aber Achtung: Social Media folgt neuen (eigentlich uralten) Regeln. Hinter jedem User steckt ein Mensch und der will als Mensch behandelt werden. Nur wer dem User und Mensch Achtung, Wertschätzung, Nutzen und nützliche Information, gerne auch Unterhaltung bietet wird auch geschätzt, weiterempfohlen und «gebookmarkt» werden. Diese neuen Kommunikationsformen geben dem Kunden wesentlich mehr Möglichkeiten sich bemerkbar zu machen. Besser man nimmt die Kunden (und Mitarbeiter) ernst und meint es ehrlich. Und was kann ehrlicher sein als ein gutes Produkt zu machen, es zu verkaufen und darüber zu reden (oder reden lassen).
Welche Unternehmen kennen Sie, die heute Social Media bereits erfolgreich einsetzen?
HH: Es gibt eine Reihe großer Unternehmen, die hinreichend bekannt sind und das auch ordentlich machen. In meinem persönlichen Einflußbereich sind z.B.: www.Coupon-Future.de, und www.dealhamster.com. Plattformen für Gutschein und Couponmarketing. Hier werden nützliche Gutscheine erfolgreich via Facebook und Twitter zu Kunden und Nutzern transportiert und wehe, da klappt einmal etwas nicht
Das bekommen wir ganz schnell mit. Jede Reaktion ist Kommunikation und richtig begegnet kann sich die Beziehung nur gut entwickeln. Ist nicht immer leicht, aber unerläßlich. Und via Social Media kann man so schnell reagieren. www.Projektwerk.de macht gute Arbeit in Facebook zum Thema Arbeit 2.0 und auch einige Radiosender haben tolle Modelle entwickelt: www.radioarabella.at mit Facebook und www.herzflimmern.at
Hilfsaktion für Katastrophenopfer in Haiti
15. Januar 2010 um 9:04 von Martina Doherr
Hilfsaktion für Katastrophenopfer in Haiti: myON-ID beteiligt sich aktiv an der Hilfsaktion für die Erdbebenopfer und spendet 5 Euro pro Neukunde auf myonid.de und Ruflotse. So kann bis zum 31. Januar 2010 jeder Gutes tun. Nicht nur im Sinne der eigenen Reputation, sondern auch in Gedenken der furchtbaren, aktuellen Ereignisse in der Karibik.
Die Nachricht über das katastrophale Erdbeben in Haiti verbreitete sich im Internet rasend schnell. Wieder einmal hat es eines der ärmsten Länder der Welt getroffen, und noch ist unklar, wieviele Opfer das Erdbeben gefordert hat. Hunderttausende sind ohne Obdach, Nahrung und lebensnotwendige Versorgung, darunter auch zahllose Kinder. Die Bilder und Berichte machen betroffen. So erging es natürlich auch uns.
Um uns an der dringend notwendigen Hilfeaktion für die Opfer des Erdbebens zu beteiligen, bieten wir ab sofort bis zum 31.Januar eine Spendenaktion an: für jedes neue Premium-Profil auf unserer Plattform für Eigenmarketing myonid.de sowie jeder Buchung beim Online-Rufüberwachungsdienst Ruflotse gehen 5 Euro in den Spendentopf der Aktion Deutschland hilft. Wir würden uns sehr über eure Unterstützung freuen und bedanken uns schon jetzt für jede Anmeldung, Weiterleitung, Veröffentlichung und natürlich weitere Hilfsaktionen in jeder Form.












